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Fluorid – Spurenelement oder Gift?

Fluorid – Spurenelement oder Gift?

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(Zentrum der Gesundheit) - Fluoride sind giftige Substanzen. Gleichzeitig schützen sie vor Karies – so heisst es. Gesunde Zähne sind zwar wichtig. Doch stellt sich die Frage, ob wir dazu Fluoride brauchen? Und selbst wenn Fluoride tatsächlich die Zähne schützen sollten, gilt es abzuwägen, ob man dafür all die möglichen Nebenwirkungen der Fluoride auf sich nehmen möchte. Denn immerhin werden Fluoride mit zahlreichen unangenehmen Leiden in Verbindung gebracht, wie Arthritis, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenleiden und viele mehr. Da lohnt es wirklich, sich noch einmal über die Fluorid-Einnahme Gedanken zu machen.

Fluor, Fluoride und deren Giftigkeit

Fluor ist ein stark reaktives und sehr giftiges Gas. Schon in geringsten Mengen wirkt es extrem toxisch. In Zahncreme und fluoridiertem Salz steckt jedoch nicht Fluor, sondern Fluorid. Zwar sind Fluoride nicht derart toxisch wie Fluor. Doch giftig sind sie dennoch – je nach Dosis.

Schon allein die Warnhinweise auf manchen Zahncremes lassen nichts Gutes ahnen. Auch schadet es nicht, sich das Leid der vielen Millionen Chinesen und Inder in Erinnerung zu rufen, die an Knochenleiden erkrankt sind, weil sie regelmässig fluoridreiches Wasser (ca. 1 - 4 mg Fluorid pro Liter) zu sich genommen hatten.

Bei derart hohen Fluoridmengen entwickelt sich die sog. Knochenfluorose. Die Knochen weisen dabei zwar eine wunderbar hohe Knochendichte auf, doch sind sie so verhärtet und dicht, dass ihnen ihre naturgemässe Elastizität verloren geht, woraufhin sie immer brüchiger werden. Im Extremfall versteifen sich im Verlauf der Knochenfluorose auch die Gelenke samt der Wirbelsäule.

Fluorid – Rattengift und Pestizid

Aufgrund ihrer durchschlagenden Giftigkeit wurden Fluoride lange Zeit als Rattengift und als Bestandteil von Pestiziden eingesetzt.

Auch hörte man aufgrund dieser Toxizität immer wieder von Vergiftungsunfällen (vereinzelt sogar mit Todesfolge), die auf die versehentliche Überdosierung von Fluoriden mit beispielsweise Fluorid-Zahngels oder fluoridiertem Wasser zurückzuführen waren.

Letzteres insbesondere dann, wenn im Wasserversorgungswerk kleine Missgeschicke geschahen, die zu einer unbeabsichtigten Fluorid-Überdosierung des Trinkwassers führten.

Symptome einer akuten Fluorid-Vergiftung

Doch geht es in diesem Artikel weniger um die akute Toxizität der Fluoride, da diese in unserem Alltag kaum relevant ist, es sei denn, jemand isst versehentlich eine Tube (oder mehrere) fluoridierter Zahnpasta – was durchaus akute Vergiftungserscheinungen nach sich ziehen kann, insbesondere dann, wenn der Zahnpasta-Konsument ein Kind ist.

Auch wenn Kinder glauben, selbständig ihre persönliche Fluoridversorgung etwas aufpäppeln zu müssen und zu diesem Zweck die ganze Packung Fluoretten verspeisen, kann es zu einer akuten Fluoridvergiftung kommen, die unverzüglich zum Arzt führen sollte.

Denn auch wenn es sich um Natriumfluorid oder andere im Grunde schwer lösliche Fluoridverbindungen handelt, kann sich aus ihnen unter Einwirkung der Magensäure der hochgiftige Fluorwasserstoff bilden, der jetzt unumwunden die Magen- und Darmschleimhäute angreift.

Symptome einer solchen akuten Fluoridvergiftung wären daher auch in erster Linie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen; aber auch nervliche Probleme wie Kribbeln oder ein pelziges Gefühl können auftreten.

