Zentrum der Gesundheit
Zucker: Ein Risikofaktor für Lungenkrebs

Zucker: Ein Risikofaktor für Lungenkrebs

Autor: , Letzte Änderung:

(Zentrum der Gesundheit) – Das Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor für Lungenkrebs. Doch erkranken auch viele Menschen an Lungenkrebs, die nie geraucht haben. Was also könnte noch zur Entstehung von Lungenkrebs führen? Die Ernährung wird eher selten mit der Lungengesundheit in Verbindung gebracht, da man sich bevorzugt auf Dinge fokussiert, die eingeatmet werden. Jetzt hat sich gezeigt, dass die Ernährung zur Vorbeugung von Lungenkrebs sehr wichtig ist – und dass eine ungesunde Ernährung, die z. B. viel Zucker enthält, Lungenkrebs begünstigen kann.

Lungenkrebs durch zu viel Zucker?

Lungenkrebs – so heisst es – betrifft in 90 Prozent der Fälle Raucher oder Passivraucher. Was aber löst den Krebs aus, wenn jemand nie rauchte und auch nicht passivrauchte?

In einer neuen Studie der University of Texas M. D. Anderson Cancer Center hat sich gezeigt, dass es durchaus auch die Ernährung sein kann, die zur Entstehung von Lungenkrebs beiträgt. Die Untersuchung wurde im März 2016 im Fachmagazin Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention veröffentlicht, einem Journal der American Association for Cancer Research, und stellt die grösste Studie zu diesem Thema dar.

Für die Lungen: Früchte und Gemüse statt Fleisch und Milchprodukte

Studienautor Dr. Xifeng Wu erklärte, die Beweislage dafür, dass ernährungsbedingte Faktoren das Lungenkrebsrisiko beeinflussten, verdichte sich zusehends. So würde eine Ernährung aus reichlich Früchten und Gemüse das Risiko senken, während der Verzehr von rotem Fleisch, gesättigten Fetten und Milchprodukten das Lungenkrebsrisiko erhöhte.

In der vorliegenden Studie nun stand der glykämische Index (GI) der Ernährung und sein Einfluss auf das Lungenkrebsrisiko im Mittelpunkt. Frühere Studien hatten bereits eine Verbindung zwischen dem GI und vielen anderen Krebsarten ans Licht gebracht. Könnte er auch für Lungenkrebs verantwortlich sein?

Wie zuckerreiche Lebensmittel zu Krebs führen

Der glykämische Index ist ein Mass für die Qualität von Kohlenhydraten. Je mehr ein Kohlenhydrat den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt, umso höher der glykämische Index. Für Glucose (Traubenzucker) gilt der höchstmögliche GI von 100. Weisser Reis hat einen GI von 87, Weissbrot liegt bei 73, brauner Reis bei 55, Vollkornbrot bei 50, Äpfel bei 38 und Erdnüsse bei 14 – um einen groben Einblick in die Welt des glykämischen Indexes zu vermitteln.

Eine Ernährung bevorzugt aus Lebensmitteln mit hohem GI führt zu einem hohen Blutzuckerspiegel und gleichzeitig zu hohen Insulinwerten, was nun wiederum den IGF-Spiegel durcheinanderbringt. IGF steht für insulinähnliche Wachstumsfaktoren, weil die Stoffe, dem Insulin ähneln.

Ihre Aufgabe ist besonders in der Kindheit die Anregung des Wachstums. Bei Krebs aber fördern IGF auch das Wachstum des Krebstumors. Daher gelten erhöhte IGF-Spiegel im Blut als Risikofaktor für viele Krebsarten, auch für Lungenkrebs. Kann man somit sagen, dass eine Ernährung aus vielen Süssigkeiten, aus Weissbrot und anderen isolierten Kohlenhydraten eine Ursache für Lungenkrebs darstellt?

Hoher glykämischer Index: Bei Nichtrauchern Mitursache für Lungenkrebs

Professor Wu sagt:

“Wir beobachteten in unserer Studie ein um 49 Prozent erhöhtes Risiko für Lungenkrebs bei Personen mit dem höchsten GI verglichen mit jenen Personen, die sich von Lebensmitteln mit niedrigem GI ernährten.”

Untersucht wurden über 4.000 Menschen. Die Hälfte hatte Lungenkrebs, die andere Hälfte war gesund. Besonders bei Leuten, die nie geraucht hatten, war eine solche Ernährung offenbar ein häufiger Faktor, der zur Entstehung des Lungenkrebses beitrug. Bei den Rauchern erhöhte sich das Lungenkrebsrisiko durch eine zuckerreiche Ernährung nur um 31 Prozent.

Lungenkrebs vorbeugen

Um Lungenkrebs also zu vermeiden, hilft nicht nur das Nichtrauchen und ein insgesamt gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und wenig Alkohol. Auch die deutliche Einschränkung von Lebensmitteln und Getränken mit hohem GI ist sinnvoll. Zu den Lebensmitteln mit hohem GI gehören gesüsste Getränke, Süssigkeiten, Weissbrot, Backwaren aus Weissmehl, Ketchup, Bier, gezuckerte Frühstücksflocken, Kartoffelpüree und Bratkartoffeln.

Ausserdem sollte man zu ballaststoffreichen Lebensmitteln greifen, da Ballaststoffe zu einem niedrigen Lungenkrebsrisiko beitragen, worüber wir hier geschrieben haben: Ballaststoffe schützen vor Lungenkrankheiten. Praktischerweise gehören ballaststoffreiche Lebensmittel gleichzeitig zu den Lebensmitteln mit einem niedrigen GI.

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Ihnen gefällt das Ernährungskonzept des Zentrums der Gesundheit? Sie möchten gerne detailliert wissen, wie Sie für sich und Ihre Familie eine rundum gesunde Ernährung gestalten können?

Oder möchten Sie vielleicht Ihrem Berufsleben eine neue Perspektive geben und auch andere Menschen zu Themen rund um eine ganzheitliche Gesundheit beraten können? Wir empfehlen die Akademie der Naturheilkunde zur Aus- bzw. Weiterbildung.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie – die gesunde Ernährung und ein gesundes Leben lieben – in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit in einer Fernausbildung aus. Hier können Sie lesen, wie es bereits ausgebildeten Ernährungsberatern in ihrem neuen Beruf ergeht.

Quellen:



Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal