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Quecksilber: Ursache für Schilddrüsenunterfunktion?

Quecksilber: Ursache für Schilddrüsenunterfunktion?

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(Zentrum der Gesundheit) – Quecksilber kann der Gesundheit auf vielerlei Arten schaden. Längst weiss man, dass auch Schilddrüsenerkrankungen zu den Folgen einer Quecksilberbelastung gehören können. Interessant ist hier der Zusammenhang zwischen Quecksilberbelastung und der Handynutzung. Handys – so zeigen Studien – können die Freisetzung von Quecksilberdämpfen aus amalgamhaltigen Zahnfüllungen beschleunigen, so die individuelle Quecksilberbelastung erhöhen und auf diese Weise eine Schilddrüsenunterfunktion begünstigen.

Handystrahlung macht krank und führt zu Schilddrüsenunterfunktion

Heute nutzen allein in Deutschland mehr als 45 Millionen Menschen mindestens ein Smartphone und rund 57 Prozent der Kinder zwischen 10 und 11 Jahren sind mobil unterwegs.

Inzwischen haben jedoch Tausende Studien gezeigt, dass die Handystrahlung diverse gesundheitliche Risiken birgt. Betroffen sind vor allem Kinder, aber auch Erwachsene, die das Handy am Körper tragen. Kopfschmerzen, Unfruchtbarkeit und Krebs zählen zu den möglichen Folgeerkrankungen, so dass die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) die Handystrahlung im Jahr 2011 nicht ohne Grund als "möglicherweise krebserregend" eingestuft hat.

Mit der Handystrahlung sind aber noch viele weitere Risiken verbunden, denen in medialer Hinsicht noch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Einerseits kann das Handy die Freisetzung von Quecksilber aus Amalgamfüllungen beschleunigen und schon allein über diese Art der Vergiftung einer Vielzahl von Krankheiten führen. Andererseits wird das Handy mit der weit verbreiteten Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung gebracht.

Handystrahlung und Amalgam: Keine gute Kombination

Der alte Spruch "Mad as a hatter" (Verrückt wie ein Hutmacher) zeigt klar auf, dass die Gefahren von Quecksilber schon lange bekannt sind. Hutmacher waren bei der Arbeit ständig Quecksilberdämpfen ausgeliefert und die chronische Vergiftung äusserte sich z. B. durch Merkschwäche, Verwirrtheit und Persönlichkeitsveränderungen. Heute wird der Zusammenhang zwischen Quecksilber und Alzheimer diskutiert.

Im EU-Raum werden jährlich etwa 70 Tonnen Quecksilber für Amalgam verwendet, wobei die Zahnärzte zu den Hauptverbrauchern zählen. Allein in den Zähnen von EU-Einwohnern stecken bis zu 2.200 Tonnen Quecksilber. Dabei wirken gerade die eingeatmeten Dämpfe stark toxisch.

Während quecksilberhaltige Produkte in Norwegen und Dänemark seit 2008 sowie in Schweden seit 2009 verboten sind, übernehmen in Deutschland die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Zahnfüllungen (im Seitenzahnbereich) nach wie vor nur dann, wenn Amalgam zum Einsatz kommt.

Doch wer hätte gedacht, dass die Kombination Handy und Amalgamfüllung besonders negative Auswirkungen haben kann?

Handystrahlung beschleunigt Freisetzung von Quecksilber

Iranische Forscher von der Shiraz University of Medical Sciences haben herausgefunden, dass die Handystrahlung zu einer beschleunigten Quecksilberfreisetzung aus Amalgam führen kann – und zwar in bedeutsamer Menge.

Dies wird darauf zurückgeführt, dass das Handy beim Telefonieren direkt neben dem Kiefer positioniert wird. Dabei wird das Quecksilber in den Zahnfüllungen gerade ausreichend erwärmt, so dass verstärkt Quecksilberdampf entweicht. Dieser wird nun eingeatmet, gelangt in die Blutbahn und lagert sich z. B. im Gehirn ab. Über Monate und Jahre hinweg entsteht so eine chronische Quecksilberbelastung.

Schwangerschaft: Amalgamfüllungen können tödlich sein

Schwangere sollten dabei besonders vorsichtig sein, da das giftige Schwermetall über die Nabelvene auf den Fötus übertragen wird und für das ungeborene Kind gravierende Folgen haben kann.

Wenn die werdende Mutter Amalgamfüllungen trägt, wird der Fötus langfristig zwar nur mit niedrigen Quecksilber-Dosen konfrontiert. Doch diese reichen laut Wissenschaftlern der University for Health Sciences in Hall (Österreich) und der Yale University in New Haven völlig aus, um das Leben des Kindes zu gefährden.

Dabei konnte z. B. auch der plötzliche Kindstod mit den Amalgamfüllungen der Mutter in Verbindung gebracht werden. Im Jahr 2000 wurde im Gehirn von 93 Kinderleichen deutliche Mengen Quecksilber festgestellt, das nachweislich zum Atemstillstand geführt hatte.

