Zentrum der Gesundheit
Arthritis: Heilung ist möglich

Arthritis: Heilung ist möglich

Autor: , Letzte Änderung:

(Zentrum der Gesundheit) Arthritis gilt als unheilbar. Man kennt weder die tatsächliche Ursache der rheumatischen Erkrankung noch eine nebenwirkungsfreie Therapie. Betroffene werden mit zweifelhaften Schmerzmitteln, Entzündungshemmern und sogar Chemotherapeutika ruhig gestellt. Dabei gibt es eine Ernährungsweise, die gemeinsam mit einer Reihe naturheilkundlicher Massnahmen den Körper in einen Zustand versetzen kann, so dass er sich schliesslich selbst von Arthritis oder zumindest einem Grossteil der schmerzhaften für Arthritis typischen Symptome befreien kann.

Rheumatoide Arthritis – Im Volksmund:"Rheuma"

Arthritis ist eine entzündliche, schubweise verlaufende Gelenkerkrankung, die zum grossen Formenkreis der rheumatischen Beschwerden gezählt wird, wozu neben zahlreichen verschiedenen Arten der Arthritis auch die Arthrose, die Gicht und der Weichteilrheumatismus gehören.

Wenn im Volksmund aber von "Rheuma" die Rede ist, meint man im Allgemeinen die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt), die oft mehrere Gelenke gleichzeitig, in vielen Fällen jedoch bevorzugt die Finger- und Fussgelenke befällt und die im Mittelpunkt dieses Artikels stehen wird.

Verwechslungsgefahr: Arthritis und Arthrose

Gerne wird die Arthritis von Laien mit der Arthrose verwechselt. Während aber die Arthritis eine Entzündung der Gelenke beschreibt, die im Verlauf der Krankheit zu Gelenkschäden führen kann, verhält es sich bei der Arthrose gerade umgekehrt. Hier führen die (angeblich abnutzungsbedingten) Gelenkschäden zu Entzündungen.

Offizielle Arthritis-Ursache: krankhafte Autoimmunprozesse

Bei Arthritis sollen der aktuell gültigen Theorie zufolge fehlgeleitete Autoimmunprozesse dazu führen, dass körpereigene Antikörper das Knorpelgewebe angreifen (was sich in einer schmerzhaften Entzündung äussert) und das Gelenk nach und nach zerstören.

Der Knorpel ist ein geschmeidiges, gallertartiges Gewebe, das in jedem Gelenk die Enden der Knochen vor Reibung schützt. Wenn die Knorpelmasse immer mehr schwindet, reiben irgendwann die Knochenenden schmerzhaft aneinander, was in Verhärtungen und Deformationen endet.

Arthritis: Die Symptome

Während die Arthrose ausschliesslich Probleme im betroffenen Gelenk beschert (bevorzugt Knie und Hüfte), wartet die Arthritis mit einer ungleich grösseren Fülle an Symptomen auf. Akute Schübe (die Wochen bis teilweise Monate dauern können) treten mit Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Fieber, starker Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf.

Auch so genannte Rheumaknoten gelten als Kriterium für Arthritis. Dabei handelt es sich um auffällige Verdickungen im Unterhautfettgewebe an der Streckseite der Gelenke. Doch damit nicht genug.

Eine Arthritis kann ausserdem von Kopfschmerzen, Depressionen, Hautkrankheiten und Juckreiz, Magen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit, Zahnfleischerkrankungen, sprödem und glanzlosem Haar, Schwindel, Augenproblemen und Atembeschwerden begleitet sein. Welche Symptome nun in welcher Kombination tatsächlich auftreten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Arthritis kann jeden - auch Kinder - treffen

In Deutschland leben 8 Millionen Rheumatiker. Davon leiden etwa 1 Prozent also 800.000 Menschen an rheumatoider Arthritis, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind als Männer. Während Arthrose eher als Alterserscheinung gilt (wenn sie nicht gerade von Unfällen verursacht wurde), könne das Schicksal einer Arthritis - so heisst es - jederzeit jeden in jeder Altersklasse treffen.

Auch Kinder sind keineswegs sicher vor Arthritis.

Allein in Deutschland sollen sich derzeit 20.000 bis 30.000 Kinder unter 16 Jahren mit der sog. juvenilen idiopathischen Arthritis herumplagen müssen (mit "idiopathisch" will die Schulmedizin möglichst unauffällig vermitteln, dass sie bislang noch keine einleuchtende Erklärung in Bezug auf die Ursache der Krankheit parat hat). Jährlich kommen 1.000 bis 2.000 Neuerkrankungen in dieser Altersstufe hinzu.

Inzwischen kommt aber so langsam Licht ins Dunkel. Und so fand eine amerikanische Studie heraus, dass die juvenile idiopathische Arthritis die längste Zeit idiopathisch war und jetzt – zumindest in vielen Fällen – zu einer iatrogenen juvenilen Arthritis wurde. Iatrogen bedeutet: Vom Arzt oder von ärztlich verordneten Medikamenten verursacht.

Die juvenile Arthritis kann nämlich eine Spätfolge von häufig verabreichten Antibiotika-Therapien in der frühen Kindheit sein – wie ein Forscherteam im Juli 2015 in der Fachzeitschrift Pediatrics erklärte und worauf wir hier näher eingegangen sind: Juvenile Arthritis durch Antibiotika

Arthritis-Diagnose auch ohne Arthritis möglich

Die rheumatoide Arthritis kann heute so leicht diagnostiziert werden, dass sie auch dann diagnostiziert werden kann, wenn der Patient nicht die leisesten Beschwerden hat. Ob er sie ohne die Horror-Meldung "Arthritis" jemals bekommen hätte (wenn die Diagnose beispielsweise bei einer Routine-Vorsorge-Untersuchung gestellt wurde), steht in den Sternen.

Dass Diagnosen aber schockartig wirken können und überhaupt erst Symptome auslösen bzw. Heilung vereiteln können, ist traurigerweise längst bekannt – worauf jedoch im medizinischen Alltag kaum Rücksicht genommen wird.

Entzündung ja, nur wo?

Bei Arthritis zeigt eine Röntgenaufnahme erst im fortgeschrittenen Stadium (nach mehreren Jahren) Gelenkschäden, so dass eine solche in der Anfangsphase der Krankheit kaum eine diagnostische Hilfe sein wird. Meist ist es das Blut, das dem untersuchenden Arzt Rückschlüsse darüber erlauben soll, wie es um den Patienten steht.

Wenn das Blut nämlich die so genannten unspezifischen Entzündungszeichen(1) meldet, dann deutet der Arzt das bereits als ersten Hinweis auf eine Arthritis – auch wenn unspezifische Entzündungszeichen eigentlich nur signalisieren, DASS da eine Entzündung ist. Vom Ort des Geschehens hat man damit aber noch lange keine Ahnung.

Rheumafaktor: Wenig zuverlässig

Wenn neben diesen unspezifischen Werten auch der so genannte Rheumafaktor gesucht und womöglich gefunden wird, dann gilt hier noch immer: Ruhe bewahren. Denn auch dieser ist keineswegs so eindeutig wie sein Name verspricht.

Der Rheumafaktor bezeichnet spezielle Antikörper (auch RF-Antikörper genannt), die bei 75 Prozent der Arthritis-Patienten vorhanden sind. Das heisst jedoch gleichzeitig, dass es in 25 Prozent der Fälle durchaus möglich ist, Arthritis zu haben, ohne mit dem Rheumafaktor gesegnet zu sein. Andererseits kann der Rheumafaktor auch bei völlig gesunden Menschen nachgewiesen werden.

Keine eindeutige Arthritis-Diagnose möglich

Um die Diagnosestellung möglichst perfekt zu machen, wird noch nach weiteren Antikörpern gefahndet, den so genannten Anti-Citrullin-Antikörpern und den antinukleären Antikörpern (ANA). Erstere finden sich bei etwa 50 Prozent der Arthritis-Patienten, letztere bei ca. 30 Prozent.

Es gibt also nichts, das bei allen Betroffenen gleichermassen vorhanden wäre – und dennoch werden alle (sofern bestimmte Symptome auftauchen) über einen Kamm geschoren, erhalten eine niederschmetternde Arthritis-ist-unheilbar-Diagnose und verlassen tief betrübt sowie mit einem Packen nebenwirkungsreicher Medikamente ausgestattet die Praxis.

Arthritisähnliche Symptome müssen keine Arthritis sein

In Wirklichkeit aber besteht eine nicht unbedeutende Chance, dass eben doch keine Arthritis vorliegt – auch wenn die Symptome ähnlich sind.

Wenn Sie also an geschwollenen, schmerzenden Gelenken, an eingeschränkter Beweglichkeit des betroffenen Gelenks, Morgensteifigkeit und den übrigen Symptomen leiden, die von der Schulmedizin kurzerhand als Arthritis und damit als unheilbar bezeichnet werden, dann gehen SIE einfach davon aus, dass SIE eben keine Arthritis haben, sondern nur ein paar Symptome, die der Arthritis ähneln.

Und da nur ARTHRITIS unheilbar ist, nicht aber IHRE Symptome, könnten Sie jetzt – wenn Sie wollten – die Angelegenheit in Ihre eigenen Hände nehmen, sich einer ganzheitlichen Therapie zur Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte widmen und in wenigen Monaten Ihren Arzt bestätigen lassen, dass Sie offenbar tatsächlich keine Arthritis hatten, denn sonst wären Sie ja jetzt nicht plötzlich wieder gesund – zumindest wird das die einzige Erklärung sein, die ihm dann noch einfallen wird.

Arthritis wirklich unheilbar?

Eine andere Möglichkeit wäre, Ihrem Arzt zwar die Diagnose Arthritis abzunehmen, aber nicht an die Unheilbarkeit derselben zu glauben. Schliesslich behauptet er nur deshalb, Arthritis sei unheilbar, weil er es so gelernt hat, weil er es ständig in seinen Fachmagazinen liest, weil sein Pharmavertreter das so sagt und weil er selbst noch keinen Patienten erlebt hat, der ihn vom Gegenteil überzeugt hätte.

Das beweist aber nicht die Unheilbarkeit von Arthritis, sondern lediglich ein nicht vorhandenes Interesse der Wissenschaft und der Pharmaindustrie an einer ganzheitlichen Anti-Arthritis-Therapie (so dass es dazu verständlicherweise auch keine Studien geben kann). Dazu kommt die nicht vorhandene Selbstverantwortung der meisten Arthritis-Patienten, ihre Hörigkeit der Schulmedizin gegenüber sowie ihre mangelnde Bereitschaft, ihre derzeitige Lebens- und Ernährungsweise grundlegend zu ändern.

Zusammengefasst bedeuten die letzten beiden Absätze:

Wenn Arthritis unheilbar ist, gleichzeitig aber Menschen mit Arthritis-Diagnose – wenn sie gewisse Massnahmen ergreifen – symptom- und schmerzfrei werden können, dann hat man ihnen entweder eine Fehldiagnose angedeihen lassen oder aber Arthritis ist sehr wohl umkehrbar.

Arthritis: Die Ursache

Eine Krankheit zu heilen, gelingt am besten, wenn man deren Ursache bzw. Auslöser kennt. Bei Arthritis ist das in schulmedizinischen Kreisen bislang noch nicht der Fall. Wie bereits erwähnt bezeichnet man – wenn nicht gerade Bakterien zu einer kurzfristigen Arthritisattacke führten - einen Fehltritt des Immunsystems als die Ursache von Arthritis.

Doch den Auslöser, der überhaupt erst zu diesem Fehltritt geführt haben soll, kennt man nicht. Leider weiss man ausserdem nicht nur zu wenig über die Ursache der Arthritis, sondern es stellt sich immer mal wieder heraus, dass auch das, was man über die Krankheit zu wissen glaubte, nicht unbedingt korrekt ist.

April, April

Bislang galt Arthritis als eine Autoimmunerkrankung, die zu einer Entzündung und diese wiederum zur Gelenkzerstörung führt. Mittlerweile jedoch zeichnet sich diesbezüglich ein Wandel ab. Offenbar ist Arthritis doch nicht die rein entzündliche Erkrankung, als die sie uns seit mehr als hundert Jahren präsentiert wird.

Ganz am Rande erfahren wir, dass für die Behauptung, die Entzündung sei der Grund für die Zerstörung von Knochen und Knorpel niemals ein Beweis erbracht wurde.

Stattdessen heisst es jetzt, dass ein ganz anderer Prozess zur arthritistypischen Gelenkzerstörung führe, nämlich ein spezifischer onkologischer Prozess. Wann wird auch diese These überholt und widerlegt werden?

Schulmedizin noch in der Lernphase

Die schulmedizinische Wissenschaft ist also auch in Bezug auf die Arthritis – trotz alljährlicher millionenschwerer Forschungsgelder - keineswegs so wissend, wie sie gemeinhin den Eindruck erwecken will und befindet sich hier noch in der Lernphase.

Dennoch erhebt sie - wie bei so vielen anderen Beschwerden - das Alleinrecht auf die Behandlung von Arthritis.

  • Warum sollten wir einer solchen Wissenschaft glauben wollen, dass Arthritis unheilbar sei?
  • Warum sollten wir einer solchen Wissenschaft glauben wollen, dass nur allein ihre Therapievorschläge angewendet werden dürfen, während alles andere als "Scharlatanerie" bezeichnet wird?

Und das, wo die übliche Medikation von Arthritis einen dicken, fetten Rattenschwanz an Nebenwirkungen hinter sich herschleift – die man selbstverständlich auf die eigene Kappe zu nehmen hat und das auch noch ohne jede Hoffnung auf Heilung.

Arthritis-Therapie der Schulmedizin

Bei Arthritis werden fünf verschiedene Arzneimittelgruppen eingesetzt:

Schmerzmittel und NSAR bei Arthritis

Bei den ersten Ansätzen einer Arthritis werden meist Schmerzmittel oder NSAR (z. B. Diclofenac oder Acetyl-Salicyl-Säure) verordnet. Beide haben mit Heilung nicht viel zu tun. Sie machen nichts weiter als den Arthritis-Schmerz zu betäuben.

Letztere dämmen ausserdem die Entzündung ein. Nebenwirkungen gibt es bei diesen Arzneimitteln leider zuhauf, z. B. Magenschäden, woran allein in den USA jährlich 170.000 Menschen nur aufgrund der Einnahme der genannten Medikamente leiden. 16.500 von ihnen versterben an den Folgen von Magenblutungen.

Weitere Nebenwirkungen sind Impotenz, Bluthochdruck und Leberschäden.

Das Schmerzmittel Paracetamol, das sehr gerne bei rheumatischen Gelenkschmerzen verordnet wird, ist der Spitzenreiter unter jenen Medikamenten, die zu akutem Leberversagen führen können. [Quelle]

Paracetamol ist für zwei Drittel aller Fälle akuten Leberversagens verantwortlich, die von Medikamenten verursacht werden. 75 Prozent dieser "Fälle" versterben infolge dieses medikamentenbedingten Leberversagens. NSAR sind (gemeinsam mit Antibiotika, Cholesterinsenkern und Epilepsie-Arzneimitteln) für das übrige Drittel zuständig.

Diclofenac hingegen vermindert die Blutversorgung der Nieren, was – besonders bei vorgeschädigten Nieren – problematisch werden kann.

Die Nierenfunktion muss während einer Diclofenac-Einnahme daher regelmässig vom Arzt überprüft werden, um einem möglicherweise drohenden Nierenversagen noch rechtzeitig mit Gegenmassnahmen begegnen zu können.

Cortison bei Arthritis

Begleitend zu den nachfolgend beschriebenen Basistherapeutika wird gelegentlich Cortison verordnet. Es hemmt Entzündungen noch stärker als dies NSAR tun.

Cortison tut das natürlich nicht nur im Gelenk, sondern im ganzen Körper – obwohl es dort gar nicht nötig wäre. Und so treten auch die Cortison-Nebenwirkungen im ganzen Körper auf. Das kann Bluthochdruck sein, ein stärkeres Hungergefühl (und infolgedessen Übergewicht) oder Muskelschwäche.

