Zentrum der Gesundheit
Alzheimer: Naturheilverfahren schenken Hoffnung

Alzheimer: Naturheilverfahren schenken Hoffnung

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(Zentrum der Gesundheit) - Alzheimer betrifft in den westlichen Industrienationen derzeit jeden 12. Bürger der über 65-Jährigen. Alzheimer-Medikamente haben folglich Hochkonjunktur - und enttäuschen regelmäßig. Sie sind teuer, nebenwirkungsreich und scheinen - einer neuen Studie zufolge - nicht einmal die versprochenen Erfolge zu bringen. In letzter Zeit konzentrierten sich die Alzheimer-Forscher verstärkt auf die Untersuchung natürlicher Heilverfahren - und waren erstaunt, wie positiv die Ergebnisse dabei waren.

Pharmazeutische Alzheimer-Medikamente enttäuschen

Eine kürzlich veröffentlichte Studie über ein häufig verordnetes Alzheimer-Medikament enthüllte, dass sich kein statistisch signifikanter Unterschied erkennen ließ zwischen Alzheimer-Patienten, die das Medikament nahmen und der ebenfalls an Alzheimer erkrankten Kontrollgruppe, die statt dessen ein Placebo-Medikament schluckte. Vier weitere bei Alzheimer gern verabreichte Wirkstoffe (Piracetam®, Nicergolin®, Naftidrofuryl® und Pentoxifyllin®) erscheinen mittlerweile auf der sog. PRISCUS-Liste(1), da sie sich in Studien als ineffizient erwiesen hatten und zusätzlich starke Nebenwirkungen mit sich brachten, nämlich die Nieren schädigen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen würden.

Neueste Forschungsergebnisse liefern nun glücklicherweise ermutigende Neuigkeiten über mögliche Naturheilverfahren bzw. über natürliche Maßnahmen, um Alzheimer vorzubeugen.

Kurkuma gegen Alzheimer

In unserem Text "Alzheimer vorbeugen" wiesen wir bereits auf die Anti-Alzheimer-Wirkung von Kurkuma (Gelbwurz) hin - eine der Grundzutaten von Curry. Das in Kurkuma enthaltene Curcumin schützt nicht nur die Leber, sondern kann - laut einer Studie der kalifornischen Universität in Los Angeles (UCLA) - die Plaquebildung im Gehirn direkt verhindern. Da Kurkuma in Indien ein sehr beliebtes Gewürz ist und dort Alzheimer nur sehr selten auftritt, vermutete man bereits vor der genannten Studie einen kausalen Zusammenhang, der sich nun offenbar bestätigt hat.

Kurkuma kann in sämtliche Gemüse-, Reis- und Pastagerichte gestreut werden. Es passt aber auch zu Hülsenfrüchten und Fleischgerichten. Ganz besonders einfach kann die tägliche Versorgung mit Kurkuma mit Teetrinken bewerkstelligt werden. Geben Sie eine Messerspitze (oder auch mehr - ganz nach Geschmack) vom gelben Kurkumapulver in eine Tasse mit heißem Wasser und trinken Sie den Tee langsam und genüsslich. Dabei rühren Sie immer wieder um, damit das Pulver nicht zu Boden sinkt, sondern getrunken wird.

Ernährung, Sport und Nachtruhe gewährleisten Gehirn-Fitness

Die Ernährungsweise beeinflusst die Gehirngesundheit ähnlich intensiv wie ein Arzneimittel

sagt Fernando Gómez-Pinilla, Professor für Neurochirurgie und Physiologie an der UCLA (University of California in Los Angeles). Gómez-Pinilla untersuchte jahrelang die Auswirkungen von Ernährung, Sport und Nachtruhe auf das Gehirn.

Die Ernährung, Sport und Schlaf haben - was die Gehirn-Fitness und die mentalen Funktion betrifft - ein ungeheures Potential. Daraus ergibt sich eine wirklich aufregende und nicht zuletzt praktikable Lösungsmöglichkeit, die jeder in seinen Alltag integrieren kann, um - mit Hilfe einer gesunden Ernährung, körperlicher Bewegung und ausreichend Schlaf - seine kognitiven Fähigkeiten zu steigern, sein Gehirn vor Schäden zu schützen und Alterserscheinungen entgegen zu wirken.

Er analysierte mehr als 160 Studien über die Auswirkungen von verschiedenen Lebensmitteln auf das Gehirn. Die Ergebnisse erschienen im Fachmagazin Nature Reviews Neuroscience.

Hanföl und Leinöl gegen Alzheimer

Professor Gómez-Pinilla weist dabei auch auf die herausragenden Einflüsse der Omega-3-Fettsäuren auf die Gehirngesundheit hin, da sie die Fähigkeit des Gehirns zur Informationsverarbeitung definitiv verbessern könnten. Gerade der heute oft vorhandene Omega-3-Fettsäuren-Mangel wirkt sich auf die kognitiven Fähigkeiten wenig vorteilhaft aus.

Omega-3-Fettsäuren sind bekanntlich dazu in der Lage, Entzündungen einzugrenzen. Da gleichzeitig vermutet wird, Alzheimer könne mit einer chronischen Entzündung im Gehirn einhergehen, bieten sich die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren als Therapiekomponente bei Alzheimer besonders gut an. Exzellente Omega-3-Fettsäuren-Quellen sind Hanföl, Leinöl, Chiasaat, Walnüsse und manche Fischarten.

GPC gegen Alzheimer

Die Aprilausgabe der Fachzeitschrift Drugs and Aging fasste bereits im Jahre 1993 eine klinisch signifikante Untersuchung zusammen, die auf die Effektivität von Alpha-Glycerylphosphorylcholine (GPC) als Mittel zur Verbesserung des Erinnerungsvermögens hinwies. Alzheimer-Patienten, die täglich 1.200 Milligramm GPC einnahmen, berichteten von einer Verbesserung des Gedächtnisses sowie einem besseren Konzentrationsvermögen. Ein zusätzlicher Bonus bestand darin, dass die meisten Patienten auch eine verbesserte allgemeine Stimmung verspürten.

Ginkgo gegen Alzheimer

Auch Extrakte aus den Blättern des Ginkgo-Baumes können eine Verbesserung der Hirnfunktion sowie des Erinnerungsvermögens bewirken. Die Forscher der UCLA maßen die Gehirnaktivität, indem sie ein Verfahren namens Positron-Emission Tomography (PET) bei Patienten anwendeten, die Ginkgo-Spezial-Extrakt EGb einnahmen.

In einer Untersuchung, die im Fachmagazin Journal of Gerontology veröffentlicht wurde, zeigten die Testteilnehmer nach 6 Monaten bessere kognitive Fähigkeiten als die Kontrollgruppe, die Placebopräparate geschluckt hatte. Der genannte Extrakt bietet außerdem die Möglichkeit, den Beginn einer Alzheimer-Erkrankung zu verhindern. Die zweimal täglich mit den Mahlzeiten einzunehmende Dosis beträgt zwischen 60 und 120 Milligramm. Die Verbesserung des Gedächtnisses tritt nach 6 bis 8 Wochen ein.

Moos gegen Alzheimer

Ein Extrakt aus einer moosähnlichen Pflanze namens Huperzia serrata verspricht, dem weiteren Verlust des Erinnerungsvermögens entgegen zu arbeiten. Huperzia serrata ist in China seit vielen hundert Jahren ein vielseitig eingesetztes Heilmittel. Besonders bei Blutungen, Zerrungen und Entzündungen, aber auch bei der Alzheimer-Krankheit wird Huperzia von den Chinesen erfolgreich angewandt. In einer Patientenstudie mit leichten bis mittelschweren Alzheimer-Symptomen erwies sich das sog. Huperzine A (Extrakt aus Huperzia) als ebenso effektiv wie eines der beliebtesten verschreibungspflichtigen Alzheimer-Medikamente, jedoch ohne dessen Nebenwirkungen.

Kokosöl gegen Alzheimer

Kokosöl und dessen sagenhafte Wirkung bei Alzheimer stellten wir bereits im Artikel "Kokosöl bei Alzheimer" vor. Kokosöl enthält sog. mittelkettige Fettsäuren (MCT). Wenn diese verstoffwechselt werden, entstehen sog. Ketone. Bei Ketonen handelt es sich um Stoffwechselprodukte, die beim Abbau von Fett anfallen und mit dem Urin ausgeschieden werden. Normalerweise baut der Körper aber kein Fett ab. Er speichert es und verwahrt es für Hungersnöte. Wenn dann irgendwann einmal tatsächlich eine Hungersnot eintritt und keine kohlenhydratreiche Nahrung mehr eintrifft (die leicht in Energie umgewandelt werden kann), greift der Organismus auf seine Fettreserven zurück.

MCT-Fette stellen hier eine Ausnahme dar. Sie werden gar nicht erst zu Fettreserven eingelagert, sondern - wie Kohlenhydrate - sofort zur Energiegewinnung eingesetzt, wobei die erwünschten Ketone entstehen. Erwünscht sind sie deshalb, weil genau diese Ketone aktuellen Forschungen zufolge vor Alzheimer schützen, ja Alzheimer sogar lindern sollen. Die Wirkung des Kokosöls ist dabei so überraschend, dass die Pharmaindustrie MCT bereits im Labor herstellt und sie als teures Alzheimer-Medikament unters Volk zu bringen versucht. (Mehr Infos zum Thema Kokosöl bei Alzheimer)

Homocystein, Vitamine und Alzheimer

Immer wieder kursiert der Hinweis, Alzheimer könne durch eine Senkung des Homocysteinspiegels verzögert werden, was regelmäßig zur Diskussion darüber führt, ob eine solche Senkung für den Patienten nun mehr Vorteile oder insgesamt doch mehr Nachteile mit sich bringt. Homocystein ist eine Aminosäure, die im Körper während der Verstoffwechslung von Proteinen entsteht und die - wenn sie gehäuft im Organismus vorkommt - in der Lage sein soll, die Blutgefäße zu schädigen.

Der Homocystein-Spiegel kann mit Hilfe von bestimmten B-Vitaminen, Folsäure und Betain wieder reguliert, also gesenkt werden. Dies geschieht im medizinischen Alltag mit Hilfe synthetischer Vitamine. Studien hatten jedoch gezeigt, dass eine solche Therapie auch negative Nebenwirkungen mit sich bringe, nämlich ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und plötzlichen Herztod.

Das aber verwundert keineswegs, da synthetische Vitalstoffe einzeln verabreicht grundsätzlich nicht empfehlenswert sind. Stattdessen versorgt eine gesunde Ernährung auf Basis von Früchten, Gemüse (insbesondere grünem Blattgemüse), Salaten und Nüssen mit all den genannten Vitalstoffen (und mit vielen anderen mehr) - und zwar auf ausgewogene und natürliche Weise, so dass damit der Homocysteinspiegel ganz automatisch gesenkt wird, ohne dass es jemals zu Gesundheitsrisiken kommen würde. Im Gegenteil, diese Art der Ernährung beugt nicht nur Alzheimer, sondern auch jedweder Herz-Kreislauf-Erkrankung vor.

Angesichts der derzeitigen gesundheitlichen und finanziellen Nachteile herkömmlicher Alzheimer-Medikamente könnte sich also der Einsatz natürlicher Nahrungsergänzungsmittel in Kombination mit einem gesunden Lebenswandel auf das Wohlbefinden von Alzheimer-Patienten gleich auf mehreren Ebenen höchst positiv auswirken.

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Quellen und weitere Infos:

Fussnote

(1) Die PRISCUS-Liste entstand unter der Projektleitung von Prof. Dr. med. Petra A. Thürmann, Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie, Universität Witten/Herdecke und wurde im Februar 2011 veröffentlicht. Dort wird die „potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen“ aufgelistet, nämlich insgesamt 83 Arzneistoffe, die älteren Menschen häufig verordnet werden, ihnen aber – nach ausführlicher Beurteilung durch eine Vielzahl von Fachleuten – nach Möglichkeit eben nicht verordnet werden sollten. Die PRISCUS-Liste eignet sich also auch ganz hervorragend als Lektüre für Patienten, die gerne überprüfen möchten, wie das ihnen oder auch ihren Angehörigen verschriebene Medikament beurteilt wird. (PDF)



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