Fructose-Intoleranz


Fructose-Intoleranz beschreibt die Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fructose). Leider wird die Fructose-Intoleranz oft nicht sofort erkannt und mit einem Reizdarm-Syndrom verwechselt.



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letzte Aktualisierung am 18.01.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Fructose-Intoleranz - Wenn Fruchtzucker nicht vertragen wird

(Zentrum der Gesundheit) - Leiden Sie unter Durchfall und Bauchschmerzen nach dem Essen? Womöglich nach ganz besonders gesundem Essen wie Früchten? Ihr Arzt findet nichts? Dann könnte eine Fructose-Intoleranz vorliegen. In diesem Fall bereiten insbesondere Früchte, Süssigkeiten und Honig unangenehme Verdauungsbeschwerden. Fructose-intolerante Menschen sind oft frustriert und glauben, eine gesunde Ernährung sei für sie ein Leben lang nicht mehr möglich. In vielen Fällen lässt sich eine Fructose-Intoleranz jedoch heilen oder zumindest so bessern, dass der Verzehr von gewissen Fructosemengen wieder möglich wird.

Fructose-Intoleranz © mama_mia - Shutterstock.com

Fructose-Intoleranz - Immer mehr Menschen sind betroffen

Eine Fructose-Intoleranz (FI) betrifft immer mehr Menschen. Dennoch ist sie bei vielen Ärzten unbekannt und wird nicht in die Diagnosefindung mit einbezogen. Die Betroffenen leiden daraufhin oft viele Jahre lang an Verdauungsbeschwerden, die den Alltag stark beeinträchtigen können. Nicht selten ist es letztendlich der Patient, der den Arzt um einen Fructose-Intoleranz-Test bittet, da er bei eigenen Nachforschungen auf diese Möglichkeit als Ursache für seine Beschwerden stiess. Je länger jedoch eine Fructose-Intoleranz unerkannt bleibt, desto schwieriger wird es, das Verdauungssystem wieder zu besänftigen.

Fructose-Intoleranz: Was ist Fructose?

Fructose ist ein Einfachzucker, der - oft gemeinsam mit Glucose - in vielen Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge und Verteilung vorhanden ist. Besonders fructosereich sind Früchte und sämtliche Produkte, in denen Früchte verarbeitet wurden (Marmelade, Fruchtsäfte, Obstkuchen, Trockenfrüchte, Fruchtjoghurts, Milchshakes mit Früchten etc.). Wer gerne Light- oder Diät-Produkte einkauft, sollte wissen, dass in diesen Produkten oft reine Fructose als Süssungsmittel verwendet wird. Auch in speziellen Diabetiker-Produkten ersetzt die Fructose den Haushaltszucker.

Da jedoch auch der Haushaltszucker zur Hälfte aus Fructose besteht (die andere Hälfte ist Glucose), können alle gezuckerten Produkte zu den im folgenden Abschnitt genannten Symptomen führen. Dies ist besonders bei langjährigen Fructose-Intoleranten der Fall, während Menschen mit geringfügiger FI-Ausprägung den gewöhnlichen Haushaltszucker manchmal recht gut vertragen können.

Da insbesondere Fertigprodukte oft versteckten Zucker enthalten, ist das Lesen der Zutatenliste für Fructose-Intolerante ein Muss.

Leider gibt es auch einige Süssungsmittel wie z.B. Maissirup oder auch Agavendicksaft, die ausserordentlich fructosereich sind, ohne dass dies irgendwo auf dem betreffenden Produkt vermerkt wäre.

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Fructose-Intoleranz: Die Symptome

Die typischen Symptome der Fructose-Intoleranz sind - meist unmittelbar im Anschluss an ein fructosehaltiges Mahl - Bauchschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Blähungen, ein aufgetriebener Bauch und Durchfall. Langfristig kommen die sog. sekundären Symptome hinzu. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Wetterfühligkeit, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, Depressionen sowie ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen (Folsäure und Zink).

Fructose-Intoleranz: Vererbt oder erworben?

Bei der Fructose-Intoleranz unterscheidet man zwischen einer erworbenen Fructose-Intoleranz (auch intestinale Fructose-Intoleranz genannt) und der sog. hereditären Fructose-Intoleranz (HFI). Letztere ist bereits seit der Geburt vorhanden, während die erworbene FI-Form meist im Teenager- oder Erwachsenenalter auftritt.

Die hereditäre Fructose-Intoleranz (HFI)

Säuglinge mit einer HFI zeigen erste Unverträglichkeitsreaktionen wie Erbrechen, Durchfall und eindeutige Entwicklungsstörungen nach der Umstellung auf Beikost. Bei der HFI handelt es sich um eine Stoffwechselstörung mit einem bestimmten Enzymdefekt. Die Fructose kann zwar normal über die Darmschleimhaut aufgenommen werden, aufgrund des Enzymdefektes kann sie in der Leber jedoch nicht – wie sonst üblich – vollständig abgebaut werden.

Der Fructosegehalt im Blut steigt, wodurch die Glucose (der Blutzucker, den alle Zellen als Energielieferant benötigen) aus dem Blut verdrängt wird. Diese Situation führt einerseits zu einem gefährlich niedrigen Blutzuckerspiegel bis hin zur Bewusstlosigkeit, andererseits zu Leberfunktionsstörungen, da die Fructose in der Leber nur unvollständig abgebaut wird und die giftigen Stoffwechselzwischenprodukte dieses unvollständigen Fructoseabbaus die Leber schädigen können.

Eine HFI betrifft einen von 20.000 Säuglingen und erfordert eine sehr strenge Diät, da oft nicht einmal geringe Fructosemengen toleriert werden.

Die erworbene Fructose-Intoleranz

Bei der erworbenen Fructose-Intoleranz hingegen können – je nach persönlicher Toleranzgrenze – gewisse Fructosemengen gegessen werden, ja im Laufe einer konsequenten Vorgehensweise können die verträglichen Mengen unter Umständen auch wieder gesteigert werden.

Es handelt sich also - im Gegensatz zur HFI - nicht um eine Stoffwechselstörung, sondern um eine Resorptionsstörung, also um die Unfähigkeit des Körpers, die Fructose über die Dünndarmschleimhaut in die Blutbahn aufzunehmen. Im Vergleich zur HFI kommt die erworbene Fructose-Intoleranz sehr viel häufiger vor, weshalb wir uns in diesem Artikel ausschliesslich mit dieser FI-Form beschäftigen.

Fructose-Intoleranz: Wenn Fruchtzucker krank macht

Wenn ein gesunder Mensch beispielsweise Früchte oder auch ein Honigbrot isst, dann wird die darin befindliche Fructose über die Dünndarmschleimhaut ins Blut transportiert. Dazu gibt es in der Darmschleimhaut bestimmte Transporterproteine. Die für Fructose zuständigen Transporterproteine heissen auf der Darminnenseite GLUT-5.

Sie transportieren die Fructose aus dem Darm in die Zellen der Darmschleimhaut hinein. Auf der anderen Seite der Darmwand gibt es ebenfalls Transporterproteine (GLUT-2). Sie befördern die Fructosemoleküle aus der Schleimhautzelle in die Blutbahn hinaus.