Unter Cortison (abhängig von der Dosis und Dauer der Einnahme) entwickeln manche Menschen ein Vollmondgesicht, was bei Unwissenden (meist solchen, die noch den entbehrungsreichen Kriegszeiten entstammen) zum fragwürdigen Kompliment führen kann, man sehe so "gesund und proper" aus.

Leider fühlen sich die Betroffenen alles andere als gesund, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Cortison auch ernsthafte Augenkrankheiten (grüner und grauer Star), Diabetes, Hautveränderungen (Pickel, Blutungen, die sich in Blutergüssen unter der Haut abzeichnen), Depressionen und Osteoporose auslösen kann. Da Cortison nur deshalb Entzündungen hemmt, weil es die körpereigenen Abwehrkräfte schwächt, ist ein cortisonbehandelter Organismus ausserdem stärker infektionsgefährdet.

Sobald irgendwelche der genannten Probleme auftreten, wie z. B. grosser Durst (Hinweis auf Diabetes), Fieber (Hinweis auf Infektion) oder andere, möge man daher umgehend seinen Arzt darüber informieren. Doch warum nur, so könnte man sich fragen, sollte man das tun?

  • Damit dieser die Cortisonbehandlung absetzt bzw. ausschleicht und die Arthritis wiederkehrt?
  • Damit er andere Medikamente mit anderen Nebenwirkungen verordnen kann?
  • Damit er Medikamente gegen die entstandenen Nebenwirkungen verschreiben kann, woraufhin sich die nächsten Nebenwirkungen einstellen?

Basistherapeutika bei Arthritis

Die so genannten Basistherapeutika sind jene Medikamente, die Ihnen vielleicht unter der Bezeichnung "Chemotherapie" geläufiger sind. Sie werden normalerweise in hohen Dosen bei Krebs eingesetzt.

Bei Arthritis kommen sie dann zum Zuge, wenn Cortison und NSAR nicht mehr zufrieden stellend wirken. Es handelt sich um Wirkstoffe wie z. B. Methotrexat, Sulfasalazin, Azathioprin und Chloroquin.

Im Gegensatz zu den übrigen symptomorientierten Medikamenten, die Schmerzen oder Entzündungen lindern sollen, unterdrücken diese Mittel ganz extrem das Immunsystem des Körpers.

Sie hemmen – z. B. im Falle von Azathioprin - konkret die Vermehrung der wichtigsten Abwehrzellen des Körpers. Es werden also jene Zellen blockiert, die uns eigentlich vor Krankheit und Tod beschützen, so dass die weiter unten beschriebenen Nebenwirkungen der Basistherapeutika niemanden mehr verwundern dürften.

Man behauptet, mit Hilfe von Basistherapeutika direkt in die für Arthritis verantwortlich gemachte Immunreaktion des Körpers einzugreifen.

Da damit jedoch noch lange nicht der Auslöser dieser Immunreaktion erkannt und eliminiert wird, handelt es sich auch bei dieser Therapie um keine heilende, sondern wiederum um eine rein symptomorientierte, die – trotz aller Versprechen – eine Reihe ernsthafter Nebenwirkungen haben kann und darüber hinaus nicht einmal bei jedem Betroffenen gleichermassen eine Linderung herbeiführt.

Letzteres beweist erneut, dass arthritisähnliche Symptome in jedem Körper ein individuelles Geschehen darstellen, die mit Einheitsmedikamenten vielleicht unterdrückt, jedoch niemals endgültig behoben werden können.

Nebenwirkungen der Basistherapeutika

Leider zeigt es sich ausserdem erst nach einer Anlaufzeit von mehreren Wochen bis Monaten, ob man zu jenem Personenkreis gehört, bei dem die Basistherapeutika anschlagen oder eben nicht. Wenn ja, dann kann die Arthritis vorübergehend verschwinden sowie schmerzhafte Entzündungsschübe und die drohende Gelenksteifheit verhindert werden.

Das hört sich prima an. Doch was nützen Ihnen all diese wunderbaren (vorübergehenden!) Auswirkungen, wenn Sie statt dessen neuerdings unter Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Veränderungen des Blutbildes (u. a. Blutarmut), chronischen Pilzinfekten und Kopfschmerzen leiden, wenn Ihnen die Haare ausfallen, Ihre Leber geschädigt ist, Sie jeden grassierenden Infekt aufschnappen und Sie ausserdem von Depressionen heimgesucht werden?

Alzheimer statt Arthritis?

Wussten Sie ferner, dass viele der Basistherapeutika die Aufnahme von Folsäure hemmen. Methotrexat ist ein regelrechter Folsäure-Antagonist. Folsäure ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das in der heutigen Ernährung meist sowieso schon knapp bemessen ist und dessen Mangel in Verdacht steht, die Alzheimer-Erkrankung mit auszulösen. Was also nützen Ihnen schmerzfreie Gelenke, wenn Sie sich in naher Zukunft nicht mehr an Ihren Namen erinnern können?

Wenn Sie bereits Basistherapeutika einnehmen, dann achten Sie in jedem Fall darauf, täglich sehr viel reines Wasser zu trinken, um die Ausscheidung der Medikamente zu fördern und sorgen Sie ausserdem – falls Ihr Rheumatologe dies versäumen sollte – für eine ausreichende Folsäurezufuhr (zeitversetzt zur Medikamenteneinnahme).

Biologische Medikamente bei Arthritis

Biologicals (zu deutsch "biologische Medikamente" oder "Biologika") sind brandneue Arzneimittel aus dem Genlabor. Die Beschreibung ihrer Wirkmechanismen hört sich zugegebenermassen äusserst vielversprechend an.

Im Gegensatz zu den Basistherapeutika beeinflussen Biologicals das Immunsystem nur sehr gezielt. Die so genannten TNF-alpha-Hemmer beispielsweise schalten den gleichnamigen Botenstoff aus (TNF-alpha), der als Kommunikationsmittel zwischen den Immunzellen fungiert und einem "Flugblatt" mit der Aufschrift "Lasst uns Entzündung machen!" gleicht.

Versagt auch diese Behandlung oder geht sie mit zu starken Nebenwirkungen einher, dann wird weiter experimentiert, z. B. mit der so genannten B-Zell-Therapie. Dabei werden nur bestimmte B-Zellen des Immunsystems zerstört, nämlich jene, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Arthritis spielen. Die übrigen B-Zellen, die Teil des schützenden Immunsystems sind, sollen dabei unangetastet bleiben.

Problem der Biologika könnte deren Jugend darstellen. Man setzt sie erst seit wenigen Jahren ein und manche befinden sich derzeit gar erst in der Testphase. Zu Langzeitwirkungen gibt es nicht die geringsten Erfahrungen. Dass medikamentöse Dauerattacken auf die hochkomplizierten Regulations- und Kommunikationsmechanismen des Organismus jedoch folgenlos bleiben könnten, scheint wenig realistisch zu sein.

Melden Sie sich!

Falls Sie irgendwo inmitten der schulmedizinischen Arthritis-Therapie irgendetwas entdecken sollten, das den Körper zur Abwechslung einmal stärkt, anstatt ihn immer weiter zu schwächen und zu belasten, melden Sie sich bitte. Denn wie soll Heilung jemals möglich sein, wenn der Organismus permanent mit chemisch-synthetischen oder biotechnologischen Arzneimitteln bestürmt wird, die ihn nur noch kränker machen?

Fasten bei Arthritis nimmt den Schmerz

Eine Fasten-Kur löst bei den meisten Arthritis-Patienten binnen weniger Tage die quälenden Schmerzen in Luft auf, so dass die schulmedizinischen Medikamente während des Fastens abgesetzt werden können. Nach dem Fasten kehren die Schmerzen zurück. Was wird geschlussfolgert? Fasten helfe zwar, aber eben nur solange man faste. Da man aber schlecht dauerhaft ohne Nahrung leben könne, nütze das Fasten langfristig nichts.

Der Denkfehler ist hier, dass das Fasten nicht nur deshalb wirkt, weil man überhaupt nichts isst, sondern weil man dabei zwangsläufig all das nicht isst, was dem Körper schadet. Wenn man nach dem Fasten nur noch solche Lebensmittel zu sich nimmt, die vorteilhaft und gesund sind und gegen die keine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt, dann bleibt der Schmerz gering und der Körper kann sich langsam aber sicher erholen und neue Kräfte schöpfen.

