Kommentare zu «Babynahrung - Die miesen Tricks»

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Puppup15 schrieb am 04.06.2016

Liebes ZdG Team, ich bin verzweifelt auf der Suche nach einer Babymilchnahrung "OHNE FLUORID". (Unser Sohn ist 7 Monate alt und bekommt auch schon Beikost.) Können Sie mir hier vielleicht weiterhelfen? Ich bin etwas verwirrt und entsetzt darüber, dass in der heutigen Zeit, wirklich noch mit Fluorid "experimentiert" wird. Selbst Namhafte BIO Hersteller, haben in ihrer Babymilchnahrung Fluorid! Macht mich sehr traurig... Danke schon einmal im voraus für Ihre Antwort! Ganz liebe Grüße Puppup15

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Puppup
Unseres Wissens nach wird Fluorid keiner Säuglingsmilchnahrung zugesetzt. Wir haben probeweise die Zutatenlisten von drei Herstellern überprüft (Hipp, Milupa (Aptamil) und Holle). Nirgendwo sind Fluoride zugesetzt. Wenn bei den Nährwertangaben Fluorid erscheint, dann bedeutet das lediglich, dass dies der natürliche Fluoridgehalt der enthaltenen Lebensmittel ist (also der Milch bzw. Milcherzeugnisse).
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Krönschen schrieb am 09.10.2013

Liebes ZdG Team, was für ein interessanter Artikel;) leider ist es sehr schwer raus zufinden, welche Babynahrung wollte gut fürs Baby ist... Ich habe 3wochen nach der Geburt gestillt, musste es dann aufgeben:( und jetzt bekommt meine süße Beba pre und ich bin schockiert was ich hier lese:( auch Mütter die nicht stillen, möchten die allerbeste Nahrung für ihr kleines ^^

Wäre toll wenn ihr mir was empfehlen könntet...und ob es nur Nestle ist die in Verruf gekommen sind? Und man humana oder aptamil eher vertrauen kann....leider wird immer nur angeprangert, wäre toll wenn man dann auch tips bekommt-welche Alternativen es gäbe:).
Lg krönschen

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Krönschen
Vielen Dank für Ihre Mail.
Wenn Sie sich die Zutatenlisten der einzelnen Babymilchnahrungen durchlesen, wird schnell klar, dass damit eine "allerbeste" Ernährung nicht möglich ist. Babymilchnahrungen stellen also immer nur eine Notlösung für den Fall des Nichtstillenkönnens dar und versuchen, mehr schlecht als recht die Muttermilch zu imitieren. Welche Milchnahrung für Ihr Baby die richtige ist, hängt sehr davon ab, ob Ihr Baby z. B. allergiegefährdet ist oder nicht. Wenn ja, dann kommt nur eine HA-Nahrung in Frage, also eine hypoallergene Nahrung.

Wenn nicht, dann könnten Sie sich im Reformhaus oder Naturkostladen zu Babymilchnahrungen beraten lassen, die - im Vergleich zu herkömmlichen Nahrungen - immerhin ohne Soja, ohne Emulgatoren, ohne Säureregulatoren etc. auskommen.
Auch Verbraucherzentralen oder Testmagazine können eine gute Quelle für die aktuelle Qualität und/oder Schadstoffbelastung von Fertigmilchen/Fertigbabynahrung sein und Ihnen bei der Auswahl behilflich sein.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

schrieb am 04.05.2013

Liebes ZdG Team, Ich bin sehr froh auf Ihre Seite gestoßen zu sein, denn wir sind gerade dabei unsere Ernährung schrittweise auf vegetarische bzw. vegane Ernährung umzustellen! Wir haben einen 10 Monate alten Sohn und ich Stille nach Bedarf. Er hatte von Anfang an Probleme mit Blähungen, weshalb wir sehr langsam nach 6 Monaten mit Beikost angefangen haben. Leider hatte ich erst nachdem wir mit Gemüsebrei angefangen haben von der BLW Methode gehört, weshalb es nun eine Mischform geworden ist. Ich kenne einige Mütter, die sich in irgendwelchen Listen herauslesen, wann Ihr Kind zu welchem Alter wieviele Kalorien zu sich nehmen soll. Nun bin ich jedoch etwas verunsichert, weil ich nicht weiß, ob mein Sohn vielleicht doch irgendwelche Mangelerscheinungen hat. Können Sie mir Tipps gebe worauf ich bei seiner Ernährung achten soll? Sie schreiben auch, dass Babys kein Getreide essen sollten. Was soll ich ihm Ihrer Meinung nach zum Frühstück bzw. zum Abendessen als Fingerfood geben? Generell finde ich es schwierig heraus zu finden, was denn nun die " richtige" Art der veganen Ernährung ist, denn ich kann zB. zu McDonalds laufen und dort 3 Portionen Pommes essen und es wäre wahrscheinlich vegan, aber natürlich unbestritten ungesund. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort! Viele Grüße

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Frau Steimel,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Geduld.
 
Sie haben vollkommen Recht, eine vegane Ernährung ist nicht per se gesund und gut. Es kommt auch nicht so sehr darauf an, ob eine Ernährung - die gesund sein soll - nun vegan ist oder tierische Produkte (Fisch, Eier, Fleisch) enthält. Es kommt vielmehr darauf an, in welcher Qualität und Frische die Lebensmittel verzehrt werden und welche Lebensmittel unsere Grundnahrungsmittel sind.
 
Wir empfehlen Gemüse (roh und/oder gekocht) als Grundnahrungsmittel zu wählen und dieses mit Getreide, Pseudogetreide (Quinoa, Buchweizen, Amaranth), Nüssen, Sprossen, Früchten und wenn man mag, mit Fisch, Eiern, Fleisch ... zu ergänzen. Wenn Sie dazu noch herkömmliche Getränke meiden und bevorzugt Wasser trinken, auf hochwertige Öle/Fette achten und Fertigprodukte links liegen lassen, kann kaum noch etwas schief gehen :-)
 
Bei einer rein veganen Ernährung sollten Sie - besonders auch bei Ihrem Sohn - auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 und DHA (Omega-3-Fettsäuren) achten.
 
Die BLW-Methode ist eine feine Sache, schliesst aber nicht aus, dass dem Baby auch einmal ein Brei angeboten wird. BLW bedeutet ja auch, dass das Baby fast alles bekommen soll, was auch der Rest der Familie isst - und wenn der Rest Müsli, grüne Smoothies, Kartoffelpüree, Suppe oder auch Hirse isst, dann ist das ja schon sehr breiähnlich. Insofern sollte man die Angelegenheit nicht zu streng sehen und kann sehr gut - wie Sie das ja auch handhaben - beides kombinieren, also Brei und BLW.
 
Bei BLW kann das Frühstück beispielsweise aus Früchten bestehen, wie Bananen, Melonen, Avocados, Aprikosen... Manche Eltern geben auch selbst gebackenes salzarmes Brot (dieses kann auch getreide- bzw. glutenfrei sein), salzarmes Bio-Dinkelbrot oder Reiswaffeln.

Am Abend kann man dasselbe geben wie am Mittag, also z. B. gedünstetes Gemüse, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Gurke, Tomaten, Nudeln (z. B. glutenfreie Nudeln oder Nudeln aus Einkorn/Hanf) und wenn man nichtvegan/nichtvegetarisch lebt auch gedünstetes Fleisch/Fisch.
Wenn Sie vegan leben und Ihr Sohn keine Muttermilch mehr erhalten sollte, sollten Sie das Gemüse/Brot ab und zu mit hochwertigem Öl (Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl) oder Mandelmus bestreichen.
 
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

anschmidt480 schrieb am 02.01.2013

Falls zum Stillen zusätzlich Flaschennahrung nötig wäre, würden Sie mir dann zu Flaschennahrung aus Ziegenmilchbasis (Bambinchen) raten (falls ja, auch schon ab Geburt?)? Ich frage deswegen, weil man immer viel lest, dass das sehr umstritten ist. Ich vertrage nämlich selber auch keine Kuhmilch und würde diese auch nicht unbedingt meinem Kind geben. Eine weitere Frage habe ich zu Mandelmilch: Darf man bei Beikosteinführung beim Milch-Getreide-Brei anstatt Vollmilch auch Mandelmilch verwenden bzw. evtl. auch Ziegenmilch? Was würden Sie mir raten?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo anschmidt480,
vielen Dank für Ihre Mail.
Wenn zum Stillen eine Flaschennahrung nötig sein sollte, ist eine möglichst hochwertige Nahrung, wie die von Ihnen genannte, empfehlenswert.
Beikost heisst deshalb BEIkost, weil sie zusätzlich zum Stillen eingeführt wird. Das heisst, das Baby erhält weiterhin reichlich Muttermilch, und diese Milch sollte - so raten wir - auch die einzige tierische Milch in diesem Alter (bis 12 Monate) bleiben. Breie können dann sehr gut mit Mandelmilch zubereitet werden. Selbstverständlich können Sie - wenn Sie möchten - auch Ziegenmilch probieren. Nötig ist diese aber nicht.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

schrieb am 30.10.2012

Habe mit großem Interesse Ihre Informationen gelesen und habe nun eine Frage an Sie:Ich wurde 1964 geboren und nun lachen Sie bitte nicht:ich war ein \\\"Gerber-Goldkind\\\"...leider finde ich keinerlei Informationen darüber wie es dazu kam.Da meine Eltern leider schon lange nicht mehr leben muss ich mich auf die vagen Aussagen meiner Geschwister verlassen,die aber damals auch noch klein waren.Man sagte mir,das alle damals geboreren Babys im Krankenhaus fotografiert wurden und diese Bilder dann von der Klinik eingesendet wurden.Da ich nun wohl im März 1964 das schönste gewesen sein soll...lach..wurde meine Mutter dann mit einem Blumenstrauss und mir auf dem Arm fotografiert und erhielt eine Goldmünze (diese ist noch heute in meinem Besitz,ob sie echt ist,sorry,keine Ahnung) auf der ein Babygesicht zu sehen ist und auf der anderen Seite steht geschrieben :Dem Gerber Goldkind alles Gute im Leben.Irgendwie hat meine Mutter wohl auch noch gratis Babaynahrung bekommen.Nun wüßte ich gerne ob es irgendwie irgendwo mehr Infos zu dieser Geschichte gibt,z.B.wo sind andere \\\"Gerber\\\"-Kinder,wie lief damals alles genau ab und in welcher Zeitschrift wurden diese Babyfotos veröffentlicht,wie oft wurden diese Babys zum Gerber-Kind gewählt und wo überall??Es wäre toll wenn Sie mir weiterhelfen könnten,es würde mich schon sehr interessieren wie junge Mütter selbst in der Klinik manipuliert wurden Ihre Neugeboreren mit Fertignahrung vollzustopfen...LG Illa

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Illa
Vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Gerber-Goldkind-Geschichte :-)
Es ist wirklich hochinteressant, mit welchem manipulativen Geschick man seinerzeit die Babynahrung an den Mann bzw. an die Mutter brachte. Um herauszufinden, wie es sich damals zugetragen hat, raten wir Ihnen, sich eventuell mit Gerber Products selbst oder mit Nestlé (da Gerber inzwischen zu Nestlé gehört) in Verbindung zu setzen, da in deren Archiven sicher die entsprechenden Daten lagern. Uns liegen leider keine Informationen zu den einstigen Gerber-Werbe-Aktionen vor. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und würden uns freuen, von Ihnen erneut zu lesen, wenn Sie in Ihren Nachforschungen weiter gekommen sind.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

emily schrieb am 08.10.2012

Also was wäre jetzt Ihre Empfehlung, vegane Kinderernährung (plus Eier) oder Fleisch/nicht belasteter Fisch (in geringen Mengen und guter Quailität)? Bei Leber wäre ich mir auch unsicher wegen der Belastung.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Emily,
vielen Dank für Ihre Mail.
Es gibt nicht die EINE richtige Babynahrung, sondern - genau wie für Erwachsene auch - die für das einzelne Kind in seinem Umfeld richtige Ernährung. Diese kann vegan sein, wenn die Familie vegan lebt, sie kann aber auch hochwertige tierische Bestandteile enthalten. Bei der richtigen Babyernährung geht es jedoch insbesondere darum, dem Baby frisch zubereitete und naturbelassene Lebensmittel anzubieten. Darüber hinaus geht es darum herauszufinden, was und wie das BABY essen mag. Weitere Informationen zum letzten Punkt finden Sie z. B. hier:
Fingerfood statt Babybrei
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit


 

anonym schrieb am 18.02.2012

Unsere kleine Tochter wird bald 6 Monate und wird bis jetzt nur voll gestillt. Nun möchte sie aber mal was anderes essen. (-: Wir möchten auf die Standard-Gläschen, Schweinefleisch, Zucker, Auszugsmehle und Kuhmilch verzichten. Sind grüne Smoothies eine Alternative? Was ist zu beachten? Können Sie eine Buchempfehlung zur Ernährung speziell für Babys geben? Vielen Dank im voraus.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Geduld.

Wenn Ihre Tochter weiter gestillt wird und lediglich etwas Beikost erhält, dann brauchen Sie sich über Kuhmilch bzw. eine Alternative dazu glücklicherweise keine Gedanken zu machen :-)

Was nun die Art der Beikost betrifft, werden wir - da uns die vorhandene Literatur als wenig ergiebig erscheint - in absehbarer Zeit einen ausführlichen Artikel zum Thema "Gesunde Babyernährung" veröffentlichen. Gerne informieren wir Sie, sobald der Artikel online sein wird. Melden Sie sich dazu für unseren kostenlosen Newsletter an. Über unseren Newsletter erhalten Sie 14-tägig eine Übersicht über die neu erschienenen Artikel im Zentrum der Gesundheit.

Da die Beikost anfangs sehr einfach gestaltet sein sollte, also aus wenigen Einzelzutaten bestehen sollte, ist ein grüner Smoothie noch nicht geeignet, zumindest nicht als Hauptmahlzeit. Sie können jedoch Ihre Tochter immer mal wieder ein bisschen von Ihrem eigenen Smoothie probieren lassen. Ab dem 10. Monat können Sie grüne Smoothies ganz langsam in die Babyernährung einbauen.

Vorab sind einfache Breie, z. B. aus pürierten Früchten oder gedämpften - oder je nach Sorte auch rohen - Gemüsen geeignet. Ihr Baby wird anfangs sehr wenig davon essen, so dass auch eine Ölbeigabe wegfallen kann. Sollte der Appetit dann grösser werden, kann etwas weisses Mandelmus dazugegeben werden. 

Einige leckere Rezepte für vitalstoffreiche Babymahlzeiten finden Sie vorab hier: Babyglück

Anregungen gibt es auch in diesem Buch: "Das vegetarische Baby" von Irmela Erckenbrecht. Selbstverständlich können Sie - wenn Sie das möchten - auch Fleisch geben, doch ist auch dieses nicht nötig, so lange die Muttermilch die Hauptnahrungsquelle darstellt. Falls Sie Fleisch anbieten möchten, sollte dieses in jedem Fall von Tieren aus biologischer Weidehaltung stammen.

Liebe Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Ulrike schrieb am 07.02.2012

Erst mal vielen Dank fuer die hochinteressante Homepage.Gerade der Artikel ueber Fluor hat mich sehr aufgewuehlt. Ich habe einer Tochter von 7 Monaten und ich habe ihr seit 4 Monaten Fluortabletten gegeben, die ich "grosszuegigerweise" vom Arzt geschenkt bekommen habe.Ich bin entsetzt, was ich meinem Kind unwissentlich angetan habe!Unglaublicherweise empfiehlt jeder Kinderarzt Fluor..und in meinem ganzen Bekanntenkreis bekommen die Kinder es verabreicht. Gibt es den serioese Kinderaerzte?Koennen Sie eventuell welche empfehlen im Raum Frankfurt/Main oder auch Heilpraktiker?

Ich moechte meine Toechter vegetarisch/vegan ernaehren und las auch ihre Artikel dazu. Zur Zeit stille ich und mittags bekommt sie schon Gemuesebrei.Ich waere an genaueren speiseplaenen interessiert, um jetzt nach und nach beizufuettern...leider habe ich nicht viele Infos im Netz gefunden und herkoemmliche Literatur raet ja zu Fleisch/Milch! Haetten Sie weiterfuehrende Informationen oder eventuelle Literaturtipps fuer mich?
Fuer Ihre Hilfe waere ich sehr dankbar..

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Ulrike,

vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Geduld.

Da uns leider keine Therapeutenlisten vorliegen, bitten wir Sie, sich mit anderen Eltern auszutauschen bzw. konkret nach einem ganzheitlich tätigen oder anthroposophischen Kinderarzt Ausschau zu halten, um einen Arzt/HP in Ihrer Umgebung zu finden, der Ihren Kriterien entspricht.

Informationen zu einer gesunden vegetarischen Babyernährung fallen im Netz tatsächlich sehr mager oder unvollständig aus und auch die vorhandene Literatur lässt zu wünschen übrig. Daher werden wir in absehbarer Zeit einen ausführlichen Artikel zum Thema "Gesunde Babyernährung" veröffentlichen.

Gerne informieren wir Sie, sobald der Artikel online sein wird.

Einige leckere Rezepte für vitalstoffreiche Babymahlzeiten finden Sie vorab hier:

Rezepte für Babys

Liebe Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Tante Ju schrieb am 26.01.2012

Ich habe mein Kind anderthalb Jahre gestillt, dann hatte ich das Gefühl, dass die Brust nur noch zum Spielen benutzt wird... und irgendwie wurde es dann nervig, und ich habe abgestillt. Mein Kind mochte anschließend und auch während der Stillzeit so gut wie nie andere Milchprodukte (kein Grießbrei, kein Milchreis, kein Pudding). Seltsamerweise kam im Alter von 6-7 Jahre eine Phase, wo meine Tochter 5-6 pure Joghurt pro Tag gegessen hat. Ebenfalls hat sich mein Kind beharrlich geweigert, aus Flaschen zu trinken, selbst wenn nur Tee drin war, und Schnuller wurden umgehend ausgespuckt. Es hat auch ein paar Fertiggläschen gegessen irgendwann mal, aber nicht viele, das war eher einer Notlösung.
Ich möchte jetzt kein Moralapostel sein, aber was ich eigentlich sagen wollte, war Folgendes: Wer ein Kind in die Welt setzt, sollte sich darüber im klaren sein, dass das Ego im diesen Augenblick etwas zurücktreten sollte. Ich habe 27 Monate keinen schwarzen Tee getrunken, keinen Kaffee, keinen Alkohol und aufgehört zu rauchen (weitestgehend, hin und wieder habe ich in Abständen von Wochen oder Monaten eine Zigarette geraucht, ist blöd ich weiß, aber das ist mir wirklich sehr schwer gefallen - obwohl ich sagen muß, dass ich sie oft nicht zu Ende geraucht habe, weil ich sie einfach nicht mehr vertragen habe). Rückblickend gesehen möchte ich diese Stillzeit nicht missen. Es war ein sehr schönes Gefühl, ein kleines saugendes Wesen mit Muttermilchbart an der Brust zu haben, schmatzend, sabbernd und glucksend. Und ich denke, es war ein sehr schönes Gefühl für mein Kind.
Ich habe nachts durchgeschlafen und mein Kind auch, denn es schlief immer bei mir und konnte trinken wann es wollte. Es fand die Brust eigentlich von alleine auch Nachts im Dunkeln. Kein Streß mit nächtlichem Schreien, mit Aufstehen, mit Milchmachen. Wunderbar. Auch tagsüber gab es nichts Besseres. Kein Mitschleppen von Brei, Milch, Saugern, Fläschchen etc. etc. - denn die Brust hat man ja immer dabei :-) Und Hängebrüste kriegt man davon auch nicht...Immunstoffe werden z.T. weitergegeben, was will man mehr? Die Stillzeit ist eine besondere Zeit, so meine bescheidene Meinung. Ich finde es persönlich sehr schade, dass Mütter, die ausreichend gute Milch hätten und denen das Stillen keine Probleme bereitet wie Brustentzündung etc., nicht stillen WOLLEN, aus was für Gründen auch immer - sowohl Mutter als auch Kind entgeht etwas, denke ich... und zwar mehr als nur die eigene Milch.
Eines der schönsten Erlebnisse war, als mein Bambini herausgefunden hat, dass durch Drücken und Kneten der Brust wunderbare Milchfontänen entstehen, wenn man gerade nicht selber trinkt. Ich hab mich halb tot gelacht, weil die erste Fontäne mitten ist Gesicht ging...okay, dass wird fast zu intim...aber Fazit: Stillen kann schön sein, und gemütlich, und erspart einem viel Streß...dem Kind auch. Und selbstgemachte Kindernahrung ist eigentlich viel billiger als fertig gekaufte, und wenn man\'s gescheit macht eben wahrscheinlich auch gesünder.

Susanne schrieb am 05.11.2011

Hallo liebes Team des Zentrums der Gesundheit, Ich möchte meinen Sohn (11 Monate) und mich gern milchfrei ernähren. Ihr empfehlt, Babys bis zum 2. Lebensjahr zu stillen. Was mache ich aber wenn ich nicht mehr stillen kann? Liebe Grüße,

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Susanne,

vielen Dank für Ihre Mail.

Ein Baby kann ab dem Zeitpunkt wunderbar milchfrei ernährt werden, ab dem es sich abstillt. WANN ein Baby keine Muttermilch mehr möchte, ist von Baby zu Baby verschieden. Manche Kinder brauchen mit einem Jahr die Brust nicht mehr, andere möchten noch mit drei Jahren gestillt werden.

Es lässt sich also nicht pauschal festlegen, wie lange Babys auf Muttermilch angewiesen sind. Falls Sie Ihrem Sohn bisher eine Pre-Milch füttern, dann sollten Sie das auch weiterhin tun - zumindest so lange, bis er von sich aus verstärkt Interesse an den Mahlzeiten der Erwachsenen zeigt. Dann kann er mit einer einer Ernährung aus qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, die schonend zubereitet werden hervorragend ohne Kuhmilch gross werden :-)

Möglicherweise finden Sie auch hier interessante Informationen zu Ihrer Frage:

Vegane Ernährung für Kinder

Liebe Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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