Obst und Früchte

Die Zitrone: Sauer, köstlich, heilsam

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 22.07.2018
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Die Zitrone: Sauer, köstlich, heilsam
© istockphoto.com/Alen-D

In asiatischen Ländern wie China wurde die Zitrone bereits vor Tausenden von Jahren als Lebens- und Heilmittel geschätzt. In mittel- und nordeuropäischen Ländern galt die Südländerin noch im Mittelalter als eine Novität, welche sich nur Adelige leisten konnten. Wie gut, dass die Zitrone heute zu den beliebtesten exotischen Früchten auf der Welt zählt und das ganze Jahr über gekauft werden kann. Denn sowohl im Saft als auch in der Schale der Zitrone stecken jede Menge gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe.

Inhaltsverzeichnis

Basencitrat

Zitronen für die Götter

Schon Johann Wolfgang von Goethe hat seine Leser gefragt: Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn? Er meinte damit natürlich Italien, den Ort seiner Sehnsucht. Noch heute verbindet man die Zitrone mit dem Mittelmeerraum. Woher sie aber wirklich stammt, ist nach wie vor ungeklärt. Sowohl Nordostindien als auch Südwestchina kommen als Ursprungsregionen in Frage.

Vermutlich handelt es sich bei der Zitrone (Citrus × limon) um eine Kreuzung zwischen der Bitterorange und der Zitronatzitrone. Letztere galt lange als die einzige in der Antike bekannte Zitrusart. Forscherinnen aus Italien und Frankreich haben alle bekannten Zitronen-Quellen – archäologische Funde, antike Texte und Darstellungen – genau unter die Lupe genommen und sind zum Schluss gekommen, dass es diese in Italien bereits in der vorchristlichen Zeit gegeben haben muss.

Ausgrabungen bei einem Tempel in Pompeji haben sechs Kerne zutage gebracht, die eindeutig als Zitronenkerne identifiziert werden konnten. Die Wissenschaftlerinnen gaben an, dass Zitronen wohl den Göttern als Opfergaben dargeboten und als überaus wertvoll angesehen wurden.

Ein altes Heilmittel

Bis sich die kälteempfindliche Zitrone in Europa einen Namen machen konnte, war es ein langer Weg, zumal sie für lange Zeit den Reichen und Mächtigen vorbehalten war. In Italien galt es in der Renaissance bei vornehmen Familien wie den Medici als schick, sich Zitronenhäuser zuzulegen, worin kostbare Sammlungen von Zitronenbäumen bestaunt werden konnten. Die Zitrone war ein Symbol für die Liebe, die Fruchtbarkeit und das ewige Leben.

In der spätmittelalterlichen Küche wurden der Saft und die äussere Schale gerne zum Verfeinern von allerlei Speisen verwendet. Überdies war die Zitrone als Heilmittel angesehen, die Schalen waren z. B. ein Bestandteil von Pestmedikamenten, und im 17. Jahrhundert stellten Ärzte fest, dass Seeleute, die an der Vitaminmangelkrankheit Skorbut litten, mithilfe von Zitronen schneller wieder gesund wurden.

Studien bestätigen: Zitronen sind gesund

Heute weiss man, dass die Zitrone neben dem Vitamin C viele weitere Inhaltsstoffe wie etwa Pektine und sekundäre Pflanzenstoffe enthält, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. So haben diverse Studien gezeigt, dass sich Zitronen u. a. günstig auf die Blutzucker- und Cholesterinwerte auswirken, zur Entgiftung beitragen, Übergewicht entgegenwirken und sogar in puncto Demenz, Herzleiden und Krebs eine vorbeugende Wirkung haben.

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