Hautkrebs: Gibt es natürliche Mittel?

Natürlich wird man nicht jeden Hautkrebs ausschliesslich mit natürlichen Mitteln therapieren können. Doch können viele naturheilkundliche und ganzheitliche Mittel und Methoden in jedem Fall begleitend zu anderen Therapien eingesetzt werden. Besprechen Sie es in jedem Fall mit Ihrem Arzt.

Garten-Wolfsmilch gegen Asthma, Warzen und Hautkrebs

Die Garten-Wolfsmilch (Euphorbia peplus) gilt heute gemeinhin als Unkraut und wird - kaum dass sie erscheint - von den meisten Hobbygärtnern gedankenlos aus dem Boden gerissen. In früheren Zeiten brachte man der kleinen unscheinbaren Pflanze deutlich mehr Wertschätzung entgegen.

So galt sie in der volksmedizinischen Tradition vieler Länder seit etlichen Jahrhunderten als pflanzliches Therapeutikum gegen Beschwerden wie Asthma, Warzen und verschiedene Arten von Krebs.

Garten-Wolfsmilch zerstört Hautkrebs-Zellen

Eine Gruppe australischer Wissenschaftler (von verschiedenen medizinischen Institutionen in Brisbane) wollte wissen, was hinter Behauptungen der Volksmedizin steckt und testete den Saft der Garten-Wolfsmilch an Menschen, die an weissem Hautkrebs (nicht bösartiger Hautkrebs) litten.

Die Forscher staunten nicht schlecht, als sie feststellten, dass der Saft bemerkenswert gut auf weisse Hautkrebstumoren wirkt. Dies – so die Wissenschaftler – liege an einem Stoff namens Ingenol-Mebutat. Er ist im Saft der Garten-Wolfsmilch enthalten und zerstört eindeutig Krebszellen.

Hauttumoren reagieren auf Garten-Wolfsmilch

An weissem Hautkrebs leiden viele Hunderttausend Menschen weltweit. Im Vergleich zum malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist der weisse Hautkrebs nur selten tödlich, kann jedoch den Patienten im Laufe der Zeit – besonders wenn er sich nicht behandeln bzw. (mehrfach) operieren lässt – mit unschönen Hautveränderungen entstellen. Diese krebsartigen Hautveränderungen treten normalerweise an solchen Stellen des Körpers auf, die am häufigsten der Sonne ausgesetzt sind (z. B. Kopf, Nacken, Ohren und Handrücken).

Hautkrebs-Studie mit Garten-Wolfsmilch

Die australischen Forscher rekrutierten für ihre Wolfsmilch-Studie 36 Patienten mit einer Gesamtanzahl von 48 Hautschäden durch verschiedene Krebsarten. Darunter waren Basaliome (= Basalzellkarzinome, BCC), Spinaliome (= Plattenepithelkarzinome, SCC) und intraepidermale Karzinome (IEC). Als intraepidermale Karzinome bezeichnet man Krebszellen, die nur die oberste Hautschicht befallen.

Einige der Studienteilnehmer hatten Hautkarzinome, die auf konventionelle Behandlungen, darunter auch Operationen, nicht angesprochen hatten. Die restlichen Teilnehmer der Studie hatten Operationen abgelehnt oder sollten sich auf Grund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr operieren lassen.

Zwei Drittel der behandelten Karzinome verschwanden dauerhaft

Die Studienteilnehmer wurden an drei aufeinander folgenden Tagen einmal täglich von einem Onkologen behandelt. Er betupfte mit einem Wattestäbchen die Oberfläche aller kanzerösen Hautläsionen mit dem Saft der Garten-Wolfsmilch. Einen Monat später waren 41 der 48 Karzinome vollständig verschwunden. Auch 15 Monate nach der Behandlung waren zwei Drittel der 48 Hautkarzinome nach wie vor verschwunden.

Das endgültige Ergebnis sah demnach so aus: 75 Prozent aller IEC-Läsionen, 57 Prozent aller BCC und 50 Prozent aller SCC-Läsionen reagierten positiv auf die Behandlung mit dem Saft der Garten-Wolfsmilch. Darüber hinaus war die Haut an den vormals mit Krebs verunstalteten Stellen, weich und rein.

Mögliche Nebenwirkungen der Gartenwolfsmilch

Erfahrungsberichten zufolge kann das Auftragen des Wolfsmilchsaftes zu starken Schwellungen, Rötungen und entzündlichen Hautreaktionen führen! Auch darf der Saft keinesfalls in die Augen gelangen, da er dort schwere Schäden verursachen kann!

Testen Sie die Verträglichkeit der Gartenwolfsmilch daher vor einer Anwendung an einer kleinen wenig empfindlichen Hautstelle, bevor sie sie zur Behandlung von Hautveränderungen etwa im Gesicht oder Hals einsetzen. Besprechen Sie die Anwendung am allerbesten vorab mit Ihrem Heilpraktiker oder naturheilkundlich orientierten Hautarzt.

Hibiscus gegen Hautkrebs

Ebenfalls zu den naturheilkundlichen Möglichkeiten gegen Hautkrebs zählt der Hibiscus (Chinesischer Roseneibisch), der in Form eines Extraktes eingenommen wird, also den Hautkrebs von innen bekämpft bzw. vor ihm schützt.

Der Hibiscusextrakt konnte in Versuchen (an Mäusen) Hautschäden abwenden, die andernfalls infolge von UV-Bestrahlung eingetreten wären. Hautschäden, die zu Krebs führen können, treten meist aufgrund eines Mangels an körpereigenen Entgiftungsenzymen und Antioxidantien auf – also nicht durch die UV-Strahlung allein, so die entsprechenden Forscher.

Der Hibiscus-Extrakt sorgte in den genannten Versuchen dafür, dass sich der Spiegel an schützenden Zellenzymen zumindest teilweise wieder erholen konnte. Ausserdem führte der Extrakt dazu, dass sich die Zahl der freien Radikale sowie andere Marker, die auf eine Krebsentstehung hinweisen, in Grenzen hielten.

Die Forscher schrieben daraufhin: Wir gehen davon aus, dass der Hibiscusextrakt vor der Entwicklung und der Ausbreitung von Tumoren schützen kann.

Grüntee gegen Hautkrebs

Auch die Polyphenole – bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe – aus Grüntee erwiesen sich bereits als hilfreich, um Hautkrebs abzuwenden bzw. zu stoppen: Im Jahr 2005 veröffentlichte das Journal of Nutrition eine entsprechende Studie, in der erklärt wurde, wie Grünteepolyphenole Hautkrebs vorbeugen können. Wer Wasser mit Grünteepolyphenolen vor Sonneneinstrahlung trank, konnte die Hautkrebsgefahr um 35 Prozent mindern. War bereits ein Tumor zugegen, konnte dessen Wachstum um 55 Prozent reduziert werden.

Die Grünteepolyphenole senkten – ähnlich wie der Hibiscusextrakt – jene Blutwerte, die sich günstig auf das Krebswachstum und die Metastasierung auswirken. In den Tumoren jener Probanden, die Grünteephenole getrunken hatten, zeigte sich ferner ein erhöhter Spiegel von Enzymen, die die Apoptose (Selbsttötung der Krebszellen) in Gang werfen.

Resveratrol gegen Hautkrebs

In einer Studie der University of Illinois in Chicago stellte man fest, dass Resveratrol – ein sekundärer Pflanzenstoff aus z. B. Trauben – in isolierter Form (z. B. als Nahrungsergänzung) eindeutig schützende Wirkung vor Hautkrebs haben kann. Resveratrol agiert zum einen als starkes Antioxidans, aber auch als sog. Antimutagen.

Das bedeutet, es setzt die Mutationsrate in den Zellen herab. Mutationen erhöhen andernfalls das Krebsrisiko. Zum andern kann Resveratrol Enzyme aktivieren, die wiederum die Krebsentstehung blockieren können. Zusätzlich wirkt Resveratrol entzündungshemmend und verhinderte in Studien die Tumorentstehung der Haut.

Weisswein erhöht Hautkrebsrisiko

Alkoholische Getränke sind natürlich stets eher als nachteilig für die Gesundheit einzuordnen. Bei Weisswein zeigte sich bereits in einer Untersuchung aus dem Jahr 2016, dass dieser offenbar sogar das Hautkrebsrisiko erhöhen könnte, wozu Sie im vorigen Link Details finden.

Tomaten schützen die Haut vor Krebs

Eine carotinoidreiche Ernährung ist für die Haut besonders gut, da Carotinoide - bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe - die Haut von innen gegen äusserliche Einflüsse schützen. Zu den Carotinoiden zählt das bekannte Betacarotin z. B. in Karotten, aber auch Lycopin in Tomaten. Letzteres zeigte sich in einer Untersuchung an Mäusen als so wirksam, dass die Tiere, die reichlich Lycopin ins Futter bekamen, ein um 50 Prozent reduziertes Risiko hatten, an Hautkrebs zu erkranken.

Erfahrungsbericht – Wie Hautkrebs mit Hausmitteln besiegt wurde

Im Internet findet sich ferner ein interessanter Erfahrungsbericht einer Frau, die den Hautkrebs ihrer Mutter mit Hausmitteln behandelte und diesen offenbar besiegt hat – zumindest den vorhandenen Fotos und ihren Erzählungen zufolge.

Natürlich ist dies ein Einzelfall und nähere Informationen zur Diagnose und zur Langzeitwirkung liegen nicht vor. Doch könnte es sich lohnen, diese Methode mit einem ganzheitlich tätigen Therapeuten zu besprechen und in das individuelle ganzheitliche Anti-Hautkrebs-Programm (inkl. Ernährung, Bewegung, Vitalstoffe etc.) einzuflechten.

Kyneret Azizo vermischte in einem Schnapsglas Bio-Kokosöl (zuvor in sanfter Wärme schmelzen lassen) und Natron (Natriumhydrogencarbonat) im Verhältnis 1 : 1 mit dem Stiel eines Metalllöffels bis sich eine streichfähige Paste entwickelte. Dann trug sie diese dick auf die befallenen Hautstellen ihrer Mutter auf – ohne sie einzumassieren. Da sich der Hautkrebs auf dem Kopf der Mutter befand, setzte sie ihr anschliessend eine Duschhaube auf, damit die Paste vor Ort blieb und so lang wie möglich einwirken konnte.

Am Abend trug sie eine antibiotische Creme auf, die über Nacht einwirken sollte. In Sachen Antibiotika und Krebs haben wir diesen Bericht veröffentlicht: Hautkrebs durch Antibiotika. Achten Sie daher bei der Wahl der Creme darauf, dass die enthaltenen Antibiotika nicht zu einer erhöhten Sonnenempfindlichkeit führen können.

In der ersten Woche führte sie drei Mal täglich diese Anwendung durch. In der zweiten Woche nur noch zwei Mal täglich. Wichtig war, dass vor der Anwendung der betroffene Bereich gut gesäubert wurde. Auch sollte man daran denken, dass die "Ausläufer" des Hautkrebses tief in die Haut reichen können. Es genügt also nicht, einfach nur zu warten, bis der Krebs rein optisch verschwunden ist. Die Behandlung sollte also noch einige Zeit danach durchgeführt werden.

Sonnenbaden und Hautkrebs: Ja oder nein?

Beim Sonnenbaden verhält es sich wie bei fast allem: Die Dosis macht das Gift. Wer das Sonnenbaden übertreibt, schadet natürlich seiner Haut und kann so - wenn noch andere Risikofaktoren vorhanden sind - auch sein Hautkrebsrisiko erhöhen. Da die Sonne jedoch auch sehr viele gesundheitliche Vorteile hat, sollte man sie in keinem Fall vollständig meiden. Ja, in einer Studie zeigte sich sogar, dass Sonnenanbeter länger leben.

Quellen

  • Ramsay JR et al., "The sap from Euphorbia peplus is effective against human nonmelanoma skin cancer." Br J Dermatol. 2011 Mar;164(3):633-6. (Der Saft von Euphorbia peplus ist wirksam gegen menschliche Melanom-Hautkrebs.)
  • Ogbourne SM et al.,"Proceedings of the First International Conference on PEP005." Anticancer Drugs. 2007 Mar;18(3):357-62. (Beratungen der ersten internationalen Konferenz über PEP005.)
  • Jang, Meishiang, et al. "Cancer chemopreventive activity of resveratrol, a natural product derived from grapes." Science 275.5297 (1997): 218-220. (Krebsbekämpfende Fähigkeit von Resveratrol, einem natürlichen Stoff aus Trauben)
  • Mantena, Sudheer K., et al. "Orally administered green tea polyphenols prevent ultraviolet radiation-induced skin cancer in mice through activation of cytotoxic T cells and inhibition of angiogenesis in tumors." The Journal of nutrition 135.12 (2005): 2871-2877. (Oral verabreichte Polyphenole aus Grüntee beugen UV-bedingten Hautkrebs bei Mäusen vor und zwar durch Aktivierung der zytotoxischen T-Zellen und Behinderung der Angiogenese bei den Tumoren)
  • Svobodov, Alena, Jitka Psotov, and Daniela Walterov. "Natural phenolics in the prevention of UV-induced skin damage. A review." Biomed Pap Med Fac Univ Palacky Olomouc Czech Repub 147.2 (2003): 137-45. (Natürliche Phenole in der Prävention von UV-induzierten Hautschäden. Ein Review)
  • Sharma, Sonia, and Sarwat Sultana. "Effect of Hibiscus rosa sinensis extract on hyperproliferation and oxidative damage caused by benzoyl peroxide and ultraviolet radiations in mouse skin." Basic & clinical pharmacology & toxicology 95.5 (2004): 220-225. (Wirkung eines Extrakts aus Hibisicus rosa auf die durch Benzoylperoxide und UV-Strahlung verursachte Hyperproliferation und oxidative Schäden der Mäusehaut)
  • How I Healed My Mothers Skin Cancer At Home

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