Bei Menschen mit einer Fructose-Intoleranz ist das GLUT-5-Transportersystem - je nach Ausprägung der Intoleranz - mehr oder weniger defekt. Die Fructose kann also nicht oder nur zu geringen Anteilen aus dem Dünndarm entfernt werden. Sie gelangt in den Dickdarm und wird von den dort ansässigen Darmbakterien fermentiert.

Dabei entstehen Gase (Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid), die zu starken Blähungen führen. Diese Gase gelangen auch in die Blutbahn, werden schliesslich über die Lunge abgeatmet und können folglich in der Atemluft festgestellt werden (siehe weiter unten "3. Atemtest auf Fructose-Intoleranz").

Da Fructose ausserdem einen wasserbindenden Effekt hat, wird das Wasser nicht wie üblich im Dickdarm aus dem verdauten Nahrungsbrei entfernt, sondern bleibt im Stuhl, was zu einer wässrigen Konsistenz, nämlich zu Durchfall führt.

Fructose-Intoleranz auch ohne Symptome möglich?

Allerdings sollen unglaubliche 30 Prozent der westlichen Bevölkerung unter einer eingeschränkten Fructoseresorptionsfähigkeit leiden. Doch nur bei einem Drittel treten auch die beschriebenen FI-Symptome auf. Bei den übrigen 20 Prozent gelangt ebenfalls ein beträchtlicher Teil der Fructose in den Dickdarm und wird dort fermentativ verarbeitet - jedoch OHNE unangenehme Symptome zu verursachen. Man spricht in diesen Fällen von einer Fructose-Malabsorption.

Aufgrund dieser Tatsache wird bezweifelt, dass allein die eingeschränkt funktionsfähigen GLUT-5-Transporter das eigentliche Problem sind. Offenbar muss noch ein weiterer Faktor hinzukommen, der letztendlich für das Erscheinen der quälenden FI-Symptome verantwortlich ist. In Frage kommen z.B. fehlerhafte Fermentationsprozesse, was wiederum auf eine fehlerhafte Zusammensetzung der Darmflora schliessen lassen könnte.

Fructose-Intoleranz: Mögliche Folgen

Wird eine Fructose-Intoleranz gleich im Anfangsstadium erkannt, dann helfen oft bereits konkrete Ernährungsprogramme (siehe weiter unten), um dem Problem ein frühes Ende zu bereiten. Problematisch wird die Angelegenheit dann, wenn sich ein Patient über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg mit seiner Fructose-Intoleranz (oder einer anderen Intoleranz) herum quälen muss, ohne dass jemand eine rettende Idee hätte.

Dann nämlich isst der Betroffene ahnungslos die problemverursachenden Lebensmittel und verschärft die Lage damit unwissend noch mehr. Je länger nämlich eine unbehandelte Fructose-Intoleranz besteht, umso gravierender können die Folgeschäden sein.

1. Weitere Intoleranzen können auftreten

Wenn ein Fructose-intolerantes Verdauungssystem über einen langen Zeitraum mit grossen Mengen Fructose belastet wird, führt das zu Schäden an der Darmschleimhaut. In der Darmschleimhaut befinden sich jedoch auch Zellen, die das für den Milchzuckerabbau nötige Enzym Lactase bilden sowie Zellen, die das für den Histaminabbau nötige Enzym Diaminoxidase produzieren. Bei Schäden der Darmschleimhaut werden automatisch auch diese beiden Zellarten beschädigt, so dass eine Lactose- und/oder eine Histamin-Intoleranz entstehen können.

2. Dysbiose

Zwar gilt eine gestörte Darmflora (Dysbiose) als eine der Hauptursachen der Fructose-Intoleranz, doch kann sich dieses Ungleichgewicht der Darmflora im Verlauf der FI natürlich noch verstärken.

So können beispielsweise Darmbakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm wandern (was bei einem gesunden Menschen nicht möglich ist), so dass die blähenden Fermentationsprozesse nach Fructose-Verzehr, die normalerweise im Dickdarm erfolgen, bereits im Dünndarm stattfinden, was vom Patienten als äusserst unangenehm empfunden wird. Eine derartige Dysbiose wird auch als Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB) bezeichnet.

Hat sich eine DDFB einmal etabliert, kann sie auch ohne vorherigen Fructose-Verzehr zu Beschwerden führen, was eine eindeutige Diagnose immer schwieriger macht. Abgesehen davon kann sich eine DDFB auch unabhängig von einer FI entwickeln, muss also nicht immer gemeinsam mit dieser vorliegen. Dummerweise lässt eine DDFB (auch ohne FI) den FI-Nachweistest (Atemtest, siehe weiter unten) positiv ausfallen. Hier ist also grösstes diagnostisches und therapeutisches Geschick vonnöten.

3. Schwächung des Immunsystems

Da bekanntlich ein Grossteil des Immunsystems im Darm ansässig ist, kann eine schwerwiegende Dysbiose die körpereigene Abwehrkraft empfindlich schwächen, so dass sich daraus vielfältige weitere Folgeerkrankungen und Beschwerden ergeben können.

4. Folsäure- und Zinkmangel

Eine Dysbiose wiederum kann den bei Fructose-Intoleranten grundsätzlich zu beobachtenden Folsäure- und Zinkmangel verursachen oder verstärken. Ein Folsäuremangel kann Depressionen, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit fördern, während Zinkmangel mit einer verringerten Fruchtbarkeit, Haarausfall und einer erhöhten Infektanfälligkeit in Zusammenhang gebracht wird.

Fructose-Intoleranz: Die Darmspiegelung bleibt ohne Befund

Interessant ist, dass bei den für eine Fructose-Intoleranz typischen Symptomen oft zuerst einmal sehr aufwändige Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um Untersuchungen, die solche Erkrankungen feststellen können, die bei den genannten Symptomen in den wenigsten Fällen vorliegen, wie z. B. Darmkrebs oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

Sehr viel häufiger weisen Blähungen, Übelkeit und Durchfall unmittelbar nach den Mahlzeiten auf Nahrungsmittel-Intoleranzen, auf Allergien, auf ein Gallenproblem oder auf eine Bauchspeicheldrüsenschwäche hin. Oft jedoch wird der Patient bereits nach einer befundlosen Darmspiegelung mit der - für den Patienten wenig hilfreichen - Diagnose "Reizdarmsyndrom" nach Hause geschickt.

Fructose-Intoleranz: Bei Medizinern wenig oder gar nicht bekannt

Ohne den Medizinern hier pauschal etwas unterstellen zu wollen, so könnte der Grund für ein solch oberflächliches Vorgehen unter Umständen auch darin mitbegründet liegen, dass ein Arzt an Magen- und Darmspiegelungen besser verdienen kann als an aufwändigen Einzeluntersuchungen zur Feststellung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Dazu kommt, dass Intoleranzen an den Universitäten bislang nur sehr spartanisch (wenn überhaupt) unterrichtet werden. Das bedeutet natürlich, dass die für Intoleranzen nötigen diagnostischen Massnahmen bei vielen Gastroenterologen nur selten zum Basis-Repertoire ihrer Untersuchungen gehören.

Fructose-Intoleranz: Die Diagnose

Ein kompetenter Therapeut hingegen wird folgendermassen vorgehen:

1. Gallen- und Bauchspeicheldrüsenprobleme ausschliessen

Abgesehen davon, dass Gallenprobleme und auch die Bauchspeicheldrüsenschwäche bevorzugt nach fettreichen Speisen Probleme bereiten (also nicht nach Früchten oder zuckerhaltigen Mahlzeiten wie das die FI tut), lassen sich beide mit einer preiswerten Stuhluntersuchung ausschliessen (oder bestätigen).

