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Ernährungsplan - Selbst erstellen

Ernährungsplan - Selbst erstellen

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(Zentrum der Gesundheit) - Sie haben sich entschieden, Ihre Ernährung umzustellen? Wenn ja, dann gratulieren wir Ihnen zu dieser hervorragenden Entscheidung! Jetzt geht es also nur noch darum, einen auf Ihre Bedürfnisse ausgerichteten Ernährungsplan zu erstellen? Falls gesundheitliche Probleme zu berücksichtigen sind, sollten Sie selbstverständlich nach einem kompetenten Ernährungsberater Ausschau halten. Ansonsten können Sie selbst Ihren Ernährungsplan auch erstellen. Was Sie bei diesem Vorhaben berücksichtigen sollten und wie ein solcher Plan aussehen könnte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Viele Menschen brauchen einen Ernährungsplan

Zählen Sie auch zu jenen Menschen, die sich schon seit längerer Zeit Gedanken um eine gesündere Ernährungsweise machen, ohne dass jedoch bislang eine konkrete Veränderung stattgefunden hat? Sie haben sich zwar über verschiedene Ernährungsarten informiert, konnten sich jedoch noch nicht für eine Richtung entscheiden? Oder fehlte Ihnen einfach nur ein wenig Unterstützung, wie z. B. ein entsprechender Ernährungsplan?

So wie Ihnen geht es auch vielen anderen Menschen. Sie sind zwar gewillt, Ihre Ernährung zu verändern, doch die Umsetzung gestaltet sich oftmals schwieriger als gedacht. So verwerfen sie ihren Wunsch nach einer gesunden Ernährungsweise und gehen wieder ihrem gewohnten Essverhalten nach.

Und dabei kann eine Ernährungsumstellung ganz einfach sein – vorausgesetzt, Sie haben einen Plan, an dem Sie sich orientieren können. Natürlich sollte vorab geklärt werden, in welchem Umfang Sie sich eine Veränderung Ihrer derzeitigen Ernährungsweise überhaupt vorstellen können, damit Sie sich nicht gleich zu Beginn der Umstellung überfordert fühlen.

Ernährung professionell umstellen

Falls Sie Ihre Ernährung nur mit ein paar gesunden Lebensmitteln "aufpeppen" wollen, benötigen Sie sicher keinen Ernährungsplan. In diesem Fall reicht es aus, täglich frisches Obst, Salate, knackiges Gemüse und vollwertige Getreidesorten in Ihren Speiseplan zu integrieren.

Wenn Sie hingegen bereit sind, einen Schritt weiter zu gehen, dann stünde zudem die Reduzierung tierischer Lebensmittel, inklusive aller Milchprodukte, sowie die Minimierung von Fertigprodukten und raffiniertem Zucker an. Jetzt wäre ein Ernährungsplan sicher schon eher sinnvoll, denn er kann Ihnen die Umstellung wesentlich erleichtern.

Sie können sich sogar vorstellen, noch mehr für Ihre Gesundheit zu tun? Na dann wäre eine vegane oder basenüberschüssige Ernährungsweise für Sie das Richtige. Beide Ernährungsformen sind zwar einfach in der Umsetzung, doch wenn sich Ihre derzeitige Ernährung deutlich von diesen Ernährungsarten entfernt, sollten Sie zumindest zu Beginn der Umstellung auf die hilfreiche Unterstützung durch einen Ernährungsberater nicht verzichten.

Geben Sie Ihre Richtung vor

Bevor Sie mit Ihrer Ernährungsumstellung starten, sollten Sie sich zunächst genau überlegen, welche Richtung Ihnen am ehesten liegt. Natürlich gibt es neben den von uns beschriebenen Ernährungsformen noch zahlreiche andere. Doch beginnen Sie möglichst nicht mit einer Ernährung, die Ihnen völlig fremd ist, wie z. B. mit der Makrobiotik, der Ayurvedischen Küche, der Ernährung nach den 5 Elementen oder ähnlich exotische Ernährungsweisen, wenn Sie bisher gutbürgerlich von Pommes mit Schnitzel, Rouladen auf Reis und zum Abendbrot von Aufschnitt und Käse lebten.

Ausgefallene Ernährungsweisen beinhalten nicht nur die Verwendung fremder Gewürze und Zutaten. Dahinter steht vor allem eine ganz individuelle Weltanschauung, mit der Sie sich vorab ebenfalls eingehend beschäftigen müssten.

Machen Sie sich die Umstellung Ihrer Ernährungsgewohnheiten stattdessen leicht, indem Sie das Gewohnte mit Neuem kombinieren. So können Sie ohne grosse Umwege gleich mit Ihrer Ernährungsumstellung beginnen.

Der erste Schritt zur gesunden Ernährung

Falls Ihr Speiseplan bislang viele tierische Lebensmittel, wie z. B. Fleisch und Milchprodukte, beinhaltete, könnte eine Umstellung in Richtung gesunde Ernährung für Sie mit der Empfehlung beginnen, zukünftig den Fleisch- und Milchprodukteverzehr auf dreimal wöchentlich zu reduzieren.

Ein Übermass an tierischem Eiweiss kann zu zahlreichen Erkrankungen führen. Hierzu zählen u. a. Rheuma, Gicht, Arthrose, Herz-Kreislauferkrankungen sowie zu vielen weitere Gesundheitsbeschwerden. Daher ist eine Reduzierung der tierischen Eiweissmenge auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung ganz besonders wichtig.

Ihr Körper erhält durch die reduzierte Eiweisszufuhr wieder die Möglichkeit, krankheitsverursachende Eiweissüberschüsse abzubauen. Daher werden Sie schnell die positiven Auswirkungen Ihrer Ernährungsumstellung spüren. Natürlich zeigen sich diese bei jedem Menschen in anderen Bereichen, aber von einem deutlichen Plus an Energie dürfen alle gleichermassen ausgehen.

Die Umstellung auf eine eiweissreduzierte Kost würde für Sie nur bedeuten, an drei Tagen pro Woche leckere Alternativen zu Fisch, Fleisch, Wurst und Co. zu finden. Und das ist wirklich kein Problem, denn das Angebot an veganen Rezepten ist mittlerweile derart gross, dass Sie viele bunte und köstliche Anregungen erhalten werden.

Vielleicht werden Sie von den positiven Auswirkungen Ihrer Ernährungsumstellung derart begeistert sein, dass für Sie sogar noch ein weiterer Schritt in Frage käme: Die vegane Ernährung, die ganz frei von tierischen Produkten ist. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen.

Ernährungsplan selbst erstellen - so geht es

Falls Sie sich entschieden haben, Ihre Ernährung in Richtung eiweissreduziert oder vegan umzustellen und dazu keinen Ernährungsplan benötigen, wählen Sie einfach jene Rezepte aus, die aufgrund der Zutaten und der verwendeten Gewürze ganz Ihrem Geschmack entsprechen. Seien Sie kreativ und tauschen Sie die eine oder andere Zutat nach Belieben aus. Die Hauptsache ist, dass es Ihnen wirklich schmeckt!

Wenn Sie jedoch zu den Menschen gehören, die zu Beginn der Umstellung lieber erst einmal nach Vorgabe arbeiten, können Sie sich jetzt Ihren persönlichen Ernährungsplan selbst erstellen. Er sollte für die eiweissfreien Tage alternative Frühstücks-, Mittags- sowie Abendgerichte enthalten. Das heisst, dass an diesen Tagen weder Fleisch noch Fisch und auch keine Wurst, kein Käse und keinerlei Milchprodukte auf Ihrem Speiseplan erscheinen.

Bei der veganen Ernährung werden gar keine tierischen Produkte mehr verzehrt. Um diese strikte Vorgabe etwas aufzulockern ist es möglich, eine vegetarische Ernährung zu wählen und Butter und Sahne für Ihre Rezepte zu verwenden, denn bei diesen Produkten überwiegt der Fettanteil gegenüber dem Eiweissanteil deutlich. Zwar ist diese Ernährung nicht mehr vegan, aber dennoch fast frei von tierischen Eiweissen.

Die Umstellung auf eine basenüberschüssige Ernährung ist etwas komplexer als die Reduzierung bzw. der Verzicht auf tierisches Eiweiss. Daher ist zu Beginn der Umstellung auf diese Ernährungsweise die Erstellung eines Ernährungsplans anzuraten. Wie ein solcher Ernährungsplan aussehen könnte bzw. aus welchen Zutaten Sie ihn zusammenstellen könnten, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Ihr Plan bei eiweissreduzierter Kost

Fall Sie sich bereits für diverse Rezept entschieden haben und Ihnen erst beim zweiten Durchlesen Zutaten auffallen, mit der Sie sich gar nicht anfreunden können, dann tauschen Sie diese einfach gegen andere aus. Was die Gewürze betrifft, so müssen Sie sich hier natürlich nicht an die Vorgaben halten. Verändern und würzen Sie die Rezepte einfach so, dass Sie am Ende begeistert sind!

Beginnen Sie nun mit der Gestaltung Ihres Wochenplans. Ob Sie an den ersten vier Tagen wie gewohnt essen wollen und an den folgenden drei Tagen auf tierisches Eiweiss verzichten bzw. umgekehrt, oder ob Sie jeden zweiten Tag eiweissfreie Mahlzeiten zubereiten, ist gleichgültig. Machen Sie es so, wie es Ihnen am besten passt.

Ihr Ernährungsplan könnte beispielsweise so aussehen:

Wochentag

Montag:

  • Frühstück: Vollwertiges Brot mit veganem Aufstrich* und Schnittlauch, dazu Tomaten- und Gurkenscheiben mit Kräutersalz gewürzt
  • Mittagessen: Ein leckeres veganes Eintopfgericht, wie z. B. Linsen-, Bohnen-, Wirsing- oder Gemüseeintopf
  • Abendessen: Risotto mit Steinpilzen

* Vegane Brotaufstriche können Sie mittlerweile in jedem Supermarkt finden. Ganz besonders fein schmecken selbst hergestellte Aufstriche. Eine Auswahl an möglichen Varianten finden Sie unter vegane Brotaufstriche.

Dienstag:

Mittwoch:

Ab Donnerstag bis einschliesslich Sonntag können Sie wieder wie gewohnt essen.

Sollten Sie während der Umstellung Ihrer Ernährung feststellen, dass auch Ihnen eine vegane Mahlzeit köstlich schmecken kann und Sie daher auch ganz gut ohne tierische Eiweisse auskommen, empfehlen wir im Anschluss an diese Massnahme, einen weiteren Schritt zu gehen:

Jetzt sollten an den "normalen Tagen" entweder morgens oder mittags oder abends tierische Produkte auf Ihrem Ernährungsplan zu finden sein. Das bedeutet: Wenn Sie morgens Eier oder ein Käsebrot zum Frühstück essen, ist Ihr Eiweiss-Soll damit bereits erfüllt. Essen Sie mittags oder abends Fleisch, Fisch, Überbackenes etc., enthalten die beiden anderen Mahlzeiten kein tierisches Eiweiss mehr.

Mit dieser Ernährungsweise führen Sie Ihrem Körper nur eine sehr geringe Menge an tierischen Eiweissen zu, so dass Ihr Verdauungssystem keine Schwierigkeiten haben wird, diese zu verstoffwechseln. Mit diesem zweiten Schritt werden sich die positiven Auswirkungen auf Ihre Gesundheit noch überraschend deutlicher zeigen.

Auch jetzt wäre ein Ernährungsplan sicher sehr nützlich, denn er wird Ihnen helfen, den Überblick zu behalten. Und wenn Sie mögen, können Sie im nächsten Schritt natürlich auch ganz auf den Verzehr tierischer Eiweisse verzichten.

Eine Übersäuerung des Körpers macht krank

Unser Körper verfügt über viele Regulationsmechanismen, die ihn bei der Erhaltung einer guten Gesundheit unterstützen. Zu ihnen zählt auch der überaus wichtige Säure-Basen-Haushalt, der das Verhältnis zwischen Säuren und Basen im Körper reguliert.

Solange der Körper ein ausgewogenes Gleichgewicht erhalten kann, ist der Mensch gesund. Erst ein Übermass an Säuren führt dazu, dass er seine Balance verliert. Und in dieser Situation wird der Mensch unvermeidlich krank.

Die Gründe für eine übermässige Säurebelastung des Körpers sind vielfältig, doch einen ganz wesentlichen Beitrag stellt unsere moderne Ernährungsweise dar, die überwiegend aus säurebildenden Nahrungsmitteln besteht.

Normalerweise ist der Körper mittels entsprechender Basen in der Lage, überschüssige Säuren zu neutralisieren, so dass sie über den Urin ausgeschieden werden können. Doch auf die Neutralisierung der riesigen Säuremengen, mit denen er heutzutage konfrontiert wird, ist der Körper nicht ausgerichtet.

So kommt es unausweichlich zu einer Übersäuerung des Körpers, von der mittlerweile die überwiegende Mehrheit der Menschen mehr oder weniger stark betroffen ist.

Eine basenüberschüssige Ernährung entsäuert den Körper

Der erste und somit wichtigste Schritt, einer Übersäuerung entgegenzusteuern, besteht darin, die Zufuhr säurebildender Nahrungsmittel zu minimieren und gleichzeitig die der basenbildenden Lebensmittel deutlich zu erhöhen.

Und genau das ist die Grundlage der sogenannten basenüberschüssigen Ernährung, die sich aus etwa 70 bis 80 Prozent basischer und 20 bis 30 Prozent gesunder(!) säurebildender Lebensmittel zusammensetzt.

Wir haben für Sie eine Tabelle erstellt, in der die säurebildenden und basenbildenden Lebensmittel übersichtlich aufgeführt sind, so dass Sie schnell mit Ihrer Ernährungsumstellung beginnen können.

Je mehr sich die basenüberschüssige Ernährung von Ihrer momentanen Ernährungsweise unterscheidet, umso eher raten wir Ihnen, sich einen entsprechenden Ernährungsplan zu erstellen, denn er erleichtert die Umstellung enorm.

Ein Ernährungsplan für eine basenüberschüssige Ernährung

Vor der Erstellung Ihres Ernährungsplans sollten Sie sich zunächst unsere Säure-Basentabelle in Ruhe ansehen und sie möglichst ausdrucken, damit sie bei Bedarf greifbar ist. Wenn Sie die Lebensmittel für die Zusammenstellung Ihrer Mahlzeiten unter Berücksichtigung dieser Tabelle auswählen, können Sie nichts mehr falsch machen.

Dann geht es nur noch darum, die gesunden Lebensmittel in köstliche Mahlzeiten zu verwandeln und hierzu könnte Ihr Ernährungsplan aus folgenden Zutaten zusammengestellt werden. Hierbei handelt es sich natürlich nur um Vorschläge, die beliebig variierbar sind:

Frühstücksvarianten:

Frische Früchte nach Belieben, Fruchtsalate mit Erdmandelflocken, frisch gepresste Säfte (z. B. Äpfel und Karotten mit Erdmandelflocken) Fruchtsmoothies, Grüne Smoothies oder basenüberschüssige Müslis. Bis hierher bewegen wir uns im basischen Bereich.

Die folgenden Varianten sind leicht säurebildend, aber immer noch sehr gesund: Dinkelbrot, z. B. mit Avocado-Aufstrich, Grünkernpastete oder Gemüsesülze, Naturjoghurt oder Sojajoghurt mit Obst und Erdmandelflocken, warmer Hirsebrei oder glutenfreies Müsli mit Mandelmilch.

Mittagsvarianten:

Salate:

Knackige Saison-Salate, mit frischen Kräutern und Sprossen angereichert, stellen eine komplett basische Mahlzeit dar. Sollte der Salat Ihre Hauptspeise sein, können Sie ihn z. B. mit kross angebratenem Räuchertofu garnieren, zu veganen Burgern oder mit vollwertigem Brot geniessen.

Selbstverständlich können Sie hin und wieder auch ein kleines Stück Fleisch oder Fisch braten und zum Salat essen. Hierbei handelt es sich zwar um säurebildende Lebensmittel, deren Säureanteil jedoch im Verhältnis zu den basenbildenden Salatzutaten nicht überwiegt.

Gemüse:

Essen Sie täglich frisches Gemüse. Fast jedes Gemüse ist basisch, daher können Sie als Beilage ruhig ein leicht säurebildendes Getreide verwenden. Schliesslich handelt es sich hier ja nicht um eine rein basische, sondern "nur" um eine basenüberschüssige Ernährung.

Es gibt eine Vielzahl basischer Gemüsegerichte. Seien Sie kreativ und probieren Sie auch eigene Rezepte aus.

Getreide:

Kombinieren können Sie Ihr Gemüse z. B. mit basenbildenden Kartoffeln oder mit basischen Konjaknudeln, denn so bleibt es eine komplett basische Mahlzeit. Aber auch die leicht säurebildende Hirse können als Beilage verwenden und ebenso das glutenfreie Buchweizen, Quinoa oder Amaranth.

Natürlich können Sie auch weiterhin Reis essen oder Pasta aus Dinkel-, Mais- oder Sojamehl verwenden. Auch Pasta aus Linsen oder anderen Hülsenfrüchten sind eine tolle Beilage. Nur den Weizen sollten Sie wirklich von Ihrem Speiseplan streichen!

Weizen enthält von allen Getreidesorten den mit Abstand höchsten Glutenanteil und dieser hat bereits zahllose Menschen krank gemacht. Mehr über die negativen Auswirkungen von Gluten können Sie u. a. in dem Artikel Gluten vernebelt Ihre Sinne nachlesen.

Abendvarianten:

Am Abend verfügt das Verdauungssystem über weitaus weniger Energie als am Mittag, denn ab etwa 18:00 Uhr bereitet sich das in der Regel ohnehin überlastete System bereits auf die wohlverdiente nächtliche Ruhephase vor.

Daher können schwerverdauliche Lebensmittel, wie z. B. tierische Eiweisse in Kombination mit konzentrierten Kohlenhydraten, wie z. B. Brot und Nudeln aus Auszugsmehlen, glutenhaltiges Getreide, zuckerreiche Früchte sowie reiner Zucker in Süssigkeiten, Desserts, süssen Getränken, etc. nur noch unzureichend verstoffwechselt werden.

Und auch Rohkost, wie z. B. Karotten-, Kohlrabi- oder Selleriesticks stellen am Abend ebenso wie Rohkostsalate in jeder Form eine enorme Herausforderung für das Verdauungssystem dar.

Es kommt zu Verdauungsproblemen, wie z. B. Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Diese Reaktionen zeigen sich jedoch meist erst am nächsten Tag, so dass sie kaum mit dem Abendessen in Verbindung gebracht werden.

Unter Berücksichtigung dieser Fakten ist es einleuchtend, dass die Abendmahlzeit leicht verdaulich sein sollte. Daher lautet unsere Empfehlung für das Abendessen:

Gemüse:

Achten Sie darauf, dass Sie abends keine blähenden Gemüsesorten, wie z. B. Kohl, verwenden. Ansonsten können Sie sich an gedünstetem oder gekochtem Gemüse satt essen.

Falls Sie gerne eine feine Gemüsesuppe geniessen, sollten Sie diese hin und wieder auch pürieren und zur besseren Sättigung mit normaler Sahne, Soja- oder Hafersahne anreichern. Sie können auch basische Konjaknudeln in Ihre Suppe geben. Sie sind sehr sättigend und zudem ausgesprochen gesund.

Mögen Sie zu Ihrer Suppe vielleicht ein paar leichtverdauliche Dinkelcracker, Reiswaffeln, Maiswaffeln oder Knäckebrot? Dann greifen Sie ruhig zu! Und auch eine Scheibe glutenfreies Vollkornbrot mit Butter oder einem veganen Aufstrich wird Ihr Verdauungssystem sehr wahrscheinlich nicht überfordern.

Getreide:

Herkömmliches Getreide ist generell schwer verdaulich und sollte daher vor allem abends nicht mehr verzehrt werden. Glutenfreie Getreidearten, wie Buchweizen, Hirse, Mais, Reis, Quinoa und Amaranth hingegen sind wesentlich leichter verdaulich, so dass Sie dieses Getreide z. B. auch als Beilage zu Ihrem gedünsteten Gemüse in Ihrem Ernährungsplan integrieren können. Und auch als Burger zubereitet stellen die glutenfreien Getreidesorten eine köstliche Mahlzeit dar.

Fisch oder Fleisch:

Wenn Sie abends Appetit auf Fleisch oder Fisch verspüren, ist das kein Problem – vorausgesetzt, Sie kombinieren es ausschliesslich mit Gemüse. Essen Sie stattdessen Kartoffeln oder Getreide dazu, erhalten Sie eine deutlich schwerer verdauliche Abendmahlzeit. Die möglichen Folgen sind Ihnen ja bereits bekannt.

Die Ernährungsumstellung bei chronischen Erkrankungen

Bis hierher konnten wir Ihnen zur Erleichterung der Ernährungsumstellung die Empfehlung geben, Ihren eigenen Ernährungsplan zu erstellen.

