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Krampfadern verhindern

Krampfadern verhindern

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(Zentrum der Gesundheit) - Bei Krampfadern handelt es sich um eine Bindegewebsschwäche, die zur Erweiterungen der Beinvenen führt. Kleine Besenreisser können bereits die ersten Anzeichen einer Venenschwäche sein. Sie stellen zunächst nur ein optisches Problem dar, bevor sie sich dann verstärken und zu einem nicht zu unterschätzenden gesundheitlichen Risiko entwickeln können. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Massnahmen Sie selbst zur Prävention ergreifen können und welche natürlichen Heilverfahren bei Krampfadern zu empfehlen sind.

Die Entstehung von Krampfadern

Das Blut wird Tag für Tag ununterbrochen durch unsere Blutgefässe gepumpt. Am Anspruchsvollsten ist diese Aufgabe naturgemäss im Bereich jener Körperregionen, die das Blut entgegen der Schwerkraft weiterleiten müssen. Dies gilt ganz besonders für die Beine, die von einem komplexen Transportsystem aus venösen und muskulären Pumpvorrichtungen, wie beispielsweise den Venen-Klappen, abhängig sind.

Diese Klappen sorgen dafür, dass das Blut nach oben zum Herzen und nicht etwa wieder nach unten zurückfliesst. Ist die Venenwand bzw. das Bindegewebe geschwächt, funktionieren die Klappen nicht mehr ordnungsgemäss. Das Blut staut sich in den Venen, diese weiten sich, treten hervor und bilden eine Krampfader. Zwangsläufig geht diese Krampfaderbildung mit Durchblutungsstörungen einher.

Krampfadern können zu Venenentzündungen führen

Eine der häufigsten Gründe für die Entstehung von Krampfadern ist sicher die angeborene Bindegewebsschwäche. Aber auch ständiges Sitzen oder Stehen in Kombination mit Bewegungsmangel kann zur Entwicklung von Krampfadern beitragen.

Krampfadern stellen nicht nur ein optisches Problem dar, denn sie sind die häufigste Ursache für Venenentzündungen, die wiederum zu Schäden in den Blutgefässwänden führen können. Der durch die Krampfadern verursachte langsamere Blutfluss kann zur Entstehung von Blutgerinnseln beitragen, die sich an den Venenwänden festsetzen und dort eine Venenentzündung auslösen. Diese Entwicklung erhöht das Risiko einer Thrombose immens.

Werden Sie aktiv

Auffällig ist, dass bei jenen Menschen, die unter Durchblutungsstörungen leiden, häufig auch ein erhöhter Insulinspiegel festgestellt wird. Dieser Befund lässt auf einen gestörten Blutzuckerstoffwechsel schliessen, der für die Entstehung von Entzündungsprozessen im Körper verantwortlich gemacht wird.

Um den Blutzucker zu normalisieren ist es erforderlich, zumindest vorübergehend konsequent auf zucker-, getreide- und stärkehaltige Lebensmittel zu verzichten, da sie sowohl den Blutzucker- als auch den Insulinspiegel stark erhöhen.

Ferner müssen die chronischen Entzündungsprozesse gestoppt werden. Dazu verbessert man das Omega-6-Omega-3-Verhältnis seiner Ernährung. Dieses Verhältnis sollte bei etwa 5 zu 1 liegen, üblich ist in der heute üblichen Ernährung jedoch ein Verhältnis von teilweise weit über 20 zu 1. Also müssen die Omega-6-Fettsäurenquellen reduziert und mehr Omega-3-Fettsäuren verzehrt werden.

Omega-6-Fettsäuren wie die Linolsäure finden sich besonders zahlreich im Sonnenblumenöl, im Distelöl, im Sojaöl und im Traubenkernöl. Die Linolsäure kann im Körper zur sog. Arachidonsäure umgewandelt werden kann. Die Arachidonsäure jedoch neigt dazu - wenn sie im Körper im Übermass entsteht - Entzündungen auszulösen und bestehende Entzündungsprozesse zu verstärken.

Auch Fleisch, und hier ist ganz besonders das Schweinefleisch zu erwähnen, erzeugt Säuren im Körper, die die Aktivität von Entzündungsbotenstoffen anregen.

Verändern Sie Ihre Ernährungsweise

Eine der wichtigsten Massnahmen zur Verhinderung von Entzündungsprozessen im Körper ist eine entzündungshemmende, basische Ernährungsweise. Trinken Sie möglichst täglich einen grünen Smoothie, essen Sie vorwiegend frische, vitaminreiche Salate, viel Gemüse - wobei Sie häufig grüne Gemüsesorten verwenden sollten - und wählen Sie ausschliesslich qualitativ hochwertige Fette und Öle.

Letztere sollten nicht nur in Bezug auf hohe Qualität ausgewählt werden, sondern auch - wie oben erklärt - im Hinblick auf ihren Linolsäuregehalt. Ideal sind daher Öle wie beispielsweise Kokosöl (zum Braten, Backen und Kochen), Olivenöl (zum sanften Erhitzen, aber auch für Rohkost) und Haselnuss- und Walnussöl bevorzugt für die kalte Küche.

Ferner ist die Avocado ein hervorragender Lieferant für gesunde Fette im richtigen Fettsäureverhältnis.

Ergänzen Sie diese Fette in der kalten Küche mit hochwertigen Omega 3-Ölen, da diese entzündungshemmend wirken und die Fliesseigenschaft des Blutes verbessern. Zu diesen Ölen zählen insbesondere das Leinöl und das Hanföl.

Da während Entzündungsprozessen generell sehr viele freie Radikale entstehen, sollten Sie zusätzlich zur entzündungshemmenden Ernährung Antioxidantien, wie beispielsweise das Astaxanthin zur Nahrungsergänzung einnehmen.

Regelmässiger Sport verbessert die Durchblutung

Auch das richtige Mass an adäquater Bewegung reduziert die Entzündungsbereitschaft des Körpers. Vom Joggen auf Asphalt oder auf dem Laufband ist bei vorhandenen Krampfadern abzuraten, da die die Erschütterungen im Bereich der Beine die Krampfadern noch verstärken können.

Sehr zu empfehlen sind hingegen Sportarten wie Schwimmen, Wandern, Radfahren, Walking, Tanzen, das Training auf einem weichen Trampolin (z.b.Trimilin) etc. All diese Sportarten verbessern den Blutfluss in den Beinen sowie die Durchblutung insgesamt.

Erhöhte CRP-Werte als Parameter für Entzündungen

Bei Menschen mit Krampfadern und anderen Durchblutungsproblemen lässt sich in der Regel auch ein erhöhtes Aufkommen des so genannten C-reaktiven Proteins (CRP) feststellen. Dieses Protein wird in der Leber gebildet und hat die Aufgabe, das Immunsystem bei der Vernichtung von Bakterien oder anderen Erregern zu unterstützen. Aus diesem Grund tritt es in einer akuten Entzündungsphase automatisch vermehrt im Körper auf.

Der CRP-Wert dient in Laboruntersuchungen daher als Parameter für den Schweregrad einer Entzündung. Wenn Ihre CRP-Werte erhöht sind, sollten Sie schnellstmöglich die oben aufgeführten Massnahmen umsetzen. Sie werden sehen, dass sich die Entzündungsbereitschaft Ihres Körpers deutlich messbar verringern wird.

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Lassen Sie Ihren Homocystein-Spiegel überprüfen

Beim Homocystein handelt es sich um zwar eine körpereigene, aber dennoch schädliche Aminosäure, die beim Abbau der Aminosäure Methionin entsteht. Normalerweise wird sie vom Körper vollständig entsorgt.

Steigt der Homocystein-Spiegel an, so zeigt die Aminosäure eine stark herz- und gefässschädigende Wirkung. Sie führt zur Arterienverengung und zur Verhärtung der Gefässwände. Bei einer leichten bis mittleren Erhöhung der Homocystein-Werte zeigt eine gezielte Einnahme von B-Vitaminen (Folsäure, B6 und B12) und Krillöl (antioxidative und entzündungshemmende Wirkung) eine sehr gute Wirkung.

Selbstverständlich sollte die Einnahme dieser Nahrungsergänzungen parallel zu einer gesunden, entzündungshemmenden Ernährungsweise stattfinden.

Das können Sie selbst gegen Ihre Krampfadern tun

  • Vermeiden Sie langes Stehen oder Sitzen, da sonst das Blut in den Venen versackt, wodurch der Druck auf die Venen zunimmt und die Beine leichter anschwellen.
  • Tragen Sie keine enge Kleidung, da sie den Blutfluss unterbrechen kann.
  • Legen Sie so oft wie möglich die Beine hoch und erhöhen Sie auch - falls möglich - das Fussende Ihres Bettes (nicht bei Herzbeschwerden!).
  • Tragen Sie ausschliesslich bequeme Schuhe mit normaler Absatzhöhe.
  • Meiden Sie heisse Bäder, Sauna und direkte Sonnenbestrahlung.
  • Kalte Unterschenkelwickel (evtl. mit Mineralerde) verbessern die Gefässspannung der Venen. Daher sollten sie regelmässig angewendet werden.
  • Auch kalte Knie- und Schenkelgüsse sind sehr hilfreich, da Kaltreize die Gefässe stärken.
  • Reiben Sie Ihre Beine täglich mit einer Rosskastanientinktur (oder -Lotion) ein, denn die Rosskastanie hat eine herausragende Wirkung auf das Gefässsystem. Sie ist in der Lage, Gefässe abzudichten, sie fördert die Durchblutung, hemmt Entzündungsprozesse, wirkt abschwellend und kühlend. Auch zur inneren Einnahmen in Form von Tropfen oder Tabletten ist sie bei Gefässleiden sehr zu empfehlen.
  • Lesen Sie ferner hier von den drei wichtigsten naturheilkundlichen Mitteln gegen Krampfadern: Drei Mittel gegen Krampfadern

Naturheilkundliche Therapien bei Krampfadern

In Kombination mit der oben beschriebenen entzündungshemmenden Ernährung sowie einer entsprechender Lebensweise können naturheilkundliche Therapien dazu beitragen, dass sich Krampfadern sichtbar zurückbilden. Einige dieser Therapieformen stellen wir Ihnen nachstehend vor:

  • Kompressionstherapie: Bei starker Krampfaderbildung ist das Tragen von Stützstrümpfen oder elastischen Verbänden dringend anzuraten, da die Kompression die Venen stützt und entlastet. Bei leichteren Formen der Venenschwäche sollte auf diese Therapie jedoch zunächst verzichtet werden, da unter der Kompression kein Venentraining stattfinden kann und somit der Anreiz zur Selbstregulation verloren geht.
  • Badetherapie: Kneippkuren stärken die Gefässwände. Durch den Wechsel von warm und kalt werden die Venen trainiert, denn während sich die venösen Gefässe bei warmem Wasser weiten, müssen sie sich bei kaltem Wasser zusammenziehen. Auf diese Weise werden sie gestrafft. Daher werden Kneippkuren nicht nur zur Prophylaxe empfohlen.
  • Blutegel-Therapie: Diese Therapieform entlastet die Venen spürbar, denn die Blutegel geben mit ihrem Speichel Substanzen ab, die entstauend und entzündungshemmend wirken. Darüber hinaus beschleunigen sie den Lymphstrom. Dadurch werden dicken Aussackungen in den Venen deutlich reduziert, so dass die Krampfadern kleiner und die Gefässwände wieder stabiler werden können.
  • Homöopathie: Die Homöopathie kann bei allen Auswirkungen einer Durchblutungsstörung (z.B. Krampfadern, Venenentzündung) äussert wirksam sein. Bei der Homöopathie handelt es sich um eine sehr individuelle naturheilkundliche Behandlungsform, daher sollten Sie die für diesen Zweck allgemein bekannten Globuli nicht eigenständig auswählen, sondern einen erfahrenen Homöopathen um Rat fragen, damit er das für Sie optimale homöopathische Mittel verordnen kann.
  • Enzymtherapie: Enzyme verbessern die Fliesseigenschaft des Blutes, wodurch die Durchblutung sämtlicher Gefässe verbessert wird. Enzyme verfügen darüber hinaus über entzündungshemmende Eigenschaften, sind in der Lage, Blutgerinnsel aufzulösen und die Gefässe zu stärken. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen ist es wichtig, die für diesen Zweck am besten geeigneten Enzyme in der richtigen Dosierung einzunehmen. Daher sollte ein naturheilkundlicher Therapeut zu Rate gezogen werden.

Sie sehen, dass auch Krampfadern kein unabwendbares Schicksal darstellen. Wir haben Ihnen nun einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie Sie aktiv Ihre Gefasssituation verbessern können. Fangen Sie Ihrer Gesundheit zuliebe am besten gleich heute damit an :-).

Ausführliche Informationen zur basischen und zur entzündungshemmenden Ernährung erhalten Sie unter folgenden Links:

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Quellen:



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