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Gesundes Zahnfleisch ohne Parodontitis

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(Zentrum der Gesundheit) - Haben auch Sie entzündetes Zahnfleisch? Neigen Sie zu Zahnfleischbluten? Bildet sich Ihr Zahnfleisch bereits zurück? Dann leiden Sie möglicherweise an Parodontitis. Die chirurgischen Möglichkeiten der Zahnmedizin sind in diesem Fall nichts für schwache Nerven. Höchste Zeit für ganzheitliche Massnahmen, um der Parodontitis ein Ende zu bereiten. Wussten Sie beispielsweise, dass schon allein eine konsequente Ernährungsumstellung oft nahezu wundersame Auswirkungen auf eine Parodontitis hat?

Entzündetes Zahnfleisch ist keine Seltenheit

Die Parodontitis betrifft in den Industrienationen mehr als die Hälfte der über 40jährigen. Sie ist sehr viel häufiger für Zahnverlust verantwortlich als Karies. Bei der Parodontitis ist nicht nur das Zahnfleisch entzündet - wie etwa bei der gewöhnlichen Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Die Entzündung geht bei der Parodontitis ausserdem auf die Wurzelhaut und die Kieferknochen über. Letztere bauen sich dann im Laufe der Zeit immer mehr ab, die Zähne werden locker und fallen schliesslich aus.

Parodontitis führt zu Zahnverlust

Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung infolge einer bakteriellen Infektion. Die entsprechenden Bakterien leben im Zahnbelag, im Zahnstein, im Zungenbelag, auf der Mundschleimhaut und auf den Gaumenmandeln. Gleichzeitig jedoch ist die Parodontitis auch eine Autoimmunerkrankung.

Im Zahnbelag (der Plaque) befinden sich nicht nur Bakterien, sondern natürlich auch deren giftige Stoffwechselprodukte sowie die Zerfallsprodukte toter Bakterien. Diese Bakteriengifte lösen im Immunsystem hektische Aktivitäten aus.

Beim Versuch, Bakterien und Bakteriengifte zu bekämpfen, wird auch körpereigenes Gewebe zerstört, was zum erwähnten Kieferknochenabbau und letztendlich zum Zahnverlust führt.

Parodontitis: Die Symptome

Da die Parodontitis grösstenteils schmerzlos verläuft, übersieht der Patient in vielen Fällen die Anfangsstadien der Erkrankung. Die von der Parodontitis ausgelöste Entzündungsreaktion des Körpers führt nach und nach zu den folgenden Symptomen:

  • zu einem geröteten, entzündeten Zahnfleisch mit häufigem Zahnfleischbluten und häufig auch Mundgeruch
  • zu einer Lockerung des entzündeten Zahnfleisches, so dass dieses nicht mehr am Zahn anhaftet
  • zur darauf folgenden Bildung tiefer Zahnfleischtaschen, in denen sich besonders viele Bakterien einnisten können
  • zu Zahnstein, der für den Patienten nicht sichtbar ist, da er unter dem Zahnfleisch, also zwischen Zahnfleisch und Zahnwurzel entsteht. Dieser Zahnstein bildet sich infolge von Zahnfleischblutungen in den entzündeten Zahnfleischtaschen, nämlich dann, wenn Eiweisse verkalken, die sich im Blut und im Entzündungssekret befinden.
  • zu einem Rückgang des Zahnfleisches
  • zu einem Abbau des Kieferknochens
  • zur Lockerung der Zähne
  • langfristig zu Zahnverlust

Parodontose und Parodontitis: Der Unterschied

Im Volksmund wird die Parodontitis noch immer fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist. Die Endung -itis weist auf eine Entzündung hin, während die Endung -ose auf eine Rückbildung des Gewebes ohne entzündliche Prozesse hinweist.

Eine echte Parodontose jedoch (also ohne Entzündung) wäre eine medizinische Seltenheit, kommt also so gut wie nie vor.

