Zentrum der Gesundheit
  • Basenfasten
  • Basenfasten
    6 min

    Basenfasten: Die Anleitung

    Das Basenfasten ist eine Entschlackungsvariante, bei der man ausschliesslich Mahlzeiten aus rein basischen Lebensmitteln zu sich nimmt. Beim Basenfasten kann man sich also – im Gegensatz zum Heilfasten – richtig satt essen. Das Basenfasten ist ausserdem die ideale Ernährungsform, die Entgiftungskuren begleiten kann. Doch wie genau funktioniert das Basenfasten? Wir stellen eine Anleitung dazu vor.

    Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
    Aktualisiert: 22 Januar 2022

    Kostenlosen Newsletter abonnieren

    Mit Ihrer Anmeldung erlauben Sie die regelmässige Zusendung des Newsletters und akzeptieren die Bestimmungen zum Datenschutz.

    Was genau ist das Basenfasten?

    Das Basenfasten ist eine milde Fastenform, bei der man sich ein bis zwei Wochen lang nur von ganz bestimmten Lebensmitteln – rein basischen Lebensmitteln – ernährt. Und obwohl man sich dabei satt essen darf, man auch keine Kalorien zählen muss, kommt es zu einem gründlichen Reinigungs- und Entschlackungseffekt.

    Die rein basischen Mahlzeiten bestehen aus nichts anderem als Gemüse, Kräutern, Salaten, Kartoffeln, Obst, Sprossen und einigen wenigen weiteren basischen Lebensmitteln.

    Begleitend dazu kann man sich Massagen, basische Bäder oder basische Fussbäder, Leberwickel oder auch eine basische Körper- und Gesichtspflege angedeihen lassen. Natürlich sorgt man für ausreichend Bewegung.

    Wenn Sie lieber das echte Heilfasten durchführen möchten, lesen Sie im vorigen Link weiter.

    Warum sollte man Basenfasten?

    Viele ungünstige Angewohnheiten führen zu Unwohlsein, Übergewicht und sogar zu chronischen Beschwerden. Meist ist es die Kombination aus

    1. ungesunder Ernährung,
    2. übermässigem Essen,
    3. zu schnellem Essen,
    4. mangelhafter Bewegung,
    5. Stress,
    6. Genussgiften (Zucker, Koffein, Alkohol) und
    7. Medikamenten,

    die über kurz oder lang zu einem Zustand führen, den die Naturheilkunde als Übersäuerung bezeichnet und der anschliessend Gesundheitsprobleme entstehen lässt.

    Eine regelmässige Entsäuerung und Entschlackung ist daher in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Mit entschlackenden Massnahmen wird der Körper entlastet. Er kann dabei Schlacken lösen und sich schliesslich wieder erholen und regenerieren. Mit Schlacken sind eingelagerte Stoffwechselabbauprodukte gemeint, belastende Säuren, Umweltgifte, Schwermetalle und andere toxische Substanzen.

    *Unseren basischen Ernährungsplan erhalten Sie für nur 5 Euro hier: Basischer Ernährungsplan für 7 Tage

    Was ist der Unterschied zum Heilfasten?

    Oft wird zur Reinigung des Körpers das Heilfasten empfohlen. Das Fasten mit Säften, Brühe oder sogar nur Wasser ist jedoch nicht für alle Menschen geeignet. Es erfordert hohe Willenskraft und einen starken Kreislauf. Auch sollte das Fasten – wenn es zu Heilzwecken eingesetzt wird – am besten nur in Begleitung eines Fastenarztes oder Fastenleiters durchgeführt werden.

    Das Basenfasten hingegen ist viel leichter umzusetzen und kann auch bei chronischen Krankheiten ohne ärztliche Begleitung absolviert werden. Natürlich kann das Basenfasten noch mit anderen ganzheitlichen Massnahmen kombiniert werden, wie z. B. einer leichten Darmreinigung.

    Für wen ist das Basenfasten geeignet?

    Basenfasten ist grundsätzlich für jeden Menschen geeignet. Das Basenfasten kann einerseits von jedem Erwachsenen immer wieder kurweise als reine Präventionsmassnahme durchgeführt werden.

    Andererseits können natürlich auch ganz besonders chronisch kranke Menschen vom Basenfasten profitieren. Menschen mit Blähungen oder chronischer Verstopfung, mit Hautproblemen, Migräne, Rheuma, Autoimmunerkrankungen oder vielen anderen Gesundheitsproblemen erreichen durch das Basenfasten eine Entlastung und Entgiftung ihres Körpers, Heilprozesse werden angestossen und Symptome gelindert.

    Was ist eine Basentherapie?

    Um die Wirkung des Basenfastens zu verstärken, kann das Basenfasten mit einem Entsäuerungsprogramm kombiniert werden. Bei einer solchen Kombination spricht man von einer Basentherapie. Dabei werden zusätzlich bestimmte basische Präparate eingenommen, z. B. das Basenpulver von M. Reich, einem basischen Pflanzengranulat oder ein mineralisches Basenpräparat, z. B. die Basencitrate.

    In welchem Umfang eine Basentherapie erforderlich ist, kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein – abhängig vom Grad seiner Übersäuerung. Mit Hilfe des sog. Säure-Basen-Tests nach Sander können Sie feststellen, wie stark Sie übersäuert sind. Wir haben den Test sowie mögliche Entsäuerungsprogramme hier vorgestellt: Die Basentherapie

    Wie wirkt das Basenfasten?

    Beim Basenfasten wird auf sämtliche Lebensmittel, die im Körper Säuren und Stoffwechselgifte bilden könnten, konsequent verzichtet. Die verzehrten Lebensmittel sind durchweg basisch bzw. basenbildend oder sollten zumindest neutral reagieren (hochwertige Fette und Öle).

    Durch den völligen Verzicht auf säurebildende und belastende Lebensmittel können die eingelagerte Stoffwechselschlacken gelöst und ausgeschieden werden. Es kommt zu einer Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes, was bedeutet, dass sich an jeder Stelle im Körper der dort passende pH-Wert einstellen kann. Dieser ist z. B. im Blut und im Speichel leicht basisch, im Dünndarm basisch, im Magen stark sauer und im Dickdarm und der Scheide leicht sauer.

    In einem Review von 2012 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt wissenschaftlich untersuchten Auswirkungen einer basischen Ernährung wie folgt zusammengefasst:

    1. Bei einer basischen Ernährung aus viel Obst und Gemüse verbessert sich das Kalium-Natrium-Verhältnis, was zu einer besseren Knochengesundheit führen kann, Muskelschwund reduzieren kann und das Risiko für chronische Krankheiten inkl. Bluthochdruck und Schlaganfälle mindern kann.
    2. Die Herz-Kreislauf-Gesundheit bessert sich mit einer basischen Ernährung und damit auch das Erinnerungsvermögen und die kognitiven Funktionen.
    3. Da eine basische Ernährung magnesiumreich ist, steigt mit ihr der intrazelluläre Magnesiumspiegel. Magnesium ist für so viele Enzymsysteme ein wichtiger Motor, so dass sich mit einem gesunden Magnesiumspiegel zahlreiche Körperfunktionen verbessern lassen. Da Magnesium überdies Vitamin D aktiviert, kann man einen gesunden Magnesiumspiegel auch mit allen positiven Auswirkungen eines gesunden Vitamin-D-Spiegels in Verbindung bringen. (Natürlich sollte der Körper auch regelmässig mit ausreichend Vitamin D versorgt werden - alle Infos dazu in unseren 15 Tipps zur optimalen Vitamin-D-Versorgung).
    4. Selbst bei manchen Formen der Chemotherapie (die einen basischen pH-Wert erfordern) profitiert man von der basischen Ernährung, da sie bei einem basischen Körper-pH-Wert bessere Ergebnisse bringen.

    Wie kombiniert man das Basenfasten mit einer Darmreinigung?

    Viele Menschen leiden nicht nur unter einer Übersäuerung, sondern auch unter einem trägen Darm, der sich nicht mehr vollständig entleert (Verstopfung) oder unter chronischen Durchfällen. Diese Probleme führen im Laufe der Zeit zu einer Darmflorastörung, chronischen Entzündungsprozessen der Darmschleimhaut und langfristig zu einem Leaky Gut Syndrom, das nun wiederum die Ursache vieler weiterer chronischer Erkrankungen sein kann.

    Beim Basenfasten wird der erste Schritt getan, damit sich der Darm erholen kann, Entzündungen sich zurückbilden und die Darmflora ihr Gleichgewicht wieder finden kann. Die übliche Basenfastenwoche reicht jedoch für eine Darmsanierung meist nicht aus. Dazu sollte man eher 2 bis 4 Wochen einplanen. Hier finden Sie eine Anleitung für eine 4-wöchige Darmreinigung.

    Sie können die Darmreinigung nun entweder nach der Basenwoche starten oder aber gleichzeitig mit dem Basenfasten. Wenn das Basenfasten beendet ist, ernähren Sie sich basenüberschüssig, was bedeutet, dass Sie zum basischen Speiseplan noch weitere Lebensmittel hinzunehmen. Welche das sind, lesen Sie unten unter "Wie Sie sich nach dem Basenfasten ernähren".

    Basenfasten – Die Anleitung

    Die Anleitung zum Basenfasten sieht folgendermassen aus: Während bei herkömmlichen Fastenkuren gänzlich auf feste Nahrung verzichtet wird, können Sie sich beim Basenfasten mit rein basischen Mahlzeiten satt essen.

    1. Informationen zum basischen Ernährungsplan für 7 Tage, mit dem Sie ein einwöchiges Basenfasten bei sich zu Hause durchführen können, finden Sie hier: Basischer Ernährungsplan zur Entschlackung
    2. Eine Liste mit den basischen und säurebildenden Lebensmitteln finden Sie hier: Die Säure-Basen-Tabelle. Mit dieser Tabelle können Sie auch selbst spielend basische Mahlzeiten zusammenstellen.
    3. Die besten basischen Lebensmittel stellen wir hier vor: Die Top neun der basischen Lebensmittel
    4. Wenn Sie zu Hause einfach nicht die Kurve kriegen, dann gönnen Sie sich doch eine Basenfastenwoche in einem Basenfastenhotel. Sie finden hier eine entsprechende Hotelliste. Dort können sie sich normalerweise einfach zu einem Termin Ihrer Wahl anmelden und erhalten ein basisches Rundumprogramm.

    Wie Sie sich nach dem Basenfasten ernähren

    Nach dem Basenfasten sollte in jedem Falle eine gesunde Ernährung beibehalten werden. Diese Ernährung ist nicht mehr rein basisch. Im Gegenteil, denn gerade die sog. guten Säurebildner (Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne etc.)) sind enorm gesund und liefern wichtige Nährstoffe, die man mit einer rein basischen Ernährung nur schwer zu sich nehmen kann. Die Ernährung nach dem Basenfasten sollte diese Richtlinien der basenüberschüssigen Ernährung befolgen.

    *Unseren basischen Ernährungsplan erhalten Sie für nur 5 Euro hier: Basischer Ernährungsplan für 7 Tage

    Ein hervorragender Einstieg in die basenüberschüssige Ernährung (z. B. begleitend zur o. g. Darmsanierung) bietet Ihnen die vierwöchige Entschlackungskur mit basenüberschüssigen und rein pflanzlichen äusserst köstlichen Rezepten. Nach Ablauf dieser vier Wochen sind Sie ein Profi in der Zubereitung basenüberschüssiger gesunder Mahlzeiten und können sich ab sofort eigenständig so ernähren, dass es künftig erst gar nicht mehr zu einem chronisch verschlackten oder übersäuerten Zustand kommt.

    Wichtiger Hinweis

    Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

    Liebe Leserinnen und Leser,
    Hier haben Sie die Möglichkeit, bei unseren Artikeln einen Kommentar zu hinterlassen. Wir freuen uns über Lob, aber auch über konstruktive Kritik. Wenn Sie Kritik anbringen, geben Sie bitte auch die Quelle/Studie an, auf die Sie sich beziehen.
    Lieben Dank, Ihre Redaktion vom Zentrum der Gesundheit

    Quellen
    1. Schwalfenberg GK, The Alkaline Diet: Is There Evidence That an Alkaline pH Diet Benefits Health?, J Environ Public Health, 2012