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Ananas - ein wahres Naturheilmittel

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(Zentrum der Gesundheit) - Ananas ist nicht nur lecker, sie enthält auch zahlreiche Vitalstoffe und Enzyme, die sie zu einem wahren Naturheilmittel machen.

Ananas - Reich an Vitalstoffen

Die Ananas aus den Tropen schmeckt nicht nur gut, sondern liefert unserem Körper auch zahlreiche Mineralien und Spurenelemente. Ananas enthält unter anderem Calcium, Kalium, Magnesium, Mangan, Phosphor, Eisen, (natürliches) Jod und Zink. Unser Körper benötigt all diese Mineralstoffe, um gesund und fit zu bleiben. Ein Defizit an Mineralstoffen und Spurenelementen kann zu unangenehmen Mangelerscheinungen führen.

Aufgaben von Mineralien und Spurenelemente

Eine ausreichende Jodzufuhr unterstützt beispielsweise unser Denken. Zink erhält unsere geistige Leistung und reduziert die Auswirkungen von Stress. Calcium gilt als wahrer Nervenstärker und als Anti-Stress-Mineral, weil es entspannt und beruhigt. Eine ausreichende Eisenversorgung ist wichtig für unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Magnesium hat eine antidepressive Wirkung und gleicht auch Nervosität und Ängste aus. Gleichzeitig beeinflusst Magnesium aber auch den Calcium-Haushalt im Körper.

Das sind nur wenige Beispiele, die aufzeigen wie wichtig eine ausreichende Mineralstoffzufuhr für unseren Körper ist. Jeder Mineralstoff und jedes Spurenelement, das wir über die Nahrung aufnehmen, hat seine eigene Funktion und erfüllt eine wichtige Aufgabe in unserem Körper.

Ideal bei Übersäuerung

Ananas ist eine Frucht, die unseren Stoffwechsel ideal bei der Entsäuerung unterstützen kann. Ananas wirkt aufgrund ihrer Mineralstoffe stark basisch und hilft daher den Säure-Basen-Haushalt im Körper zu regulieren.

Wer übersäuert ist, ist auch psychisch "sauer" und reagiert häufig aggressiv oder gereizt. Ananas hilft uns dabei, auch in Stresssituationen gelassen zu reagieren. Die exotische Frucht ist ein wahrer Stimmungsaufheller. Neben ihren basischen Eigenschaften enthält sie Stoffe, die unsere Stimmung positiv beeinflussen können.

Gut für Gehirn und Stimmung

Das natürliche Vanillin, was auch in Ananas vorkommt, ist gewissermassen ein nebenwirkungsfreier Stimmungsaufheller. Ihm wird eine anregende, erotisierende und euphorisierende Wirkung zugeschrieben.

Ananas enthält neben Vanillin auch den Neurotransmitter Serotonin und dessen Vorstufe Tryptophan. Serotonin ist ein Botenstoff in unserem Gehirn, der für die Übermittlung von guter Stimmung und Zufriedenheit verantwortlich ist. Ein gesunder Serotoninspiegel lässt uns ausgeglichen, gut gelaunt und entspannt sein. Der Botenstoff bremst zudem Essgier- und Heisshungerattacken, dämpft Ängste und nervöse Erregungszustände.

Die Aminosäure Tryptophan ist der Grundbaustein für diesen Neurotransmitter. In den USA wird Tryptophan darum als Antidepressivum, in Deutschland hingegen als mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel angeboten.

Bei einem Mangel an Serotonin wird der Mensch leicht reizbar und aggressiv. Auch während depressiver Gemütszustände ist der Serotoninspiegel stark herabgesetzt. Die stimmungsaufhellende Wirkung von Früchten wie der Ananas, hängt unter anderem mit ihrem Serotoningehalt zusammen. Ananas macht uns glücklich, geistig wach und rege.

