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Dünnes Haar - Ursachen und Lösungen

Dünnes Haar - Ursachen und Lösungen

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(Zentrum der Gesundheit) - Dünner werdendes Haar betrifft viele Menschen. Manchmal liegt dünnes Haar in der Familie. War man hingegen bislang mit einer vollen Haarpracht gesegnet, die mit einem Mal immer dünner zu werden droht, dann hat dies mit den Erbanlagen nur noch am Rande zu tun. Und so kann dünnes Haar ein Zeichen dafür sein, dass der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist – was natürlich ganz unterschiedliche Gründe haben kann. Mit ganzheitlichen Massnahmen wird dünnes Haar wieder voll und üppig.

Dünner werdendes Haar

Wer seinem Haar viel Aufmerksamkeit widmet, mag von manchen Menschen als eitel bezeichnet werden. Die aufmerksame Beobachtung des eigenen Körpers hat jedoch mit Eitelkeit nicht viel zu tun. Je eher ein Symptom – und dazu gehört auch dünnes Haar – bemerkt wird, umso eher kann man dagegen etwas unternehmen.

Dünnes Haar: Ein Zeichen für Mangelzustände

Dünnes Haar kann ein Symptom für bestehende Mangelzustände im Körper sein. Wer dünnes Haar aber einfach dünn sein lässt und als gegeben hinnimmt, verpasst die Chance, auf die Wünsche seines Körpers einzugehen und die Mangelzustände zu beheben, bevor diese immer ausgeprägter werden und neben dünnem Haar noch ganz andere – ernsthaftere – gesundheitliche Schäden auslösen.

Bei dünnem Haar heisst es also, zuerst einmal herauszufinden, welcher Art die augenblicklichen Mangelzustände des eigenen Organismus sind. Diese können vielfältig sein.

So kann dünnes Haar auf einen Mangel an Silizium, an Vitamin D, an bestimmten Aminosäuren, an manchen Spurenelementen oder an vielen anderen Vital- und Nährstoffen hinweisen.

Dünnes Haar durch Siliziummangel

Silizium ist ein Spurenelement, das kaum jemand bei seiner Mineralstoffversorgung berücksichtigt. In Kindertagen mag diese Ignoranz gerechtfertigt sein. Denn wir kommen mit gefüllten Siliziumspeichern zur Welt.

Im Laufe der Jahre jedoch sinken unsere körpereigenen Silziumspiegel immer weiter. Das aber ist so nicht vorgesehen. Normalerweise sollte die Nahrung ausreichend Silizium liefern. Das tut sie heute aber nicht mehr.

Gerade für die Haargesundheit ist Silizium essentiell. Silizium pflegt das Haar und macht es dicht und glänzend. Kein Wunder leiden beim heute weit verbreiteten Siliziummangel immer mehr Menschen an Haarausfall, dünnem Haar oder beklagen sprödes und glanzloses Haar.

Vor wenigen Jahren zeigten deutsche Forscher dann auch, dass die Gabe von Silizium das Haarvolumen erhöht, ausserdem die Dicke des einzelnen Haars vergrössert sowie den Haaren Glanz und Vitalität schenkt.

Dazu muss Silizium über mehrere Monate hinweg (mind. 6 Monate) täglich eingenommen werden, z. B. in Form von organischem Silizium (entweder als reines Silizium-Konzentrat oder als Mineralstoffmischung gemeinsam mit anderen Mineralien (z. B. Organisches Silizium Mineral Plus).

Äusserlich wird ein siliziumhaltiges Haarwuchskonzentrat auf die Kopfhaut aufgetragen, das gemeinsam mit haarwuchsfördernden Kräuterextrakten den Haarboden mineralisiert, aktiviert und gleichzeitig – bei vorhandenen Irritationen – beruhigt.

Dünnes Haar durch Vitamin-D-Mangel

Vitamin-D-Studien in den USA brachten zum Vorschein, dass 40 Prozent der US-Bevölkerung völlig unwissentlich unter einem Vitamin-D-Mangel leiden. Unter Schwangeren ist die Zahl der Betroffenen noch höher. Hier sind es über 70 Prozent.

In Deutschland sieht die Situation sogar noch schlimmer aus. Das Robert-Koch-Institut untersuchte 4000 Teilnehmer aller Altersstufen und stellte fest, dass knapp 60 Prozent der (nicht schwangeren) Frauen und Männer ein Vitamin-D-Defizit aufwiesen.

Dünnes Haar ist eines der zahlreichen Symptome von Vitamin-D-Mangel. Da Vitamin-D-Mangel jedoch zu vielen anderen und auch deutlich schwerwiegenden Erkrankungen führen kann, wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Depression, Zahnfleischproblemen oder Multipler Sklerose, sollte dünnes Haar als Warnzeichen betrachtet werden.

Es ist ein deutlicher Hinweis dafür, dass dringend Handlungsbedarf besteht und der Organismus wieder mit allen Nähr- und Vitalstoffen in der richtigen Menge und im richtigen Verhältnis versorgt werden sollte.

Vitamin D kann glücklicherweise vom Körper selbst hergestellt werden. Dazu ist jedoch Sonnenlicht nötig, denn nur mit Hilfe der UV-Strahlung kann die Vitamin-D-Bildung einsetzen.

Die Haut darf dazu jedoch nicht mit Sonnenschutzmitteln eingecremt sein. Ausserdem ist die Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa nur im Sommer ausreichend. Im Winter kann kaum oder keine Vitamin-D-Bildung stattfinden.

Bei dünnem Haar sollten Sie daher in jedem Fall einen Vitamin-D-Mangel in Betracht ziehen und zu dessen Behebung wirklich jeden Tag für mindestens 20 Minuten bei Sonnenschein (ohne Sonnenschein länger) an die frische Luft gehen, dabei auf Sonnencremes verzichten und im Winter ein Vitamin-D-Präparat mit mind. 1000 IE Vitamin D einnehmen.

Dünnes Haar durch einen Mangel an Aminosäuren

Dünnes Haar kann auch durch einen Mangel an bestimmten Aminosäuren, wie z. B. Lysin verursacht werden.

Das Haar besteht aus Proteinen (Eiweiss). Wird der Körper nicht mit ausreichend und vor allem nicht mit den richtigen Proteinen versorgt, so fehlen die Bausteine fürs Haar. Es fällt aus und wird dünn.

Das wenige vorhandene Protein wird vom Organismus dort verwendet, wo es lebenswichtige Funktionen erfüllen muss und wo es folglich nötiger gebraucht wird als in Form von Haaren auf dem Kopf. Deshalb ist es wichtig, bei dünnem Haar auf eine Zufuhr von hochwertigen und leicht verwertbaren Proteinen zu achten.

Wenn Ihre Ernährung von Haus aus eiweissarm ist bzw. besonders aus lysinarmen Eiweissen (Getreide, Reis) besteht, dann könnten Sie Ihre Lysinversorgung auf einfache Weise z. B. mit den Eiweisstabletten aus Lupinenprotein optimieren.

Dünnes Haar durch ein hormonelles Ungleichgewicht

Wenn bei Frauen die Bildung weiblicher Hormone nachlässt (was bereits mit Mitte Dreissig geschehen kann), kann es zu einem hormonellen Ungleichgewicht kommen.

Zwar überwiegt bei Frauen das weibliche Hormon Östrogen, aber sie produzieren auch Androgene (männliche Hormone), wie Testosteron und DHEA (Dehydroepiandrosteron).

Man vermutetet, dass diese Androgene bei Frauen mit zunehmendem Alter zu DHT (Dihydrotestosteron) umgewandelt werden. Der Einfluss von DHT – einem aktiven männlichen Geschlechtshormon – zeigt sich bei Frauen in Form von einer stärkeren Körperbehaarung und von Haarwuchs auf Oberlippe und Kinn.

Gleichzeitig führt DHT zu einer Abnahme der Kopfbehaarung. An einem solchen hormonellen Ungleichgewicht ist nicht zuletzt die moderne Lebens- und Ernährungsweise beteiligt. Mehr Informationen dazu finden Sie unter

Dünnes Haar durch Schilddrüsenprobleme

Wenn die Schilddrüse plötzlich nicht mehr ausreichend Hormone produziert, dann kann diese Hormonstörung zum sog. schilddrüsenbedingten Haarausfall führen, was einer der häufigsten Auslöser von Haarausfall bei Frauen darstellt.

Bei dieser Art des Haarausfalls verlangsamt sich das Haarwachstum so stark, dass insgesamt mehr Haare ausfallen als nachwachsen. Das Haar wird allmählich immer dünner.

Sollten Sie daher dünnes Haar bei sich beobachten, dann könnten Sie zunächst einmal Ihre Schilddrüsenwerte überprüfen lassen.

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Dünnes Haar durch Übersäuerung

Gerade die moderne und häufig stressige Lebensweise, in der es kaum noch Zeit für gesundes Essen, ausreichend Schlaf, Aufenthalte im Sonnenlicht und genügend Bewegung gibt, führt nicht nur zu hormonellen Ungleichgewichten sondern auch zu vielen weiteren fehlerhaften Körperfunktionen.

So fällt es dem Körper unter den genannten äusseren Einflüssen immer schwerer, seine Regulationsmechanismen aufrecht zu halten. An erster Stelle steht hier der Säure-Basen-Haushalt, der aus dem Gleichgewicht gerät, dicht gefolgt vom Mineralstoffhaushalt.

Ein gestörter Säure-Basen-Haushalt des Körpers führt bekanntlich zur chronischen Übersäuerung des Körpers. Mit einer Übersäuerung geht dann wiederum automatisch auch ein Mineralstoffdefizit einher, da die im Körper entstandenen Säuren mit basischen Mineralien neutralisiert werden müssen.

Für diese Neutralisierung verwendet der Körper auch diejenigen Mineralstoffe, die im Haarboden eingelagert sind. Das macht er solange, bis für die Haarbildung nicht mehr ausreichend Mineralstoffe zur Verfügung stehen. Die Haare fallen daraufhin aus und werden immer dünner.

In diesem Fall gilt es daher, die ursächliche Übersäuerung zu beseitigen. Dies gelingt sehr gut mit einer basischen Ernährung in Kombination mit der – wenigstens kurweisen – Einnahme hochwertiger Mineralstoffe (Sango Meeres Koralle oder chelatierten Mineralstoffen). Auf diese Weise werden schädliche Säuren neutralisiert und gleichzeitig die Mineralstoffdepots wieder aufgefüllt.

Zusätzlich kann ein effektives Entsäuerungsprogramm zum Einsatz kommen, das die Säureschlacken abbauen und ausleiten hilft.

Bedenken Sie auch, dass eine chronische Übersäuerung im Laufe vieler Jahre nicht nur den Haarboden plündert, sondern dadurch auch andere Mineralstoffdepots in Mitleidenschaft geraten, wie zum Beispiel die Knochen, die Blutgefässwände oder das Bindegewebe.

Es lohnt sich also keineswegs, eine vorliegende Übersäuerung mit Missachtung zu strafen.

Dünnes Haar durch Stress

Dünnes Haar kann auch das erste Anzeichen dafür sein, dass die emotionale und/oder körperliche Anspannung zu gross geworden ist und deutlich sichtbare Spuren hinterlässt.

Übermässige seelische oder körperliche Belastung kann dazu führen, dass das Haar aufhört zu wachsen. Es gerät in eine Art Schlafzustand, um dann nach 2 bis 3 Monaten auszufallen und immer dünner zu werden.

Ist man dauerhaft der belastenden Situation ausgesetzt, wird das Haar solange dünner werden, bis man effektive Methoden ergriffen hat, um dem Stress zu begegnen. Erst, wenn man sein körperliches und seelisches Gleichgewicht wieder erlangt hat, beginnt auch das Haar erneut zu wachsen und dünnes Haar wird wieder voller.

Es empfiehlt sich daher, den Tagesablauf so zu organisieren, dass angemessene Ruhepausen möglich sind. Auch sollten Sie eine wirkungsvolle Methode zur Stressbewältigung, wie Meditation oder Yoga erlernen und regelmässig ausüben.

Dünnes Haar durch chemische Haarpflegeprodukte

Dünnes Haar kann ferner die Folge von ungeeigneten Haarpflegeprodukten sein.

