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Hyperaktiv?
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Die Hyperaktivität | ADHS

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(Nexus-Magazin) - Bei der sogenannten ADHS-Diagnose handelt es sich um eine unbewiesene und höchst eigenartige Diagnose, und dennoch ist sie die Grundlage, auf der Zehntausende Kinder gefährliche stimulierende Medikamente verschrieben bekommen.

Psychologische Implikationen bei ADHS

ADHS wurde, häufig in Kombination mit sogenannter Hyperaktivität, erfunden und nicht entdeckt, und die Bemühungen, diese beiden Krankheitsbilder zu verbreiten, haben politische und ökonomische Ursachen, die mit Medizin nicht viel zu tun haben.

Schlechtes Benehmen wird Krankheit

Im Australien des 21. Jahrhunderts gilt ein Kind, dass sich regelmäßig "schlecht benimmt", als "krank". Doch es gibt nicht die geringsten organischen oder physiologischen Befunde, die die Existenz einer solchen "Krankheit" belegen würden. Als "Symptome" dieser "Krankheit" gelten etwa das Stehenbleiben, wenn man aufgefordert wird sich hinzusetzen, Herumzappeln und Murren über zuviel Arbeit oder zuviele Hausaufgaben. Seit wann sind denn diese kindlichen Verhaltensweisen, die sich in einem Spektrum von normal bis zu aufmüpfig bewegen, eine Krankheit?

ADHS - Absurde Krankheit

Jeder, der auch nur einen Funken Verstand hat und die Diagnosekriterien für ADHS liest, erkennt die Absurdität dieser erfundenen Krankheit. Wenn die Ärzteschaft und die Pharmakonzerne - die Hauptverfechter dieses Krankheitsbildes - einräumen, dass sie nicht wüssten, wodurch dieses seltsame Leiden "ausgelöst" werde, und nicht einmal beweisen können, dass es überhaupt existiert, dann verwandelt sich das Kichern, das sich beim Lesen der Diagnosekriterien einstellt, in ungläubiges Luftschnappen. Und wenn wir dann hören, dass zehntausende australischer Kinder wegenn dieser erfundenen Krankheit mit starken und gefährlichen Medikamenten vollgestopft werden, dann wird aus diesem Luftschnappen ein Aufschrei der Empörung.

Der Individualität keine Chance geben

Es hat enorme Konsequenzen, Kinder aufgrund eines als unerwünscht erachteten Verhaltens als "krank" zu bezeichnen und sie dann mit Medizin gefügig zu machen.

  • Wollen wir, dass Kinder in dem Glauben aufwachsen, die Lösung ihrer Probleme läge darin, Pillen zu schlucken?
  • Wollen wir, dass Kinder lernen, dass sie nicht für ihr Verhalten verantwortlich sind, sondern statt dessen die Schuld auf eine mysteriöse "Krankheit" schieben können?
  • Wollen wir, dass die institutionalisierte Psychiatrie, die noch vor 25 Jahren behauptete, Homosexualität sei eine Krankheit, ohne jegliche Beweise kindliches Missverhalten als Krankheit abstempelt?
  • Wollen wir eine Gesellschaft, die Ungehorsam pathologisiert und Anpassung über Individualität, Kreativität und freien Ausdruck stellt?

Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit

Die körperliche Unversehrtheit und as emotionale Wohlbefinden australischer Kinder sind durch ADHS - Diagnosen und das unkontrollierte Verschreiben von stimulierenden Medikamenten bedroht. Eine gründliche Untersuchung muss über die allein dem Selbstschutz dienenden Floskeln der medizinisch-pharmazeutischen Gemeinschaft hinausgehen und sicherstellen, dass Eltern und Kinder zumindest alle Seiten dieser kontroversen Debatte hören und die Gelegenheit haben, zu einem wohldurchdachten Konsens zu kommen, bevor eine solche Diagnose ausgesprochen und das entsprechende Rezept ausgestellt wird.

Die Kernpunkte von ADHS

  • Die Anzahl der australischen Kinder, bei denen ADHS diagnostiziert wird, steigt weiterhin rasend schnell.
  • Ein hoher Prozentsatz dieser Kinder wird mit stimulierenden Medikamenten behandelt, die hochgefährlich sind und starke kurz- wie langfristige Nebenwirkungen haben.
  • Die Verfügbarkeit dieser Medikamente stellt ein großes öffentliches Gesundheitsproblem in Australien dar.
  • Die ADHS - Diagnose ist nachweislich unzuverlässig.
  • Die Gültigkeit der ADHS - Diagnose ist nicht erwiesen. - Eltern und Kinder werden nicht gründlich genug informiert, um tatsächlich zu wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie eine medikamentöse Behandlung von ADHS beginnen.
  • ADHS ist nach wie vor ein beliebtes und verführerisches Konzept, und wenn niemand einschreitet, droht die Diagnose- und Verschreibungspraxis zu eskalieren.

Die Verbreitung von ADHS

Die Anzahl von Kindern mit ADHS - Diagnose ist schwindelerregend, und sie steigt weiter. Die Verbreitung der Diagnose in Australien hat dazu geführt, dass immer mehr Kinder stimulierende Medikamente einnehmen. Seit Jahren wissen Kliniker, dass Stimulansmedikamente eine paradoxe Wirkung auf Kinder haben. Tausende von Theorien zu den möglichen physiologischen Ursachen dafür sind inzwischen vorgetragen worden, doch keine davon gilt als wissenschaftlich akzeptiert.

Die Industrie generiert ihre Kunden

In den vergangenen Jahrzehnten hat uns die Pharmaindustrie erzählt, dass ADHS bis ins Erwachsenenalter anhalte und empfohlen, auch Erwachsene mit stimulierenden oder ähnlich wirkenden Medikamenten zu behandeln. Dies scheint darauf hinzuweisen, dass es sich bei der vermeintlich "beruhigenden" Wirkung des Stimulans in Wirklichkeit um die auf eine (bzw. keine) bestimmte Sache gerichtete Konzentration des Patienten handelt, die im Gegensatz zu einer das Gesamtumfeld miteinbeziehenden Aufmerksamkeit steht.

Kometenhafter Anstieg von Verschreibungen

Die Zeitung SunHerald aus Sydney meldete am 30.6.2002: "Schätzungen zufolge erhalten inzwischen 50.000 australische Kinder diese verschreibungspflichtigen Medikamente." Der Anstieg war im wahrsten Sinne des Wortes, kometenhaft.

"Zwischen 1991 und 1998 stiegen die Verschreibungen von Dexamphetaminsulfat um 2.400 Prozent, während die von Ritalin® im gleichen Zeitraum um 620 Prozent stiegen."
"Die Einnahme von Dexamphetamin stieg zwischen 1991 und 1995 um 592 Prozent und die von Methylphenidat (Ritalin®) im gleichen Zeitraum um 490 Prozent."

Die Kinderschutzorganisation "New South Wales Commission for Children and Young People" bat um Stellungnahmen aus der Bevölkerung und vernahm viele besorgte Stimmen: "Viele Beiträge zu der Befragung drückten Sorge über die zunehmende Einnahme von psychotropischen Medikamenten durch Kinder mit ADHS aus, vor allem in Bezug auf die Langzeitwirkungen."

Am 1.7.2002 meldete die Courier-Mail aus Brisbane, dass "die australischen Kinder pro Kopf mehr psychotische Medikamente einnehmen als die amerikanischen". Da Schätzungen zufolge bei 15-18 Prozent der Schulkinder in den USA ADHS diagnostiziert wird, ist diese Information beunruhigend und belegt, dass in Australien ein die öffentliche Gesundheit betreffender Notfall vorliegt.

Die Gefahren stimulierender Medikamente

Die beiden beliebtesten Medikamente gegen ADHS - Ritalin® (Wirkstoff: Methylphenidat) und Dexamphetamin - sind in pharmazeutischer Hinsicht dem Kokain ähnlich. Wie Kokain haben diese Wirkstoffe einschneidende Effekte. Sie machen Kinder fügsamer und angepasster. Und dies gilt für alle Kinder.

Der Mythos, lediglich an ADHS leidende Kinder würden so darauf reagieren, längst ein für alle Mal widerlegt. "Es ist nachgewiesen worden, dass stimulierende Medikamente eine ähnliche Wirkung auf Kinder haben, bei denen eine ADHS - Diagnose vorliegt, wie auf als normal eingestufte Versuchspersonen (Peloquin und Klorman, 1986; Rapoport, Buchsbaum und Monte, 1980; Rapoport, Buchsbaum und Zahn, 1978). Diese Versuchsergebnisse zeigen, dass eine ADHS - Diagnose nicht mit dem Ansprechen auf Medikamente belegt werden kann."

Sind diese Medikamente für Selbstmord verantwortlich?

Kinder, die unter der Einwirkung von Medikamenten stehen, sind folgsamer und angepasster und verursachen "weniger Ärger", was Eltern und Lehrern gefällt. Doch zu welchem Preis? Gelegentlich zahlt ein Kind den Höchstpreis:
"Stephanie Hall aus Canton, Ohio, glaubte, dass ADHS eine Krankheit sei. Sie nahm gewissenhaft Ritalin® ein.. Ihre Eltern, Mike und Janet Hall, glaubten es ebenfalls.

Tod durch Ritalin®?

Stephanie starb im Schlaf, sechs Tage vor ihrem zwölften Geburtstag, nicht an ADHS - denn das existiert überhaupt nicht - sondern an Ritalin®, denn dieses Medikament ist ein Amphetamin, und Amphetamine sind seit langem dafür bekannt, dass sie einen plötzlichen Herztod verursachen können, sogar bei ganz jungen Menschen."
"Tod durch dauerhafte Einnahme von Methylphenidat (Ritalin®); so steht es im Totenschein des vierzehnjährigen Matthew Smith aus Oakland County, Michigan, vom 21.3.2001."

Gefährliche Medikamente

Eigentlich sollte es nicht überraschen, dass die Einnahme von Psychostimulantia gefährlich, ja sogar tödlich, sein kann. Diese Medikamente stehen nämlich daher unter solch strengen Beschränkungen und Kontrollen, weil ihre Gefahr bekannt ist. In Queensland, Australien, müssen Ärzte für jede Verschreibung eines Stimulans eine Genehmigung einholen, und wenn die Behandlung länger als zwei Monate andauert, müssen sie eine Erklärung dafür vorlegen.

"Beide Medikamente, Dexamphetamin und Methylphenidat, fallen unter Anhang 8 der Gesundheitsverordnung von 1996 (Medikamente und Gifte) und sind laut Paragraph 78 der gleichen Verordnung als Medikamente klassifiziert, für die spezielle Verschreibungs- und Gebrauchsrestriktionen gelten." Stimulierende Medikamente können zu Depressionen führen und auf diesem Wege auch einen Suizid auslösen.

Die Politik hinkt der Entwicklung hinterher

"Der parlamentarische Ausschuss [von Südaustralien] war schockiert, als er von einer Reihe von Kindern hörte bzw. las, die Selbstmordabsichten geäußert hatten. Selbstmord ist eine der Hauptkomplikationen, die Eintritt, wenn ein solches Stimulans oder andere Medikamente, die ähnlich wirken, plötzlich abgesetzt werden."

Medikamente allgemein und Stimulantia im besonderen stellen ein erhebliches Langzeitrisiko für Kinder dar, da sie sich auf die Entwicklung auswirken können. Es ist nahe liegend, dass starke Medikamente Wachstum und Entwicklung bei Kindern beeinträchtigen können, was nicht nur von der allgemeinen Presse, sondern auch von der amerikanischen psychiatrischen Vereinigung (die die Zeitschrift Diagnostic and Statistical Manual (DSM) herausgibt) bestätigt wird:

"Der Begriff Entwicklungstoxikologie bezieht sich auf besondere oder besonders ernste Nebenwirkungen, die durch die Interaktion eines Medikaments mit Wachstum und Entwicklung verursacht werden. Kinder und Jugendliche wachsen und entwickeln sich nicht nur körperlich, sondern auch geistig und emotional. Es ist wichtig, dass Medikamente nicht in den Lernprozess in der Schule oder in die Entwicklung sozialer Beziehungen im Elternhaus und im Umgang mit Gleichaltrigen eingreifen."

Medikamente stören das Wachstum

Daraus folgt unweigerlich, das Stimulantia, die Wachstum und Entwicklung beeinträchtigen, auch auf das sich entwickelnde Gehirn Auswirkungen haben:

  • "Es liegen inzwischen zahllose Beweise dafür vor, dass Stimulantia die Produktion der Wachstumshormone stören und dass sie das gesamte Wachstum eines Kinde hemmen können, einschließlich Größe und Gewicht. Die Vorstellung ernsthafterer Störungen als nur der de Wachstums drängt sich auf, denn schließlich wirken sie sich auf das gesamte Körperwachstum aus, einschließlich des Gehirns."

Medikamente verursachen Veränderungen im Gehirn

"Das Medikament, das möglicherweise dazu verwendet um australische Kinder gleichzeitig gegen ein Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität zu behandeln kann langfristige Veränderungen im Gehirn verursachen. Wissenschaftler der Universität von Buffalo haben herausgefunden, dass Ritalin® im Hirn von Ratten Veränderungen hervorruft, die denen ähneln, die durch Stimulantia wie Amphetamine oder Kokain ausgelöst werden.

Schwere, schädigende Auswirkungen

Der Verfasser der Studie, Professor John Balzer, sagte, die Ergebnisse wiederlegten die Annahme, dass Mehtylphenidat, allgemein bekannt als Ritalin®, lediglich kurzzeitig wirke.

"Indem wir Kinder Psychotropika verabreichen, erzeugen wir eine Interaktion zwischen der Chemikalie, dem Medikament, und dem in der Entwicklung befindlichen Organismus, vor allem dem sich entwickelnden Gehirn, das das Zielorgan eines Psychotropikums ist."

"Stimulantia wie Ritalin® und Amphetamin haben schwer schädigende Auswirkungen auf das Gehirn - indem sie den Blutfluss hemmen, den Glukosemetabolismus stören und womöglich eine dauerhafte Schrumpfung ( Atrophie = Gewebeschwund) im Gehirn verursachen."

Neun Monate altes Baby mit ADHS?

Die ganze Bandbreite dieser negativen Auswirkungen auf Wachstum und Entwicklung wird noch bedrohlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass auch Kinder unter sechs Jahren routinemäßig Stimulantia verschrieben werden, obwohl es Warnungen gibt, dass die Einnahme für so junge Kinder gefährlich ist. Es gibt Berichte darüber, dass Kinder die gerade einmal 15 bis 18 Monate alt sind, Stimulantia verschrieben bekommen, und 2003 berichtete eine Mutter auf der Queensland State Youth Conference in Mackay, dass ihr Arzt behauptet habe, ihr neun Monate altes Baby habe ADHS und müsse mit Medikamenten behandelt werden (glücklicherweise weigerte sich die Mutter).

Zombieeffekt bei Kindern

Beinahe noch schrecklicher als die möglichen Langzeitfolgen von Psychostimulantia ist der sogenannte "Zombie-Effekt", der sich häufig bei Kindern einstellt. Es ist schockierend, dass ausgerechnet zwei führende US-Verfechter der biopsychiatrischen Therapie, L. Eugene Arnold und Peter S. Jensen, in ihrem Kapitel über ADHS in dem Lehrbuch "Comprehensive Textbook of Psychiatry" das Existieren des "Zombie-Effekts" einräumen:

Erschreckend: Adhs-Kinder als Zombie?

"Der "Amphetaminblick", ein bedrückter, düsterer Gesichtsausdruck, ist als solcher harmlos, doch er erfüllt Eltern mit Sorge ... Das Äquivalent dazu im Bereich des Verhaltens, ein ,zombieartiger` Mangel an Freude und Spontaneität, kann unter Umständen durch eine Reduzierung der Dosis behoben werden. Manchmal ist allerdings auch ein Wechsel des Medikaments notwendig."

Zombie-Effekte durch Medikamente?

Dr. Peter Breggin beschreibt den Zombie-Effekt folgendermaßen: "Dieses mittels Medikamenten hervorgerufene fügsame Verhalten wird erzielt, indem die komplexeren Hirnfunktionen des Kindes abgestumpft oder unterdrückt werden. Die Bereiche des kindlichen Gehirns, die für Kreativität, Freiheit, Spiel, lebhafte Aktivität, konsequente Disziplin und angeregtes Lernen gebraucht werden, sind wie betäubt."

Generation ohne Zukunft

Da die Anzahl der "Erkrankungen" kometenhaft ansteigt, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir eine Generation von Kindern großziehen, deren Kreativität, Denken und Geist von Medikamenten abgestumpft werden, ohne dass es hierfür eine nachweisbare medizinische Rechfertigung gäbe.

Ein Medikament wird als Droge gehandelt

Indem die australische Regierung Psychostimulantia dem Anhang 8 zuordnete, wollte sie deren Gebrauch offensichtlich einschränken. Doch die Zunahme ihrer Verschreibung gegen ADHS hat sie zu einer leicht zugänglichen Freizeitdroge auf australischen Schulhöfen gemacht.

Der illegale Konsum von ADHS - Medikamenten ist bereits ein größeres Problem in Queensland, wie die Crime and Misconduct Commission [Kommission für Verbrechen und Ordnungswidrigkeiten] festhält: "Der Missbrauch von verschreibungspflichtigen ADHS - Medikamenten ist ein potentielles Problem für die Gesellschaft, das öffentliche Gesundheitssystem und die Strafverfolgungsbehörden."

In New South Wales "wurde bei verschiedenen Anfragen bei Behörden die Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass Kinder in der Schule ihre verschreibungspflichtigen Medikamente anderen Kindern verkauft oder mit ihnen getauscht oder geteilt hätten."

Neue Freizeitdroge: Methylphenidat

Die internationale Rauschgiftkontrollkommission der Vereinten Nationen INCB (International Narcotics Control Board) hat vor dem wachsenden weltweiten Missbrauch von Methylphenidat als Freizeitdroge gewarnt. Der Missbrauch von Psychostimulantia steht auch im Zusammenhang mit anderen Formen der Drogenabhängigkeit und ist häufig der erste Schritt in einen Teufelskreis der Selbstmedikation.

"Elizabeht Wurtzel schrieb am 1.4.2000 in der New York Times, dass Ritalin® für viele, denen sie bei Treffen der Anonymen Abhängigen begegnete, die Einstiegsdroge gewesen sei. Dort hätten Mütter erzählt, dass sie das Ritalin®, das ihre Kinder verschrieben bekommen hatten, selbst genommen hätten. Sie selbst habe, so berichtet sie, nahezu ständig Ritalintabletten zerkleinert und dann geschnupft."

Ritalin® als Einstiegsdroge für Kokain

Die US-Drogenbehörde DEA hat sich ebenfalls zu dem Problem geäußert und gesagt, dass "eine Reihe von neueren Studien, Drogenmissbrauchsfällen und aktuellen Trends bei Jugendlichen, wie sie aus verschiedenen Quellen bekannt sind, darauf verweisen, dass die Einnahme von Methylphenidat das Risiko birgt von Drogen abhängig zu werden".

Dazu passt auch der folgende Bericht aus der US-Presse: "Bei einer kürzlich beendeten Studie, die an der Universität von Kalifornien in Berkeley mit 500 Kindern über einen Zeitraum von 26 Jahren durchführt wurde, fand man heraus, dass Ritalin® häufig eine Einstiegsdroge ist, und zwar hauptsächlich für Kokain.

Enormes Abhängigkeitspotenzial

Forschungsleiterin Nadine Lambert, so berichtet das Wall Street Journal, schloss, dass Ritalin® das Hirn empfänglicher für das Abhängigkeitspotential von Kokain mache und das Missbrauchsrisiko verdoppele."

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Es existieren alternative Behandlungsformen

Es herrscht - sogar bei den standhaften Verfechtern des ADHS -Krankheitsbildes - weitgehende Einigkeit darüber, dass es andere Behandlungsformen gibt, etwa Familienberatung, Entlastung der Eltern durch Kurzzeitpflege der Kinder und Erziehungskurse für Eltern. Bei keiner dieser Methoden ist die Gesundheit der Kinder in Gefahr.

Vor allem angesichts neuerer Analysen, die beweisen, dass Kinder, die mit Psychostimulantia behandelt werden, davon weder in erzieherischer noch in lerntechnischer Hinsicht profitieren, ist es vollkommen unsinnig, nicht nur das Wohlergehen dieser Kinder zu riskieren, sondern, wenn solche gefährlichen Medikamente weiterhin unkontrolliert verbreitet werden dürfen, die Gesundheit aller Kinder zu gefährden.

Unzuverlässige Diagnose

Die Zuverlässigkeit einer Diagnose bezieht sich darauf, wie stark man davon ausgehen kann, dass sie verlässlich zutrifft; also wie verlässlich es ist, dass die Diagnose unabhängig von der untersuchenden Person und der Örtlichkeit, an der sie stattfindet, immer dieselbe ist. So wird z.B. ein gebrochener Arm anhand eines Röntgenbildes diagnostiziert, und die Wahrscheinlichkeit, dass man, wenn man 100 Orthopäden mit dem gleichen Röntgenbild konfrontiert, 100 gleiche Diagnosen bekommt, ist sehr groß. "Gebrochener Arm" ist also eine sehr zuverlässige Diagnose.

Keine objektive Beurteilung bei ADHS

Im Gegensatz dazu ist "ADHS" eine äußerst unzuverlässige Diagnose. "Es gibt keine objektiven diagnostischen Kriterien für ADHS - keine neurologischen Merkmale, keine Bluttests... Es gibt keine körperliche Untersuchung, mit der eine ADHS - Diagnose bei einem Kind zuverlässig festgestellt werden kann."

Unterschiedliche Diagnoseergebnisse von Land zu Land

Die Annahme, dass 100 Mediziner höchstwahrscheinlich zu keiner einheitlichen ADHS - Diagnose bei einem Kind kommen würden, lässt sich aus der schockierenden Tatsache ableiten, dass die Erkrankungsraten international stark schwanken. "In Großbritannien wird die Rate der ADHS - Fälle allgemein auf 1 Prozent oder weniger geschätzt, obwohl sie um mindestens 10-12 Prozent höher liegt als in Australien und den USA."

Die erschreckende Konsequenz daraus ist, als flöge man 12 Kinder mit ADHS - Diagnose von Perth nach London, um sie dort untersuchen zu lassen, rein statistisch gesehen lediglich eins von ihnen eine "Bestätigung" dieser Diagnose zu erwarten hätte. Es ist also so, dass die "Krankheit" entweder in den USA, Australien und Kanada extrem überdiagnostiziert oder in England (und den meisten übrigen Ländern) extrem unterdiagnostiziert wird. In beiden Fällen bedeutet dies, dass man sich auf die Diagnose nicht verlassen kann; sie ist unzuverlässig.

Starke Differenzen bei Erkrankungsraten innerhalb der USA

Und sogar innerhalb eines Landes schwanken die Erkrankungsraten und unterlaufen so die Zuverlässigkeit der Diagnose. So ergab z.B. eine Untersuchung zur Einnahme stimulierender Medikamente gegen ADHS in den USA, dass "Jugendliche in den Südstaaten mit um etwa 71 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Medikamente verschrieben bekamen als Kinder im Nordosten oder Westen der USA, während die Wahrscheinlichkeit bei Kindern aus dem Mittleren Westen um 51 Prozent höher lag":

Erschreckendes Niveau bei den Psychatern

Ein genauer Blick auf die Diagnosekriterien im DSM (Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen) sowie auf die Vorgehensweise bei deren Erstellung legt die Ursachen für diese Unzuverlässigkeit offen. Laien gehen davon aus, dass der Diagnose von Krankheiten ein wissenschaftlicher bzw. objektiver Vorgang zugrunde liege. Dies gilt im Regelfall für die Medizin, für die Psychiatrie jedoch häufig nicht.

Die Amerikanische Psychiatrische Vereinigung (American Psychiatric Association - APA) veröffentlich die "Bibel" der psychischen Diagnose das DSM, das zurzeit in der vierten Auflage vorliegt (DMS-IV). Ein Teilnehmer der APA-Konferenz von 1987, bei der es um das DSM ging, äußerte folgenden erschreckenden Kommentar: "Das niedrige intellektuelle Niveau war schockierend.

Diagnosen wurden per Mehrheitsentschied erstellt, und zwar etwa auf die Art, wie wir ein Restaurant aussuchen würden. Ich habe Lust auf Italienisch, du möchtest zum Chinesen, also gehen wir ins Schnellrestaurant. Und dann wird es so in den Computer eingegeben." Ein bekannter amerikanischer Psychiater, ein ehemaliger Leiter der nationalen Gesundheitsbehörde, zuständig für den Bereich Schizophrenie, drückt es so aus:" Das DSM.IV ist das Konstrukt, mit dem die Psychiatrie die Anerkennung der Allgemeinmediziner zu erlangen versucht. Insider wissen, dass es sich hierbei vielmehr um ein politisches als um ein medizinisches Dokument handelt.

Erschreckende Diagnose-Grundlagen

Dr. Lawrence Diller belegt die erschreckende politische Dimension des Entscheidungsfindungsprozesses der DSM - IV - Kriterien mit folgenden Worten: "Die zentrale Forschungsgruppe hatte beschlossen, dass lediglich fünf von neun Symptomen ausreichten, um eine "ADHS - Diagnose des Untertyps: Hyperaktivität mit Unaufmerksamkeit auszusprechen [also eine kombinierte Variante der Krankheit].

Der Willkür sind Tür und Tor geöffnet

Doch dann verwarf die leitende DSM - IV - Arbeitsgruppe überraschenderweise diesen Vorschlag und erhöhte die Anzahl der notwendigen Symptome auf sechs! Vermutlich befürchteten sie, dass bei der geringen Anzahl von nur fünf Symptomen zu viele Kinder eine ADHS - Diagnose dieses Typs erhalten würden, doch zeigt diese Willkür auch, wie wenig ihr Vorgehen mit Wissenschaft zu tun hat."

Die ADHS-Diagnose sind willkürlich und unwissenschaftlich

In der westlichen Gesellschaft, die dazu neigt, Mediziner zu vergöttern, könnte die Erkenntnis, dass diese verbreitete psychiatrische Diagnose von einer Gruppe von Leuten am runden Tisch erfunden und nicht von Wissenschaftlern in einem Labor entdeckt wurde, einen regelrechten Schock auslösen. Ergebnis des DSM - Entscheidungsfindungsprozesses ist eine diagnostische Klassifikation, nämlich ADHS, die vollkommen willkürlich ist und sich ausschließlich auf Verhaltensmuster stützt. Nicht nur die Diagnosekriterien werfen Fragen auf (die im nächsten Absatz erörtert werden), sondern auch die Beschreibung der "Symptome" ist hoffnungslos subjektiv und daher von vorneherein unzuverlässig.

Um bei einem Kind ADHS zu diagnostizieren, muss es entweder sechs von neun aufgelisteten potentiellen "Aufmerksamkeitsstörungen" oder sechs von neun "Hyperaktivitäts - Impulsivitäts - Symptomen" aufweisen. Diese Symptome müssen seit mindesten sechs Monaten bestehen, und zwar zu einen Grad der nicht zum Entwicklungsstand passt".

Fehlende objektive Richtlinien

Es existieren jedoch keine objektiven Richtlinien, um den entsprechenden Grad an Nichtübereinstimmung mit dem Entwicklungsstand zu verifizieren; diese Einschätzung bleibt der individuellen Entscheidung des behandelnden Arztes vorbehalten. Noch unglaublicher ist, dass alle 18 "ADHS - Symptome" durch den Begriff "häufig" charakterisiert sind. Doch was bedeutet "häufiges" Zappeln oder "häufige" Schwierigkeiten dabei, Aufgaben und Tätigkeiten gezielt durchzuführen?

Es existieren keine objektiven Richtlinien. Für den einen Arzt ist es womöglich normal, wenn ein Kind jeden Tag ein bisschen zappelig ist; für einen anderen (vielleicht einen, der selbst kinderlos ist) gilt vielleicht zweimal heftiges Gezappel schon als "häufig". Und hier endet das Problem mir der Zuverlässigkeit noch nicht.

"Auch abgesehen von dem Begriff "häufig" ist die Definition aufgrund mehrdeutiger und vager Terminologie unklar. Welche Fehler bezeichnet man als durch "Unachtsamkeit" hervorgerufen? Was genau bedeutet "direkt" angesprochen? Was bedeutet ,Schwierigkeiten` beim Organisieren von Dingen? Wer entscheidet, welche Aktivitäten anhaltende geistige Anstrengung erfordern? Was heißt leicht ablenkbar? Wann gilt eine kleine Bewegung als "Zappeln" oder Herumrutschen? Wer entscheidet, wann man Sitzen bleiben erwarten darf? Wann ist Rennen, Klettern oder Sprechen "übermäßig"?"

Keine zuverlässige Diagnosemöglichkeit

Einige der am stärksten überzeugten Verfechter des medizinischen Konzepts ADHS haben, obwohl sie an die Existenz dieser Krankheit glauben, eingeräumt, dass die diagnostische Verlässlichkeit ein Problem sei. 1998 fand eine Konferenz der National Institutes of Health, eines der führenden medizinischen Forschungszentren der USA, statt, bei der es um die Diagnose und Behandlung von ADHS ging. Dabei wurde eine Reihe von "Experten" angehört, die ausnahmslos alle hinter dem Konzept ADHS standen.

Am Ende der Konferenz gab der Vorsitzende der Expertenkommission, Dr. David Kupfer, zu, dass "es im Augenblick keine zuverlässige Diagnosemöglichkeit" gebe, und ein anderes Mitglied fügte lakonisch hinzu, dass "die Diagnose ein ziemlicher Schlamassel" sei.

Ungültigkeit der Diagnose

Die "Gültigkeit" einer Diagnose hängt davon ab, in welchem Maße sich durch sie ein reales und nachweisbares Leiden beschreiben lässt. "Trotz Millionen von Dollar, die in den letzen zwanzig Jahren in die Forschung investiert wurden und von denen viele von hoffnungsvollen Pharmakonzernen beigesteuert wurden, ist es keinem gelungen, die "Krankheit" namens ADHS zu identifizieren." Es scheint unfassbar, dass soviele hochangesehene Fachleute auf den verschiedensten Gebieten öffentlich eingestehen, dass es keinen Beweis für die Existenz von ADHS gebe. Man beachte folgendes:

Hyperaktivitätssyndrome extistieren nicht

  • Psychologieprofessorin Dr. Diane McGuiness: "Streng methodische Forschung weist darauf hin, dass ADHS und sogenannte "Hyperaktivitätssyndrome" schlicht und einfach nicht existieren."
  • Neurologe Dr. med. Fred A. Baughman: "Es gibt keine Fehl- oder Überdiagnostizierung bzw. Fehl- oder Überbehandlung im Bereich ADHS. Das Ganze ist vielmehr ein vollkommener, hundertprozentiger Schwindel, seit es vor 35 Jahren begann."
  • Assistenzprofessor Dr. Robert Reid, Universität von Nebraska: "Die Ursachen von ADHS sind schlicht und einfach nicht bekannt."
  • Die Nationale Vereinigung praktizierender Psychiater in Australien (NAPP): JADHS] ist keine ererbte genetische Störung oder organische Krankheit" und "wissenschaftliche Nachweise, die die Existenz von ADHS belegen, liegen nicht vor".
  • Psychiater Dr. med. Denis Donovan: "ADHS ist eine Scheindiagnose. Eltern und Lehrer laufen wie die Lemminge hinter der Identifizierung eines Krankheitsbildes her... Unsere gegenwärtige Tendenz, Verhaltensweisen zu pathologisieren, führt zu einem sprunghaften Anstieg der Zahlen von Erkrankten, Gestörten, und Behinderten."
  • Dr. med. William B. Carey, Arzt am Kinderkrankenhaus in Philadelphia: "Ein Großteil dessen, was heutzutage in den USA als ADHS beschrieben wird, gehört zu einer Reihe normaler Verhaltensvarianten. Diese Diskrepanz lässt Zweifel an der Gültigkeit dieses Konstrukts aufkommen."
  • Psychologe Dr. John Breeding: "Die Diagnose ADHS als solches ist Betrug."
  • Tunku Varadaraja, der stellvertretende Leiter der Leitartikelredaktion des Wall Street Journal: "Egal, welchen Namen man ihm gibt, ADHS ist und bleibt Unfug."
  • Publizistin Beverly Eakman: "Diese Medikamente machen Kinder steuerbarer, aber nicht unbedingt besser. ADHS ist ein Phänomen, keine "Hirnkrankheit". Da bereits die Diagnose ADHS ein Schwindel ist, kommt es auch nicht darauf an, ob ein Medikament wirkt. Kinder werden gezwungen, ein Medikament einzunehmen, das stärker als Kokain ist, um eine Krankheit zu bekämpfen, deren Existenz noch gar nicht erwiesen ist."
  • Psychologe Dr. Richard DeGrandpre, der auf eine Studie in Pediatrics, einer amerikanischen medizinischen Zeitschrift, verweist, in der es heißt, dass 80 Prozent der Kinder, die zu Hause oder in der Schule als hyperaktiv eingestuft wurden, in der Arztpraxis normales Verhalten und keinerlei Anzeichen für Hyperaktivität zeigten: "Dieses Ergebnis stimmt mit dem zahlreicher anderer Studien und dem Inhalt dutzender Zeitungsartikel überein, die belegen, dass es beträchtliche Uneinigkeit unter Eltern, Lehrern und Ärzten darüber gibt, auf wen eine solche Diagnose zutrifft. Da diese Symptome aber die alleinige Diagnosegrundlage darstellen, führt dies zwangsläufig zu der Frage, ob ADHS tatsächlich als reales medizinisches Phänomen existiert."
  • Psychiater Dr. med. Peter R. Breggin: "Es ist wichtig, dass das Bildungsministerium begreift, dass die Diagnose ADHS speziell dafür erfunden wurde, den Gebrauch von Medikamenten zu rechtfertigen, die Kinder im Klassenraum ruhigstellen."
  • US-Senatorin Hillary Rodham Clinton: "Einige dieser jungen Leute haben Probleme, die Symptome von nichts anderem sind als von einer ganz normalen Kindheit oder Jugend."
  • Psychiater Dr. med. Sidney Walker III: "Die Mediziner haben ADHS in den Status einer Diagnose erhoben, und die meisten Menschen glauben, es handle sich um eine reale Krankheit. Dies ist sie aber nicht, und die meisten Ärzte, die Kinder als ADHS - krank bezeichnen, haben nicht die geringste Ahnung, was ihnen wirklich fehlt."
  • Pädagoge und Forscher Dr. Brenton Prosser: "Die vorherrschende Definition dieses Leidens besagt, dass es physiologische Ursachen habe und am besten mit Amphetaminen behandelt werde, obwohl es für diese Behauptungen keine biologische Grundlage gibt."

Bei Konferenzen, die die US-amerikanischen National Institutes of Health 1998 abhielten, wurde folgendes Fazit geschlossen:" Wir haben keinen unabhängigen, zuverlässigen Test, mit dem ADHS nachgewiesen werden kann und es gibt keine Daten, die darauf verweisen, dass ADHS durch eine Fehlfunktion des Hirns ausgelöst würde."

Totz negativem Gegenbeweis wird von Krankheit gesprochen

Es bleibt die Frage, warum Ärzte und Öffentlichkeit gleichermaßen von "ADHS" als einer nachweisbaren Krankheit sprechen, wo es doch reichlich Beweise dafür gibt, dass dies so nicht stimmt. Dieses Phänomen wurde von Dr. John Jureidini, dem Leiter der Abteilung für psychologische Medizin im Frauen- und Kinderkrankenhaus in Adelaide, Südaustralien, bei einer Befragung durch einen parlamentarischen Ausschuss folgendermaßen erklärt:

  • "Es gibt einen ganzen Berg an Literatur, die es als selbstverständlich voraussetzt, dass ADHS eine neurobiologische Krankheit sei und die davon ausgehend verschiedenen Behandlungsmethoden beschreibt. Wenn bereits Tausende von Artikeln zu einer Sache veröffentlich wurden, wie könnte dann jemand einen Sinn darin sehen, aufzustehen und zu sagen: ,Das gibt es aber doch gar nicht`? Ich möchte betonen, dass ich davon überzeugt bin, dass es Kinder gibt, die sehr beeinträchtigt sind, weil sie Schwierigkeiten mit ihrer Impulsivität, Konzentrationsfähigkeit und Lebhaftigkeit haben. Ich sage auch nicht, dass diese Kinder nicht leiden oder nicht beachtet werden sollten. Was ich allerdings behaupte, ist, dass ADHS ein Phantom ist."

Um den Unterschied zwischen einer tatsächlichen und einer metaphorischen Krankheit zu illustrieren, bemerkt der amerikanische Psychiater Thomas Szasz: "Die Annahme, dass, etwa Aids und ADHS, ... vollkommen unterschiedliche Krankheiten seien - oder genauer gesagt, dass letztere überhaupt keine Krankheit sei -, gilt in solch hohem Maße als politisch nicht korrekt, dass sie kurzerhand abgetan wird."

Verfechter des biomedizinischen ADHS - Konzepts sagen gern, dass sie im Begriff seien, eine Ätiologie zu entdecken, also zu beweisen, dass ADHS tatsächlich existiere. Doch das sagen sie bereits seit über 20 Jahren. Tatsache ist, dass es, wissenschaftlich betrachtet, keinen Beweis dafür gibt, dass das Konstrukt einer "Krankheit" namens ADHS wirklich existiert.

Recht auf körperliche Unversehrtheit

Es gibt kein fundamentaleres Menschenrecht als das auf körperliche Unversehrtheit. Ein Kennzeichen der meisten Rechtssysteme ist, unschuldige Menschen davor zu schützen, dass ihrem Körper gegen ihren Willen etwas angetan wird. In einem Artikel der Zeitschrift DePaul Journal of Health Care Law, die sich mit Medizinrecht befasst, heißt es: "Echtes Einverständnis mit dem, was mit einem selbst geschieht, ist eine auf sachkundigem Wissen beruhende Entscheidung, und sie erfordert die Möglichkeit, die verschiedenen Optionen sowie die jeweils damit verbundenen Risiken auf der Basis von Sachinformationen abwägen zu können."

Das Problem des Einverständnisses mit medizinischen Maßnahmen im Fall von jungen Menschen war Inhalt eines umfangreichen Berichts, den der Ausschuss zur Reformierung der entsprechenden Gesetzgebung in Queensland 1996 herausgab. Verschiedene Repräsentanten anderer Organisationen in Australien haben dies ebenfalls als ein größeres Problem erkannt:

  • "Der Kinder- und Jugendbeauftragte informierte das Komitee darüber, dass die Frage der Vertraulichkeit und des Einverständnisses mit medizinischen Maßnahmen bei jungen Menschen das große Problem gewesen sei, das von den Vertretern von mehr als dreißig Jugend- und Gesundheitsorganisationen auf einem nationalen Jugendgesundheitsgipfel aufgeworfen worden sei, der von der australischen medizinischen Vereinigung im Juli 2001 in Canberra abgehalten wurde."

Trotz unsicherer Diagnose wird weiter behandelt

Einverständnis ohne Wissen ist kein Einverständnis, und Eltern denen man erzählt, ihr Kind habe ADHS, bekommen niemals gesagt, wie unsicher die wissenschaftliche Zuverlässigkeit wie Gültigkeit dieser Diagnose ist Normalerweise sagt man ihnen weder, dass sich diese Diagnostik nicht auf organische oder physiologische Befunde stützt, noch dass bisher niemand in der Lage war, zu beweisen, daß "ADHS` überhaupt existiert.

Keine genügende Aufklärung über die Risiken

Häufig werden sie nicht einmal über die Risiken aufgeklärt, die mit der Einnahme von Psychostimulantia verbunden sind. Das australische Rechtssystem, die internationale Gesetzgebung (vor allem die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, die Australien unter zeichnet hat) und ein gesundes Maß an menschlichen Anstand verlangen, daß jede Person das Recht darauf hat ihr Einverständnis zu geben, bevor man in ihre persönliche bzw. physische Integrität eingreift.

Kinder werden nicht gefragt

Kinder werden so gut wie nie nach ihrem Einverständnis gefragt, bevor sie mit Psychostimulantia behandelt werden, und auch die Kontroverse, die unter den Experten bezüglich dieser Diagnose existiert, ist ihnen nicht bekannt. Diese ungeheuerliche Verletzung menschlicher Grundrechte würde normalerweise kaum geduldet werden, doch hinter der Maske "hilfreicher medizinischer Versorgung" ist sie schwieriger zu erkennen und zu bekämpfen.

Warum ist die Diagnose ADHS so populär?

Der Anstieg an ADHS - Diagnosen bei Kindern in Australien innerhalb der letzten 25 Jahre ist schlichtweg astronomisch. In Anbetracht der Tatsache, dass ein ätiologischer Zusammenhang zwischen irgendwelchen organischen oder biologischen Merkmalen und ADHS bisher nicht nachgewiesen werden konnte, stellt sich die Frage warum diese Diagnose dennoch so populär ist. Es gib vier "Hauptinteressengruppen", für die die Diagnose ADHS ein ökonomischer, pragmatischer oder emotionaler Segen ist.

1. Die Pharmakonzerne

Der Umsatz durch den Handel mit stimulierenden Medikamenten speziell zur Behandlung von ADHS beträgt allein in den USA 600 Millionen Dollar im Jahr. Bei soviel Profit erstaunt es nicht, dass verschiedene große Pharmaunternehmen sich als lautstark Verfechter psychiatrischer Diagnosen generell und von ADHS im speziellen hervorgetan haben.

Die Firma Novartis - die ursprünglich das Patent fit Methylphenidat (Ritalin®) besaß, das in den USA populärste ADHS - Medikament - warb sowohl in medizinische` Fachzeitschriften als auch in den Massenmedien in grossem Umfang mit Anzeigen, die in letzteren vor allen Eltern davon überzeugen sollten, dass ihr Kind von der Einnahme von Stimulantia profitieren könne. Novartis hat auch CHADD (Children and Adults with Attentioi Deficit Disorder), die nationale Vereinigung für Eltern von ADHS - Kindern, großzügig finanziell unterstützt..

Das womöglich größte Problem in diesem Zusammenhang beschrieb der Neurowissenschaftler und emeritierte Professor der Psychologie der Universität von Michigan mit folgenden Worten: "Ich bin davon überzeugt, dass die Pharmaindustrie riesige Summen von Geld ausgibt, um ihre Verkäufe und ihren Profit zu steigern, indem sie die Ärzte und die Öffentlichkeit in einer Weise beeinflusst, die die Wahrheit manchmal verdreht und die häufig nicht dem Wohl der Wissenschaft oder der Menschen dient."

2. Die Ärzte

Der Hauptgrund dafür, dass Ärzte das Konzept von ADHS als ein reales biomedizinisches Phänomen so bereitwillig annehmen, liegt in der Tatsache, dass sie ihren Patienten helfen wollen. Die ganze Ausbildung und das berufliche Selbstverständnis sind von einem bestimmten "medizinischen Modell" geprägt: Ein Patient kommt mit einem Symptom zu ihnen, sie stellen eine Diagnose und behandeln es. Wenn es nun ADHS gar nicht gibt, dann sind die Verhaltensauffälligkeiten entweder Teil der normalen kindlichen Entwicklung oder Indikator für Störungen im Umfeld des Kindes, wobei der Arzt in beiden Fällen nicht helfen kann. Hinzu kommt, dass, wie wir gleich noch sehen werden, die stimulierenden Substanzen tatsächlich den von Eltern und Lehrern gewünschten Effekt haben, so dass die Ärzte also positive Rückmeldungen von ihren Patienten (oder zumindestens deren Eltern) bekommen.

Zudem wäre es naiv, nicht auch hier den Profit in Betracht zu ziehen. Der amerikanische Psychiater Peter Breggin hielt fest: "Biologische Interessengruppen üben seit Jahrzenten Druck aus, um Kinder als Markt für Medikamente und medizinische Dienstleistungen zu gewinnen." Tunku Varadarajan vom Wall Street Journal schrieb: "Psychiater mussten die Krankheit mit einem offiziell akzeptierten Namen versehen, um Geld von den Krankenkassen zu bekommen was der Grund dafür ist, dass immer mehr Auffälligkeiten als Krankheit bezeichnet werden. In der nächsten Ausgabe des DSM findet man bestimmt wieder mindestens 50 neue Leiden auf der Liste."

3.Die Eltern

Die stärkste treibende Kraft hinter der Verbreitung der ADHS - Diagnose (und dem damit verbundenen Medikamentenkonsum) sind die Eltern. Ohne den entsprechenden "Markt" hätte das Phänomen ADHS nie eine solche Verbreitung gefunden. Elterngruppen, so wie etwa CHADD, weisen die Vorstellung, ADHS könne irgendetwas anderes sein als eine "reale" Krankheit, vehement zurück, und viele Eltern beteuern, dass die Diagnose und die darauf folgende Einnahme der Stimulantia bei ihrem Kind und der ganzen Familie Wunder bewirkt habe. Die Anziehungskraft dieser Diagnose ist für jeden offensichtlich. der schon einmal beruflich mit Familien zu tun hatte, die Probleme mit einem verhaltensauffälligen Kind hatten. In den westlichen Gesellschaften herrscht die Überzeugung, dass schlechtes Benehmen bei einem Kind auf elterliche Inkompetenz zurückzuführen sei.

Wenn ein Kind sich in einer fremden Umgebung ständig schlecht benimmt oder in der. Schule immer wieder "Ärger hat", dann steht der unausgesprochene Vorwurf im Raum, dass die Eltern entweder nicht gewillt oder nicht fähig seien, ihr Kind angemessen zu erziehen. Für manche Eltern ist daher die Vorstellung, dass eine Krankheit die Ursache für das Missverhalten ihres Kindes sei, die emotional perfekte Lösung, da sie nun plötzlich, statt misstrauisch beäugt zu werden, als Märtyrer gelten, die mit einem kranken Kind fertig werden müssen. Statt eine Familientherapie zu machen, um zu begreifen, warum ihr Kind sich so benimmt und was sie dagegen tun könnten, gehen sie in die Elterngruppe, wo sie Trost und Mitleid erhalten, weil das Schicksal ihnen so übel mitgespielt hat.

Diese Verführung wird mit der Einnahme der stimulierenden Medizin perfekt. Studien belegen, dass Stimulantia bei allen Kindern - egal, ob sie "Verhaltensauffälligkeiten" aufweisen oder nicht - dafür sorgen, dass sie sich fügsamer und angepasster verhalten. Natürlich sind Eltern, die sich an dem "schlechten Benehmen" ihres Kindes stören, darüber erfreut, wenn es gehorsamer wird. Keine peinlichen Auftritte mehr, keine unangenehmen Anrufe von der Schule. Kein Wunder also, dass so viele Eltern eine ADHS - Diagnose anstreben - und darauf schwören.

4. Die Schule

Diese Vorgehensweise hat sich in den USA inzwischen so verbreitet, dass einige Bundesstaaten Gesetze verabschieden mussten, die es nicht-medizinischem Schulpersonal untersagen, Krankheiten bei Kindern zu diagnostizieren und entsprechende Therapien vorzuschlagen. Da soviele einflussreiche Kräfte an einem Strang ziehen, ist es nicht verwunderlich dass ADHS in Australien zu eine Art "Epidemie" geworden ist. E: ist ein regelrechter Teufelskreis denn wenn die Diagnose gestellt ist und das Kind unter dem Ein fluß der Medikamente steht sind alle glücklich. Die Pharmafirma hat ein Geschäft gemacht der Arzt einen neuen Patient bekommen, die Eltern sind rehabilitiert, und die Schule hat ein Problem weniger. Alle sind glücklich bis auf das Kind, und das Kind wird nicht gefragt.

Empfehlungen

(Diese Empfehlungen stammen aus Queensland Children at Risk: "The Overdiagnosis of "ADHD" and the Overuse of Stimulant Meditation" [Kinder aus Queensland in Gefahr: Die Überdiagnostizierung von "ADHS" und die überhöhte Einnahme stimulierender Medikamente].)

Ärzte, Pädagogen und Forscher neigen gelegentlich dazu, sich schwammig oder blumig auszudrücken, um "wissenschaftlich" zu klingen. Wenn allerdings das körperliche und emotionale Wohlbefinden unserer Kinder in Gefahr ist, muss man sehr direkt sein. Es ist höchste Zeit aufzuhören, um den heißen Brei herumzureden, und endlich die Fakten auf den Tisch zu legen und Klartext zu sprechen.

  • Wir verabreichen unseren Kindern starke und gefährliche Medikamente gegen eine "Krankheit", deren Existenz nie bewiesen wurde.
  • Wir lassen zu, dass sogar Kinder im Vorschulalter Stimulantia einnehmen, obwohl deren Gebrauch für Kinder unter sechs Jahren nicht empfohlen wird und obwohl niemand etwas über die potenziellen Langzeitschäden weiß.
  • Wir lassen zu, dass diese Kinder Medikamente eine solche Verbreitung finden, dass die Kinder die sich inzwischen sogar gegenseitig verkaufen oder sie miteinander teilen als wären es Süßigkeiten.
  • Wir setzten unsere Kinder der Wirkung dieser gefährlichen Medikamente aus, obwohl bewiesen ist, dass sie keinen positiven Effekt haben, sonder die Kinder lediglich gehorsam und brav machen.
  • Wir sind nicht in der Lage, Eltern so eingehend /i informieren, dass sie ihre Zustimmung zu dieser Behandlung aufgrund von fundiertem Wissen geben können, uni wir informieren auch die Kinder nicht - was eine Verletzung der medizinischen Ethik sowie nationaler und internationaler Gesetze darstellt.
    Es existieren sehr viele verschiedene Meinungen zum Thema ADHS, doch fast alle sind sich einig darin, dass weiterer Forschungsbedarf besteht. Im Augenblick habe wir eine Gleichung mit zuvielen Unbekannten, und jede der behauptet, es gebe irgendwelche Beweise für irgendetwas, sagt nicht die Wahrheit.

Es ist unwissenschaftlich, etwas zu behandeln, bevor man weiss, worum es sich handelt. In Anbetracht de Gefahren, die die Verabreichung von Stimulantia für Kinder, Eltern und die Gesellschaft mit sich bringt, wäre es nur vernünftig, die Einnahme diese Medikamente zu stoppen, bis wir herausgefunden haben, was wenn es überhaupt existier, ADHS genau ist.

Wir müssen:

  • 1. Ein Moratorium für die Verschreibung von Stimulantia verhängen, bis die Forschung eindeutige organische Ursache für ADHS gefunden und bewiesen hat, dass diese Medikamente dagegen helfen und auf lang, Sicht keine Folgeschäden he Kindern hervorrufen. Zumindest aber müssen wir sofort (II. Verschreibung solcher Mittel an Kinder unter sechs Jahren einstellen.

  • 2. Sicherstellen, dass Eltern und Kinder vollständig über beide Seiten der ADHS - Debatte informiert werden und fordern, dass beide nach umfangreicher Aufklärung schriftlich der Behandlung mit stimulierenden Medikamenten zustimmen.

  • 3. Dafür sorgen, dass zunächst ein Erziehungsberater konsultiert wird sowie ernsthaft alternative Behandlungsmethoden ausprobiert werden, bevor mit einer medikamentösen Behandlung begonnen wird.
    Diese rasant fortschreitende Entwicklung aufzuhalten wird bei vielen Eltern, die Stimulantia benutzen, um ihr( Kinder zu kontrollieren und sich selbst gleichzeitig vor jeglicher Schuld oder Verantwortung freizusprechen, auf wenig Gegenliebe stoßen. Auch Lehrer, die solche Medikamente als Disziplinarmaßnahme im Klassenraum begrüßen, werden wenig Gefallen daran finden. Und Ärzte, dir keine Alternativen zur medikamentösen Behandlung vor Verhaltensauffälligkeiten kennen, werden ebenfalls nicht begeistert sein. Zudem werden natürlich die Pharmakonzerne um ihr Milliarden-Dollar-Geschäft bangen und solche Maßnahmen wohl kaum begrüßen.

Dieser Artikel ist als Appell an alle kritischen Mitmenschen gerichtet, einen ehrlichen und genauen Blick auf einen kontrovers diskutierten Sachverhalt zu werfen. Er ist Appell, unserer Kinder zu beschützen, die sich nicht selbst vor dieser unsinnigen und schädlichen Stigmatisierung und der damit verbunden medikamentösen Behandlung schützen können. Und es ist auch ein Appell, die Kreativität, Spontaneität und das lebhafte Temperament der Kindheit zu würdigen und die Einzigartigkeit jedes Kindes anzunehmen.

Quelle: nexus-magazin.de

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