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Welche Vitamine bei Schizophrenie

Welche Vitamine bei Schizophrenie

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(Zentrum der Gesundheit) – Bei Schizophrenie gibt es aus schulmedizinischer Sicht derzeit keine Aussicht auf Heilung. Die Schulmedizin verordnet daher Medikamente, mit denen man hofft, wenigstens die typischen Schizophrenie-Symptome mindern zu können. Zwei Übersichtsarbeiten brachten in den letzten Jahren jedoch zutage, dass Vitalstoffe – und hier besonders die B-Vitamine – ein wichtiger Bestandteil der Therapie darstellen sollten. Sie unterstützen die Wirkung der Medikamente bei manchen Patienten so gut, dass es zu einer besseren Symptomreduzierung kommt als durch die Arzneimittel allein.

Schizophrenie: Antipsychotika am besten gemeinsam mit Vitaminen einnehmen

Schizophrenie betrifft weltweit etwa 1 Prozent aller Menschen, meist sind es Männer. Die belastende Störung zeigt sich in schwerwiegenden psychischen Symptomen wie etwa Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Antriebslosigkeit, Verstummen, reduzierter emotionaler Ausdrucksfähigkeit oder auch seltsamen Bewegungsabläufen (z. B. stereotype Bewegungen).

Da man die Ursache der Krankheit nicht kennt, ist auch eine ursächliche Behandlung bislang nicht möglich. Die Schulmedizin verordnet folglich Antipsychotika (Neuroleptika), um wenigstens die Symptome zu lindern. Begleitend stehen Psychotherapien und soziotherapeutische Interventionen zur Verfügung. Zu letzteren gehören beispielsweise Hilfe zur Reintegration im Alltag/Berufsleben oder auch ambulante und stationäre Behandlungen.

Antipsychotika scheinen besonders in den ersten Monaten der Behandlung zu wirken, langfristig sind die therapeutischen Erfolge jedoch eher beschränkt. Denn fast 80 Prozent der Patienten erleben trotz der Medikamente Rückfälle in die typischen Symptome und leiden erneut unter Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Gleichzeitig können nach langfristiger Einnahme der Medikamente irreversible Nebenwirkungen auftreten, wie z. B. die sog. Spätdyskinesien. Sie zeigen sich in seltsamen Gesichtsbewegungen (Zuckungen, Schmatzen, Blinzeln etc.).

Vitaminmangel führt zu Gehirnschäden und begünstigt Schizophrenie

Zahlreiche Studien aus den letzten Jahren und Jahrzehnten weisen nun aber darauf hin, dass die Ernährung einen grossen Einfluss auf die psychische Gesundheit eines Menschen hat. Verschiedene Theorien gehen überdies davon aus, dass nicht nur genetische Faktoren, sondern auch ganz konkret Vitalstoffmängel zur Entstehung der Schizophrenie beitragen können.

Denn Vitamine und Mineralstoffe spielen für einwandfreie Gehirnfunktionen eine äusserst wichtige Rolle. So weiss man beispielsweise längst, dass ein Vitaminmangel zu oxidativen Schäden, zu einem Untergang von Nervenzellen und zu Defiziten in Methylierungsprozessen führen kann. 

Wie Vitamine das Gehirn schützen

Bei Methylierungsprozessen, die täglich millionenfach im Körper ablaufen, werden sog. Methylgruppen (CH3) an andere Moleküle angehängt. Auf diese Weise werden Gene oder enzymatische Reaktionen ein- und abgeschaltet. Die Methylierung ist beispielsweise für die Entgiftung wichtig, für gesunde Immunreaktionen, für Heilprozesse (Gewebereparaturen), für erholsamen Schlaf und für eine antientzündliche Wirkung.

Aber auch Neurotransmitter wie das "Wohlfühlhormon" Serotonin werden über Methylierungsprozesse – je nach Bedarf – aktiviert oder deaktiviert. Gerade ein ausgeglichener Neurotransmitterspiegel ist für die psychische Gesundheit jedoch entscheidend. Fehlen daher Methylgruppen, dann kann es zu massiven Störungen im Organismus kommen und so auch zu psychischen Störungen.

