Gesundheitliche Probleme durch Beta-Blocker

Der Forscher P.J. Devereaux erklärte, dass bei Beta Blockern ein großes Wirkungspotenzial vorhanden ist, das gravierende Schäden verursachen könnte.

Stresshormone werden neutralisiert

Beta Blocker wirken den Stresshormonen, die als Katecholamine bezeichnet und während große Operationen gebildet werden, entgegen. Diese Hormone können den Blutdruck und die Herzfrequenz in eine gefährliche Höhe treiben und dadurch Herzinfarkte verursachen. Aus diesem Grund, haben viele Ärzte die Entscheidung getroffen, Beta Blocker vor einem bedeutungsvollen chirurgischen Eingriff zu verschreiben.

Gefahr bei niedrigem Blutdruck

Aber bei einigen Patienten kann der ärztliche Eingriff einen Schock hervorrufen und so den Blutdruck abfallen lassen. Dadurch können Beta Blocker für diese Patientengruppe gefährlich werden.

In der aktuellen Studie untersuchten Forscher mehr als 8000 chirurgische Patienten in 23 Ländern. Alle Patienten wiesen verstopfte Arterien auf oder neigten zu einem solchen Risiko. Aber keiner von ihnen wurde zuvor am Herz operiert. Die Hälfte der Patienten erhielt vor ihrer Operation einen Beta Blocker, die andere Hälfte bekam ein Placebo verabreicht.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass das Verwenden von Beta Blockern zwar 15 von 1000 Herzinfarkten zu verhindern hilft, andererseits zu 8 weiteren Todesfällen und 5 Schlaganfällen führen können. Die Medikamente bewirken bei 53 % der Patienten einen ungewöhnlich niedrigen Blutdruck und bei 45 % einen ungewöhnlich langsamen Herzschlag.

Die Forscher schätzen, dass der weit verbreitete Gebrauch von Beta Blockern vor Operationen bis lang zu mehr als 800 000 Toten beigetragen hat.

Quellen

  • Clinical outcomes with β-blockers for myocardial infarction: a meta-analysis of randomized trials
  • More Deaths, Strokes Seen with Perioperative Beta Blocker One Year After Surgery

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