Arthritis-Diät: Gibt es sie oder gibt es sie nicht?

Doch welche Lebensmittel sind bei Arthritis vorteilhaft und gesund? Sogar herkömmliche Ernährungsberater wissen auf diese Frage eine – zumindest teilweise – einleuchtende Antwort und erzählen an dieser Stelle von einer so genannten entzündungshemmenden Ernährungsweise.

Diese könne – so heisst es – eine Arthritis zwar positiv beeinflussen und Schmerzen mildern, dennoch wehrt man sich mit Händen und Füssen dagegen, eine spezielle Arthritis- oder gar Rheuma-Diät anzuerkennen.

Das liegt ganz einfach daran, dass die empfohlenen Ernährungstipps zwar bereits einen Schritt in die richtige Richtung darstellen, aber erstens nicht rundum stimmig sind und zweitens noch lange nicht ausreichen, um ein arthritisähnliches Geschehen definitiv aufzuhalten - was aber mit weiteren Schritten durchaus möglich wäre.

Die Entzündungshemmende Ernährungstherapie

Rheumatologen jedoch "verschwenden" selten ihre wertvolle Zeit, um Ernährungsratschläge zu erteilen. Mit grossem Glück trifft man einen, der sich dazu herablässt. Doch auch in diesem Falle ist die Ausbeute an hilfreichen Tipps nicht sonderlich üppig und lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen:

"Fettes Fleisch und Wurst sowie Butter, Eigelb und fettreicher Käse sollten gemieden bzw. reduziert werden, dafür müsse man mindestens zwei Fischmahlzeiten pro Woche, möglichst viele fettarme Milchprodukte sowie viele Vollkornprodukte verzehren."

Das war’s. Ungeachtet ihres bescheidenen Umfanges, werden diese Ratschläge formvollendet als die erwähnte entzündungshemmende Ernährungstherapie gepriesen – die aber

"selbstverständlich immer nur unterstützend zu einer medikamentösen Therapie eingesetzt werden darf".

Warnung vor eigenmächtiger Ernährungsumstellung

Und selbst diese weder (in der Umsetzung) anspruchsvollen noch sonderlich einschränkenden Empfehlungen werden begleitet von der Warnung, nur ja nicht ohne fachliche Begleitung eine Ernährungsumstellung durchzuführen, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommen könne. Interessant wäre jetzt zu erfahren, von welchem Mangel hier die Rede ist. Denn seit wann erleidet man Mangelerscheinungen, sobald man Schädliches reduziert und mit Nützlichem ersetzt?

Man könnte glauben, die Menschen sollten mit aller Gewalt in der Abhängigkeit ihrer Ärzte verbleiben, weshalb mögliche Anwandlungen von Selbstverantwortung am besten schon im Keim erstickt werden – wie hier mit haltlosen Warnungen vor nicht-existenten Mängeln.

Ernährungsseminare für Ärzte

Trotz der angeblichen Notwendigkeit einer "fachlichen Begleitung" für Patienten in Sachen Ernährung scheint eine Ernährungstherapie (auch wenn sie aus den erwähnten doch sehr bescheidenen Massnahmen besteht) bislang nicht Bestandteil der rheumatologischen Facharzt-Ausbildung zu sein.

Sonst müsste die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) doch sicher nicht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) entsprechende Fortbildungsseminare für Ärzte anbieten, was sie neuerdings aber tut. Vermutlich lernen die Mediziner dort obigen Satz ("Fettes Fleisch und Wurst sowie Butter, ...") auswendig, um ihn anschliessend fehlerfrei ihren Patienten rezitieren zu können.

Bei Arthritis Arachidonsäure meiden

Die Idee hinter der so genannten entzündungshemmenden Ernährungsweise hat durchaus ihre Berechtigung: Die Omega-6-Fettsäure namens Arachidonsäure – die ausschliesslich in fetthaltigen tierischen Nahrungsmitteln vorkommt – fördert im Körper die Bildung von hormonähnlichen Stoffen, den so genannten Serie-2-Prostaglandinen. Diese sind direkt an der Entstehung von rheumatischen Entzündungsreaktionen beteiligt.

Folglich lässt sich allein durch das Meiden von arachidonsäurehaltigen Nahrungsmitteln die Schwere der Arthritis-Aktivität reduzieren. Da es sich bei der Arachidonsäure um eine FETTsäure handelt, sind fettreiche tierische Produkte als besonders kritisch zu bewerten. Eine Ausnahme soll fetter Meeresfisch wie Hering oder Makrele darstellen.

Dort sind die Antagonisten der Arachidonsäure zu finden, nämlich die vielgerühmten Omega-3-Fettsäuren, die sogar entzündungshemmend wirken können.

Entzündungshemmende Ernährung: Nur Teilerfolge

Interessant ist, dass bereits diese geringfügigen Änderungen in der Ernährungsweise bei vielen Arthritis-Patienten zu einer deutlichen Besserung führen, die umso auffälliger wird, je konsequenter die Ernährungsrichtlinien befolgt werden. Da die dadurch beeinflusste Entzündung jedoch nicht die Ursache der Arthritis ist, sondern nur eines ihrer Symptome, kann die entzündungshemmende Ernährungsweise zwar zu einer Linderung, aber nicht zur Heilung führen.

Die nachfolgend aufgeführten möglichen Ursachen der Arthritis machen deutlich, wie viele Aspekte bei der Entstehung von Arthritis mitwirken können und zeigen die Notwendigkeit einer wirklich ganzheitlichen Therapie. Mit Medikamenten, die nur einzelne Funktionen des Organismus beeinflussen, kann eine Krankheit folglich kaum geheilt werden.

Der gesamte Körper stellt eine Einheit dar und kann nur dann wieder stark und heil werden, wenn er auch als solche wahrgenommen wird. Daher ist das Ziel einer ganzheitlichen Arthritis-Therapie die vollumfängliche Unterstützung des Körpers, damit dieser wieder in sein Gleichgewicht finden und sich aus eigener Kraft aus den Klauen der Arthritis befreien kann.

Mögliche Ursachen der Arthritis

Immer wieder tauchen neue Vermutungen in Bezug auf mögliche Auslöser der Arthritis auf. Und egal, welche davon auch immer zutreffen sollten, so wird deren arthritischer Einfluss auf den Körper durch die ganzheitliche Arthritis-Therapie – gerade aufgrund ihrer GANZheitlichkeit – entweder eliminiert oder stark geschwächt. Sollte die ganzheitliche Arthritis-Therapie prophylaktisch angewandt werden, kann ein Grossteil der unten aufgeführten Risiken ausgeschlossen werden.

Als mögliche Auslöser für Arthritis kommen u. a. die folgenden in Frage:

Diese Produkte könnten Sie interessieren

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Einige Patienten berichten, dass bei ihnen bestimmte Nahrungsmittel einen Arthritisschub auslösen könnten. Selten werden sie von ihren Ärzten ernst genommen. Man schätzt, dass eine solche Nahrungsmittelunverträglichkeit bei bis zu 10 Prozent der Betroffenen an der Ausprägung der Arthritis mitbeteiligt sein kann.

Das wären allein in Deutschland 80.000 Menschen, die mit nebenwirkungsreichen Medikamenten behandelt werden, obwohl schon eine umfangreiche Ernährungsberatung mit nachfolgender Ernährungsumstellung ihre Beschwerden deutlich lindern könnte.

Besonders Getreide- und Milcheiweisse können zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen, so dass in diesen Fällen die erwähnte "entzündungshemmende Ernährungsweise", die Arthritis-Kranke zu besonders vielen Milch- und Vollkornprodukten drängt, in einer Verschlimmerung der Symptome münden kann.

Chronische Übersäuerung

Bei der Verstoffwechslung ungesunder Nahrung entstehen Säuren, die vom Darm ins Blut gelangen. Das Blut muss in jedem Fall einen bestimmten leicht basischen pH-Wert aufrecht erhalten. Andernfalls käme es zu den lebensgefährlichen Symptomen einer Blut-Azidose.

