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  • Frau nimmt Vitamin D ein
4 min

Vitamin D gegen Brustkrebs

Wissenschaftliche Studien zeigen häufig, dass ein höherer Vitamin-D-Spiegel im Blut das Brustkrebsrisiko senkt. Umgekehrt kann ein Mangel an Vitamin D das Brustkrebsrisiko steigen lassen. Vor allem in den nördlichen Breitengraden leiden viele Menschen an einem Vitamin-D-Mangel. Die Werte des Vitamin D lassen sich jedoch leicht überprüfen und optimieren.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 05 Februar 2024

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Brustkrebs mit Vitamin D vorbeugen

Es gibt etliche Maßnahmen, die dabei helfen können, Brustkrebs vorzubeugen. Eine gute Vitamin-D-Versorgung gehört dazu. Denn ein gesunder Vitamin-D-Spiegel kann das Brustkrebsrisiko senken - wie verschiedene Studien zeigen.

Studien zeigen: Vitamin D senkt Brustkrebsrisiko

In einer Studie mit 67.721 französischen Frauen konnten Wissenschaftler bereits im Jahre 2011 zeigen, dass ein bestimmter Vitamin-D-Blutwert (über 30 ng/ml) das Risiko für Brustkrebs mindern kann ( 1 ) ( 2 ).

In den USA überprüften andere Wissenschaftler diesen Zusammenhang zwischen einem hohen Vitamin-D-Spiegel und dem reduzierten Brustkrebsrisiko anhand der so genannten Hill-Kriterien.

(Die Hill-Kriterien sind ein in der Medizin anerkanntes Fragenschema, um einen Zusammenhang zwischen einer Ursache und dem Auftreten eines Krankheitsbildes zu beurteilen.) Auch diese Untersuchung ( 3 ) bestätigte, dass Vitamin D das Brustkrebsrisiko senkt. So könne laut einer Studie an 1179 zunächst krebsfreien Frauen schon allein eine Dosis von 1100 IE Vitamin D3 pro Tag das Krebsrisiko (inkl. Brustkrebsrisiko) in einem 3-Jahres-Zeitraum um 77 Prozent senken.

Im folgenden Link lesen Sie, dass Vitamin D auch das Risiko anderer Krebsformen senkt.

Vitamin-D-Mangel weit verbreitet

Viele Menschen leiden - oft unwissentlich - an einem Vitamin-D-Mangel. Vor allem in den nördlichen Breitengraden reicht das Sonnenlicht besonders in den Wintermonaten nicht für eine gesunde Vitamin-D-Produktion in der Haut aus. Daher ist ein Vitamin-D-Mangel vor allem in diesen Gegenden weit verbreitet. Dies bestätigte auch Ad Brand vom Sunlight Research Forum in einer Pressemitteilung ( 5 ):

"Der moderne Lebensstil trägt dazu bei, dass sich viele Frauen in der westlichen Welt zu wenig in der Sonne aufhalten. Obwohl bereits kurzzeitige UV-Expositionen für die Vitamin-D-Produktion ausreichen würden, leiden gerade in der westlichen Welt viele Frauen an einem starken Vitamin-D-Mangel. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel senkt das Brustkrebsrisiko und schützt auch vor vielen anderen Erkrankungen. Auf der nördlichen Halbkugel reicht die Sonneneinstrahlung von September bis März häufig nicht aus, um genug des lebensnotwendigen Vitamins zu bilden."

Vitamin-D-Versorgung sicherstellen

Selbst wenn im Winter die Sonne häufig scheint oder man sich tagsüber viel draußen aufhalten kann, genügt dies für einen gesunden Vitamin-D-Spiegel häufig nicht, denn die für die Vitamin-D-Bildung zuständige UVB-Strahlung erreicht in den Wintermonaten aufgrund des tieferen Sonnenstands die Erde nicht.

Die beste Lösung ist eine Nahrungsergänzung, mit der eine ausreichend hohe, aber dennoch sichere Vitamin-D-Menge aufgenommen werden kann. Worauf Sie bei der richtigen Einnahme von Vitamin D achten sollten und welche Dosierung die beste ist, lesen Sie im vorigen Link.

Aber auch im Sommer kann man die Vitamin-D-Supplementierung fortführen, wenn man wenig Zeit unter freiem Himmel verbringt oder wenn man aufgrund von sehr empfindlicher Haut stets einen Sonnenschutz verwenden muss. 

Solarien werden häufig als Alternative genannt. Doch müssen es Geräte sein, die einen ausgewogenen UVA/UVB-Mix liefern (nur UVB-Strahlung führt zu Vitamin-D-Bildung in der Haut) und für die eine Fachperson zur Verfügung steht, die beraten kann, welche Einstellung und Dauer für Ihren Hauttyp geeignet ist.

Zu Hause und/oder im Büro können Sie zudem Vollspektrum-Lampen verwenden, um mehr Vitamin D im Körper zu bilden. In diesem Fall sollte man sich jedoch beim Hersteller nach einem Nachweis erkundigen, der belegt, dass die entsprechende Lampe die Vitamin-D-Produktion auch wirklich aktiviert.

Neben der körpereigenen Produktion von Vitamin D mittels UVB-Strahlung kann man Vitamin D auch über die Nahrung aufnehmen. Doch ist die Vitamin-D-Menge in den typischerweise als Vitamin-D-reich geltenden Lebensmitteln (Lachs, Makrele, Eigelb) zu niedrig (oder man isst davon nicht täglich ausreichende Mengen), um damit dauerhaft den Vitamin-D-Bedarf zu decken, so dass die Nahrung nicht als zuverlässige Vitamin-D-Quelle gilt. 

Im folgenden Link erklären wir, wie Sie aus normalen Champignons aus dem Handel eine gute Vitamin-D-Quelle machen können: Veganes Vitamin D aus Pilzen.

Update: Brustkrebsrisiko und Vitamin D

Update 21.2.2024: Unser obiger Artikel wurde bereits im Jahr 2013 veröffentlicht. Neuere Übersichtsarbeiten (Meta-Analysen/Reviews) bestätigen teilweise auch aktuell den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und einem erhöhten Brustkrebsrisiko bzw. zwischen einer guten Vitamin-D-Versorgung und einem sinkenden Brustkrebsrisiko ( 6 ) ( 7 ).

Im Jahr 2023 erschien eine kleinere Studie mit 292 Brustkrebs-Patientinnen. Es zeigte sich, dass fast zwei Drittel einen Vitamin-D-Mangel hatten (unter 30 ng/ml = 75 nmol/l). Verglichen mit der Gruppe, die einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel hatte, war der Brustkrebs bei den Patientinnen, die einen Vitamin-D-Mangel hatten, aggressiver (häufiger triple-negativ, was bedeutet, dass er ein hohes Metastasierungs- und Rezidivrisiko sowie eine schlechte Prognose hat). Die Mangel-Patientinnen waren aber auch jünger und häufiger übergewichtig ( 8 ).

Allerdings gibt es auch Untersuchungen, die keinen merklichen Zusammenhang zwischen Brustkrebs und dem Vitamin-D-Status finden konnten, z. B. eine Analyse von 2023 aus insgesamt 17 europäischen und US-amerikanischen Studien - was zeigt, dass selbstverständlich auch andere Risikofaktoren berücksichtigt werden müssen, z. B. Bewegungsmangel und Übergewicht. Allein die Einnahme von Vitamin D ist daher natürlich keine Garantie für umfassenden Krebsschutz ( 9 ).

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.