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Zucker
Zucker sorgt für Brustkrebs und Metastasen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 15.02.2017
Zucker sorgt für Brustkrebs und Metastasen
© awarts - Fotolia.com

Zucker und Krebs stehen in enger Verbindung. Krebszellen lieben Zucker – ganz gleich welchen. Sie nehmen Glucose und fast noch lieber Fructose. Steigt ausserdem der Insulinspiegel, dann fühlen sich Krebszellen wohler denn je. Aus ruhenden Krebszellen können sich jetzt aktive Krebszellen entwickeln. Und ist der Krebs erst einmal da, kann Zucker (auch wenn er nur in gemässigten Mengen verzehrt wird) die Gefahr der Metastasenbildung in den Lungen merklich steigern – so eine Studie, die am 1. Januar 2016 veröffentlicht wurde. Der Ausstieg aus der Zuckersucht ist daher eine gute Idee!

Zucker lässt Tumoren in Brust und Lunge wachsen

Forscher des University of Texas M. D. Anderson Cancer Centers warnen in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Cancer Research vor den hohen Zuckergehalten der typisch westlichen Ernährungsweise. Zucker – so zeigten sie in einer aktuellen Studie – beeinflusst die Aktivität bestimmter Enzyme, wie z. B. der 12-Lipoxygenase, auch 12-LOX abgekürzt, die eine tumorfördernde Wirkung mit sich bringt.

Zusätzlich aktiviert verzehrter Zucker die 12-HETE-Bildung in den Brustkrebszellen. Beides beschleunigt das Tumorwachstum sowie die Metastasenbildung. 12-HETE wiederum ist ein Abkömmling der bekannteren Arachidonsäure, einer Omega-6-Fettsäure, die ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln zu finden ist und für deren entzündungsfördernde und krebsaktivierende Wirkung bekannt ist.

Sango Koralle

Stärke besser als Zucker

"Wir stellten fest, dass Saccharose (Haushaltszucker) in Mengen, wie sie in der normalen westlichen Ernährung vorkommen, zu einem verstärkten Tumorwachstum und einem höheren Ausmass an Metastasenbildung führt. Eine stärkereiche Ernährung hingegen, die keinen Zucker enthält, bringt diese Gefahren in deutlich geringerem Mass mit sich",

so Dr. Peiying Yang, Assistenzprofessorin für Palliative Medizin, Rehabilitation und Integrative Medizin.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Zucker als Entzündungsinitiator massgeblich an der Entstehung von Krebs beteiligt ist. Wir haben bereits darüber berichtet, z. B. hier: Prädiabetes fördert die Entstehung von Krebs, wo es darum ging, dass Diabetiker bzw. Menschen mit Prädiabetes (Diabetesvorstufe) häufiger an Krebs erkranken – besonders an Brust- und Darmkrebs.

Die Krebsgefahr geht einerseits direkt von den Diabetesmedikamenten aus, wobei Metformin geringer krebsfördernd wirkt als hochdosiertes Insulin und als Medikamente auf Basis der Sulfonylharnstoffe.

Andererseits ist der bei Diabetes und Prädiabetes typisch erhöhte Insulinspiegel infolge einer Insulinresistenz ein Problem. Insulin wirkt entzündungsfördernd und kann ruhende Krebsvorstufen so aktivieren, dass sie wachsen und sich vermehren.

Und ist der Krebs erst einmal da, freut er sich über den bei Diabetes meist auch erhöhten Blutzuckerspiegel, denn Zucker ist der Treibstoff der Krebszellen – wie wir hier schon beschrieben hatten: Krebs liebt Zucker

Schon gemässiger Zuckerkonsum ist kritisch

Co-Autor der texanischen Studie Dr. Lorenzo Cohen erklärte:

"Es zeigte sich, dass besonders Fructose aus Haushaltszucker und dem sog. HFCS (fructosereicher Maissirup) – die beide in der modernen Ernährung allgegenwärtig sind – mitverantwortlich sind sowohl für die Bildung von Lungenmetastasen als auch für die 12-HETE-Bildung in Brusttumoren."

Schon ein gemässigter Zuckerkonsum wird von den Wissenschaftlern als kritisch eingestuft.

Das MD Anderson Team teilte Mäuse in vier verschiedene Gruppen mit vier verschiedenen Ernährungsweisen auf. Nach 6 Monaten zeigten 30 Prozent der Stärkegruppe messbare Tumore, während es in den Gruppen, deren Speiseplan zusätzlich entweder Haushaltszucker oder Fructose enthalten hatte, 50 bis 58 Prozent waren, die Brustkrebs bekommen hatten.

Auch die Zahl der Lungenmetastasen war in den beiden Zuckergruppen höher als in der Stärkegruppe.

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Nicht nur Zucker führt zu Krebs!

Natürlich ist für die Insulinresistenz nicht nur der Zucker verantwortlich. Besonders bei Übergewichtigen ist es auch eine proteinreiche Ernährung, die in Kombination mit viel Fett (insbesondere mit der Arachidonsäure) die Entstehung der Insulinresistenz fördert.

Wissenschaftler der Duke University in North California berichteten, dass im Blut von übergewichtigen Diabetikern erhöhte Mengen an Stoffwechselrückständen der sog. BCAA-Aminosäuren (verzweigtkettige Aminosäuren) zu finden sind – aber nur, wenn gleichzeitig auch viel Fett gegessen wird.

Diese Überlastung des Stoffwechsels führe – so die Forscher – zu Veränderungen auf Zellebene, die sich in Insulinresistenz äussern.

Kein Zucker – kein Krebs

Das Fazit ist nun nichts Neues: Wer Krebs vorbeugen und gesund und munter bleiben will, meidet Industriezucker und Fertigprodukte, die damit gesüsst sind, bewahrt sein Normalgewicht, isst nicht zu viel Protein und schon gar nicht zu viel Fett.

In Sachen Fett meidet man insbesondere tierische Fette (fettes Fleisch, Käse), aber auch linolsäurereiche pflanzliche Öle, da der Organismus die Linolsäure in die Arachidonsäure umwandeln kann. Linolsäurereiche pflanzliche Öle sind z. B. das Distelöl und das Sonnenblumenöl.

Schon allein diese einfachen Regeln führen zu einem sinkenden Krebsrisiko und sorgen gleichzeitig dafür, dass Sie sich insgesamt viel wohler und leistungsfähiger fühlen, denn Zucker erhöht ja nicht nur das Krebsrisiko, sondert begünstigt auch Karies und viele andere chronische Erkrankungen.

Wie Sie den Ausstieg aus der Zuckersucht schaffen, haben wir hier erklärt: Ausstieg aus der Zuckersucht

Gesunde Fette und Öle finden Sie hier beschrieben: Gesunde Fette und Öle

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Ernährungswiss. Sara schrieb am 09.04.2018

Guten Tag,

auf Bitte einer Freundin habe ich den Artikel fachkundlich als Ernährungswissenschaftlerin recherchiert. Vor allem mit der Frage ob die Ergebnisse dass Zucker Brustkrebs wachsen lässt auch auf normale verbrauchte Mengen zutrifft.

Es handelt sich bei der hauptsächlich zu Grunde liegenden Studie nicht um Mengen, die der Mensch täglich durchschnittlich zu sich nimmt. Zum Vergleich: das waren 2017 ca. 1,2 g Zucker/Tag pro kg Körpergewicht.
In der Studie wurden 7 bis fast 60 fach höhere Mengen bei der Maus verwendet. (Auf Nachfrage von Autorin Yang erfahren).
Mit einer normalen westlichen Ernährung sollten solche Mengen also nicht erreicht werden. Durch einen dauerhaften hohen Konsum an industriell hergestellten Lebensmitteln oder z.B. Softdrinks in hohem Maße ist diese Menge jedoch möglich.

In dem Artikel ist dies leider verwirrend dargestellt, da die Autorin der Studie zitiert wird, sie gehe von Mengen in der normalen westlichen Ernährung aus. Das könnte Menschen dazu veranlassen weniger Obst zu sich zu nehmen oder sich gar ein Selbstverschulden der Krebserkranung durch Obst oder Fertigprodukte zuzuschrieben.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Sara

Zur Schlussfolgerung, man solle weniger Obst essen, wird man nach Lesen des Artikels nicht gelangen. Dort wird an mehr als einer Stelle erwähnt, dass es sich um Industriezucker handelt, um Fructose aus HFCS, um Fertigprodukte etc. Und selbst wer ab sofort Obst meiden würde (wozu wir nicht raten), wird keine gesundheitlichen Nachteile erleiden. Als Ernährungswissenschaftlerin wissen Sie ja selbst am besten, dass man wunderbar auch ohne Obst und stattdessen mit reichlich Gemüse, Salaten und Sprossen seinen Vitalstoffbedarf decken kann, oft sogar besser als durch Obst.

Auch geben wir lediglich die Aussagen und Meinungen der beteiligten Wissenschaftler wider. Und wenn diese sogar schon vor gemässigtem Zuckerkonsum warnen, dann schreiben wir dies auch genau so, denn schon eine "normale" westliche Ernährung enthält - auch unserer Meinung nach - viel zu viel Zucker. Ja, man sollte - wiederum unserer Meinung nach - überhaupt keinen industriell verarbeiteten Zucker zu sich nehmen, wenn man gesund bleiben oder es werden möchte. Daher raten wir auch keinesfalls zu einer "normalen" westlichen Ernährung.

Es ist übrigens mit einer der ersten Schritte auf dem Weg zur Heilung, sich über das eigene Selbstverschulden Gedanken zu machen. Erst wenn man erkennt, was man in der Vergangenheit falsch gemacht hat, kann man Änderungen herbeiführen.

Problematisch sind hingegen die typischen Aussagen von vielen Ärzten, man könne da selbst gar nichts machen und die Ernährung habe auch sicher nicht zur Entstehung der Krankheit beigetragen. Dieses Verhalten sorgt dafür, dass sich der Patient in falscher Sicherheit wiegt.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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