Zentrum der Gesundheit
  • Älterer Mann nimmt Nahrungsergänzungsmittel um sein Krebsrisiko zu senken.
20 Mai 2022
4 min

Diese Nahrungsergänzung senkt Krebsrisiko im Alter

In einer Studie untersuchte man, welche von drei Massnahmen bei älteren Menschen das Krebsrisiko am besten senken konnte. Das Ergebnis wurde im Frühjahr 2022 veröffentlicht und zeigte: Am besten war es, wenn alle drei Massnahmen miteinander kombiniert wurden.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
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So senken Nahrungsergänzungsmittel das Krebsrisiko im Alter

Je älter man wird, umso höher steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken – der zweithäufigsten Todesursache bei älteren Menschen. Allerdings kann das Krebsrisiko auch im Alter noch deutlich beeinflusst werden. Denn man weiss: Je aktiver eine Person ist und je gesünder sie sich ernährt, umso weniger wahrscheinlich wird eine Krebserkrankung.

Neben einer gesunden Ernährung und regelmässiger Bewegung gibt es noch andere Faktoren, die das Krebsrisiko senken können, etwa Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Beide können in Form von Nahrungsergänzungsmitteln leicht dosiert und täglich eingenommen werden.

So senkt Vitamin D das Krebsrisiko

In In-vitro-Studien konnte Vitamin D das Wachstum von Krebszellen hemmen, weil es in den Zellen bestimmte Gene überwacht, die andernfalls zu einer ungehemmten Vermehrung der entarteten Zellen führen können. Beobachtungsstudien zeigten ferner: Je gesünder der Vitamin-D-Spiegel, umso niedriger das Krebsrisiko.

In Studien aber, in denen die TeilnehmerInnen Vitamin D als Nahrungsergänzung einnahmen, waren die Ergebnisse nicht einheitlich in Sachen Krebsprävention – obwohl das Deutsche Krebsforschungszentrum wiederum erst 2021 verkündet hatte, man könne jährlich 30.000 Krebstodesfälle verhindern, wenn alle Deutschen über 50 regelmässig Vitamin D einnehmen würden.

Ist der Krebs überdies schon da, soll das Vitamin das Risiko für einen schweren Verlauf mindern.

So senken Omega-3-Fettsäuren das Krebsrisiko

Auch Omega-3-Fettsäuren besitzen krebshemmende Eigenschaften, besonders die langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Sie wirken entzündungshemmend, bremsen die Vermehrung von Krebszellen und auch die Ausbildung von Blutgefässen, die den Krebs andernfalls mit Nährstoffen versorgen würden.

Gleichzeitig ergab eine grosse Meta-Analyse von 2020 aber nur geringen Einfluss auf das Krebsrisiko oder das Risiko, an Krebs zu versterben, so dass die nachfolgend vorgestellte Studie umso interessanter ist.

So senkt Sport das Krebsrisiko

Regelmässige Bewegung und Sport sind unverzichtbare Komponenten in der Krebsprävention. Denn Sport reduziert Entzündungsprozesse und stärkt die körpereigenen Abwehrfunktionen, so dass das Immunsystem Krebszellen besser erkennen und gründlicher eliminieren kann. In Beobachtungsstudien zeigte sich sodann auch, dass Menschen ein umso geringeres Krebsrisiko haben und – wenn sie doch Krebs bekommen – höhere Überlebenschancen haben, je mehr Sport sie treiben.

Manche Tumoren schrumpfen regelrecht, wenn ein intensives Training absolviert wird (HIIT) – wir berichten hier: Dickdarmkrebs schrumpft durch Sport

Studie: Welche Massnahme schützt am besten vor Krebs?

Die kombinierte Gabe von Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren im Zusammenhang mit Krebs wurde bisher nur in wenigen kleineren Studien untersucht (jeweils mit weniger als 100 TeilnehmerInnen), so dass hier eindeutig Forschungsbedarf besteht. Die hier vorgestellte Studie ist daher die erste randomisierte und kontrollierte Doppelblind-Studie zur Wirkung der drei genannten Massnahmen auf das Krebsrisiko. Sie erschien am 25. April 2022 im Fachjournal Frontiers in Aging.

TeilnehmerInnen waren mehr als 2150 ältere Menschen (70 plus) aus 5 europäischen Ländern (Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und Portugal) ( 1 ). Man untersuchte darin drei Jahre lang, wie sich die Nahrungsergänzung mit Vitamin D und/oder Omega-3-Fettsäuren sowie sportliche Aktivitäten auf das Krebsrisiko der TeilnehmerInnen auswirken.

Die sportlichen Aktivitäten bestanden aus sehr einfachen Übungen (Kraft- und Mobilitätsübungen), die von den TeilnehmerInnen zu Hause durchgeführt werden konnten, z. B. aus dem Sitzen aufstehen, auf einem Bein stehen oder auch Übungen mit Widerstandsbändern.

Es gab 8 Gruppen:

  1. TeilnehmerInnen, die täglich 2000 IE Vitamin D3 erhielten
  2. TeilnehmerInnen, die täglich 1000 mg Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA im Verhältnis 2 : 1, also doppelt so viel DHA wie EPA)
  3. TeilnehmerInnen, die das oben beschriebene Übungsprogramm praktizierten
  4. TeilnehmerInnen, die Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren einnahmen
  5. TeilnehmerInnen, die Vitamin D nahmen und das Übungsprogramm machten
  6. TeilnehmerInnen, die Omega-3-Fettsäuren nahmen und das Übungsprogramm machten
  7. TeilnehmerInnen, die alle drei Massnahmen umsetzten (Vitamin D, Omega 3 und Übungsprogramm)
  8. Placebogruppe

Kombinieren Sie so viele Massnahmen wie möglich!

Bei der Auswertung zeigten sich (jeweils im Vergleich zur Placebogruppe) die folgenden Ergebnisse:

  1. Gruppe 1 (Vitamin D) hatte ein um 24 Prozent niedrigeres Krebsrisiko.
  2. Gruppe 2 (Omega-3-Fettsäuren) hatte ein um 30 Prozent niedrigeres Krebsrisiko.
  3. Gruppe 3 (Übungen) hatte ein um 26 Prozent niedrigeres Krebsrisiko.
  4. Gruppe 4 (Vitamin D mit Omega-3-Fettsäuren) hatte ein um 47 Prozent niedrigeres Krebsrisiko.
  5. Gruppe 5 (Vitamin D plus Sport) hatte ein um 44 Prozent reduziertes Risiko.
  6. Gruppe 6 (Omega-3-Fettsäuren plus Sport) hatte ein um 48 Prozent reduziertes Krebsrisiko.
  7. Gruppe 7 (alle Massnahmen zusammen) hatte das niedrigste Krebsrisiko, nämlich ein um 61 Prozent reduziertes Risiko.

Die positiven Wirkungen der einzelnen Massnahmen scheinen sich also gegenseitig zu potenzieren, so dass eine Kombination mehrerer Nahrungsergänzungsmittel mit Sport offenbar der allerbeste Weg darstellt, um das persönliche Krebsrisiko im Alter möglichst niedrig zu halten.

*Sie erhalten hier hochwertige Omega-3-Fettsäuren mit genau der in obiger Studie eingesetzten Dosis und dem passenden DHA-EPA-Verhältnis.

*Mit nur 2 Tropfen täglich dieser Vitamin-D-Tropfen versorgen Sie sich mit den in obiger Studie eingenommenen 2000 IE Vitamin D3. Die empfohlenen Vitamin-D-Tropfen enthalten auch Vitamin K2, das sich um die richtige Verteilung des durch Vitamin D verstärkt aus dem Darm aufgenommenen Calciums kümmert (es soll in die Knochen, nicht in die Blutgefässe).

*Wenn Sie reine Vitamin-D-Tropfen suchen, finden Sie diese hier: Vitamin-D-Tropfen

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen
  1. (1) Bischoff-Ferrari HA, Freystätter G, Vellas B, Dawson-Hughes B, Kressig RW, Kanis JA, Willett WC, Manson JE, Rizzoli R, Theiler R, Hofbauer LC, Armbrecht G, da Silva JAP, Blauth M, de Godoi Rezende Costa Molino C, Lang W, Siebert U, Egli A, Orav EJ, Wieczorek M; DO-HEALTH Research Group. Effects of vitamin D, omega-3 fatty acids and a simple home strength exercise program on fall prevention: the DO-HEALTH randomized clinical trial. Am J Clin Nutr. 2022 Feb 7:nqac022.