Die Tomate - Frucht mit grossem gesundheitlichen Potential
Gemüse

Die Tomate: Eine Frucht mit grossem gesundheitlichen Potential

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 31.07.2018
  • 5 Kommentare
Die Tomate: Eine Frucht mit grossem gesundheitlichen Potential
© Tischenko Irina - Shutterstock.com

Als die Tomate im 16. Jahrhundert nach Europa kam, traten ihr die Menschen skeptisch gegenüber. Die Unwissenheit in puncto Verzehr und Lagerung führte zu Vergiftungen, sodass die eigentlich sehr gesunde Tomate zunächst nur als Zierpflanze geschätzt wurde. Während die Früchte bald ein fester Bestandteil der spanischen und italienischen Küche wurden, grassierte andernorts noch lange der Mythos von der mysteriösen Todesfrucht. Heute zählt die Tomate zu den beliebtesten Früchten der Welt und kommt laut Wissenschaft auch der Gesundheit sehr zugute.

Die Tomate in der neuen und alten Welt

Ursprünglich stammt die Tomate (Solanum lycopersicum) aus Mittelamerika und wurde von den Maya bereits in der vorchristlichen Zeit genutzt. Die Azteken gaben ihr den Namen Xitomatl, was so viel wie "Nabel des dicken Wassers" bedeutet. In Folge der Conquista (Eroberung und Erschliessung des mittel- und südamerikanischen Festlandes) wurden die Spanier auf die prachtvollen Beeren aufmerksam. Der Missionar Bernardino de Sahagún beschrieb bereits um 1530, dass die Azteken aus Tomaten, Chilis und Kürbiskernen eine leckere Salsa zauberten.

In Spanien und Italien fühlte sich die Tomate aufgrund des dort vorherrschenden Klimas schnell heimisch und wurde bald mit grosser Freude angebaut. Allerdings nicht zum Genuss, sondern als Zierpflanze. Natürlich konnten sich anfangs nur die Reichen die exotischen Pflanzen leisten und verwendeten sie, um Fenster, Innenhöfe und Festtafeln zu schmücken.

Denn als die Tomate nach Europa kam, wurden anfangs auch die grünen Pflanzenteile und die unreifen Früchte gegessen, was aufgrund des Stoffes Solanin zu Vergiftungen führte. Allerdings wurden lange Zeit auch die reifen Früchte gemieden. Das Problem waren hier jedoch nicht die Tomaten, sondern die Gefässe, in denen sie aufbewahrt wurden. Diese bestanden häufig aus bleihaltigem Hartzinn und das Blei ging in die Tomaten über, was so manches Opfer forderte.

Simple Clean - die Darmreinigung

Heilmittel und Liebeszauber

Die ersten Tomatenpflanzen, die nach Spanien gebracht wurden, landeten im Garten des Arztes Nicolàs Monardes Alfaro, der in den Früchten sogleich ein grosses medizinisches Potential erkannte. So wurden sie eingesetzt, um den Körper zu reinigen und um Schwellungen zu lindern.

Tomatensaft wurde bei Entzündungen angewandt. Bei Kopfschmerzen, Gicht und Ischias wurden Tomaten-Umschläge gemacht – und Tomatenöl wurde verwendet, um Brandwunden zu kurieren. Dazu gesellten sich aus heutiger Hinsicht skurrile Anwendungen, etwa um Tollwut und Albträume zu behandeln. Nicht zuletzt galten Tomaten als Aphrodisiakum und kamen beim Liebeszauber zum Einsatz.

Auf diesem Glauben beruhte die Sitte französischer Männer, ihren Angebeteten eine Tomatenpflanze zu schenken, weswegen die Früchte als pomme d'amour (Liebesapfel) bezeichnet wurden. In Italien nannte man die Tomate hingegen pomodoro, also goldener Apfel. Dies deutet darauf hin, dass die Frucht anfänglich gelb war und die rote Farbe erst infolge züchterischer Bemühungen entstand.

Tomate: Von der Todesfrucht zum Lieblingsgemüse

Während die spanischen Köche die Tomate schnell in ihr Herz geschlossen hatten, konnte sie sich in Italien erst im 17. Jh. als Lebensmittel einen Namen machen. Es waren wohl sehr mutige oder aber besonders hungrige Bauern, die herausgefunden haben, dass reife Tomaten nicht giftig sind und zudem wundervoll schmecken. Im Zuge dessen wurden zahlreiche Gerichte wie Pizza oder Nudeln mit Tomatensosse kreiert, die heute nicht nur in Italien zu den ultimativen Leibspeisen zählen.

In Mittel- und Nordeuropa galt die Tomate hingegen weitere 100 Jahre als mysteriöse Todesfrucht und in so mancher abgelegenen Gegend konnte sie sich sogar erst im 20. Jahrhundert durchsetzen. Inzwischen wird die Tomate überall auf der ganzen Welt in tausenden verschiedener Tomatensorten angebaut – und so gut wie jeder hat die leckere Frucht mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Auch die Wissenschaft zeigt an der Tomate grosses Interesse und hat bestätigt, dass in ihr zahlreiche wertvolle Antioxidantien wie Vitamin C und Lycopin stecken, wodurch einigen Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorgebeugt werden kann.

Rezepte mit Tomaten

Unsere Datenbank verfügt über sehr viele Tomatenrezepte (klick)

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Wir würden uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen!

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Liebe Leserinnen und liebe Leser

Wir freuen uns immer sehr über Ihre Kommentare. Bitte schreiben Sie uns sonntags und montags. Beachten Sie dabei bitte, dass in Ihren Kommentaren keine Markennamen und auch keine Fremdlinks genannt werden dürfen bzw. falls doch, dass diese von uns vor Veröffentlichung des Kommentars entfernt werden.

Lieben Dank für Ihr Verständnis und bis bald,
Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Zuletzt kommentiert

MarvR schrieb am 04.05.2018

Hallo zdg-Team,
ich bin begeisterter Leser und kann sagen, dass sie mein Leben geändert haben!

Ich habe dennoch eine Frage:
wie kann es sein, wenn ich eine Mahlzeit mit Tomatensoße (pass. Tomaten) gegessen habe, immer noch Hunger habe und das Gefühl besitze, ich hätte kaum Energie.
Liegt das evtl an dem Zucker in den Tomaten oder den passierten Tomaten?

Beste Grüße
Marvin

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Marvin

Dankeschön für Ihr nettes Feedback!

Aus unserer Sicht kommt es auf die Gesamtmahlzeit und ihren Nährwert an, ob diese sättigt oder nicht, aber eher nicht allein auf die Tomatensosse. Denn deren Kohlenhydrat-/Zuckergehalt liegt bei etwa 3 Prozent und daher extrem niedrig.

Essen Sie langsam und kauen Sie gut. Meiden Sie isolierte Kohlenhydrate (Weissmehl/Zucker) und greifen Sie zu ballaststoffreichen Lebensmitteln. Ein Hungergefühl nach den Mahlzeiten stellt sich dann nicht - und wenn doch, so warten Sie ca. 20 Minuten. Dann setzt das Sättigungsgefühl meist zuverlässig ein.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit


Alle 5 Kommentare anzeigen

Quellen