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Pflanzliche Proteine - Das Powerfood

Pflanzliche Proteine - Das Powerfood

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(Zentrum der Gesundheit) – Pflanzliche Proteine stehen tierischen Proteinen in nichts nach. Und der Muskelaufbau klappt mit pflanzlichen Proteinen genau so gut wie mit tierischen Proteinen. Doch wer will schon Proteine, die nur Muskeln wachsen lassen? Ein wirklich gutes Protein tut für die Gesundheit noch viel mehr. Es aktiviert die Fettverbrennung, versorgt mit Vitalstoffen, steigert die Leistungsfähigkeit und leitet Heil- und Reparaturprozesse in die Wege. Wir stellen Ihnen die vier besten pflanzlichen Proteine und ihre erstklassigen Eigenschaften vor.

Pflanzliche Proteine

Pflanzliche Proteine sind – in ganz unterschiedlichen Anteilen – in jedem pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Hülsenfrüchte, Saaten und Nüsse beispielsweise sind sehr reich an pflanzlichem Protein, während Früchte und Salate eher wenig Protein liefern. Pflanzliche Proteine gibt es aber auch in konzentrierter Pulverform, z. B. das Reisprotein, das Lupinenprotein, das Erbsenprotein und das Hanfprotein.

Proteine sind lebenswichtig

Proteine sorgen für schönes Haar, für straffe und zarte Haut, für starke Muskeln – und da aus Proteinen auch Antikörper hergestellt werden – für ein leistungsfähiges Immunsystem. Auch viele Hormone und körpereigene Enzyme bestehen vorwiegend aus Proteinen. Da Proteine darüber hinaus die Baustoffe einer jeden einzelnen Zelle sind, gibt es im Körper keine einzige Struktur, die nicht in irgendeiner Form aus Proteinen bestehen würde.

Der menschliche Organismus ist folglich auf eine hochwertige Proteinversorgung angewiesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nun wahllos und in übergrossen Mengen proteinreiche Lebensmittel essen müssten, auch müssen es keine tierischen Proteine sein. Stattdessen lässt sich der Proteinbedarf sehr gut mit einer rein pflanzlichen Ernährung decken.

In manchen Lebenssituationen aber steigt der Proteinbedarf. Jetzt können pflanzliche Proteinpulver in den Ernährungsplan integriert werden und dabei helfen, den erhöhten Bedarf auf sehr einfache und gesunde Weise zu decken.

Und da pflanzliche Proteinpulver neben Proteinen noch viele andere lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffe enthalten, sind es nicht nur Proteinpulver, sondern äusserst kompakte Nahrungsergänzungsmittel, die viele Mängel beheben oder diese verhindern können.

Wer braucht pflanzliche Proteine?

Pflanzliche Proteine werden zwar gerne von Sportlern genutzt, doch sind hochwertige Proteinquellen für VIELE Menschen sehr empfehlenswert – ob man nun gerne Sport treibt oder lieber die Couch hütet.

Denn schon allein eine stressige Situation oder einfach das Gefühl, dass einem alles zu viel wird, auch eine Krankheit oder die Tatsache, dass man partout nicht dazu kommt, täglich ausgewogen und vitalstoffreich zu kochen, macht eine Nahrungsergänzung notwendig.

Gerade pflanzliche Proteine können hier auf vielfältigste Weise helfen, indem sie Defizite kompensieren, Heil- und Regenerationsprozesse aktivieren, Energie liefern und so zum ersehnten Wohlbefinden beitragen.

Zusammengefasst sind pflanzliche Proteine für die folgenden Personengruppen äusserst hilfreich:

  • Sportler
     
  • Menschen mit Stress
     
  • Menschen mit erhöhtem Nährstoffbedarf z. B. in belastenden Situationen: Bei stressiger Lebensweise gleich welcher Art (ob im Beruf, während des Stillens, in Trauerphasen etc.) steigt auch der Nährstoffbedarf.

