Spinat macht starke Muskeln


Spinat fördert den Muskelaufbau und verbessert die Zellfunktionen

Spinat macht stark wie Popeye

Veröffentlichung am 29.03.2011 um 09:47 Uhr / Aktualisierung am 29.03.2011 um 10:31 Uhr  Drucken Sie diese Seite

Popeye hatte tatsächlich Recht: Spinat ist hervorragend dazu geeignet, die Muskulatur zu stählen. Aktuelle Ergebnisse einer Studie (Karolinska Institute an der schwedischen Hochschule für Medizin) haben die auf Muskelaufbau abzielende spinatlastige Ernährungsweise Popeyes als für diesen Zweck absolut passend bestätigt. Allerdings sollte der Spinat nicht aus der Dose stammen - so wie ihn Popeye zu verschlingen pflegte. Das grüne Blattgemüse sollte stattdessen möglichst frisch und unerhitzt verzehrt werden.

Spinat

Spinat nährt Muskelzellen

Bereits in den 1990er Jahren hatten Wissenschaftler in einer Studie zum selben Thema gezeigt, dass die oft so verteufelten Nitrate, die im Spinat und anderem grünen Blattgemüse zu finden sind, im Grunde sehr vorteilhaft sind, da sie die Mitochondrien in den Muskelzellen nähren.

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Sie produzieren in jeder einzelnen Zelle die für diese Zelle nötige Energie. Da sämtliche unserer Körperfunktionen nur in dem Maße ablaufen können, wie ihnen Energie zur Verfügung steht, können mangelhaft funktionierende Mitochondrien Körperfunktionen lahm legen bzw. verlangsamen, was für unser Wohlbefinden nicht gerade vorteilhaft ist. Leistungsstarke Mitochondrien dagegen sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Körpergeschehen. Sie regulieren den Blutdruck, das Immunsystem, den Zellstoffwechsel und vieles andere mehr.

Spinat - Und Thrombosen rücken in weite Ferne

Nitrate, wie sie natürlicherweise in biologisch angebauten Lebensmitteln vorkommen, werden im Körper zur Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) verwendet. NO ist ein wichtiger molekularer Bestandteil unseres Organismus, da er beispielsweise für den Sauerstofftransport im Blut zuständig ist.

Außerdem ist NO ein sehr wirksamer entzündungshemmender, anti-thrombotischer und die Blutgefäße erweiternder Stoff. Das bedeutet, in Anwesenheit von NO fehlt Schlaganfällen, Herzinfarkten und Thrombosen eine wichtige Basis.

Sport und Spinat - Was braucht es mehr?

Das im Spinat und anderem grünen Blattgemüse vorhandene Nitrat wird also zu NO umgewandelt. Dieses NO kann im ganzen Körper verwendet werden. Die Professoren Eddize Weitzberg und Jon Lundberg, Koautoren der schwedischen Studie, beobachteten, dass der Konsum jener Nitratmenge, die in etwa 200 bis 300 Gramm Spinat steckt und über einen Zeitraum von drei Tagen (zusätzlich zu regelmäßiger sportlicher Betätigung) aufgenommen wird, die Effektivität der Mitochondrien spürbar verbessert. Dies reduziert den Sauerstoffverbrauch, erleichtert das Muskelwachstum und führt zu einer allgemein besseren Gesundheit.

Spinat senkt Blutdruck und verhindert Diabetes

Die Mitochondrien spielen eine Schlüsselrolle beim Zellstoffwechsel.

sagten die Forscher.

Eine Verbesserung der mitochondrialen Funktion hat sehr wahrscheinlich viele positive Auswirkungen auf den Körper und könnte zudem eine Erklärung für einige der gesundheitlichen Vorzüge von Gemüse sein.

Neben der Verbesserung der Zell-Gesundheit und der Steigerung des Muskelwachstums helfe NO auch bei der Behandlung von Erkrankungen wie Diabetes und Herzleiden, die eine Folge von mitochondrialer Dysfunktion sein können.

Da NO den Blutdruck senke, sei es dazu in der Lage, bei gesunden Menschen den Ausbruch von Diabetes zu verhindern sowie das Herz zu entlasten.

Spinat als Salat, Suppe oder grüner Smoothie

Aus Spinat lassen sich einfach und schnell feine Salate zubereiten. Spinat kann auch in eine köstliche Suppe verwandelt werden. Dazu wird der Spinat gewaschen, klein geschnitten und im Mixer gemeinsam mit etwas Wasser püriert.

Anschließend wird mit Fleur de Sel, einer Prise Muskat, einem Hauch Knoblauch und einem Klecks Mandelpüree abgeschmeckt. Besonders fein schmeckt Spinat in Form eines grünen Smoothies. Rezepte finden Sie im Text "Grüne Smoothies".

Wer Schwierigkeiten hat, täglich an frischen Spinat oder frische grüne Blattgemüse zu gelangen, kann seinen "Grün"-Bedarf teilweise auch mit pulverisierten grünen Blattgemüsen decken wie z. B. Graspulver (Dinkelpulver, Gerstenpulver, Weizenpulver, Kamutpulver etc.). Spinat in Pulverform ist außerdem wesentlicher Bestandteil der köstlichen Spinat-Kräuter-Wurzel-Mischung namens Ormus Supergreens.

Dieses Pulver wird bei unter 40 Grad hergestellt, wodurch die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe der Grünpflanzen und Wurzeln erhalten bleiben. In Wasser oder Saft gemixt erhalten Sie einen grünen höchst bioaktiven Superfood-Drink mit lebendigen Enzymen, lebendigen sekundären Pflanzenstoffen und bioverfügbaren Mikronährstoffen der Extraklasse.

Quelle

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(1)

Simon
geschrieben am: Donnerstag, 23. Juni 2011, 12:10
eMail-Adresse hinterlegt
Sehr geehrtes ZdG-Team,

zu erst möchte ich mich bei ihnen für die tolle Seite mit vielen interessanten sowie hilfreichen Artikeln und Informationen bedanken, die ich immer wieder nutze um zu recherchieren und mich weiterzubilden. Nun zu meiner Frage, ich bin ein Fan von Spinat, Rucola und Mangold. Jedoch habe ich in letzter Zeit oft gelesen, dass man diese nicht roh verzehren sollte aufgrund der enthaltenen Nitrate und der Oxalsäure. Jedoch traue ich diesen Berichten wenig, da ich noch nie irgendwelche Beschwerden hatte, obwohl ich diese(ausser Mangold) regelmäßig roh und in größeren Mengen als Salat verzehre. Ich finde diese Blattsalate sind einfach wohlschmeckender, als die geschmacksneutralen gebräuchlichen Kopfsalate(Eisberg etc.). Von den Inhaltsstoffen ganz zu schweigen. Sie haben ja oben in ihrem Artikel bereits erläutert, dass dies in Bezug auf die Nitrate nicht zutrifft. Wie ist das nun mit der Oxalsäure? Und ist es auch möglich Mangold roh als Salat zu verzehren?

MfG

Simon

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Simon,
vielen Dank für Ihre Mail.
Normalerweise merkt man am Geschmack bzw. Mundgefühl, wenn ein Lebensmittel zu viel Oxalsäure enthält. Gerade bei Mangold, gelegentlich auch bei Spinat, entwickelt sich während des Essens eine Art pelziges Gefühl im Mund, was darauf hindeutet, diese Gemüse zu meiden. Wenn das bei Ihnen nicht der Fall ist, dann sind die von Ihnen verzehrten Blattgemüse möglicherweise oxalsäureärmer oder aber Ihr Organismus kommt damit besser zurecht als andere.
Mangold kann roh gegessen werden, da sich der Oxalsäuregehalt durch das Kochen nicht verändert (es sei denn, das Kochwasser würde weggeschüttet werden, wodurch man natürlich auch wertvolle Mineralien und Spurenelemente verlieren würde). Kocht man Mangold, so isst man davon automatisch größere Mengen, da er - wie auch Spinat - sehr zusammenfällt. Folglich nimmt man auch mehr Oxalsäure zu sich, als das dann der Fall wäre, wenn man einen Salat daraus isst. Ferner enthält rohes Gemüse weitaus mehr hilfreiche Vitalstoffe, Enzyme, etc. als gekochtes, so dass die möglichen Schäden durch die Oxalsäure nach Gemüse-Rohgenuss wieder besser ausgeglichen werden könnten. Ferner können mit oxalsäurereichem Gemüse auch calciumreiche Lebensmittel verzehrt werden (z. B. Sesam- oder Mandelmus), damit die Oxalsäure durch das Calcium gebunden werden kann. Letztendlich isst es durchaus empfehlenswert, oxalsäurereiche Gemüse seltener zu essen, dafür andere schmackhafte Wild-Grüngemüse, wie z. B. Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere etc. unter die üblichen Salate zu mischen.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.