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Darmflora
Antibiotika zerstören Ihre Darmbakterien

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 29.08.2017
Antibiotika zerstören Ihre Darmbakterien
© Photographee.eu - Fotolia.com

Glaubt man der Schulmedizin, so wirken sich Antibiotika kaum auf den Zustand der Darmflora und schon gar nicht auf die allgemeine Gesundheit aus – zumindest nicht negativ. Eine Studie jedoch ergab, dass Antibiotika sehr wohl einen negativen Einfluss auf die Darmflora ausüben – und zwar über einen deutlich längeren Zeitraum, als bislang angenommen wurde.

Nicht alle Darmbakterien erholen sich

Am Marine Biological Laboratory in Woods Hole, Massachusetts (USA) wurde bei einer Studie unter der Führung des Wissenschaftlers Mitchell Sogin mit Hilfe einer neuartigen und besonders genauen genetischen Analysemethode festgestellt, dass sich zwar ein Teil der Darmflora innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen nach Beendigung der Antibiotikatherapie wieder erholt hatte, ein anderer Teil jedoch konnte auch nach Ablauf von sechs Monaten nicht wieder den gesunden Normalzustand erreichen.

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Stark dezimierte Anzahl der Darmbakterien

Für diese in Zusammenarbeit mit der Stanford University (Palo Alto, Kalifornien) durchgeführten Studie analysierten die Wissenschaftler die Zusammensetzung der Darmflora bei gesunden Erwachsenen, die über einen Zeitraum von fünf Tagen ein Antibotikum geschluckt hatten.

Bei den Teilnehmern liessen sich zu Beginn der Behandlung zwischen 3300 und 5700 verschiedene Bakterienarten nachweisen.

Aufgrund des Antibiotikums wurde im Laufe der antibiotischen Behandlung ein Drittel der Bakterien stark dezimiert. Bei allen anderen Bakterienarten änderte sich das Mengenverhältnis, so dass vorher seltene Bakterien häufiger vorkamen, während vorher häufige Stämme plötzlich selten wurden.

Dieses krankhafte Bakterienungleichgewicht nennt man Dysbakterie. Bei allen Teilnehmern der Woods-Hole-Studie wurde nach Abschluss der Antibiotikabehandlung eine Dysbakterie festgestellt.

Gestörte Darmflora noch sechs Monate nach Antibiotika-Einnahme

Nach vier Wochen wurde die Darmflora der Studienteilnehmer erneut untersucht. Dabei stellte man fest, dass sich das natürliche und gesunde Gleichgewicht der Darmflora noch immer nicht regeneriert hatte.

Nach weiteren fünf Monaten, also insgesamt sechs Monate nach Abschluss der Antibiotika-Einnahme entdeckte man bei einer weiteren Untersuchung der Studienteilnehmer überrascht, dass auch nach dieser langen Zeit noch längst nicht alle Bakterienstämme ihre Ausgangsstärke zurück gewonnen hatten.

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Antibiotika schädigen Darmflora langfristig

Die Wissenschaftler vom Marine Biological Laboratory konnten also mit ihrer Studie nachweisen, dass sich eine Antibiotika-Einnahme nicht nur – wie bislang angenommen kurzfristig – sondern sogar sehr langfristig und leider auch sehr negativ auf die Darmflora auswirkt.

Eine ungünstige Veränderung in der Darmflora jedoch beeinflusst die menschliche Gesundheit äusserst negativ – was sich schon allein daran erkennen lässt, wenn man sich die positiven Auswirkungen einer gesunden Darmflora ansieht.

So sind beispielsweise die Qualität und die Verteidigungskraft des Immunsystems vom Zustand der Darmflora abhängig. Bei kranker Darmflora ist es daher sehr viel wahrscheinlicher, krank zu werden – wobei es sich hier dann nicht nur um Infektionen handeln muss, sondern auch um unangenehmere Dinge wie z. B. Autoimmunerkrankungen.

Eine solche Autoimmunerkrankung ist beispielsweise die juvenile Arthritis. Seit einer Studie vom Juli 2015 weiss man, dass sie ausgelöst werden kann, wenn Kinder häufig Antibiotika verabreicht bekommen. Details zu dieser Studie, die im Fachmagazin Pediatrics veröffentlicht wurde, finden Sie hier: Kinderrheuma durch Antibiotika

Häufig treten überdies im Laufe weniger Wochen nach Antibiotika-Therapien Pilzinfektionen oder andere Infekte auf, die dann natürlich wiederum mit Medikamenten behandelt werden. Ein Teufelskreis beginnt.

Es ist daher sehr viel sinnvoller, genau zu überlegen, ob es für eine Antibiotika-Einnahme nicht vielleicht eine Alternative geben könnte, die eben nicht zu einer Störung der Darmflora führt, stattdessen den Körper stärkt und den Heilprozess fördert.

Bei einer Blasenentzündung beispielsweise kann D-Mannose diese Alternative sein. Bei Borreliose könnten die Massnahmen in diesem Artikel in Frage kommen: Borreliose heilen – Zecken abwehren. Auch kolloidales Silber und Oregano wirken als natürliche Antibiotika und können in etlichen Fällen pharmazeutische Antibiotika ersetzen.

Darmsanierung durchbricht den Teufelskreis

Sind jedoch bereits Antibiotika eingenommen worden, kommt es zum genannten Teufelskreis: Eine gestörte Darmflora führt zu einem geschwächten Immunsystem, dieses immer wieder zu neuen Infektionen und diese wiederum zu neuen Antibiotika-Verordnungen.

Der Teufelskreis kann jetzt nur noch mit Hilfe einer Sanierung der Darmflora in Verbindung mit einer gesunden Ernährung durchbrochen werden.

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Leserkommentare

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 29.12.2017

Hallo liebes Team von Zentrum der Gesundheit, ich hätte mal eine wichtige Frage an euch . Und zwar geht es um meine Mama, die leidet seit ca. Vier Wochen unter Schmerzen da ihr ein Zahn gezogen wurde . Nun musste sie zwei verschiedene Antibiotika einnehmen und eine schmerztherapie mit verschiedenen Schmerzmitteln machen . Viel besser geht es ihr leider nicht , da nun ihr Darm in Mitleidenschaft gezogen ist und ihr Immunsystems sehr darunter leidet . Nun meine Frage , habt ihr vielleicht einige Tipps, damit es ihr wieder besser geht . Wir würden uns sehr darüber freuen . Meine Mama ist 68 Jahre alt . Ganz liebe Grüße

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Die beste Massnahme, um schnell wieder auf die Höhe zu kommen, ist eine gesunde und vitalstoffreiche Ernährung mit viel Rohkost, Gemüse, Salaten, Smoothies und Früchten. Bei Zahnproblemen kann Ihre Mutter wunderbar auf selbst gemachte Smoothies zurückgreifen, die nahezu alles enthalten können, das gesund ist: Früchte, Salate, Nussmus, Sprossen, Gemüse, Avocados... Massnahmen für eine gesunde Darmflora haben wir hier erklärt.  Hilfreich für den Heilprozess könnten Mundspülungen mit kolloidalem Silber sein sowie das Ölziehen. Gute Besserung und alles Gute!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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