Cookies auf der ZDG-Website

Wir verwenden Cookies um Ihnen ein angenehmes Nutzungserlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Nerven
Karpaltunnelsyndrom - Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zupacken können

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 08.02.2018
Karpaltunnelsyndrom - Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zupacken können
© lightpoet - Fotolia.com

Ein Karpaltunnelsyndrom kann der Grund dafür sein, wenn nachts die Hand regelmässig einschläft, wenn der Arm kribbelt oder schmerzt und wenn schliesslich eine Muskelschwäche das Zupacken unmöglich macht. Die Tasse oder der Stift fallen dann einfach aus der Hand. Beim Karpaltunnelsyndrom wird oft zu cortisonhaltigen Medikamenten und schliesslich zur Operation geraten. Doch können auch ganzheitliche und naturheilkundliche Massnahmen – insbesondere im Anfangsstadium – zur Linderung und Heilung des Karpaltunnelsyndroms beitragen.

Das Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom ist in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitet und trifft jedes Jahr 35 von 10.000 Menschen. Es gehört inzwischen sogar zu den Berufskrankheiten, da es sich häufig bei Menschen entwickelt, die immer dieselbe beugende Handbewegung in Kombination mit Kraftaufwendung durchführen müssen, z. B. am Fliessband.

Auch die ständige Bedienung von vibrierenden Maschinen kann das Karpaltunnelsyndrom auslösen.

Viel häufiger jedoch kommt das Karpaltunnelsyndrom einfach so, also auch dann, wenn man nicht am Fliessband arbeitet.

Allerdings können all jene, die täglich wild die Computertastatur betätigen, erleichtert aufatmen. Das permanente Tippen könnte zwar zu einer Sehnenscheideentzündung führen, eher selten aber zum Karpaltunnelsyndrom – wie man in einer Studie der Mayo Clinic herausfand, die schon im Jahr 2001 im Journal of the American Academy of Neurology veröffentlicht wurde.

Enorme Risikofaktoren für die Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms sind hingegen ein Diabetes, eine Polyneuropathie, eine Schwangerschaft, Arthritis, Hormonstörungen (z. B. in den Wechseljahren) oder Schilddrüsenerkrankungen. Sie alle können zu einer Schädigung des Nervus Medianus führen.

Was passiert beim Karpaltunnelsyndrom?

Der Nervus Medianus (Mittelarmnerv) ist ein Nerv, der von der Achselhöhle bis in die Handfläche verläuft. Er ist am Bewegungsablauf der Hand beteiligt und zeigt ausserdem die Empfindungen der Finger an.

Am Unterarm muss dieser Nerv – gemeinsam mit etlichen Sehnen – durch einen Tunnel, um in die Hand und die Finger zu gelangen. Dieser Tunnel heisst Karpaltunnel.

Entzündet sich der Karpaltunnel, dann kann dadurch der Nerv eingedrückt und schliesslich beschädigt werden.

Gefühlsstörungen wie ein Kribbeln oder Taubheitsgefühle entstehen, und Schmerzen stellen sich ein. Will man nach etwas greifen, gelingt es im späteren Stadium oft nicht mehr, dieses zu fassen und die Tasse (oder was auch immer) fällt wieder aus der Hand.

Man spricht vom Karpaltunnelsyndrom. Es entwickelt sich schleichend über viele Wochen hinweg.

Im Endstadium kann der Schmerz bis zum Oberarm und in die Schulter ausstrahlen, so dass ein Karpaltunnelsyndrom äusserst belastend ist und den Alltag massiv einschränken kann.

Das Karpaltunnelsyndrom kann von alleine heilen, wenn…

Je nach Ursache des Karpaltunnelsyndroms stehen die Chancen teilweise gut, dass es sich von alleine bessert, z. B. wenn das Karpaltunnelsyndrom infolge einer Schwangerschaft auftaucht und somit hormonelle Gründe hat.

Nach der Entbindung bildet sich das Karpaltunnelsyndrom oft wieder zurück.

Wenn klar ist, dass Ihr Karpaltunnelsyndrom von einer bestimmten sich immer wiederholenden Bewegung (z. B. bei der Arbeit) rührt, dann hilft nur das konsequente Meiden dieser Bewegung, auch dann, wenn die Bewegung eigentlich zu Ihrem Arbeitsalltag gehört, was bedeutet, dass Sie Ihr Tätigkeitsfeld verlegen müssen. Rührt Ihr Karpaltunnelsyndrom von der Computerarbeit, dann könnte Ihnen Tipp 1 (siehe unten) weiter helfen.

MSM

Abnehmen – Und das Karpaltunnelsyndrom ist Vergangenheit

Sollten Sie übergewichtig sein, dann lohnt sich eine Gewichtsabnahme, da schon allein Übergewicht massiv das Risiko für ein Karpaltunnelsyndrom erhöhen kann und umgekehrt das Abnehmen ein Karpaltunnelsyndrom wiederum zum Verschwinden bringen kann.

Die Forschungen des Handchirurgen und Karpaltunnelspezialisten Dr. Peter Nathan am Portland Hand Surgery and Rehabilitation Center zeigten, dass Übergewichtige sogar einem deutlichen höheren Karpaltunnelsyndrom-Risiko unterliegen als Menschen, deren Jobs den übermässigen Einsatz der Hände und Handgelenke erfordern.

Laut Nathan neigen übergewichtige Menschen dazu, mehr Wasser in den Geweben und auch im Handgelenk einzulagern als Normalgewichtige. Diese zusätzliche Gewebeflüssigkeit führt nun natürlich auch zu einem zusätzlichen Druck auf den Nervus Medianus, während gleichzeitig dessen Sauerstoffversorgung immer weiter eingeschränkt wird.

Wenn neben der Gewichtsabnahme zusätzlich noch für Bewegung gesorgt wird, dann hilft dies nicht nur beim Abbau der überflüssigen Pfunde, sondern lindert auch direkt den Schmerz und das Spannungsgefühl des Karpaltunnelsyndroms.

Als besonders ideal hat sich zur Besserung des Karpaltunnelsyndroms Yoga erwiesen. Details dazu finden Sie weiter unten in Punkt 10 unserer ganzheitlichen Massnahmen.

Schulmedizinische Massnahmen beim Karpaltunnelsyndrom

In der schulmedizinischen Praxis erhalten Sie nach einer Karpaltunnelsyndrom-Diagnose zunächst eine Schiene, die den Karpaltunnel dehnen kann, wodurch der Entzündungsreiz auf den Nerv nachlassen sollte.

Nach spätestens sechs Wochen muss sich hier eine Besserung einstellen. Andernfalls darf die Schienen-Therapie als misslungen betrachtet werden.

Oft werden beim Karpaltunnelsyndrom auch entzündungshemmende Medikamente verordnet, die Cortison enthalten können. Dies bietet sich an, da das Karpaltunnelsyndrom ja auch eindeutig mit einer Entzündung einhergeht.

Der Erfolg lässt meist nicht lange auf sich warten. Nach wenigen Wochen mit cortisonhaltigen Injektionen (direkt in den Karpaltunnel) oder mit Tabletten verspüren die meisten Patienten eine deutliche Veränderung in Richtung Genesung.

Doch zeigten Studien, dass die kurzfristige Wirkung zwar gut ist, die langfristige aber zu wünschen übrig lässt, da nach einem Jahr nur jeder fünfte Cortison-Patient von seinem Karpaltunnelsyndrom geheilt ist. Der Rest schlägt sich noch immer damit herum.

(Eine absolut ebenbürtige Wirkung zur Cortisontherapie beobachtete man in einer Studie übrigens bei der Akupunktur – und eine solche hat keine einzige der unangenehmen Cortisonnebenwirkungen.)

Gehen die Beschwerden nun mit den genannten Möglichkeiten nicht zurück, wird operiert.

Die Karpaltunnel-OP ist inzwischen reine Routine und wird heutzutage meist endoskopisch sowie ambulant durchgeführt. Das heisst: Ein Krankenhausaufenthalt ist nicht nötig und die meisten Patienten sind danach – ca. 6 Wochen nach der OP – wieder hergestellt.

So zumindest die schulmedizinische Sicht der Dinge.

Ganz so einfach ist es oftmals jedoch auch wieder nicht, da es nach der Operation viele Monate dauern kann, bis man wieder vollständig hergestellt ist.

Bei einigen Patienten kommt es ferner infolge des chirurgischen Eingriffs zu Infektionen, Nervenschäden, Steifheit oder Schmerzen an der OP-Stelle.

Da bei manchen Operationspraktiken die Bänder im Karpaltunnel durchtrennt werden, verliert das Handgelenk an Kraft und Belastbarkeit, weshalb nach der Operation unbedingt physiotherapeutische Massnahmen zum Einsatz kommen sollten, um die ursprüngliche Kraft im Handgelenk wieder herzustellen.

Es lohnt sich also, in den Anfängen des Karpaltunnelsyndroms eigenständig aktiv zu werden und mit Hilfe von ganzheitlichen bzw. naturheilkundlichen Massnahmen möglichst alles zu unternehmen, um das Syndrom wieder ausheilen zu lassen.

Ganzheitliche Massnahmen beim Karpaltunnelsyndrom

Was lässt sich nun aus naturheilkundlicher Sicht beim Karpaltunnelsyndrom tun? Eine ganze Menge, nämlich so viel, dass sich aus den folgenden Tipps ein hervorragendes Protokoll zusammenstellen lässt, das in seiner Gesamtheit – wenn konsequent durchgeführt – zur Abheilung des Karpaltunnelsyndroms führen kann.

1. Bei Karpaltunnelsyndrom die Handgelenke schützen

Zunächst sollten die Handgelenke geschont und ruhig gehalten werden, damit sich die Entzündung nicht noch weiter verstärkt. Dazu eignen sich die vom Arzt verordneten Schienen sehr gut.

Besonders Aktionen wie das Hantieren mit Werkzeug, Messer, Schere etc. sollten vermieden werden.

Natürlich müssen auch solche Bewegungen unterlassen werden, die überhaupt erst zum Karpaltunnelsyndrom geführt haben.

Falls es die Computerarbeit war, können Sie in den seltensten Fällen einfach wochenlang ihre Arbeit niederlegen. Hier jedoch helfen oft schon ein besonderes Computerzubehör, wie eine ergonomische Maus und eine ergonomische Tastatur (geteilt sowie ggf. nach hinten abfallend und/oder gewölbt).

Dieses Zubehör entlastet Hand, Sehnen, Gelenk und Arm, reduziert Spannungen, unterstützt die natürliche Handhaltung und verbessert die Durchblutung aller beteiligten Organe wie Sehnen, Muskeln und Nerven.

Testen Sie ferner, welche Temperatur Ihrem Karpaltunnel gut tut. Manche Menschen empfinden warme Umschläge als angenehm, andere hingegen kalte.

2. Bei Karpaltunnelsyndrom hilft Vitamin B6

Ein Vitamin-B6-Mangel wird häufig bei Menschen mit Karpaltunnelsyndrom gefunden.

Und so verwundert es auch nicht, dass doppelblinde und placebokontrollierte klinische Studien, die beispielsweise an der University of Texas durchgeführt wurden, u. a. feststellten, dass die Gabe von Vitamin B6 bei Hunderten von Patienten mit Karpaltunnelsyndrom zu einer Besserung führte – allerdings war Geduld vonnöten, da es bis zur Besserung oft bis zu 3 Monate dauerte.

Die naturheilkundlich orientierten US-Ärzte und Autoren Dr. James Balch und Mark Stengler empfehlen beim Karpaltunnelsyndrom 100 mg Vitamin B6 drei Mal täglich.

Auch raten sie zur zusätzlichen Einnahme eines Vitamin-B-Komplexes, um ein Ungleichgewicht in der Vitamin-B-Versorgung zu vermeiden, wenn nur ein einziges B-Vitamin in hohen Dosen eingenommen wird. Insgesamt könnte das Vitalstoff-Protokoll beim Karpaltunnelsyndrom folgendermassen aussehen:

  • Vitamin C: 500 – 1000 mg drei Mal täglich
  • Vitamin E: 200 – 400 IU täglich
  • Vitamin B6: 50 – 100 mg täglich
  • Vitamin-B-Komplex nach Anweisung des Herstellers

3. Astaxanthin bei Karpaltunnelsyndrom

Aufgrund seiner antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften ist das Super-Antioxidans Astaxanthin ein idealer Bestandteil einer ganzheitlichen Therapie des Karpaltunnelsyndroms.

In einer Studie von Dr. Gene Spiller Ph. D. vom Health Research and Studies Center in Kalifornien wurde Astaxanthin Patienten mit Karpaltunnelsyndrom verordnet.

Die Probanden berichteten schon nach vier Wochen, dass sich die Intensität ihres Schmerzes reduziert habe. Nach insgesamt acht Wochen mit Astaxanthin (3 x täglich 4 mg) hatte sich das Karpaltunnelsyndrom sowie die Entzündungswerte im Blut weiter verbessert.

4. MSM gegen Karpaltunnelsyndrom

MSM ist organischer Schwefel und steht für Methylsulfonylmethan.

Es bekämpft Entzündungen – sowohl sportbedingte als auch solche, die infolge von Gelenkerkrankungen oder anderen chronischen Krankheiten entstehen.

Gleichzeitig schützt MSM die Muskulatur, reduziert oxidativen Stress im Körper, lindert entzündungsabhängige Schmerzen und unterstützt die Heilung und Regeneration von Gelenken.

Alle diese Eigenschaften scheinen wie gemacht für das Karpaltunnelsyndrom und so empfehlen ganzheitliche Therapeuten bei dieser Indikation häufig 3000 mg MSM zwei Mal täglich.

5. Leinöl bei Karpaltunnelsyndrom

Leinöl enthält bekanntlich die Alpha-Linolensäure, eine essentielle Omega-3-Fettsäure. Diese Fettsäure kann die Prostaglandinspiegel des Körpers senken.

Prostaglandine sind Stoffe, die zur Entstehung oder Verstärkung bestehender Entzündungen beitragen.

Folglich wirkt das Leinöl entzündungshemmend.

Dr. Jack Carter, Professor in Phytotherapie an der North Dakota State University in Fargo and Präsident des Flax Institutes (Institut für Leinsaat), schlägt vor, täglich 25 bis 30 Gramm gemahlene Leinsaat oder 1 bis 3 Teelöffel Leinöl einzunehmen, was zu einer Linderung der Karpaltunnel-Symptomatik führe.

Die Leinsaat liefert neben Alpha-Linolensäure auch Lignane – antioxidativ wirksame sekundäre Pflanzenstoffe – die ebenfalls antientzündlich wirken.

Alternativ können Krillöl-Kapseln zum Einsatz kommen oder das vegane DHA-Algenöl – beides versorgt mit hochwertigen Omega-3-Fettsäuren, die noch stärker entzündungshemmend wirken als das Leinöl.

6. Enzyme gegen Karpaltunnelsyndrom

Eine Enzymtherapie empfiehlt sich bei entzündlichen Erkrankungen aller Art.

Die o. g. Doktoren Balch und Stengler beispielsweise raten beim Karpaltunnelsyndrom zur Einnahme von 500 mg Bromelain – und zwar drei Mal täglich zwischen den Mahlzeiten.

Bromelain ist das Enzym aus der Ananas, das für seine entzündungshemmende, die Heilung unterstützende und durchblutungsfördernde Wirkung bekannt ist.

Details zur Enzymtherapie lesen Sie hier: Enzymtherapie – Einzigartig wirkungsvoll

7. Calcium und Magnesium entspannen bei Karpaltunnelsyndrom

Auch auf eine umfassende Versorgung mit den Meister-Mineralstoffen Calcium und Magnesium sollten Sie im Falle eines Karpaltunnelsyndroms achten.

Die zwei Mineralien helfen Ihnen dabei, steife und angespannte Muskeln zu entspannen und Nervenirritationen zu lindern.

Wählen Sie ein Calcium-Magnesium-Präparat, das die beiden Mineralstoffe im Verhältnis 2 : 1 (Ca : Mg) liefert, wie z. B. die Sango Meeres Koralle.

Nehmen Sie davon so viel, dass Sie täglich mit mindestens 1000 mg Calcium und 500 mg Magnesium versorgt sind. Teilen Sie diese Menge auf zwei oder drei Dosen pro Tag auf.

8. Heilpflanzen bei Karpaltunnelsyndrom

Zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung beim Karpaltunnelsyndrom eignen sich Heilpflanzen bzw. Präparate daraus.

Die schmerzstillende Weidenrinde beispielsweise ist in Form von leicht zu dosierenden Fertigpräparaten erhältlich. Wählen Sie solche Präparate, die täglich mit einer Salicinmenge von 240 mg versorgen können.

Alternativ kann drei Mal täglich 5 ml einer Tinktur aus Weidenrinde eingenommen werden.

Zusätzlich empfehlen Pflanzenheilkundige ein Präparat aus Ginkgo biloba (120 mg), das auf 24 % Flavonglykoside standardisiert ist. Man nimmt es zwei Mal täglich und erreicht damit eine verbesserte Durchblutung, die wiederum den Heilvorgang fördern kann. Für die äussere Anwendung käme Arnika in Frage.

Arnika ist eine Heilpflanze, die zu den Spezialisten im Bereich der Schmerzlinderung zählt. Besonders bei Schmerzen infolge von Entzündungs- und Schwellungszuständen ist sie angesagt.

Arnika-Zubereitungen können als Tinktur – verdünnt – oder in Form von Fertigsalben aufgetragen werden.

9. Keine Süssstoffe bei Karpaltunnelsyndrom

In einer Studie stellte man fest, dass Personen, die besonders gerne zum Süssstoff Aspartam griffen, häufiger Symptome des Karpaltunnelsyndroms entwickelten.

Gaben Sie ihre Süssstoff-Leidenschaft auf, dann besserte sich ihr Karpaltunnelsyndrom innerhalb von 14 Tagen – und das, obwohl ansonsten keinerlei Änderungen ihrer sonstigen Aktivitäten vorgenommen wurden.

Falls auch Sie gerne Aspartam verwenden oder damit gesüsste Produkte und Getränke konsumieren, lassen Sie es ab sofort bleiben. Machen Sie den Test!

Leben Sie 14 Tage ohne Aspartam und beobachten Sie, wie sich Ihr Karpaltunnelsyndrom bzw. die entsprechenden Symptome verflüchtigen.

10. Yoga bei Karpaltunnelsyndrom

Die richtige Bewegung ist beim Karpaltunnelsyndrom – wie wir bereits weiter obe erwähnt habe – ebenfalls ganz ausserordentlich wichtig.

Besonders gut geeignet ist Yoga, da es sich bereits in einer 1998 im Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studie zur Linderung des Karpaltunnelsyndroms bewährt hat:

42 Personen zwischen 24 und 77 Jahren litten an einem Karpaltunnelsyndrom. Man teilte sie in zwei Gruppen ein.

Die Testgruppe erhielt Anweisung, zwei Mal wöchentlich spezielle Yogaübungen zu absolvieren – und zwar für die Dauer von acht Wochen.

Es handelte sich dabei um 11 Yogaübungen, die – kombiniert mit Entspannungstechniken – darauf abzielten, jedes Gelenk in der oberen Körperhälfte zu stärken und zu dehnen.

Die Kontrollgruppe, die keine Yogaübungen durchführte, erhielt zur üblichen schulmedizinischen Medikation nur eine Handgelenkschiene.

Nach 8 Wochen zeigte sich nun in der Yoga-Gruppe eine signifikante Verbesserung der Greifkraft und der Schmerzintensität, während sich in der Kontrollgruppe keine nennenswerten Änderungen ergeben hatten.

Eine Karpaltunnelsyndrom-Therapie verläuft also deutlich erfolgversprechender, wenn spezielle Yogaübungen in das Behandlungskonzept integriert werden.

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Wir würden uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen!

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Alle 1 Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar

Um einen Kommentar abzugeben müssen Sie angemeldet sein.

Anmelden Registrieren

Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 16.01.2018

Vielen Dank liebes Team vom Zentrum der Gesundheit,

es geht um folgende Frage: Sie beschreiben in Ihrem Artikel das „Karpaltunnelsyndrom“. Ich habe erstmals während meiner Schwangerschaft vor 5 Jahren damit zu tun gehabt. Danach war es zunächst abgeklungen, kommt aber von Zeit zu Zeit in abgeschwächter Form wieder und zwar immer dann, wenn ich das Gefühl habe im Körper Wasser einzulagern. Das ist subjektiv, ich merke es an einem gewissen „Druck“ in den Gelenken und daran dass mein Ehering zu eng wird.
Seit einigen Wochen ist das Karpaltunnelsyndrom nun beständig da und seit einigen Tagen habe ich identische Probleme am linken Fußgelenk - also ein Tarsaltunnelsyndrom.

Zu Ihrer Information: ich bin nicht übergewichtig, sondern ganz normalgewichtig mit einem BMI von 21,5. Das ist für mich zwar mehr als vor der Schwangerschaft (BMI 19,5), aber ich denke noch nicht kritisch. Ich bin jetzt 47 Jahre alt. Eine Überbelastung von Hand- oder Fußgelenken oder Verletzungen kann ich ausschließen. Ich betreibe Sport in Form von Yoga und viel Fahrradfahren.

Meine Frage an Sie: kann es aus Ihrer Sicht einen Zusammenhang zwischen der Ursache für das Karpaltunnelsyndrom und der Ursache für das Tarsaltunnelsyndrom geben? Also können tatsächlich nur die Wassereinlagerungen im Gewebe beide Beschwerdebilder hervorrufen?

Aus meiner Erfahrung hilft eine Basenfastenkur mir, die Wassereinlagerungen zu verbessern, sie kehren aber zurück, sobald ich mich wieder meiner normalen (veganen) Ernährung zuwende. Meine letzte Basenfastenkur hat außerdem nicht einen so deutlichen Erfolg gebracht. Haben Sie Erfahrungen und Empfehlungen, was ich dauerhaft zur Verbesserung meiner Beschwerden tun kann?

Vielen Dank für eine Antwort oder eine Empfehlung, wohin ich mich wenden kann. Leider kann meine Hausärztin mir nur die üblichen schulmedizinischen Therapien anbieten, die mir aber einfach zu radikal sind.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Wir vertreten stets die ganzheitliche Sicht der Dinge und würden daher empfehlen, die konkrete Ursache herauszufinden, am besten gemeinsam mit einem ganzheitlichen Arzt oder Heilpraktiker.

Auch kann es sein, dass mehrere Ursachen zusammenkommen (wie in unserem Artikel beschrieben), z. B. ein hormonelles Ungleichgewicht, ein Vitalstoffmangel (B-Vitamine, Vitamin D, Antioxidantien etc.), eine Überlastung, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (da sich die Beschwerden beim Basenfasten bessern) etc. Werden die Ursachen nicht behoben, kann es natürlich sein, dass sich das Problem nicht mehr allein auf den Karpaltunnel beschränkt, sondern sich auf den Tarsaltunnel ausdehnt.

Wir würden daher die Gesamternährungs- und -lebensweise samt den genannten möglichen Ursachen überprüfen und die - entsprechend der Ergebnisse - passenden Massnahmen ergreifen. Zusätzlich würden wir in jedem Falle einen Physiotherapeuten aufsuchen und die von ihm empfohlenen Übungen in den Alltag einbauen.

Alles Gute!

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Quellen