Zentrum der Gesundheit
Petersilie – Eine ernsthafte Konkurrenz für Nahrungsergänzungsmittel

Petersilie – Eine ernsthafte Konkurrenz für Nahrungsergänzungsmittel

Autor: , Letzte Änderung:

(Zentrum der Gesundheit) - Petersilie ist viel mehr als die grüne Dekoration auf dem Tellerrand. Sie ist so vitalstoffreich wie ein Multivitaminpräparat und für die Gesundheit meist nützlicher als die Speise, die sie schmückte.

Natürlich und preiswert

Petersilie glänzt mit einer derart ungewöhnlichen Fülle an Vitalstoffen, dass sie es ganz leicht mit einem Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen kann. Zudem hat sie zwei entscheidende Vorteile zu bieten: Im Gegensatz zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten handelt es sich bei der Petersilie um ein vollkommen natürliches Lebensmittel und sie kostet nur einen Bruchteil dessen, was Sie für Nahrungsergänzungsmittel bezahlen müssen.

Entgiftung, Schutz und Frische

Petersilie ist reich an Chlorophyll – das Farbpigment, das den Pflanzen einerseits ihre grüne Farbe verleiht und ihnen andererseits ermöglicht, Photosynthese zu betreiben. Während dieses Prozesses transformiert die Pflanze Kohlendioxid und Wasser unter der Einwirkung des Sonnenlichts in Kohlenhydrate. Sie wächst dadurch, bildet Blüten und schliesslich Früchte.

In unserem Körper reinigt Chlorophyll das Blut, unterstützt Leber und Nieren bei der Entgiftung, schützt den Körper vor dem hochgiftigen Dioxin, verringert die Zellentartung und vieles andere mehr. 

Chlorophyll ist gemeinsam mit den ätherischen Ölen der Petersilie ausserdem für die geruchsbindenden Eigenschaften der kleinen Gewürzpflanze verantwortlich. Wer nämlich regelmässig Petersilie kaut, der erfreut seine Mitmenschen mit einem frischen Körpergeruch und einem angenehmen Atem.

Vitalstoffe satt

Fast die ganze Bandbreite an Vitaminen ist in der Petersilie zu finden: Vitamin A, die Vitamine B1 bis B6, Vitamin C, Beta Carotine, Folsäure, Vitamin K und neuerdings ist sogar Vitamin B12 als Bestandteil von Petersilie im Gespräch.

Ausserdem ist Petersilie ist eine fantastische Quelle für Mineralstoffe und Spurenelemente. Sie liefert Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Mangan, Kalium und Schwefel – und all das in bester organischer, also leicht verwertbarer Qualität.

Lebensmittel, Gewürzkraut oder vielleicht doch eher Medizin?

Mit diesem Fundus an hochwertigsten Vitalstoffen ist es für die Petersilie ein Leichtes, unserem Organismus bei vielen verschiedenen Beschwerden unter die Arme zu greifen. So lindert sie z. B. Sodbrennen und Aufstossen, beseitigt das Völlegefühl im Magen, verbessert die Nährstoffaufnahme, steigert das Leistungsvermögen, stärkt das Herz, kann Ablagerungen an den Arterienwänden lösen sowie Entzündungsprozesse reduzieren.

Petersilie beugt Nieren- und Blasensteinen vor

In der Pflanzenheilkunde wird Petersilie traditionell als sog. Aquaretikum zur allgemeinen Aktivierung von Nieren, Blase und den Harnwegen eingesetzt. Ein Aquaretikum ist eine Heilpflanze, die – bei gleichzeitig erhöhter Flüssigkeitsaufnahme in Form von Wasser und Kräutertee – zur Durchspülungstherapie eingesetzt werden kann, weil sie die Urinausscheidung fördert. Dadurch werden sowohl Krankheitserreger aus dem Körper gespült als auch das Wachstum von Nieren- und Blasensteinen gehemmt.

Synthetische Medikamente, die bei Problemen im Nieren-Blasen-Bereich normalerweise eingesetzt werden, entziehen dem Körper hingegen Wasser, und zwar auch dann, wenn kaum etwas getrunken wird. Gleichzeitig werden mit dem ausgeschiedenen Wasser auch wichtige Mineralien, wie  z. B. Kalium, aus dem Körper geschwemmt, so dass sowohl der Wasser- als auch der Mineralienhaushalt in extreme Disharmonie geraten kann.

Petersilie hingegen versorgt den Körper mit Mineralien – so auch mit jeder Menge Kalium – denn sie besitzt von allen geläufigen Lebensmitteln den höchsten Kaliumgehalt.

Hinweis: Bei schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen ist häufig eine kaliumarme Diät erforderlich, daher muss in solchen Extremfällen auf den Verzehr von Petersilie leider verzichtet werden.

Petersilie schützt die Lungen vor krebserregenden Substanzen

Ohne ihre ätherischen Öle wäre die Petersilie geschmacklich nicht annähernd so aromatisch wie wir sie kennen und schätzen. Doch diese ätherischen Öle verleihen der Pflanze nicht nur ihr charakteristisches Aroma, sondern auch eine ganz besondere Fähigkeit:

Gelangen nämlich krebserregende Stoffe über die Atmung in die Lungen (z. B. Substanzen aus Zigarettenqualm oder dem Rauch von Holzkohle), dann werden sie von den ätherischen Ölen der Petersilie neutralisiert und somit unschädlich gemacht. Dieser Effekt könnte der Grund dafür sein, dass Petersilie zur Vorbeugung von Lungenkrebs empfohlen wird.

Petersilie macht müde Männer munter

Petersilie soll auch eine anregende Wirkung auf die Geschlechtsorgane haben, und das nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen. Nur Schwangere werden vor dem Verzehr grösserer Mengen Petersilie gewarnt, denn Petersilie fördert die Menstruation. Das betrifft Schwangere wohl eher nicht, aber die Aktivierung im Unterleib kann auch Frühgeburten auslösen – daher die Warnung.

Diese extreme Wirkung, die der Petersilie den Ruf einer Abtreibungspflanze eintrug, ist jedoch weder von den Blättern noch von der Petersilienwurzel zu befürchten. Lediglich in den Samen der Petersilie sind hohe Konzentrationen eines bestimmten ätherischen Öles enthalten, das bei Überdosierung nicht nur Kontraktionen der Gebärmutter auslösen kann, sondern auch Halluzinationen, weshalb das reine ätherische Petersilienöl auch gelegentlich in Drogenkreisen konsumiert wird.

Petersilie passt immer – zum Frühstück, Mittagessen und zum Abendbrot

Wenn auch Sie von den schützenden, stärkenden, entgiftenden und belebenden Eigenschaften, die die Vitalstoffvielfalt der Petersilie mit sich bringt, optimal profitieren wollen, dann sollten Sie sie in deutlich grösseren Mengen zu sich nehmen, als sie es vermutlich bislang getan haben. Daher geben wir Ihnen nachfolgend ein paar Anregungen, wie Sie Ihren Petersilienverzehr ganz einfach erhöhen können.
 

  • Kauen Sie die Petersilie genüsslich, zum Beispiel statt eines Kaugummis
  • Entsaften Sie die Petersilie und mischen Sie den Saft mit einem milden Gemüse- oder Fruchtsaft, wie z. B. Möhren-, Rote Bete- oder Apfelsaft
  • Geben Sie reichlich Petersilie in Ihren Fruchtsmoothie oder Grünen Smoothie
     

Und wenn Sie gerade keine frische Petersilie parat haben, dann nehmen Sie einfach einen Löffel Petersilienblattpulver in Ihren Saft oder Smoothie. Petersilienblattpulver besteht aus dem fein gemahlenen und schonend getrockneten Petersilienblatt.

Geniessen Sie täglich ein grosses Glas dieser köstlichen Petersiliengetränke.

Nachfolgend stellen wir drei delikate Petersilien-Smoothie-Rezepte vor, die jeweils eine Mahlzeit ersetzen können. Ja, im Grunde sind sie viel wertvoller, da viel nährstoff- und vitalstoffreicher als eine gewöhnliche Mahlzeit.

Petersilien-Drinks – Für Ihre Gesundheit

Frühstücks-Smoothie:

Mixen Sie: 1 ½ Tassen Wassermelone (mit Kernen), ¼ Tasse Petersilie, ½ Tasse Wasser und ein wenig Kokosblütenzucker, Yaconsirup oder Stevia. Dies ist ein köstlicher und nahrhafter Drink, der sogar Ihre Kinder begeistern wird. Sie müssen ja nicht sagen, dass es ein Petersilien-Drink ist. "Harry Potters Zaubertrank" oder etwas in dieser Art kommt bei Kindern deutlich besser an.

Mittags-Smoothie:

Mixen Sie: eine Tasse Beeren (Heidel- oder Erdbeeren), eine Banane, ¼ Tasse Petersilie, ½ Tasse Wasser und ein wenig Süssungsmittel (siehe oben).

Abend-Drink:

Entsaften Sie: Drei Äpfel und ½ Tasse Petersilie oder vier Karotten, ½ Apfel und ½ Tasse Petersilie. Wenn Sie noch etwas Zitronensaft hinzufügen, wird der Drink noch prickelnder.

...auf Ihre Gesundheit!

Quellen:


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal