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Vitamin D lindert Fibromyalgie-Schmerzen

Vitamin D kann nicht nur die Schmerzen bei Fibromyalgie lindern, sondern auch die oft vorhandene morgendliche Müdigkeit reduzieren. Fibromyalgie gilt als unheilbar. Betroffene werden oft mit einem Cocktail aus starken Medikamenten, darunter Antidepressiva und Schmerzmittel, behandelt. Ganzheitliche Massnahmen sowie alternative Methoden können bei Fibromyalgie jedoch zu grossen Fortschritten führen. Vitamin D gehört in jedem Falle als eine von vielen Komponenten in eine ganzheitliche Therapie der Fibromyalgie.

Stand: 17 April 2026
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Fibromyalgie: unspezifische Symptome

Bis zur Diagnose Fibromyalgie haben Betroffene oft schon eine lange Leidenszeit hinter sich. Der Grund dafür sind die eher unspezifischen Symptome, die leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können.

Dazu können chronische Schmerzen, Müdigkeit, Gedächtnisprobleme, aber auch Depressionen und Angstzustände gehören. Besonders häufig wird die Fibromyalgie von Ärzten mit Arthritis verwechselt.

Diese beiden Erkrankungen unterscheiden sich jedoch darin, dass Arthritis-Patienten vorwiegend über schmerzende Gelenke klagen, während Fibromyalgie zumeist mit Muskelschmerzen einhergeht.

Schulmedizinisch werden Fibromyalgie-Patienten oft mit einer Kombination aus mehreren verschiedenen Medikamenten behandelt, wie etwa Antidepressiva und Schmerzmitteln.

Diese Medikamente können nicht nur starke Nebenwirkungen haben, sondern dienen zudem lediglich der Linderung der Symptome.

Ganzheitliche Methoden hingegen zielen auf eine Heilung des Geschehens oder zumindest auf eine möglichst umfassende Ausschaltung möglicher Ursachen.

Ungesunder Stress

So kann beispielsweise Stress infolge von mentaler Dauerbelastung die Symptome der Fibromyalgie verschlimmern. Daher helfen manchen Patienten Entspannungstechniken oder auch eine Gesprächstherapie oder eine kognitive Verhaltenstherapie.

Viele Fibromyalgie-Patienten haben überdies einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel, was offenbar gravierende Auswirkungen auf die Krankheit haben kann.

Fibromyalgie und Vitamin-D-Mangel

Ägyptische Forscher stellten in einer Studie an mehr als 120 Erwachsenen fest, dass Arthritis-Patienten, die zusätzlich an Fibromyalgie litten, einen wesentlichen geringeren Vitamin-D-Spiegel hatten (2) als die Teilnehmer, die "nur" Arthritis hatten oder als jene, die gesund waren.

Der Vitamin-D-Spiegel im Blut der Arthritis/Fibromyalgie-Patienten lag teilweise bei unter 10 ng/ml. Wünschenswert sind aus schulmedizinischer Sicht Werte um 30 ng/ml, aus ganzheitlicher bzw. orthomolekularmedizinischer Sicht Werte um 50 ng/ml.

Die Patienten litten also eindeutig an Vitamin-D-Mangel.

Dies führte Dr. Florian Wepner und seine Kollegen vom Orthopädischen Spital Speising in Wien zu der Annahme, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D die Symptome von Fibromyalgie-Patienten lindern könnte (1).

Vitamin D lindert Muskelschmerz bei Fibromyalgie

Die Wiener Forscher organisierten eine Zufallsstudie mit dreissig Fibromyalgie-Patientinnen, die alle einen niedrigen Calcifediol-Gehalt im Blut aufwiesen, also an einem Vitamin-D-Mangel litten.

Der Calcifediol-Wert ist der zuverlässigste Wert zur Bestimmung des Vitamin-D-Gehalts im Blut, wobei Calcifediol eine Vorstufe von Vitamin D darstellt, die dann im Körper zu aktivem Vitamin D (Calcitriol) weiter verarbeitet wird.

In besagter Studie erhielt eine Gruppe der Teilnehmerinnen ein Placebo, die andere Gruppe erhielt eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D.

Das Ziel war es, die Frauen innerhalb von zwanzig Wochen auf einen Vitamin-D-Spiegel zwischen 32 und 48 ng/ml zu bringen.

Während der Studie nahmen die Forscher den Teilnehmerinnen immer wieder Blut ab und passten gegebenenfalls die Vitamin-D-Dosis an.

Die Patientinnen, die die Supplementierung erhielten, berichteten von erheblichen Verbesserungen, was Schmerzen und morgendliche Müdigkeit anging.

Lediglich auf die rein psychischen Symptome wie Angst und Depression hatte die Nahrungsergänzung mit Vitamin D in der vorliegenden Studie keinen Einfluss.

Je stärker der Vitamin-D-Mangel, umso schlimmer der Schmerz

Ähnliche Ergebnisse konnten 2013 in einer türkischen Studie vom Ankara Training and Research Hospital beobachtet werden.

Dort zeigte sich, dass Fibromyalgie-Patienten umso intensivere Schmerzen hatten, je stärker ausgeprägt ihr Vitamin-D-Mangel war (3).

Bei Fibromyalgie sollte daher in jedem Fall der Vitamin-D-Level untersucht werden.

Weist die Blutanalyse auf einen Mangel oder einen grenzwertigen Spiegel hin, sollten in jedem Fall Massnahmen ergriffen werden, die den Vitamin-D-Spiegel wieder auf ein gesundes Niveau heben.

Wie ein Vitamin-D-Mangel behoben werden bzw. wie einem Vitamin-D-Mangel vorgebeugt werden kann, lesen Sie hier: Fünf Störfaktoren für Ihre Vitamin-D-Bildung

Über die Guaifenesin-Therapie bei Fibromyalgie lesen Sie auf unserer Seite: Guaifenesin – Lösung bei Fibromyalgie?

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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