Da eine Amalgamsanierung nicht ungefährlich ist, sollten Sie eine solche nur bei einem darauf spezialisierten Zahnarzt durchführen lassen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird vom Entfernen von Amalgamfüllungen meist abgeraten. Weiterführende Informationen finden Sie hier: Amalgam entfernen lassen, Quecksilber ausleiten.

Amalgamfüllungen sind somit ein Grund mehr, gerade in der Schwangerschwaft das Handy so wenig wie möglich zu benutzen.

Abgesehen davon kann eine steigende Quecksilberbelastung im Blut – neben den vielen bekannten negativen Eigenschaften – auch die Schilddrüse schädigen.

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Quecksilber: Mögliche Ursache von Schilddrüsenunterfunktion

Immer mehr Menschen leiden an einer Schilddrüsenerkrankung – Ärzte sprechen schon von einer Volkskrankheit. Besonders häufig kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Die sogenannte "Papillon-Studie", woran fast 100.000 Erwachsene teilgenommen haben, hat ergeben, dass in Deutschland jeder Dritte an krankhaften Veränderungen der Schilddrüse leidet und jeder Zweite über 45 bereits an der Schilddrüse erkrankt ist.

Als Ursache wird im Falle der Schilddrüsenunterfunktion meist chronischer Jodmangel angegeben. Ansonsten tappt man in Bezug auf mögliche Ursachen der Schilddrüsenepidemie noch im Dunkeln.

Nun hat sich jedoch gezeigt, dass Quecksilber die Schilddrüsengesundheit massgeblich beeinträchtigen kann.

Forscher an der Slovak Medical University haben im Jahr 2012 in einer Studie die Quecksilberbelastung von 75 Frauen gemessen. Dann untersuchte man, inwiefern das Quecksilber die Schilddrüsenhormone beeinflusste – und zwar nicht nur bei den Frauen selbst, sondern auch bei ihren Säuglingen.

Die Zusammenhänge waren derart gravierend, dass man bereits anhand der Quecksilberbelastung des mütterlichen Blutes den TSH-Wert des Kindes einschätzen konnte.

TSH ist ein Hormon aus der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), das beim gesunden Menschen immer dann ausgeschüttet wird, wenn der Spiegel der Schilddrüsenhormone im Blut sinkt. TSH signalisiert der Schilddrüse, verstärkt Jod aufzunehmen und daraus Hormone zu bilden, damit der Schilddrüsenhormonspiegel wieder steigt. Ein erhöhter TSH-Wert gilt somit als Hinweis auf eine Schilddrüsenunterfunktion.

Je höher nun die Quecksilberbelastung der Mutter war, umso höher war auch der TSH-Wert des Kindes, was auf eine Unterfunktion der kindlichen Schilddrüse deuten könnte. Eine Schilddrüsenunterfunktion im Kindesalter aber führt zu einer verzögerten körperlichen wie auch geistigen Entwicklung.

Auch die Mütter selbst litten an einer Unterfunktion, wenn ihr Blut massgebliche Quecksilberwerte aufzeigte, was insbesondere bei den Amalgamträgerinnen der Fall war.

Das Team um Dr. Ursinyova kam somit zum Schluss, dass schon eine geringe Quecksilberbelastung den Status der Schilddrüsenhormone auf vielfältige Weise beeinflussen kann.

Aus diesem Grund wird bei Funktionsstörungen der Schilddrüse eine Bestimmung der Quecksilberkonzentration und ggf. eine Quecksilberausleitung empfohlen.

Ausserdem gibt es mittlerweile Hinweise darauf, dass die Handystrahlung – auch ganz unabhängig von ihrer Fähigkeit, Quecksilber aus Amalgamfüllungen lösen zu können – die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen kann, wie eine Studie an der Shiraz University of Medical Sciences zeigte:

Handystrahlung: Auch Wenig-Telefonierer riskieren Schilddrüsenunterfunktion

An der besagten Studie nahmen 77 gesunde Universitätsstudenten zwischen 19 und 29 Jahren teil, die in drei Gruppen eingeteilt wurden.

Die Gruppe 1 umfasste die Wenig-Telefonierer (5 bis 20 Minuten pro Tag). Zur Gruppe 2 zählten die Viel-Telefonierer (120 Minuten pro Tag). Der Gruppe 3 wurden all jene Probanden zugeteilt, die das Handy überhaupt nicht zum Telefonieren nutzten (Kontrollgruppe).

Die Forscher stellten fest, dass die Schilddrüsenwerte der ersten beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede aufwiesen. Wurden allerdings die Werte von Gruppe 1 und 2 mit denen der Kontrollgruppe verglichen, zeigte sich deutlich, dass die Handynutzung mit einer Veränderung des TSH-Spiegels in Zusammenhang gebracht werden kann.

Das bedeutet im Klartext, dass es nicht viel Unterschied macht, wie lange nun mit dem Handy telefoniert wird, da sich die Handystrahlung in jedem Fall negativ auf die Schilddrüse auswirkt und die Entstehung einer Schilddrüsenunterfunktion begünstigen kann.

Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie sich vor der Handystrahlung schützen können, empfehlen wir Ihnen den folgenden Link: Handy ja, Strahlung nein?

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Quellen:



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