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Basenfasten: Die Anleitung

Das Basenfasten ist eine Entschlackungsvariante, bei der man ausschliesslich Mahlzeiten aus rein basischen Lebensmitteln zu sich nimmt. Beim Basenfasten kann man sich also – im Gegensatz zum Heilfasten – satt essen. Doch wie genau funktioniert das Basenfasten? Wir stellen eine Anleitung dazu vor.

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25 August 2021

Was genau ist das Basenfasten?

Das Basenfasten ist eine milde Fastenform, bei der man sich ein bis zwei Wochen lang mit ganz bestimmten Lebensmitteln – rein basischen Lebensmitteln – satt essen darf. Dennoch kommt es zu einem gründlichen Reinigungs- und Entschlackungseffekt.

Die rein basischen Mahlzeiten bestehen aus nichts anderem als Gemüse, Kräutern, Salaten, Kartoffeln, Obst, Sprossen und einigen wenigen weiteren basischen Lebensmitteln. Man kann sich begleitend Massagen, basische Bäder oder Fussbäder, Leberwickel oder auch eine basische Körper- und Gesichtspflege gönnen. Natürlich sorgt man für ausreichend Bewegung. Wie beim echten Heilfasten sind auch hier Wanderungen in der Natur besonders empfehlenswert.

Warum sollte man Basenfasten?

Viele ungünstige Angewohnheiten führen zu Unwohlsein und Beschwerden. Meist ist es die Kombination aus ungesunder Ernährung, übermässigem Essen, zu schnellem Essen, mangelhafter Bewegung, Stress, Genussgiften (Zucker, Koffein, Alkohol) und Medikamenten, die über kurz oder lang zu einer Übersäuerung und anschliessend zu Gesundheitsproblemen führt.

Eine regelmässige Entsäuerung und Entschlackung ist daher in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Mit entschlackenden Massnahmen wird der Körper entlastet. Er kann eingelagerte Stoffwechselabbauprodukte, belastende Säuren oder toxische Substanzen (Schlacken) lösen und sich schliesslich wieder erholen und regenerieren.

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Was ist der Unterschied zum Heilfasten?

Oft wird zur Reinigung des Körpers das Heilfasten empfohlen. Das Fasten allein mit Säften, Brühe oder sogar nur Wasser ist jedoch nicht für alle Menschen geeignet. Es erfordert hohe Willenskraft und einen starken Kreislauf. Auch sollte das Fasten – wenn es zu Heilzwecken eingesetzt wird – am besten nur in Begleitung eines Fastenarztes oder Fastenleiters durchgeführt werden.

Das Basenfasten hingegen ist viel leichter umzusetzen und kann auch bei chronischen Krankheiten ohne ärztliche Begleitung absolviert werden. Natürlich kann das Basenfasten noch mit anderen ganzheitlichen Massnahmen, wie z. B. einer leichten Darmreinigung oder einer Entsäuerung kombiniert werden.

Für wen ist das Basenfasten geeignet?

Basenfasten ist grundsätzlich für jeden Menschen geeignet. Das Basenfasten kann einerseits von jedem Erwachsenen als reine Gesundheitsprävention durchgeführt werden.

Andererseits können natürlich auch ganz besonders chronisch kranke Menschen vom Basenfasten profitieren. Menschen mit chronischem Durchfall, mit Blähungen oder chronischer Verstopfung, mit Hautproblemen, Migräne, Rheuma, Autoimmunerkrankungen oder vielen anderen Gesundheitsproblemen erreichen durch das Basenfasten eine Entlastung und Entgiftung ihres Körpers.

Die Zufuhr an Nährstoffen ist während der Basenfastenwoche ausreichend und der Stoffwechsel wird nicht strapaziert.

Was ist eine Basentherapie?

Um die Wirkung des Basenfastens zu verstärken, kann das Basenfasten mit einem Entsäuerungsprogramm kombiniert werden. Bei einer solchen Kombination spricht man von einer Basentherapie.

In welchem Umfang diese erforderlich ist, kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein – abhängig vom Grad seiner Übersäuerung.

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Mit Hilfe des sog. Säure-Basen-Tests nach Sander können Sie feststellen, wie stark Sie übersäuert sind. Wir haben den Test sowie mögliche Entsäuerungsprogramme hier vorgestellt: Die Basentherapie

Wie wirkt das Basenfasten?

Beim Basenfasten wird auf sämtliche Lebensmittel, die im Körper Säuren und Stoffwechselgifte bilden könnten, konsequent verzichtet. Die zugeführten Lebensmittel sind durchweg basisch bzw. basenbildend oder sollten zumindest neutral reagieren (hochwertige Fette und Öle).

Durch den völligen Verzicht auf säurebildende Lebensmittel können die eingelagerten sauren Stoffwechselschlacken gelöst und ausgeschieden werden. Es kommt zu einer Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes, was bedeutet, dass sich an jeder Stelle im Körper der dort passende pH-Wert einstellen kann. Dieser ist z. B. im Blut und im Speichel leicht basisch, im Dünndarm basisch, im Magen stark sauer und im Dickdarm und der Scheide leicht sauer.