    Da hochwertige pflanzliche Proteinpulver nicht nur Proteine, sondern auch Vitalstoffe, Ballaststoffe und Mineralstoffe liefern, sind sie ideal dazu geeignet, Defizite der Ernährung auszugleichen oder einen Mehrbedarf an Nährstoffen zu decken.
     
  • Menschen, die sich proteinarm ernähren: Vielleicht ist Ihre Ernährung sehr proteinarm, z. B. wenn Sie vegetarisch oder vegan leben, wenn Sie Früchte-Rohkost favorisieren oder wenn Sie ein Backwaren-Junkie sind. Ein pflanzliches Proteinpulver kann in all diesen Fällen die proteinarme Ernährung aufwerten.
     
  • Menschen, die sich einseitig oder besonders kalorienarm ernähren: Ältere Menschen ernähren sich oft nicht ausgewogen oder essen gar zu wenig, so dass Sie bei älteren Familienmitgliedern auf deren Ernährung achten sollten und ihnen gegebenenfalls ein Proteinpulver empfehlen könnten. Genauso ergeht es vielbeschäftigten Menschen, die einfach nicht zum Kochen kommen.

    Hier ist es gut, wenn man die Mängel einer einseitigen Ernährung mit einem vitalstoffreichen Proteinpulver ausgleichen kann, z. B. in Form eines Shakes als Zwischenmahlzeit oder auch zum Frühstück.
     
  • Menschen, die sich kohlenhydratarm (Low Carb) ernähren: Wer nach den Low Carb Kriterien isst, kann immer wieder in Phasen geraten, in denen der Organismus zur Energiegewinnung mehr freie Aminosäuren benötigt, als gerade im Blutstrom vorhanden sind.

    Jetzt besteht die Gefahr, dass Muskelmasse abgebaut wird, um an die erforderlichen Aminosäuren zu gelangen. Pflanzliche Proteine passen daher gut in einen Low Carb Ernährungsplan und sorgen dafür, dass immer genügend freie Aminosäuren im Blut sind. Muskelabbau wird somit verhindert.
     
  • Menschen, die abnehmen möchten: Sie möchten Gewicht verlieren? Pflanzliche Proteine sättigen aufgrund ihrer hohen Nährstoffdichte sehr gut und versorgen gleichzeitig mit einer Vielzahl an Vitalstoffen. Und auch wenn die Proteine die Gewichtsabnahme ankurbeln können, so tun sie das nur bei Übergewicht, also nicht bei Normal- oder Untergewicht.
     
  • Menschen, die zunehmen möchten: Wer untergewichtig ist, kann mit den pflanzlichen Proteinen langsam aber sicher das Normalgewicht erreichen – natürlich immer im Rahmen einer ansonsten ebenfalls angepassten Ernährung.
     
  • Menschen in einer Regenerationsphase: Vielleicht fühlen Sie sich auch gerade geschwächt oder befinden Sie sich in einer Regenerationsphase, z. B. nach einer Krankheit oder Schwangerschaft oder in einer anderen Situation, die an Ihren Kräften gezehrt hat. Pflanzliche Proteine unterstützen Sie dabei, neue Kraft zu tanken.

Pflanzliche Proteine verfügen über die beste Verdaulichkeit

Viele proteinreiche Lebensmittel sind schwer verdaulich, z. B. Käse, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Andere proteinreiche Lebensmittel passen nicht zur Lebenseinstellung mancher Menschen, z. B. Fisch, Fleisch und Milchprodukte. Meidet man nun aber den Grossteil dieser Lebensmittel, könnten Nährstoffmängel die Folge sein.

Wie angenehm ist es da, wenn man einfach auf pflanzliche Proteinpulver zurückgreifen und diese in seinen veganen Ernährungsplan integrieren kann. Die pflanzlichen Proteinpulver lassen sich schnell in einen leckeren Shake verwandeln und sind – ganz gleich ob aus Reis, Hanf, Lupine oder Erbse – für alle Menschen von jung bis alt extrem leicht verdaulich.

Das Maskelmän Reisprotein beispielsweise verfügt über einen PDCAAS-Wert von 1, was für beste Verdaulichkeit steht. Dieser Wert ist der höchste erreichbare PDCAAS-Wert, während Rindfleisch bei nur 0,92 liegt.

PDCAAS steht für "Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score" und dient der Beurteilung von Proteinqualitäten.

Proteine erhöhen den Erfolg Ihrer Diät

Proteinreiche Lebensmittel werden immer wieder als DIE Schlankmacher schlechthin gepriesen. Das liegt daran, dass Proteine und somit natürlich auch die pflanzlichen Proteine einen so genannten "thermischen” Effekt aufweisen. Das bedeutet, dass die Verdauung von Proteinen mehr Energie benötigt als die Verdauung von Kohlenhydraten oder Fett.

Offenbar sollen bis zu 30 Prozent der Proteinkalorien bereits für die Verdauung der Proteine verbrannt werden, wobei überdurchschnittlich viel Wärme entsteht. Daher die Bezeichnung "thermisch".

Wie viel Protein darf es sein?

Proteinpulver sind überdies sehr flexibel wählbar, da es Proteinpulver mit einem Proteinanteil ab etwa 40 % bis zu fast 90 % gibt. Reisproteine gibt es z. B. mit sehr geringem Proteinanteil bis hin zu einem über 80prozentigen Proteingehalt.

Auch das Erbsenprotein ist hochkonzentriert erhältlich (80 Prozent), so dass diese beiden Proteine perfekt für all jene Menschen geeignet sind, die einen hohen Proteinbedarf haben, wie vegane Sportler oder geschwächte Menschen.

Natürlich sind diese Proteine auch die beste Wahl für den Low Carb Ernährungsplan, da sich der Kohlenhydratanteil zwischen 0,5 % (Reisprotein) und 8 % (Erbsenprotein) bewegt.

Die Vorteile der niedrig dosierten Proteinpulver: Hanf und Lupine

Lupinen- und Hanfproteine sind mit 40 bis 50 Prozent Proteinanteil eher niedrig dosiert. Dennoch bedeutet dies kein Nachteil.

Denn ein niedriger Proteinanteil weist darauf hin, dass hier noch viele andere Nähr- und Vitalstoffe in relevanten Mengen "Platz" haben, wie z. B. essentielle Fettsäuren (im Hanfprotein Omega-3-Fettsäuren und die seltene Gamma-Linolensäure) oder reichlich Magnesium, Eisen und Zink oder die für die Verdauungsorgane so wichtigen Ballaststoffe.

Niedrig dosierte Proteine können somit auch hervorragend eine Mahlzeit ersetzen und sind perfekt für Menschen geeignet, die ihr Proteinpulver eher als Allround-Nahrungsergänzung einsetzen möchten und dieses nicht nur für die reine Optimierung der Proteinversorgung benötigen.

Nicht immer jedoch lässt sich der tatsächliche Proteinanteil leicht erkennen. Auf der Verpackung könnte zum Beispiel stehen "100 % Hanfprotein". Enthalten ist dann auch tatsächlich 100 % entöltes Hanfmehl. Der Proteingehalt übersteigt jedoch selten 50 %. Vertrauenswürdige Händler geben daher in der Produktbeschreibung gut sichtbar auch den effektiven Proteingehalt an.

Die Proteinqualität

Natürlich kommt es bei einem Protein nicht nur auf die Proteinmenge an, sondern auch auf die Proteinqualität. Die Proteinqualität ergibt sich aus der Aminosäurenzusammensetzung. Aminosäuren sind quasi wie Buchstaben.

Nur dass man aus ihnen keine Wörter, dafür aber Proteine bilden kann. Und genau das macht unser Organismus mit den Aminosäuren, die ihm die tägliche Nahrung liefert. Er zerlegt die Nahrungsproteine in Aminosäuren und baut daraus jetzt seine körpereigenen Proteine auf.

Was aber passiert, wenn wir von allen Buchstaben sehr viele haben – um noch einmal zurück zum Buchstabenbeispiel zu gehen. Vom E aber haben wir nur ein paar wenige Exemplare. Dann kann auch nur sehr wenig Text geschrieben werden – eben gerade so viel, bis alle E aufgebraucht sind. Und wenn wir auch noch so viele L, M, O, P etc. haben, nützt das nichts. Denn ohne "E" kein Text.

Bei den Aminosäuren ist es genauso. Liefert die Nahrung von den acht essentiellen Aminosäuren sieben in ausreichenden Mengen, aber von einer Aminosäure nur wenig, dann kann der Körper nur so viele körpereigene Proteine aufbauen, bis diese eine Aminosäure – man nennt sie die limitierende Aminosäure – aufgebraucht ist.

Die übrigen Aminosäuren werden sodann abgebaut und ausgeschieden oder im Körper zwischengelagert, nicht selten in Form von Fett.

Kauft man nun ein Proteinpulver, so wünscht man sich natürlich, dass dieses von allen Aminosäuren die richtige Menge enthält, damit der Organismus aus dem Vollen schöpfen kann und die Menge der limitierenden Aminosäure erst aufgebraucht ist, wenn der Körper proteinmässig rundum versorgt ist.

Hanfprotein – Das Alleinprotein

Die im Proteinpulver enthaltenen Aminosäuren sollten daher in einem ähnlichen Verhältnis vorliegen wie im menschlichen Körper. Beim Hanfprotein ist das annähernd der Fall, so dass es ein sehr gutes Alleinprotein darstellt, also ein Protein, das nicht mit anderen Proteinen gemischt werden muss, um eine bessere Proteinqualität zu erreichen.

Lupinenprotein – Das basische Protein

Beim Lupinenprotein finden wir niedrige Methionin- und Cysteinmengen. Da es sich bei beiden um säurebildende Aminosäuren handelt, wird das Lupinenprotein auch als basisches Protein bezeichnet, was als Vorteil gilt – besonders, wenn man entsäuern möchte oder gerade mitten in einer anderen Form der Entschlackung steckt.

Das Lupinenprotein ist daher das perfekte Protein, das begleitend zu entschlackenden Massnahmen gewählt werden kann.

Auch für vegan lebende Menschen, die zwar gerne methioninreiche Lebensmittel essen wie Nüsse, Saaten und Vollkornprodukte, aber keine Hülsenfrüchte mögen oder vertragen, ist das Lupinenprotein wunderbar geeignet, die Ernährung optimal zu ergänzen.

Und wer in diesem Fall ein höher dosiertes Protein benötigt, wählt das Erbsenprotein mit 80 % Proteinanteil. Auch dieses liefert wenige säurebildende Aminosäuren bei bester Verträglichkeit und hoher Verdaulichkeit.

Die perfekte Kombination: Reisprotein & Erbsenprotein

Will man jedoch ein perfektes Protein, das alle Aminosäuren im richtigen Verhältnis und dazu noch in grossen Mengen liefert, dann kombiniert man das Erbsenprotein mit dem Reisprotein. Das Reisprotein enthält reichlich Methionin. Beim Reisprotein ist jedoch Lysin die limitierende Aminosäure.

Lysin wiederum ist in überaus hohen Mengen im Erbsenprotein enthalten. Beide Proteine mischt man im Verhältnis 3 (Erbsenprotein) zu 7 (Reisprotein) und erhält auf diese Weise ein perfektes, aber dennoch rein pflanzliches Protein.

Reisprotein: Für Muskelaufbau genau so gut wie Molkeprotein

Nichtsdestotrotz zeigte sich in hochinteressanten Untersuchungen, dass auch die alleinige Einnahme von Reisprotein zu enormen Erfolgen in Sachen Muskelaufbau führen kann. In einer Studie der University von Tampa in Florida überprüfte man den Muskelaufbau von 24 jungen Männern, die drei Mal wöchentlich trainierten und über 8 Wochen hinweg täglich 48 Gramm Reisprotein oder aber Molkeprotein einnahmen.

Es zeigten sich keine Unterschiede. Beide Gruppen konnten im selben Mass Muskeln aufbauen. Auch waren Muskelkraft und Leistungsfähigkeit sowie die Länge der Erholungsphasen in beiden Gruppen gleich lang.

Sportliche Erfolge sind also mit rein pflanzlichen Proteinen in genau demselben Umfang möglich wie mit tierischen Proteinen. Mit dem Unterschied, dass tierische Proteinpulver sehr oft gesundheitliche Nachteile mit sich bringen.

Sie enthalten häufig Süssstoffe, Aromen, synthetische Vitamine und viele andere Zusätze, die in einem natürlichen und rein pflanzlichen Bioprotein grundsätzlich fehlen. Pflanzliche Proteine garantieren daher nicht nur einen sportlichen Erfolg, sondern einen gesunden sportlichen Erfolg.

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Schnelle oder langsame Proteine?

Oft besteht von Sportlerseite aus ein gesteigertes Interesse daran, ob ein Protein nun ein "schnelles" oder ein "langsames" Protein ist. Mit "schnell" und "langsam" ist die Geschwindigkeit des Proteins gemeint, mit der seine Aminosäuren im Blut eintreffen. Das Molkeproteinisolat beispielsweise gilt als schnelles Protein, während man das Reisprotein als mittelschnelles Protein bezeichnet.

Allerdings weiss man inzwischen, dass es viel wichtiger ist, nach dem Training überhaupt ein Protein zu sich zu nehmen, um den Muskelaufbau zu fördern – ob das Protein nun als schnell oder langsam gilt, ist für den Körper offenbar weniger ausschlaggebend.

Ja, auch ein langsames Protein hat seine Vorteile. Es sättigt nachhaltiger (Molkeprotein tut das eher nicht) und versorgt den Organismus über einen längeren Zeitraum mit Aminosäuren. Es ist daher empfehlenswert, entweder gleich zu einem mittelschnellen Protein (wie dem Reisprotein) zu greifen oder aber ein schnelles Protein gemischt mit einem langsamen Protein zu sich zu nehmen.

In einer weiteren Studie der University of Tampa stellte man zudem fest, dass die Aminosäure Leucin aus dem Reisprotein schneller resorbiert wird als das Leucin aus dem Molkeprotein – und das, obwohl das Reisprotein insgesamt als langsamer gilt als das Molkeprotein.

Leucin aber ist jene Aminosäure, die als einzige von allen Aminosäuren den Muskelaufbauprozess im Körper auch allein aktivieren kann. Das Reisprotein scheint also die Fähigkeiten des Molkeproteins eindeutig zu toppen, denn es vereint sowohl schnelle als auch mittelschnelle Eigenschaften in sich und ist daher DAS Sportlerprotein schlechthin.

Pflanzliche Proteine – und das Liebesleben ist gerettet!

Aus Aminosäuren werden natürlich nicht nur wohlgeformte Muskeln aufgebaut, sondern genauso gesunde Organe, bewegliche Gelenke, glatte Haut, schönes Haar sowie ein perfekt funktionierendes Immunsystem. Eine stimmige Aminosäureversorgung wird ferner mit einer ausdauernden Potenz in Verbindung gebracht – besonders, wenn auf hohe Anteile der Aminosäure Arginin geachtet wird.

Pflanzliche Proteine liefern allesamt doppelt bis drei Mal so hohe Argininwerte wie das Molkeprotein (Spitzenreiter ist das Erbsenprotein) und bringen daher mit Leichtigkeit Ihr Liebesleben in Schwung.

Damit Sie problemlos das für Sie passende Protein auswählen können, finden Sie nachfolgend die Porträts der vier besten Pflanzenproteine.

