Zucker

Zucker sorgt für Brustkrebs und Metastasen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 02.10.2018
  • 3 Kommentare
Zucker sorgt für Brustkrebs und Metastasen
© awarts - Fotolia.com

Zucker und Krebs stehen in enger Verbindung. Krebszellen lieben Zucker – ganz gleich welchen. Sie nehmen Glucose und fast noch lieber Fructose. Steigt ausserdem der Insulinspiegel, dann fühlen sich Krebszellen wohler denn je. Aus ruhenden Krebszellen können sich jetzt aktive Krebszellen entwickeln. Und ist der Krebs erst einmal da, kann Zucker (auch wenn er nur in gemässigten Mengen verzehrt wird) die Gefahr der Metastasenbildung in den Lungen merklich steigern – so eine Studie. Der Ausstieg aus der Zuckersucht ist daher eine gute Idee!

Inhaltsverzeichnis

Curcuperin

Zucker lässt Tumoren in Brust und Lunge wachsen

Forscher des University of Texas M. D. Anderson Cancer Centers warnen in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Cancer Research vor den hohen Zuckergehalten der typisch westlichen Ernährungsweise. Zucker – so zeigten sie in einer aktuellen Studie – beeinflusst die Aktivität bestimmter Enzyme, wie z. B. der 12-Lipoxygenase, auch 12-LOX abgekürzt, die eine tumorfördernde Wirkung mit sich bringt.

Zusätzlich aktiviert verzehrter Zucker die 12-HETE-Bildung in den Brustkrebszellen. Beides beschleunigt das Tumorwachstum sowie die Metastasenbildung. 12-HETE wiederum ist ein Abkömmling der bekannteren Arachidonsäure, einer Omega-6-Fettsäure, die ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln zu finden ist und für deren entzündungsfördernde und krebsaktivierende Wirkung bekannt ist.

Stärke besser als Zucker

"Wir stellten fest, dass Saccharose (Haushaltszucker) in Mengen, wie sie in der normalen westlichen Ernährung vorkommen, zu einem verstärkten Tumorwachstum und einem höheren Ausmass an Metastasenbildung führt. Eine stärkereiche Ernährung hingegen, die keinen Zucker enthält, bringt diese Gefahren in deutlich geringerem Mass mit sich",

so Dr. Peiying Yang, Assistenzprofessorin für Palliative Medizin, Rehabilitation und Integrative Medizin.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Zucker als Entzündungsinitiator massgeblich an der Entstehung von Krebs beteiligt ist. Wir haben bereits darüber berichtet, z. B. hier: Prädiabetes fördert die Entstehung von Krebs, wo es darum ging, dass Diabetiker bzw. Menschen mit Prädiabetes (Diabetesvorstufe) häufiger an Krebs erkranken – besonders an Brust- und Darmkrebs.

Die Krebsgefahr geht einerseits direkt von den Diabetesmedikamenten aus, wobei Metformin geringer krebsfördernd wirkt als hochdosiertes Insulin und als Medikamente auf Basis der Sulfonylharnstoffe.

Andererseits ist der bei Diabetes und Prädiabetes typisch erhöhte Insulinspiegel infolge einer Insulinresistenz ein Problem. Insulin wirkt entzündungsfördernd und kann ruhende Krebsvorstufen so aktivieren, dass sie wachsen und sich vermehren.

Und ist der Krebs erst einmal da, freut er sich über den bei Diabetes meist auch erhöhten Blutzuckerspiegel, denn Zucker ist der Treibstoff der Krebszellen – wie wir hier schon beschrieben hatten: Krebs liebt Zucker

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Schon gemässiger Zuckerkonsum ist kritisch

Co-Autor der texanischen Studie Dr. Lorenzo Cohen erklärte:

"Es zeigte sich, dass besonders Fructose aus Haushaltszucker und dem sog. HFCS (fructosereicher Maissirup) – die beide in der modernen Ernährung allgegenwärtig sind – mitverantwortlich sind sowohl für die Bildung von Lungenmetastasen als auch für die 12-HETE-Bildung in Brusttumoren."

Schon ein gemässigter Zuckerkonsum wird von den Wissenschaftlern als kritisch eingestuft.

Das MD Anderson Team teilte Mäuse in vier verschiedene Gruppen mit vier verschiedenen Ernährungsweisen auf. Nach 6 Monaten zeigten 30 Prozent der Stärkegruppe messbare Tumore, während es in den Gruppen, deren Speiseplan zusätzlich entweder Haushaltszucker oder Fructose enthalten hatte, 50 bis 58 Prozent waren, die Brustkrebs bekommen hatten.

Auch die Zahl der Lungenmetastasen war in den beiden Zuckergruppen höher als in der Stärkegruppe.

Nicht nur Zucker führt zu Krebs!

Natürlich ist für die Insulinresistenz nicht nur der Zucker verantwortlich. Besonders bei Übergewichtigen ist es auch eine proteinreiche Ernährung, die in Kombination mit viel Fett (insbesondere mit der Arachidonsäure) die Entstehung der Insulinresistenz fördert.

Wissenschaftler der Duke University in North California berichteten, dass im Blut von übergewichtigen Diabetikern erhöhte Mengen an Stoffwechselrückständen der sog. BCAA-Aminosäuren (verzweigtkettige Aminosäuren) zu finden sind – aber nur, wenn gleichzeitig auch viel Fett gegessen wird.

Diese Überlastung des Stoffwechsels führe – so die Forscher – zu Veränderungen auf Zellebene, die sich in Insulinresistenz äussern.

Kein Zucker – kein Krebs

Das Fazit ist nun nichts Neues: Wer Krebs vorbeugen und gesund und munter bleiben will, meidet Industriezucker und Fertigprodukte, die damit gesüsst sind, bewahrt sein Normalgewicht, isst nicht zu viel Protein und schon gar nicht zu viel Fett.

In Sachen Fett meidet man insbesondere tierische Fette (fettes Fleisch, Käse), aber auch linolsäurereiche pflanzliche Öle, da der Organismus die Linolsäure in die Arachidonsäure umwandeln kann. Linolsäurereiche pflanzliche Öle sind z. B. das Distelöl und das Sonnenblumenöl.

Schon allein diese einfachen Regeln führen zu einem sinkenden Krebsrisiko und sorgen gleichzeitig dafür, dass Sie sich insgesamt viel wohler und leistungsfähiger fühlen, denn Zucker erhöht ja nicht nur das Krebsrisiko, sondert begünstigt auch Karies und viele andere chronische Erkrankungen.

Wie Sie den Ausstieg aus der Zuckersucht schaffen, haben wir hier erklärt: Ausstieg aus der Zuckersucht

Gesunde Fette und Öle finden Sie hier beschrieben: Gesunde Fette und Öle

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anonym schrieb am 30.04.2018

Guten Tag,

ich habe vor kurzer Zeit Ihre Seite entdeckt und bin sehr überrascht, wie viele Informationen und differenzierte Darstellungen man dort finden kann.

Ich habe nun eine Frage, für die ich keine ganz eindeutige Antwort gefunden habe: Zucker bei Krebs. Sie bieten viele Infos zum Thema Zucker, industrielle Fructose etc.
Aber offen bleibt für mich das Thema Obst. Bei Dr. Puttich z.B., deutschlandweit bekannter Arzt, der die Vitamin B17-Therapie anbietet, wird z.B. empfohlen, täglich mdt. 1/2 Papaya und 1/2 Ananas zu essen. Auch sonst finden sich viele Leute, die Ernährungshinweise bei Krebs entwickelt haben, bei denen Obst, z.B. auch Trauben, Birnen ... auf alle Fälle zu empfohlenen Ernährung dazu gehören. Eher sehr sehr selten gibt es Stimmen, die sagen, bei Krebs gar kein Obst, nur Gemüse. Gibt es da bei Ihnen klare Empfehlungen, die ich noch nicht gefunden habe?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. Freundliche Grüße aus Berlin

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

In vielen unserer Artikel wird erklärt, dass eine Ernährung, die Früchte enthält, das Krebsrisiko mindert, z. B. hier. Auch in diesem Text wird klar, dass zwar isolierte Zuckerformen, nicht aber Früchte, das Krebsrisiko erhöhen. Selbst zur Prävention von Diabetes ist eine früchtereiche Ernährung geeignet, während man isolierte Zuckerformen natürlich meiden sollte.

Hier wird erklärt, dass es die isolierte Industriefructose ist, die gesundheitliche Probleme schafft, dass man aber auch mit Fruchtsäften und insbesondere Fruchtdicksäften/Sirupe sparsam umgehen sollte, da auch diese hochkonzentrierte und isolierte Zuckerformen darstellen.

Früchte jedoch stellen in ihrer natürlichen Form kein Problem dar, im Gegenteil, sie helfen bei der Vorbeugung von Krankheiten.

Alles Gute!

Ihr ZDG-Team

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Quellen