Cookies auf der ZDG-Website

Wir verwenden Cookies um Ihnen ein angenehmes Nutzungserlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Chronische Entzündungen
Entzündungen sind der Nährboden für Krankheiten

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 12.10.2017
Entzündungen sind der Nährboden für Krankheiten
© drubig-photo - Fotolia.com

Um Entzündungen im Körper zu reduzieren und auszuheilen, gibt es nicht nur medizinische Möglichkeiten. Auch auf natürliche Weise kann das körpereigene Abwehrsystem wieder Instand gesetzt werden. Das hat positive Auswirkungen auf alle Körperbereiche und kann sowohl die Lebensqualität, als letztlich auch die Lebenserwartung deutlich erhöhen. Und das ist ohne Nebenwirkungen möglich - ganz einfach durch eine gesunde Ernährungsweise.

Ernährung kontrolliert das Körpergewicht

Die Vorteile dieser Gesundheitsvorsorge können Sie völlig unabhängig von Ihrem Alter oder Ihrer Krankengeschichte nutzen. Doch was steckt hinter diesen unkonventionellen Gesundheitsversprechen?

Nicht etwa ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln oder eine Organisation von Naturheilkundlern. Nein. Diese Aussagen stammen von Wissenschaftlern der Mount Sinai School of Medizine.

Ihre Erkenntnisse, die in der Oktober/November-Ausgabe des „Journal of Endocrinology and Metabolism“ veröffentlicht wurden, besagen, dass eine einfache und preisgünstige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten das Körpergewicht unter Kontrolle halten kann. Dies kann sogar ohne eine Veränderung der Kalorienaufnahme stattfinden.

Lesen Sie hierzu auch: Entzündungshemmende Ernährung

Gesunde Ernährung bringt Gesundheit

Die Ernährungsumstellung in Richtung einer gesunden Ernährung ist einer Gewichtsreduktion sicherlich sehr förderlich. Um es auf den Punkt zu bringen: Meiden Sie jegliche industriell verarbeiteten oder hoch erhitzten Nahrungsmittel.

Entsprechend der Angaben der Mount Sinai Studie enthalten genau diese Nahrungsmittel - aus denen der westliche Speiseplan zu grossen Teilen besteht - eine Menge schädlicher Substanzen. Diese werden "Advanced Glycation End Products" (AGEs) genannt.

Diese AGEs entstehen immer dann, wenn ein Nahrungsmittel scharf angebraten, gegrillt, pasteurisiert, getrocknet oder geräuchert wird.

Gefährliche Stoffe lagern sich ein

Nach dem Verzehr lagern sich die AGEs im menschlichen Gewebe ein. Dies löst wiederum eine Oxidation aus. Bei diesem Vorgang können Entzündungen hervor gerufen werden, die unzählige Krankheiten auslösen können.

Die Gefahren der AGEs wurden bereits in einer langen Reihe von Tierstudien beschrieben, die von Helen Vlassara, MD, Professorin an der Mount Sinai School of Medicine, und ihrem Team durchgeführt wurden.

Basencitrat

Langjährige Ernährungsfehler führen zu Krankheiten

Der oxidative Stress hängt mit den hohen oxidanten Werten und den von ihnen ausgelösten Entzündungen zusammen, die auf eine langjährige Exposition mit AGEs zurückzuführen sind.

Er erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken ebenso wie das von Herz-Kreislauferkrankungen und Nierenleiden. Auch andere chronische Erkrankungen können durch Entzündungsprozesse im Körper ausgelöst werden.

In Zusammenarbeit mit dem National Institute on Aging (NIA) wurde eine weitere klinische Studie durchgeführt. Sie baut auf früheren Tierversuchen auf, untersucht aber diesmal ganz genau die Essgewohnheiten von Menschen, den Ernährungsfehlern und deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper.

Typische Ernährung birgt hohe Gesundheitsrisiken

Probanden dieser Studie waren 325 gesunde Erwachsene und 66 Erwachsene, die an einem chronischen Nierenleiden erkrankt waren. Aus diesem Pool wurden 40 gesunde und 9 erkrankte Teilnehmern nach dem Zufallsprinzip ausgewählt.

Sie erhielten eine normale westliche Ernährung, die in einem Masse mit AGEs belastet war, wie sie auch im typischen amerikanischen Essen zu finden sind.

Der Rest der Gruppe wurde AGE-frei ernährt. Die Probanden wurden angewiesen, keine Fertigprodukte und keine gegrillten, gebratenen oder gebackenen Lebensmittel zu konsumieren. Sie sollten ihre Nahrung pochieren, schmoren oder dünsten. Im Rahmen der Studie fand keine Veränderung der gewohnten Kalorien- und Nährstoffaufnahme statt.

Positive Veränderungen festgestellt

Die AGE-freie Ernährungsform wurde über einen Zeitraum von vier Monaten durchgeführt. Anschliessend wurden die Blutwerte der gesunden Studienteilnehmer überprüft.

Dabei stellte sich heraus, dass die zuvor gemessenen AGE-Werte, ebenso wie die Werte von Lipidperoxiden, C-reaktiven Proteinen (die entzündliche Infektionen anzeigen, sowie Biomarker der vaskulären Funktion um fast 60 % zurück gegangen waren.

Noch auffälliger war jedoch die Tatsache, dass bei den an Nierenleiden erkrankten Teilnehmern durch die AGE-freie Ernährung ein ähnliches Ergebnis bereits nach einem Monat erzielt werden konnte.

Falsche Ernährung fördert Nierenleiden

Zudem fand das Forscherteam heraus, dass die Ernährungsumstellung auch positive Auswirkungen auf einen Zellrezeptor für die AGEs namens AGE-R1 hat.

Dabei handelt es sich um eine relevante Entdeckung, denn AGE-R1-Rezeptoren sind notwendig, um Giftstoffe aus dem Körper zu filtern. Zu Beginn der Studie wiesen die Teilnehmer mit Nierenleiden, in sehr ernstem Masse unterdrückte AGE-R1-Rezeptoren auf.

Deshalb gehen die Wissenschaftler vom Mount Sinai davon aus, dass der lebenswichtige Entgiftungsmechanismus durch dauerhaft erhöhte AGE-Werte "ausgehebelt" wird.

Gesundheit mit der Ernährung beeinflussbar

Bereits nach einem vergleichsweise kurzen Zeitraum stieg auch die Anzahl der AGE-R1-Rezeptoren bei den Probanden an. Dies war auch bei den an Nierenleiden erkrankten Patienten der Fall. Damit konnte bewiesen werden, dass mit Hilfe einer einfachen Veränderung der Ernährungsgewohnheiten der Körper sofort die Möglichkeit wahrnimmt, sein Immunsystem wieder aufzubauen.

"Was an unseren Entdeckungen besonders bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass ein reduzierter AGE-Konsum nachweislich bei allen Teilnehmern der Studie positive Auswirkungen zeigte.",

so Dr. Vlassara, die Hauptautorin der Studie, in einem Pressestatement.

"Das deutet darauf hin, dass Oxidantien und damit oxidativer Stress unser Abwehrsystems, welches wir zur Bekämpfung von Krankheiten benötigen, immens schädigt. Und jeder von uns hat die Möglichkeit, den toxischen Einfluss der AGE´s selbst zu steuern. Sie brauchen nur auf eine gesunde Ernährungsweise zu achten.

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Alle 2 Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar

Um einen Kommentar abzugeben müssen Sie angemeldet sein.

Anmelden Registrieren

Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 29.07.2017

Meine Bekannte hat seit zwei Jahren offene Hände. Sie war schon bei allen schulmedizinischen Ärzten und keiner weiß woher sie diese Krankheit hat. Habt ihr eine Idee, was sie noch probieren könnte???

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Unsere Seite widmet sich der ganzheitlichen Vorgehensweise bei Beschwerden. Das bedeutet, dass es leider nicht den einen oder anderen gezielten Tipp für Betroffene bestimmter Krankheiten geben kann. Stattdessen geht es darum, jeden Lebensbereich in die Diagnose und auch in die spätere Therapie mit einzubeziehen.

Bei offenen Händen werden gerne Salben, Salben und noch einmal Salben ausprobiert, mal mit, mal ohne Cortison.

Mit einer Ursachenfindung hat dieses Vorgehen nichts zu tun - und die Ursache kann bei jedem eine andere sein. Daher überprüft man alle in Frage kommenden Faktoren:

  • Wurde ein Allergietest durchgeführt? (Seife, Duschgel, Gummihandschuhe, Kosmetika, Waschmittel, Putzmittel...)
  • Wurden Nahrungsmittelunverträglichkeiten abgeklärt? Dass das Problem mit der Ernährung zu tun haben könnte, zeigen immer wieder Erfahrungsberichte von Menschen, die mit offenen Händen eine Fastenkur durchführten und während des Fastens frei von Beschwerden waren. Sobald sie wieder mit der normalen Kost beginnen, geht es mit den Beschwerden wieder von vorn los. Ihre Bekannte sollte ein Ernährungstagebuch führen und mit Hilfe des Ausschlussverfahrens testen, ob es ihr z. B. ohne Milchprodukte, ohne Gluten, ohne Weizen oder andere bekannte Allergene besser geht.
  • Wie sieht der Vitalstoffstatus aus? Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien, Spurenelemente...
  • Wie die Darmgesundheit? Je stärker aus dem Gleichgewicht der Darm/die Darmflora, umso wahrscheinlicher sind Hautprobleme.
  • Wurde eine Entgiftung/Entschlackung durchgeführt?
  • Wie ist der Stressstatus?
  • Wie sieht die Fettsäureversorgung aus? Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend - und bei offenen Händen liegen massive Entzündungen vor
  • Was hat sich im Leben Ihrer Bekannten verändert, als die Beschwerden begannen?
  • Wie geht es ihr abgesehen von den offenen Händen? Wie ist Ihr Blutbild? Welche weiteren Beschwerden liegen vor?
  • usw.

Sie sehen, dass der ganzheitliche Ansatz nicht ohne Aufwand möglich ist. Oft ist es sinnvoll, einen ganzheitlichen Therapeuten aufzusuchen, der Ihrer Bekannten fachmännisch zur Seite stehen kann und ihr bei der Ursachenfindung und anschliessend ganzheitlichen Therapie helfen kann. Es lohnt sich! Alles Gute!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Alle 2 Kommentare anzeigen

Quellen