Erbsenprotein – Starke Muskeln und hohe Ausdauer

  • Hohe Arginin-Werte: Fast 7 Gramm Arginin pro 100 Gramm. Im Molkeprotein sind nur 2 Gramm Arginin enthalten. Arginin erhöht die Leistung, die Ausdauer und die Potenz.
     
  • Hohe BCAA-Werte: BCAA sind jene Aminosäuren, die für den Muskelaufbau zuständig sind. Erbsenprotein ist daher ideal für ein intensives Krafttraining
     
  • Hohe Lysin-Werte: Lysin ist an der Resorption von Calcium beteiligt und damit für die Knochengesundheit ausschlaggebend. Genauso spielt Lysin bei der Bildung von Kollagen eine bedeutende Rolle. Kollagen wiederum ist ein wichtiger Baustein unseres Bindegewebes (Knochen, Knorpel, Haut, Sehnen), so dass der Bewegungsapparat massiv leiden würde, käme es zu einem Lysinmangel.

    Eine Portion (20 g) eines hochwertigen Erbsenproteins (z. B. Maskelmän) deckt bereits den Tagesbedarf an Lysin.
     
  • Fördert die Fettverbrennung: Lysin ist ein Bestandteil von Carnitin – und Carnitin wiederum aktiviert die Fettbrennung sowie die Gewichtsreduktion und sorgt dafür, dass man im Sport nicht schlapp macht.
     
  • Unterstützt die Gewichtsreduktion: In einer Studie, die 2011 im Nutrition Journal veröffentlicht wurde, zeigte sich, dass ein Erbsenproteinshake, der 30 Minuten vor einer Mahlzeit getrunken wird, so sättigen kann, dass von der Hauptmahlzeit viel weniger verzehrt wird.

    Nahmen die Probanden dagegen Molke- oder Eiprotein als Vorspeise zu sich, dann zeigte sich dieser Effekt nicht und sie assen normalgrosse Portionen.
     
  • Antioxidativ und entzündungshemmend und somit bei chronischen Krankheiten die perfekte Nahrungsergänzung zur Förderung der Regeneration und Heilung.
     
  • Hypoallergen: Erbsenprotein ist für Allergiker ideal.
     
  • Eisenquelle: Schon eine Portion (20 – 25 g) Erbsenprotein pro Tag deckt 30 Prozent des Eisenbedarfs einer Frau, der etwa bei 15 mg Eisen liegt (bei Männern liegt er bei ca. 10 mg).
     
  • Tipp: Kombinieren Sie Erbsenprotein mit Reisprotein (3 : 7). Dies erhöht die biologische Wertigkeit des Proteins in den oberen Optimalbereich.

Für wen?

  • Für Kraft- und Ausdauersportler – kombiniert mit Reisprotein
  • Für Menschen mit Low Carb Ernährung
  • Für Menschen, die abnehmen möchten
  • Für Menschen mit hohem Proteinbedarf
  • Für geschwächte Menschen

Reisprotein – Das Low Carb Protein

  • Low Carb Protein: Das 80 %ige Reisprotein von Maskelmän ist mit weniger als 0,5 Prozent Kohlenhydrate ein Low Carb Protein.
     
  • Hohe Arginin- und BCAA-Werte: Diese Werte sind beim Reisprotein ähnlich hoch oder höher wie jene vom Erbsenprotein. Das Reisprotein ist daher ein perfektes Protein für Kraft- und Ausdauersportler.
     
  • Mittelschnelles Protein: Reisprotein wird mittelschnell resorbiert, doch wird der Leucinanteil schneller resorbiert als beim Wheyprotein. Leucin ist eine der wichtigsten Aminosäuren, die direkt den Muskelaufbau aktivieren.
     
  • Vitalstoffe: Dem Reisprotein werden keine synthetischen Vitamine beigefügt. Es enthält stattdessen alle Vitalstoffe aus dem vollen Reiskorn im natürlichen Verbund und somit in hoher Bioverfügbarkeit.
     
  • Super Geschmack: Geschmacklich sehr angenehm und von feiner Konsistenz.
     
  • Hypo-allergen: Das Reisprotein ist glutenfrei, sojafrei, eifrei, nussfrei, weizenfrei und milchfrei.
     
  • Tipp: Kombinieren Sie Erbsenprotein mit Reisprotein (3 : 7), um die biologische Wertigkeit noch weiter zu verbessern.

Für wen?

  • Für Kraft- und Ausdauersportler – kombiniert mit Reisprotein
  • Für Menschen mit Low Carb Ernährung
  • Für Menschen, die abnehmen möchten
  • Für Menschen mit hohem Proteinbedarf
  • Für geschwächte Menschen

Hanfprotein – Die Nährstoffbombe

  • Proteingehalt: Hanfprotein ist meist mit 50 %igem Proteinanteil erhältlich, daher ist es ein Protein, das zusätzlich noch reich an vielen anderen Nährstoffen ist.
     
  • Alleinprotein: Hanfprotein ist ein Alleinprotein mit hervorragender Proteinqualität und Bioverfügbarkeit. Es muss nicht mit anderen Proteinen gemischt werden, um das Aminosäureprofil zu verbessern.
     
  • Hohe Argininwerte: Trotz einem niedrigeren Proteinanteil liefert das Hanfprotein fast so viel Arginin wie das Reis- und Erbsenprotein.
     
  • Hohe BCAA-Werte: Diese Werte sind auch beim Hanfprotein hoch, erscheinen hier nur geringer, da der Gesamtproteinanteil nur 50 % beträgt.
     
  • Ideales Fettsäuremuster mit entzündungshemmender Wirkung, da die enthaltenen essentiellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im für den Menschen optimalen Verhältnis von 1 : 3 vorliegen. Zusätzlich enthält das Hanföl die seltene Gamma-Linolensäure, die besonders bei Hautproblemen (Neurodermitis u. ä.) sowie bei prämenstruellen Beschwerden hilft.
     
  • Ballaststofflieferant mit 18 Prozent Ballaststoffgehalt, pflegt den Darm und fördert die Verdauung, jedoch ohne dabei Oligosaccharide zu enthalten, die zwar präbiotisch wirken (also der Darmflora nützen), aber bei vielen Menschen zu Blähungen und Verdauungsbeschwerden führen.
     
  • Hohe Magnesiumwerte: Mit 30 Gramm Hanfprotein nehmen Sie 220 mg Magnesium zu sich – und damit bereits mehr als die Hälfte Ihres Tagesbedarfs.
     
  • Hohe Eisenwerte: Mit 30 Gramm Hanfprotein nehmen Sie etwa 7 mg Eisen ein, was der Hälfte des Tagesbedarfs einer Frau und zwei Drittel des Tagesbedarfs eines Mannes entspricht.
     
  • Gute Zinkquelle: Mit 30 Gramm Hanfprotein nehmen Sie ausserdem 3,5 mg Zink zu sich. Der Tagesbedarf beträgt 7 bis 11 mg.

Für wen?

  • Für Kraft- und Ausdauersportler
  • Für Menschen, die zunehmen möchten
  • Für Menschen, die ein ganzheitliches Nahrungsergänzungsmittel suchen
  • Für Menschen, die Ihre Eisen-, Magnesium- und Zinkversorgung optimieren möchten
  • Für Menschen, die mit einem Proteinshake immer mal wieder eine ganze Mahlzeit ersetzen
  • Für geschwächte Menschen

Lupinenprotein – Das sanfte Protein

  • Proteingehalt: Das Lupinenprotein liefert 40 Prozent Protein.
     
  • Gute Lysinwerte: Lupinenprotein kann daher als Backzutat die Lysinarmut von Getreideprodukten kompensieren und dem Backwerk eine bessere biologische Wertigkeit verleihen.
     
  • Basisch: Das Lupinenprotein gilt als basisches Protein. Es enthält nur geringe Mengen säurebildender Aminosäuren und ist daher ideal als Zutat der basischen Ernährung geeignet sowie begleitend zu Entschlackungskuren oder Reinigungsprogrammen.
     
  • Gute Backzutat für Brot, Kuchen, Plätzchen, Keksen, Pfannkuchen, Waffeln etc. Die Backwaren werden nicht nur proteinreicher, sondern auch lockerer.
     
  • Ei-Ersatz: Lupinenprotein kann als Ei-Ersatz dienen (1 EL Lupinenprotein mit 2 EL Wasser vermischt ersetzt 1 Ei) und ausserdem in Rezepten, wo Sojamehl enthalten ist, das Sojamehl ersetzen.
     
  • Antioxidativ und entzündungshemmend: Die Lupine ist reich an Beta-Carotin und Vitamin E – beides sind hochwirksame Antioxidantien, die oxidativen Stress reduzieren.
     
  • Ballaststofflieferant: Lupinenprotein pflegt mit 32 Prozent Ballaststoffen den Darm und unterstützt eine gesunde Verdauung.
     
  • Allergiker? Die Lupine enthält bestimmte Eiweisse, die den Eiweissen von Erdnüssen ähneln. Erdnuss-Allergiker sollten daher den Verzehr von Lupinenprodukten besser meiden, da es zu einer Kreuzallergie kommen könnte. Tests haben jedoch ergeben, dass die Lupine und ihr Eiweiss über kein höheres Allergiepotential verfügen als andere Hülsenfrüchte wie z. B. Erdnüsse, Erbsen oder Sojabohnen.
     
  • Tipp: Lupinenprotein kann mit Reisprotein kombiniert werden, um die biologische Wertigkeit des Proteins noch weiter zu steigern.

Für wen?

  • Für Menschen, die entschlacken, entsäuern oder sich basisch ernähren
  • Für Menschen, die abnehmen möchten
  • Für Menschen, die neben der Proteinversorgung auch eine Verbesserung ihrer Darmaktivität anstreben
  • Für Menschen, die gerne mit Proteinen backen

Wie nimmt man pflanzliche Proteine ein?

Manche pflanzlichen Proteine gibt es in Form von Eiweisstabletten (Lupinenprotein) oder in Kapselform (Reisprotein). Meistens aber werden Sie als Pulver angeboten. Dieses kann sehr leicht in den täglichen Ernährungsplan eingebaut werden, z. B. auf die folgenden Arten:

  • In Getränke (Wasser oder Saft) rühren oder mixen.
  • In Pflanzendrinks mixen (Haferdrink, Reisdrink, Sojadrink oder Nussmilch).
  • In Smoothies mixen.
  • Zum Backen verwenden: Bis zu 15 Prozent der Gesamtmehlmenge in Brot-, Pizza-, Quiche- und Kuchenteige mischen. Der Kohlenhydratgehalt der entsprechenden Speise sinkt dadurch, während der Proteinanteil steigt.
  • Ins Joghurt oder in Müslis rühren.
  • Wenn Sie ein pflanzliches Protein ausserdem mit anderen Superfoods wie Spirulina, Afa-Algen, Maca, Gersten- oder Weizengras etc. kombinieren, dann erhalten Sie eine unglaubliche Mischung an Nähr- und Mikronährstoffen, die sich alle gemeinsam für Ihre Gesundheit einsetzen. Viel Spass dabei :-)

Pflanzliche Proteine im Überblick

 

Erbsenprotein mit
80 % Protein*

Reisprotein mit
80 % Protein*

Hanfprotein mit
50 % Protein*

Lupinenprotein mit
40 % Protein*

Kohlenhydrate % 8 0,5 4 13
Fett % 5 8,0 11 7
Ballaststoffe % 5 3,5 18 32
Kcal 373 424,0 350 335

*Die genannten Werte beziehen sich auf die Marken Maskelmän bzw. effective nature und können überdies je nach Charge schwanken, da pflanzliche Proteine Naturprodukte sind.

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Quellen:



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