Obst und Früchte

Granatapfel gegen Brustkrebs

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 02.10.2018
  • 1 Kommentar
Granatapfel gegen Brustkrebs
© istockphoto.com/eli_asenova

Kaum einer anderen Frucht kommt so viel Symbolkraft zu wie dem Granatapfel. Religiöse Schriften preisen ihn als lebensspendendes Nahrungsmittel und die griechische Mythologie bezeichnet ihn als Speise der Götter. Die gesunderhaltende Wirkung des Granatapfels führen Wissenschaftler heute auf die Synergie verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe zurück. Mehrere Laboruntersuchungen zeigten bereits die Effektivität von Granatapfelsaft gegen Krebszellen auf. Eine neue Studie aus Kalifornien könnte nun die Brustkrebsforschung voranbringen.

Inhaltsverzeichnis

Astaxanthin

Granatapfel – Symbol des Lebens

Der Granatapfel nimmt seit Jahrtausenden eine besondere Stellung unter den Früchten ein. Die Bibel nimmt mehrfach Bezug auf die vielen saftigen Kerne im Inneren als Symbol für die Fruchtbarkeit.

Im Koran wird der Granatapfel als "Frucht des Paradieses" geehrt. Im Orient gilt er als Sinnbild der Unsterblichkeit und im antiken Griechenland erhob man ihn gar zur Speise der Götter.

In der Gegenwart erhalten all diese Lobpreisungen nun ein wissenschaftliches Fundament. Denn tatsächlich kann unsere Gesundheit von den "lebensfreundlichen" Eigenschaften des Granatapfels nur profitieren.

Die einzigartige biochemische Zusammensetzung dieser Frucht hat das medizinische Interesse geweckt. Denn der Granatapfel zählt bewiesenermassen zu den grössten Antioxidantien-Quellen und stärksten Abwehrmitteln gegen krankheitsauslösende freie Radikale.

Unter den gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen (Phytonährstoffe) sind vor allem die antioxidativen Flavonoide und Gerbstoffe zu nennen. Hinzu kommen hohe Konzentrationen von Vitamin C, Kalium und Pantothensäure (Vitamin B5).

Die Fähigkeit, im menschlichen Organismus oxidativen Stress zu reduzieren macht ihn zur hochwirksamen natürlichen Waffe gegen Entzündungskrankheiten wie Krebs, Arthritis und Herzkrankheiten.

Studien zeigten, dass die antioxidative Wirkung der Flavonoide in Granatapfelsaft dreimal stärker gegen Krebs ist als jene von grünem Tee. Diese Erkenntnis veranlasste das Journal of Agriculture and Food Chemistry im Jahr 2008 dazu, Granatapfelsaft zum gesündesten Saft zu erklären.

Eine neue Studie aus Kalifornien zeigte kürzlich, dass die aktiven Wirkstoffe des Granatapfels gar die Metastasenbildung bei Brustkrebs aufhalten können.

Granatapfel – Krebsforschung auf dem Vormarsch

Laboruntersuchungen bestätigten bereits mehrfach die Zytotoxizität des Granatapfels. Die aktiven sekundären Pflanzenstoffe (v. a. Ellagsäure, Luteolin) sollen in der Lage sein, Krebszellen zu zerstören.

Entsprechende Tierversuche zeigten eindeutig, dass die Verfütterung von Granatapfelextrakt das Tumorwachstum bei Lungen-, Haut-, Darm- und Prostatakrebs eindämmt.

Die Aufmerksamkeit der Wissenschaft konzentrierte sich bisher vor allem auf die Effektivität von Granatapfelextrakt gegen Prostatakrebs.

Während eines 18-monatigen Forschungsprogramms der John Hopkins University im amerikanischen Baltimore liess sich nachweisen, dass der erhöhte PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) derjenigen Testpersonen, welche Granatapfelextrakt in Form von Pillen einnahmen, sank. Eine ähnliche Wirkung soll Granatapfelsaft auf den Verlauf von Brustkrebs haben.

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Granatapfelsaft tötet Krebszellen und hemmt Entzündungen

Brustkrebs ist wohl die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Frauen in der westlichen Welt.

Die Effektivität von drei spezifischen Inhaltsstoffen (v. a. Ellagsäure) in Granatapfelsaft gegen die Metastasenbildung bei Prostatakrebs gab Wissenschaftlern der University of California Riverside Anlass zur Vermutung, dass Ähnliches für die Brustkrebsbehandlung zutreffen könnte.

Wissenschaftler verglichen die Wirkung einer einprozentigen und einer fünfprozentigen Granatapfelsaftlösung auf Brustkrebszellen und auf gesunde Zellen.

Das Ergebnis der Labortests ist erstaunlich: Bereits die einprozentige Lösung brachte das Krebszellenwachstum bei den Brustkrebszellen zum Stillstand.

Zurückzuführen ist diese Wirkung auf eine erhöhte Genexpression, welche metastatischen Prozessen entgegenwirkt. Auf diese Weise werden Tumorzellen daran gehindert, auf umliegendes Gewebe überzugreifen und sich im Körper auszubreiten.

