Durchfall
Durchfall entsteht, wenn der Dünn- bzw. Dickdarm Wasser und Nährstoffe nur unzureichend absorbiert. Dadurch bleibt zu viel Flüssigkeit im Darm zurück.
Durchfall bedarf kaum einer näheren Erklärung. Jeder kennt die äußerst lästigen Symptome der unangenehmen Darmproblematik. Dennoch sind die Kenntnisse über mögliche Maßnahmen, die bei Durchfall ergriffen werden können, in der Bevölkerung eher beschränkt. Wir erklären Ihnen, wie Sie einerseits akuten Durchfall natürlich beheben können und wie Sie andererseits Ihren Darm so fit machen können, dass er für Durchfall gar nicht mehr empfänglich ist.
Durchfall lässt jeden im Nu äußerst häuslich werden. Aktivitäten, die sich mehr als fünf Meter vom nächsten Klo entfernt abspielen, verlieren jegliche Attraktivität. Zum oft unbeherrschbaren Stuhldrang gesellen sich meist Bauchkrämpfe, die außerdem die Nähe zu einem horizontal besetzbaren Möbelstück erforderlich machen. Flüssiger Stuhl führt nach mehrmaliger Entleerung schließlich zu einem schmerzhaften Brennen am Darmausgang.
Da an eine Nahrungszufuhr kaum gedacht werden kann, ohne dass einen Übelkeitswellen ereilen - insbesondere, wenn die Angelegenheit mit Beteiligung des Magens einhergeht (Magen-Darm-Infekt) - tritt im Laufe der Erkrankung ein gewisses Schwächegefühl auf, das die Liebe zum Bett immer größer werden lässt.
Durchfall besteht offiziell dann,
Die Punkte 1 und 4 kann jeder selbst beurteilen und genügen für die Diagnosestellung auch bereits völlig. Die Punkte 2 und 3 sind dagegen wesentlich schwieriger abzuschätzen, es sei denn, Sie hätten zwischen Ihren Krampfanfällen und Toilettengängen noch die Muse, Ihre Stuhlmenge mittels Waage zu überprüfen.
Falls sich - wie in den meisten Durchfall-Fällen - die oben beschriebene Situation nach einigen Tagen wieder bessert, spricht man von akutem Durchfall. Ausgelöst wird er
Tritt Durchfall innerhalb von vier Wochen häufig auf und klingt auch dann nicht endgültig ab, so spricht man von chronischem Durchfall.
Warten Sie bei Durchfall aber bitte nicht vier Wochen lang ab, schon gar nicht, wenn Sie Blutbeimischungen im Stuhl bemerken, sondern lassen Sie die Sache spätestens nach einer Woche - vor allem, wenn keine Ihrer durchgeführten Maßnahmen Wirkung zeigt - diagnostisch abklären (bei Kinder bereits nach 3 Tagen oder - je nach Schwere des Durchfalles - auch früher).
Durchfall kann eine Dehydrierung des Körpers verursachen, da bedeutende Mengen an Wasser und Mineralstoffen verloren gehen, was für kleine Kinder, ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem schnell lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann.
Mögliche Krankheiten, die mit chronischen Durchfällen einhergehen bzw. Ursachen, die zu chronischen Durchfällen führen können, sind:
Durchfall reduziert das Wohlbefinden deutlich, wobei an die Erfüllung von Alltagspflichten nicht leise zu denken ist. Verständlich, dass in diesem Zustand nahezu jeden der dringende Wunsch ereilt, irgendetwas zu unternehmen, was dem quälenden Treiben ein wenn möglich plötzliches Ende bereiten möge.
Mama, ich glaub’, ich hab’ Durchfall, darf ich jetzt eine Cola trinken?
Das beliebteste Hausmittel bei Durchfall ist Cola mit Salzstangen. Es ist gar so beliebt, dass man schon glauben könnte, manche Menschen leiden deshalb immer öfter unter Durchfall, damit sie es sich mit der geliebten Cola im Bett gemütlich machen können. Besonders bei Kindern ist dieses Phänomen zu beobachten.
Durchfall mit Cola und Salzstangen zu bekämpfen rührt daher, dass man bei Durchfall stets empfiehlt, dringend den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust des Körpers auszugleichen. Neben Wasser und Elektrolyte (Mineralsalze, insbesondere Natrium und Kalium) solle man gleichzeitig noch Glucose (Traubenzucker) zu sich nehmen - heißt es - da diese die Aufnahme des Wassers durch die Darmschleimhaut erleichtere. Wasser, Salze und Zucker?
In Cola und Salzstangen ist all das enthalten und somit scheint die Rezeptur ein ideales Durchfall-Hausmittel zu sein. In Wirklichkeit ist sie nur eine Notlösung, die aber leider nicht einmal funktioniert. Schuld daran ist der viel zu hohe Zuckergehalt in der Cola, der noch mehr Wasser im Darm bindet und damit den Durchfall noch kräftig schürt. Die Folgen sind ein Natriumüberschuss im Blut und ein nach wie vor nicht gedeckter Kaliumbedarf, da in Salzstangen bevorzugt Natrium (Kochsalz), aber kein Kalium steckt.
Der Begriff "Hausmittel" bezeichnet Mittel, die für jeden leicht zugänglich sind, die man also im Garten pflücken kann, die man jederzeit im Supermarkt besorgen kann oder die man bereits im Haus hat - und zwar immer, ob man nun gesund oder krank ist. Früher, als es (vor allem auf dem Land) noch keine Supermärkte gab, bestanden Hausmittel aus Kräutern, Alkohol oder speziell zubereiteten Lebensmitteln (bei Durchfall z. B. "lang gekochte Karottensuppe").
Dass heute Cola und Salzstangen zu den Hausmitteln gehören, zeigt prima den derzeitigen kulinarischen und auch botanischen Entwicklungsstand unserer Gesellschaft an. Cola und Salzstangen hat jeder jederzeit im Haus (und offenbar sonst nichts Besseres), während kein Mensch mehr den Kräutern im Hinterhof über den Weg traut geschweige denn weiß, wie man eine bei Durchfall hilfreiche Karottensuppe kocht.
Bevor wir zu den tatsächlich hilfreichen (Haus-)Mitteln bei Durchfall kommen, geschwind einen Überblick darüber, was denn eigentlich im Darm geschieht, wenn dort so richtig die Post abgeht:
Während des normalen Verdauungsvorganges gelangt die Nahrung vom Magen in den Dünndarm. Dort werden die Nährstoffe aus der Nahrung absorbiert und an das Blut weiter gegeben. Der übrig gebliebene Speisebrei wird mit Hilfe der Darmperistaltik (zusammenziehende Muskelbewegungen des Darmes) in den Dickdarm befördert. Dessen Aufgabe besteht nun u. a. darin, das im Speisebrei vorhandene restliche Wasser in den Körper aufzunehmen und die nun zu einem "Würstchen" geformten unverwertbaren Nahrungsbestandteile wiederum mittels peristaltischer Bewegungen zum Enddarm zu schieben, wo sie als Stuhl ausgeschieden werden.
Bei Durchfall hingegen wird das Wasser aus dem Speisebrei nicht in den Körper aufgenommen (und die Nährstoffe meist auch nicht). Dafür hat der Darm im Falle des Durchfalles überhaupt keine Zeit.
Hier geht es darum, den Darminhalt schnellstmöglich wieder hinaus zu befördern. Zu diesem Zwecke wird das Wasser im Stuhl belassen. Doch nicht nur das. Zusätzliches Wasser und Mineralsalze werden aus dem Körper in den Darm abgegeben. Der Stuhl wird immer flüssiger und der Stuhldrang immer nachdrücklicher.
