Gesundheit

Darmparasiten natürlich bekämpfen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 21.05.2018
  • 9 Kommentare
Darmparasiten natürlich bekämpfen
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Lebensmittel sind lebenserhaltend, bestimmte Lebensmittel bergen jedoch bakteriologische, virologische und parasitäre Risiken. Über die Nahrung (v.a. Rohwurst) können Parasiten in den menschlichen Organismus gelangen und unsere Gesundheit gefährden. Erfahren Sie, wie Sie Erkrankungen durch lebensmittelübertragene Protozoen (Einzeller) verhindern können, bereits eingenistete Parasiten durch natürliche Heilmittel vernichten und Ihr Immunsystem durch den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora gegen Parasiten stärken.

Darmparasiten – Jeder Zweite hat sie

Die Vorstellung von Parasiten in unseren Gedärmen ist nicht gerade appetitlich. Dennoch gewährt jeder Zweite diesen Störenfrieden unfreiwillig Unterschlupf. Die lebendigen Organismen, darunter Einzeller (z.B. Amöben, Giardien, Neospora, Toxoplasmen, Kryptosporidien, Sarcocystis) und Darmwürmer (z.B. Bandwürmer, Madenwürmer, Hakenwürmer, Fadenwürmer, Spulwürmer), nisten sich bevorzugt im menschlichen Verdauungstrakt ein und belasten unser Immunsystem.

Umso wichtiger ist es zu wissen, wie wir Parasiten von unserem Organismus fernhalten können. Während das Problem in Ländern der Dritten Welt vor allem in kontaminiertem Wasser zu suchen ist, ziehen sich Menschen in der westlichen Welt häufig durch den Verzehr von Rohwurst, nicht genügend erhitztem Fleisch und Schalentieren Parasiten zu.

Simple Clean - die Darmreinigung

Symptome – Immunsystem kämpft gegen Parasiten

Haben sich Parasiten erst einmal im Darm eingenistet, können sie sich enorm schnell vermehren. Das Immunsystem setzt sich gegen die Eindringlinge zur Wehr, ist mit der grossen Menge von Parasiten aber meist überfordert. Der Kontrollverlust unseres Immunsystems macht sich in typischen Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Blähungen und Völlegefühl bemerkbar.

Aber auch grippeähnliche Symptome, Übelkeit, chronische Müdigkeit, Ausschlag, Gelenkschmerzen und chronische Nasennebenhöhlenentzündung können von einem Parasitenbefall herrühren. Um Parasiten loszuwerden, muss man sie sprichwörtlich aushungern, und dies am besten auf natürliche Weise!

Zucker – Entziehen Sie Darmparasiten ihren Nährboden

Wie Pilze (z.B. Candida albicans) lieben auch Parasiten Zucker. Zur Vernichtung der Parasiten in unserem Körper muss ihnen also der Nährboden entzogen werden. Eine wirkungsvolle Parasiten-Kur beinhaltet deshalb unweigerlich eine kohlenhydratarme Diät. Sowohl Süssungsmittel (Zucker, Honig etc.) als auch sämtliches Getreide, das im Zuge der Verdauung in Mehrfachzucker aufgespalten wird, sollten übergangsweise gemieden werden.

Eine solche Fastenkur lässt Parasiten regelrecht verhungern. Der Erfolg wird insbesondere bei Würmern deutlich. Schauen Sie sich Ihren Stuhlgang in dieser Zeit etwas genauer an

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Natürliche Hilfsmittel gegen Darmparasiten

Darmparasiten haben erst gar keine Chance, sich im Körper niederzulassen, wenn der Darm gesund ist und mit ausreichend nützlichen Darmbakterien besiedelt ist. Daher ist das A und O einer Parasitenkur die Sanierung des Darms und der Aufbau einer gesunden Darmflora. Eine intensive Darmreinigung in Kombination mit der Einnahme freundlicher Darmbakterien ist demnach die Basis für die natürliche Parasitenbekämpfung.

In einigen intensiven Darmreinigungsprogrammen wird auch die zusätzliche Einnahme von Grapefruitkernextrakt oder kolloidalem Silber empfohlen, da beide Mittel als natürliche Antibiotika bekannt sind, die jedoch keinen Schaden an der Darmflora anrichten.

Viele Naturheilkundler empfehlen für eine Parasitenkur generell eine kalorienreduzierte, drei- bis 21-tägige Diät mit überwiegend flüssigen, fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut, Kombucha und Apfelessig. Die durch die Fermentation entstandenen Milchsäurebakterien sollen Parasiten ähnlich effektiv beseitigen wie probiotische Nahrungsergänzungsmittel.

Als positiver Nebeneffekt vertreiben die nützlichen Bakterien nicht nur die Parasiten, sondern fördern auch den Wiederaufbau der Darmflora.

Die Natur gibt uns im Kampf gegen Parasiten jedoch noch weitere wunderbare Hilfsmittel in die Hand.

Mit an erster Stelle stehen hier die Papayakerne. Zwar sollen auch Papayablätter gegen Parasiten helfen, doch sind Papayakerne in unseren Breiten deutlich leichter erhältlich.

Kauen Sie einfach mehrmals täglich 5 bis 6 frische oder getrocknete Papayakerne. Diese enthalten parasitenfeindliche Stoffe und haben sich in mehreren Studien sehr gut gegen Darmparasiten bewährt. Details dazu lesen Sie hier: Die Heilkraft der Papayakerne

Ergänzen Sie überdies Ihre Ernährung - am besten eine kohlenhydratarme - mit nativem Kokosöl. Die mittelkettigen Fettsäuren (Triglyceride) dieses Öls stärken das Immunsystem und steigern auf diese Weise die Abwehrkraft.

Zum direkten Angriff eignen sich roher Knoblauch und Zwiebeln. Als Heilpflanzen machen sie sich durch ihre schwefelhaltigen Aminosäuren verdient, die Parasiten ausmerzen können. In Kombination mit Kokosöl erhöht sich die Wirkkraft.

Mit sechs Teelöffeln Kokosöl, einer Knoblauchzehe und einer Zwiebel täglich haben Parasiten bei keine Chance!

Auch das ätherische Öl von Oregano kann Parasiten in die Flucht schlagen. Geben Sie zwei bis drei Tropfen ätherisches Oreganoöl in ein Glas Wasser mit frisch gepresster Zitrone und trinken sie diesen Mix dreimal am Tag. Eine ähnlich starke Wirkung erreichen Sie mit Nelkenöl.

Weitere Parasitenbekämpfer sind Ingwer, Wermut, Olivenblattextrakt, Enzianwurzel, Wacholderbeeren und die Schwarzwalnuss. Unterstützen Sie Ihre Parasitenkur mit hochwirksamen Tinkturen aus den genannten Heilpflanzen!

Darmparasiten – Nachsorge ist Vorsorge

Nach der Parasitenkur ist vor der Parasitenkur. Um sich die Störenfriede auch zukünftig vom Leib zu halten, ist eine zuckerarme Ernährung mit probiotischen Lebensmitteln grundlegend.

Versuchen Sie Lebensmittel mit gesunden Bakterienkulturen in Ihren Speiseplan zu integrieren. Rohes fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut und Kimchi enthält sowohl aktive Milchsäurebakterien, welche die Darmflora harmonisieren, als auch natürliche Enzyme zur Unterstützung der Verdauungskraft.

Kohl als Grundlage dieser Lebensmittel ist eine reichhaltige Quelle für die Aminosäure Glutamin, die bei der Wiederherstellung einer gesunden Darmflora mitwirkt. (Weitere Infos finden Sie hier: Weisskohl)

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 24.06.2017

liebes gesundheits-team, danke für die wunderbaren infos zu so vielen themen. ihre seite ist mir eine grosse hilfe! zur parasiten-abwehr mit kokosöl: kann man statt dem öl auch kokosmus verwenden? (die kinder essen das lieber) ich freue mich auf antwort lg

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Wir freuen uns, dass Ihnen unsere Informationen helfen konnten. 

Im Kokosmus ist der Gehalt der wirksamen Fettsäuren etwas geringer als im Kokosöl. Denn letzteres besteht zu 100 Prozent aus Fett, während der Kokosmus auch Kohlenhydrate und Proteine enthält.

Denken Sie in jedem Fall an ein komplettes Programm bei Parasitenbefall, das auch die Ernährung, Darmflora, Immunsystemstärkung etc. mit einschliesst.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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