Biologische Lebensmittel
Eine Umstellung auf biologisch erzeugte Lebensmittel verringert das Krankheitsrisiko um mehr als die Hälfte. Die Bestandteile aus der Natur dienen hier als wahre Gesundheitsvorsorge.
Veröffentlichung am 07.07.2009 um 11:38 Uhr / Aktualisierung am 04.01.2012 um 16:14 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Nein, doch nicht mehr. Diese englische Volksweisheit stammt nämlich aus einer Zeit, als es den modernen Nahrungsmittel-Baumarkt noch nicht gab. Viele der Produkte in den Regalen dort werden nämlich tatsächlich "gebaut" - in den Chemielabors der Food-Konzerne.
An Apple each Day keeps the Doctor away.Schon mal was von "Food-Design" gehört? Wer solche Sachen isst, kann den Doktor trotz täglichem Apfel nicht fernhalten. Doch der englische Spruch ist wieder gültig, wenn der Apfel - und bitte nicht nur der Apfel - aus dem Bioladen kommt:
Ernährungswissenschaftler sagen, dass sich allein durch eine Umstellung auf biologisch erzeugte Lebensmittel fünfzig bis siebzig Prozent aller Erkrankungen vermeiden ließen. Lebensmittel aus biologischer Qualität enthalten die ursprünglichen Bestandteile aus der Natur und nicht die industriellen Bestandteile der Supermarkt-Produkte.
Es war ein semantischer Trick, diese Lebensmittel als "konventionell" zu bezeichnen, denn vor der industriellen Produktion gab es Jahrtausende lang nichts anderes als biologischen Anbau, der also viel konventioneller als konventionell im neuen Sinn ist. "Zurück zur Natur"? Nein. Zurück zur Gesundheit. Hier folgen Empfehlungen für nährstoffreiche Lebensmittel.
Äpfel normalisieren den Cholesterinspiegel und verringern das Risiko von Schlaganfall, Krebs- und Diabetes Typ 2. Eine spezielle Studie zeigte, dass der regelmäßige Verzehr Äpfeln die Wahrscheinlichkeit eines metabolischen Syndroms reduziert. Dieses Syndrom gilt als entscheidender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei mindestens drei dieser Faktoren: erhöhter Taillenumfang, veränderte Blutfettwerte, erhöhter Blutdruck, erhöhter Nüchternblutzucker.
Äpfel müssen nicht mit Stumpf und Stil, aber inklusive Kerne gegessen werden, denn die enthalten viel Vitamin B17, das auch als Laetril bekannt ist. Untersuchungen zeigten, dass vollständig verzehrte Äpfel vor Darmkrebs schützen und dabei helfen können, das Wachstum von präkanzerösen und kanzerösen Zellen zu bremsen.
Langsam wird klar, warum die britischen Urgroßväter den Doktor mit Äpfeln vertrieben haben. Denn Weiter: Der Verzehr von Äpfeln
Beeren sind kleine Kraftpakete. Allgemein stellen sie dem Körper eine Menge Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe zur Verfügung, schützen den Körper vor freien Radikalen, die Schäden in der Zellmembran und in der DNS anrichten können und im Alter zu chronischen Krankheiten führen.
Sie sind reich an Vitamin D, Folsäure und Mangan und enthalten außerdem krebsbekämpfende Carotenoide, Tannine sowie Quercetin und das augenschützende Lutein. Und genau wie bei den Äpfeln die Kerne sind bei den Beeren die Samen eine Quelle für Vitamin B 17.
Blaubeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Heidelbeeren enthalten neben Antioxidantien wie Vitamin C und E auch Anthocyane und Phenole, die antioxidative Eigenschaften haben. In einer Studie wurde herausgefunden, dass sich durch den täglichen Verzehr einer Portion Heidelbeeren die motorischen Fähigkeiten um fünf bis sechs Prozent verbessern lassen.
Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler wie zum Beispiel Brokkoli, Kohl, Grünkohl, Rettich, Rosenkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Senf, Rüben, Chinakohl und Kresse sind reich an Glucosinolaten. Diese schwefelhaltigen Verbindungen, die früher als "Vitamin U" bezeichnet wurden, wirken als natürliche Antibiotika, denn sie besitzen antioxidative Eigenschaften.
Daraus ist zu erklären, dass gesundes Gemüse mehreren Arten von Krebs wie Brust-, Prostata-, Dickdarm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs vorbeugen oder deren Entwicklung hemmen kann. Glucosinolate sind jedoch hitzeempfindlich und werden durch Kochen zerstört. Also ran an die Rohkost.

Eisen ist ein wesentlicher Bestandteil des Hämoglobin, das den Sauerstoff in alle Zellen transportiert. Krebs wächst aber nur in sauerstoffarmen Zellen. Spinat enthält zudem verschiedene Flavonoide, die als Antioxidantien gegen Krebs schützen können. Darunter ist ein Carotinoid namens Neoxanthin, das die Zellen von Prostatakrebs dazu veranlasst, sich selbst zu zerstören. Doch Spinat kann und hat noch viel mehr: Bio-Spinat
Diese Gemüse enthalten lösliche Ballaststoffe, die durch den Verdauungstrakt wandern und dabei zahlreiche Substanzen wie zum Beispiel Cholesterin an sich binden und mit ausscheiden. Eine tägliche Portion gekochter Bohnen reduziert die Gefahr eines Herzinfarktes um fast vierzig Prozent. Die löslichen Ballaststoffe erzeugen zusätzliche Insulinrezeptorenplätze, so dass Insulin wieder verstärkt an die Zellen gelangen kann. Wer unter Insulinresistenz leidet, profitiert von dieser Vermehrung der Rezeptorenplätze.
Neben den reichen Mengen an üblichen Nährstoffen sind Bohnen und Linsen eine wesentliche Quellen von Phytinsäure, auch bekannt als IP6. Dieser Nährstoff hat hemmende Wirkung bei verschiedenen Primärtumoren, weil er die Selbstzerstörung von Krebszellen anregt. Phystinsäure hat sich auch als wirksam gegen den tödlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs erwiesen, weil es die Zellphysiologie normalisieren kann, die natürlichen Killerzellen unterstützt, Entzündungsreaktionen hemmt und die Angiogenese unterbindet, mit der Tumore ihre eigene Blutversorgung generieren.
Regelmäßiger Verzehr von Nüssen und Samen reduziert das Herzinfarktrisiko um mehr als die Hälfte. Wer regelmäßig Nüsse und Samen zu sich nimmt, ist in der Regel schlanker, hat einen niedrigeren LDL-Cholesterinwert, verfügt über stärkere Knochen und kann von einem geringen Krebs- und Entzündungsrisiko ausgehen. Insgesamt bieten Nüsse und Samen ein Füllhorn an Nährstoffen wie zum Beispiel
Fazit: Bio ist die erste Bürgerpflicht für Gesundheit und Wohlbefinden.
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