Knochen

Osteoporose

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 07.11.2018
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Osteoporose
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Unter Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochendichte. Die Knochen werden porös und brüchig und dadurch anfälliger für Knochenbrüche. Osteoporose tritt häufig bei Frauen während und nach der Menopause auf. Aber auch Männer können hiervon betroffen sein. Ganz selten wird diese Erkrankung bei Kindern festgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Knochenbrüche durch Osteoporose

Bei vielen älteren Menschen wurde bislang Osteoporose diagnostiziert, 80% davon sind Frauen. Eine von zwei Frauen, sowie einer von vier Männern über 50 Jahren einen Osteoporose bedingten Knochenbruch erleiden. Osteoporose ist mittlerweile für eine Vielzahl von Knochenbrüchen verantwortlich.

Osteoporose: Beschleunigter Abbau von Knochenmasse

Der Verlust der Knochendichte wird als natürlicher Vorgang des Alterns betrachtet, wobei Osteoporose jedoch zu einem beschleunigten Abbau der Knochenmasse beiträgt. Das Anfangsstadium einer abnehmenden Knochendichte und somit die Vorstufe zur Osteoporose wird als Osteopenie bezeichnet.

In den meisten Fällen ist eine Osteoporose nicht mit Schmerzen verbunden. Allerdings kann sie zu Knochenbrüchen führen. Besonders betroffen sind Hüfte, Handgelenk oder Wirbelsäule, die dann plötzliche, starke Schmerzen verursachen können. Die Knochen sind im fortgeschrittenen Stadium bereits so porös, dass schon leichte Stürze oder Niesen bzw. Husten zu einem Knochenbruch führen können.

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Es wird zwischen zwei Arten von Osteoporose unterschieden

1. Primäre Osteoporose, die durch das Altern verursacht wird und mit 95% am häufigsten auftritt. 2. Sekundäre Osteoporose (5%), die durch eine andere Erkrankung, eine medizinische Behandlung oder den Lebensstil verursacht wird.

Risikofaktoren und mögliche Ursachen von Osteoporose

Osteoporose tritt auf, wenn die Knochen an Masse und Dichte verlieren. Dieser Verlust wird zum Teil durch die Verringerung von Calcium, Phosphor und anderen wichtigen Mineralien in den Knochen verursacht. Dadurch wird die Festigkeit der Knochen vermindert und die innere Stützkonstruktion verliert an Substanz. So wird das gesamte Knochengerüst mit der Zeit schwach und porös.

Während des gesamten Lebens wird die Knochensubstanz auf- bzw. abgebaut. Bei jüngeren Menschen wird neue Knochensubstanz schneller gebildet, als alte abgebaut werden kann, deshalb nimmt die Knochenmasse zu. Im Alter von 30 Jahren hat die Knochendichte bei den meisten Menschen ihren Höchstwert erreicht. Danach wird mehr Knochenmasse ab- als aufgebaut.

Beschleunigter Abbau in der Menopause

Haben Frauen die Menopause erreicht, wird der Abbau der Knochenmasse noch beschleunigt. Dieser Abbau dauert im Allgemeinen 10 Jahre, bis es in einem Alter von ca. 60 Jahren wieder zu einer Verlangsamung des Knochenabbaus, allerdings nicht zum Stillstand, kommt.

Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken hängt davon ab, wie viel Knochenmasse in den 25 bis 35 Jahren ausgebildet wurde und wie schnell diese im Alter verloren geht.

Risikofaktoren, die mit Osteoporose in Verbindung gebracht werden

Geschlecht und Alter

Frauen erleiden häufiger Knochenbrüche, die auf Osteoporose zurückzuführen sind, da es während der Menopause zu einem plötzlichen Abfall des Östrogenspiegels kommt, der den Knochenabbau beschleunigt.

Allerdings verlieren Männer ab einem Alter von ca. 65 Jahren genauso viel Knochenmasse wie Frauen. Mit 75 Jahren haben beide Geschlechter ein gleich hohes Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

Hautfarbe

Menschen mit heller Hautfarbe sind häufiger von Osteoporose betroffen.

