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Die 5 häufigsten Fehler bei der Ernährungsumstellung

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 03.07.2018
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Die 5 häufigsten Fehler bei der Ernährungsumstellung
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Man liest viel über die wunderbaren Auswirkungen einer gesunden Ernährung. Wie wohl und leistungsfähig man sich plötzlich fühlt. Wie chronische Krankheiten langsam besser werden und wie fast von allein das lästige Übergewicht schwindet. Also stellt man die Ernährung um – von ganz normal auf total gesund. Doch dann geht es einem schlechter als zuvor. Was ist passiert? Man hat Fehler bei der Ernährungsumstellung gemacht – Fehler, die man leicht vermeiden kann, wenn man weiss, worauf man achten muss.

Fehler bei der Ernährungsumstellung vermeiden

Eine Ernährungsumstellung ist nicht immer einfach. Hat man sich aber endlich dafür entschieden, möchte man sich damit natürlich auch wohl fühlen. Manchmal aber stellt man die Ernährung um, isst sehr gesund – so glaubt man zumindest – und bekommt plötzlich mehr Beschwerden als zuvor. Verständlich wenn man in diesem Fall schnell wieder zur altbekannten Schlechtkost zurückkehrt.

Allerdings ist es nicht die gesunde Ernährung an sich, die das Unwohlsein hervorruft, sondern die falsche Vorgehensweise bei der Ernährungsumstellung. Eine Ernährungsumstellung sollte also mit Bedacht erfolgen. Denn nur so lassen sich Fehler vermeiden und nur so wird man auch die erwünschten Erfolge erzielen. Einer der beliebtesten Fehler bei der Ernährungsumstellung ist die viel zu schnelle Änderung der Ernährungsgewohnheiten.

1. Fehler: Man stellt die Ernährung zu schnell um.

Wer jahrzehntelang Weissbrot, Marmelade und Kaffee frühstückte, kann nicht erwarten, problemlos ein Frischkornmüsli aus rohem Getreide zu vertragen. Und wer bisher viel Fleisch ass, hat eine entsprechende Darmflora dafür entwickelt, so dass ballaststoffreiche Pflanzenkost nicht so gut verdaut werden kann. Ihm fehlen ganz einfach die zum Handling dieser Ballaststoffe erforderlichen Darmbakterien und es kann zu Verdauungsbeschwerden kommen.

Eine Ernährungsumstellung sollte daher besser langsam und Schritt für Schritt erfolgen, besonders dann, wenn man bisher vollkommen anders gegessen hat. Erhöhen Sie also langsam die Vollkornanteile und auch die Rohkostanteile in Ihrer Ernährung. Auf diese Weise hat Ihr Körper die Chance, sich in aller Ruhe auf die neue Ernährung einzustellen.

Noch besser wäre es, wenn Sie zunächst eine Fastenkur mit integrierter Darmreinigung dazu nutzen würden, Ihren Körper von Altlasten zu befreien. Im Anschluss an die innere Reinigung kann meist auch die gesunde Nahrung optimal vertragen werden – zumal man nach einer Fastenkur sowieso nur sehr langsam wieder mit dem Essen beginnt.

2. Fehler: Man isst zu schnell und kaut zu wenig.

Möglicherweise würde eine Ernährungsumstellung auf eine zu hundert Prozent andere Ernährung auch bei sofortiger Umstellung klappen, also ohne Umgewöhnungsphase und auch ohne Fastenkur, nämlich dann, wenn man sehr langsam essen und gründlich kauen würde. Besonders Vollkornprodukte und Rohkost sollten sehr bewusst gegessen und ausführlich gekaut werden. Probieren Sie einmal, jeden Bissen wirklich 30- bis 40-mal zu kauen bzw. so lange, bis er Breikonsistenz erreicht hat. Sie werden sehen, wie gut verträglich diese Lebensmittel dann plötzlich werden.

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3. Fehler: Man kombiniert falsch oder isst zum falschen Zeitpunkt.

Natürlich ist es bei einer Ernährungsumstellung umso ungünstiger, wenn man ungewohnte Nahrungsmittel dann auch noch zum falschen Zeitpunkt isst, z. B. einen grossen Rohkostsalat spät am Abend. Das Verdauungssystem ist um diese Zeit viel zu müde und kann Rohkost – wenn diese auch noch hastig gekaut wurde – abends nicht mehr umfassend verdauen. Also liegen die in Wirklichkeit sehr gesunden Lebensmittel schwer im Magen und verursachen Bauchweh und Blähungen.

Genauso verhält es sich mit Nüssen oder einem Rohkostkuchen, der meist aus einem Teig aus Nüssen oder Kernen hergestellt wird. Auch diese Lebensmittel sind spät am Abend und unzureichend gekaut nicht mehr gut verträglich.

Achten Sie ferner darauf, ungünstige Lebensmittelkombinationen zu vermeiden. Essen Sie beispielsweise Früchte besser nicht als Dessert, sondern lieber als Vorspeise oder zum Frühstück auf leeren Magen.

Trinken Sie eine Stunde vor oder nach dem Essen, aber nicht zum Essen. Zwar wird immer wieder behauptet, dieser Tipp sei unsinnig, doch probieren Sie es einfach einmal aus. Die meisten Menschen fühlen sich wohler, wenn sie nichts zum Essen trinken.