Mit Methylgruppen versorgen beispielsweise die Aminosäure Methionin oder auch das Vitamin B12. Daher verwundert es nicht, wenn gerade ein Vitamin-B12-Mangel immer wieder mit psychischen Problemen in Verbindung gebracht wird.

Je besser der Vitamin-Status, desto schwächer die Schizophrenie-Symptome

Im Jahr 2012 untersuchten indische Forscher nun die bis zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Studien zum Thema "Vitamine und Schizophrenie". Sie schrieben, dass Patienten mit psychischen Störungen, die gleichzeitig an einem Vitaminmangel leiden, im Allgemeinen mit schwerwiegenderen Symptomen zu kämpfen haben als Patienten mit guter Vitalstoffversorgung. Bei Vitaminmängeln sprechen Patienten ausserdem weniger gut auf die konventionelle Therapie an. Insbesondere die Vitamine B, C, D und E spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Schizophrenie.

Vitaminmangel in der Schwangerschaft: Erhöhtes Schizophrenie-Risiko beim Kind

Ein Vitaminmangel kann überdies auch in der Schwangerschaft das Schizophrenierisiko für das werdende Kind in seinem späteren Leben erhöhen. Ein mütterlicher Mangel an Folsäure (Vitamin B9) beispielsweise beeinflusst mindestens drei Mechanismen, die eine Schizophrenie beim Kind begünstigen können.

Auch ein erhöhter Homocysteinspiegel der Mutter kann beim Kind das Schizophrenierisiko heben, da Homocystein die Entwicklung von Gehirnstrukturen und Gehirnfunktionen stören kann. Zu hohe Homocysteinspiegel werden beim gesunden Menschen normalerweise abgebaut. Dazu sind jedoch Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 erforderlich. Fehlen diese Vitalstoffe, steigt der Homocysteinspiegel. Bei bereits Erwachsenen kann ein erhöhter Homocysteinspiegel ebenfalls zu Störungen im Gehirn und zu Schizophrenie beitragen bzw. zu einer Verstärkung der Symptome führen.

Vitamin D ist ein weiterer Vitalstoff, mit dem werdende Mütter gut versorgt sein sollten. Vitamin D ist ebenfalls an der Gehirnentwicklung beteiligt. Man vermutet, dass ein Vitamin-D-Mangel der Mutter während der Schwangerschaft beim Kind das Schizophrenierisiko im Erwachsenenalter erhöht. Eine finnische Studie ergab ausserdem, dass Kinder, die im ersten Lebensjahr nicht gut mit Vitamin D versorgt waren, im späteren Leben ein signifikant höheres Risiko hatten, an Schizophrenie zu erkranken.

B-Vitamine bei Schizophrenie

Besonders die B-Vitamine sind im Zusammenhang mit der Schizophrenie gut erforscht – und zwar insbesondere die Vitamine B3 (Niacin), B6 (Pyridoxin), B9 (Folsäure) und B12 (Cobalamine). Ein B12-Mangel steht in Verbindung mit vielerlei neurologischer und psychiatrischer Störungen einschliesslich verlangsamter Denkprozesse, Wahnvorstellungen, affektiven Störungen, Persönlichkeitsveränderungen und akuten oder chronischen Psychosen. Auch gibt es eine Studie an 644 psychisch kranken Menschen, die zeigt, dass über 78 Prozent aller Schizophrenie-Patienten einen Vitamin-B12-Mangel aufweisen.

In den 1950er Jahren wurde von Wissenschaftlern rund um den Arzt, Biochemiker und Psychiater Abram Hoffer (1917 – 2009) die sog. Adrenochrom-Theorie vorgestellt, derzufolge ein oxidiertes Derivat des Hormons Adrenalin (das Adrenochrom) halluzinogene Eigenschaften besitze und zu schizophrenen Symptomen führen soll. Vitamin B3 nun schränke die Produktion von Adrenalin und somit auch die im Blut zirkulierende Adrenochrom-Menge ein, wodurch sich die Schizophrenie-Symptome reduzieren lassen.

