Arthrose - Arthritis

Arthritis: Was kann man tun?

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 03.11.2018
  • 25 Kommentare
Arthritis: Was kann man tun?
© istockphoto.com/natthawon

Arthritis gilt als unheilbar. Man kennt weder die tatsächliche Ursache der rheumatischen Erkrankung noch eine nebenwirkungsfreie Therapie. Betroffene werden mit zweifelhaften Schmerzmitteln, Entzündungshemmern und sogar Chemotherapeutika ruhig gestellt. Dabei gibt es eine Ernährungsweise, die gemeinsam mit einer Reihe naturheilkundlicher Massnahmen den Körper in einen Zustand versetzen kann, so dass er sich schliesslich selbst von Arthritis oder zumindest einem Grossteil der schmerzhaften für Arthritis typischen Symptome befreien kann.

Inhaltsverzeichnis

Rheumatoide Arthritis – Im Volksmund: Rheuma

Arthritis ist eine entzündliche, schubweise verlaufende Gelenkerkrankung, die zum grossen Formenkreis der rheumatischen Beschwerden gezählt wird, wozu neben zahlreichen verschiedenen Arten der Arthritis auch die Arthrose, die Gicht und der Weichteilrheumatismus gehören.

Wenn im Volksmund aber von Rheuma die Rede ist, meint man im Allgemeinen die rheumatoide Arthritis (früher auch chronische Polyarthritis genannt), die oft mehrere Gelenke gleichzeitig, in vielen Fällen jedoch bevorzugt die Finger- und Zehengelenke befällt und die im Mittelpunkt dieses Artikels stehen wird.

Verwechslungsgefahr: Arthritis und Arthrose

Gerne wird die Arthritis von Laien mit der Arthrose verwechselt. Während aber die Arthritis eine Entzündung der Gelenke beschreibt, die im Verlauf der Krankheit zu Gelenkschäden führen kann, verhält es sich bei der Arthrose gerade umgekehrt. Hier führen die (angeblich verschleissbedingten) Gelenkschäden zu Entzündungen.

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Offizielle Arthritis-Ursache: Krankhafte Autoimmunprozesse

Bei Arthritis sollen der aktuell gültigen Theorie zufolge fehlgeleitete Autoimmunprozesse dazu führen, dass körpereigene Antikörper das Knorpelgewebe angreifen (was sich in einer schmerzhaften Entzündung äussert) und das Gelenk nach und nach zerstören.

Der Knorpel ist ein geschmeidiges, gallertartiges Gewebe, das in jedem Gelenk die Enden der Knochen vor Reibung schützt. Wenn die Knorpelmasse immer mehr schwindet, reiben irgendwann die Knochenenden schmerzhaft aneinander, was in Verhärtungen und Deformationen endet.

Die Symptome

Während die Arthrose ausschliesslich Probleme im betroffenen Gelenk beschert (bevorzugt Knie und Hüfte), wartet die Arthritis mit einer ungleich grösseren Fülle an Symptomen auf. Akute Schübe (die Wochen bis teilweise Monate dauern können) treten mit Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Fieber, starker Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf.

Auch so genannte Rheumaknoten gelten als Kriterium für Arthritis. Dabei handelt es sich um auffällige Verdickungen im Unterhautfettgewebe an der Streckseite der Gelenke. Doch damit nicht genug.

Eine Arthritis kann ausserdem von Kopfschmerzen, Depressionen, Hautkrankheiten und Juckreiz, Magen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit, Zahnfleischerkrankungen, sprödem und glanzlosem Haar, Schwindel, Augenproblemen und Atembeschwerden begleitet sein. Welche Symptome nun in welcher Kombination tatsächlich auftreten, ist von Patient zu Patient unterschiedlich.

Arthritis kann jeden - auch Kinder - treffen

In Deutschland leben 8 Millionen Rheumatiker. Davon leiden etwa 10 Prozent also 800.000 Menschen an rheumatoider Arthritis, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind als Männer. Während Arthrose eher als Alterserscheinung gilt (wenn sie nicht gerade von Unfällen verursacht wurde), könne das Schicksal einer Arthritis - so heisst es - jederzeit jeden in jeder Altersklasse treffen.

Auch Kinder sind keineswegs sicher vor Arthritis.