4. Fehler: Man isst mengenmässig zu wenig.

Wer von heute auf morgen seine Ernährung vollständig auf gesund umstellt, isst häufig zu wenig, leidet Hunger und gibt die gesunde Ernährung schnell wieder auf. Auch hier gilt zunächst, langsam zu essen und gründlich zu kauen. Schon allein dies führt dazu, dass Mahlzeiten viel besser sättigen als dann, wenn sie hastig verschlungen werden.

Zusätzlich fallen jetzt viele äusserst fettreiche oder anderweitig nahrhafte Speisen weg, wie z. B. Fleisch, Wurst, fetter Käse, reichhaltige Saucen, Desserts, Mehlspeisen etc. Stattdessen isst man jetzt viel Gemüse und reichlich Salate. Wer bisher also von einem Tellerchen Currywurst mit Pommes Frites satt wurde, muss natürlich die zwei- bis dreifache Menge Gemüse oder Salat essen, um sich ähnlich gesättigt zu fühlen und natürlich auch, um mit den erforderlichen Nährstoffen versorgt zu sein.

Auch ist es nicht damit getan, all das Ungesunde einfach weg zu lassen und nur noch Gemüse und Salat zu essen. Dann nämlich könnten Nährstoffmängel vorprogrammiert sein. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass man mit einer ungesunden Ernährung bestens mit allem versorgt wäre.

Zwar leidet man bei einer ungesunden Ernährung selten an einem Nährstoffmangel (Nährstoffe = Kohlenhydrate, Fette und Proteine). Stattdessen fehlen aber meist die Vitalstoffe. Bei der gesunden Ernährung kann es – wenn man unvorbereitet loslegt – umgekehrt sein. Mit Vitalstoffen ist man sehr gut versorgt, nimmt aber manchmal zu wenig Fett oder zu wenig Eiweiss zu sich. Dieser Fehler passiert oft, wenn Menschen glauben, sie müssten sich dauerhaft basisch ernähren.

5. Fehler: Man isst basisch statt basenüberschüssig.

Die basische Ernährung gilt als eine der gesündesten Ernährungsweisen. In Wirklichkeit ist die basische Ernährung jedoch nur für eine begrenzte Zeit empfehlenswert, z. B. für zwei bis vier Wochen, wenn man also eine Basenfastenkur machen möchte. Auch begleitend zu einer Darmreinigung oder einer Leberreinigung ist die basische Ernährung perfekt geeignet. Oder für 10 bis 14 Tage im Anschluss an eine Heilfastenkur.

Bei einer basischen Ernährung isst man keine Getreideprodukte (Ausnahme: Sprossen), keine Hülsenfrüchte und keine Nüsse und Kerne. Tierische Produkte natürlich sowieso nicht. Die basische Ernährung besteht also insbesondere aus Gemüse, Salaten, Früchten, Sprossen, Kräutern, Pilzen und Kartoffeln.

Natürlich könnte man von all diesen Lebensmitteln jetzt einfach sehr sehr viel essen und auch sehr abwechslungsreich essen, um auf diese Weise dennoch immer gut gesättigt und mit allen Nährstoffen perfekt versorgt zu sein. Die meisten Menschen aber schaffen dies nicht. Sie essen zu wenig, zu wenig abwechslungsreich, lassen zu viel weg, ohne es zu ersetzen und werden dadurch auch wieder schnell rückfällig.

Besser basenüberschüssig essen

Daher ist die basenüberschüssige Ernährung eine sehr viel praktikablere Lösung, wenn man sich gesund ernähren möchte. Sie enthält neben den basischen Lebensmitteln auch zu einem Anteil von etwa 20 bis 30 Prozent vollwertige Getreideprodukte, Pseudogetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kerne und Sojaprodukte.

Weniger Fertigprodukte

Streichen Sie also nicht zu schnell zu viel aus Ihrem bisherigen Speiseplan! Achten Sie während der Umstellung zunächst darauf, weniger Fertigprodukte zu kaufen und vieles selber zu machen, wie etwa Saucen, Dressings, Dips und Desserts.

Ersetzen Sie Ungesundes durch Gesundes

Suchen Sie sich für alles, das Sie weglassen möchten, einen gesunden Ersatz. Probieren Sie Grüntee oder Lupinenkaffee statt Bohnenkaffee, pflanzliche Burger statt Fleisch, Vitaminwasser statt Softdrinks, gesunde Süssigkeiten statt zuckerreicher Billignaschereien, Reisdrink statt Kuhmilch, Cashewkäse statt Kuhmilchkäse etc. Auf diese Weise kommt es nicht zum typischen Gefühl des Verzichts. Stattdessen ist die gesunde Ernährung wie eine spannende Reise in ein fernes Land mit all seinen kulinarischen Spezialitäten, die entdeckt und probiert werden wollen und die Sie bisher noch gar nicht kannten. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei!

Weitere Ernährungsfehler bei der Ernährungsumstellung vermeiden

Viele weitere mögliche Ernährungsfehler und Tipps, wie Sie diese vermeiden, finden Sie in unserem entsprechenden Artikel über die 9 häufigsten Ernährungsfehler einer gesunden Ernährung. Wie Sie eine gesunde Ernährung umsetzen können, lesen Sie in unserem Artikel über die wichtigsten Regeln einer gesunden Ernährung.

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