In einem Review von 2012 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt wissenschaftlich untersuchten Auswirkungen einer basischen Ernährung wie folgt zusammengefasst:

  1. Bei einer basischen Ernährung aus viel Obst und Gemüse verbessert sich das Kalium-Natrium-Verhältnis, was zu einer besseren Knochengesundheit führen kann, Muskelschwund reduzieren kann und das Risiko für chronische Krankheiten inkl. Bluthochdruck und Schlaganfälle mindern kann.
  2. Die Herz-Kreislauf-Gesundheit bessert sich mit einer basischen Ernährung und damit auch das Erinnerungsvermögen und die kognitiven Funktionen.
  3. Da eine basische Ernährung magnesiumreich ist, steigt mit ihr der intrazelluläre Magnesiumspiegel. Magnesium ist für so viele Enzymsysteme ein wichtiger Motor, so dass sich mit einem gesunden Magnesiumspiegel zahlreiche Körperfunktionen verbessern lassen. Da Magnesium überdies Vitamin D aktiviert, kann man einen gesunden Magnesiumspiegel auch mit allen positiven Auswirkungen eines gesunden Vitamin-D-Spiegels in Verbindung bringen.
  4. Selbst bei manchen Formen der Chemotherapie (die einen basischen pH-Wert erfordern) profitiert man von der basischen Ernährung, da sie bei einem basischen Körper-pH-Wert bessere Ergebnisse bringen

Wie kombiniert man das Basenfasten mit einer Darmreinigung?

Viele Menschen leiden nicht nur unter einer Übersäuerung, sondern auch unter einem trägen Darm, der sich nicht mehr vollständig entleert (Verstopfung) oder unter chronischen Durchfällen. Diese Probleme führen im Laufe der Zeit zu einer Darmflorastörung, chronischen Entzündungsprozessen der Darmschleimhaut und langfristig zu einem Leaky Gut Syndrom, das nun wiederum die Ursache vieler chronischer Erkrankungen sein kann.

Beim Basenfasten wird der erste Schritt getan, damit sich der Darm erholen kann, Entzündungen sich zurückbilden und die Darmflora ihr Gleichgewicht wieder finden kann. Die übliche Basenfastenwoche reicht jedoch für eine Darmsanierung nicht aus. Dazu ist normalerweise eine Darmreinigung (mit den entsprechenden Präparaten) über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen nötig – je nach Ausgangszustand des Darmes.

Die Darmsanierung kann einfach im Anschluss an das Basenfasten gestartet werden. Während der Darmsanierung ernährt man sich basenüberschüssig.

Basenfasten – Die Anleitung

Während also bei herkömmlichen Fastenkuren gänzlich auf feste Nahrung verzichtet wird, können Sie sich beim Basenfasten mit rein basischen Mahlzeiten satt essen.

  1. Einen basischen Ernährungsplan für 7 Tage, mit dem Sie ein einwöchiges Basenfasten bei sich zu Hause durchführen können, finden Sie hier: Basischer Ernährungsplan zur Entschlackung
  2. Eine Liste mit den basischen und säurebildenden Lebensmitteln finden Sie hier: Die Säure-Basen-Tabelle. Mit dieser Tabelle können Sie auch selbst spielend basische Mahlzeiten zusammenstellen
  3. Die besten basischen Lebensmittel stellen wir hier vor: Die Top neun der basischen Lebensmittel
  4. Wenn Sie zu Hause einfach nicht die Kurve kriegen, dann gönnen Sie sich doch eine Basenfastenwoche in einem Basenfastenhotel. Sie finden hier eine entsprechende Hotelliste. Dort können sie sich normalerweise einfach zu einem Termin Ihrer Wahl anmelden und erhalten ein basisches Rundumprogramm.

Wie soll man sich nach dem Basenfasten ernähren?

Nach dem Basenfasten sollte in jedem Falle eine gesunde Ernährung beibehalten werden. Diese Ernährung ist nicht mehr rein basisch. Im Gegenteil, denn gerade die sog. guten Säurebildner (Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne etc.)) sind enorm gesund und liefern wichtige Nährstoffe, die man mit einer rein basischen Ernährung nur schwer zu sich nehmen kann. Die Ernährung nach dem Basenfasten sollte jedoch die Richtlinien der basenüberschüssigen Ernährung befolgen.

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Ein hervorragender Einstieg in die basenüberschüssige Ernährung (z. B. begleitend zur o. g. Darmsanierung) bietet Ihnen die vierwöchige Entschlackungskur mit basenüberschüssigen und rein pflanzlichen äusserst köstlichen Rezepten. Nach Ablauf dieser vier Wochen sind Sie ein Profi in der Zubereitung basenüberschüssiger gesunder Mahlzeiten und können sich ab sofort eigenständig so ernähren, dass es künftig nicht mehr zu einem chronisch verschlackten oder übersäuerten Zustand kommt.

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Quellen
  1. Schwalfenberg GK, The Alkaline Diet: Is There Evidence That an Alkaline pH Diet Benefits Health?, J Environ Public Health, 2012