2. Andere Intoleranzen ausschliessen

Neben der Fructose-Intoleranz kommen bei den genannten Symptomen auch eine Lactose-Intoleranz, eine Histamin-Intoleranz, eine Gluten-Intoleranz oder eine Sorbit-Intoleranz in Frage. Allerdings können diese Intoleranzen relativ leicht von der Fructose-Intoleranz abgegrenzt werden, da sie (mit Ausnahme der Sorbit-Intoleranz) so gut wie nie infolge eines Obstverzehrs auftreten.

Zu diesem Zweck sollte ein Ernährungstagebuch geführt werden, damit mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und den auftretenden Beschwerden aufgespürt werden können. Allerdings treten die Symptome nicht immer unmittelbar nach dem Genuss der kritischen Speisen auf, sondern oft auch zeitversetzt, also beispielsweise erst einige Stunden später oder auch erst am nächsten Tag.

Eindeutige Rückschlüsse sind auch dann schwieriger (aber nicht unmöglich), wenn mehrere Intoleranzen gleichzeitig vorliegen - was heutzutage immer häufiger der Fall ist. So leiden beispielsweise viele Glutenintolerante - insbesondere dann, wenn die Gluten-Intoleranz schon lange besteht - gleichzeitig auch an einer Lactose-Intoleranz. Auch eine Fructose-Intoleranz wird gern von einer Lactose-Intoleranz, oft aber auch von einer Sorbit-Intoleranz begleitet.

Eine Blanko-Vorlage für ein Ernährungstagebuch sowie ein Beispiel, wie ein solches ausgefüllt werden könnte, können Sie hier herunterladen: Ernährungstagebuch leer und Ernährungstagebuch Beispiel. Führen Sie das Ernährungstagebuch mindestens zwei Wochen lang.

  • Die Lactose-Intoleranz zeigt sich in Durchfällen, Blähungen und Bauchkrämpfen nach dem Verzehr von Milch und fast allen Milchprodukten. Die Lactose-Intoleranz kann - genau wie die Fructose-Intoleranz - über den Wasserstoff-Atemtest nachgewiesen werden (siehe 3. Atemtest auf Fructose-Intoleranz).

  • Die Histamin-Intoleranz kann neben anderen Symptomen wie Fliessschnupfen, Kopfschmerzen, Juckreiz, Herzklopfen und Atemnot ebenfalls zu weichem Stuhl und Blähungen führen, jedoch meist bevorzugt nach dem Genuss von Wein, Sekt, Bier, reifem Käse, Sauerkraut, Rohwurst, Schokolade und Tomatenprodukten.

    Doch können bei einer Histamin-Intoleranz auch bestimmte Früchte zu den gefürchteten Symptomen führen. So gehören Erdbeeren, Ananas, Zitrusfrüchte und Kiwi zu den so genannten Histamin-Liberatoren. Das bedeutet, sie enthalten selbst kein Histamin, können im Körper jedoch die Freisetzung von Histamin aus körpereigenen Zellen anregen. Die Histamin-Intoleranz kann über einen Bluttest "gefunden" bzw. ausgeschlossen werden.

  • Bei einer Gluten-Intoleranz verträgt der Betroffene das Getreideprotein Gluten nicht und reagiert darauf mit Durchfall, Blähungen, Völlegefühl, manchmal auch mit Erbrechen und Appetitlosigkeit. Das Wort "Gluten" wird übrigens auf der zweiten Silbe betont, also "Gluteeeen" gesprochen und hat nichts mit den Gluten eines Lagerfeuers zu tun. Eine Gluten-Intoleranz wird über Stuhl- und Bluttests sowie - falls nötig - über eine Dünndarmspiegelung mit Gewebeentnahmen diagnostiziert.

  • Die Sorbit-Intoleranz beschreibt eine besondere Empfindlichkeit gegen den Zuckeraustauschstoff Sorbit, der in zuckerfreien Kaugummis, in vielen Light-Produkten, Lutschpastillen, in Zahncreme, aber auch in manchen Früchten enthalten ist, wie z.B. in Birnen, Pfirsichen, Aprikosen, Äpfeln, Pflaumen und Trockenfrüchten.

    Ab einer bestimmten Menge Sorbit reagiert jeder Mensch mit Blähungen und Durchfall. Sorbit-Intolerante jedoch reagieren bereits bei sehr kleinen Mengen Sorbit mit diesen Symptomen. Die Sorbit-Intoleranz kann - genau wie die Fructose-Intoleranz - über den Wasserstoff-Atemtest nachgewiesen werden (siehe 3. Atemtest auf Fructose-Intoleranz).

3. Atemtest auf Fructose-Intoleranz

Die Fructose-Intoleranz kann ganz unspektakulär mit Hilfe eines Atem-Tests nachgewiesen werden. Bei diesem Test wird die Wasserstoffmenge im Atem gemessen. Der Wasserstoff entsteht im Dickdarm bei der Verstoffwechslung der Fructose durch die Dickdarmbakterien. Teilweise geht der Wasserstoff dann in Form von Blähungen ab, teilweise wird er von der Darmschleimhaut absorbiert, gelangt in die Lunge und wird dann abgeatmet.

Für die Durchführung des Tests trinkt der Patient eine Fruchtzucker-Lösung auf nüchternen Magen. Dann wird zwei Stunden lang im Abstand von 30 Minuten der Wasserstoffgehalt des Atems gemessen. Die gemessenen Werte werden mit dem Ausgangswert verglichen, der vor Einnahme der Fructose-Lösung festgestellt wurde. Befinden sich die Wasserstoffwerte zwischen 10 und 20 ppm oder darüber, dann ist eine FI wahrscheinlich. Werte von unter 10 ppm weisen normalerweise auf eine gesunde Fructose-Verstoffwechslung hin.

Zu beachten ist, dass der Test nur dann ordnungsgemäss durchgeführt werden kann und zu einem stimmigen Ergebnis führen kann, wenn in den letzten vier Wochen weder eine Darmspiegelung noch eine Colon-Hydro-Therapie gemacht noch Antibiotika eingenommen wurden. Andernfalls könnten die Wasserstoff produzierenden Darmbakterien allein durch diese Massnahmen getötet oder drastisch reduziert worden sein, so dass sich in der Atemluft kein Wasserstoff nachweisen lässt, obwohl möglicherweise eine FI vorliegt.

4. Messung von Tryptophan

Liegt eine Fructose-Intoleranz vor, dann bleibt nicht nur die Fructose im Darm, sondern auch die Aminosäure namens Tryptophan. Tryptophan verbindet sich mit der Fructose zu Komplexen und kann daher nicht mehr resorbiert werden. Tryptophan ist jedoch ein sehr wichtiger Nährstoff und wird für die Bildung von Serotonin gebraucht. Serotonin wiederum gehört zu den Glückshormonen und ist für unsere gute Laune zuständig.

Wenn Tryptophan fehlt, dann sinkt der Serotoninspiegel und daher auch die Laune. Es wundert also nicht, wenn Fructose-intolerante Menschen früher oder später an Depressionen leiden. Die Messung der Tryptophan-Konzentration im Blut kann ebenfalls zur Diagnose einer FI heran gezogen werden.

Fructose-Intoleranz: Die Ursachen

Ein häufiger Werdegang eines Fructose-intoleranten Patienten sieht so aus: Aufgrund einer Infektion (Blasenentzündung, Magenschleimhautentzündung oder was auch immer) erhält der Patient ein Antibiotikum. Anschliessend ist er die Entzündung los, kann jedoch plötzlich kein Obst mehr essen, ohne danach an Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen zu leiden.

Antibiotika können also entweder die Darmschleimhaut und somit auch die GLUT-5-Transporter beeinträchtigen oder sie zerstören die Darmflora auf eine Weise, dass diese die Fructose nicht mehr beschwerdefrei abbauen kann. Ähnlich können auch andere Medikamente wirken, in deren Beipackzettel ungünstige Nebenwirkungen auf das Verdauungssystem aufgeführt sind - insbesondere dann, wenn die Medikamenteneinnahme über einen langen Zeitraum erfolgte.

Auch Infektionen mit dem Pilz Candida albicans gelten als Risiko für die Entwicklung von Intoleranzen, da auch die Candida-Pilze die Darmschleimhaut schädigen und das bei einer Pilzinfektion bereits bestehende Ungleichgewicht der Darmflora noch verstärken können.

Als weitere mögliche Ursachen für die Entstehung einer Fructose-Intoleranz werden chronische Belastungen aller Art diskutiert. Dazu gehören eine ungünstige Ernährungsweise über Jahrzehnte hinweg genauso wie anhaltende Stresssituationen. Beides kann zu einer Dysbiose und zu Schäden der Darmschleimhaut führen.

Fructose-Intoleranz: Schulmedizinische Massnahmen

1. Symptomatische Therapie

Da die üblichen Untersuchungen der Schulmedizin (Darmspiegelung) keine Defekte ans Tageslicht bringen, wird der Patient oft mit der Diagnose Reizdarmsyndrom oder - noch schlimmer - mit den Worten "Das ist psychosomatisch" abgespeist. Infolgedessen therapiert die Schulmedizin die Symptome.

Der Patient erhält Arzneimittel gegen Durchfall, Medikamente gegen Blähungen, entkrampfende sowie schmerzlindernde Arzneimittel gegen die Bauchkrämpfe und Antidepressiva, wenn die Depressionen überhand nehmen. Dadurch wird er natürlich zum Dauerpatient. Die ständige Einnahme von Medikamenten führt früher oder später zu neuen Beschwerden, kann also nicht als endgültige Lösung betrachtet werden.

2. Antibiotika-Therapie

Falls doch einmal ein Wasserstoff-Atemtest vorgenommen wird und dieser positiv ausfällt, kann es durchaus sein, dass der Therapeut auch Antibiotika verordnet. Das tut er dann, wenn er eine Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB) vermutet. In einer Studie(1) wurde gezeigt, dass eine bereits einwöchige Antibiotika-Gabe nicht nur zu einer Verringerung der Symptome, sondern sogar gleich zum Verschwinden etlicher Intoleranzen geführt haben soll. Eine DDFB kann also FI-Symptome entweder vortäuschen oder die Darmschleimhaut so schädigen, dass es infolgedessen zu einer FI kommt.

Da eine Antibiotika-Therapie aber oft auch erst Auslöser einer FI sein kann, ist dieses Vorgehen riskant, wenn auch zweifelsohne verlockend. Auch ist nicht bekannt, ob die positive Auswirkung der Antibiotika-Therapie in oben genannter Studie von Dauer war. In jedem Falle ist im Anschluss an eine solche Behandlung ein gründlicher Aufbau der Darmflora mit vorteilhaften Darmbakterien vorzunehmen, um einer erneuten Fehlbesiedlung vorzubeugen. (Siehe Punkt 3. in "Fructose-Intoleranz: Ganzheitliche Massnahmen")

Fructose-Intoleranz: Ganzheitliche Massnahmen

Ein ganzheitlich tätiger Therapeut wird bei den beschriebenen Verdauungsbeschwerden hingegen erst einmal sämtliche Nahrungsmittel-Intoleranzen abklären.

Steht die Diagnose Fructose-Intoleranz fest, verspricht die sofortige Ernährungsumstellung eine meist unmittelbare Linderung der Beschwerden. Je nach Ausprägung der FI kann das mehrwöchige oder mehrmonatige Meiden von Fructose gemeinsam mit einer Symbioselenkung (Aufbau der Darmflora) bereits zu einer Heilung der FI oder zumindest einer Verträglichkeit einer höheren Fructose-Menge führen. Die ganzheitlichen Massnahmen bei Fructose-Intoleranz sind die folgenden:

1. Ernährungsprogramm bei Fructose-Intoleranz:

Phase I

In einer ersten Phase sollten - sobald eine FI vermutet wird - ALLE fructose- und am besten auch alle zuckerreichen Speisen gemieden werden, damit sich das Verdauungssystem erholen kann.

Verboten sind:

  • Die meisten Früchte und alle Produkte, in denen Früchte enthalten sind (wie z.B. Fruchtsäfte, Fruchtshakes, Fruchtjoghurts etc.) - Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, Quitten und nahezu sämtliche Trockenfrüchte sind besonders fructosereich
  • Süssigkeiten
  • Honig, Marmelade und andere süsse Brotaufstriche
  • Fertigprodukte, die Zucker enthalten könnten, wie z.B. Fertigsaucen, Dressings, Tomatenprodukte etc.
  • Diabetikerprodukte
  • Alle Produkte mit den Zuckeraustauschstoffen Xylit, Sorbit, Yacon-Wurzel, Maltit etc. Diese hemmen zusätzlich die Aufnahme der Fructose aus dem Darm und verschärfen folglich die Fructose-Intoleranz.

Die tägliche Fructosemenge sollte 2 Gramm nicht überschreiten. Anhand von Nahrungsmitteltabellen (die den Fructosegehalt angeben) in der einschlägigen Literatur oder auch im Internet können die geeigneten Lebensmittel entsprechend ausgewählt werden.

Diese 2 Gramm sind beispielsweise bereits in 30 Gramm Apfel oder 8 Gramm Trockenfeige enthalten. Gleichzeitig sind diese 2 Gramm erst mit 3 Kilogramm Champignons oder Buchweizen, mit 4 Kilogramm Endiviensalat, mit 10 Kilogramm Avocados oder mit 1,5 Kilogramm Kartoffeln erreicht. Es gibt also durchaus noch eine vielfältige Auswahl an Lebensmitteln, aus denen bei einer FI eine gesunde Ernährung zusammengestellt werden kann.

Zu den fructoseärmsten Lebensmitteln gehören:

  • Pilze
  • Avocados
  • Grüne Blattgemüse
  • Zucchini
  • Knollensellerie
  • Von den meisten anderen Gemüsesorten können kleine Mengen gegessen werden, jedoch sollten in der Anfangsphase Lauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte gemieden werden, da diese bekanntlich zu einer Verstärkung der Gasbildung führen können.
  • Nüsse, Mandeln, Kokosnüsse und Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Hanf etc.)
  • Kartoffeln
  • Glutenfreie Beilagen wie Mais, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Reis
  • Vollkornprodukte (achten Sie beim Kauf von Brot auf Fructose-Zusätze), Vollkornprodukte sollten jedoch nur geringfügig verzehrt werden, Informationen dazu finden Sie hier: Getreide verhindert Gesundheit und Mehl macht unfruchtbar, dick und süchtig
  • Fleisch, Fisch, Eier (jedoch frisch zubereitet und nicht in Form von Wurst oder anderweitigen Fertigprodukten)
  • Natürliche Milchprodukte sind zwar fructosefrei, da ein Fructose-intoleranter Darm jedoch gerne auch eine Lactose-Intoleranz entwickelt und Milchprodukte noch weitere Nachteile haben, raten wir vom Verzehr von Milchprodukten ab.

Falls Ihre Fructose-Intoleranz eher gemässigt ausgeprägt ist, dann können Sie eventuell auch kleine Mengen an fructoseärmeren Früchten in Ihren Speiseplan integrieren, wie z.B. Papaya, Rhabarber, Mandarinen und Aprikosen.

Phase II

Wenn die Symptome der Fructose-Intoleranz mit der oben genannten Ernährungsweise nahezu verschwunden sind, was mehrere Wochen bis zu einem Jahr dauern kann, geht man zur Phase II über. Da bei der erworbenen Fructose-Intoleranz immer eine gewisse Menge an Fructose vertragen wird, testet man jetzt die individuelle Fructose-Toleranz aus.

Dazu fügt man dem Speiseplan kleine Mengen fructosehaltiger Lebensmittel hinzu und beobachtet die Reaktionen des Körpers. Beginnen Sie jedoch mit fructoseärmeren Lebensmitteln wie etwa Aprikosen, also nicht gleich mit ein paar Äpfeln oder Birnen. Um den Überblick zu bewahren, was man wann in welchen Mengen und mit welchen Beschwerden (oder ohne Beschwerden) gegessen hat, ist wiederum das schon weiter oben genannte Ernährungstagebuch hilfreich. (Die Blanko-Vorlage finden Sie hier).

2. Wichtige Ernährungstipps bei Fructose-Intoleranz:

  • Glucose verbessert die Verträglichkeit der Fructose: Interessanterweise erhöht die Anwesenheit von Glucose in einem Lebensmittel die Resorption der Fructose aus dem Darm in die Blutbahn. Früchte zum Beispiel enthalten gleichzeitig Fructose und Glucose. Doch gibt es nun Früchte, die deutlich mehr Fructose als Glucose enthalten. Diese Früchte gelten als unverträglich bei FI. Es sind jene, die in der Verboten-Katagorie unter Punkt 1 erscheinen. Genauso gibt es jedoch auch Früchte, die in etwa gleich viel Fructose wie Glucose oder sogar weniger Fructose als Glucose enthalten. Dazu gehören z.B. Aprikosen, Avocados, Litchis und Papayas. Diese sind bei einer gemässigten FI deutlich verträglicher.

    Um diesen Mechanismus auszunutzen wird oft empfohlen, einfach über fructosereiche Lebensmittel Traubenzucker (reine Glucose) im Verhältnis 1 : 1 zu streuen. Zwar hilft dieser Trick manchen Fructose-Intoleranten recht gut, doch sollte berücksichtigt werden, dass auch Traubenzucker ein isolierter Industriezucker ist, dem wichtige Mikronährstoffe fehlen und der darüber hinaus die Bauchspeicheldrüse überlasten und den Blutzuckerspiegel enorm aus dem Gleichgewicht bringen kann.

  • Früchte nicht auf leeren Magen essen: Während beim gesunden Menschen die Gewohnheit, Früchte als Nachtisch zu essen, langfristig zu einer Störung der Darmflora führen kann und erfahrungsgemäss der Verzehr von Früchten auf leeren Magen sehr viel verträglicher ist, verhält es sich bei der FI gerade umgekehrt. Falls überhaupt Früchte vertragen werden, so sind diese nach einer Mahlzeit verzehrt sehr viel bekömmlicher. Allerdings könnte der Grund dafür im Glucosegehalt der Hauptmahlzeit liegen (auch Gemüse, Teigwaren etc. enthalten Glucose), so dass hier der oben genannte Mechanismus wieder ins Spiel kommen könnte.

  • Vorsicht mit Ballaststoffen: Ballaststoffe haben sehr viele gesundheitliche Vorteile, besonders dann, wenn es sich um die richtigen Ballaststoffe handelt. Bei einer Fructose-Intoleranz jedoch können Ballaststoffe den ohnehin strapazierten Verdauungstrakt noch weiter irritieren. Sie fördern - vor allem bei einer DDFB - die Gasbildung und können daher die FI-Symptome noch weiter verstärken. Ballaststoffe sollten daher nur in zurückhaltenden Mengen konsumiert werden. Keinesfalls sollten Ballaststoffe in Form von Kleie zugeführt werden.

  • Welcher Zucker bei Fructoseintoleranz? Da jeder Betroffene eine andere Toleranzgrenze hat, wird gewöhnlicher Haushaltszucker (Saccharose) in manchen Fällen und in gewissen Dosen vertragen, was aber jeder selbst ausprobieren muss. Verträglich sind ferner Traubenzucker und oft auch Milchzucker (sofern keine gleichzeitige Lactoseintoleranz vorliegt). Gesünder wären natürlich Steviaprodukte aller Art. Auch Erythrit wird meist vertragen - ein Zuckeralkohol, der im Körper nicht verstoffwechselt wird. Von allen Siruparten kann auch Reissirup eingesetzt werden, der in den meisten Fällen keine Fructose enthält.

3. Aufbau der Darmflora (Darmsanierung)

Eine Dysbiose, also ein Ungleichgewicht der Darmflora ist der mögliche Auslöser einer Fructose-Intoleranz. Im Laufe der Erkrankung verstärkt sich die Dysbiose weiter - und zwar in einem so extremen Mass, dass aufgrund der daraufhin eintretenden Schwächung des Immunsystems unzählige weitere Beschwerden und Erkrankungen auftreten können. Folglich muss dem Aufbau der Darmflora bei einer Fructose-Intoleranz erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Probiotische Joghurts eignen sich für diesen Zweck jedoch keinesfalls, da einerseits der verstärkte Verzehr von Milchprodukten bei einer vorliegenden Fructose-Intoleranz in einer Lactose-Intoleranz münden kann und andererseits in vielen Joghurts nur geringe Mengen an nützlichen Bakterien vorhanden sind. Deutlich wirkungsvoller ist hier eine umfassende Darmsanierung mit speziellen hochwertigen Probiotika wie z.B. Combi Flora. Wie eine Darmsanierung durchgeführt wird, erfahren Sie hier: Wie funktioniert eine Darmreinigung

4. Die Darmschleimhaut heilen

Da bei der Fructose-Intoleranz das Fructose-Transportersystem in der Darmschleimhaut entweder aus zu wenigen GLUT-5-Molekülen oder aber inaktiven GLUT-5-Molekülen besteht, sollte alles unternommen werden, um die Darmschleimhaut bei ihrer Regeneration zu unterstützen, so dass sich das Fructose-Transportersystem wieder erholen und zu neuer Aktivität finden kann.

Gerstengras oder besser Gerstengrassaftpulver enthält sowohl ein besonderes Protein als auch einen besonderen Ballaststoff, die beide der Darmschleimhaut bei Zellreparaturen und neuem Zellaufbau helfen können. Ein täglicher Shake aus Gerstengraspulver und Wasser ist daher bei einer Fructose-Intoleranz äusserst empfehlenswert.

Mehr Infos über Gerstengras finden Sie hier: Gerstengras - Prädikat: bestes Lebensmittel  Mehr Infos über Gerstengrassaft finden Sie hier: Gerstengrassaft - Der Powerdrink

Die Mineralerde Bentonit hat ebenfalls eine ausserordentlich positive Wirkung auf das Verdauungssystem. Sie absorbiert sowohl die von den schädlichen Darmbakterien produzierten Toxine als auch überschüssige Gase und nicht zuletzt einen Teil der unerwünschten Bakterien selbst, so dass sie auf diese Weise die Heilung der Darmschleimhaut ganz enorm fördern kann. Bentonit wird morgens und abends eingenommen - jeweils ein Teelöffel mit einem grossen Glas Wasser. Bentonit ist darüber hinaus auch Bestandteil der unter 3. erwähnten Darmsanierung. Interessante Informationen zu Bentonit finden Sie hier: Bentonit absorbiert Schadstoffe

5. Candida-Pilz bekämpfen

Falls auch eine Candida-Infektion vorliegt, sollte im Zuge der Darmsanierung auch dem Pilz ein Ende bereitet werden. Informationen zur Eliminierung der Candida-Pilze finden Sie hier:

6. Entsäuerung

Nichts geschieht ohne Grund: Und so kommt es auch nicht ohne Grund zu jener Dünndarmfehlbesiedlung, die möglicherweise die Fructose-Intoleranz mit verursacht.

Die Darmflora setzt sich grundsätzlich aus denjenigen Bakterien zusammen, die sich im jeweiligen Verdauungssystem am wohlsten fühlen. Je nach Milieu, je nach pH-Wert und je nach Nahrung siedeln sich die entsprechenden Bakterien an.

Eine Ernährung, die reich an isolierten Kohlenhydraten und tierischen Eiweissen ist, führt somit durch eine chronische Übersäuerung des Organismus zu einer Verschiebung der pH-Werte im Verdauungssystem und nicht zuletzt damit zur Ansiedlung einer übermässigen Anzahl von Fäulnisbakterien und Pilzen.

Folglich kann eine gründliche Entsäuerung (zu der auch eine basische Ernährungsweise gehört) zu einer Änderung des Milieus führen. Die schädlichen Bakterien finden daraufhin nur noch wenig Nahrung und ziehen sich zurück, während sich die Lebensbedingungen für nützliche Darmbakterien (die mit hochwertigen Probiotika eingenommen werden, siehe 3.) wieder verbessern und diese sich wieder verstärkt ansiedeln und vermehren. Informationen zu einer umfassenden Entsäuerung finden Sie hier: Übersäuerung beeinträchtigt das Wohlbefinden

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7. Mögliche Mikronährstoffdefizite auffüllen

Der bei Fructose-Intoleranz häufige Folsäure- und Zinkmangel sollte sich spätestens im Anschluss an die Darmsanierung mit der richtigen Ernährung von selbst beheben. Folsäure ist besonders in grünem Blattgemüse, in Kräutern und in Nüssen enthalten. Alle diese Lebensmittel sind bei einer Fructose-Intoleranz gut verträglich, so dass eine Folsäureversorgung - sobald der Darm saniert ist - für einen gesundheitsbewussten Fructose-Intoleranten kein Problem darstellen sollte.

Ähnlich verhält es sich mit Zink. Dieses Spurenelement ist besonders in Nüssen und Ölsaaten enthalten, aber auch in Hülsenfrüchten (die ab Phase II gegessen werden können), in grünem Blattgemüse, Avocados, Buchweizen, Hirse und Fisch.

8. Natürliche Linderung der FI-Symptome

Bis die genannten Massnahmen Wirkung zeigen, können vorübergehend natürliche Mittel eingesetzt werden, die Blähungen lindern und Durchfall abschwächen können. Informationen zu diesen beiden Themen finden Sie hier:

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Liebe LeserInnnen

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(9)

Fior
geschrieben am: freitag, 01. april, 22:21
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Guten Abend, ich habe zwar keine Fructoseintoleranz, allerdings bin ich bestrebt, geheime Zuckerquellen wenn möglich zu eliminieren. Bei meinen Recherchen bin ich über die Kartoffel gestoßen, die mit einem Wert von 0,17 pro 100g nicht wirklich viel Fructose hat. Allerdings wird immer wieder erwähnt, dass man Kartoffeln am besten über Nacht einweicht. Ich vermute dies hat mit der Stärke zu tun, allerdings verstehe ich die Zusammenhänge nicht zwischen stärkehaltigen Lebensmitteln zu so einem niedrigen Fructosegehalt. Vielen Dank!!!




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Fior
Sehr richtig. Kartoffeln gehören von Haus aus zu den fructosearmen Lebensmitteln und werden meist bei einer FI recht gut vertragen. Will man den letzten Rest Fructose auch noch aus den Kartoffeln entfernen, kann man versuchen, sie zu wässern. Dabei löst sich die Fructose im Wasser, das man dann weggiesst und die Kartoffeln im neuen Wasser kocht. Da man durch das Wässern jedoch auch einen ordentlich Teil der Vitalstoffe aus der Kartoffel wäscht, ist es sehr fraglich, ob sich diese Aktion lohnt und ob sie nicht mehr Nachteile als mögliche Vorteile hat.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

ChristinaGr
geschrieben am: mittwoch, 06. mai 2015, 21:26
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Liebes Team, der Artikel über Fructoseintoleranz ist sehr gelungen und ausführlich. Allerdings würde ich gerne für ein Studienprojekt wissen, wie die Häufigkeit von FI weltweit verteilt ist. Wissen Sie, ob es dazu Daten gibt? Für Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar. Viele Grüße!




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Christina
Bitte recherchieren Sie, indem Sie z. B. "prevalence fructose malabsorption world" in die Suchmaschine eingeben.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Anne G.
geschrieben am: sonntag, 26. mai 2013, 14:55
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Liebes ZDG Team, ihren Artikel über die FI habe ich mit viel Interesse soeben gelesen, denn ich bin auf der Suche nach den Ursachen für meine schon lange bestehenden Verdauungsbeschwerden. Bauchspeicheldrüse und Galle habe ich noch nicht esten lassen und werde ich machen. Zu der FI meine Frage: kann sie auch vorliegen, wenn man überwiegend an chronischer Verstopfung, Blähungen und manchmal Magenschmerzen leidet oder ist immer Durchfall ein Indiz dafür? Wegen der Verstopfung mache ich auch regelmäßig Einläufe. Ist dies dann genauso wie eine Colon-Hydron-Therapie ungünstig für den Wasserstoff-Atemtest? Und kann trotz negativem Testergebnis eine Fructosemalabsorption vorliegen?




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Anne,
ob eine FI bei Ihren Symptomen vorliegen kann oder nicht, kann nur ein Therapeut entscheiden. Auch kann die FI in verschiedenen Intensitäten oder in Begleitung mit anderen Unverträglichkeiten/Intoleranzen/Allergien auftreten. Es ist also nicht leicht, dies allein aufgrund der Symptomaufzählung zu entscheiden.
In Bezug auf Ihre Einläufe erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem testenden Arzt, ob Sie diese weiter durchführen können oder ob sie den Test beeinträchtigen würden, was natürlich auch von der Art und Häufigkeit Ihrer Einläufe abhängt (hohe Einläufe, normale Einläufe?).
Ja, auch bei negativem Testergebnis kann in manchen seltenen Fällen dennoch eine FI vorliegen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Inge
geschrieben am: dienstag, 30. oktober 2012, 16:20
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Lactose-, Sorbit- und Fructoseintoleranz wegen Enzymmangel. Nun merke ich auch, dass ich Histamin und Glutamat nicht mehr vertrage. Letztes Jahr hat ein Heilpraktiker im Stuhl histaminbildende Bakterien festgestellt. Ich nehme schon seit Monaten regelmäßig Probiotika (Mutaflor etc.) ein, aber ohne Erfolg. Ich habe multiple Allergien, Neurodermitis, Rosacea/periorale Dermatitis. Welches Probiotikum würden Sie mir empfehlen? Vielen Dank für ihre Beratung. Schönen Gruß




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Inge
Vielen Dank für Ihre Mail.
 
Zum Aufbau der Darmflora und Regeneration der Darmschleimhaut empfehlen wir hochwertige zusatzstofffreie Probiotika, wie z. B. Combi Flora, die auch bei Intoleranzen sehr gut vertragen werden. Allerdings wird Ihnen bei Ihrem Beschwerdebild allein ein Probiotikum höchstwahrscheinlich nicht helfen können. Zu einer ganzheitlichen Therapie gehören noch sehr viel weitere Massnahmen. Hier finden Sie über eine Darmreinigung Informationen.
 
Wenn Sie den einen oder anderen Tipp umgesetzt  haben, freuen wir uns über ein Feedback, ob Sie damit bereits eine Linderung Ihrer Probleme erreicht haben.
 
Alles Gute und liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

kristin
geschrieben am: donnerstag, 04. oktober 2012, 15:39
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Hallo, Ihr Artikel ist sehr interessant. Ich leide seit 2 Jahren unter einer (erworbenen) Fructoseintoleranz. Obwohl ich mich (meistens) an die fructosearme Diät halte, leide ich immer noch an Durchfällen und Blähungen (und ich glaube meine Migräne hängt auch damit zusammen). Andere Krankheiten konnten durch Magen- und Darmspieglung ausgeschlossen werden, außerdem habe ich sämtliche Unverträglichkeitstest gemacht: Ich habe \"nur\" eine Fructoseintoleranz. Da ich mit alleiniger Diät nicht weiterkomme, denke ich über den Aufbau meiner Darmflora nach. Ich habe überlegt die \"Darmreinigung 1 mit Flohsamen" und das "Bio Gerstengras Pulver" auszuprobieren - was halten Sie davon? Wäre das in meinem Fall sinnvoll, auch ohne dass ich meine Darmflora genau untersuchen lasse? Oder sollte ich mich lieber an einen Heilpraktiker wenden und mit ihm gezielt nach der richtigen Darmsanierung suchen? Ich würde mich gerne für die kostengünstigste Variante entscheiden, deshalb frage ich Sie zuerst um Rat. Danke für Ihre Antwort.




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Kristin,
vielen Dank für Ihre Mail.
Bei einer FI sollte der Darmfloraaufbau besser drei Monate als nur 4 Wochen durchgeführt werden. Wegen entsprechender Produkte müssten Sie sich jedoch an den jeweiligen Shop wenden, da wir - die Neosmart Consultig AG nur den informativen Teil der Webseite www.zentrum-der-gesundheit.de betreiben. Evtl. können Sie ja die gewünschte Kur durchführen und dann - wenn Sie spüren, wie gut Ihnen das Programm tut - eine weitere Dose des Probiotikums nachordern.
 
Gerstengras ist eine gute Möglichkeit, die Regeneration der Darmschleimhaut zu unterstützen. Ob beide Massnahmen in Ihrem Fall empfehlenswert sind, können wir aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Wir können Ihnen lediglich mitteilen, dass ein effektives Darmsanierungsprogramm mit einem hochwertigen Probiotikum zur Symbioselenkung erfahrungsgemäss bei sehr vielen FI-Betroffenen zu einer Besserung führt, da hier ja ursächlich gearbeitet wird und nicht symptomatisch.
 

Die Kontaktdaten eines Shop-Anbieters lauten wie folgt:
ZDG GmbH
Tel: +49 30 60 98 51 450
Mail: kundenservice@zdg-gmbh.de

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Gaby
geschrieben am: sonntag, 18. dezember 2011, 08:00
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Hallo liebes Team, vielen Dank für Ihre eingehende Antwort. Noch eine kurze Erklärung: Lactose und Fructose Intoleranzen wurden vor vier Jahren eindeutig nachgewiesen. Gluten wurde vor kurzem ausgeschlossen und Glucose Atemtest war vor kurzem eben auch negativ. Somit sollte die Fehlbesiedelung ausgeschlossen sein. Meine Ärztin meinte aber trotzdem (weil ich so verzweifelt bin), wir können das Medikament ja einmal versuchen. Während der Behandlungsdauer wurde es nicht besser aber danach hatte ich ca. 6-10 Wochen Ruhe. Nun ist es um so schlimmer, und ich fürchte, dass ich jetzt einen Pilz habe. Ich werde die Ärztin morgen anrufen, weil so kann es nicht weiter gehen.

Merkwürdig ist, dass ich vormittags meistens keine Probleme habe und ab dem Mittagessen leichte Beschwerden auftreten und am Abend ist es dann unmöglich und ich muss alle Verabredungen absagen. Dann ist es auch egal, ob ich Lactosefrei esse oder nicht. Mein Leben lang habe ich mich mit und nach der Einnahme von Antibiotika einige Zeit gut gefühlt und alles war bestens, bis es wieder da ist. Deshalb hat die Ärztin es auch mit dem Medikament versucht. Der Erfolg war aber nicht so anhaltend. Den größten Erfolg hatte ich nach der Einnahme von Clont - ca. 6 Monate keine erneuten Beschwerden. Aber es ist niemals eine Darmflora wieder aufgebaut worden. Es ist bisher keine Darmflora-Analyse gemacht worden - das werde ich jetzt ansprechen und auch die Pilzbesiedelung in Frage stellen. Ich bedanke mich bei Ihnen auf jeden Fall und hoffe, dass ich bald Hilfe bekomme und aus dem Dilemma herausfinde.
Mit freundlichen Weihnachtsgrüßen an Ihr Team
Gaby




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Gaby,
herzlichen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung.
Da die Verdauungsgeschwindigkeit von der Zusammensetzung Ihrer Mahlzeiten abhängt, kann es durchaus sein, dass sich grundsätzlich erst am Nachmittag bzw. Abend die Beschwerden verstärkt einstellen. Sie schreiben nur wenig über Ihre derzeitige Ernährungsweise, so dass wir Sie noch einmal auf das von uns oben beschriebene Zweiphasenprogramm aufmerksam machen möchten. Bei eindeutig diagnostizierter Fructoseintoleranz, ist es von dringlicher Wichtigkeit, die Diät konsequent einzuhalten.

Erst dann kann sich der Darm erholen und - mit ein wenig Glück - wieder regenerieren. Medikamente schaffen das jedoch kaum. Falls Sie zu Experimenten bereit sind, könnten Sie Ihre Ärztin nach Fructosin befragen. Dabei handelt es sich um ein Enzym, dass die Resorption der Fructose bei manchen FI-Patienten verbessern und somit die Beschwerden lindern kann. Die Lactose muss dabei jedoch natürlich weiterhin gemieden werden.

Wir wünschen Ihnen in jedem Fall viel Erfolg bei der Kommunikation mit Ihrer Therapeutin und senden auch Ihnen die besten vorweihnachtlichen Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Gaby
geschrieben am: sonntag, 18. dezember 2011, 07:49
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Hallo, ich habe eine Laktose und Fructose Intoleranz. Ich leide immer wieder an starken Blähungen, die mich sozial so einschränken, dass ich nirgens hingehen kann. Vor 4 Jahren hatte ich eine Spiegelung - alles ok. Eine Ärtzin hat mich auf Zuckerunverträglichkeit testen lassen, das war negativ, wird normal abgebaut. Ich hatte XIFAXAN bekommen und das hat nur 2 Monate geholfen, nun müsste ich es schon wieder nehmen. Was könnte ich während einer Darmsanierung essen? So viel Salata und Obst darf ich nicht. Ich soll eher Weißbrot und Fleisch essen oder gekochte Gemüsearten, sagte die Ernährungsberaterin. Können Sie mir dazu etwas sagen? Und gibt es ein Mittel, womit ich die Blähungen stoppen könnte, falls ich irgendwo hin muss?




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Gaby,
vielen Dank für Ihre Mail.
 
Sie schreiben, dass Sie vor vier Jahren auf "Zuckerunverträglichkeit" negativ getestet wurden. Meinen Sie damit den Atemtest mit Glucose, um eine Dünndarmfehlbesiedlung festzustellen oder meinen Sie die Intoleranz-Tests mit Fructose und Lactose? Wurden die Tests inzwischen wiederholt? Oder vermuten Sie die genannten Intoleranzen lediglich?
 
Xifaxan wird normalerweise bei bakteriellen Infektionen im Darm verordnet. Wenn es bei Fructose-Intoleranz verordnet wird, kann dies aus mindestens zweierlei Gründen der Fall sein: Entweder der Therapeut vermutet eine Dünndarmfehlbesiedlung und hofft, dass die Antibiotika die unerwünschten Bakterien vernichten. Dann müsste jedoch im Anschluss an die Antibiotika-Therapie ein Darmfloraaufbau stattfinden, andernfalls siedeln sich die unerwünschten Bakterien (und im ungünstigen Falle auch gleich Pilze) gleich wieder an und die Probleme beginnen von neuem. Oder aber der Therapeut ist so hilflos, dass er die Dickdarmflora - die aufgrund der Intoleranzen zu den Beschwerden führt - auslöschen möchte, was natürlich ein hochgradig symptomatisches Vorgehen ist und daher - wie Sie bereits erfahren haben - nur kurzfristige Erleichterung bringt, da sich die Darmflora in absehbarer Zeit ja wieder neu ansiedelt.
 
Falls "nur" die beiden von Ihnen genannten Intoleranzen vorliegen, dann müssten sich Ihre Beschwerden bei einer entsprechenden Ernährung dramatisch verbessern - vorausgesetzt, Sie meiden Lactose konsequent und Fructose weitgehend. Bei einer Fructose-Intoleranz ist das Meiden auch von Sorbit und sorbithaltigen Lebensmitteln ausschlaggebend. Viele Fertigprodukte können Lactose und/oder Fructose enthalten, wie z. B. Wurst oder Brot. Wenn eine Besserung der Beschwerden trotz konsequentester Ernährung nicht eintritt, dann gibt es noch andere Ursachen. Andere Intoleranzen, Allergien oder auch anhaltende Stresssituationen im Alltag. Wurde eine Glutenintoleranz ausgeschlossen? Wurde eine konkrete Darmflora-Analyse mit anschliessendem Darmfloraaufbau vorgenommen? Konnte eine Pilzinfektion ausgeschlossen werden?

Wenn Sie eine Darmsanierung durchführen möchten, dann passen Sie selbstverständlich Ihre Ernährung Ihren Intoleranzen an. Doch bedeuten Intoleranzen ja nicht, dass Sie sich automatisch ungesund ernähren müssten.
 
Bitte richten Sie sich KONSEQUENT an die Beschreibung des zweiphasigen Vorgehens in Kombination mit einem Ernährungstagebuch - wie in unserem Informationstext zur Fructose-Intoleranz beschrieben. Die Infos finden Sie im obigen Text.
 
Um Ihre Blähungen kurzfristig zu stoppen, müssten Sie testen, welches der herkömmlichen Mittel gegen Blähungen (Wirkstoff Simeticon) bei Ihnen Wirkung zeigt - wenn die von uns genannten Tipps nicht mehr helfen sollten:

Infos über Blähungen

Mittel gegen Blähungen

Achten Sie jedoch darauf, dass keinesfalls Sorbit, Sorbinsäure oder andere für Sie unverträgliche Zusätze enthalten sind.
 
Alles Gute und liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

Gitte
geschrieben am: sonntag, 18. dezember 2011, 07:42
eMail-Adresse hinterlegt

Moin, Danke für die schnelle Antwort. Ist denn die Verarbeitung von Agavendicksaftes als sog. "industrielle" Verarbeitung zu verstehen, die sich auf die Ausbreitung von Krebszellen so auswirkt wie z.B. bei Maissirup ? Sollte man also Honig - Bio + kaltgeschleudert - zum Süßen von Getränken etc. den Vorzug geben ?? Gruß




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Gitte,
zum Thema Agavendicksaft und dessen krebswachstumsfördernden Potentials sind uns noch keine wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt. Unserer persönlichen Ansicht nach zählt Agavendicksaft jedoch - genau wie Maissirup - zu den industriell verarbeiteten, hochgradig fructosereichen und konzentrierten Süssungsmitteln, die wir Menschen mit einer Krebserkrankung oder erhöhtem Krebsrisiko nicht empfehlen würden. Honig kann bis 50 Prozent Fructose enthalten und sollte u. a. deshalb ebenfalls nur in wirklich geringen Mengen verzehrt werden. Zum Süssen von Getränken eignet sich am besten Stevia (bei Tee kann auch Stevia in Blattform mit aufgebrüht werden). Interessant ist ausserdem, dass man nach kurzer Umgewöhnungszeit von etwa zwei bis drei Wochen, in denen man konsequent ungesüsste Getränke zu sich nimmt, gesüsste Getränke als unangenehm süss empfindet.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Gitte
geschrieben am: sonntag, 18. dezember 2011, 07:07
eMail-Adresse hinterlegt

Hey, habe den artikel über fructose + sirup gelesen. Ist davon auch agavendicksaft betroffen ?




Zentrum der Gesundheit:

Liebe Gitte,
vielen Dank für Ihre Mail.
Agavendicksaft besteht zu über 90 Prozent aus reiner Fructose, gehört daher zu den äusserst fructosereichen Lebensmitteln und sollte folglich - wie alle konzentrierten Süssungsmittel - nur sehr sparsam eingesetzt werden.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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