Durchfall - wenn er akut über uns hereinbricht - ist meist eine Schutzmaßnahme des Körpers. Er befördert die Nahrung deshalb so schnell wieder hinaus, weil ihm irgend etwas darin äußerst suspekt vorkommt, mit der Nahrung also irgend etwas aufgenommen wurde, was dem Körper - würde es in die Blutbahn geraten - ernsthaften Schaden zufügen könnte.
Dies trifft besonders bei Infektionen mit Viren und Bakterien zu. Viren sind die häufigste Ursache für infektiöse Durchfallerkrankungen. Viren können die Schleimhaut des Dünndarms schädigen und dadurch die normale Absorption von Wasser und Nährstoffen beeinträchtigen, wodurch Durchfall entsteht.
Bakterien, wie z. B. E.coli oder Salmonellen, aber auch Parasiten werden normalerweise über kontaminiertes Wasser oder entsprechend belastete Nahrungsmittel aufgenommen. Sie sondern Giftstoffe ab, die den Darm dazu veranlassen, Wasser und Salze abzugeben. Dadurch wird der Stuhl wässrig und es kommt zu Durchfall.
Bei Lebensmittelvergiftungen lebten die Bakterien oft bereits in den Speisen, vermehrten sich dort und reicherten sie mit ihren Stoffwechselendprodukten (Bakteriengiften) an. Diese können für den menschlichen Körper - je nach Bakterienart - hochgiftig sein und lassen sich auch durch Erhitzen nicht entfernen.
Bei einer EHEC-Infektion kommt es nicht nur zur Bildung von äußerst toxischen Bakteriengiften, sondern außerdem zu einer Zerstörung der Darmschleimhautzellen.
Nimmt jemand Antibiotika aufgrund einer bakteriellen Infektion im Zahn oder in der Blase ein, so werden mit dieser Therapie nicht nur die bösen Bakterien im Zahn oder die in der Blase vernichtet, sondern auch die guten und nützlichen Bakterien im Darm. Dadurch können sich z. B. Durchfall verursachende Bakterien rasch vermehren.
Abgesehen von Antibiotika gibt es noch andere Medikamente, deren Nebenwirkungen u. a. Durchfall mit einschließen. Dazu gehören:
Zuckeraustauschstoffe wie Sorbitol, Xylitol, Maltitol etc. können zu Durchfall mit Blähungen und Bauchkrämpfen führen.
Viele Menschen reagieren auf psychische Belastungen mit erhöhter Darmtätigkeit und Durchfall. Auslöser können z. B. Prüfungsangst, Ärger oder Stress sein.
Koffein und Alkohol stimulieren die Darmpassage. Dadurch wird der Stuhl zu schnell durch den Darm transportiert, so dass die normale Flüssigkeitsabsorption gestört wird und wässriger Stuhl entsteht.
Oft verfügen vermeintlich neuzeitliche Menschen darüber hinaus noch über Verdauungssysteme mit wahrlich steinzeitlichen Ansichten. So sind manche Därme immer noch der Meinung, Kuhmilch sei keine Nahrung für erwachsene Menschen (Laktoseintoleranz), andere lehnen Getreide oder Früchte ab, weil es in der Steinzeit weder Weizenfelder noch süße Granny-Smith-Äpfel gab (Zöliakie und Fructose-Intoleranz).
Solche Därme reagieren dann, wenn diese Lebensmittel dennoch verzehrt werden, äußerst missgelaunt, nämlich mit Durchfall - in diesen Fällen mit chronischem Durchfall.
Da der Sinn der meisten Durchfälle darin liegt, schädliche Substanzen möglichst schnell auszuscheiden, sollten vorerst keine Maßnahmen ergriffen werden, die den Durchfall stoppen, ohne die Ursache zu bekämpfen. Ein beliebtes Durchfallmittel (mit dem Wirkstoff Loperamid), das es rezeptfrei in jeder Apotheke gibt, gehört zu den opioiden Medikamenten. Es hemmt die Darmbewegungen.
