Blähungen

15 Tipps gegen Blähungen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 27.11.2018
  • 6 Kommentare
15 Tipps gegen Blähungen
© istockphoto.com/Ladislav Kubeš

Blähungen betreffen zwar inzwischen so viele Menschen, dass ihr Auftreten längst nichts Außergewöhnliches mehr ist, peinlich und unangenehm sind sie aber trotzdem. Der Hauptauslöser für Blähungen ist eine unpassende Ernährungsweise, so dass bereits die Einhaltung gewisser Ernährungsregeln, das Verwenden spezieller Gewürze und die Einnahme einer hochwertigen Mineralerde in den meisten Fällen zu einem dauerhaften Verschwinden der sog. Flatulenzen führen.

Inhaltsverzeichnis

1. Ernährungsumstellung

Meiden Sie Fertigprodukte mit ihrer Vielzahl an Lebensmittelzusatzstoffen und ihren minderwertigen Zutaten. Auch frittierte Produkte und Gezuckertes sind für ein ohnehin sensibles Verdauungssystem eine Zumutung. Beobachten Sie, ob Sie beispielsweise auf manche Getreide- und/oder Milchprodukteoder auch auf Früchte mit verstärkten Blähungen reagieren, was auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit schliessen lassen könnte. Bevorzugen Sie insgesamt eine vitalstoffreiche basische Ernährung.

2. Richtige Kombination von Lebensmitteln

Es geht hier weniger darum, die angeblich gasbildenden, aber im Grunde gesunden Lebensmittel wie z. B. Bohnen, Kohlarten, Zwiebeln, Lauch, Äpfel, Pflaumen, Kirschen etc. zu meiden. Viel wichtiger ist es - zumindest bei einem zu Blähungen neigenden Verdauungssystem - bestimmte Kombinationsregeln zu berücksichtigen. Dann nämlich können auch die genannten Lebensmittel verzehrt werden, ohne Blähungen zu verursachen. Problematisch sind also nicht die Lebensmittel an sich, sondern die Art, wie sie zubereitet und gegessen werden. Zur richtigen Kombination der einzelnen Lebensmittel lesen Sie bitte hier weiter.

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3. Richtige Zubereitung

Verwenden Sie bei der Zubereitung "kritischer" Lebensmittel blähungswidrige Gewürze. Zu Linsen passt Kreuzkümmel und in den Brotteig gibt man die typischen Brotgewürze ( Fenchel, Anis, Koriander, etc.). Werden getrocknete Hülsenfrüchte gekocht, so wird das Kochwasser weggeschüttet, da sich dort besonders viele blähende Wirkstoffe befinden sollen.

4. Fenchel trinken

Trinken Sie Fencheltee. Fencheltee aus frisch zerstossenen Fenchelsamen (im Mörser) wirkt dabei besser als jener aus dem Filterbeutel. Sie können - wenn Sie mögen - auch auf den Fenchelsamen kauen. Die Inhaltsstoffe von Fenchelsamen (und auch von Anis- und Dillsamen) entspannen die Muskulatur Ihres Verdauungstraktes und lassen das angesammelte Gas unauffällig entweichen. Als Bonus gelangen Sie auf diese Weise zu einem frischen Atem.

5. Ingwerwurzel essen

Zwei hervorragende Möglichkeiten, um Blähungen zu verhindern, sind das Trinken von Ingwertee und der Verzehr von frischer Ingwerwurzel. Geben Sie nach Belieben kleine Mengen Ingwer (frisch oder getrocknet) an Ihre Speisen. Sie können auch vor den Mahlzeiten einen Teelöffel frisch geraspelten Ingwer pur zu sich nehmen.

6. Kümmel und Kreuzkümmel

Kümmelsamen verhindern Blähungen, Verdauungsstörungen und Krämpfe. Ausserdem regen Sie eine gesunde Verdauung an. Die Samen können - wie im Falle des Fenchels - einfach so gekaut werden, in Speisen gegeben oder in Form von Tee getrunken werden.

7. Petersilie

Auch Petersilie ist ein gutes Mittel gegen Gasbildung. Geben Sie Petersilie - entweder frisch gehackt oder getrocknet - in Salate, Suppen, Gemüse- und Kartoffelgerichte oder in andere Speisen Ihrer Wahl. Petersilie kann wunderbar auch in grünen Smoothies verarbeitet werden.

8. Mineralerde

Mineralerde absorbiert überflüssige Luft im Verdauungstrakt und adsorbiert Gifte, die die Gasbildung begünstigen könnten. Nehmen Sie 30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten ein bis zwei Teelöffel Mineralerde ein, um so Gasbildung und Blähungen zu verhindern, bevor sie überhaupt erst beginnen können.

9. Darmreinigungen

Regelmässige Darmreinigungen nützen der allgemeinen Darmgesundheit, entfernen gärende Nahrungsrückstände, harmonisieren die Darmflora und sorgen auf diese Weise für die Linderung von Blähungen.

