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Vitamin-D-Mangel hat schwere Folgen

Vitamin-D-Mangel hat schwere Folgen

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(Zentrum der Gesundheit) - Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und vom Epidemiologischen Krebsregister im Saarland konnten in einer kürzlich veröffentlichten Studie belegen, dass Vitamin-D-Mangel die Sterblichkeit erhöhen kann. Die Teilnehmer der Studie, die einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, starben häufiger an Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Auch die Gesamtsterblichkeit dieser Studienteilnehmer war erhöht.

Vitamin D zur Prävention

Ein ausgeglichener Vitamin-D-Spiegel gilt in Kombination mit Calcium und anderen Mineralstoffen seit geraumer Zeit als natürlicher Schutz vor Osteoporose. Verschiedene Studien lassen zudem vermuten, dass Vitamin D durch seine Hormonwirkung auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Infektionen und andere chronische Krankheiten vorbeugen und positiv beeinflussen kann.

Im Umkehrschluss müsste sich daher ein Vitamin-D-Mangel ungünstig auf die Sterblichkeitsrate bei diesen Krankheiten auswirken. Genau dieser Frage sind Wissenschaftler nun nachgegangen.

Studie über Vitamin-D-Mangel

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) führte in Zusammenarbeit mit dem Epidemiologischen Krebsregister Saarland eine Studie zum Thema Vitamin-D-Mangel und Sterberate durch (die so genannte ESTHER-Studie*). Bei der von Prof. Hermann Brenner geleiteten Studie wurden über den Zeitraum von 8 Jahren die Vitamin-D-Werte im Blut von knapp 10.000 Studienteilnehmer aus dem Saarland untersucht sowie deren Sterblichkeit analysiert.

Die Wissenschaftler stellten dabei fest, dass die Vitamin-D-Konzentration im Blut vieler Teilnehmer vor allem im Winter sehr gering war. Im Januar wiesen beispielsweise 71 Prozent der Teilnehmer einen Wert unter 50 nmol/L Serum-25-hydroxyvitamin-D auf (niedriger Vitamin-D-Spiegel) und 24 Prozent sogar einen Wert unter 30 nmol/L (sehr niedriger Vitamin-D-Spiegel).

Im Juli lagen die Prozentzahlen vergleichsweise nur bei 41 und 6 Prozent.

Die geringe Sonneneinstrahlung im Winter reicht offenbar nicht aus, um die körpereigene Vitamin-D-Produktion in der Haut ausreichend anzukurbeln, was wiederum zu einem Vitamin-D-Mangel führt.

*ESTER = Epidemiologischen Studie zu Chancen der Verhütung, Früherkennung und optimierten Therapie chronischer Erkrankungen in der älteren Bevölkerung

Erhöhte Sterblichkeit durch Vitamin-D-Mangel

In der ESTHER-Studie wurde zudem festgestellt, dass die Sterblichkeit der Teilnehmer mit sehr niedrigem und niedrigem Vitamin-D-Spiegel statistisch signifikant höher war als die derjenigen mit höheren Vitamin-D-Konzentrationen im Blut. Die Sterblichkeitsrate der Probanden mit sehr niedrigen Vitamin-D-Werten war 1,7-fach und die der Teilnehmer mit niedrigen Vitamin-D-Werten 1,2-fach höher als normal.

Die Probanden mit einem sehr niedrigen Vitamin-D-Spiegel wiesen insbesondere ein erhöhtes Risiko auf, an Atemwegserkrankungen zu sterben (2,5-fach höheres Sterberisiko). Zudem erlagen diese Teilnehmer häufiger Herz-Kreislauferkrankungen (1,4-fach höheres Sterberisiko) oder auch Krebs (1,4-fach höheres Sterberisiko).

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Auch die ESTHER-Studie konnte zeigen, dass Vitamin D in vielerlei Hinsicht zur Gesundheit beiträgt. Ein Vitamin-D-Mangel sollte demnach unbedingt vermieden werden. Unser Körper kann sich normalerweise durch regelmässiges und wohldosiertes Sonnenbaden - ohne die Verwendung von Sonnencreme - selbst mit ausreichenden Mengen an Vitamin D versorgen.

Um den Körper mit Vitamin D zu versorgen, reichen bereits wenige Sonnenminuten täglich aus. Über die Ernährung allein lässt sich der Vitamin-D-Bedarf meist nicht decken.

In der dunklen Jahreszeit oder bedecktem Himmel reichen die Sonnenstrahlen leider oft nicht aus, um genügend natürliches Vitamin D bilden zu können. Hier empfiehlt sich die Supplementierung mit einem hochwertigen Vitamin-D3-Präparat.

Auch die Wissenschaft scheint daran interessiert zu sein, wie man mithilfe von Vitamin-D-Präparaten einen Vitamin-D-Mangel sowie dessen Folgen am besten vorbeugen könnte.

Dr. Ben Schöttker, Erstautor der ESTHER-Studie, scheint zuversichtlich zu sein, dass weitere Forschungen in diese Richtung sich lohnen könnten:

Die Ergebnisse der ESTHER-Studie zeigen jedoch, dass sich dieser Forschungsaufwand durchaus lohnen könnte, da niedrige Vitamin-D-Spiegel in Deutschland sehr verbreitet sind.

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Quellen:



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