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Entzündungen sind der Nährboden für Krankheiten

Entzündungen sind der Nährboden für Krankheiten

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(Zentrum der Gesundheit) - Um Entzündungen im Körper zu reduzieren und auszuheilen, gibt es nicht nur medizinische Möglichkeiten. Auch auf natürliche Weise kann das körpereigene Abwehrsystem wieder Instand gesetzt werden. Das hat positive Auswirkungen auf alle Körperbereiche und kann sowohl die Lebensqualität, als letztlich auch die Lebenserwartung deutlich erhöhen. Und das ist ohne Nebenwirkungen möglich - ganz einfach durch eine gesunde Ernährungsweise.

Ernährung kontrolliert das Körpergewicht

Die Vorteile dieser Gesundheitsvorsorge können Sie völlig unabhängig von Ihrem Alter oder Ihrer Krankengeschichte nutzen. Doch was steckt hinter diesen unkonventionellen Gesundheitsversprechen?

Nicht etwa ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln oder eine Organisation von Naturheilkundlern. Nein. Diese Aussagen stammen von Wissenschaftlern der Mount Sinai School of Medizine.

Ihre Erkenntnisse, die in der Oktober/November-Ausgabe des „Journal of Endocrinology and Metabolism“ veröffentlicht wurden, besagen, dass eine einfache und preisgünstige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten das Körpergewicht unter Kontrolle halten kann. Dies kann sogar ohne eine Veränderung der Kalorienaufnahme stattfinden.

Lesen Sie hierzu auch: Entzündungshemmende Ernährung

Gesunde Ernährung bringt Gesundheit

Die Ernährungsumstellung in Richtung einer gesunden Ernährung ist einer Gewichtsreduktion sicherlich sehr förderlich. Um es auf den Punkt zu bringen: Meiden Sie jegliche industriell verarbeiteten oder hoch erhitzten Nahrungsmittel.

Entsprechend der Angaben der Mount Sinai Studie enthalten genau diese Nahrungsmittel - aus denen der westliche Speiseplan zu grossen Teilen besteht - eine Menge schädlicher Substanzen. Diese werden "Advanced Glycation End Products" (AGEs) genannt.

Diese AGEs entstehen immer dann, wenn ein Nahrungsmittel scharf angebraten, gegrillt, pasteurisiert, getrocknet oder geräuchert wird.

Gefährliche Stoffe lagern sich ein

Nach dem Verzehr lagern sich die AGEs im menschlichen Gewebe ein. Dies löst wiederum eine Oxidation aus. Bei diesem Vorgang können Entzündungen hervor gerufen werden, die unzählige Krankheiten auslösen können.

Die Gefahren der AGEs wurden bereits in einer langen Reihe von Tierstudien beschrieben, die von Helen Vlassara, MD, Professorin an der Mount Sinai School of Medicine, und ihrem Team durchgeführt wurden.

Langjährige Ernährungsfehler führen zu Krankheiten

Der oxidative Stress hängt mit den hohen oxidanten Werten und den von ihnen ausgelösten Entzündungen zusammen, die auf eine langjährige Exposition mit AGEs zurückzuführen sind.

Er erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken ebenso wie das von Herz-Kreislauferkrankungen und Nierenleiden. Auch andere chronische Erkrankungen können durch Entzündungsprozesse im Körper ausgelöst werden.

In Zusammenarbeit mit dem National Institute on Aging (NIA) wurde eine weitere klinische Studie durchgeführt. Sie baut auf früheren Tierversuchen auf, untersucht aber diesmal ganz genau die Essgewohnheiten von Menschen, den Ernährungsfehlern und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper.

Typische Ernährung birgt hohe Gesundheitsrisiken

Probanden dieser Studie waren 325 gesunde Erwachsene und 66 Erwachsene, die an einem chronischen Nierenleiden erkrankt waren. Aus diesem Pool wurden 40 gesunde und 9 erkrankte Teilnehmern nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Sie erhielten eine normale westliche Ernährung, die in einem Masse mit AGEs belastet war, wie sie auch im typischen amerikanischen Essen zu finden sind.

Der Rest der Gruppe wurde AGE-frei ernährt. Die Probanden wurden angewiesen, keine Fertigprodukte und keine gegrillten, gebratenen oder gebackenen Lebensmittel zu konsumieren. Sie sollten ihre Nahrung pochieren, schmoren oder dünsten. Im Rahmen der Studie fand keine Veränderung der gewohnten Kalorien- und Nährstoffaufnahme statt.

Positive Veränderungen festgestellt

Die AGE-freie Ernährungsform wurde über einen Zeitraum von vier Monaten durchgeführt. Anschliessend wurden die Blutwerte der gesunden Studienteilnehmer überprüft.

Dabei stellte sich heraus, dass die zuvor gemessenen AGE-Werte, ebenso wie die Werte von Lipidperoxiden, C-reaktiven Proteinen (die entzündliche Infektionen anzeigen, sowie Biomarker der vaskulären Funktion um fast 60 % zurück gegangen waren.

Noch auffälliger war jedoch die Tatsache, dass bei den an Nierenleiden erkrankten Teilnehmern durch die AGE-freie Ernährung ein ähnliches Ergebnis bereits nach einem Monat erzielt werden konnte.

Falsche Ernährung fördert Nierenleiden

Zudem fand das Forscherteam heraus, dass die Ernährungsumstellung auch positive Auswirkungen auf einen Zellrezeptor für die AGEs namens AGE-R1 hat.

Dabei handelt es sich um eine relevante Entdeckung, denn AGE-R1-Rezeptoren sind notwendig, um Giftstoffe aus dem Körper zu filtern. Zu Beginn der Studie wiesen die Teilnehmer mit Nierenleiden, in sehr ernstem Masse unterdrückte AGE-R1-Rezeptoren auf.

Deshalb gehen die Wissenschaftler vom Mount Sinai davon aus, dass der lebenswichtige Entgiftungsmechanismus durch dauerhaft erhöhte AGE-Werte "ausgehebelt" wird.

Gesundheit mit der Ernährung beeinflussbar

Bereits nach einem vergleichsweise kurzen Zeitraum stieg auch die Anzahl der AGE-R1-Rezeptoren bei den Probanden an. Dies war auch bei den an Nierenleiden erkrankten Patienten der Fall. Damit konnte bewiesen werden, dass mit Hilfe einer einfachen Veränderung der Ernährungsgewohnheiten der Körper sofort die Möglichkeit wahrnimmt, sein Immunsystem wieder aufzubauen.

"Was an unseren Entdeckungen besonders bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass ein reduzierter AGE-Konsum nachweislich bei allen Teilnehmern der Studie positive Auswirkungen zeigte.",

so Dr. Vlassara, die Hauptautorin der Studie, in einem Pressestatement.

"Das deutet darauf hin, dass Oxidantien und damit oxidativer Stress unser Abwehrsystems, welches wir zur Bekämpfung von Krankheiten benötigen, immens schädigt. Und jeder von uns hat die Möglichkeit, den toxischen Einfluss der AGE´s selbst zu steuern. Sie brauchen nur auf eine gesunde Ernährungsweise zu achten.

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Quellen:



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