Reich an Vitaminen

Die tropische Gute-Laune-Frucht ist auch ein Lieferant wichtiger Vitamine. Frische Ananas enthält unter anderem Biotin, Pro-Vitamin A bzw. Beta-Karotin, reichlich Vitamin C, Vitamin E und eine Reihe anderer lebenswichtiger Vitamine wie Niacin, Riboflavin und Thiamin. Frischer Ananassaft wirkt daher sehr positiv bei Fieber und Erkältungskrankheiten.

Schönheit mit Ananas

Ananas ist nicht nur gesund, sie wirkt auch äusserlich für die Schönheit. Wenn wir frischen Ananassaft eine Weile auf die Haut einwirken lassen, können Sonnen- und Altersflecken aufgehellt und, wenn wir Glück haben, sogar ganz zum Verschwinden gebracht werden. In einigen Kosmetika sind Ananasenzyme enthalten, die abgestorbene Hautzellen auflösen und die Haut jung und frisch aussehen lassen.

Bei trockener Haut und Falten kann eine Gesichtsmaske aus Ananas-Fruchtfleisch, die zwanzig Minuten einwirken soll und mit kaltem Wasser abgespült wird, sehr unterstützend wirken. Sie spendet der Haut Feuchtigkeit, löst abgestorbene Hautzellen und hilft so die Zellen zu erneuern. Ananas unterstützt ein junges Aussehen bis ins hohe Alter.

Entschlackung mit Ananas

Frischer Ananassaft entwässert in idealer Form und kann helfen Schlacken aus dem Körper auszuspülen. Die natürlichen Fruchtsäuren der Ananas können Substanzen im Gewebe aufnehmen und so dabei helfen die Zellen von Stoffwechselschlacken zu befreien. Ananas kann bis zu 8% Zitronensäure und etwa 7,5 - 15 % Fruchtzucker enthalten – je nach Reifezustand und Sorte.

Magenempfindliche Menschen sollten allerdings Ananassorten mit einem geringeren Gehalt an Fruchtsäure bevorzugen und nur wirklich reife Früchte verzehren, da zu viel Säure die empfindliche Magenschleimhaut angreifen könnte. Auch Leberkranke sollten auf die süssen Sorten ausweichen.

Gesundheit mit Ananas

Vielen Naturvölker setzten Ananas seit Jahrtausenden als Naturheilmittel gegen verschiedene Krankheiten, wie Blasenbeschwerden, Tripper, Nierensteinen, Nierenentzündungen, Scharlach, Skorbut, Halsschmerzen und Venenerkrankungen ein.

Ananas, wie auch andere enzymreiche Früchte, haben generell einen sehr positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Mit dem Verzehr von reichlich frischen Früchten kann Figurproblemen zu Leibe gerückt werden und gleichzeitig für einen gesunden Stoffwechsel gesorgt werden.

Ananas kann eine wunderbare Unterstützung bei der Verdauung und Verbrennung von Fett sein. Darüber hinaus können ihre Enzyme die Muskulatur entspannen, Muskelkrämpfe lösen und Arterienverkalkung vorbeugen, indem sie Ablagerungen an den Gefässinnenwänden abbauen.

Das Ananas-Enzym Bromelain

Für die gesundheitsfördernde Wirkung der Ananas scheint besonders der hohe Bromelain-Gehalt verantwortlich zu sein. Bromelain ist ein natürliches Verdauungsenzym – genauer gesagt eine sogenannte Peptidase – also ein eiweissspaltendens Enzym.

Enzymmangel in der modernen Ernährung

Im menschlichen Körper werden die mit der Nahrung eintreffenden Eiweisse im Magen von besonderen Verdauungsenzymen in ihre Einzelteile (die Aminosäuren) zerlegt. Diese Enzyme (körpereigene Peptidasen) werden bei Bedarf von bestimmten Magenzellen und auch von der Bauchspeicheldrüse gebildet.

Die heutige, moderne Ernährungsweise ist meist sehr eiweisshaltig und enthält viele gekochte und bunt gemischte Mahlzeiten aus verschiedensten industriell verarbeiteten Zutaten. Solch eine Ernährung bedeutet Schwerstarbeit für unsere Verdauungsorgane. Oft reicht die vom Körper gebildete Enzymmenge kaum für eine ordnungsgemässe Verdauung aus.

Die Folgen dieser Ernährungsweise sind, dass die Speisen schwer im Magen liegen oder nur unvollständig verdaut werden. Letzteres führt zu einem (eigentlich vermeidbaren) Vitalstoff- und Nährstoffverlust. Daher ist der Organismus auf Verdauungsenzyme angewiesen, die mit der Nahrung in den Körper gelangen und dort bei der Verdauung mithelfen können.

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Viele Enzyme sterben bei 45°C

Derart hilfreiche natürliche Enzyme sind ausschliesslich in Lebensmitteln enthalten, die nicht über 45°C erhitzt wurden, also hauptsächlich in frischen, rohen Früchten, Kräutern, Gemüse und Salaten. Da der moderne Mensch jedoch lieber gekochte und industriell verarbeitete Nahrung zu sich nimmt, muss die Bauchspeicheldrüse heutzutage Höchstleistungen erbringen, um alle Proteine aus der Nahrung verdauen und verwerten zu können.

Ananas: Köstlicher Enzymlieferant

Zu den besonders enzymreichen und gleichzeitig köstlichen Lebensmitteln gehört die Ananas. Das in ihr enthaltene Verdauungsenzym Bromelain unterstützt und fördert - ähnlich wie das Enzym in der Papaya (Papain) – die gesunde und vollständige Verdauung unserer Mahlzeiten.

Der Vorteil bei Ananas ist jedoch: Während das Papaya-Enzym hauptsächlich in der unreifen, grünen Frucht und im Samen der reifen Frucht vorkommt – was beides nicht sonderlich berauschend schmeckt – ist das Bromelain der Ananas auch in der reifen, äusserst schmackhaften Frucht vorhanden.

Eine natürliche Müllabfuhr

Bromelain ist auch dafür verantwortlich, dass Ananas als natürliches Wurmmittel erfolgreich eingesetzt werden kann. Bromelain – wie auch Papain – greift lebende Darmparasiten wie Würmer an und verscheucht sie aus dem Verdauungssystem.

Auch Narbengewebe oder Abfallstoffe, die durch Stress entstehen werden von Bromelain entsorgt, was besonders im Alter ein wichtiges Thema ist: Im Alter wird der Körper schwächer und neigt dazu, Abfallstoffe langsamer oder gar nicht mehr zu beseitigen. Dies führt zur Verschmutzung unserer Zellen. Bromelain kann unsere Zellen wie eine Art Müllabfuhr bei der Entsorgung von solchem Zell-Abfall positiv unterstützen und wird daher auch als besonders blutreinigend beschrieben.

Bromelain im Kampf gegen Krebs

Neueste Studien, welche im Fachmagazin Cancer Letter veröffentlicht wurden, konnten nun sogar die Wirksamkeit von Bromelain bei der Krebsvorbeugung nachweisen. Das hochwirksame Verdauungsenzym aus der Ananas wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern kann auch Immunzellen aktivieren. Zudem kann Bromelain durch die Entsorgung von unnötigem Gewebe einer Tumorbildung im Körper vorbeugen.

Krebszellen bauen auf ihrer Zelloberfläche eine Art Schutzschild aus Proteinen auf, damit sie vom Immunsystem nicht erkannt und zerstört werden können. Dieses Schutzschild kann von eiweissspaltenden Verdauungsenzymen – wie Bromelain – abgebaut werden. Das führt dazu, dass der Körper die ungeschützten Krebszellen bekämpfen und eine Tumorentwicklung stoppen kann.