Aus Vitamin B3 kann der Körper ausserdem NAD und NADH herstellen, Co-Enzyme, die an vielen Körperprozessen beteiligt sind. Wenn Adrenalin im Gehirn zu Adrenochrom oxidiert wird und genügend NAD und NADH zugegen sind, dann kann das Adrenochrom wieder zurück zu Adrenalin verwandelt werden. Daher gilt Vitamin B3 laut damaliger Forscher als wichtiger Therapiebestandteil bei Schizophrenie. Heute ist diese These umstritten. Nichtsdestotrotz zeigte sich Vitamin B3 in der Praxis als äusserst vielversprechend bei Schizophrenie-Patienten, allerdings nur in den erforderlichen hohen Dosen.

Entsprechend erfolgreiche Studien mit Schizophrenie-Patienten wurden 2008 im Alternative Medicine Review vorgestellt, z. B. eine der ersten Studien zu diesem Thema, die im Jahr 1957 veröffentlicht wurde. 30 akut an Schizophrenie erkrankte Patienten nahmen teil und erhielten entweder ein Placebo oder Niacinamid oder Niacin (beides sind Vitamin-B3-Formen). Die Probanden erhielten (zusätzlich zur üblichen Therapie) dreimal täglich je 1 g und zwar 30 Tage lang. Anschliessend beobachtete man, wie sich ihr Befinden im folgenden Jahr veränderte. Es zeigte sich, dass jene, die das Vitamin B3 bekommen hatten, eine mehr als doppelt so hohe Genesungsrate (80 Prozent) aufwiesen als die Placebogruppe (33 Prozent). Ähnliche Ergebnisse erzielte eine weitere placebokontrollierte randomisierte und doppelblinde Studie, die im Anschluss mit über 80 schizophrenen Patienten durchgeführt wurde.

Als man später Daten aus den Jahren 1956 bis 1964 auswertete, zeigte sich, dass jene Schizophreniepatienten, die kein Vitamin B3 nahmen im Durchschnitt 691 Tage im Krankenhaus verbracht hatten, während es bei den B3-Patienten nur 79 Tage waren.

Hoffer empfahl als Startdosis für Erwachsene dreimal täglich jeweils 1.000 mg Niacin. Diese Dosis sollte langsam auf insgesamt 4.500 bis 18.000 mg erhöht werden – abhängig vom Patienten, der – um ein Erschrecken zu vermeiden – unbedingt über die möglichen Nebenwirkungen aufgeklärt werden müsse, da hohe Vitamin-B3-Dosen vorübergehend(!) zum sog. Flushing-Effekt führen können (innere Hitze, starkes Erröten und Juckreiz der Haut). Dieser Effekt beginnt 15 Minuten nach der Einnahme und dauert höchstens 1 bis 2 Stunden an und tritt bei regelmässiger Vitamin-B3-Einnahme nach einigen Tagen immer schwächer auf.

Eine Lebertoxizität, die Vitamin-B3-Hochdosen häufig vorgeworfen wird, seien kein Problem – so Hoffer – wenn man sofort wirksame B3-Präparate verwendet, also keine zeitverzögert wirksamen Präparate. Häufig gab Hoffer gleichzeitig mit B3 auch Vitamin C, das sich auch in den nachfolgend beschriebenen Studien als hilfreich erwiesen hat:

Vitamin C bei Schizophrenie

In einer Studie von Suboticanec et al. hatten Schizophreniepatienten bei ein und derselben Ernährungsweise signifikant niedrigere Vitamin-C-Plasmaspiegel und auch eine niedrigere Vitamin-C-Ausscheidung über den Urin als die nichtschizophrene Kontrollgruppe. Erst als man den schizophrenen Patienten vier Wochen lang täglich 70 mg Vitamin C gab, konnten keine Unterschiede mehr zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden, zumindest was die Plasmawerte anging. Die Urin-Vitamin-C-Werte jedoch waren nach wie vor gering.

Man gab den Schizophrenie-Patienten nun 1 g Vitamin C täglich – vier Wochen lang. Erst jetzt waren sämtliche Vitamin-C-Werte mit denen der Kontrollgruppe vergleichbar. Die entsprechenden Forscher gaben an, dass ihre Studie die Hypothese bestätige, derzufolge man bei einer Schizophrenie einen deutlich höheren Vitamin-C-Bedarf habe als gesunde Menschen.

In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie zeigten Dakhale et al., dass eine achtwöchige Supplementierung mit Vitamin C oxidativen Stress reduziere und psychische Symptome bessere. In den beiden Gruppen befanden sich je 20 Personen. Bei allen Probanden fand man zunächst sowohl hohe MDA-Werte (Mass für oxidativen Stress) als auch niedrige Vitamin-C-Werte. Nach der Vitamin-C-Einnahme (gemeinsam mit dem verordneten Antipsychotikum) konnten beide Werte verbessert werden – allerdings nur in der Vitamin-C-Gruppe, nicht in der Placebo-Gruppe. Gleichzeitig gingen die Schizophreniesymptome zurück.

Vitamin E bei Schizophrenie

Vitamin E ist ein bekanntes Antioxidans, das Schäden durch zelltoxische freie Radikale abwehrt. Vitamin E wird in der Psychiatrie beispielsweise bei den schon weiter oben genannten Spätdyskinesien verabreicht, die bei 20 Prozent all jener Patienten auftreten, die über Jahre hinweg mit Antipsychotika behandelt wurden. Vitamin E kann Spätdyskinesien vorbeugen oder ihre Intensität abmildern – letzteres besonders dann, wenn die Dyskinesie erst in den letzten fünf Jahren auftrat.

Nach Durchsicht der vorliegenden Dokumente kann geschlossen werden, dass die gute Versorgung mit Vitamin E, Vitamin C und Betacarotin – am besten schon im frühen Stadium der Erkrankung – weitere oxidative Schäden und somit eine Verschlechterung der Situation verhindert werden können.

In einer doppelblinden placebokontrollierten Studie von Lerner et al. ist von hohen Dosen Pyridoxin (Vitamin B6) die Rede (400 mg/Tag). Auch diese hätten bei Schizophrenie-Patienten die Symptome der Spätdyskinesie reduzieren können. Setzte man das Vitamin nach einigen Wochen wieder ab, kehrten die Symptome verstärkt zurück.

B-Vitamine bei Schizophrenie unterstützen Wirkung der schulmedizinischen Therapie

Hoffers Adrenochrom-These und Vitamin-B3-Hochdosen werden derzeit abgelehnt und in der aktuellen schulmedizinischen Therapie der Schizophrenie auch nicht berücksichtigt. Eine neue Metaanalyse vom Februar 2017 bestätigt jedoch Hoffers Vorgehensweise und zeigt, dass hohe Gaben mit B-Vitaminen zusätzlich zur Standardtherapie offenbar deutlich besser zur Reduzierung der Schizophrenie-Symptome beitragen können als die herkömmliche Therapie allein.

Die Untersuchung, die das Team rund um Joseph Firth von der University of Manchester im Vereinigten Königreich durchführte, wurde im Journal Psychological Medicine veröffentlicht. Firth und Kollegen analysierten darin sämtliche Studien, die sich bis zum jetzigen Zeitpunkt mit den Auswirkungen von Vitaminen und Mineralstoffen auf Schizophrenie auseinander gesetzt hatten. Insgesamt waren es 18 Studien mit 832 Patienten, die alle bereits in psychiatrischer Behandlung waren.

Es zeigte sich, dass hohe Vitamin-B-Dosen (Vitamin B6, B8 (Inositol) und B12) signifikant Schizophrenie-Symptome bessern können. Niedrige Dosen hingegen zeigten keine Effekte. Die B-Vitamine sollten dabei so früh wie möglich in die Therapie mit eingebunden werden. Denn in den untersuchten Studien sah man, dass die B-Vitamine bei jenen Patienten am besten wirkten, die erst kurz von der Krankheit betroffen waren.

Joseph Firth erklärt:

Die Ergebnisse waren jedoch sehr unterschiedlich, sodass wir davon ausgehen müssen, dass eine Nahrungsergänzung mit B-Vitaminen nicht bei allen Patienten, sondern nur bei bestimmten Patientengruppen hilfreich ist. Möglicherweise weisen die Patienten, die auf Vitamingaben reagieren, eine bestimmte genetische Disposition auf. Oder es reagieren nur Patienten, die vor der Vitamineinnahme an einem eindeutigen Vitaminmangel gelitten hatten.