Das ist bei chronisch kranken Menschen, die über den Weg der Ernährungsumstellung nach einer Möglichkeit suchen, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern, allerdings nicht mehr ratsam. In diesen Fällen würde ein selbst erstellter Plan viel zu viele Möglichkeiten unberücksichtigt lassen, die eine optimale Zusammenstellung der Lebensmittel, vor allem in Bezug auf bestehende Erkrankungen, bieten kann.

Ein ganzheitlicher Ernährungsberater kann helfen

Einen individuellen und professionellen Ernährungsplan kann nur ein gut ausgebildeter – möglichst ganzheitlich orientierter – Ernährungsberater erstellen, denn hierzu ist ein umfangreiches Wissen erforderlich.

So muss ein ganzheitlicher Ernährungsberater über die erforderlichen anatomischen Grundkenntnisse ebenso verfügen wie über eine umfangreiche Kenntnis der verschiedenen Lebensmittel und deren Wirkung auf den Organismus.

Eine gesunde Ernährung, die für jeden kranken Menschen die richtige ist, gibt es leider nicht. Dafür sind zu viele unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen. Aus diesem Grund muss ein Ernährungsberater beurteilen können, welche Art der Ernährungsumstellung seinem Klienten in der aktuellen Situation den grösstmöglichen Nutzen bringen wird.

Falls Sie einen ganzheitlichen Ernährungsberater suchen, können Sie sich an die von uns zertifizierte Akademie der Naturheilkunde wenden. Erkundigen Sie sich dort nach einem ganzheitlichen Ernährungsberater in Ihrer Nähe. Einen Einblick in die Art und Weise, wie ganzheitliche Ernährungsberater praktizieren, bekommen Sie überdies, wenn Sie hier weiter lesen: Traumberuf Ernährungsberater: Fünf Ernährungsberater im Interview

Die kompetente Erstellung eines Ernährungsplans

Bei der Erstellung einer individuellen Ernährung müssen bestehende gesundheitliche Probleme auch dann berücksichtigt werden, wenn diese nicht im Fokus der Beratung stehen, wenn also der zu Beratende beispielsweise "nur" abnehmen oder die Ernährung optimieren möchte. Eine gesündere Ernährung aber wird immer auch zu einer Entlastung der von einer Krankheit betroffenen Organe führen, sich also auch auf die vorhandene Krankheit positiv auswirken.

Bei Erkrankungen, die mit einem geschwächten Verdauungssystem einhergehen, sollte der Ernährungsplan so ausgerichtet sein, dass dieses System weitestgehend entlastet, aber dennoch ausreichend mit Energie versorgt wird. Zu den Erkrankungen des Verdauungssystems zählen all jene, die den Magen oder den Darm betreffen.

Entzündungsbedingte Erkrankungen, wie z. B. Arthritis, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, chronische Schilddrüsenentzündung etc., erfordern eine entzündungshemmende Ernährungsweise, die reich an antioxidativ wirkenden Lebensmitteln ist.

Bei Diabetikern sollte der Ernährungsplan auch auf die Normalisierung des Blutzuckerspiegels abzielen, während bei Nierenerkrankungen u. a. generell die Eiweiss- und Salzzufuhr minimiert werden sollte.

Das sind nur einige wenige Beispiele dafür, dass die Anforderungen an einen Ernährungsplan bei gesundheitlichen Problemen äusserst komplex sind und fachkundiges Wissen voraussetzen.

Ein kompetenter Ernährungsberater kann mit einem gut durchdachten Ernährungsplan seinen Klienten helfen, ihre gesundheitliche Situation frappierend zu verbessern. Damit wird ihnen ganz nebenbei auch die im Allgemeinen vollkommen unterschätzte Heilkraft der Lebensmittel wieder nahe gebracht.

Und wer diese Kraft erst einmal kennen gelernt hat, wird so schnell sicher nicht wieder zu Fertiggerichten, Fast Food & Co greifen.

Hier finden Sie Vorschläge für eine Ernährung zur Optimierung Ihres Folsäurebedarfs.

Hier finden Sie Anregungen für eine Ernährung bei Arthrose.

Viele Tipps für einen glutenfreien Ernährungsplan finden Sie hier: Glutenfreie Ernährung – Leicht und lecker

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Erstellung Ihres Ernährungsplanes und natürlich auch bei der anschliessenden Umstellung Ihrer Ernährung!

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Ihre Fernausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Quellen:



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