Zwar ist der Patient erst einmal glücklich, weil der Durchfall offenbar verschwunden ist, doch ist diese Behandlung äußerst gefährlich, da jetzt die Krankheitserreger und die Bakteriengifte, die eigentlich durch den Durchfall schnellstmöglich ausgeschieden werden sollten, im Darm verbleiben und dort erst recht Schäden anrichten. Bei den folgenden ganzheitlichen Maßnahmen geht es also nicht darum, den Durchfall radikal zu stoppen, sondern die Ursachen des Durchfalles zu beheben, dem Körper bei der Ausscheidung der verursachenden Keime zu helfen und ihn in einen starken Zustand zu versetzen, damit er sich selbst wieder regenerieren kann.
Tritt Durchfall auf, so versucht man zuerst abzuklären, was die Ursache dafür sein könnte. Vermutet man eine vermeidbare Ursache als Übeltäter (nimmt man gerade Medikamente ein oder aß man bestimmte ungewohnte Lebensmittel oder zu viele Diät-Produkte mit Zuckeraustauschstoffen o. ä.), so besprechen Sie das Absetzen der Medikamente mit Ihrem Therapeuten und essen die verdächtigten Lebensmittel in den nächsten Tagen probeweise nicht mehr.
Als "Erste-Hilfe-Maßnahme" bei akutem Durchfall - und zwar ganz gleich, durch was ausgelöst - gibt es kaum etwas Besseres als dreimal täglich einen Teelöffel Bentonit mit einem Glas Wasser einzunehmen. Oft genügt schon allein diese Maßnahme, um den Durchfall schnell zu beheben.
Bentonit gehört in jede Haus- und Reiseapotheke. Es absorbiert Gifte aller Art und rettete schon Kindern das Leben, die Giftpflanzen gegessen hatten. Bei Durchfall saugt Bentonit nicht nur Bakteriengifte auf, sondern verbessert darüber hinaus auch das Milieu im Darm, so dass sich dort bald wieder eine ausgewogene Darmflora ansiedeln kann.
Die Wirkung von Bentonit kann durch die Einnahme von Flohsamen optimiert werden. Flohsamen gehören zu den sog. Quellstoffen bzw. Schleimdrogen. Wie auch Bentonit absorbieren sie Bakterientoxine, aber auch überschüssige Flüssigkeit und schützen außerdem die Darmschleimhaut vor Reizungen.
Nehmen Sie ein- bis mehrmals täglich (falls Sie essen, dann 1 Stunde vor oder ca. 2 Stunden nach den Mahlzeiten) einen Shake aus Flohsamen und Bentonit ein. Geben Sie dazu einen Teelöffel Bentonit mit 100 ml stillem Wasser in einen verschließbaren Becher oder in einen Twister (ein mobiler batterienbetriebener Minimixer) und schütteln Sie diese Mischung kräftig durch. Füllen Sie dann weitere 100 ml stilles Wasser in Becher oder Twister und geben Sie dann einen Teelöffel Flohsamen hinzu.
Schütteln oder mixen Sie noch einmal kurz und trinken Sie den entstandenen Shake sofort aus, da die Flohsamen sehr schnell andicken, woraufhin die Konsistenz schleimig wird, was das Trinken schwierig macht. Trinken Sie anschließend noch einmal 200 ml stilles Wasser oder Kräutertee.
Durchfall kann nur dann eintreten, wenn die körpereigene Abwehr irgendwo eine Schwachstelle hat. Da ein Großteil unseres Immunsystems im Darm in Gestalt einer (hoffentlich ausgewogenen) mikrobiellen Darmflora lokalisiert ist, muss unser besonderes Augenmerk der Sanierung dieser Darmflora gelten. Durch die Einnahme hochwertiger Probiotika (nützlicher Darmbakterien in flüssiger oder Kapselform) wird der Darm mit gesunden Darmbakterien besiedelt. Diese verdrängen schädliche Keime und sorgen auf diese Weise für eine künftig stärkere Abwehrkraft unseres Verdauungssystems.
Nehmen Sie zweimal täglich jeweils zwei Kapseln Darmbakterien, z. B. Combi Flora ein (wenn Sie essen, dann zu den Mahlzeiten). Combi Flora oder auch Darmfit (ein flüssiges Probiotikum) können hervorragend mit Bentonit und Flohsamen kombiniert werden. Besonders Bentonit fördert das gesunde Darmmilieu, in dem sich die nützlichen Darmbakterien überhaupt erst wohl fühlen.
Normalerweise hat man bei Durchfall keinen Appetit, weshalb das Fasten kein Problem sein wird. Problematisch dagegen können Mütter oder Großmütter sein, die der Meinung sind, man müsse unbedingt etwas essen und man sterbe, wenn man einen Tag lang nichts isst.
Beauftragen Sie hartnäckige "Betreuer" mit dem Kochen von frischer Gemüsesuppe (siehe Punkt 6). Ansonsten gilt: Bleiben Sie hart! Essen Sie nichts, solange Sie keinen Appetit haben. Je weniger der Körper mit Nahrung belastet wird, um so mehr kann er sich auf die Eliminierung der pathogenen Keime und Toxine konzentrieren. Trinken jedoch ist das A und O, vor allem, WAS sie trinken, ist wichtig.
Konzentrieren Sie sich auf Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser. Versetzen Sie dieses mit einem halben Teelöffel Sole-Lösung. Sole ist die gesättigte Lösung aus reinem Wasser mit Stein- oder Kristallsalz. Auch Heilkräutertees tragen zur Minderung des Flüssigkeitsverlustes bei (siehe Punkt 10).
Zur Versorgung mit Kalium eignen sich selbst gekochte Gemüsebrühen (ohne herkömmliche Brühwürfel) aus verschiedenen Gemüsen (z. B. Karotten, Sellerie, Kräutern), die Sie - wenn Sie nichts Festes essen können - nach dem Kochen herausnehmen. Falls Sie Appetit haben, können Sie sich Gemüsesuppen nach dem Kartottensuppenrezept (siehe Punkt 8) zubereiten bzw. zubereiten lassen. Zur Not können spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke verwendet werden.
Meiden Sie:
Falls Sie trotz Durchfall Appetit haben, dann können Sie sich folgende Mahlzeiten angedeihen lassen, die auch als Aufbaunahrung nach Abklingen des Durchfalls dienen:
Durchfall - ob akut oder chronisch - zieht die körpereigenen Vitalstoff- und Mineralstoffvorräte in ziemliche Mitleidenschaft. Müdigkeit und Energielosigkeit sind die ersten Folgen. Spätestens nach Abklingen des Durchfalles sollte daher die Ernährung besonders vitalstoff- und mineralstoffreich gestaltet oder mit entsprechenden ganzheitlichen Nahrungsergänzungsmitteln angereichert werden. Besonders empfehlenswert ist hier die Sango Meeres Koralle, die mit Magnesium und Calcium in leicht verwertbarer und naturbelassener Form versorgt sowie Aktivierte Gerste und/oder chlorophyllreiche Grasdrinks.
Kräutertees können bei Durchfall außerordentliche Erfolge erzielen. Man verwendet dazu die sog. Gerbstoffdrogen. Gerbstoffe wirken sowohl keimhemmend als auch zusammenziehend. Sie dichten die Darmschleimhautoberfläche ab und erschweren dadurch die Absorption toxischer Substanzen. Zu den bei Durchfall ganz besonders geeigneten gerbstoffhaltigen Kräutern gehören:
Parallel dazu kann ein entzündungshemmender Kamillentee getrunken werden.
Die Zubereitung der Tees erfolgt auf diese Weise:
1 bis 2 TL Kräuter pro 150 - 200 ml heißes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und mehrmals täglich eine Tasse trinken.
Obwohl Einläufe sehr beliebt sind, wenn es um die Behebung von Verstopfung geht, ist der Sinn von Einläufen nicht allein die Ankurbelung der Stuhlausscheidung. Einläufe reinigen den Darm, beschleunigen die Ausscheidung von Bakterien und deren Giften, verdünnen die oft brennende Durchfallflüssigkeit, so dass es seltener zu entzündetem Enddarm/After kommt und versorgen den Körper überdies noch mit Flüssigkeit.
Letzteres erreicht man, indem man nach einem richtigen Einlauf und dessen vollständiger Ausscheidung noch einmal eine kleine Menge Wasser in den Darm laufen lässt. Die Menge sollte so klein sein, dass sie keinen Stuhldrang auslöst. Ein Einlauf ist zu Hause sehr leicht mit einem kleinen handlichen Irrigator durchzuführen.
Durchfallerkrankungen müssen nicht sein. Ihnen kann wirkungsvoll vorgebeugt werden. Dies gelingt mit einer naturbelassenen basischen Ernährungsweise und einer gesunden Lebensweise. Die Pflege des Darmes hat hier einen ganz besonderen Stellenwert. So kann beispielsweise eine regelmäßige Darmreinigung (mit Bentonit, Flohsamen und einem Probiotikum) sowie eine kontinuierliche Mineralstoffversorgung (z. B. mit der Sango Meeres Koralle) in Kombination mit der erwähnten basenüberschüssigen Ernährungsweise zu einer kraftvollen und kaum antastbaren Darmgesundheit führen.
Hier ist natürlich besonders wichtig, Antibiotika-Therapien - so weit wie möglich - zu meiden. Achten Sie darauf, dass Ihnen nicht auf gut Glück Antibiotika verschrieben werden, sondern vor einer Antibiotika-Einnahme eindeutig geklärt ist, welche Bakterien damit bekämpft werden müssen.
Oft genug kommt es vor, dass Menschen beispielsweise an schmerzenden Halsinfektionen leiden, dagegen Antibiotika verschrieben bekommen und die Wirkung ausbleibt, weil es sich um eine Pilzinfektion handelt, was jedoch vorab nicht abgeklärt wurde. Der Hals schmerz weiter und dazu ist jetzt auch noch die Darmflora aufgrund der Antibiotika-Einnahme im Eimer.
Lassen sich Antibiotika-Therapien nicht umgehen, dann ist im Anschluss daran sofort ein Aufbau der Darmflora mit den oben genannten Hilfsmitteln durchzuführen (Bentonit, Flohsamen und Probiotika). Eine solche Darmsanierung ist sehr leicht in jeden Alltag zu integrieren. Mehr über eine effektive Darmsanierung lesen Sie hier.
Auch "Epidemien" wie die kürzlichen EHEC-Infektionen, die die Darmgesundheit im Visier haben und nicht nur Durchfall, sondern ernsthafte Krankheiten, ja sogar den Tod nach sich ziehen können, raffen offenbar nicht das ganze Land dahin. Nicht alle Menschen, die Sprossen, Gurken oder was auch immer aßen, das mit dem gefährlichen Keim infiziert gewesen sein soll, wurden krank. Manche wurden nur ein bisschen krank, andere schwer.
Entscheidend ist also nicht der Keim, sondern die Darmgesundheit und die Abwehrkraft des einzelnen Menschen. Da EHEC sicher nicht der letzte Keim war, der uns einen Besuch abstattete, sind vorbeugende Maßnahmen - wie die oben erwähnten - sicher kein Fehler, sondern zeugen von weiser Voraussicht und Selbstverantwortung.
Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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