Wie eine Entsäuerung helfen kann
Die typisch westliche Ernährung auf der Basis von tierischen Lebensmitteln und Backwaren aus Auszugsmehlen ist dafür bekannt, Krankheiten Tür und Tor zu öffnen. Auch die Arthrose lässt sich durch eine solche Ernährung begünstigen und entsteht folgendermaßen:
Der Körper gerät infolge der falschen Ernährungs- und Lebensweise im Laufe vieler Jahre in ein Ungleichgewicht – und zwar auf vielen Ebenen.
Ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts wird beispielsweise als latente Übersäuerung bezeichnet. Latent deshalb, weil sich nicht sofort akute Symptome zeigen und der gemessene ph-Wert im Blut (als die Regelgröße, die die latente Übersäuerung im Gewebe gegenreguliert) im Normbereich, also leicht alkalisch bleibt.
Nach Jahren dann, wenn die Kompensationsfähigkeiten des Organismus erschöpft sind, kommt es zu den typischen Zivilisationskrankheiten. Diese werden nun als altersbedingte und/oder erblich bedingte Krankheiten bezeichnet, allen voran die Arthrose, aber auch Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes etc. Dabei ließen sich gerade diese Beschwerden so gut mit einer einleitenden Entsäuerung und sodann mit der entsprechenden Ernährungs- und Lebensweise bessern oder gar ganz beheben.
Entstehung der Übersäuerung
Die latente Übersäuerung entwickelt sich aus naturheilkundlicher Sicht folgendermaßen: Bei der Verstoffwechslung von ungesunder Ernährung, bei Stress, bei der Einnahme von Medikamenten oder beim Trinken von Alkohol entstehen im Blut und im Gewebe schädliche Säuren.
Gesundes Blut aber ist leicht basisch (das Gegenteil von sauer) und muss auch immer leicht basisch bleiben. Andernfalls stirbt der Mensch.
Also legt der Körper alle Anstrengung an den Tag, um die entstehenden Säuren mit Hilfe von basischen Mineralien wie z. B. Calcium, Kalium, Magnesium sowie mit Hilfe des besten körpereigenen Neutralisators, dem Natriumhydrogencarbonat, zu neutralisieren. Erst dann kann er die nun neutralisierten Säuren – wenn der Körper gesund ist – über die Ausscheidungsorgane wieder hinaus befördern.
Wenn mit der Nahrung jedoch zu wenige Mineralien im Organismus eintreffen – was mit der heute üblichen vitalstoffarmen Ernährung oft der Fall ist – muss der Körper Mineralien z. B. aus den Knochen, Organen oder dem Bindegewebe verwenden, um der Säureflut Herr zu werden.
Wenn die Ausscheidungsorgane aufgrund der übermäßigen Säuremenge überlastet sind, können die neutralisierten Säuren (sog. Schlacken) nicht mehr ausgeschieden werden. Sie werden im Körper eingelagert.
Als Lagerstätte dienen das Bindegewebe, die Blutgefäße und mit schöner Regelmäßigkeit auch die Gelenke. Die Schlacken stören den Stoffwechsel im Gelenk und der Körper versucht die Fremdkörper auszuscheiden. Das macht er mit Hilfe von Entzündungen.
Leider wird er bei der Masse der vorhandenen und immer wieder neu eintreffenden Schlacken nie wieder Herr der Lage. Eine chronische Unterversorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen verhindert ferner den Neuaufbau des Knorpels. Die Gelenkknorpelmasse wird weniger und weniger. Die Arthrose mit all ihren Schmerzen und Bewegungseinschränkungen ist da.
Entsäuerung und Ernährungsumstellung bei Arthrose
Nach einer gründlichen Entsäuerung aber und bei anschließend säurearmer, also konsequent basenüberschüssiger und gesunder Ernährung, die außerordentlich reich an Mineralstoffen und entzündungshemmenden Substanzen ist, können sich die Gelenke wieder so weit regenerieren, dass der Schmerz nachlässt und die Bewegungseinschränkungen weniger werden. Wie sieht das in der Praxis aus?