Parodontitis fördert andere Krankheiten

Leider ist die Parodontitis keine Erkrankung, die sich auf den Zahn bzw. die Mundhöhle beschränkt. Einmal ausgebrochen können die infektiösen Bakterien über den Blutkreislauf in den ganzen Organismus gelangen und auf diese Weise auch in ganz anderen Körperregionen zu ähnlichen Entzündungen führen:

  • Parodontitis kann das Risiko für die Entwicklung einer Arthritis (Gelenkentzündung) steigern. Wenn Patienten sowohl unter einer Arthritis als auch unter einer Parodontitis leiden, dann lässt sich beobachten, dass eine erfolgreiche nicht-chirurgische Behandlung der Parodontitis auch zu einer Besserung der Arthritis führen kann.(1)

  • Durch die Parodontitis können auch sehr viel häufiger Ablagerungen in den Blutgefässen entstehen. Das Risiko, dadurch eine Herzerkrankung zu erleiden, sei bei Parodontitis-Patienten doppelt so hoch als bei Menschen mit gesundem Zahnhalteapparat, heisst es.(2)

  • Wenn schwangere Frauen unwissend an einer Parodontitis leiden, dann kann dies ihr Fehlgeburtenrisiko steigern.(3)

  • Parodontitis soll sogar Diabetes verursachen bzw. verschlimmern können. Gleichzeitig schlägt eine Parodontitisbehandlung bei Diabetikern deutlich weniger gut an als bei Nicht-Diabetikern.

  • Auch Asthma scheint bei Parodontitis-Patienten häufiger aufzutreten als bei Menschen mit gesundem Zahnfleisch.(4)

Die möglichen Ursachen einer Parodontitis

Schwaches Immunsystem, falsche Ernährung und unzureichende Mundhygiene

Parodontitis weist jedoch auch ohne die genannten Komplikationen bzw. möglichen Folgeerkrankungen auf ein allgemeines Gesundheitsproblem hin - nämlich auf ein geschwächtes Immunsystem in Verbindung mit einer oft unzureichenden Mundhygiene und ganz besonders in Verbindung mit einer falschen Ernährungsweise.

Dabei trägt die ungünstige Ernährung aus reichlich tierischem Eiweiss und ebenso vielen isolierten Kohlenhydraten wie Back- und Teigwaren, Süssigkeiten, poliertem Reis etc. einerseits massgeblich zum genannten schwachen Immunsystem bei.

Andererseits fördert eine solche Ernährung überhaupt erst die Entstehung von jenen Zahnbelägen, in und von denen die Parodontitis-Bakterien letztendlich leben, und begünstigt somit die Entwicklung oder Verschlimmerung der Parodontitis.

Übersäuerung

Zu einer ganzheitlichen Behandlung einer Parodontitis gehört zu allererst einmal die Suche nach einer Ursache für das geschwächte Immunsystem. Die falsche Ernährung ist hier nur ein Aspekt. Allerdings kann diese wiederum in hohem Mass zu einer chronischen Übersäuerung des gesamten Organismus führen.

Eine Übersäuerung wiederum erhöht die Infektionskraft von Bakterien und kann sich - abhängig von der persönlichen Schwachstelle des einzelnen Menschen - in jedem Bereich des Körpers (und so auch im Zahnhalteapparat) negativ auswirken.

Schwermetallbelastung

Auch eine Schwermetallbelastung durch amalgamhaltige Zahnfüllungen die Immunkraft des Körpers schwächen. Zur Entfernung von Amalgam und der ordnungsgemässen Ausleitung von Quecksilber finden Sie hier die nötigen Informationen: Amalgam entfernen, Quecksilber ausleiten

Dysbiose im Verdauungssystem

Da ein Grossteil des Immunsystems seinen Sitz im Verdauungssystem hat, ist bei Infektionen - gleich welcher Art - immer auch der Darm in den Mittelpunkt der Therapie zu rücken. Wenn nämlich bereits im Darm eine Dysbiose (= Dysbakterie) vorliegt (also ein Ungleichgewicht der Darmflora), dann ist davon auszugehen, dass diese Dysbiose auch die Mundflora negativ beeinflusst. (Mehr Informationen zur Dysbiose bzw. Dysbakterie)

Tote Zähne

Abgesehen davon kann auch ein toter Zahn zu einer Parodontitis führen. Dabei handelt es sich jedoch um eine etwas seltenere Form der Parodontitis, nämlich um eine Parodontitis, die von der Wurzelspitze des betroffenen Zahnes ausgeht.

