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Medikamente vergiften - allein in den USA - jährlich 700.000 Menschen

Medikamente vergiften - allein in den USA - jährlich 700.000 Menschen

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(Zentrum der Gesundheit) - Medikamentenmissbrauch und unsachgemässe Lagerung von Medikamenten führen immer wieder zu ernsthaften Vergiftungen. Allein in den USA landen jährlich - so eine neue Studie - 700.000 Menschen in der Notaufnahme, weil sie mit einer Überdosis an Medikamenten vergiftet sind. Leider handelt es sich bei den meisten medikamentenvergifteten Patienten um kleine Kinder.

Jährlich 28.000 Tote durch Medikamente

Die Vergiftung mit Medikamenten ist in den USA nach Verkehrsunfällen die häufigste Ursache tödlicher Unfälle - so eine neue Studie, die in der Zeitschrift The American Journal of Emergency Medicine veröffentlicht wurde. Ungefähr 28.000 Menschen sterben jährlich auf Grund von Vergiftungen durch Medikamente. Die meisten davon sind Kinder unter fünf Jahren.

Vergiftungen mit Antidepressiva und rezeptfreien Schmerzmitteln

43 Prozent dieser Vergiftungen werden durch Antidepressiva und Schmerzmittel verursacht, von denen viele auch ohne Rezept erhältlich sind.

Die Menschen missbrauchen sowohl verschreibungspflichtige als auch verschreibungsfreie Medikamente. Dies ist ein ernstes und immer häufiger auftretendes Problem

sagt Dr. Sandra Schneider, Vorsitzende der ACEP, dem amerikanischen College der Notfall-Ärzte (American College of Emergency Physicians).

Schützen Sie Ihre Kinder!

Besonders kleine Kinder sind von unbeabsichtigten Medikamenten-Vergiftungen betroffen. Dies ist daher ein Warn- und Weckruf an alle Eltern: Achten Sie strengstens darauf, Ihre Medikamente ausserhalb der Reichweite Ihrer Kinder aufzubewahren

mahnt Dr. Schneider eindringlichst. Lassen Sie keine Medikamente offen auf Kommoden oder Tischen herum liegen. Lassen Sie ausserdem keine Medikamente dauerhaft in Ihrer Handtasche, Jackentasche etc. - so harmlos Ihnen diese auch immer erscheinen mögen. Auch an ASS kann man sterben. Bereits 10 Gramm - das sind 20 Tabletten ASS 500 mg - sollen bei einem Erwachsenen zu lebensgefährlicher Atemlähmung führen können. Bei Kindern genügt folglich schon eine weitaus geringere Dosis. Verstauen Sie Ihre Medikamente daher nach dem Kauf sofort in einem verschliessbaren Arzneimittelschrank.

Medikamenten-Vergiftungen kosten jährlich 1,4 Milliarden Dollar

Laut einem aktuellen Pressebericht fordert die ACEP gemeinsam mit der amerikanischen Vereinigung der Giftkontrollzentren (American Association of Poison Control Centers, AAPCC) den amerikanischen Kongress auf, die Förderung der 57 Giftnotrufzentren in den USA fortzusetzen. Die Kosten für die Finanzierung dieser Zentren betragen mehr als 29 Millionen US-Dollar im Jahr. Doch bleibt zu hoffen, dass sich die Investition langfristig lohnt und die Aktionen der Giftnotrufzentralen zu den entsprechenden Vorsichtsmassnahmen in der Bevölkerung führen. Derzeit verursachen allein jene Medikamenten-Vergiftungsfälle, die in der Notaufnahme behandelt werden müssen, Kosten in Höhe von jährlich etwa 1,4 Milliarden Dollar.

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Behörden sind anderweitig beschäftigt

All das geschieht unter der Aufsicht der amerikanischen Behörde für Arzneimittelzulassung FDA und der amerikanischen Seuchenschutzbehörde (CDC). Deren Aufgabe scheint aber nicht der Schutz der Bevölkerung vor giftigen Medikamenten zu sein. Viel lieber verbringen diese Behörden ihre Zeit mit der Zensur von Aussagen über Naturheilmittel, Kräuter und hilfreiche Lebensmittel, ferner mit der Kontrolle landwirtschaftlicher Familienbetriebe und besonders gerne mit der Eliminierung von Nahrungsergänzungsmitteln.

Situation in Deutschland

Auch in Deutschland kommt es - nach Meldung der Giftnotrufzentralen - jährlich zu Tausenden Vergiftungsfällen. Allein im Jahre 2009 kam es Hochrechnungen zufolge zu 87.114 Vergiftungen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Wie auch in den USA sind die Hauptverursacher Medikamente (neben Reinigungsmittel, Kosmetika, Genussmittel, Pflanzen etc.) und hier ebenfalls in erster Linie Schmerzmittel und Antidepressiva, gefolgt von Beruhigungsmitteln, Hustenmedikamenten und Arzneimitteln zur Senkung des Blutdrucks. Glücklicherweise endeten davon bislang die wenigsten tödlich.

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