Krankheiten
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Die Prostata hat zwei Wachstumsperioden, die eine in der frühen Pubertät und die andere Mitte der Zwanziger. Während der ersten Periode verdoppelt sich die Prostata in ihrer Größe. Häufig entwickeln Männer innerhalb der zweiten Wachstumsperiode eine vergrößerte Prostata. Es wird im Allgemeinen davon ausgegangen, dass die meisten Männer über 45 Jahre eine mehr oder weniger vergrößerte Prostata aufweisen.
Eine vergrößerte Prostata muss aber nicht zwangsläufig auch zu entsprechenden Beschwerden führen. Diese treten nur dann auf, wenn die Vergrößerung eine Einengung der Harnröhre bewirkt, bzw. wenn andere Ursachen hinzukommen.
Prostataprobleme sind im Allgemeinen mit dem Altern verbunden: je älter man wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Probleme mit der Prostata auftreten. Nach dem 50. Lebensjahr sind Prostataprobleme eine der am häufigsten auftretenden Erkrankungen beim Mann. So werden ca. 80% aller Prostatakrebs-Erkrankungen bei Männern über 65 diagnostiziert und ca. 90% aller Männer weisen Symptome einer vergrößerten Prostata auf.
Prostataprobleme fallen in 3 Kategorien:
Die Symptome dieser drei Erkrankungen sind häufig sehr ähnlich. Diese können sein:
Wird eine gutartige Prostatavergrößerung nicht korrigiert, können sich ernsthafte gesundheitliche Auswirkungen einstellen, wie z.B. Harnwegsinfektion, Schädigung der Nieren bzw. der Blase, Blasensteine oder Inkontinenz.
Herkömmlicherweise wird eine vergrößerte Prostata, die mit den entsprechenden Beschwerden einhergeht, durch eine Operation behoben, in der entweder Teile, oder auch die gesamte Prostata entfernt werden. Die Probleme, die das Harnsystem betreffen, werden auf diese Weise zwar behoben, die Operation kann allerdings zu einer dauerhaften Impotenz führen.
Beeren der Sägepalme
Die Inhaltsstoffe der Sägepalme helfen bei Entzündungsprozessen und wirken der Vergrößerung der Prostata entgegen.
Der Extrakt eines afrikanischen Zwetschgenbaumes, Pygeum africanum, hilft ebenfalls bei Prostataentzündung bzw. - vergrößerung.
Studien konnten aufzeigen, dass eine Vergrößerung der Prostata häufig mit einem Zinkmangel einhergeht. Deshalb wird eine Supplementierung mit dem Spurenelement Zink empfohlen, um die Verkleinerung der Prostata zu unterstützen.
Lycopen, ein Wirkstoff, der hauptsächlich in Tomaten vorkommt, kann das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, deutlich senken. Das hat eine Harvard-Studie gezeigt, die 2003 mit 47.000 Männern durchgeführt wurde.
Der PSA-Test hat in einer neuen Studie die labormedizinischen Standards für einen sinnvollen Screeningtest verfehlt. Die Publikation im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339: b3537) bekräftigt damit die Zweifel am Nutzen des Tests für die Früherkennung des Prostatakarzinoms.
Seit seiner Einführung Ende der 80er-Jahre ist die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) umstritten. Auf den ersten Blick ist das Screening plausibel: Etwa 10 Prozent aller älteren Männer haben erhöhte Werte (≥ 4 ng/ml) im Serum und jeder vierte von ihnen hat ein Prostatakarzinom. Nur wenige werden allerdings unbehandelt an diesem Tumor sterben.
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