In diesem Fall muss erst der tote Zahn entsprechend behandelt werden (Wurzelbehandlung oder Zahnentfernung), bevor weitere Massnahmen ergriffen werden können. Sehr viel häufiger ist jedoch die so genannte marginale Parodontitis, die vom Zahnfleischsaum ausgeht.

Parodontitis-Behandlung beim Zahnarzt

Die wenigsten der genannten möglichen Parodontitis-Ursachen werden in der schulmedizinischen Parodontitisbehandlung berücksichtigt. Im Mittelpunkt der zahnärztlichen Therapie steht die Keimreduzierung.

Zu diesem Zweck müssen Zahnstein, Zahnbeläge und auch stark befallenes Zahnfleischgewebe an der Zahnfleischinnenhaut entfernt werden.

Da gerade der gefährliche Zahnstein unter dem Zahnfleisch sitzt, ist diese Behandlung nicht sonderlich angenehm. Das Zahnfleisch muss abgehoben werden, damit der Zahnstein von der Zahnwurzel abgeschabt werden kann. Gleichzeitig werden die Zahnfleischtaschen gesäubert und desinfiziert.

Die Curettage

Dabei kommt die sog. Curettage zum Einsatz, einer Behandlungsmethode mit winzigen Hacken namens Curetten, mit denen Bakterien und Zahnstein zu Leibe gerückt werden kann. Leider ist die Sache - insbesondere wenn nach der Behandlung die Betäubung nachlässt - für den Patienten recht schmerzhaft.

Die Ultraschall-Curettage

Da die Angelegenheit gleichzeitig für den armen Zahnarzt so anstrengend ist, entwickelte man eine Ultraschall-Variante der Curetten. Diese jedoch verkratzen die Wurzeloberfläche. Zahnbeläge finden nun nichts attraktiver als eine unebene Oberfläche, an der sie sich festhalten können. Also poliert man die Wurzel anschliessend mit einem entsprechenden Gerät. Da das aber wiederum zu einem ansehnlichen Substanzverlust am Zahn führt, ist der Schaden möglicherweise letztendlich grösser als der Nutzen.

Die rotierend-instrumentelle Curettage

Als die derzeit angeblich zahnschonendste und gleichzeitig relativ erfolgreichste Methode gilt die sog. rotierend-instrumentelle Curettage. Dabei werden befallene Bereiche nur geringfügig und genau definiert abgetragen, während sowohl die Zahnfleischinnenhaut geschont als auch ein übermässiger Substanzverlust verhindert wird.

Die Lappenoperation

Die blutrünstige frühere sog. Lappenoperation, bei der man mit dem Skalpell grosszügig ganze Partien des Zahnfleisches abschnitt und sowohl Patient als auch Zahnarzt nach erfolgter OP den Hauptakteuren eines Horrorschockers Konkurrenz bieten konnten, wird heute glücklicherweise nicht mehr oft eingesetzt.

Falls Ihr Zahnarzt dies dennoch vorhaben sollte, wäre es sicher nicht unklug, die Meinung eines zweiten Zahnarztes zu hören.

Antibiotika

Begleitend werden bei einer Parodontitis-Therapie oft auch Antibiotika verordnet. Davon kommt man jedoch immer weiter ab, da die Medikamente kaum in die Zahnbeläge dringen können und sich aber genau dort die Bakterien verstecken.

Folglich ist der Nutzen einer Antibiotika-Therapie in diesem Falle viel zu gering, als dass er die ungünstigen Nebenwirkungen rechtfertigen würde.

Zahnärztliche Behandlung allein nützt nichts

Doch selbst, wenn es - mit welcher Methode auch immer - gelingen sollte, auch die tiefsten Zahnfleischtaschen gründlich zu reinigen, was selten der Fall ist, kehren die Bakterien und damit die Entzündung meist schneller wieder zurück als Zahnarzt und Patient gucken können.

Die Zahnarztbehandlung wird daher nur dann erfolgreich sein, wenn der Patient im Anschluss daran sein Leben umkrempelt, wenn er eine andere Ernährung und eine konsequente Mundhygiene betreibt.

Erst dann wird sich das Milieu im Mundraum in ein bakterienfeindliches ändern, erst dann werden keine neuen Bakterien mehr gebildet werden können, erst dann wird das Immunsystem wird erstarken und sich gegen die Bakterien auflehnen können und letztendlich wird erst dann die Entzündung abklingen können.

