Zentrum der Gesundheit
  • Frisch gebrühter grüner Tee in einer braunen Schale
5 min
Kommentare

Grüntee: Wirkung bei Arthritis

Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die schubweise auftritt und zu den rheumatischen Erkrankungen zählt. In Studien zeigte sich, dass der Wirkstoff aus Grüntee - EGCG - auf die erkrankten Gelenke positive Auswirkungen hat.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 24 Juli 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Wirkstoff aus Grüntee: Potenzial bei Arthritis?

Grüntee hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile - insbesondere aufgrund seines Wirkstoffs EGCG (Epigallocatechingallat).

Grüntee bzw. EGCG ist beispielsweise für die Zähne und die Mundschleimhaut sehr gesund; er stärkt das Herz, wirkt gegen Arteriosklerose, fördert das Gedächtnis und hilft beim Abnehmen – um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Über unsere Suche finden Sie zu allen diesen Themen die passenden Artikel.

Zellstudie: EGCG aus Grüntee lindert Entzündungen und schützt Knorpel

Im Zusammenhang mit Arthritis zeigte zunächst eine Laborstudie, dass EGCG aus Grüntee auch positive Auswirkungen haben könnte (2). EGCG ist ein Pflanzenstoff mit antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung. Er kann in EGCG-reichen Teesorten bis zu 17 Prozent der Trockenmasse ausmachen.

Für ihre Untersuchung isolierte das Team um Prof. Ahmed synoviale Fibroblasten aus den arthritischen (entzündeten) Gelenken von Patienten mit rheumatoider Arthritis.

Bei synovialen Fibroblasten handelt es sich um spezialisierte Bindegewebszellen aus der inneren Gelenkkapsel (Synovialmembran). Bei gesunden Menschen produzieren sie die Gelenkschmiere.

Bei Rheuma verändern sich diese Fibroblasten jedoch stark. Sie mutieren zu zerstörerischen, tumorähnlichen Zellen, teilen sich unkontrolliert, wandern aktiv in den Knorpel ein und schütten dort große Mengen an Entzündungsstoffen sowie knochenabbauenden Enzymen aus.

Ein Teil der Zellen wurde mit EGCG aus Grüntee behandelt. Bei den unbehandelten Zellen konnte man nach wie vor Entzündungsreaktionen feststellen.

Bei den mit EGCG behandelten Zellen war die Entzündung deutlich schwächer ausgeprägt. Zusätzlich schien der Stoff aus Grüntee die knochenabbauenden Enzyme zu blockieren und auch die Aktivität der mutierten Zellen zu hemmen.

Tierstudie: Grüntee reduziert Schwellung der Gelenke

Dasselbe Forscherteam führte anschließend einen weiteren Versuch durch. Diesmal mit Ratten, die an rheumatoider Arthritis litten. Sie erhielten zehn Tage lang 50 mg EGCG pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag. Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Gelenkschwellungen.

Grüntee bei Arthritis – Die Anwendung

Bei Arthritis kann somit die Heilwirkung des Grüntees sehr gut in ein ganzheitliches Therapiekonzept integriert werden - idealerweise in Form von Grünteeextrakten, da man damit eine höhere EGCG-Dosis zu sich nehmen kann.

* Hier erhalten Sie einen hochwertigen Grünteeextrakt.

Will man sich über Tee mit EGCG versorgen, könnte man Matcha-Tee wählen, der deutlich mehr EGCG liefert als «normale» Grünteesorten. Spitzenreiter in Sachen EGCG ist der sog. Benifuuki-Tee, eine japanische Grünteesorte, die nach bisherigen Erkenntnissen auch bei Neurodermitis, Allergien und Heuschnupfen eingesetzt werden kann.

Den Benifuuki-Tee gibt es – wie den Matcha-Tee – auch in Pulverform. Dieses Pulver kann kurweise (man empfiehlt dreimal täglich) über einen Zeitraum von 10 Tagen (morgens 1 TL) eingenommen werden, z. B. in Smoothies gemixt.

* Benifuuki-Pulver gibt es z. B. hier unter diesem Link.

Natürlich wird allein der Grüntee die Arthritis nicht vollkommen aus der Welt schaffen. Doch gibt es noch viele andere ganzheitliche und naturheilkundliche Maßnahmen, die umgesetzt werden können, um die Arthritis zu lindern – wie unsere nachfolgenden Empfehlungen zeigen.

* Hier finden Sie unseren Ernährungsplan Rheuma und Arthritis.

Arthritis – Was hilft noch?

Wenn Sie sich aus den folgenden 9 Tipps Ihr persönliches Heilprogramm gegen Ihre Arthritis zusammenstellen und dabei den Grüntee nicht vergessen, werden Sie bald nicht nur weniger Schmerzen und Gelenkprobleme haben, sondern sich in anderen gesundheitlichen Belangen ebenfalls viel besser fühlen:

1. Omega-3-Fettsäuren gegen Arthritis

Meiden Sie die sog. Arachidonsäure – eine Omega-6-Fettsäure, die sich in tierischen Fetten befindet und entzündungsfördernd wirkt – und bringen Sie stattdessen mehr Omega-3-Fettsäuren in Ihrem Speiseplan unter. Gute Omega-3-Fettsäuren-Quellen sind zum Beispiel Leinöl, Walnussöl, Hanföl und die entsprechenden Saaten und Nüsse.

Diese enthalten die kurzkettige Omega-3-Fettsäure ALA. Besonders entzündungshemmend wirken die langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Fisch, in Fischöl oder im Algenöl enthalten sind.

Meiden Sie auch einen Überschuss an pflanzlicher Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) aus z. B. Sonnenblumenöl, Distelöl, Maiskeimöl etc. Auch dieses kann entzündungsfördernd wirken, besonders wenn gleichzeitig zu wenige Omega-3-Fettsäuren gegessen werden.

* Hier erhalten Sie hochdosierte Algenöl-Kapseln mit über 800 mg Omega-3-Fettsäuren pro Tag.

2. Basische Ernährung gegen Arthritis

Ernähren Sie sich basenüberschüssig, also vorwiegend von basischen Lebensmitteln und reduzieren Sie säurebildende Lebensmittel. Vor allem Gemüse, Salate und Sprossen zählen zu den basischen Lebensmitteln, wohingegen tierische Nahrungsmittel, Back- und Teigwaren, Milchprodukte sowie Zuckerhaltiges zu den Säurebildnern gehören.

Kombinieren Sie basische Lebensmittel mit Vollkornprodukten, Nüssen, Saaten und Hülsenfrüchten. Details dazu lesen Sie im Artikel Basische Ernährung.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für eine gesunde basische Ernährung.

Bei manchen Menschen mit Rheuma hilft auch eine lektinarme Ernährung. Diese beschreiben wir hier: Lektine sind nicht gefährlich. Auch wenn Lektine tatsächlich nicht grundsätzlich "giftig" sind, zeigen viele Erfahrungsberichte, dass manche Menschen von einer entsprechend lektinarmen Ernährung durchaus profitieren - besonders bei Arthritis.

3. Keine Genussgifte bei Arthritis

Meiden Sie Zucker, Nikotin, Alkohol, Drogen und Koffein, denn diese begünstigen eine Arthritis.

4. Stressabbau bei Arthritis

Stresshormone können zur Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen führen, die wiederum Ihre Arthritis anfeuern. Versuchen Sie daher, Stress und emotionale Belastungen zu vermeiden.

5. Regelmäßige Entgiftung bei Arthritis

Umweltgifte und Schwermetalle aus der Umwelt, der Ernährung oder auch aus Zahnfüllungen können den Körper belasten und zur Entstehung einer Arthritis beitragen oder eine solche verstärken. Denken Sie daher auch an eine regelmäßige Entgiftung. Wie eine solche durchgeführt wird, lesen Sie im Artikel Anleiten zum Entgiften.

6. Darmreinigung bei Arthritis

Eine gestörte Darmflora kann die Darmschleimhaut nicht mehr optimal schützen, woraufhin Proteine, Keime und Toxine aus dem Darm in die Blutbahn gelangen können, dort zu Überreaktionen des Immunsystems führen und auf diese Weise die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Arthritis begünstigen können.

Eine Darmsanierung mit dem Aufbau einer gesunden Darmflora (Probiotika einnehmen!) gehört daher auch bei der Arthritis zum ganzheitlichen Maßnahmenkatalog.

Auch Pilze können in die Gelenke wandern und dort Entzündungen hervorrufen. Achten Sie daher auf Symptome von möglichen Candida-Infektionen und bekämpfen Sie diese rechtzeitig. Da sich Candida oft im Darm ansiedelt, hilft auch hier eine Darmsanierung, damit der Pilz schnellstmöglich wieder eliminiert werden kann.

7. Nahrungsergänzungen gegen Arthritis

Nehmen Sie bei Arthritis regelmäßig Nahrungsergänzungen ein, die gezielt gegen chronische Entzündungen und Gelenkschmerzen helfen, wie beispielsweise Magnesium, Reishi (ein Heilpilz), Brennnesselpulver, MSM, Glucosamin, Chondroitin etc.

Magnesium fördert sowohl den Knorpelaufbau als auch die Knochendichte und kann Entzündungen hemmen. Gerstengras führt laut einer Studie zu verminderten Schmerzen bei Arthritis-Patienten. MSM ist eine organische Schwefelverbindung, welche die Bildung von entzündungsfördernden Enzymen hemmt.

8. Sonnenlicht gegen Arthritis

Tanken Sie genug Sonnenlicht, damit Ihr Körper genügend Vitamin D produzieren kann. Laut einer Studie benötigen Arthritis-Patienten mit hohen Vitamin-D-Werten im Blut weniger Schmerzmittel.

Oft ist es jedoch so, dass gerade Menschen mit Rheuma einen Vitamin-D-Mangel aufweisen. Kümmern Sie sich daher um eine gute Vitamin-D-Versorgung. Alle Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Vitamin D - Die richtige Einnahme.

9. Antioxidantien und Vitalstoffe gegen Arthritis

Ernähren Sie sich antioxidantien- und vitalstoffreich, um Ihr Immunsystem zu stärken und Entzündungen zu lindern. Immer dann, wenn Entzündungen im Körper vorliegen, entstehen sehr viele freie Radikale. Antioxidantien vernichten diese.

Nehmen Sie daher Antioxidantien auch als Nahrungsergänzung ein. Viele der unter 7. genannten Mittel wirken gerade aufgrund ihres antioxidativen Potentials so gut bei Arthritis. Weitere Antioxidantien sind Astaxanthin oder OPC.

Lesen Sie für weitere Details in unserem Artikel Rheuma - Beschwerden ohne Nebenwirkungen lindern weiter.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten
Kürzlich gestellte Fragen