Brechreiz und Übelkeit kann bei Kindern bereits nach der Aufnahme von nur 5 bis 9 mg Fluorid beobachtet werden. Wenn in einer erbsengrossen Portion fluoridierter Zahnpasta bereits 0,12 mg Fluorid enthalten sind, dann genügt es also, etwa 40 erbsengrosse Zahnpasta-Portionen zu vernaschen, was bei einer wohlschmeckenden Erdbeer-Zahncreme nicht wirklich viel ist.

Denken Sie bei ungewöhnlichen Koliken und Magen-Darm-Beschwerden Ihres Kindes daher immer auch an eine mögliche Fluoridvergiftung – natürlich nur dann, wenn die Kinder freien Zugang zu fluoridierten Präparaten gehabt haben könnten.

Ebenfalls eine Art akute Fluoridvergiftung tritt auf, wenn jemand über einen Zeitraum von etlichen Monaten täglich hohe Fluoriddosen zu sich nimmt. Nierenschäden können hier die Folge sein – was insbesondere in Gebieten mit fluoridiertem Trinkwasser bei gleichzeitig grossen Trinkmengen der Fall sein könnte.

Risiko der chronischen Fluorid-Vergiftung

In unseren Landstrichen jedoch (Schweiz, Deutschland, Österreich) wird das Trinkwasser nicht (mehr) fluoridiert, womit bereits ein beträchtlicher Risikofaktor für eine Fluoridüberdosierung wegfällt.

Da wir aber von Ärzten, Zahnärzten und Medien derart gut erzogen sind, dass wir felsenfest davon überzeugt, für unsere Zahn- und Knochengesundheit dringend Fluoride zu benötigen, besteht auch in Regionen ohne Trinkwasserfluoridierung die Gefahr einer Überdosierung – und zwar deshalb, weil Fluoride nicht nur über eine akute, sondern auch über eine chronische Toxizität verfügen.

Eine solche kann dann spürbar und beobachtbar werden, wenn Fluoride regelmässig über einen längeren Zeitraum eingenommen werden – über Tabletten, fluoridiertes Salz oder hochdosierte fluoridierte Zahnpflegeprodukte.

Lesen Sie hierzu auch: Salz ist nicht gleich Salz

Sicherheit von Fluoriden ist zweifelhaft

Fürsprecher des Fluorids weisen natürlich immer wieder auf die Unbedenklichkeit der Fluoride hin, da deren Sicherheit in der Zahnmedizin durch zahlreiche wissenschaftliche Studien nachgewiesen worden sei.

Dennoch gab der Direktor des National Research Council (NRC) Dr. John Doull, angesichts einer grossangelegten Metastudie zum Thema Fluorid folgendes zu bedenken:

"Als wir uns all die bereits durchgeführten Studien genauer anschauten, bemerkten wir schnell, dass viele Fragen unbeantwortet blieben und dass wir viel weniger gesicherte Informationen besitzen, als es dem Thema angemessen wäre […]."

Und so fehlen insbesondere konkrete Informationen zur sicheren Fluoriddosis genauso wie Informationen zu möglichen langfristigen Folgeerkrankungen durch eine ständige erhöhte und damit unnatürliche Fluoridzufuhr.

Wenn sich Arzt und Zahnarzt nicht einig sind…

Diese Unsicherheit in Bezug auf die richtige Fluoriddosierung und –anwendung zeigt sich auch in der Uneinigkeit innerhalb der Ärzteschaft.

Und so kann es passieren, dass Sie einerseits bereits im Krankenhaus für Ihr Baby Fluoridtabletten mitbekommen, dazu die Anweisung, diese ab Ende der ersten Lebenswoche bis mindestens zum dritten Lebensjahr zu geben, während Ihnen andererseits Ihr Zahnarzt mitteilt, dass in den ersten 6 Monaten keine Fluoridierung nötig sei, Sie Ihrem Baby stattdessen ab Erscheinen des ersten Zahnes mit fluoridhaltiger Kinder-Zahncreme den Zahn bzw. die Zähne putzen sollten.

Ausserdem seien die Mahlzeiten des Babys – sobald es feste Nahrung zu sich nehme – mit fluoridiertem Speisesalz zu würzen. Fluoridtabletten hingegen sollten Sie besser nicht geben.