Die Säuren werden daher ins Bindegewebe (das sogen. Fasziengewebe) abtransportiert, wo sie so lange zwischengelagert werden, bis sich für den Organismus die Möglichkeit ergibt, die Säuren über die Nieren, den Darm oder die Haut wieder auszuscheiden. Da jedoch ständig neue Säuren im Körper eintreffen, verbleiben die Säuredeponien meist erhalten und können nur noch unvollständig abgebaut werden, die Faszien verkleben.

Damit alle Zellen optimal mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden können und gleichzeitig regelmässig entgiften können, ist jedoch ein sauberes Bindegewebe von herausragender Wichtigkeit. Ein übersäuertes Bindegewebe führt folglich zu einem verlangsamten Stoffwechsel, zu überlasteten Ausscheidungsorganen (Leber, Nieren) und beeinträchtigt die Funktionen des Immunsystems. Chronische Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen können die Folge sein.

Mangelhafte Darmgesundheit

Es ist bekannt, dass bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) oft gleichzeitig auch entzündliche rheumatische Erkrankungen vorliegen. Auch ergaben Untersuchungen der Darmflora von Rheumatikern, dass deren mikrobielle Zusammensetzung sowohl von derjenigen gesunder Personen abweicht als auch ein deutlich entzündungsförderndes Potential aufweist. [Quelle]

Es bestehen also unleugbare Zusammenhänge zwischen der Darmgesundheit und der Gelenkgesundheit.

Leaky-Gut-Syndrom

Ein für die Entstehung von Arthritis ebenfalls bedeutendes Problem könnte das sog.Leaky-Gut-Syndrom (zu Deutsch "Durchlässiger-Darm-Syndrom") darstellen: Die Darmschleimhaut und die auf ihr siedelnde Darmflora stellen normalerweise eine natürliche Barriere für Schadstoffe, unvollständig verdaute Nahrungsbestandteile (z. B. Eiweisse) und giftige Stoffwechselendprodukte dar, während Vital- und Nährstoffe ungehindert passieren können.

Wird der Darm durch ungesunde Ernährung und/oder Medikamente irritiert, nehmen Gärung und Fäulnis überhand, Pilze siedeln sich an und die Darmflora wird gestört.

Eine gestörte Darmflora jedoch kann nicht mehr ihre ursprüngliche Aufgabe (Schutz der Darmschleimhaut) wahrnehmen, woraufhin pathogene Keime sowie Toxine und unverdaute Proteine die Darmschleimhaut passieren und jetzt Allergien und akute Entzündungen wie die Arthritis auslösen können.

Eine Darmsanierung und der Aufbau einer gesunden Darmflora ist folglich eine essentielle Massnahme, um die ursprüngliche Darmgesundheit wieder herzustellen.

Zuckerreiche Ernährung

Zucker kann die Entstehung von Arthritis begünstigen und Schübe verschlimmern. Viele Arthritis-Patienten berichten, dass sie unmittelbar nach dem Verzehr von zuckerreichen Produkten (Kuchen, Süssigkeiten, Softdrinks, gesüssten Milchprodukten etc.) beobachten können, wie ihre Gelenke anschwellen und die Schmerzen stärker werden.

Zucker fördert eine Arthritis, indem er für einen steigenden Insulinspiegel im Blut sorgt. Nun weiss man aber, dass Insulin das Enzym namens delta-5 Desaturase aktiviert. Dieses wiederum ist an der Bildung der Arachidonsäure aus Linolsäure beteiligt und die Arachidonsäure fördert ihrerseits nun – wie wir zwischenzeitlich wissen - die gefürchteten Entzündungen.

Falsche Fette

Eine Ernährung, die dauerhaft zu hohe Mengen der Omega-6-Fettsäuren und gleichzeitig nur selten Omega-3-Fettsäuren enthält, fördert die Entzündungsneigung des Körpers.

Das heute übliche Verhältnis der beiden Fettsäuren-Gruppen (Omega-6 zu Omega-3) beträgt durchschnittlich 25 zu 1, das wünschenswerte Verhältnis sollte jedoch bei etwa 5 zu 1 liegen. Omega-6-Fettsäuren befinden sich in tierischen Produkten und vielen pflanzlichen Fetten (Sonnenblumenöl, Distelöl u. a.).

Die erwünschten und entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren sind hingegen besonders in Leinsaat, Leinöl und auch in Hanföl enthalten.

Antioxidantien-Mangel in der Ernährung

Freie Radikale und oxidativer Stress belasten das Immunsystem – besonders dann, wenn sich das Immunsystem mit den eintreffenden Mengen freier Radikale überfordert sieht. Wenn mit der Nahrung jedoch ausreichend Antioxidantien im Körper ankommen, dann bleibt das Immunsystem Herr der Lage und sieht offenbar seltener einen Grund, das eigene Gewebe anzugreifen (wie das bei Arthritis der Fall ist).

Freie Radikale können jedoch auch direkt das Kollagen im Knorpelgewebe angreifen und dessen molekulare Struktur beeinträchtigen, so dass Antioxidantien die Gelenke nicht nur indirekt, sondern auch direkt vor Ort schützen können.

Antioxidantien sind in einer gesunden, naturbelassenen Ernährungsweise, wie sie weiter unten sowie auf vielen anderen Seiten des Zentrum der Gesundheit beschrieben werden, in ausreichenden Mengen und Qualitäten enthalten.

Mineralstoff- und Vitalstoffmangel

Eine Ernährungsweise auf Basis von Back- und Teigwaren, Milchprodukten, Wurstwaren und generell zahlreichen Fertigprodukten sowie eine Lebensweise, in der aus Angst vor Hautkrebs die Sonne gemieden wird, versorgt den Organismus nicht annähernd mit der nötigen Vitalstoffvielfalt und Vitalstoffmenge.

Immer wieder zeigen Studien, dass Vitamine, Spurenelemente, Enzyme, spezielle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe zu einer Linderung der Arthritis bzw. zu deren Vorbeugung beitragen können. Bei chronischen Schmerzbeschwerden wie die Arthritis zeigte sich beispielsweise, dass Menschen, die optimale Vitamin-D-Werte aufwiesen, deutlich weniger Schmerzmittel brauchen. [Quelle]

Auch Vitamin C gilt als schützender Faktor gegen rheumatoide Arthritis. [Quelle] Genauso gibt es Hinweise auf die Anti-Arthritis-Wirkung von Vitamin A und Vitamin E sowie des Vitamin-B-Komplexes.

Das Enzym Bromelain aus der Ananas ist für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt und auch die Spurenelemente Selen, Mangan und Bor sollten in keiner Arthritis-Therapie fehlen. Das seltene Enyzm Superoxid-Dismutase (SOD), das z.B. im Gerstengras vorkommt, soll in einer Studie mit Arthritis-Patienten zu vermindertem Schmerz und einer Abschwellung der entzündeten Gelenke geführt haben. [Quelle]

Alle diese wunderbaren Vitalstoffe finden sich grösstenteils in einer gesunden möglichst naturbelassenen Ernährungs- und Lebensweise, wie sie weiter unten beschrieben wird.

Dauerstress oder emotionale Belastungen

Stress kann ein bedeutender Faktor für die mögliche Entstehung von Arthritis sein. Stresshormone können zur Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) führen und somit die Entwicklung von Arthritis begünstigen. Auch Störungen im weiblichen Hormonzyklus gelten als möglicher Auslöser für eine Arthritis.

So ist Progesteron beispielsweise ein Hormon mit unter anderem entzündungshemmender Wirkung. Stress jedoch kann zu einem niedrigen Progesteronspiegel führen und auch auf diese Weise Entzündungen fördern. Ein adäquates Stressmanagement ist also nicht nur für unseren Geist, sondern auch für unseren Körper nicht zu unterschätzen.

Hormonelles Ungleichgewicht bei Frauen nach der Menopause

Während der Menopause sinkt der Progesteronspiegel, so dass dies mit eine Erklärung (aber keine alleinige Ursache) für die gehäuften Arthritis-Neuerkrankungen bei Frauen in dieser Lebensphase sein könnte. Des Weiteren gilt eine Hormon-Ersatz-Therapie als Risikofaktor für die Entstehung einer Arthritis.

Schilddrüsenprobleme

Das Schilddrüsenhormon T3 reguliert die Aktivitäten der Knorpelzellen. Wird von der Schilddrüse zu viel oder zu wenig T3 ausgeschüttet, kommt es zum Knorpelabbau und infolgedessen zu Gelenkschäden. Zwar gehört dieser Aspekt besonders zum Thema "Arthrose", doch gelingt auch der bei einer Arthritis-Therapie erwünschte Knorpelaufbau nicht, wenn die Schilddrüse die dafür nötigen Hormone nicht in der richtigen Menge freigibt.

Die heute übliche Zwangsjodierung über jodiertes Salz, das sich in nahezu jedem Fertigprodukt, jedem Brot und auch in jedem Milch- oder Fleischprodukt (letzteres aufgrund der Jodierung des Viehfutters) befindet, beeinträchtigt bei vielen Menschen die Schilddrüsenfunktion. Ein Jodüberschuss kann sowohl zu einer Überfunktion als auch zu einer Unterfunktion führen. Beides ist für die Knorpelgesundheit von Nachteil.

Magnesiummangel

Magnesiummangel kann Arthritis fördern, und umgekehrt kann eine ausreichende Magnesiumversorgung sowohl den Knorpelaufbau als auch die Knochendichte fördern, weil nur mit Hilfe von Magnesium das meist üppig vorhandene Calcium in die Knochen eingebaut werden kann (Osteoporose ist eine beliebte Folgeerkrankung der Arthritis) und weil nur mit Hilfe von Magnesium Eiweisse in Knorpelgewebe umgewandelt werden können. Magnesium kann ausserdem Entzündungen hemmen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Schwermetallbelastung

Schwermetalle (z.B. Quecksilber aus Zahnfüllungen) können sich in den Gelenken ablagern und dort zu einer Arthritis führen.

Lesen Sie auch: Schwermetalle ausleiten - Aber wie?

Mangelhafte Zahngesundheit

Bakterien aus entzündlichen Zahnherden (z. B. wurzelbehandelten Zähnen) können über die Blutbahn in andere Organe (u.a. auch in die Gelenke) gelangen und dort zu erneuten Entzündungen führen. Des Weiteren entdeckte man, dass eine Parodontitis (chronische Zahnfleischentzündung) ein Risikofaktor für die Entstehung von Arthritis sein kann. So ergab eine Studie, dass das Risiko einer Arthritis für Patienten mit Parodontitis um das fast 3- bis 9fache höher ist als für Patienten ohne Parodontitis. [Quelle].

Parodontitis jedoch reagiert sehr gut auf eine basenüberschüssige naturbelassene Ernährungsweise (gemeinsam mit einer natürlichen Zahnhygiene), so dass bei der ganzheitlichen Arthritis-Therapie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

Infektionen mit Pilzen

Die Toxine von Pilzen lagern sich gerne in wenig durchbluteten Körperbereichen (wie z.B. den Gelenken) ab. Auch die Pilze selbst können teilweise in die Gelenke wandern und dort zu Entzündungen führen.

Lesen Sie dazu auch: Candia Albicans natürlich bekämpfen

Parasitenbefall

Parasitenbefall in ganz anderen Organen (Milz, Leber etc.) kann sich irritierend auf das Immunsystem auswirken und so zu dessen Fehlleitung mit Arthritisfolge führen.

Bei den meisten Patienten wird eine Kombination mehrerer dieser (oder noch unbekannter) Auslöser zur Arthritis geführt haben.

Lesen Sie auch: Parasitenbefall - Befreien Sie Ihren Körper auf natürliche Weise

Warum krank?

Der Körper wurde also mehrheitlich nur deshalb krank, weil ihm die falschen Rahmenbedingungen geboten werden: Er bekommt Nahrung, die er nicht will, Stress, den er nicht braucht und zur Krönung Medikamente, die ihn noch weiter irritieren und schwächen.

Gleichzeitig fehlen ihm die Nahrung, nach der er sich sehnt, die Bewegung, die seine Gelenke am Leben erhält, die Möglichkeit zur Toxinausleitung, damit schädliche Ablagerungen und Gifte ausgeschieden werden könnten und die Entspannung, die er dazu nutzen könnte, um wieder Energie zu tanken.

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie parallel zur Schulmedizin

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie geht auf nahezu alle diese Wünsche des Organismus ein und gibt ihm daraufhin die Möglichkeit, sich selbst zu heilen.

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie kann auch parallel zu einer bereits laufenden schulmedizinischen Behandlung durchgeführt werden.

In einem durch die ganzheitliche Arthritis-Therapie gestärkten Körper können schulmedizinische Medikamente nur noch in begrenztem Masse Nebenwirkungen verursachen. Sobald die ganzheitliche Arthritis-Therapie Wirkung zeigt, können die schulmedizinischen Medikamente reduziert, ausgeschlichen oder abgesetzt werden.

Ziel der ganzheitlichen Arthritis -Therapie

Das Ziel der ganzheitlichen Arthritis-Therapie ist also weder die Schmerzbekämpfung noch die Entzündungshemmung. Sie will weder die körpereigene Abwehrkraft drosseln noch Immunzellen abschlachten und auch nicht die Kommunikation zwischen den Zellen zum Erliegen bringen.

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie führt keine Kriege. Sie betrachtet die Krankheit von ihrem systemischen Standpunkt aus. Sie hilft, unterstützt, stärkt und macht wieder heil. Sie hat nur ein einziges Ziel: Harmonie im Körper des Menschen.

Für wen ist die ganzheitliche Arthritis-Therapie geeignet?

Selbstverständlich ist die ganzheitliche Arthritis-Therapie nichts für Menschen, denen schon allein beim Gedanken, eine Zeitlang ohne Wurst, Käse und Bier leben zu müssen, die Tränen in die Augen steigen und die – sobald sie von den übrigen erforderlichen Änderungen ihrer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten erfahren – überhaupt keinen Sinn mehr im Leben sehen würden.

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie ist für starke und selbstverantwortliche Menschen gedacht. Für Menschen, deren Horizont weit über die zweifelhaften Genüsse der bisher gewohnten Ernährungsweise reicht. Für Menschen, die ihr Leben voll auskosten möchten und die erkannt haben, dass dies in Abhängigkeit von Medikamenten und mit einem schmerzenden oder gar verkrüppelten Körper nicht gelingen wird.

Arthritis als Chance?

Und auch wenn heute so manche behaupten mögen, Arthritis sei unheilbar und Knorpel könnten sich nicht regenerieren, so spiegelt sich in diesen Aussagen nur deren begrenztes Wissen und ihre ureigene Erfahrung wider. Beides muss keineswegs mit der Realität übereinstimmen.

Vergessen Sie nie, dass es Menschen gibt, die eine Arthritis-Diagnose als Chance erkannten und begannen, ihr Leben neu zu ordnen. Sie nahmen ihr Schicksal kurzentschlossen in die eigenen Hände, legten mit der ganzheitlichen Arthritis-Therapie los und sind heute schmerzfrei, arthritisfrei und gesund.

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie besteht aus 11 Bereichen, die – bei Bedarf – um etliche ergänzende Massnahmen erweitert werden können:

  1. Ernährungsumstellung auf eine basenüberschüssige, möglichst naturbelassene Ernährungsweise: Details finden Sie weiter unten sowie in diesem Text: Warum basische Ernährung?
     
  2. Genussgifte (Nikotin, Alkohol, Drogen, Koffein) meiden und entbehrliche Medikamente (Schlafmittel, Erkältungsmedikamente, Kopfschmerztabletten bei nur leichtem Kopfschmerz etc.) absetzen.
     
  3. Entsäuerung: Details zu einer intensiven Entsäuerungskur finden Sie hier: Gesund und jung durch Entsäuerung
    Eine wichtige Komponente der Entsäuerungskur ist die Sango Meereskoralle. Sie spielt bei der Arthritis nicht nur als Säurepuffer eine grosse Rolle, sondern versorgt auch den Knorpel und die Knochen mit lebenswichtigen Mikronährstoffen. Die Mineralstoffe in der Sango Meeres Koralle liegen in einer für den Menschen perfekt aufnehmbaren Form und in einem idealen Verhältnis vor.
     
  4. Darmreinigung inkl. Aufbau einer gesunden Darmflora: Details zu einer intensiven Darmreinigung finden Sie hier: Darmreinigung - Wie geht`s
     
  5. Leber- und Nierenstärkung:
    1. Die Leber wird mit Bitterstoffen, Mariendistelpräparaten, Artischocken-Frischpflanzenpresssaft, Kurkuma und/oder Löwenzahnwurzel-Präparaten in ihrer Entgiftungsaktivität unterstützt und gestärkt. Mehr Informationen finden Sie in den folgenden Texten: Warum Bitterstoffe gut sind, Was ist Kurkuma, Löwenzahn - Wunderkraut statt Unkraut,
       
    2. Die Nieren brauchen sehr viel Flüssigkeit, um als leistungsfähiges Ausleitungsorgan das Immunsystem zu unterstützen. Trinken Sie daher täglich 2,5 bis 3 Liter reines kohlensäurefreies Wasser.
       
  6. Phytotherapie: Bei einer Studie wurden die teilnehmenden Arthritis-Patienten in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt 2 x 100 mg Diclofenac (ein entzündungshemmendes Schmerzmittel), die andere bekam nur 50 mg Diclofenac sowie täglich 50 Gramm Mus aus gedämpften Blättern aus Brennnessel (verteilt auf drei Portionen). In beiden Gruppen verbesserten sich sowohl die rheumaspezifischen Blutwerte als auch Schmerz, Bewegungseinschränkung und Steifigkeit um 70 Prozent. Erfahrungsgemäss können 50 mg Diclofenac keine derartige Linderung der arthritischen Beschwerden herbeiführen, so dass das Brennnesselmus offenbar 150 mg Diclofenac ersetzen kann bzw. dazu verhilft, die nebenwirkungsreiche Medikation um 75 Prozent zu reduzieren. Wer Probleme mit der Beschaffung von Brennnesselblättern hat, kann auf Brennnessel-Frischpflanzenpresssaft zurückgreifen. (Quelle: Leitfaden Phytotherapie, Schilcher/Kammerer, 2. Auflage, S. 773)

  7. Nahrungsergänzungsmittel:Die bei Arthritis empfehlenswerten Nahrungsergänzungsmittel sind die folgenden:
    1. Broccoraphan: Der in Broccoraphan enthaltene Pflanzenstoff Sulforaphan blockiert die Funktion jener schädlichen Enzyme im Körper, die an der Entstehung von Arthritis beteiligt sind und zu Entzündungen und Schmerzen führen können. Wird der Sulforaphan-Spiegel im Blut erhöht, kann der Pflanzenstoff in das Gewebe der Gelenke wandern und direkt vor Ort vor Arthritis schützen. Mehr Informationen zu Sulforaphan finden Sie hier.
       
    2. Magnesium: Der bei Arthritis sehr hohe Magnesiumbedarf kann über die Ernährung gedeckt werden. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.
    3. Gerstengras: Wie weiter oben erwähnt ist im Gerstengras das seltene Enzym SOD enthalten, dass in einer Studie mit Arthritis-Patienten zu weniger Schmerzen und einer Abschwellung der Gelenke führte. Gerstengraspulver kann sehr einfach in Säfte oder Wasser gemixt und auf diese Weise täglich eingenommen werden. Mehr Informationen zu Gerstengras und seiner Verwendung finden Sie hier. Hier finden Sie Informationen über das konzentrierte Gerstengrassaft.
       
    4. MSM: MSM ist eine organische Schwefelverbindung, die in einer Studie die Bildung von entzündungsfördernden Zytokinen und knorpelabbauenden Enzymen hemmen konnte und so Arthritis – insbesondere im frühen Stadium – stoppen können soll. Schmerzreduktion und grössere Beweglichkeit können die Folgen von MSM sein. Weitere Informationen zu MSM finden Sie hier.
       
    5. Natürliche Enzym-Präparate (z.B. Digevit): Falls es Ihnen nicht gelingt, regelmässig mit der Ernährung enzymreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen, können hier Nahrungsergänzungsmittel aushelfen: Gerade das in Digevit enthaltene Ananas-Enzym Bromelain hat eine entzündungshemmende Wirkung.
       
    6. Sonnenlicht: Tanken Sie regelmässig Sonne, um Ihren Vitamin-D-Spiegel anzuheben!
       
  8. Sorgfältige Zahnhygiene: Aufgrund des Zusammenhanges zwischen einer Parodontitis und der Arthritis ist penibel auf die Zahnfleisch- und Zahngesundheit zu achten. Bei Beachtung unserer Ernährungstipps führt schon allein dies zu einer deutlich besseren Zahngesundheit. Verwenden Sie ausserdem eine chemiefreie und fluoridfreie Zahncreme sowie regelmässig Zahnseide. Führen Sie täglich eine Ölspülung (oder Ölziehkur genannt) oder eine Mundspülung mit dem karieshemmenden Zuckeraustauschstoff Xylit durch (insbesondere nach (süssen) Mahlzeiten).
     
  9. Stressabbau, Entspannungsmassnahmen und Auflösung möglicher seelischer Konflikte
     
  10. Ergo- und Physiotherapie: Korrekte und regelmässige Bewegung ist bei Arthritis äusserst wichtig, da Bewegungsmangel sehr schnell zu einer Verstärkung der Gelenksteifheit führen wird. Erkundigen Sie sich nach einem wirklich fähigen Physiotherapeuten und schliessen Sie sich evtl. einer Arthritis-Sportgruppe an, die sich regelmässig zu Aktivitäten trifft, wie z. B. Physiotherapie im Schwimmbad.
     
  11. Zimtöl für schmerzende Arthritis-Gelenke: Wenn die Gelenke schmerzen, können Sie selbst gemachtes Zimtöl für eine schmerzlindernde Massage verwenden. Eine Anleitung finden Sie hier: Die fünf Vorteile von Zimtöl

Ergänzende Massnahmen, die Sie bitte mit einem kompetenten Therapeuten besprechen:

  1. Gezielte Ausleitung von Schwermetallen, Pilz- und Bakterientoxinen
     
  2. Sanierung von möglichen Zahnherden und fachkundige Entfernung von schwermetallhaltigen Zahnfüllungen
     
  3. Überprüfung der Schilddrüsengesundheit
  4. Überprüfung des Hormonstatus bei Frauen (Die Behebung eines möglichen Progesteronmangels kann u. U. – nach Absprache mit dem Therapeuten Ihres Vertrauens - mit dem rein pflanzlichen Präparat Wild Yam behoben werden.)
     
  5. Mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten austesten lassen und die entsprechenden Nahrungsmittel meiden
     
  6. Begleitende Therapien wie z. B. Homöopathie, Hydrotherapie (Kneipp) etc.

Ernährungsumstellung bei Arthritis

Die Ernährungsweise bei Arthritis und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen richtet sich nach den folgenden Grundsätzen:

Ihre neuen vitalstoff- und antioxidantienreichen Grundnahrungsmittel sind ab sofort:

  1. Gemüse (Blattgemüse, Knollengemüse, Fruchtgemüse, Hülsenfrüchte)
     
  2. Salate und Kräuter
     
  3. Grüne Smoothies (Köstliche Power-Mixgetränke aus Früchten, grünem Blattgemüse und etwas Wasser, mehr Informationen dazu finden Sie hier.)
     
  4. Früchte (einschl. Avocados), sehr süsse Früchte meiden
     
  5. Nüsse, Mandeln und Samen (Leinsaat, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne): Aus Nüssen und Mandeln lassen sich wunderbare Gerichte zaubern. Hier finden Sie eine Menge interessante Rezepte: Mandel-Likör und Milch-Ersatz . Darüber hinaus enthält Leinsaat die wertvolle entzündungshemmende Omega-3-Fettsäure namens Alpha-Linolensäure – die Gegenspielerin der entzündungsfördernden Arachidonsäure. Leinsamen muss – damit man in den Genuss dieser Fettsäure gelangt - gemahlen werden (z.B. mit einer Kaffeemühle). Trinken Sie bei der Einnahme von Leinsamen SEHR viel Wasser.
     
  6. Esskastanien (Maroni)
     
  7. Selbstgezogene Keimlinge aus Linsen, Brokkolisamen, Radieschen, etc.
     
  8. Süssigkeiten (selbst gemacht) aus Nüssen und Trockenfrüchten oder zuckerfreie Früchteriegel aus dem Bio-Handel, z. B. Raw Bite Energieriegel
     
  9. Naturbelassene Öle, die entweder reich an Omega-3-Fettsäuren und/oder arm an Omega-6-Fettsäuren sind (Bio-Olivenöl, Bio-Hanföl, Bio-Leinöl, Bio-Kokosöl)
     
  10. Als Getränk ist besonders reines kohlensäurefreies Quellwasser ideal (2,5 Liter täglich), ergänzt von basischen Kräutertees (0,5 Liter täglich).

Als Beilage in geringen Mengen (höchstens 20 Prozent der täglichen Nahrungsmenge) gibt es folgendes:

  1. Brot aus Keimlingen (Mehr Infos dazu finden Sie hier.), als Alternative Brote aus Urgetreide (Emmer, Einkorn, Kamut, Urroggen)
     
  2. Hirse, Quinoa, Buchweizen oder Teigwaren daraus, wie z. B. Buchweizennudeln.
     
  3. Wenn Sie sich mit einer vegetarischen Lebensweise überhaupt nicht anfreunden wollen, können Sie zweimal wöchentlich Seefisch wie Hering, Heilbutt, Aal, Sardine oder Makrele essen. Allerdings muss es sich um Fisch aus Wildfang handeln, da dieser mehr Omega-3-Fettsäuren enthält als Zuchtfisch. Notwendig für die Deckung des Omega-3-Fettsäuren-Bedarfes jedoch ist Fisch keineswegs. Dies gelingt auch – wie oben erwähnt - mit Hilfe von Leinsaat, Leinöl und Hanföl. Beobachten Sie Ihr Befinden nach Fischverzehr genau und streichen Sie ihn sofort wieder aus Ihrer Ernährung, wenn Sie eine Verschlechterung Ihres Befindens beobachten.

Was es künftig nicht mehr gibt:

  1. Fleisch- und Wurstwaren werden – zumindest in den ersten sechs Monaten – strikt gemieden. Will man später wieder Fleisch in die Ernährung integrieren, dann kommt ausschliesslich Fleisch aus extensiver Weidehaltung in Frage und sollte nicht häufiger als zwei- bis dreimal wöchentlich auf den Tisch kommen. Fleisch aus extensiver Weidehaltung weist einen höheren Omega-3-Fettsäuren-Gehalt und einen niedrigeren Omega-6-Fettsäuren-Gehalt auf als Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung bzw. von Tieren, die mit Getreide und Soja gefüttert werden.
     
  2. Milchprodukte werden zu 100 Prozent vom Speiseplan gestrichen. Milchprodukte werden von vielen Menschen unwissentlich nicht vertragen. Sei irritieren die Darmgesundheit, fördern ein ungünstiges Darmmilieu und können schon allein auf diese Weise die Entstehung einer Autoimmunerkrankung fördern.
    Wenn Sie nach Ihrer Genesung gelegentlich Milchprodukte verzehren möchten, wählen Sie ausschliesslich Produkte aus biologischer Weidehaltung und kaufen Sie nur solche Milchprodukte, die NICHT homogenisiert wurden.
     
  3. Back- und Teigwaren aus herkömmlichen Mehlen sind nichts als Magenfüller und Sattmacher. Mehr Informationen zum Thema, warum Getreide für unsere Gesundheit nicht förderlich ist, lesen Sie hier.
     
  4. Fette und Öle: Gemieden werden alle tierischen Fette und pflanzlichen Öle (insbesondere die folgenden Omega-6-Fettsäuren-reiche Öle: Distelöl, Sonnenblumenöl, Maisöl und Sojaöl). Ausnahmen stellen die weiter oben genannten Omega-3-Fettsäurenreichen Öle dar (hochwertiges, kalt gepresstes Olivenöl, Lein- und Hanföl sowie Kokosöl)
     
  5. Fertiggerichte und Konserven aller Art
     
  6. Zucker und synthetische Süssstoffe sowie damit gesüsste Produkte
  7. Herkömmliche Süssigkeiten und Milchschokolade
     
  8. Kaffee und Schwarztee (während des Koffeinentzugs kann Getreide- oder Lupinenkaffee hilfreich sein, als Süssungsmittel eignen sich Steviaprodukte oder Xylithol)
     
  9. Softdrinks, kohlensäurehaltiges Mineralwasser, gekaufte Säfte und alkoholische Getränke

Der Ernährungsplan bei Arthritis

Ein Ernährungsplan bei Arthritis könnte so aussehen:

  1. Erstes Frühstück: Ein grosses Glas Wasser oder Kräutertee z.B. Basischen Morgentee.
     
  2. Zweites Frühstück: Frische Früchte so viel Sie mögen, je nach Appetit auch alle zwei Stunden eine weitere Obstmahlzeit bis zum Mittagessen. Oder einen grünen Smoothie. Oder – für Menschen mit grossem Hunger am Morgen – ein basisches Müsli mit Früchten und Mandelmilch
     
  3. Mittagessen: Essen Sie sich an Salaten satt. Diese sollten bevorzugt aus grünem Blattgemüse (Blattsalate, Radicchio, Zuckerhut, Weisskohl, Rotkohl, etc.), Wildpflanzen (Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere, Melde, Portulak etc.), Kräutern und selbst gezogenen Keimlingen bestehen. (Mit Salaten sind hier also keinesfalls Kartoffel-, Nudel-, Reis- oder gar Wurstsalate gemeint.) Auch Wurzel- oder Knollengemüse können verwendet werden (z. B. Pastinaken, Rettiche, Kohlrabi, Knollensellerie etc.). Die Salate werden mit einem Dressing aus Zitronensaft oder Apfelessig, kalt gepressten hochwertigen Ölen (Hanf-, Lein- oder Olivenöl), Algenflocken (z. B. "Salat des Meeres" im Naturkosthandel) und Meer-, Kräuter- oder Steinsalz verfeinert.
     
  4. Zwischenmahlzeit: eine Handvoll Mandeln oder daraus hergestellte Mandelmilch (in den Mixer Wasser, Mandeln und entsteinte Datteln geben.
     
  5. Abendessen: Kurz gedünstetes Gemüse mit einer glutenfreien Beilage wie z. B. Esskastanien, Hirse, Buchweizen, Quinoa und seltener auch Kartoffeln.
     

Je nach Stadium der Arthritis und der Allgemeinverfassung des einzelnen Menschen, sollten die Komponenten der ganzheitlichen Arthritis-Therapie häppchenweise und keinesfalls alle gleichzeitig umgesetzt werden.

Die ganzheitliche Arthritis-Therapie führt zu einer enormen Ausscheidung von Toxinen, überschüssigen Proteinen und eingelagerten schädlichen Stoffwechselendprodukten, so dass dieser Prozess – wird er nicht Schritt für Schritt, sondern übereilt eingeleitet – so genannte Heilkrisen (auch Entgiftungssymptome oder Herxheimer Reaktion genannt) auslösen kann.

Gehen Sie daher mit Bedacht, systematisch und konsequent vor und verlieren Sie nie Ihr Ziel aus den Augen: Vollkommene Gesundheit!

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Ihnen gefällt das Ernährungskonzept des Zentrums der Gesundheit? Sie möchten gerne detailliert wissen, wie Sie für sich und Ihre Familie eine rundum gesunde Ernährung gestalten können? Oder möchten Sie vielleicht Ihrem Berufsleben eine neue Perspektive geben und auch andere Menschen zu Themen rund um eine ganzheitliche Gesundheit beraten können? Wir empfehlen die Akademie der Naturheilkunde zur Aus- bzw. Weiterbildung.

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie – die gesunde Ernährung und ein gesundes Leben lieben – in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit in einer Fernausbildung aus.

Quellen:

Fussnote:

(1) Unspezifische Entzündungszeichen:

Zu den unspezifischen Entzündungszeichen gehören die folgenden:

  • Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist erhöht
  • Das CRP (C-reaktives Protein) wird bei Entzündungen in grösserer Menge produziert
  • Eine Anämie (Blutarmut mit Verminderung der roten Blutkörperchen) liegt vor


Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal