Erdnüsse sind ausgezeichnete Cholesterinsenker

Aus zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich längst ergeben, dass Erdnüsse – in der richtigen Menge verzehrt – alles andere als potenzielle Dickmacher sind.

Erdnüsse optimieren mit 25 Prozent Protein pro 100 Gramm die Eiweissversorgung und sind überdies eine hervorragende Quelle für den Vitamin-B-Komplex, Vitamin E und Magnesium.

Und wenn Sie die roten Häutchen der Erdnuss dazu verzehren, dann erhalten Sie ausserdem noch eine Extraportion Antioxidantien, nämlich in Form von OPC.

Zusätzlich konnte eine amerikanische Studie der Purdue University belegen, dass Erdnüsse einen positiven Einfluss auf einen erhöhten Cholesterinspiegel haben.

Teilnehmer, die zu Beginn der Studie hohe Cholesterinwerte aufgewiesen hatten, zeigten am Ende der Untersuchung einen gesenkten Gesamtcholesterinspiegel sowie verminderte LDL-Cholesterin-Werte – und zwar schon nach vier Wochen, in denen sie täglich 56 g Erdnüsse gegessen hatten.

Erdnüsse verbessern die Triglyceridwerte

Nach neuesten Erkenntnissen können Erdnüsse sogar die Triglyceridwerte (Blutfettwerte) positiv beeinflussen.

Der Triglyceridspiegel ist meist bei Übergewicht erhöht, weist aber auch auf eine Fettstoffwechselstörung hin und stellt ein Risiko für Thrombosen, Arteriosklerose, Schlaganfälle und Herzinfarkte dar.

Der Triglyceridspiegel steigt unmittelbar nach einer fetthaltigen Mahlzeit, wenn die Nahrungsfette ins Blut wandern – also wohl auch nach einem Erdnusssnack.

Wie könnten die Erdnüsse dann aber den Blutfettspiegel günstig beeinflussen?

Xiaoran Liu, Doktorand für Ernährungswissenschaften an der Pennsylvania State University ging der Sache in einer Studie mit 15 übergewichtigen Männern auf den Grund.

Die Männer nahmen zunächst einmal ein fettreiches Menü zu sich.

Nach dem Essen erhielten die Studienteilnehmer noch einen Shake mit 85 Gramm gemahlenen Erdnüssen oder einen Shake ohne Erdnüsse, aber mit demselben Kaloriengehalt.

Dann wurde bei allen Probanden das Blut untersucht.

Und siehe da: Die Probanden, die den Erdnussshake getrunken hatten, verfügten nun über erheblich niedrigere Triglyceridwerte als die Vergleichsgruppe.

Da sich nach fettreichen Mahlzeiten normalerweise auch die Endothelfunktionen veschlechtern, überprüfte man auch diese Werte.

Erdnüsse verbessern die Gefässfunktion

Das Endothel ist die innere Wand der Blutgefässe. Zu ihren Aufgaben gehören z. B. die folgenden:

  • Regulierung des Blutdrucks
  • Erhaltung der Fliessfähigkeit des Blutes
  • Regulierung der Blutgerinnung

Bei schlechten Endothelfunktionen steigt unweigerlich das Risiko für koronare Herzerkrankungen.

Die Testpersonen nun, die keine Erdnüsse zu ihrem fettreichen Menü verzehrt hatten, zeigten beim Endothelfunktionstest verschlechterte Werte.

Die Probanden jedoch, die den Erdnussshake getrunken hatten, wiesen eine solche Verschlechterung in der Endothelfunktion nicht auf.

Es schien demzufolge, als hätten die Erdnüsse, die endothelschädlichen Eigenschaften der fettreichen Mahlzeit kompensieren können.

"Frühere Studien konnten schon zeigen, dass Personen, die mehr als zwei Mal pro Woche Erdnüsse verzehren, ein geringeres Risiko für koronare Herzerkrankungen haben",

erläutert Liu.

"Unsere Studie nun beweist dass die schützende Wirkung der Erdnüsse zu einem Teil auf ihren positiven Einfluss auf die Blutgefässgesundheit zurückgeführt werden kann."

Doch in welcher Form isst man nun am besten Erdnüsse, um möglichst umfangreich in den Genuss von ihren positiven Eigenschaften zu gelangen?

Erdnüsse für eine gesunde Ernährung

Gesalzene Erdnüsse, die in Fett geröstet wurden, sind nicht empfehlenswert.

In Frage kommt dagegen z. B. hochwertige Erdnussbutter. Achten Sie hier jedoch darauf, dass keine gehärteten Fette enthalten sind. Auf dem Etikett stehen dann u. U. Hinweise wie: "Enthält gehärtete Fette" oder "Pflanzliches Fett, z. T. gehärtet".

Noch besser wäre reines Erdnussmuss in Bio-Qualität. Im Unterschied zur Butter besteht das Mus ausschliesslich aus gemahlenen Erdnüssen ohne Zusatz von Fetten.

Erdnussmus kann ebenfalls gesalzen sein, ist aber auch ohne Salz erhältlich.

Erdnussmus kann wunderbar als Brotaufstrich, Backzutat, als Bestandteil von Saucen oder als Dessert Verwendung finden.

Geröstete Erdnüsse in der Schale, die man leicht mit den Händen knacken kann, stellen fast die natürlichste Form des Erdnussgenusses dar und werden nur noch von ungerösteten Erdnüssen in Rohkostqualität übertroffen.

Doch sollte man diese Erdnüsse nur sehr frisch verzehren, um möglichen Schimmelbefall zu vermeiden oder eventuell den Anbieter sogar nach Aflatoxin-Analysen fragen (Aflatoxin ist das Schimmelpilzgift).

Wie der Verzehr von rohen Erdnüssen einer Erdnussallergie vorbeugen kann, haben wir hier beschrieben: Rohe Erdnüsse besser als geröstete

Wie Erdnusssnacks beim Abnehmen helfen können, lesen Sie hier: Erdnüsse und Erdnussbutter helfen beim Abnehmen

Wie Sie ein Erdnussmus selber machen können finden Sie hier: Erdnussmus – selber machen

Quellen

  • Federation of American Societies for Experimental Biology (FASEB). "Adding peanuts to a meal benefits vascular health." ScienceDaily. ScienceDaily, 30 March 2015. (Die Gefässgesundheit profitiert davon, wenn Erdnüsse zu einer Mahlzeit gegessen werden.)
  • McKiernan F et al. "Effects of peanut processing on body weight and fasting plasma lipids." Br J Nutr. 2010 Aug;104(3):418-26. Epub 2010 May 11. (Die Auswirkungen der Erdnussverarbeitung auf das Körpergewicht und die nüchtern Blutfette.)

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