Ihr Kinderarzt aber sagt Ihnen dann vielleicht, dass Sie Ihrem Baby keinesfalls mit fluoridhaltiger Zahncreme die Zähne putzen sollten, da Babys die Zahncreme grundsätzlich schlucken und man folglich rasch den Überblick in Bezug auf die richtige Fluoriddosis verliere.

Da Salz ferner überhaupt nichts in der Baby- und Kleinkindernährung zu suchen habe, eigne sich auch fluoridiertes Salz nicht, um den Fluoridbedarf des Kindes zu decken.

Ja, Ihr Kinderarzt wird vielleicht sagen, dass Sie die Fluoridtabletten auch gut bis zum 6. Lebensjahr geben können, ganz besonders dann, wenn Ihr Kind nicht so gerne die Zähne putzt oder nach wie vor die Zahncreme verschluckt – was unbedingt verhindert werden sollte.

Ihr Zahnarzt wird Sie jedoch u. U. darauf hinweisen, dass Fluoridtabletten so gut wie nichts nützen, wenn sie geschluckt werden, weil Fluoride fast nur dann wirken, wenn man sie direkt auf den Zahn auftrage.

Sollten Sie Ihrem Kind die Tabletten dennoch geben wollen, dann müsse es – so der Zahnarzt – die Tabletten lutschen, damit das Fluorid auch lokal im Mund auf die Zähne einwirken kann.

Nun dürfte es aber für nicht wenige Eltern ein Rätsel darstellen, wie sie ihr zahnendes Kleinkind zum Lutschen einer Tablette bewegen können – zumal es immer wieder Kinder gibt, die Tabletten grundsätzlich ausspucken.

Lesen Sie auch hierzu: Fluoride schaden Babys

Fluoridtablette nur für Kinder mit schlechter Mundhygiene?

Obwohl Zahnärzte also der Meinung sind, dass die Fluoridgabe nur dann Sinn mache, wenn das Fluorid direkt auf die Zähne appliziert werde, hört man nicht selten aus derselben Berufsgruppe, dass Fluoridtabletten immer dann gegeben werden sollten, wenn die Kinder aus sozial schwachen Strukturen stammten und daraufhin eine ausreichende Mundhygiene durch die Eltern nicht unbedingt gewährleistet werden könne.

Wirkt die Fluoridtablette also nur bei Kindern aus einem bestimmten sozialen Umfeld?

Erst Fluoridstatus bestimmen?

Sollte Ihr Zahnarzt vor einer Empfehlung raten, zunächst den Fluoridstatus Ihres Kindes zu bestimmen, dann sind Sie schon einmal zu beglückwünschen. Ihr Zahnarzt ist offenbar ein weiter denkender Mensch, der von pauschalen Verordnungen nicht viel hält.

In diesem Fall wird erst der Fluoridgehalt des Trinkwassers kontrolliert und geschaut, ob das Kind bereits am Familientisch mitisst, wo es – gemäss Zahnarzt – bekanntlich Speisen mit fluoridiertem Salz geben sollte.

Zeigt sich, dass hier schon genügend Fluoride aufgenommen werden, wird zahnärztlicherseits von Fluoridtabletten abgeraten.

Vielleicht haben Sie nun bereits den Fluoridgehalt Ihres Trink- und Mineralwassers in Erfahrung gebracht und haben überdies auch schon ausgerechnet, wie viel Fluorid Ihr Kind über das fluoridierte Salz täglich aufnimmt (jedes Gramm Salz versorgt mit zusätzlichen 0,25 mg Fluorid).

Jetzt müssten Sie nur noch wissen, wie viel Fluorid Ihr Kind täglich braucht. Nur dann sind Sie schliesslich überhaupt erst in der Lage zu entscheiden, ob eine zusätzliche Fluoridgabe Sinn machen könnte oder nicht.

Und schon sind wir mitten im Hauptproblem des Fluoridthemas:

Fluor ist kein essentielles Spurenelement

Fluor ist nämlich – laut hochoffizieller Definition – KEIN essentielles Spurenelement.

Ein essentielles Spurenelement wäre ein Spurenelement, das wir von aussen, also mit der Nahrung zu uns nehmen müssen, um gesund aufwachsen und gesund leben zu können. Zu diesen essentiellen Spurenelementen gehören beispielsweise Eisen, Zink oder auch Jod.

Nehmen wir zu wenig eines essentiellen Spurenelements zu uns, entwickeln wir einen Mangel, der sich mit bestimmten Symptomen bemerkbar macht.

Ein Fluoridmangel ist jedoch nicht bekannt.

Fluoridmangel gibt es nicht!

Das bedeutet: Auch wenn jemand sehr wenig oder kein Fluorid zu sich nimmt, wird er keine Fluoridmangelsymptome entwickeln. Er wird nicht krank werden und auch nicht notgedrungen Karies entwickeln. Ganz einfach deshalb nicht, weil Karies keine Fluoridmangelerkrankung ist, sondern schlichtweg die Folge einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise.

Die Nichtexistenz eines Fluoridmangels ist schon seit mindestens 1976 bekannt, als man Mäusen eine fluoridarme Ernährung verabreichte und diese keine Mangelerscheinungen zeigten, auch nicht nach mehreren Generationen.

Zwar kam es in der zweiten Generation plötzlich zu Reproduktionsproblemen, was die Fluoridbefürworter bereits frohlocken liess. Doch zeigte sich später, dass auch dies nicht die Folge eines Fluoridmangels, sondern möglicherweise lediglich Folge einer kurzfristigen Niereninfektion der männlichen Tiere war, was sich auf deren Libido bzw. Zeugungsfähigkeit auszuwirken schien.

In den darauf folgenden Generationen nämlich (die Mäusemänner hatten sich wieder erholt) gab es Nachwuchs, als sei nichts gewesen – und das bei weiterhin fluoridarmer Ernährung.

Wenn nun Fluoride also nicht zu den essentiellen Spurenelementen gehören und das Nicht-Essen von Fluoriden auch zu keinem Mangel führt, dann heisst das, dass wir Fluoride nicht brauchen bzw. sie unserem Körper nicht bewusst zuführen müssen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung fasste dies in seiner Information Nr. 037 vom 12. Juli 2005 sehr gut mit den folgenden Worten zusammen: „Fluorid ist für den Menschen nicht lebensnotwendig. Dagegen kann ein Zuviel an Fluorid zu einem Gesundheitsrisiko werden.“

Kein Wunder findet man keinerlei Daten und Studien, die sich den Folgen eines Fluoridmangels widmen – einfach, weil es keinen Fluoridmangel gibt. Studien zu den Folgen einer Fluoridüberdosierung findet man hingegen zuhauf.

Fluoride sind daher – wenn wir sie doch einnehmen – vielmehr mit Medikamenten vergleichbar, die man wirklich nur wohl dosiert einnehmen darf (wenn man meint, dies tun zu müssen), da es andernfalls zu Nebenwirkungen und im ungünstigsten Fall zu bleibenden Schäden kommen wird.

Doch gerade das Herausfinden der richtigen Dosis gestaltet sich bei Fluoriden regelmässig schwierig…

Fluoride sind Medikamente

Werden Fluoride dem Körper nun – wie ein Medikament – über Tabletten, Zahncremes oder Salz zugeführt, dann tut man dies nur in der Hoffnung, die schädlichen Auswirkungen (Säureeinwirkung) einer ungesunden Ernährung auf die Zähne abmildern zu können.

Die Fluoride sollen sich in den Zahnschmelz einlagern, diesen künstlich härten und ihn so weniger anfällig für Säureangriffe machen.

Das klingt nicht schlecht. Schliesslich wird jedes Kind und auch jeder Erwachsene hie und da mal Dinge essen, die nicht so gesund sind und zu Karies führen könnten. Warum also die Zähne nicht mit Fluoriden härten?

Damit kommen wir wieder zur Ausgangsfrage zurück, nämlich: Welche Fluoriddosis braucht mein Kind und welche braucht man selbst, um den erwünschten Kariesschutz zu erreichen und gleichzeitig keine Nebenwirkungen befürchten zu müssen?

Und genau das ist das Problem.

Zahnfluorose ist nicht schlimm?

Die richtige Fluoriddosis zu finden, scheint eine Art Gratwanderung zu sein. Denn gerade weil Fluoride so eindeutig giftig sind, ist eine Überdosierung ausserordentlich leicht zu erreichen.

Das mit der Überdosis sei aber nicht schlimm, will man uns einreden. Denn selbst wenn es zu einer Dentalfluorose komme, sei das im Falle einer schwachen Dentalfluorose sogar gut, da diese mit einem erhöhten Kariesschutz einhergehe – so die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA.

Da eine schwache Dentalfluorose nicht unbedingt sichtbar sein muss, scheint das somit auch nicht weiter tragisch zu sein.

Andererseits schreibt die Informationsstelle für Kariesprophylaxe (IfK) des Deutschen Arbeitskreises für Zahnheilkunde (DAZ), dass es bis zum Alter von 6 Jahren bei einer täglichen Fluoridzufuhr von 0,05 – 0,07 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zur Dentalfluorose im sichtbaren Zahnbereich kommen könne.

Eine Dentalfluorose beschreibt eine übermässige Einlagerung von Fluoriden in den Zahnschmelz und äussert sich in bleibenden weissen bis braunen Flecken auf der Zahnoberfläche, was nun nicht gerade dem heutigen Schönheitsideal entsprechen dürfte.

Bei der Dentalfluorose gilt zwar, dass diese wie oben erwähnt – sofern sie sehr schwach ausgeprägt ist – einen höheren Kariesschutz mit sich bringt, sie aber – sofern sie auch nur mässig (also etwas stärker als schwach) ausgeprägt ist – mit einer höheren Kariesanfälligkeit einhergeht, da der Schmelz in diesem Fall leider Gottes wieder an Widerstandsfähigkeit gegenüber der Karies verliert.

Wie lauten denn aber nun die offiziellen Dosierungsempfehlungen? Und schützen sie auch zuverlässig vor der gefürchteten Überdosierung, die dann wieder kariesanfällig machen könnte?

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Was ist die richtige Fluoriddosis?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA gibt genau wie das Bundesinstitut für Risikobewertung eine zur Kariesprophylaxe benötigte Fluoridaufnahme von 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag an.

Wie wir jedoch oben bei der Informationsstelle für Kariesprophylaxe gelesen haben, genügt offenbar genau diese Dosis, um eine Dentalfluorose zu entwickeln.

Die EFSA hingegen schreibt, dass sich bei einer Dosis von erst 0,08 bis 0,12 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht und Tag lediglich bei weniger als 5 Prozent der Personen eine mässige Dentalfluorose der bleibenden(!) Zähne entwickle.

Daher empfehle man Kindern die tägliche Höchstaufnahme von 0,1 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht – und nimmt damit offenbar eine mässige Dentalfluorose bei knapp 5 Prozent der Kinder in Kauf.

In den USA sieht es erstaunlicherweise ganz anders aus: Das Food and Nutrition Board am Institute of Medicine empfiehlt für Kinder zwischen 0 und 6 Monaten nicht mehr als 0,01 Milligramm Fluorid pro Tag und zwar nicht einmal pro Kilogramm Körpergewicht. 0,01 Milligramm Fluorid stellen die empfohlene Höchstdosis dar.

Wenn Sie jetzt schauen, wie viel Fluorid in den üblichen Fluoridtabletten für Säuglinge enthalten ist, werden Sie feststellen, dass es sich um 0,25 mg handelt und diese Dosis dem Baby – nach Ansicht vieler Ärzte – ab der zweiten Lebenswoche täglich gegeben werden soll.

Fluorid für Babys?

Ein Baby nun wiegt im ersten Jahr etwa 4 bis 10 kg. Wenn wir nun von der empfohlenen täglichen Höchstaufnahme von 0,05 bis 0,1 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht ausgehen (in den USA 0,01 mg), dürfte die tägliche Fluoridgesamtaufnahme des Babys 0,2 bis 0,4 (bei einem Gewicht von 4 kg) nicht überschreiten, was jedoch schon allein durch die Fluoridtablette geschieht.

Wenn ältere Kinder dann auch noch Beikost (womöglich mit fluoridiertem Salz) und Tee bekommen sowie eine fluoridhaltige Zahncreme nutzen (und diese schlucken), dann gelangen auch sie rasch in den Grenzwertbereich.

Wenn man ferner bedenkt, dass nicht wenige Experten der Meinung sind, Fluorid nütze sowieso nur, wenn man es nach dem Erscheinen der Zähne nimmt, dann lohnt sich die Gefahr der Überdosierung im Alter von unter 6 Monaten schon gleich gar nicht.

Am besten wird es daher sein, wenn man sich an die Empfehlung des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung hält. Dort rät man ganz konkret und egal in welchem Alter von einer Nahrungsergänzung mit Fluoridtabletten ab – was auch angesichts der folgenden Informationen mehr als sinnvoll sein dürfte.

Fluorid für Erwachsene?

Über 40 Jahren lang gaben amerikanische Gesundheitsbehörden an, dass man – als Erwachsener – täglich mindestens zwischen 20 und 80 mg Fluoride zu sich nehmen müsse und das über einen Zeitraum von mindestens 10 bis 20 Jahren hinweg, um überhaupt erst in Gefahr zu geraten, eine schwere Knochenfluorose zu entwickeln.

Genau diese Zahlen waren es dann auch, die eine massgebliche Rolle in Amerikas Fluorid-Politik spielten und somit eine der Grundlagen für jene Fluoridmengen darstellten, die man den Menschen über die Trinkwasserfluoridierung „angedeihen“ liess.

Im Jahre 1993 aber – man war infolge der jahrzehntelangen Fluoridierung offenbar klüger geworden – wurden die Zahlen revidiert. In einem Bericht vom National Research Council verkündete man, dass eine schwere Knochenfluorose schon bei Menschen entstehen kann, die über 10 bis 20 Jahre hinweg täglich nur 10 bis 20 mg Fluoride zu sich nahmen, was dann auch von anderen Gesundheitsbehörden wie der US Agency for Toxic Substances and Disease Registry (ATSDR) bestätigt wurde.

Pech für jene, die sich an die ursprünglichen Grenzwerte gehalten und geglaubt hatten, man könne sorglos bis zu 80 mg täglich zu sich nehmen.

Und obwohl man nun also wusste, dass bereits 10 mg genügten, um langfristig gesundheitliche Probleme der Knochen zu bekommen, gab das Institute of Medicine (IOM) den Wert von 10 mg Fluorid pro Tag als jene Menge an, die man täglich und langfristig ohne Bedenken zu sich nehmen könne. Der Höchstwert und jener Wert, der zur Krankheit führen kann, sind also identisch.

Besonders einleuchtend oder gar vertrauenswürdig klingen diese Behördenvorgaben folglich keineswegs.

Nun könnte man aber sagen, dass in unseren Breiten das Trinkwasser ja nicht fluoridiert wird und wir daher auch nicht Gefahr laufen, derart hohe Fluoriddosen aufzunehmen.

Das Problem ist nun aber, dass Fluoride nicht nur ab 10 mg pro Tag eine Knochen- oder Zahnfluorose auszulösen vermögen, sondern schon bei sehr viel geringeren Dosen schädlich sein können – dann vielleicht noch nicht für die Knochen, aber für andere Körperbereiche.

Fluoride schädigen nicht nur Knochen und Zähne

Die derzeitigen Sicherheitsstandards bezüglich des Fluorids basieren also auf der Annahme, dass eine schwere Zahnfluorose und auch die Knochenfluorose die einzigen zu berücksichtigenden Nebenwirkungen darstellen, die das Fluorid im menschlichen Körper auszulösen vermag.

Und tatsächlich: Diese beiden Problematiken stellen in der Tat die schwersten und gleichsam offensichtlichsten Schädigungen des menschlichen Körpers dar, die das Fluorid verursachen kann. Doch sind sie nicht die einzigen fluoridbedingten Schäden, zu denen es bei regelmässiger Fluorideinnahme kommen kann.

Der amerikanische Universitätsprofessor für Chemie, Dr. William Hirzy sagte, es müsste ja geradezu einem „biologischen Rätsel“ gleichen, wenn Fluoride nur zu einer Zahn- und Knochenfluorose führen würden und zu sonst nichts.

Inzwischen weiss man, dass Hirzy Recht hatte: Fluoride können nicht nur Zähne und Knochen schädigen, sondern darüber hinaus auch stark schmerzende arthritische Symptome verursachen und viele andere Körpergewebe angreifen kann (z. B. das Gehirn oder die Schilddrüse) – und zwar lange, bevor es überhaupt zu einer ausgewachsenen Skelettfluorose (Knochenfluorose) kommt.

Auch Diabetes soll sich in Gegenwart von Fluoriden besser entwickeln können.

Fluoride und Diabetes

Laut dem National Research Council (2006) spiele „eine Fluoridbelastung möglicherweise eine signifikante Rolle bei der Störung des Glukosestoffwechsels sowie bei der Entstehung von Diabetes.“

Fluoride sollen den Blutzuckerspiegel erhöhen, die Insulinresistenz der Zellen fördern und ferner die Insulinproduktion sowie die Insulinausschüttung hemmen.

Die Entwicklung einer Insulinresistenz, die dem Typ-2-Diabetes vorangeht, konnte offenbar bei Menschen beobachtet werden, die gerade einmal Fluoridmengen in Höhe von nur 0,07 bis 0,4 mg pro Kilogramm und Tag zu sich genommen haben.

Wer also reichlich fluoridiertes Salz verwendet und evtl. noch ein fluoridreiches Mineralwasser trinkt, kann diese Dosis gut erreichen.

Als Reaktion auf erhöhte Blutzuckerwerte und einer höheren Häufigkeit des Wasserlassens trinken Diabetiker (vor allem jene, die nicht oder schlecht medizinisch behandelt werden) erheblich mehr Wasser als Nicht-Diabetiker, weshalb sie im täglichen Durchschnitt auch mehr Fluoride aus dem Trinkwasser und anderen Getränken aufnehmen, als gesunde Menschen.

Darüber hinaus fanden einige Untersuchungen heraus, dass Diabetiker weniger effektiv Fluoride ausscheiden können als Nicht-Diabetiker (Hanhijarci 1975), was möglicherweise die Folge von Nierenschäden (Nephropathie) ist, die wiederum mit einer Diabeteserkrankung einhergehen können.

So war in einem Studienreview zu lesen, dass „Menschen mit nephropathischer Diabetes oft ein so genanntes Polydipsie-Polyurie-Syndrom aufweisen, das zu einer gesteigerten Fluoridaufnahme sowie einer unüblich langen Verweildauer (Retention) des Fluorids im Körper beitragen kann.“ (Marier 1977)

Die steigende Belastung und Speicherung des Fluorids ist der Grund dafür, weshalb Diabetiker einem höheren Risiko für eine Fluorid-Vergiftung ausgesetzt sind.

Bei Tieren mit Typ-1-Diabetes zeigte sich zum Beispiel, dass Fluoride die Gefässverengung begünstigen können (Hattori et al 2000), was bei Diabetikern dann möglicherweise das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusätzlich erhöhen würde.

Diabetiker sollten daher ganz besonders darauf achten, ein fluoridarmes Mineralwasser zu trinken und unfluoridiertes Salz zu verwenden.

Fluoride und das Gehirn

Die schädlichen Auswirkungen von Fluoriden auf das Gehirn zählen heutzutage zu den wichtigsten Bereichen in der Fluorid-Forschung. In den vergangenen drei Jahrzehnten erbrachten mehr als 100 Studien, dass die Belastung mit Fluoriden das Gehirn schädigen kann.

Zu diesen Studien zählen:

- Mehr als 40 Tierstudien, die nachweisen konnten, dass eine lang andauernde Fluorid-Belastung mit unterschiedlicher Intensität das Gehirn schädigen kann, vor allem dann, wenn zugleich ein Jod-Mangel vorliegt oder sich zuviel Aluminium im Körper befindet.

- 37 Humanstudien, die moderate Mengen an Fluorid mit einer reduzierten Intelligenz in Verbindung brachten.

- 19 Tierstudien, die davon berichteten, dass Mäuse oder Ratten, die Fluorid zu sich nahmen, eine geringere Lernfähigkeit und ein schlechteres Erinnerungsvermögen besitzen.

- 12 Studien (7 Tier- und 5 Humanstudien), die Fluorid mit neurologisch bedingten Verhaltensstörungen (bspw. ein gestörtes Raumgefühl) in Zusammenhang brachten.

- 3 Humanstudien, die eine Belastung mit Fluorid mit einer gestörten Entwicklung des Hirns bei Föten in Verbindung brachten.

Angesichts dieser zahlreichen Forschungsergebnisse kamen einige Reviews – darunter auch ein Bericht, der vom US National Research Council (NRC) abgefasst wurde, sowie eine Meta-Analyse, die von einem Forscherteam aus Harvard veröffentlicht wurde – zu dem Schluss, dass bereits geringe Mengen an Fluorid das Potential besässen, die Entwicklung des Hirns stark beeinträchtigen zu können.

Fluoride können das Gehirn negativ beeinflussen

Im Jahr 2006 verkündete das National Research Council (NRC) wortwörtlich: „Fluoride sind vermutlich dazu in der Lage, die Funktion des Gehirns negativ zu beeinflussen.”

Neben der Forderung nach einer Intensivierung der Erforschung der negativen Effekte des Fluorids auf den Intelligenzquotienten drückte das NRC zudem mit den folgenden Worten seine Sorge darüber aus, dass das Fluorid möglicherweise auch zur Entstehung von Demenz beitragen könne:

"Studien an Bevölkerungsgruppen, die regelmässig mit unterschiedlich hohen Fluorid-Konzentrationen in Kontakt kommen, sollten mit dem Ziel durchgeführt werden, neurochemische Veränderungen zu identifizieren, die möglicherweise mit Demenz in Verbindung stehen. Ausserdem sollte man die Auswirkungen einer chronischen Belastung mit Fluoriden erforschen, sowie nähere Informationen über möglicherweise verspätet auftretende Effekte sowie über die individuelle Anfälligkeit auf Fluoride sammeln."

Fluoride sind Nervengifte

2007 stellten Wissenschaftler der Neurotoxicity Division der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde (U.S. Environmental Protection Agency; EPA) fest, es gäbe wichtige Hinweise darauf, dass Fluorid ein „Entwicklungsneurobiologisches Nervengift“ sei.

Derartige Nervengifte sind im Grunde Chemikalien, die grossen Schaden am Hirn junger, sich in der Entwicklung befindlicher Menschen verursachen können.

Die Wissenschaftler der EPA begründeten ihre Aussagen mit Untersuchungsergebnissen, die zeigten, dass eine Belastung mit Fluoriden während der Schwangerschaft das Gehirn des Kindes schädigen könne.

Drei Studien aus China, die mit der Einschätzung der EPA konform gehen, erbrachten zudem, dass das Gehirn im menschlichen Fötus signifikante Schäden davon tragen kann, wenn die werdende Mutter zu grosse Fluoridmengen zu sich nimmt. (Mansfield 1999; Yu 1996; Dong 1993).

Folglich ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich Fluoride ganz konkret auf die Intelligenz auswirken.

Fluoride beeinträchtigen die Intelligenz

Im Juli 2012 veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern der renommierten Universität Harvard eine Meta-Analyse von 27 Einzelstudien, die sich mit dem Zusammenhang von Fluoriden und menschlicher Intelligenz beschäftigt hatten (Choi 2012).

Bei der überwältigenden Mehrheit dieser Einzelstudien entdeckten die jeweiligen Forscher, dass die Belastung mit Fluoriden signifikant mit einem reduzierten IQ bei Kindern in Verbindung stehe.

Tatsächlich fanden 26 der 27 Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen erhöhten Fluorid-Werten und einem deutlich niedrigeren Intelligenzquotienten.

Das Forscherteam kam daher zu dem Schluss, dass die Auswirkungen des Fluorids auf die Hirnentwicklung des Kindes „höchste Forschungspriorität“ eingeräumt bekommen sollten, vor allem in Ländern wie den USA, in denen trotz teils langer Zeit laufender Fluoridierungsprogramme bislang noch keine Studien zu diesem Thema durchgeführt wurden.

Damit ist jedoch noch lange nicht genug. Zu hohe Fluoriddosen können auch die Schilddrüse schädigen sowie die Zeugungsfähigkeit des Mannes beeinträchtigen, was wir in einer Fortsetzung dieses Artikels besprechen werden.

Hier finden Sie Informationen über die Ausleitung von Fluorid

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Quellen:



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