Schlanke Menschen erkranken schneller an Osteoporose

Schlanke Menschen mit einem schmalen Körperbau haben weniger Knochenmasse und deshalb ein höheres Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

Lebensstil beeinflusst Osteoporose

Es ist bekannt, dass Rauchen die Knochen schwächt. Allerdings ist der Zusammenhang zwischen Rauchen und Osteoporose noch nicht genau geklärt.

Knochengesundheit beginnt im Kindesalter und wird durch Bewegung stark beeinflusst. Regelmässige sportliche Betätigung kann dazu beitragen, die Knochendichte zu erhöhen. Sportarten, wie Walking, Aerobic oder Hanteltraining sind besonders hilfreich beim Aufbau der Knochenmasse.

Konsum von Cola beschleunigt Osteoporose

Die Auswertung der Framingham Osteoporose Studie kam zu dem Ergebnis, dass der regelmässige Konsum von Cola bei Frauen zu einer verringerten Mineraliendichte des Hüftknochens führen kann.

Osteoporose durch Alkoholmissbrauch

Übermässiger Alkoholkonsum vermindert den Knochenaufbau und behindert den Körper bei der Calciumaufnahme. Bei Männern ist Alkoholismus einer der häufigsten Risikofaktoren für Osteoporose.

Niedrige Calciumspiegel

Zusätzlich zu einer calciumarmen Ernährung können aber auch Verdauungsstörungen zu einer verminderten Absorption von Calcium führen und dadurch zum Verlust der Knochendichte beitragen.

Schilddrüsenhormone

Durch eine Schilddrüsenüberfunktion oder durch entsprechende Schilddrüsenmedikamente kann es zu einer vermehrten Bildung der Schilddrüsenhormone kommen, die dann ebenfalls zu einem Verlust der Knochendichte führen können.

Risikofaktoren bei Männern sind neben einem niedrigen Testosteronspiegel auch Insulinresistenz sowie sexuelle Dysfunktion.

Essstörungen

Anorexia nervosa bzw. Bulimie erhöht das Risiko verminderter Knochendichte im Lendenwirbelbereich und in den Hüften.

Rheumatoide Arthritis

Diese chronische Gelenkerkrankung führt zu einer Bewegungseinschränkung und zum Verlust der Knochendichte.

Herzkreislauf-Erkrankungen

Verschiedene Studien haben Osteoporose mit Herzkreislauferkrankungen, Herzinfarkt, Herzversagen und Schlaganfall in Verbindung gebracht.

Diabetes

Forschungen weisen darauf hin, das Diabetes Typ I und möglicherweise auch Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes) das Risiko an Osteoporose zu erkranken, erhöhen kann.

Polyzystisches Ovarialsyndrom

Die hormonelle Störung PCOS führt zu einem unregelmässigen Zyklus bei Frauen. Es wird vermutet, dass die damit verbundenen Schwankungen im Östrogenspiegel das Risiko an Osteoporose zu erkranken erhöhen.

Medikamente

Der längerfristige Gebrauch einiger Kortikosteroide oder anderer Immunsuppressiva kann zu einer Schädigung der Knochen führen. Diese Medikamente werden u.a. zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis, Asthma oder Psoriasis eingesetzt.

Einige Entwässerungsmittel (Diuretika) können bewirken, dass die Nieren zuviel Calcium ausscheiden, was zu einer Verminderung der Knochendichte beitragen kann.

Strahlentherapie

Bestrahlungen zur Behandlung von Krebs in der Beckengegend können das Risiko für Knochenbrüche erhöhen.

Bleibelastung

Das nationale amerikanische Gesundheitsinstitut (NIH) ist dabei zu beweisen, dass eine Bleibelastung im Kindesalter die Knochenentwicklung behindern und somit in späteren Jahren zur Osteoporose führen kann.

Symptome

Im Anfangsstadium ist die Osteoporose symptomfrei. Bei einigen Menschen kann es allerdings zu Rückenschmerzen oder Verringerung der Grösse kommen.

In fortgeschrittenem Stadium kann es zu Knochenbrüchen kommen, besonders an Wirbelsäule und Hüften bzw. an den Handgelenken.

