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Verstopfung - Usachen und Lösung

Verstopfung - Usachen und Lösung

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(Zentrum der Gesundheit) - Unter einer Verstopfung versteht man die unregelmäßige Stuhlentleerung durch harten und zu trockenen Stuhl, die auch mit Anstrengung und Schmerzen bei der Entleerung verbunden sein kann. Auch kann ein Gefühl bestehen bleiben, dass der Darm nicht vollständig entleert wurde. Zudem kann die Verstopfung mit weiteren Symptomen wie Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Krämpfen einhergehen.

Einläufe wirken schnell

Die akute Verstopfung lässt sich sehr einfach und schnell mit einem Darm-Einlauf beheben. Während alle andere Massnahmen gegen die Verstopfung eher langfristig bzw. frühestens innerhalb von 24 Stunden wirken (z. B. Pflaumen, Leinsamen), hilft ein Einlauf sofort.

Im Gegensatz zu einem Abführmittel, das bekanntlich ebenfalls sehr schnell wirkt, hat ein Einlauf keinerlei schädliche Nebenwirkungen. Im Gegenteil. Ein Einlauf hat ausschliesslich positive Folgen. Der Einlauf fördert nicht nur binnen weniger Minuten den langersehnten Stuhlgang zutage, sondern aktiviert auch die Darmperistaltik, die ja bei einer Verstopfung an Aktivität deutlich eingebüsst hat.

Gleichzeitig werden durch einen Einlauf die Darmwände gereinigt. Auch werden schädliche Bakterien und deren Bakteriengifte ausgeschieden, so dass Letztere nicht mehr über die Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen können und infolgedessen auch nicht mehr zu Gesundheitsbeschwerden beitragen können.

Ein Darm-Einlauf kann besonders einfach mit Hilfe eines Irrigators durchgeführt werden. Nähere Informationen zu Darm-Einläufen und deren Durchführung finden Sie hier.

Wie eine Verstopfung entsteht

Eine Verstopfung entsteht dann, wenn der Stuhl sich zu langsam durch den Darm bewegt und zu viel Wasser absorbiert wird. Dadurch wird der Stuhl hart und trocken, was zu einer erschwerten Ausscheidung führt.

Die Häufigkeit einer Darmentleerung ist sehr unterschiedlich und liegt zwischen 3 mal pro Tag und 3 mal pro Woche. Bei einer gesunden, ballaststoffreichen Ernährung ist die tägliche Darmentleerung allerdings die Regel. Eine Verstopfung ist wahrscheinlich, wenn die Stuhlentleerung seltener als 3 mal pro Woche erfolgt, bzw. wenn nur sehr kleine Stuhlmengen täglich oder alle 2 Tage ausgeschieden werden.

Ständige Verstopfung ist einer der häufigsten Zivilisationskrankheiten

In den westlichen Industrieländern zählt die chronische Verstopfung mittlerweile zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. In Deutschland leiden ca. 15 Millionen Erwachsene an Obstipation, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind, wie Männer.

Allerdings liegt die Dunkelziffer sehr viel höher, da viele Betroffene keinen Arzt aufsuchen. Auch bei Kindern treten Verstopfungen immer häufiger auf. Am häufigsten sind Menschen über 65 Jahren betroffen. 75% der älteren Menschen, die sich im Krankenhaus oder in einem Seniorenheim befinden, nehmen regelmässig Abführmittel.

Die häufigsten Ursachen einer Verstopfung

Eine Verstopfung kann entweder akut oder chronisch sein. Die Symptome einer akuten Verstopfung beginnen im Allgemeinen plötzlich und sind von kurzer Dauer. Die häufigsten Ursachen einer akuten Verstopfung sind Reisen, Bettlägerigkeit nach Krankheit oder Operation, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder Schwangerschaft bzw. ein Darmverschluss.

Die chronische Verstopfung

Eine chronische Verstopfung entwickelt sich langsam und kann Monate oder Jahre andauern. Man spricht von chronischer Verstopfung, wenn über einen Zeitraum von insgesamt 12 Wochen innerhalb eines Jahres mindestens zwei der folgenden Merkmale auftreten:

  • harter Stuhl
  • das Gefühl einer unvollständigen Entleerung
  • das Gefühl einer Darmverengung
  • Anstrengung bei der Stuhlentleerung
  • weniger als 3 mal Stuhlgang pro Woche

Mögliche Ursachen einer Verstopfung

1. Die häufigste Ursache für eine Verstopfung ist Bewegungsmangel sowie eine ballaststoffarme Ernährung. Verarbeitete Nahrungsmittel haben einen hohen Gehalt an Fett und Zucker, die den Verdauungsprozess verlangsamen können. Dadurch wird zu viel Flüssigkeit aus dem Stuhl absorbiert und eine Verstopfung entsteht.

2. Auch diverse Störungen im Verdauungssystem können zu einer Verstopfung führen:

Reizdarmsyndrom

Ein Reizdarm ist eine der häufigsten Ursachen für eine chronische Verstopfung. Durch Krämpfe im Darm verlangsamt sich die Darmbewegung und kann dadurch zur Verstopfung führen. Patienten mit einem Reizdarmsyndrom leiden häufig unter einem Wechsel von Durchfällen und Verstopfung.

Darmverengungen

Verengungen im Darm aufgrund von Narbengewebe, Tumoren oder Divertikeln (Ausstülpungen, die sich mit Kot füllen und entzünden können) können zu Verstopfungen führen.

Darmschwäche

Kommt es zu Störungen in der Darmperistaltik, werden die Ausscheidungsprodukte nur noch langsam oder gar nicht mehr durch den Darm bewegt und es kommt zu einer Verstopfung. Diese Darmschwäche tritt relativ häufig bei Frauen auf.

Dyschezie

Unter Dyschezie versteht man die Unfähigkeit zur Stuhlentleerung, obwohl Stuhldrang vorhanden ist. Die Ursache ist eine mangelnde Koordination zwischen Schliessmuskel und Beckenbodenmuskulatur.

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Kolorektalkrebs

Darmkrebs

3. Verstopfung kann auch als Symptom einer anderen Erkrankung, wie z.B. Parkinson, Multiple Sklerose, Diabetes oder Schilddrüsenunterfunktion auftreten.

4. Auch medikamentöse Behandlungen führen häufig zu einer Verstopfung. Einige dieser Medikamente sind:

  • Schmerzmittel (Opiate)
  • Narkosemittel
  • Blutdrucksenker
  • Antacida (Säureblocker), die Aluminum oder chemisches Kalzium enthalten
  • Beruhigungsmittel
  • Antihistaminika (z.B. gegen Allergien)
  • Hustenmittel
  • Antidepressiva
  • Eisenpräparate
  • Diuretika ("Wassertabletten")
  • krampflösende Mittel
  • Chemotherapeutika
  • häufiger Gebrauch von Abführmitteln

5. Wenn nicht ausreichend stilles Wasser getrunken wird, versucht der Körper, die erforderliche Flüssigkeitsmenge im Blut aufrecht zu erhalten, indem er das benötigte Wasser aus dem Stuhl entfernt. Dadurch wird der Stuhl hart und trocken - mit der Folge einer Verstopfung.

Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee oder Cola sowie Alkohol wirken zudem Dehydrierend auf den Körper und können so ebenfalls eine Verstopfung begünstigen.

6. Oftmals wird der Stuhldrang unterdrückt, da man beispielsweise öffentliche Toiletten nicht benutzen möchte oder weil der Zeitpunkt gerade ungünstig erscheint. Unterdrückt man wiederholt den Stuhlgang, kann das zu einer Unempfindlichkeit des Darmes führen. Mit der Zeit merkt man den Stuhldrang nicht mehr und eine chronische Verstopfung ist die Folge

7. Manche Menschen reagieren auf psychische Belastungen wie Umgebungswechsel oder unbefriedigender Arbeits- oder Familienverhältnisse mit Verstopfung. Sie unterdrücken den Drang, auf die Toilette gehen zu müssen oder empfinden den Stuhlgang infolge gestörten Selbstbewusstseins als etwas Unangenehmes oder Unsauberes. Diese Form der chronischen Obstipation kann nur durch eine Psychotherapie behoben werden.

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Komplikationen einer Verstopfung

Eine chronische Verstopfung kann zu den verschiedensten Komplikationen führen:

Hämorrhoiden und /oder Analfissuren (Schleimhauteinrisse)

Hämorrhoiden können durch starkes Pressen beim Stuhlgang verursacht werden. Analfissuren entstehen, wenn harter Stuhl den Schliessmuskel überdehnt. Dadurch kann es auch zu Blut im Stuhl kommen.

Rektalprolaps (Darmvorfall)

Durch das starke Pressen beim Stuhlgang kann ein Teil des Mastdarms durch den After nach aussen gedrückt werden. Oft gleitet er von selbst wieder zurück oder kann mit dem Finger zurückgedrückt werden. In schwereren Fällen kann eine Operation notwendig werden.

Divertikulitis

Eine relativ häufige Folge einer chronischen Verstopfung ist die so genannte Divertikulitis. In der Schleimhaut des Enddarms bilden sich Ausstülpungen (Divertikel), die Entzündungen begünstigen.

Massnahmen, die den Stuhlgang anregen können

Moderate sportliche Betätigung

Regelmässige Bewegung aktiviert die Darmbewegung und verkürzt so die Aufenthaltsdauer des Speisebreis im Verdauungstrakt.

Ballaststoffreiche Ernährung

Ballaststoffe (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) binden Wasser im Verdauungstrakt und sorgen so für eine Erhöhung des Stuhlvolumens. Auf die Darmwände wird dadurch Druck ausgeübt und der Stuhlgang wird angeregt.

Feste Essenszeiten einhalten

Regelmässig eingenommene Mahlzeiten fördern die normale Verdauungstätigkeit und können dabei helfen, eine Verstopfung zu verhindern.

Ausreichend stilles Wasser trinken

Wasser ist in der Lage, das Stuhlvolumen zu erhöhen, so dass der Stuhl leichter durch das Verdauungssystem transportiert werden kann und so einer Verstopfung vorbeugt.

Stuhlgang nicht unterdrücken

Es ist wichtig, auf seine Körpersignale zu hören und dem Stuhldrang rechtzeitig nachzugeben. Auch sollte man sich ausreichend Zeit für einen ungestörten Toilettengang nehmen.

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