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  • Welche Auswirkungen hat Yoga auf die Gesundheit?

Diese Auswirkungen hat Yoga auf die Gesundheit

Lange Zeit war Yoga ausschliesslich als Fitnesstrend bekannt. Inzwischen spricht sich glücklicherweise herum, dass es sich bei Yoga nicht nur um einen Sport, sondern um eine ganzheitliche Philosophie handelt. Wer regelmässig Yoga praktiziert, fühlt sich wohler, ist weniger gestresst und kann damit sogar Rückenschmerzen vorbeugen, lindern oder sogar heilen. Wir stellen die wichtigsten Auswirkungen von Yoga vor.

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31 August 2021

Yoga und seine Auswirkungen auf die Gesundheit

Viele Yoga-Praktizierende sehen Yoga einfach als Sport an, manche machen es, weil es Trend ist.

Einige sind sich der vielfältigen Möglichkeiten, die Yoga für die menschliche Gesundheit bietet, jedoch durchaus bewusst und nutzen die philosophische Lehre aus Indien, um aktiv ihre Lebensqualität zu verbessern.

Selbst Schulmediziner haben mittlerweile die positive Wirkung von Yoga entdeckt und empfehlen beispielsweise Patienten mit Rückenproblemen oder gar Rückenschmerzen, Yoga zu praktizieren. Das ist natürlich nicht falsch, aber Yoga kann noch viel mehr als nur Muskeln zu kräftigen und die Ausdauer zu fördern.

Yoga für Körper und Seele

Weil es sich nicht um eine Sportart im klassischen Sinne, sondern um eine ganzheitlich ausgelegte Lehre handelt, setzt die Wirkung von Yoga auch eine Schicht tiefer an: Die Seele profitiert von der Yoga-Praxis ebenso sehr wie der Körper.

Übrigens gehört zur richtig verstandenen Yoga-Praxis nicht nur das regelmässige Ausführen der Übungen, sondern auch ein gewaltfreier, vegetarischer Lebensstil.

Es gibt zahlreiche Wege, die uns das Yoga eröffnen kann. Sechs davon stellen wir Ihnen nachfolgend vor:

1. Yoga lehrt, den Augenblick zu ehren

Wer erstmalig an einer Yoga-Stunde teilnimmt, geht oft nach folgendem Motto an die Sache heran: höher, schneller, weiter. Die anderen Teilnehmer, so glaubt man, sind viel "besser", man begibt sich automatisch in den Wettkampfmodus.

Doch mit der Zeit lernen wir, dass es darauf nicht ankommt. Beim Yoga erfährt man, dass es genau richtig ist, wie es gerade ist. Damit bringt man seinem eigenen Körper – möglicherweise sogar erstmalig – Wertschätzung entgegen.

Durch aufmerksames Beobachten merkt der Yoga-Praktizierende recht schnell, an welchen Körperstellen es "hakt", wo beispielsweise Verspannungen sitzen.

Wenn man sich damit auseinandersetzt, woher diese kommen, ist das bereits der erste Schritt zu einem achtsameren Lebensstil.

2. Körper und Geist durch Yoga miteinander verbinden

Niemand ist sich ständig sämtlicher Bewegungen bewusst, die er oder sie ausführt. Einige davon bemerken wir nicht einmal, denn es handelt sich um winzige Muskelkontraktionen.

Das kann zu einem Teufelskreis führen, nämlich wenn wir aufgrund von Schmerzen am Bewegungsapparat unbewusst eine Schonhaltung einnehmen. Dann verspannen sich die Muskeln um die betroffene Stelle herum, eventuell kommt es sogar zu Fehlbelastungen.

Diese Reaktionen lösen auf Dauer noch mehr Schmerz aus.

Yoga hilft dabei, sich diese Vorgänge bewusst zu machen. Yoga verbessert das Körperbewusstsein und die Körperbeherrschung, so dass mit Yoga ganz gezielt dem Teufelskreis entgegengesteuert werden kann.

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3. Yoga verlangsamt den Atemrhythmus

Bei starker Anstrengung kommt man schnell aus der Puste. Doch auch im Alltag sind wir oft so gestresst, dass wir viel schneller atmen als wir sollten. Das wiederum führt zu noch mehr Stress.

Beim Yoga lernen die Praktizierenden, ihren Atemrhythmus zu kontrollieren und zu verlangsamen. Damit reduzieren sie ihren Stresslevel – nicht nur auf der Yogamatte.

4. Besser schlafen dank Yoga

Indem Yoga zur Entspannung der Muskeln und zu einem langsameren Atemrhythmus beiträgt, hilft es auch beim Ein- und Durchschlafen.

Wer seinen Atem vor dem Einschlafen mit den anderen Rhythmen des Körpers in Einklang bringt, ist über Nacht besser mit Sauerstoff versorgt. Das fördert die Regenerationsprozesse im Körper und sorgt dafür, dass wir uns am nächsten Morgen fit und ausgeruht fühlen.

5. Yoga entspannt den Geist

Der Streit mit der Kollegin, die halbfertige Einkaufsliste, der ungewischte Badezimmerboden… All das tritt auf der Yoga-Matte in den Hintergrund. Hier lernt man Schritt für Schritt, eins zu werden – mit sich selbst und dem Augenblick.

Wer das auf der Matte schafft, kann es auch in jeder anderen Situation praktizieren. Das Resultat ist die Kombination aus einer entspannten Lebenseinstellung, weniger Stress und damit ein stark verringertes Krankheitsrisiko, denn Stress trägt zur Entstehung zahlreicher Erkrankungen bei.

Yoga bietet Entspannung also nicht nur als Soforteffekt, sondern auch als "Dauermedikation".

6. Yoga senkt Herz-Kreislauf-Risiko

Forscher aus den USA und den Niederlanden stellten bei der Analyse von 37 Studien fest, dass Yoga überdies das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert.

Sie werteten die Daten von fast 2.800 Teilnehmern aus. Dabei zeigte sich, dass eine regelmässige Yoga-Praxis Risikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant senkte.

Yoga reduzierte nicht nur das Körpergewicht. Auch der Blutdruck und die Blutfettwerte sanken, wenn die Testpersonen Yoga praktizierten. Insgesamt könnte Yoga bei der Herz-Kreislauf-Prävention ebenso wirkungsvoll sein wie Ausdauersport, vermuten die Wissenschaftler.

Mehr über die gesundheitsfördernde Wirkung von Yoga; Yoga hilft bei Posttraumatischer Belastungsstörung

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Quellen
  • Lance Johnson, "Five ways yoga is changing my life (from a male`s perspective)", Natural News, Januar 2015, ("Fünf Wege, wie Yoga mein Leben verändert (aus der Perspektive eines Mannes")
  • Prof. Myriam M. Hunink et al., The effectiveness of yoga in modifying risk factors for cardiovascular disease and metabolic syndrome: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.", European Journal of Preventive Cardiology, Dezember 2014, (Die Effektivität von Yoga bei der Modifizierung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Metabolisches Syndrom: eine systematische Bewertung und Metaanalyse von randomisierten Kontrollstudien")