Bromelain bei der Krebstherapie

Im Fachmagazin Integrative Cancer Therapies wurde eine Studie veröffentlicht, welche zeigen konnte, dass natürliche Verdauungsenzyme wie Bromelain oder Papain zur Verbesserung alternativer Darm- oder Brustkrebs Therapien beitragen können. Enzyme wie Bromelain oder Papain haben eine starke entzündungs-, krebs- und infektionshemmende Wirkung. Die Wissenschaftler hielten es für recht wahrscheinlich, dass diese Eigenschaften der Enzyme für deren positive Auswirkung auf die Krebsbehandlung verantwortlich sind.

Eine weitere Studie, die im Fachmagazin Molecular Carinogenesis veröffentlicht wurde, ergab, dass Bromelain auch ohne zusätzliche Therapie Krebszellen töten kann. Bei einer Krebserkrankung spielen viele Faktoren zusammen. Es ist bekannt, dass unter anderem eine systemische Entzündung und die unkontrollierte Aktivität eines bestimmten Protein-Komplexes – namens NF-κB (nuclear factor `kappa-light-chain-enhancer` of activated B-cells) – ein wucherndes Zellwachstum und somit Krebs verursachen können.

NF-κB und die Tumorbildung

Der Protein-Komplexes NF-κB ist ein natürlicher Transkriptionfaktor, der auch in gesunden Zellen vorhanden ist. Er ist an der Steuerung verschiedener Prozesse wie an der Zellteilung und dem Zellwachstum beteiligt. Transkriptionsfaktoren geben der Zelle gewissermassen Befehle, was sie machen soll – wie zum Beispiel den Befehl zur Zellteilung. Alle Befehle und lebenswichtigen Informationen sind in unserer DNA – dem menschlichen Erbgut – gespeichert. Die Transkriptionsfaktoren können an die DNA binden und der Zelle somit zeigen, welche Befehle sie ausführen soll.

Es ist enorm wichtig, dass solche Befehle in der Zelle kontrolliert ablaufen, damit alle Vorgänge im Körper richtig funktionieren. Es gibt viele Faktoren, die die Prozesse in den Zellen stören können. Systemische Entzündungen können beispielsweise dazu beitragen, dass NF-κB verrückt spielt und der Zelle ununterbrochen den Befehl gibt zu wachsen und sich zu teilen. So entsteht dann ein Tumor.

Die Tumorbildung hemmen

Bromelain wirkt nun einerseits entzündungshemmend und kann andererseits durch seine proteinspaltende Funktion die Aktivität des NF-κB Protein-Komplexes hemmen. Durch die Entzündungshemmung und die Inaktivierung von NF-κB wird die Zelle davon abgehalten, sich unkontrolliert zu teilen. Die Tumorbildung kann also gestoppt werden.

Laut einschlägiger Lektüre, erstreckt sich das Entgiftungspotential der Ananas auch auf bereits krebsartig degenerierte Zellen, so dass sie auf jeden Fall vorbeugend, aber auch unterstützend zu jeder Art Krebstherapie eingesetzt werden kann.

Stärkung des Immunsystems

Ananas ist zwar kein Allheilmittel, aber sie ist in der Lage, das Immunsystem zu stärken, den Blutzufluss zu erkrankten Stellen zu beschleunigen, Schlackenstoffe und Zelltrümmer fortzuschaffen bzw. aufzulösen und physiologische Heilungsprozesse zu unterstützen.

Die positiven Eigenschaften der Ananas kommen höchstwahrscheinlich nicht nur durch ein einziges Enzym oder einen einzigen Inhaltsstoff, sondern eher durch komplexe Wechselwirkungen verschiedener Stoffe. Die Natur bietet uns in jeder Frucht und jedem Gemüse einen Cocktail zahlreicher Stoffe, die durch ihr Zusammenspiel einen positiven Effekt auf unseren Körper haben können. Daher ist eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse von enormer Bedeutung für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

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Wissenschaftliche Studien:



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