Prostatakrebs - Kein Grund zur Panik - Gesundheit
Männerkrankheiten

Prostatakrebs - Kein Grund zur Panik

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 06.05.2018
  • 6 Kommentare
Prostatakrebs - Kein Grund zur Panik
© Image Point Fr - Shutterstock.de

Selbst wenn kein einziger Mann mit Prostatakrebs im Frühstadium jemals behandelt werden würde, wäre eine 97%-ige Überlebensrate gegeben. So lautet das Ergebnis einer Studie, die von schwedischen Forschern durchgeführt und in der Zeitschrift des Nationalen Krebsinstituts der USA veröffentlicht wurde.

Risikoreiche Behandlungen bei Prostatakrebs nicht immer gerechtfertigt

Die meisten Arten von Prostatakrebs wachsen so langsam, dass Forscher sich mehr und mehr fragen, ob das Leben der Patienten tatsächlich derart gefährdet ist, dass das grosse Risiko von Behandlungen mit Hormonen, chirurgischen Eingriffen oder Bestrahlungen tatsächlich gerechtfertigt ist.

All diese Behandlungen bringen nicht unerhebliche Nebenwirkungen mit sich, wie etwa Inkontinenz oder Impotenz.

Prostatakrebs ist keine tödliche Krankheit

Die Daten zeigen, dass für die meisten Patienten, die an einem Krebs mit geringem Risiko erkrankt sind, kein Grund zur Panik besteht

sagte die Krebsforscherin Grace Lu-Yao von der Universität für Medizin und Zahnmedizin in New Jersey.

Prostatakrebs ist wirklich keine tödliche Krankheit mehr.

Studie vergleicht Risiko von Prostatakrebs-Patienten

Die Forscher analysierten Daten aus dem nationalen Krebsregister Schwedens, um die Sterblichkeitsrate von 6.800 Männern zu vergleichen, die unter 70 Jahren alt waren und die Diagnose "Prostatakrebs im Frühstadium mit einem geringen oder mittelgrossen Risiko" bekommen hatten.

Der Risikofaktor wurde durch eine Kombination von Tests berechnet, wie zum Beispiel dem PSA-Test (Test auf das sog. Prostataspezifische Antigen) und dem Gleason-Score (Methode zur mikroskopischen Bewertung einer Gewebeprobe).

Die Patienten unterzogen sich entweder aggressiven Behandlungen gegen Krebs mit Hormonen, Operationen oder Bestrahlungen oder aber sie warteten ab und beobachteten unter der ständigen Kontrolle ihres Arztes, ob der Krebs sich weiter entwickelte.

Vitamin D3 Kapseln

Allgemeine Überlebensrate bei Prostata-Krebs

Ganz allgemein wird die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Prostatakrebs mit 99 Prozent und die Zehn-Jahres-Überlebensrate mit 95 Prozent angegeben. Das bedeutet, dass Prostatakrebs bei 1 bis 5 Prozent der erkrankten Männer zu einem früheren Tod als ohne diese Krankheit führen würde.

Zur Berechnung dieser Überlebensraten wurden jedoch sowohl behandelte als auch unbehandelte an Prostatakrebs erkrankte Männer mit einbezogen.

Überlebensrate bei unbehandeltem Prostata-Krebs

Bei der erwähnten Studie nun ergab es sich, dass nach acht Jahren 20 Prozent der Männer, die sich nicht behandeln liessen, sondern nur abgewartet und ihren Prostatakrebs ärztlich überwachen liessen, gestorben waren. In dieser Altersgruppe stirbt jedoch auch in der übrigen Bevölkerung genau derselbe Anteil.

Bei den 20 Prozent der Verstorbenen befanden sich lediglich weniger als drei Prozent, die letztendlich an den Folgen ihres Prostatakrebses gestorben waren. Dabei wiesen die Forscher darauf hin, dass man den allgemeinen Gesundheits- und Fitnesszustand der Männer nicht in die Bewertung mit einfliessen liess.

Kein Grund zur Panik!

Aufgrund des insgesamt als niedrig einzustufenden Todesrisikos durch Prostatakrebs, halten die Wissenschaftler eine sorgfältige Beobachtung des Krebses bei Männern mit geringem Risiko für durchaus empfehlenswert.

Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass Männer mit einem solchen als wenig riskant eingestuften Prostatakrebs keinen Grund zur Panik hätten.

Sport und gesunde Ernährung für ein gesundes und langes Leben

Krebsforscherin Lu-Yao sagte, sie sollten die Diagnose eher als eine Art Weckruf betrachten - als Gelegenheit, um endlich etwas für ihre Gesundheit zu tun und ihre Fitness zu verbessern, etwa, indem sie mehr Sport treiben und sich gesünder ernähren. Das nämlich würde ihre Chancen auf ein gesundes und langes Leben mit Sicherheit deutlich erhöhen - ob mit oder ohne Krebs.

Lesen Sie dazu auch:

Sägepalme gegen Prostatabeschwerden

Vitamin D gegen Prostatakrebs

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Wir würden uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen!

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Alle 6 Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar

Um einen Kommentar abzugeben müssen Sie angemeldet sein.

Anmelden Registrieren

Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 01.06.2018

Guten Tag

Darf ich fragen, ob Sie hierfür eine Empfehlung haben?

Bei Prostatskrebs wurde eine Hormonspritze verabreicht, die alle männlichen Hormone entzieht.
Nun fühlt sich der Mann antriebslos und immer müde.

Könnte er hier etwas für neue Vitalität tun?

Danke für Ihren Bescheid und herzliche Grüsse

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Vermutlich wurde durch die Injektion der Testosteronspiegel des Mannes abgesenkt. In diesem Fall ist es vollkommen normal, dass sich ein Mann müde und antriebslos fühlt.

Motivieren Sie ihn zu einem gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung (viel Frischkost mit Tomaten), Grüntee und viel Bewegung. Diese Massnahmen sorgen stets dafür, dass der Organismus mit schulmedizinischen Eingriffen besser zurecht kommt und gelten als krebshemmend und wirken sich somit positiv auf den Heilprozess aus.

Als Nahrungsergänzungen könnten Ginseng- und Eleutherococcuspräparate zum Einsatz kommen, die beide als stärkend und aufbauend gelten - erfahrungsgemäss auch nach den beschriebenen Eingriffen. Die Einnahme derselben sollte jedoch mit dem Arzt besprochen werden. 

Wir wünschen aus der Ferne alles Gute und schnelle Besserung!

Ihr ZDG-Team

Alle 6 Kommentare anzeigen

Quellen

  • Lu-Yao G. et al., "DiagnosisofLocalized, Screen-Detected,Prostate Cancer—Crisis or Opportunity?",JNCI J Natl Cancer Inst(2010)102 (13):917doi:10.1093/jnci/djq260,June 24, 2010, (Diagnose eines lokalisierten, mit dem Bildschirm entdeckten Prostatakrebses -Krise oder Möglichkeit?)(Quelle als PDF)
  • Sattin P. et AL., "OutcomesinLocalizedProstateCancer: National Prostate Cancer Register of Sweden Follow-up Study", JNCI J Natl Cancer Inst(2010)102 (13): 950-958.doi: 10.1093/knci/djq154,(Quelle als PDF)