So enthalten heute viele Haar- und Kopfhautpflegeprodukte giftige Chemikalien, die insbesondere empfindliches Haar angreifen und schädigen können.

Bei dünnem Haar sollten Sie daher Haarpflegeprodukte mit schädlichen Inhaltsstoffen meiden. Sie fördern die Entstehung von dünnem Haar.

In fast allen gängigen Haarshampoos ist beispielsweise Natriumlaurylsulfat enthalten. Dieser Stoff hat äusserst schädliche Auswirkungen auf das Immunsystem.

Ausserdem konnte nachgewiesen werden, dass Natriumlaurylsulfat die Haarfollikel angreift, den Haarwuchs hemmen kann und daher vermutlich in vielen Fällen für Haarausfall und dünnes Haar verantwortlich ist.

Das amerikanische College of Toxicology hat herausgefunden, dass Natriumlaurylsulfat für bis zu 5 Tage im Körper verbleibt und auch danach immer noch Rückstände davon in Herz, Leber, Gehirn und Lunge zurückbleiben können.

Abgesehen davon können auch Haarfarben, Präparate für Dauerwellen und Produkte zur Glättung der Haare ernsthafte Schäden an Haar und Kopfhaut verursachen, die nicht selten in immer dünner werdendem Haar resultieren.

Chemische Haarbehandlungsmittel enthalten toxische Substanzen, die von der Leber entgiftet werden müssen, vom Immunsystem als Fremdstoffe identifiziert werden und somit nicht nur das Haar und die Kopfhaut, sondern gleich den gesamten Körper irritieren und belasten.

Ausführliche Informationen zu Giftstoffen in herkömmlichen Shampoos finden Sie hier: Giftige Shampoos

Bei dünnem Haar sollten Sie daher besser auf basische Haarpflegeprodukte umsteigen. Diese pflegen und beruhigen die Kopfhaut, unterstützen die Säureausleitung über den Haarboden und sind frei von toxischen Zusätzen.

Ein Basenshampoo beispielsweise kann Ihre Kopfhaut basisch machen und ermöglicht so die Ausscheidung der unter der Kopfhautschwarte angesammelten Säuren und Stoffwechselschlacken. Zudem versorgt es den Haarboden mit vielen wichtigen, basischen Vitalstoffen und stoppt bestehenden Haarausfall in der Regel bereits nach kurzer Anwendungszeit.

Um den Haarneuwuchs ausserdem schnellstmöglich zu aktivieren, ist es wichtig, den Haarboden zusätzlich und gezielt mit naturbelassenen und konzentrierten Nährstoffen zu versorgen. Dazu eignen sich ganz besonders natürliche Haarwuchsmittel, die es sowohl mit als auch ohne Silizium gibt.

Ganzheitliches Konzept bei Haarausfall und dünnem Haar

Dünnes Haar kann daher das Ergebnis von vielen Faktoren gleichzeitig sein. Ein wirksames und ganzheitliches Konzept gegen dünnes Haar geht daher auch auf alle diese Faktoren gleichzeitig ein und bezieht den gesamten Menschen mit ein – nicht nur das Haar.

Das ganzheitliche Konzept bei Haarausfall entgiftet, entschlackt, reinigt, mineralisiert und verleiht eine vollkommen neue Lebensenergie. Es besteht aus 8 natürlichen Massnahmen:

  1. Ernährungsumstellung
  2. Entsäuerung
  3. Remineralisierung
  4. Silizium – DAS Spurenelement für die Haargesundheit
  5. Chelatiertes Zink & chelatiertes Eisen
  6. Darmsanierung und Aufbau der Darmflora
  7. Brennnesselsamen
  8. Basische Haar- und Kopfhautpflege

 

Ergänzt werden kann dieses Programm – je nach persönlichem Bedarf – mit den im obigen Artikel vorgestellten möglichen Mitteln gegen dünnes Haar, wie z. B. Vitamin D und Lysin (z. B. aus Lupinenprotein).

Tipps zur Ernährung bei dünnem Haar, Haarausfall und allgemein schlechter Haargesundheit finden Sie hier: Ernährung bei Haarausfall, hier: Basische Ernährung und hier: Mittel gegen Haarausfall

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Quellen:



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