10. Probiotika

Probiotika sind Zubereitungen aus lebenden Mikroorganismen wie z. B. Milchsäurebakterien (Laktobakterien) und/oder Bifidobakterien, die eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Hochwertige probiotische Präparate (z. B. Combi Flora) können die gesunde Darmflora wieder herstellen und pathogene (krankheitserregende) Keime verdrängen. Blähungen weisen auf ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Darmflora hin. Probiotika können daher direkt am Ort des Geschehens wirken, blähungsauslösende Fäulnisbakterien verdrängen und dadurch Blähungen eindämmen.

11. Knoblauch

Die Knoblauchknolle ist ein weiteres gutes und natürliches Mittel gegen Gasbildung und Blähungen. Knoblauch regt die Verdauung an und wirkt nachhaltig gegen Bakterien und Parasiten. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie frischen Knoblauch verwenden. Allerdings können Sie die Knoblauchanwendung - Ihren Mitmenschen zuliebe - nur dann durchführen, wenn Sie mit deren naturgemässen Folgen (Knoblauchfahne) niemanden belästigen. Die üblichen Tipps zur Milderung des Knoblauchgeruchs (z. B. Petersilie essen, Kaugummi kauen etc.) helfen übrigens nicht wirklich und allerhöchstens kurzfristig.

12. Löwenzahn-Tee

Das weit verbreitete Unkraut Löwenzahn hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile, zu denen auch die Linderung von Blähungen zählt. Trinken Sie Löwenzahn-Tee, mischen Sie frischen Löwenzahn in Ihren Salat oder geben Sie die getrocknete Pflanze als Gewürz an gekochte Speisen.

13. Heisses Wasser

Trinken Sie Wasser - so heiss wie möglich! Eine halbe Tasse genügt bei manchen Menschen bereits, um eine anti-blähende Wirkung zu erzielen.

14. Pfefferminzöl

Mischen Sie zwei Tropfen ätherisches Pfefferminzöl in eine halbe Tasse kaltes Wasser und trinken Sie dies ein bis zweimal am Tag.

15. Machen Sie Bewegungsübungen

Wenn Sie alleine sein sollten, versuchen Sie angestautes Gas entweichen zu lassen, indem Sie sich auf den Rücken legen, Ihre Beine in die Luft strecken und dann "Radfahren". Sorgen Sie ausserdem insgesamt für mehr Bewegung. Das Verdauungssystem hasst permanente Bewegungslosigkeit. Je aktiver Sie sind, um so besser funktioniert die Verdauung und um so seltener sind Blähungen.

Besonders positiv wirkt sich das Trampolintraining auf die Verdauung aus. Die Verdauungsorgane werden dabei gelockert und bewegt, die Magen-Darm-Peristaltik wird angeregt. Ablagerungen können sich von den Darmwänden lösen. Der Lymphfluss und der Kreislauf kommen in Schwung und können jetzt natürlich auch den Darm aufmuntern.

Und falls Sie neben Verdauungsbeschwerden noch andere Gesundheitsprobleme haben, werden Sie bemerken, dass das regelmässige Trampolintraining auch hier Abhilfe schaffen kann. Denn das Training auf dem Trampolin stärkt die Muskeln, kräftigt die Knochen, ist gut für die Gelenke, bringt das Herz auf Trab, verbessert die Lungenfunktionen und vieles mehr.

Eine Bauspeicheldrüsenschwäche verursacht Blähungen

Die Bauchspeicheldrüsenschwäche ist weiter verbreitet, als man glaubt. Wenn Sie an rätselhaften Blähungen nach dem letzten Essen leiden, dann könnten Sie von einer Bauchspeicheldrüsenschwäche betroffen sein.

Lesen Sie mehr unter: Bauchspeicheldrüsenschwäche – Immer wieder Blähungen

Unsere Tipps gegen Blähungen noch einmal zusammengefasst

  • Ernährung umstellen
  • Lebensmittel richtig kombinieren
  • Lebensmittel richtig zubereiten
  • Fencheltee trinken
  • Ingwerwurzel essen
  • Kümmel und Kreuzkümmel verwenden
  • Mineralerde einnehmen
  • Den Darm regelmässig reinigen
  • Probiotika einnehmen
  • Knoblauch essen
  • Löwenzahntee trinken
  • Viel heisses Wasser trinken
  • Pfefferminzöl ins Trinkwasser geben
  • Übungen für Bewegungen durchführen

Wir wünschen unseren lesern viel Erfolg!

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Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 08.10.2018

Gibt es Kronzeugen für die Trennung von Trinken und Essen zu den Mahlzeiten ?
Schönen Dank für ihr Bemühen.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Es handelt sich um Erfahrungswerte aus der Naturheilkunde. Probieren Sie es - falls Sie Beschwerden mit dem Verdauungssystem haben sollten - doch einfach einmal zwei oder drei Wochen aus und entscheiden dann selbst, ob es für Sie eine hilfreiche Massnahme ist.

Alles Gute!

Ihr ZDG-Team

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