Vitamine spielen bei Schizophrenie eine grosse Rolle

Vitaminmängel spielen somit auch bei der Schizophrenie eine wichtige Rolle. Sie erhöhen die Gefahr, überhaupt erst an einer Schizophrenie zu erkranken und führen – hat man die Störung erst einmal – dazu, dass die Symptome immer schlimmer werden. Gleichzeitig verstärken Vitaminmängel natürlich nicht nur die Schizophreniesymptome, sondern führen auch zu jedem anderen Problem, das mit dem jeweiligen Vitaminmangel in Verbindung steht, ob dies nun Herz-Kreislauf-Probleme sind, chronisch entzündliche Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen etc.

Bei einer Schizophrenie – ob Sie selbst betroffen sind oder Angehörige – sollten in jedem Falle die Vitamine B3, B6, B9, B12, C, D und E überprüft und in therapeutischen Dosen (gemeinsam mit einem Antipsychotikum, falls erforderlich) gegeben werden.

Schizophrenie: Welche Vitamine in welchen Dosen

Patrick Holford weist in seinem Buch Optimale Ernährung für die Psyche seit mindestens 2003 darauf hin, wie wichtig Vitalstoffe bei psychischen Störungen sind. Bei Schizophrenie empfiehlt er die folgende Vorgehensweise:
 

  • Fettsäurenversorgung überprüfen: Schizophrene Menschen haben eine niedrigere Konzentration essentieller Fettsäuren im Gehirn: lt. Holford leiden schizophrene Menschen nicht nur an einem Omega-3-Mangel, sondern auch an einem Omega-6-Mangel: Von den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA sollten täglich zwischen 400 und 800 mg eingenommen werden (z. B. mit Opti3-Kapseln). Bei den erforderlichen Omega-6-Fettsäuren handelt es sich insbesondere um die sog. Gamma-Linolensäure (200 – 600 mg), die sich verstärkt in Borretschsamenöl und Nachtkerzenöl befindet.

  • Mehr Antioxidantien: Vitamin C (1000 bis 3000 mg) und Vitamin E

  • Therapeutische Dosen der B-Vitamine:

    • Folsäure: 5 bis 15 mg täglich, mit 5 mg starten und jeweils nach 2 Monaten, wenn keine Besserung eingetreten ist, auf 10, dann auf 15 mg erhöhen

    • Vitamin B12: 1000 bis 5000 µg (zweimal täglich je die Hälfte)

    • Niacin (Vitamin B3): mind. 1g (jedoch IMMER in Absprache mit dem Therapeuten, am besten auf zwei bis drei Dosen aufteilen, z. B. zweimal täglich je 500 mg oder dreimal täglich 1000 mg und langsam steigern)

  • Überprüfen, ob eine KPU vorliegt: Falls ja, die KPU (Kryptopyrrolurie) entsprechend therapieren: Details zur KPU, einer Stoffwechselstörung, an der viele Menschen unwissentlich leiden und zu zahlreichen chronischen Krankheiten beitragen kann, aber gut therapierbar ist, finden Sie hier: KPU – Ursache vieler Beschwerden

  • Mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten abklären: z. B. Weizen- und Glutenintoleranzen sowie Milchunverträglichkeit (insbesondere Milcheiweissunverträglichkeit), da diese ebenfalls psychische Symptome verstärken können

  • Histaminspiegel überprüfen lassen: Sowohl zu hohe als auch zu niedrige Werte können psychische Symptome verursachen. Bei niedrigen Werten sind hochdosierte B-Vitamine kein Problem, ja, sie erhöhen einen zu niedrigen Histaminspiegel; bei zu hohen Histaminwerten sollten die B-Vitamine (Folsäure und B12) vorsichtiger dosiert werden.

  • Vitamin-D-Spiegel überprüfen und die für Sie passenden Dosen einnehmen – so wie hier beschrieben: Ihr Vitamin-D-Spiegel – was Sie wissen müssen
     

Bitte besprechen Sie die genannten Tipps in JEDEM Fall mit Ihrem Therapeuten und bitten Sie ihn, die genannten Dosierungen – die nur Orientierungswerte darstellen – auf Sie persönlich abzustimmen.

(Schon im Jahr 2014 hatte sich ergeben, dass auch Akupunktur bei Schizophrenie eine gewisse Wirkung hat und begleitend eingesetzt werden könnte.)

Quellen:


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde

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