Allein in Deutschland sollen sich derzeit 20.000 bis 30.000 Kinder unter 16 Jahren mit der sog. juvenilen idiopathischen Arthritis herumplagen müssen (mit "idiopathisch" will die Schulmedizin sagen, dass sie bislang noch keine einleuchtende Erklärung in Bezug auf die Ursache der Krankheit parat hat). Jährlich kommen 1.000 bis 2.000 Neuerkrankungen in dieser Altersstufe hinzu.

Inzwischen kommt aber so langsam Licht ins Dunkel. Und so fand eine amerikanische Studie heraus, dass die juvenile idiopathische Arthritis die längste Zeit idiopathisch war und jetzt – zumindest in vielen Fällen – zu einer iatrogenen juvenilen Arthritis wurde. Iatrogen bedeutet: Vom Arzt oder von ärztlich verordneten Medikamenten verursacht.

Die juvenile Arthritis kann nämlich eine Spätfolge von häufig verabreichten Antibiotika-Therapien in der frühen Kindheit sein – wie ein Forscherteam im Juli 2015 in der Fachzeitschrift Pediatrics erklärte und worauf wir hier näher eingegangen sind: Juvenile Arthritis durch Antibiotika

Die Diagnose

Bei einer Arthritis zeigt eine Röntgenaufnahme erst im fortgeschrittenen Stadium (nach mehreren Jahren) Gelenkschäden, so dass eine solche in der Anfangsphase der Krankheit kaum eine diagnostische Hilfe sein wird. Meist ist es das Blut, das dem untersuchenden Arzt Rückschlüsse darüber erlauben soll, wie es um den Patienten steht.

Wenn das Blut nämlich die so genannten unspezifischen Entzündungszeichen aufweist, dann deutet der Arzt das bereits als ersten Hinweis auf eine Arthritis.

Zu den unspezifischen Entzündungszeichen gehören die folgenden:

  • Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist erhöht
  • Das CRP (C-reaktives Protein) wird bei Entzündungen in grösserer Menge produziert
  • Eine Anämie (Blutarmut mit Verminderung der roten Blutkörperchen) liegt vor

Rheumafaktor: Wenig zuverlässig

Wenn neben diesen unspezifischen Werten auch der so genannte Rheumafaktor gesucht und womöglich gefunden wird, dann gilt: Ruhe bewahren. Denn dieser ist keineswegs so eindeutig wie sein Name verspricht.

Der Rheumafaktor bezeichnet spezielle Antikörper (auch RF-Antikörper genannt), die bei 75 Prozent der Arthritis-Patienten vorhanden sind. Das heisst jedoch gleichzeitig, dass es in 25 Prozent der Fälle durchaus möglich ist, Arthritis zu haben, ohne mit dem Rheumafaktor gesegnet zu sein. Andererseits kann der Rheumafaktor auch bei völlig gesunden Menschen nachgewiesen werden.

Keine eindeutige Arthritis-Diagnose möglich

Um die Diagnosestellung möglichst perfekt zu machen, wird noch nach weiteren Antikörpern gefahndet, den so genannten Anti-Citrullin-Antikörpern und den antinukleären Antikörpern (ANA). Erstere finden sich bei etwa 50 Prozent der Arthritis-Patienten, letztere bei ca. 30 Prozent.

Es gibt also nichts, das bei allen Betroffenen gleichermassen vorhanden wäre – und dennoch werden alle (sofern bestimmte Symptome auftauchen) über einen Kamm geschoren, erhalten eine niederschmetternde Arthritis-ist-unheilbar-Diagnose und verlassen betrübt sowie mit einem Packen nebenwirkungsreicher Medikamente ausgestattet die Praxis.

Arthritisähnliche Symptome müssen keine Arthritis sein

In Wirklichkeit aber besteht eine nicht unbedeutende Chance, dass eben doch keine Arthritis vorliegt – auch wenn die Symptome ähnlich sind.

Wenn Sie also an geschwollenen, schmerzenden Gelenken, an eingeschränkter Beweglichkeit des betroffenen Gelenks, Morgensteifigkeit und den übrigen Symptomen leiden, die von der Schulmedizin kurzerhand als Arthritis und damit als unheilbar bezeichnet werden, dann gehen SIE einfach davon aus, dass SIE eben keine Arthritis haben, sondern nur ein paar Symptome, die der Arthritis ähneln. Und da nur ARTHRITIS unheilbar ist, nicht aber IHRE Symptome, könnten Sie jetzt – wenn Sie wollten – die Angelegenheit in Ihre eigenen Hände nehmen, sich einer ganzheitlichen Therapie zur Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte widmen und in wenigen Monaten Ihren Arzt bestätigen lassen, dass Sie offenbar tatsächlich keine Arthritis hatten, denn sonst wären Sie ja jetzt nicht plötzlich wieder gesund – zumindest wird das die einzige Erklärung sein, die ihm dann noch einfallen wird.

Arthritis wirklich unheilbar?

Eine andere Möglichkeit wäre, Ihrem Arzt zwar die Diagnose Arthritis abzunehmen, aber nicht an die Unheilbarkeit derselben zu glauben. Schliesslich behauptet er nur deshalb, Arthritis sei unheilbar, weil er es so gelernt hat, weil er es ständig in seinen Fachmagazinen liest, weil sein Pharmavertreter das so sagt und weil er selbst noch keinen Patienten erlebt hat, der ihn vom Gegenteil überzeugt hätte.

Das beweist aber nicht die Unheilbarkeit von Arthritis, sondern lediglich ein nicht vorhandenes Interesse der Wissenschaft und der Pharmaindustrie an einer ganzheitlichen Anti-Arthritis-Therapie (so dass es dazu verständlicherweise auch keine Studien geben kann). Dazu kommt die nicht vorhandene Selbstverantwortung der meisten Arthritis-Patienten, ihre Hörigkeit der Schulmedizin gegenüber sowie ihre mangelnde Bereitschaft, ihre derzeitige Lebens- und Ernährungsweise grundlegend zu ändern.

Zusammengefasst bedeuten die letzten beiden Absätze:

Wenn Arthritis unheilbar ist, gleichzeitig aber Menschen mit Arthritis-Diagnose – wenn sie gewisse Massnahmen ergreifen – symptom- und schmerzfrei werden können, dann hat man ihnen entweder eine Fehldiagnose angedeihen lassen oder aber Arthritis ist sehr wohl umkehrbar.

Arthritis: Die Ursache

Eine Krankheit zu lindern, gelingt am besten, wenn man deren Ursache bzw. Auslöser kennt. Bei Arthritis ist das in schulmedizinischen Kreisen bislang noch nicht der Fall. Wie bereits erwähnt bezeichnet man – wenn nicht gerade Bakterien zu einer kurzfristigen Arthritisattacke führten - einen Fehltritt des Immunsystems als die Ursache von Arthritis.

Doch den Auslöser, der überhaupt erst zu diesem Fehltritt geführt haben soll, kennt man nicht. Leider weiss man ausserdem nicht nur zu wenig über die Ursache der Arthritis, sondern es stellt sich immer mal wieder heraus, dass auch das, was man über die Krankheit zu wissen glaubte, nicht unbedingt korrekt ist.

Bislang galt Arthritis als eine Autoimmunerkrankung, die zu einer Entzündung und diese wiederum zur Gelenkzerstörung führt. Mittlerweile jedoch zeichnet sich diesbezüglich ein Wandel ab. Offenbar ist Arthritis doch nicht die rein entzündliche Erkrankung, als die sie uns seit mehr als hundert Jahren präsentiert wird.

Ganz am Rande erfahren wir, dass für die Behauptung, die Entzündung sei der Grund für die Zerstörung von Knochen und Knorpel niemals ein Beweis erbracht wurde.

Stattdessen heisst es jetzt, dass ein ganz anderer Prozess zur arthritistypischen Gelenkzerstörung führe, nämlich ein spezifischer onkologischer Prozess. Wann wird auch diese These überholt und widerlegt werden?

Schulmedizin noch in der Lernphase

Die schulmedizinische Wissenschaft ist also auch in Bezug auf die Arthritis – trotz alljährlicher millionenschwerer Forschungsgelder - keineswegs so wissend, wie sie gemeinhin den Eindruck erwecken will und befindet sich hier noch in der Lernphase.

Dennoch erhebt sie - wie bei so vielen anderen Beschwerden - das Alleinrecht auf die Behandlung von Arthritis.

  • Warum sollten wir einer solchen Wissenschaft glauben wollen, dass Arthritis unheilbar sei?
  • Warum sollten wir einer solchen Wissenschaft glauben wollen, dass nur allein ihre Therapievorschläge angewendet werden dürfen, während alles andere als "Scharlatanerie" bezeichnet wird?

Und das, wo die übliche Medikation von Arthritis einen dicken, fetten Rattenschwanz an Nebenwirkungen hinter sich herschleift – die man selbstverständlich auf die eigene Kappe zu nehmen hat und das auch noch ohne jede Hoffnung auf ein Ende der Erkrankung.

Arthritis-Therapie der Schulmedizin

Bei Arthritis werden fünf verschiedene Arzneimittelgruppen eingesetzt:

  • Schmerzmittel
  • Nicht-Steroidale Anti-Rheumatika (NSAR) = entzündungshemmende Schmerzmittel ohne Cortison
  • Cortison
  • so genannte Basistherapeutika
  • so genannte Biologicals

Schmerzmittel und NSAR bei Arthritis

Bei den ersten Ansätzen einer Arthritis werden meist Schmerzmittel oder NSAR (z. B. Diclofenac oder Acetyl-Salicyl-Säure) verordnet. Leider betäuben sie den Schmerz, nichts weiter.

Letztere dämmen ausserdem die Entzündung ein. Nebenwirkungen gibt es bei diesen Arzneimitteln leider zuhauf, z. B. Magenschäden, woran allein in den USA jährlich 170.000 Menschen nur aufgrund der Einnahme der genannten Medikamente leiden. 16.500 von ihnen versterben an den Folgen von Magenblutungen.

Weitere Nebenwirkungen sind Impotenz, Bluthochdruck und Leberschäden.

Das Schmerzmittel Paracetamol, das sehr gerne bei rheumatischen Gelenkschmerzen verordnet wird, ist der Spitzenreiter unter jenen Medikamenten, die zu akutem Leberversagen führen können. [ Quelle]

Paracetamol ist für zwei Drittel aller Fälle akuten Leberversagens verantwortlich, die von Medikamenten verursacht werden. 75 Prozent dieser "Fälle" versterben infolge dieses medikamentenbedingten Leberversagens. NSAR sind (gemeinsam mit Antibiotika, Cholesterinsenkern und Epilepsie-Arzneimitteln) für das übrige Drittel zuständig.

Diclofenac hingegen vermindert die Blutversorgung der Nieren, was – besonders bei vorgeschädigten Nieren – problematisch werden kann.

Die Nierenfunktion muss während einer Diclofenac-Einnahme daher regelmässig vom Arzt überprüft werden, um einem möglicherweise drohenden Nierenversagen noch rechtzeitig mit Gegenmassnahmen begegnen zu können.

Cortison bei Arthritis

Begleitend zu den nachfolgend beschriebenen Basistherapeutika wird gelegentlich Cortison verordnet. Es hemmt Entzündungen noch stärker als dies NSAR tun.

Cortison tut das natürlich nicht nur im Gelenk, sondern im ganzen Körper – obwohl es dort gar nicht nötig wäre. Und so treten auch die Cortison-Nebenwirkungen im ganzen Körper auf. Das kann Bluthochdruck sein, ein stärkeres Hungergefühl (und infolgedessen Übergewicht) oder Muskelschwäche.

Unter Cortison (abhängig von der Dosis und Dauer der Einnahme) entwickeln manche Menschen ein Vollmondgesicht, was bei Unwissenden (meist solchen, die noch den entbehrungsreichen Kriegszeiten entstammen) zum fragwürdigen Kompliment führen kann, man sehe so "gesund und proper" aus.

Leider fühlen sich die Betroffenen alles andere als gesund, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass Cortison auch ernsthafte Augenkrankheiten (grüner und grauer Star), Diabetes, Hautveränderungen ( Pickel, Blutungen, die sich in Blutergüssen unter der Haut abzeichnen), Depressionen und Osteoporose auslösen kann. Da Cortison nur deshalb Entzündungen hemmt, weil es die körpereigenen Abwehrkräfte schwächt, ist ein cortisonbehandelter Organismus ausserdem stärker infektionsgefährdet.

Sobald irgendwelche der genannten Probleme auftreten, wie z. B. grosser Durst (Hinweis auf Diabetes), Fieber (Hinweis auf Infektion) oder andere, möge man daher umgehend seinen Arzt darüber informieren. Doch warum nur, so könnte man sich fragen, sollte man das tun?

  • Damit dieser die Cortisonbehandlung absetzt bzw. ausschleicht und die Arthritis wiederkehrt?
  • Damit er andere Medikamente mit anderen Nebenwirkungen verordnen kann?
  • Damit er Medikamente gegen die entstandenen Nebenwirkungen verschreiben kann, woraufhin sich die nächsten Nebenwirkungen einstellen?

Basistherapeutika bei Arthritis

Die so genannten Basistherapeutika sind jene Medikamente, die Ihnen vielleicht unter der Bezeichnung " Chemotherapie" geläufiger sind. Sie werden normalerweise in hohen Dosen bei Krebs eingesetzt.

Bei Arthritis kommen sie dann zum Zuge, wenn Cortison und NSAR nicht mehr zufrieden stellend wirken. Es handelt sich um Wirkstoffe wie z. B. Methotrexat, Sulfasalazin, Azathioprin und Chloroquin.

Im Gegensatz zu den übrigen symptomorientierten Medikamenten, die Schmerzen oder Entzündungen lindern sollen, unterdrücken diese Mittel ganz extrem das Immunsystem des Körpers.

Sie hemmen – z. B. im Falle von Azathioprin - konkret die Vermehrung der wichtigsten Abwehrzellen des Körpers. Es werden also jene Zellen blockiert, die uns eigentlich vor Krankheit und Tod beschützen, so dass die weiter unten beschriebenen Nebenwirkungen der Basistherapeutika niemanden mehr verwundern dürften.

Man behauptet, mit Hilfe von Basistherapeutika direkt in die für Arthritis verantwortlich gemachte Immunreaktion des Körpers einzugreifen.

Da damit jedoch noch lange nicht der Auslöser dieser Immunreaktion erkannt und eliminiert wird, handelt es sich auch bei dieser Therapie um eine rein symptomorientierte, die – trotz aller Versprechen – eine Reihe ernsthafter Nebenwirkungen haben kann und darüber hinaus nicht einmal bei jedem Betroffenen gleichermassen eine Linderung herbeiführt.

Letzteres beweist erneut, dass arthritisähnliche Symptome in jedem Körper ein individuelles Geschehen darstellen, die mit Einheitsmedikamenten vielleicht unterdrückt, jedoch niemals endgültig behoben werden können.

Nebenwirkungen der Basistherapeutika

Leider zeigt es sich ausserdem erst nach einer Anlaufzeit von mehreren Wochen bis Monaten, ob man zu jenem Personenkreis gehört, bei dem die Basistherapeutika anschlagen oder eben nicht. Wenn ja, dann kann die Arthritis vorübergehend verschwinden sowie schmerzhafte Entzündungsschübe und die drohende Gelenksteifheit verhindert werden.

Das hört sich prima an. Doch was nützen Ihnen all diese wunderbaren (vorübergehenden!) Auswirkungen, wenn Sie statt dessen neuerdings unter Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, Veränderungen des Blutbildes (u. a. Blutarmut), chronischen Pilzinfekten und Kopfschmerzen leiden, wenn Ihnen die Haare ausfallen, Ihre Leber geschädigt ist, Sie jeden grassierenden Infekt aufschnappen und Sie ausserdem von Depressionen heimgesucht werden?

Alzheimer statt Arthritis?

Wussten Sie ferner, dass viele der Basistherapeutika die Aufnahme von Folsäure hemmen. Methotrexat ist ein regelrechter Folsäure- Antagonist. Folsäure ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das in der heutigen Ernährung meist sowieso schon knapp bemessen ist und dessen Mangel in Verdacht steht, die Alzheimer-Erkrankung mit auszulösen. Was also nützen Ihnen schmerzfreie Gelenke, wenn Sie sich in naher Zukunft nicht mehr an Ihren Namen erinnern können?

Wenn Sie bereits Basistherapeutika einnehmen, dann achten Sie in jedem Fall darauf, täglich sehr viel reines Wasser zu trinken, um die Ausscheidung der Medikamente zu fördern und sorgen Sie ausserdem – falls Ihr Rheumatologe dies versäumen sollte – für eine ausreichende Folsäurezufuhr (zeitversetzt zur Medikamenteneinnahme).

Biologische Medikamente bei Arthritis

Biologicals (zu deutsch "biologische Medikamente" oder "Biologika") sind brandneue Arzneimittel aus dem Genlabor. Die Beschreibung ihrer Wirkmechanismen hört sich zugegebenermassen äusserst vielversprechend an.

Im Gegensatz zu den Basistherapeutika beeinflussen Biologicals das Immunsystem nur sehr gezielt. Die so genannten TNF-alpha-Hemmer beispielsweise schalten den gleichnamigen Botenstoff aus (TNF-alpha), der als Kommunikationsmittel zwischen den Immunzellen fungiert und einem "Flugblatt" mit der Aufschrift "Lasst uns Entzündung machen!" gleicht.

Versagt auch diese Behandlung oder geht sie mit zu starken Nebenwirkungen einher, dann wird weiter experimentiert, z. B. mit der so genannten B-Zell-Therapie. Dabei werden nur bestimmte B-Zellen des Immunsystems zerstört, nämlich jene, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Arthritis spielen. Die übrigen B-Zellen, die Teil des schützenden Immunsystems sind, sollen dabei unangetastet bleiben.

Problem der Biologika könnte deren Jugend darstellen. Man setzt sie erst seit wenigen Jahren ein und manche befinden sich derzeit gar erst in der Testphase. Zu Langzeitwirkungen gibt es nicht die geringsten Erfahrungen. Dass medikamentöse Dauerattacken auf die hochkomplizierten Regulations- und Kommunikationsmechanismen des Organismus jedoch folgenlos bleiben könnten, scheint wenig realistisch zu sein.

Melden Sie sich!

Falls Sie irgendwo inmitten der schulmedizinischen Arthritis-Therapie irgendetwas entdecken sollten, das den Körper zur Abwechslung einmal stärkt, anstatt ihn immer weiter zu schwächen und zu belasten, melden Sie sich bitte. Denn wie soll Heilung jemals möglich sein, wenn der Organismus permanent mit chemisch-synthetischen oder biotechnologischen Arzneimitteln bestürmt wird, die ihn nur noch kränker machen?

Ein ganzheitliches Arthritis-Konzept aus naturheilkundlichen Massnahmen (Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzung, Entschlackung etc.), finden Sie in unserem entsprechenden Artikel.

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Zuletzt kommentiert

Stein schrieb am 06.06.2018

Hallo! Nach einer Diagnose Polyarthritis vor ein paar Wochen habe ich mit grossem Interesse Ihren Artikel Arthritis - Heilung ist möglich, insbesondere den Teil ganzheitliche Arthritistherapie, gelesen. Inzwischen hat sich der obige Artikel etwas verändert und ich kann einen entsprechenden Artikel mit einem ganzheitlichen Arthritis-Konzept aus naturheilkundlichen Massnahmen (Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzung, Entschlackung etc.), nicht mehr auf Ihrer Webseite finden.
Ich fand den Artikel zwar etwas provokativ und polemisch geschrieben (nicht ganz im Stil der sonstigen Artikel auf Ihrere Webseite), für mich war er jedoch eine Hoffnung, vielleicht ohne schulmedizinische Arzneimittel meine Arthritis zu bekämpfen.
Da ich in Kürze eine Entscheidung treffen muss, mit Basistherapeutika anzufangen oder ersteinmal mindestens 6 Monate naturheilkundliche Massnahmen auszuprobieren, frage ich mich bzw Sie, ob dieser Artikel seriös war, da mir insbesondere auch Quellen und Referenzen zu den Aussagen gefehlt haben.
Vielen Dank und beste Grüsse
Stein

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Stein

Der Artikel war lediglich zu lang, so dass wir ihn geteilt haben. Das ganzheitliche Konzept bei Arthritis finden Sie daher hier: Rheuma: natürliche Massnahmen

Alles Gute und viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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