Die möglichen ganzheitlichen Massnahmen bei Parodontitis

Je nach Art und Ausprägung der Erkrankung ist eine zahnärztliche Behandlung bei einem ganzheitlich tätigen Zahnarzt unumgänglich. Dann jedoch sind Sie an der Reihe. Der folgende Massnahmenkatalog hilft Ihnen dabei.

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1. Die Ernährung bei Parodontitis

Beobachtungen an Naturvölkern zeigten, dass diese (obwohl sie teilweise überhaupt keine Zahnhygiene betrieben) über eine hervorragende Zahngesundheit verfügten. Allerdings nur, so lange sie ihre traditionelle Kost assen. Dabei war es nicht einmal ausschlaggebend, ob sie bevorzugt von Fleisch, von Getreide, von Gemüse oder von Milchprodukten lebten.

Sobald diese Menschen jedoch Gelegenheit bekamen, industriell verarbeitete Nahrung zu kaufen und zu essen (Auszugsmehle, Zucker, gezuckerte Produkte wie z.B. Marmelade, Süssigkeiten, Kuchen etc., pasteurisierte Milch, Fertigprodukte), verschlechterte sich die Gesundheit ihrer Zähne auf extremste Weise.

Sie litten alsbald unter Karies, Parodontitis, frühzeitigem Zahnverlust sowie in den nächsten Generationen unter Zahnfehlstellungen.(5)

Zahn- und Zahnfleischerkrankungen müssen nicht Schicksal sein

Gelegentlich wird behauptet, eine ungesunde Ernährung sei nicht die Ursache von Karies und Zahnfleischerkrankungen (sondern die genannten Bakterien*). Schliesslich gäbe es viele Menschen, die Zucker und Junk Food ässen und dennoch einwandfreie Zähne hätten.

Hier gilt: Wer genetisch bedingt über eine schlechte Zahnsubstanz oder einen Zahnschmelzdefekt verfügt, oder auch wer in der frühen Kindheit Antibiotika-Behandlungen über sich ergehen lassen musste, die ebenfalls zu Zahnschäden an den späteren bleibenden Zähnen führen können, wird sich bei einer zuckerreichen Ernährung früher oder später über das Thema Zahnersatz Gedanken machen müssen.

Umgekehrt kann eine gesunde und zuckerfreie Ernährung bei einer genetischen Veranlagung für anfällige Zähne zu einem plötzlichen Kariesstopp und einer Rückbildung der Parodontitis führen, so dass der Zustand der Zähne - Erbanlagen hin oder her - keinesfalls als unabwendbares Schicksal hingenommen werden muss.

*Hier wird nicht berücksichtigt, dass die Bakterien ohne Zucker und isolierte Kohlenhydrate überhaupt nicht vorhanden wären, zumindest nicht in pathogener Anzahl.

Carotinoide helfen bei Parodontitis

Als besonders wichtig hat sich dabei die Versorgung mit Vitamin A bzw. Carotinoiden herausgestellt. Während sich Vitamin A in tierischen Produkten (besonders in Leber und anderen Innereien befindet, die heute nicht mehr übermässig empfehlenswert sind), können Carotinoide wunderbar über grünes Blattgemüse (z.B. in Form von täglichen Basendrinks aus Gräsern oder grünen Smoothies und sämtliche rot-, gelb- und orangefarbene Gemüse und Früchte bezogen werden., und

Folsäure fehlt bei Parodontitis

Bekannt ist ferner, dass von Parodontitis befallenes Zahnfleisch äusserst arm an Folsäure ist, einem Mitglied der Vitamin-B-Gruppe. Folsäure bzw. Folat ist jedoch ganz besonders reichlich in grünem Blattgemüse, so dass der bei Parodontitis erhöhte Folsäure-Bedarf automatisch mit den eben erwähnten Massnahmen zur Deckung des Carotinoid-Bedarfes gestillt werden kann, nämlich mit Grasdrinks, grünen Smoothies und natürlich auch mit dem Verzehr von Rohkost.

Folsäure ist wärmeempfindlich und daher in gekochten Speisen nur noch geringfügig enthalten.

2. Antioxidantien bei Parodontitis

Da es sich bei der Parodontitis um eine chronische Entzündung handelt und chronische Entzündungen grundsätzlich in Verbindung mit einem Antioxidantienmangel stehen, ergänzen Sie Ihre Ernährung mit hochwertigsten Antioxidantien, z.B. Astaxanthin, OPC, Krillöl etc., oder wählen Sie bewusst solche Lebensmittel aus, die sehr antioxidantienreich sind (Informationen zu einer antioxidantienreichen Ernährung finden Sie hier: Antioxidantien schützen unsere Zellen)

Gleichzeitig fanden Forscher heraus, dass Menschen mit Parodontitis grundsätzlich an einem Mangel eines ganz bestimmten Antioxidantiums leiden, nämlich an einem Mangel an Glutathion.

Dazu wurde der Glutathionspiegel der Gingivalflüssigkeit der Patienten untersucht. Die Gingivalflüssigkeit befindet sich zwischen Zahn und Zahnfleisch.

Die Wissenschaftler sind jetzt auf der Suche nach dem Grund dieses niedrigen Glutathionspiegels. Noch weiss man nicht, ob er ein Hinweis auf das Fortschreiten der Erkrankung ist oder auf den Kampf des Körpers gegen die Parodontitis.

Klar ist jedoch, dass der niedrige Glutathionspiegel aufgefüllt werden muss, so dass eine Erhöhung des Glutathionspiegels mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln den Organismus in jedem Falle unterstützen kann.(6)

3. Omega-3-Fettsäuren bei Parodontitis

Forscher der Harvard University sowie des Harvard School of Public Health Israel Deaconess Medical Center verkündeten nach ausführlichen Studien: Je höher die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren sei, desto niedriger sei die Parodontitis-Erkrankungsrate innerhalb der US-Bevölkerung.

Darüber hinaus würde sich eine Parodontitis-Behandlung mit hochwertigen Omega-3-Fettsäuren auch vorteilhaft auf andere chronisch-entzündliche Erkrankungen auswirken, wie z.B. auf Asthma, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Arthritis etc.

Integrieren Sie also solche Öle in Ihre Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie z.B. Leinöl, Hanföl oder Krillöl. Hier genügen bereits 1 bis 3 Esslöffel pro Tag bzw. bei Krillöl die angegebene Kapselmenge.(7)

4. Ölspülungen bei Parodontitis

Führen Sie zweimal täglich eine Ölspülung (auch Ölziehen genannt) mit einem hochwertigen Sonnenblumen- oder Olivenöl durch. Die Ölspülung übt einerseits einen Massageeffekt auf das gestresste Zahnfleisch aus.

Andererseits sollen dadurch die Stoffwechselgifte der Bakterien aus dem Zahnfleisch gezogen werden können. (Informationen zum sog. Ölziehen finden Sie hier: Ölziehen - eine Kur zur Entgiftung)

5. Starten Sie mit einem gründlichen Entsäuerungsprogramm

Informationen zur Übersäuerung und einem Programm zur Entsäuerung finden Sie hier:

6. Führen Sie eine gründliche Darmreinigung inkl. Darmfloraaufbau durch

Informationen zur Durchführung einer Darmreinigung und Darmsanierung finden Sie hier:

7. Richtige Mundhygiene bei Parodontitis

Verwenden Sie weiche Zahnbürsten und putzen Sie immer vom Zahnfleisch zu den Zähnen, nie umgekehrt. Putzen Sie Ihre Zähne nie unmittelbar nach einer Mahlzeit mit sauren Lebensmitteln, wie z.B. Zitrusfrüchten, Ananas etc.

Wenn Sie Zahnseide verwenden (wenn die Zähne sehr eng stehen), so gehen Sie mit dieser sehr behutsam um, damit Zahnfleischverletzungen vermieden werden. Sollten Sie über nicht allzu eng stehende Zähne verfügen, verwenden Sie statt Zahnseide sog. Interdentalbürstchen, also spezielle Bürstchen für die Zahnzwischenräume.

8. Zahnbürste desinfizieren

Da die schädlichen Parodontitis-Bakterien auch auf der Zahnbürste sitzen und daher mit jedem Zähneputzen wieder in den Mund gelangen und die Zahnbürste nicht nach jedem Zähneputzen entsorgt werden kann, sollte die Zahnbürste nach jedem Gebrauch desinfiziert werden. Dazu kann sie mit einigen Tropfen Grapefruitkernextrakt beträufelt werden.

9. Xylit-Mundspülungen verhindern und lindern Parodontitis

Führen Sie mehrmals täglich Mundspülungen mit Xylitol durch (besonders nach den Mahlzeiten und vor dem Zubettgehen, jedoch nach dem Zähneputzen). Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff, der bewiesenermassen nicht nur kariesfeindlich wirkt, sondern sich auch Parodontitis positiv beeinflusst. Das Xylit wird nach den Spülungen ausgespuckt.

10. Weitere wirksame Mundspülungen bei Parodontitis

Reduzieren Sie die schädlichen Keime in der Mundflora mit entsprechenden Mundspülungen. Gurgeln Sie ausführlich, also auch so, dass die Mundspülung die Gaumenmandeln benetzt, da auch dort die problematischen Bakterien sitzen:

  • Mundspülung mit verdünntem Grapefruitkernextrakt (10 - 15 Tropfen auf ein Glas Wasser) oder mit unverdünntem Grapefruitkernextrakt mehrmals täglich die Zähne putzen (1 bis 3 Tropfen auf die Zahnbürste geben)

  • Mundspülung mit natürlichen kräuterhaltigen Mundwässern z.B. Mundwasser mit Salbei, Thymian, Myrrhe etc.

  • Mundspülung mit verdünntem Teebaumöl: 1 Tropfen Teebaumöl auf eine Tasse mit warmem Wasser zum mehrmals täglichen Spülen verwenden

11. Reinigung der Zunge

Auch die Zunge ist anfällig für Ablagerungen. In diesen Zungenbelägen leben dieselben eine Parodontitis auslösenden Bakterien, die auch in den Zahnbelägen leben. Wenn also nur akribisch die Zahnbeläge entfernt werden, die Zungenbeläge jedoch vergessen werden, dann dient die Zunge als regelrechtes Bakterienreservoir. Der Zungenbelag kann mit einem speziellen Zungenreiniger – am besten jeden Morgen vor dem Zähneputzen – entfernt werden.

12. Rauchen einstellen

Bei Rauchern ist der Speichelfluss vermindert, so dass deren Parodontitis-Risiko schon allein aus diesem Grunde erhöht ist und sich bei Ihnen sehr viel schneller Zahnstein bildet als bei Nichtrauchern.

Auch verfügen Raucher oft über ein weniger leistungsfähiges Immunsystem, so dass sich die Parodontitis-Keime relativ ungestört ausbreiten können.

Falls Sie Raucher/in sind, sollten Sie sich daher eventuell Gedanken über eine Rauchentwöhnung machen. Bekannt ist jedenfalls, das bei den Nikotinabhängigen zahnärztliche Parodontitistherapien weniger oft zum Erfolg führen als bei Nichtrauchern.

13. Calcium und Magnesium gegen Parodontitis

Achten Sie auf eine ausreichende Calcium-/Magnesiumversorgung, entweder über die Ernährung oder über ganzheitliche Nahrungsergänzungsmittel, z.B. die Sango Meereskoralle.

14. Vitamin D gegen Parodontitis

Zähne und Kieferknochen gehören zum Knochengewebe und benötigen wie dieses Vitamin D, um Calcium zu absorbieren und in die Zähne einbauen zu können.

Vergessen Sie daher niemals die enorme Wichtigkeit einer optimalen Vitamin D Versorgung, z.B. über regelmässige Aufenthalte/sportliche Betätigungen unter freiem Himmel (da der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts Vitamin D produzieren kann) und im Winter über hochwertige Vollspektrumlampen.

Die Beachtung und Umsetzung dieses Massnahmenkataloges führt erfahrungsgemäss - je nach Ausprägung der Parodontitis und im Anschluss einer zahnärztlichen Entfernung des ursprünglichen Zahnsteins bereits innerhalb weniger Monate zu einer enormen Verbesserung, wenn nicht gar zu einer Heilung der Parodontitis - und das, wo diese Erkrankung bzw. die betroffenen Patienten von der Schulmedizin als „lebenslange Pflegefälle“ bezeichnet werden. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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Quellen:



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