Am häufigsten sind Frakturen der Wirbelsäule, die in vielen Fällen keinen Symptome verursachen und so erst beim Röntgen entdeckt werden. Diese Frakturen können sich allerdings auch in Form von Rückenschmerzen bemerkbar machen, die besonders beim Bücken oder Heben auftreten. Sie können nach einigen Wochen abklingen, um dann später als chronische, dumpfe Schmerzen erneut aufzutreten.

In einigen Fällen kann es auch zu Kompressionsbrüchen an der Wirbelsäule kommen, die starke Schmerzen verursachen. Der Anhäufung solcher Brüche können ein Grössenverlust von mehreren Zentimetern und eine gebeugte Körperhaltung folgen. Diese gekrümmte Körperhaltung zieht weitere Symptome nach sich, wie z.B. erschwertes Atmen und Verdauungsstörungen.

Zu Hüftfrakturen kommt es häufig nach einem Sturz. Hüftfrakturen machen sich durch starke Schmerzen in Hüfte bzw. Leistengegend bemerkbar. Des Weiteren kann es zu Steifheit und Schwellung im Hüftbereich, sowie zu fehlender Belastbarkeit des verletzten Beines kommen. Diese Hüftfrakturen sind meistens mit einer Operation verbunden, in der dann ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wird.

Handgelenksfrakturen entstehen wenn ein Sturz mit der ausgestreckten Hand abgefangen werden soll. Zu den Symptomen zählen Schwellung und Schmerzen im Handgelenk sowie die Unfähigkeit, Gegenstände zu halten oder zu heben.

Vorbeugende Massnahmen

  • Regelmässige Bewegung - ca. 30 Minuten täglich - kann dabei helfen, stabile Knochen aufzubauen und den Knochenabbau verlangsamen. Geeignete Sportarten sind z.B. Walking, Jogging, Aerobic oder moderates Gewichtheben. Gleichgewichtsübungen wie beim Tai Chi sind hilfreich, um Stürzen vorzubeugen.
  • Ausreichende Mengen an Vitamin D (Sonnenlicht) sind wichtig für die Absorption von Calcium.
  • Nicht rauchen! Rauchen führt zu erhöhtem Verlust der Knochendichte, da es die Fähigkeit des Körpers zur Calciumabsorption verringert.
  • Alkoholkonsum einschränken! Täglicher Alkoholkonsum kann zu einer verminderten Knochenbildung führen.
  • Den Konsum von Cola einstellen und andere koffeinhaltige Getränken reduzieren. Mehr als 3 Tassen Kaffe pro Tag können das Risiko für Osteoporose erhöhen.
  • Den langfristigen Gebrauch von Kortikosteroiden möglichst vermeiden.
  • Essstörungen therapeutisch behandeln lassen.
  • Stürze vorbeugend zu vermeiden helfen, indem z.B. niedrige und rutschfreie Schuhe getragen, mögliche Unfallgefahren im Haushalt beseitigt und für ausreichende Beleuchtung gesorgt werden. Auch können bestimmte Medikamente Benommenheit verursachen oder zu Koordinationsstörungen führen bzw. die Aufmerksamkeit beeinträchtigen.

Osteoporose aus ganzheitlicher Sicht

Um der Osteoporose entgegenzuwirken bedarf es eines ganzheitlichen Konzepts. Durch die ständig zunehmende Übersäuerung des Menschen, durch säurebildende Nahrungsmittel, Alkohol, Nikotin, Medikamente, Stress und Bewegungsmangel verbraucht der Körper die in den Knochen eingelagerten Calciumbestände, ohne dass ihm genügend Nachschub an Calcium angeboten wird. Dadurch werden den Knochen immer mehr Mineralstoffe entzogen, was zu einer ständigen Verringerung der Knochendichte führt. Letztendliche entsteht Osteoporose und die Knochen werden porös und brüchig.

Häufig kann eine basenüberschüssige Ernährung allein die Entstehung der Osteoporose nicht verhindern. So kann es sinnvoll sein, den Körper durch die Zufuhr hochwertiger, organischer (für den Körper verwertbarer) Mineralstoffe und Spurenelemente zu unterstützen.

Ist der Darm in seiner Funktion gestört, so ist er nicht mehr in der Lage, die zugeführten Mineralstoffe vollständig zu verwerten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, ebenfalls eine Darmsanierung durchzuführen.

Einen umfassenden Katalog mit ganzheitlichen Massnahmen, um einer Osteoporose auf gesunde und naturheilkundliche Weise vorzubeugen, finden Sie hier: Ganzheitliche Osteoporose-Prävention

Lesen Sie auch: Calcium - Das wichtigste Knochenmineral

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anonym schrieb am 08.10.2018

Bonjour de l'Allemagne,

ich habe mich nach langem Hin und Her entschlossen, meiner Krankheit mit Sport, Ernährung, Horvi Therapie und... Nahrungsergänzungsmitteln zu begegnen. Sport und Ernährung bekomme ich gut hin, aber mit den Nahrungsergänzungsmitteln bin ich immer wieder am Schwanken, was genau, wann, wieviel einzunehmen ist. Ich habe tatsächlich mehr Rückenschmerzen und Verdauungsbeschwerden als vor der Diagnose.
Bei 53 kg/1,62 cm, 2 x wöchentlich Kiesertraining, täglichen Spaziergängen und Blue Finn Oszillationsplattengebrauch, habe ich fast permanente "Krämpfchen" in den großen, die Wirbelsäule stützenden, Muskeln.
Die Dosis von
7xSangokoralle, 4000 mg Kalium, 20.000 IE Vit D alle 5 Tage und 200mg Vitamin K-Öl, habe ich nun auf
3xSangokoralle, 1l Gerolsteiner Wasser, kein Kalium (weil viel Gemüse), 2000 IE Vit D/Tag und 100 mg Vitamin K-Öl reduziert. *
Kann das der Grund für meine Beschwerden sein. Soll ich die Sangokorallendosis erhöhen oder Magnesium zusätzlich einnehmen, wenn ja, das Chelat oder das Malat oder doch besser das Citrat?
Am liebsten hätte ich einen guten Ernährungsberater/Orthomolekulartherapeuten in der Nähe (Dortmund), aber leider habe ich zwei Erfahrungen gemacht, die mich eher abgeschreckt haben. Können Sie mir auch da weiterhelfen? Ich würde mich sehr freuen!

Vielen Dank bereits an dieser Stelle!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Die tägliche Sangodosis sollte - wie bei jedem Vitalstoff - dem Bedarf angepasst werden. Die vom Hersteller angegebene Sango-Tagesdosis liefert ca. 600 mg Calcium und ca. 270 mg Magnesium. Wenn Ihre Nahrung calciumreich ist, genügt diese Dosis. Ähnlich verhält es sich beim Magnesium, wobei die "normale" Ernährung eher calciumreich, aber magnesiumarm ist.

Sie finden hier Informationen zu den Eigenschaften der unterschiedlichen Magnesiumpräparate. Da wir Ihren Zustand in Sachen Schlafqualität, Schmerzen und Verdauung nicht kennen, müssten Sie sich das für Sie geeignete Präparat selbst heraussuchen.

Bitte lassen Sie zunächst Ihren Vitamin-D-Spiegel bestimmen und wählen Sie erst dann die für Sie passende Dosis. Informationen dazu finden Sie hier: Vitamin D - Die richtige Einnahme

Ihre übrigen Nahrungsergänzungen sind gut gewählt und können problemlos kombiniert werden.

Leider verfügen wir noch nicht über ein Therapeutenverzeichnis. Doch auch da wäre es schwierig, konkrete Empfehlungen auszusprechen. Auch wir kennen die Therapeuten oder Ernährungsberater nicht persönlich, auch dann nicht, wenn sie in der von uns empfohlenen Akademie der Naturheilkunde ausgebildet wurden. Jeder Klient hat überdies ganz eigene Anforderungen an seinen Therapeuten, so dass für den einen Therapeut xy hervorragend sein mag, für den anderen aber nicht geeignet ist.

Über das Internet finden Sie jedoch bereits jetzt gerade in der Region Dortmund eine grosse Auswahl an ganzheitlichen Therapeuten. Eine Liste mit Ernährungsberatern, die bei der AkN ausgebildet wurden, erhalten Sie beim dortigen Service.

Alles Gute!

Ihr ZDG-Team

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