Gleichzeitig mit dem Beginn der Ernährungsumstellung führt man eine grundlegende Entsäuerung durch. Dadurch werden die im Gelenk und anderen Orten im Körper eingelagerten Schlacken und Stoffwechselgifte rasch ausgeschieden. Gleichzeitig wird der Organismus mit den zur Knorpelregeneration und Entzündungshemmung nötigen Nähr- und Vitalstoffen versorgt. Das Praxisprogramm zur Entsäuerung bei Arthrose besteht also aus zwei Hauptpunkten:
1. Entsäuerung
2. Basenüberschüssige Ernährung
Die basenüberschüssige Ernährung ist hier als Ernährungstherapie zu sehen, die wie jede Therapie konsequent und ausnahmslos durchgeführt werden sollte, um erfolgreich sein zu können.
Anfangs mag das Verzicht bedeuten. Auch die Überwindung von Gewohnheiten und Süchten kostet viel Energie. Der langfristige Gewinn aber ist ungleich größer: Schmerzfreiheit, mehr Beweglichkeit und Unabhängigkeit von Medikamenten.
* Hier erhalten Sie unseren 7-tägigen Ernährungsplan bei Arthrose zum Herunterladen.
Die Entsäuerung bei Arthrose
Die Entsäuerung ist bei einer Arthrose nun der allererste Schritt. Sie packt das Übel bei der Wurzel, schafft also die aus naturheilkundlicher Sicht ursächliche Problematik aus der Welt. Nicht nur die Gelenke werden mit Hilfe einer Entsäuerung von Stoffwechselrückständen und möglichen eingelagerten Giftstoffen befreit, sondern der gesamte Körper.
Da die Arthrose das Ergebnis einer jahrelangen Übersäuerung und Überlastung des Organismus ist, wundert es nicht, wenn allein ein beliebiges Basenpulver jedoch kaum zu einer wirklichen Entsäuerung beitragen kann. Das Entsäuerungsprogramm bei Arthrose muss spezielle Kriterien erfüllen, um das anvisierte Ziel – die effektive Entsäuerung und erfolgreiche Entschlackung – auch tatsächlich zu erreichen.
Entsäuerung auf mehreren Ebenen
Das Entsäuerungsprogramm bei Arthrose sollte den Organismus zu einer Entsäuerung auf gleichzeitig mehreren Ebenen motivieren. Nur auf eine derart vielfältige Weise kann effektiv und umfassend entsäuert werden:
1. Entsäuerung des Gewebes mit Basenkonzentraten oder Basencitraten.
2. Entsäuerung über die Haut mit Hilfe von Basenbädern. Gleichzeitig wird die Haut geschmeidig und weich.
3. Entsäuerung über die Anregung der körpereigenen Basenbildung – und zwar mit Hilfe von Bitterstoffen. Bitterstoffhaltige Kräuter sind erstens basisch. Zweitens regen sie die körpereigene Basenproduktion an und drittens fördern sie die Verdauung, wodurch Säuren schneller ausgeschieden werden können.
4. Entsäuerung direkt im Verdauungssystem mit Hilfe von Bentonit oder Zeolith. Beide Mineralerden sind hervorragende Entgifter. Die Mineralerden adsorbieren im Darm Säuren, Toxine, Gase, Stoffwechselrückstände und schädliche Bakterien, so dass diese mit dem Stuhl ausgeschieden werden und nicht wieder in den Blutkreislauf gelangen.
5. Entsäuerung klappt nur mit gesunden Zellen. Daher besteht die fünfte Ebene der Entsäuerung aus ganzheitlichen Nähr- und Vitalstoffen, die die Zelle nähren (z. B. Spirulina) und antioxidativ schützen (z. B. Astaxanthin oder auch OPC, Sulforaphan, Curcumin).
Antioxidantien kümmern sich darum, dass die lange Zeit übersäuerte und infolgedessen gestresste Zelle, aber auch das Gelenk und der Knorpel vor freien Radikalen geschützt bleiben.
Spirulina nun wiederum ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, Chlorophyll und hochwertigen Proteinen. Spirulina sorgt daher für rundum wohlgenährte Zellen.
Das intensive Entsäuerungsprogramm
Das intensive Entsäuerungsprogramm sollte mindestens 4 Wochen lang durchgeführt werden und besteht aus den folgenden Komponenten:
Basenkonzentrat Aktiv Basen von effective nature oder Basencitrate zur Entsäuerung. Letztere entsäuern, da der Citrat-Anteil zu Bicarbonat (HCO₃⁻) verstoffwechselt wird. Dieses Bicarbonat kann Säure puffern und die Netto-Säurelast des Körpers senken.
Basenbad zur Entsäuerung über die Haut - insbesondere über den Entspannungseffekt. Lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel Mit einem Basenbad entsäuern.
Bitterstoffe in Form eines Bitter-Basenpulvers. Wir empfehlen dazu das Bitter-Basenpulver von Sonnentor oder auch das Bitterstoff Pulver von M. Reich oder das Bitter Liebe Pulver von Bitterliebe. Alle drei Bitterstoffpräparate bestehen aus nichts anderem als aus vollständigen, fein pulverisierten bitterstoffreichen Pflanzen.
Bitterstofftropfen hingegen enthalten entweder Alkohol oder Glycerin und nur Pflanzenauszüge. Bitterstoffkapseln hingegen wirken nicht ganz so gut wie das Pulver, da letzteres bereits im Mund zu wirken beginnt.
Bentonit zur Entgiftung und Entsäuerung über den Darm
Astaxanthin, das Antioxidans für Zellschutz und Abwehr freier Radikale, z. B. das vegane Astaxanthin von effective nature, das 4 mg Astaxanthin pro Kapsel enthält.
Spirulina, die Mikroalge für entgiftendes Chlorophyll und viele spezifische Nährstoffe für eine ergänzende Zellernährung, z. B. Spirulina Tabs von effective nature.
* Hier finden Sie Zeolith-Pulver und hier Zeolith in Kapseln.
Die Anleitung für das intensive Programm
Die obigen Präparate können in der folgenden Weise angewandt werden:
30 Minuten vor dem Frühstück: 25 Milliliter * Aktiv Basen in 250 Milliliter Wasser geben und trinken. Die entstehende Trinklösung hat einen pH-Wert von 9,5.
Oder 10 Minuten vor dem Frühstück ein * Basencitrat mit einem Glas Wasser. nehmen.
Frühestens 2 Stunden nach dem Mittagessen: 1 TL Bentonit in ein Glas mit 200 ml rühren und trinken, danach ein weiteres Glas mit 200 ml trinken.
Vor dem Abendessen wieder entweder Aktiv Basen oder Basencitrat nehmen.
Astaxanthin und Spirulina nehmen Sie zu den Mahlzeiten: * Astaxanthin zum Frühstück und zum Abendessen; * 4 Spirulinatabs (à 400-500 mg) zum Mittagessen und 4 Spirulinatabs zum Abendessen.
1- bis 2-mal die Woche nehmen Sie ein Basenbad. Sie können auch mehrmals wöchentlich ein basisches Fußbad nehmen, z. B. mit dem * Basenbad mit Sango Meeres Koralle und Edelsteinpulver.
Bitte beachten Sie:
Wenn Sie schon lange an einer Arthrose oder an anderen chronischen Krankheiten leiden und überdies Ihr bisheriger Ernährungs- und Lebensstil nicht so ideal war, dann sollten Sie das beschriebene Entsäuerungsprogramm sehr behutsam starten - und die für Sie passende Vorgehensweise mit einem Heilpraktiker oder ganzheitlich behandelnden Arzt besprechen.
Andernfalls könnte es sein, dass sich zu starke Umstellungs- und Entgiftungsbeschwerden zeigen, was in jedem Fall verhindert werden sollte.
Was kann man bei Arthrose noch tun?
Weitere ganzheitliche Maßnahmen bei Arthrose finden Sie in unseren weiterführenden Artikeln, die Sie weiter unten finden (unterhalb der Kommentare), z. B. Arthrose – mit natürlichen Maßnahmen verbessern.
Auch mit gezielt ausgewählten Nahrungsergänzungen kann man eine Arthrose sehr gut beeinflussen. Alle Informationen zu den in Frage kommenden Präparaten stellen wir im Artikel Nahrungsergänzung bei Arthrose vor.
Übersäuerung aus wissenschaftlicher Sicht
Und wenn Sie konkrete wissenschaftliche Belege rund um die Thematik der Übersäuerung, Entsäuerung und basischen Ernährung benötigen, dann lesen Sie unseren Artikel Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft.