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Männerkrankheiten
Prostatakrebs - Kein Grund zur Panik

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 23.08.2017
Prostatakrebs - Kein Grund zur Panik
© Image Point Fr - Shutterstock.de

Selbst wenn kein einziger Mann mit Prostatakrebs im Frühstadium jemals behandelt werden würde, wäre eine 97%-ige Überlebensrate gegeben. So lautet das Ergebnis einer Studie, die von schwedischen Forschern durchgeführt und in der Zeitschrift des Nationalen Krebsinstituts der USA veröffentlicht wurde.

Risikoreiche Behandlungen bei Prostatakrebs nicht immer gerechtfertigt

Die meisten Arten von Prostatakrebs wachsen so langsam, dass Forscher sich mehr und mehr fragen, ob das Leben der Patienten tatsächlich derart gefährdet ist, dass das grosse Risiko von Behandlungen mit Hormonen, chirurgischen Eingriffen oder Bestrahlungen tatsächlich gerechtfertigt ist.

All diese Behandlungen bringen nicht unerhebliche Nebenwirkungen mit sich, wie etwa Inkontinenz oder Impotenz.

Prostatakrebs ist keine tödliche Krankheit

Die Daten zeigen, dass für die meisten Patienten, die an einem Krebs mit geringem Risiko erkrankt sind, kein Grund zur Panik besteht

sagte die Krebsforscherin Grace Lu-Yao von der Universität für Medizin und Zahnmedizin in New Jersey.

Prostatakrebs ist wirklich keine tödliche Krankheit mehr.

Studie vergleicht Risiko von Prostatakrebs-Patienten

Die Forscher analysierten Daten aus dem nationalen Krebsregister Schwedens, um die Sterblichkeitsrate von 6.800 Männern zu vergleichen, die unter 70 Jahren alt waren und die Diagnose "Prostatakrebs im Frühstadium mit einem geringen oder mittelgrossen Risiko" bekommen hatten.

Der Risikofaktor wurde durch eine Kombination von Tests berechnet, wie zum Beispiel dem PSA-Test (Test auf das sog. Prostataspezifische Antigen) und dem Gleason-Score (Methode zur mikroskopischen Bewertung einer Gewebeprobe).

Die Patienten unterzogen sich entweder aggressiven Behandlungen gegen Krebs mit Hormonen, Operationen oder Bestrahlungen oder aber sie warteten ab und beobachteten unter der ständigen Kontrolle ihres Arztes, ob der Krebs sich weiter entwickelte.

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Allgemeine Überlebensrate bei Prostata-Krebs

Ganz allgemein wird die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Prostatakrebs mit 99 Prozent und die Zehn-Jahres-Überlebensrate mit 95 Prozent angegeben. Das bedeutet, dass Prostatakrebs bei 1 bis 5 Prozent der erkrankten Männer zu einem früheren Tod als ohne diese Krankheit führen würde.

Zur Berechnung dieser Überlebensraten wurden jedoch sowohl behandelte als auch unbehandelte an Prostatakrebs erkrankte Männer mit einbezogen.

Überlebensrate bei unbehandeltem Prostata-Krebs

Bei der erwähnten Studie nun ergab es sich, dass nach acht Jahren 20 Prozent der Männer, die sich nicht behandeln liessen, sondern nur abgewartet und ihren Prostatakrebs ärztlich überwachen liessen, gestorben waren. In dieser Altersgruppe stirbt jedoch auch in der übrigen Bevölkerung genau derselbe Anteil.

Bei den 20 Prozent der Verstorbenen befanden sich lediglich weniger als drei Prozent, die letztendlich an den Folgen ihres Prostatakrebses gestorben waren. Dabei wiesen die Forscher darauf hin, dass man den allgemeinen Gesundheits- und Fitnesszustand der Männer nicht in die Bewertung mit einfliessen liess.

Kein Grund zur Panik!

Aufgrund des insgesamt als niedrig einzustufenden Todesrisikos durch Prostatakrebs, halten die Wissenschaftler eine sorgfältige Beobachtung des Krebses bei Männern mit geringem Risiko für durchaus empfehlenswert.

Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass Männer mit einem solchen als wenig riskant eingestuften Prostatakrebs keinen Grund zur Panik hätten.

Sport und gesunde Ernährung für ein gesundes und langes Leben

Krebsforscherin Lu-Yao sagte, sie sollten die Diagnose eher als eine Art Weckruf betrachten - als Gelegenheit, um endlich etwas für ihre Gesundheit zu tun und ihre Fitness zu verbessern, etwa, indem sie mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren. Das nämlich würde ihre Chancen auf ein gesundes und langes Leben mit Sicherheit deutlich erhöhen - ob mit oder ohne Krebs.

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anonym schrieb am 16.01.2018

Hallo, ich kämpfe seit Juni letztes jahr gegen Zwei Knochenmetastasen aus Prostata krebs. Der krebs an der Prostata ist weg. Die Ergebnisse sind erfreulich auch was die Metastasen angeht, die sind auch im Rückzug. Was aber mich ein bißchen überascht ist das verstorbene Krebszellen in den Knochen Löcher lassen. Meine Frage ist wie ernähre ich die Knochen richtig das sich diese Löcher schließen? Ich meine Knochen heilen von selbst zb. bei Knochenbrüche kann man diesen Prozeß unterstützen? Bitte um eine konkrete Dietangabe sollte es sowas geben. Was ich auch gerne wissen möchte ist was ist aus dem Hr. V. Johnston geworden. Und diesen Herr den ihr im Artikel nennt der mit einen großen Glauben sein krebs besiegt hat . Kann man zu im Kontakt aufnehmen? Vielen Dank

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Wir freuen uns, dass es Ihnen besser geht.

Für einen konkreten Ernährungsplan bitten wir Sie, einen Ernährungsberater aufzusuchen, da wir - das Zentrum der Gesundheit - keine individuellen Ernährungsberatungen anbieten. Überdies ist selbstverständlich eine gesunde Ernährung, die mit allen Nähr- und Vitalstoffen versorgt und wie wir sie auf unserer Seite empfehlen, auch die beste Ernährung, die es für eine Regeneration des Organismus braucht - ob sich die Regeneration nun auf die Knochen oder andere Körperteile bezieht, ist zweitrangig.

Wir empfehlen Ihnen diesen Artikel, der zahlreiche Informationen zur Knochengesundheit enthält: Starke Knochen sowie die entsprechenden Suchergebnisse unserer Seite: Knochen

Alles Gute weiterhin!

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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Quellen

  • Lu-Yao G. et al., "DiagnosisofLocalized, Screen-Detected,Prostate Cancer—Crisis or Opportunity?",JNCI J Natl Cancer Inst(2010)102 (13):917doi:10.1093/jnci/djq260,June 24, 2010, (Diagnose eines lokalisierten, mit dem Bildschirm entdeckten Prostatakrebses -Krise oder Möglichkeit?)(Quelle als PDF)
  • Sattin P. et AL., "OutcomesinLocalizedProstateCancer: National Prostate Cancer Register of Sweden Follow-up Study", JNCI J Natl Cancer Inst(2010)102 (13): 950-958.doi: 10.1093/knci/djq154,(Quelle als PDF)