Darüber hinaus unterdrückte die einprozentige Granatapfelsaftlösung die Bindung von Krebszellen an Knochengewebe.

Einen Durchbruch in der Brustkrebsforschung erzielten die Forscher schliesslich mit der fünfprozentigen Lösung. In dieser Konzentration konnte das Krebszellenwachstum nicht nur gestoppt werden, ein Grossteil bereits existierender Krebszellen wurde sogar abgetötet.

Parallel zur Bekämpfung von Krebszellen durch Granatapfelsaft beobachteten Forscher dessen entzündungshemmende Wirkung. So minderten die Lösungen einerseits die Aktivität entzündungsfördernder (proinflammatorische) Zytokine und steigerten zugleich die Menge an entzündungshemmenden (antiinflammatorischen) Zytokinen.

Bei Zytokinen handelt es sich um regulatorische Eiweisse (Peptide), deren Zusammenspiel entscheidend für die Immunreaktion gegen krankhafte Prozesse einschliesslich Entzündungen und Metastasierungen ist.

Natürliche Wirkstoffe gegen Krebs, wie sie im Granatapfel vorkommen, stellen daher eine vielversprechende Alternative zu chemischen Medikamenten dar oder können herkömmliche Krebstherapien zumindest auf natürliche Weise unterstützen.

Granatapfel & Soja: Zusammen wirksam gegen Brustkrebs

Es zeigte sich bei den Untersuchungen, dass weniger ein bestimmter Wirkstoff des Granatapfels für dessen krebshemmende Wirkung verantwortlich gemacht werden kann als vielmehr die Synergie zwischen den einzelnen Inhaltsstoffen, wie sie im Granatapfelsaft bzw. im Granatapfelextrakt konzentriert vorhanden sind.

Für die Brustkrebsprävention kann bereits ein Glas Granatapfelsaft am Tag förderlich sein. Die in der Brustkrebsstudie verwendete einprozentige Konzentration der Granatapfelsaftlösung entspricht etwa drei Gläsern Granatapfelsaft.

Eine weitere Steigerung der Brustkrebsvorsorge und begleitenden Brustkrebstherapie kann mit der Kombination von Granatapfel und Soja erzielt werden.

Soja enthält das Phytoöstrogen Genistein, welches ebenfalls zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehört und hormonabhängiges Tumorwachstum stoppen kann.

Die Verbindung der sekundären Pflanzenstoffe von Granatäpfeln und Soja ist einer aktuellen Studie zufolge effektiver gegen Brutkrebszellen als das separate Konsumieren beider. Da Granatapfelsaft das ganze Jahr über erhältlich ist und Genistein auch als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden kann, können Frauen mit diesen beiden natürlichen Krebshemmern einfach und zugleich genussvoll vorsorgen!

Bei Soja sollte man jedoch generell auf eine BIO-Qualität achten, da mittlerweile sehr viele gentechnisch veränderte Sojaprodukte auf dem Markt erhältlich sind.

Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht zum Thema Selbstheilung:Brustkrebs: Erfahrungsbericht einer Selbstheilung

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Zuletzt kommentiert

schrieb am 18.02.2016

Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse habe ich mich auf Ihrer Internetseite zum Thema "Granatapfel bei Brustkrebs" informiert. Ich wollte gleich bei *** eine Bestellung aufgeben und finde den Warnhinweis: "Wegen des Phytoöstrogengehaltes sollten Patientinnen mit hormonsensitiven Brustkrebstumor keinen Granatapfelsaft zu sich nehmen". Nun bin ich etwas verunsichert; ich möchte meinem Körper etwas Gutes und Gesundes nach all den Strapazen tun und nicht schlimmstenfalls etwas Gegenteiliges.... Ich danke für eine Rückäuserung und grüße herzlich aus Berlin.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Vielen Dank für Ihre Frage.
In unserem Artikel beschreiben wir die Ergebnisse von Studien. Das heisst, wir können Ihnen die letztendliche Entscheidung für oder gegen den Granatapfelsaft natürlich nicht abnehmen, da niemand sagen kann, wie ein Lebensmittel bei welchem Menschen nun wirkt, zumal jeder Mensch ja ein ganz individuelles Krebsrisiko sein eigen nennt, das nicht zuletzt von seiner Lebens- und Ernährungsweise abhängt. Zu einem höheren Krebsrisiko trägt z. B. Alkohol bei, der das Brustkrebsrisiko drastisch erhöht und zwar schon bei 0,3 l Wein pro Tag. Auch Übergewicht, Bewegungsmangel und Vitamin-D-Mangel erhöhen das Brustkrebsrisiko. Ein Gläschen Saft ist da folglich eher nicht als Risiko einzustufen.

Oft beruhen die Warnungen vor Phytoöstrogenen überdies auf Studien, in denen sehr grosse Mengen isolierter Phytoöstrogene im Tierversuch eingesetzt wurden. Der Granatapfelsaft besteht jedoch nicht nur aus Phytoöstrogenen und enthält diese auch nicht in bedenklichen Mengen. Im Granatapfelsaft wirken hingegen die Antioxidantien und viele weitere Stoffe im Verbund mit den Phytoöstrogenen krebshemmend.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen