Tiere

Krankes Tierfutter

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 29.07.2017
  • 1 Kommentar
Krankes Tierfutter
© dima_pics - Fotolia.com

Als Tierbesitzer ist man bemüht, seinem Tier ein gesundes, nährstoffreiches Futter anzubieten. Oft verleiten die Bilder auf der Verpackung von gesunden Tieren mit glänzendem Fell sowie die angepriesenen Inhaltsstoffe, wie z.B. hochwertige Proteine, ausgewogene Mineralstoffe etc., zum Kauf.

Tierfutter: Verpackungen versprechen viel

Die Verpackungen versprechen z.B. gesunde Haut und glänzendes Fell durch Omega-3-Fettsäuren, ein gutes Sehvermögen durch Vitamine und Mineralstoffe, ein gesundes Immunsystem durch eine ausgewogene Nährstoffzusammensetzung sowie starke Muskeln durch hochwertige Proteine.

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Fragwürdige Zusammensetzungen

Sieht man sich dann allerdings die tatsächlichen Inhaltsstoffe an, sieht das oft ganz anders aus. Häufig findet sich im Tierfutter folgende Auflistung:

  • ca. 8 % Rohprotein (Eiweiss) - Die Quelle, aus denen dieses Eiweiss stammt, wird verschwiegen, was darauf schliessen lässt, dass es sich um minderwertiges Eiweiss handelt.
  • ca. 3,5% Rohfett - Der Rohfettgehalt ist der Teil des Futtermittels, der sich in Fettlösungsmitteln, wie beispielsweise Petrolether, löst.
  • ca. 2,5% Rohasche - Unter dem Begriff Rohasche werden sämtliche Rückstände einer Verbrennung des Futters bei 550°C zusammengefasst. Dies können alle möglichen anorganischen Substanzen - also Mineralstoffe -, aber auch Sand oder ähnliche Verunreinigungen sein.
  • ca. 0,5% Rohfaser - Unter "Rohfaser" ist derjenige Anteil eines Futtermittels zu verstehen, der nach Behandlung mit verdünnten Säuren und Laugen als "unverdaulicher" Bestandteil zurückbleibt. Hauptbestandteil dieser Stoffklasse ist die Cellulose. Rohfaser darf nicht mit Ballaststoffen gleichgesetzt werden, da diese nur zu ca. einem Drittel aus Cellulose besteht und noch viele andere unverdauliche Komponenten enthält.
  • ca 80% Feuchtigkeit - Wasser
  • die restlichen 5,5% wurden nicht aufgeführt

Die genaue Zusammensetzung sieht bei einem Hundefutter einer bekannten Supermarktkette - als Eigenmarke - wie folgt aus:

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse mind. 4%, wobei diese 4% in der Regel auch nicht überschritten werden (zu den Nebenerzeugnissen gehören Tierteile wie Füsse, Köpfe, Pansen und weitere Tierteile, die für den menschlichen Verzehr nicht geeignet sind, also die Abfälle der tierverarbeitenden Industrie).

Tierfette

Werden die tierischen Nebenprodukte, wie Tierfüsse oder -köpfe gekocht, so wird das dabei an der Oberfläche abgelagerte Fett im Tierfutter verwendet. Der Tierbesitzer weiss leider nicht, um welche Art von Fetten es sich hier handelt. In Tierfutter können dann auch schon mal Rückstände von Pentobarbital gefunden werden, ein Medikament, das zum Einschläfern von Tieren verwendet wird.

Desweiteren finden sich dann Sojabohnenmehl, Aroma, Phosphorsäure, Calciumcarbonat und Salz. Geschätzte 95% des Inhalts habe also nichts mit Fleisch zu tun und der Nährwert für das Tier ist eher fraglich.

Als Tierbesitzer empfiehlt es sich deshalb, genau hinzuschauen. Zwischen der Produktwerbung und den tatsächliche Inhaltsstoffen liegen in der Regel Welten...

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 29.07.2017

Sehr geehrte Damen und Herren Ich hätte noch eine Frage. Mein Hund 10-jähr. Waimaranerhündin hat seit über einem Jahr eine extrem trockene Nase, sie schuppt sogar stellenweise. Habe es mit Olivenöl dann mit Kokosöl probiert. Aber es ist nicht zufriedenstellend. Was kann ich tun? Ich koche für sie (Fleisch/Teigwaren/Gemüse zu je einem Drittel, Früchte, Kürbis und Sonnenblumenkerne und hartes Brot bekommt sie auch zwischendurch) seit sie jährig war, da sie an 5 verschiedene Milben allergisch reagierte habe ich mit dem handelsüblichen Trockenfutter aufgehört. Ich denke nicht dass sie an einem Mangel leidet da sie sehr vital nie krank war und sein Fell einen schönen Glanz hat. Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Freundliche Grüsse

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Aus der Ferne lässt sich natürlich nicht feststellen, was Ihrer Hündin fehlt. Lassen Sie doch einmal den Ernährungsplan Ihrer Hündin von einem Hunde-Ernährungsberater überprüfen. Möglicherweise fehlt der Ernährung ja doch etwas, z. B. wenn Sie nur Muskelfleisch füttern, aber keine Innereien und keine Knochen. Allein ein schönes Fell ist nicht in jedem Fall ein Hinweis auf eine gute Versorgung. Es gibt Hunde, die nachweislich einen Vitalstoffmangel haben und dennoch über ein Spitzenfell verfügen. Lassen Sie daher einen möglichen Mangel zunächst ausschliessen, um sich dann auf die Suche nach weiteren möglichen Ursachen zu begeben.

Es könnte eine Unverträglichkeit sein, eine allergische Reaktion (besonders wenn sie bereits Allergien zeigte) etc.

Wenn Ihre Hündin jedoch ansonsten topfit ist, liegt die Entscheidung natürlich bei Ihnen, ob Sie auch beim Tierarzt weitere Checks durchführen lassen möchten, z. B. Blutwerte, Parasitentest u. a. 

Auch gibt es längst sehr hochwertige Fertighundefutter - sowohl im Trocken- als auch im Nassbereich.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit