Durchfall

Durchfall: Natürliche Mittel, die helfen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 20.07.2018
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Durchfall: Natürliche Mittel, die helfen
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Durchfall kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Daher geht es bei Durchfall zunächst einmal darum, die Ursache zu finden und diese nach Möglichkeit zu beheben. Gleichzeitig will man möglichst schnell die Symptome lindern – die Blähungen, die Bauchkrämpfe und den ständigen Stuhldrang. Wir stellen Ihnen ganzheitliche Mittel vor, die Ihnen helfen, bei Durchfall die richtigen Massnahmen zu ergreifen, um schnell wieder beschwerdefrei zu werden. Denn kaum einem Gesundheitsproblem kann man so gut naturheilkundlich begegnen wie einem akuten Durchfall.

Durchfall: Was kann ich tun?

Wir erklären Ihnen, was Sie bei Durchfall tun können, wie Sie mit natürlichen Mitteln und Massnahmen einerseits akuten Durchfall natürlich beheben können und wie Sie andererseits Ihren Darm so fit machen können, dass er künftig für Durchfall nicht mehr so empfänglich ist.

Die Symptome

Akuter Durchfall ist durch häufigen Stuhldrang gekennzeichnet, flüssigen Stuhl und meist auch durch Bauchkrämpfe. Da an eine Nahrungszufuhr kaum gedacht werden kann, ohne dass Übelkeit auftritt – insbesondere, wenn die Angelegenheit mit Beteiligung des Magens einhergeht (Magen-Darm-Infekt) – kommt es im Laufe der Erkrankung zu einem Schwächegefühl, das zur Ruhe zwingt.

Durchfall besteht offiziell dann,

  • wenn man (täglich) dreimal oder öfter zur Toilette muss,
  • wenn sich die Darmpassagezeit der Nahrung dabei deutlich verkürzt,
  •  enn sich die Stuhlmenge erhöht und
  • wenn der Flüssigkeitsgehalt des Stuhles steigt.

Ursachen für akuten Durchfall

Falls sich die oben beschriebene Situation nach einigen Tagen wieder bessert, spricht man von einem akuten Durchfall. Ausgelöst wird er

  • durch Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten),
  • durch Lebensmittelvergiftungen (Salmonellen, Kolibakterien z. B. EHEC, Campylobacter, Listerien etc.),
  • durch ungewohnte Mengen bestimmter Lebensmittel z. B. "kiloweise" Kirschen (oder anderes Steinobst), zu viele Trockenpflaumen, ein scharfes Essen im indischen Restaurant o. ä.
  • durch Medikamente
  • durch eine zu hohe Abführmitteldosis,
  • durch den Verzehr grösserer Mengen Diät-Produkte, die mit Zuckeraustauschstoffen (Sorbitol, Maltit, Xylit (etc.) gesüsst sind,
  • durch Angst- und Stresssituationen,
  • durch Koffein und/oder Alkohol sowie
  • durch Reisen in ferne Länder, wo für europäische Menschen fremdartige und daher ungewöhnliche Keime und Bakterien die Lebensmittel und das Wasser besiedeln.

Tritt Durchfall innerhalb von vier Wochen häufig auf, und klingt er auch dann nicht endgültig ab, so spricht man von einem chronischen Durchfall.

Warten Sie bei Durchfall aber bitte nicht vier Wochen lang ab, schon gar nicht, wenn Sie Blutbeimischungen im Stuhl bemerken, sondern lassen Sie die Sache spätestens nach einer Woche – vor allem, wenn keine Ihrer durchgeführten Massnahmen Wirkung zeigt – diagnostisch abklären (bei Kindern bereits nach 3 Tagen oder – je nach Schwere des Durchfalles – auch früher).

Denn Durchfall kann eine Dehydrierung des Körpers verursachen, da bedeutende Mengen an Wasser und Mineralstoffen verloren gehen, was für kleine Kinder, ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem schnell lebensbedrohliche Ausmasse annehmen kann.

ProbioAkut

Ursachen für chronischen Durchfall

Mögliche Krankheiten, die mit chronischen Durchfällen einhergehen bzw. Ursachen, die zu chronischen Durchfällen führen können, sind:

  • Morbus Crohn: Diese chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist im unteren Dünndarm und im Dickdarm lokalisiert. Symptome: Darmfisteln, Fissuren, Fieber, Bauchschmerzen und Durchfallattacken (bis zu 15mal am Tag)
  • Colitis ulcerosa: Diese chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist hauptsächlich auf den Dickdarm beschränkt. Hier zeigen sich oft blutige Durchfälle (bei Morbus Crohn sind sie unblutig) mit Geschwürbildung. Weitere Symptome: Blutarmut und deren Folgen wie Müdigkeit, Antriebsschwäche, Haut- und Gelenkerkrankungen.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. gegen Milch (Laktose) oder Fructose)
  • Zöliakie (Glutenunverträglichkeit, Gluten = Getreideeiweiss)
  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung),
  • Komplikationen nach einer Darmoperation, z. B. nach Entfernung von Darmabschnitten.
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Chronischer Stress
  • Reizdarm

Was geschieht bei einer normalen Verdauung?

Während des normalen Verdauungsvorganges gelangt die Nahrung vom Magen in den Dünndarm. Dort werden die Nährstoffe aus der Nahrung resorbiert und an das Blut weitergegeben. Der übrig gebliebene Speisebrei wird mit Hilfe der Darmperistaltik (den Darmbewegungen) in den Dickdarm befördert. Seine Aufgabe besteht nun u. a. darin, das im Speisebrei vorhandene restliche Wasser in den Körper aufzunehmen und die nun zu einem "Würstchen" geformten unverwertbaren Nahrungsbestandteile wiederum mittels peristaltischer Bewegungen zum Enddarm zu schieben, wo sie als Stuhl ausgeschieden werden.

Was geschieht bei Durchfall?

Bei Durchfall hingegen wird das Wasser aus dem Speisebrei nicht in den Körper aufgenommen (und die Nährstoffe meist auch nicht). Dafür hat der Darm im Falle des Durchfalles überhaupt keine Zeit.

Hier geht es darum, den Darminhalt schnellstmöglich wieder hinaus zu befördern. Zu diesem Zwecke wird das Wasser im Stuhl belassen. Doch nicht nur das. Zusätzliches Wasser und Mineralsalze werden aus dem Körper in den Darm abgegeben. Der Stuhl wird immer flüssiger und der Stuhldrang immer nachdrücklicher.

Durchfall – wenn er akut über uns hereinbricht – ist meist eine Schutzmassnahme des Körpers. Er befördert die Nahrung deshalb so schnell wieder hinaus, weil ihm irgendetwas darin äusserst suspekt vorkommt, mit der Nahrung also irgendetwas aufgenommen wurde, was dem Körper – würde es in die Blutbahn geraten – ernsthaften Schaden zufügen könnte.

Viren

Dies trifft besonders bei Infektionen mit Viren und Bakterien zu. Viren sind die häufigste Ursache für infektiöse Durchfallerkrankungen. Viren können die Schleimhaut des Dünndarms schädigen und dadurch die normale Absorption von Wasser und Nährstoffen beeinträchtigen, wodurch Durchfall entsteht.

Bakterien/Parasiten

Bakterien, wie z. B. E.coli oder Salmonellen, aber auch Parasiten werden normalerweise über kontaminiertes Wasser oder entsprechend belastete Nahrungsmittel aufgenommen. Sie sondern Giftstoffe ab, die den Darm dazu veranlassen, Wasser und Salze abzugeben. Dadurch wird der Stuhl wässrig und es kommt zu Durchfall.

Lebensmittelvergiftung

Bei Lebensmittelvergiftungen lebten die Bakterien oft bereits in den Speisen, vermehrten sich dort und reicherten sie mit ihren Stoffwechselendprodukten (Bakteriengiften) an. Diese können für den menschlichen Körper - je nach Bakterienart - hochgiftig sein und lassen sich auch durch Erhitzen nicht entfernen.

Bei einer EHEC-Infektion kommt es nicht nur zur Bildung von äusserst toxischen Bakteriengiften, sondern ausserdem zu einer Zerstörung der Darmschleimhautzellen.

Antibiotika

Nimmt jemand Antibiotika aufgrund einer bakteriellen Infektion im Zahn oder in der Blase ein, so werden mit dieser Therapie nicht nur die bösen Bakterien im Zahn oder die in der Blase vernichtet, sondern auch die guten und nützlichen Bakterien im Darm. Dadurch können sich schädliche Bakterien z. B. Durchfall verursachende Bakterien rasch vermehren. Ein weiterer Grund, warum sich bei einer Antibiotikaeinnahme häufig Durchfall als Nebenwirkung einstellen kann, ist die peristaltikfördernde Wirkung mancher Antibiotika.

Medikamente

Abgesehen von Antibiotika gibt es noch andere Medikamente, deren Nebenwirkungen u. a. Durchfall mit einschliessen. Dazu gehören:

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe wie Sorbitol, Xylitol, Maltitol etc. können zu Durchfall mit Blähungen und Bauchkrämpfen führen. Wenn Kaugummi-Freaks also unter chronischem Durchfall leiden, sollten sie abchecken, ob die Kaugummis mit Zuckeraustauschstoffen gesüsst sind. Häufig sind auch Diabetikersüssigkeiten oder Diätprodukte mit Zuckeraustauschstoffen versehen.

Während es von den meisten Zuckeraustauschstoffen eine bestimmte Höchstmenge gibt, von der man weiss, dass ein Überschreiten bei den meisten Menschen zu Durchfall führt, ist Xylitol hier eine Ausnahme. Der menschliche Organismus kann sich langsam an steigende Xylitolmengen gewöhnen. Bei Sorbitol und anderen Zuckeraustauschstoffen ist das nicht möglich.

Psychische Belastungen

Viele Menschen reagieren auf psychische Belastungen mit erhöhter Darmtätigkeit und Durchfall. Auslöser können z. B. Prüfungsangst, Ärger oder Stress sein.

Koffein und Alkohol

Koffein und Alkohol stimulieren die Darmpassage. Dadurch wird der Stuhl zu schnell durch den Darm transportiert, so dass die normale Flüssigkeitsabsorption gestört wird und wässriger Stuhl entsteht.

Milch-, Fructose- oder Getreide-Unverträglichkeit

Oft verfügen neuzeitliche Menschen darüber hinaus noch über Verdauungssysteme mit wahrlich steinzeitlichen Ansichten. So sind manche Därme immer noch der Meinung, Kuhmilch sei keine Nahrung für erwachsene Menschen (Laktoseintoleranz), andere lehnen Getreide oder Früchte ab, weil es in der Steinzeit weder Weizenfelder noch süsse Granny-Smith-Äpfel gab (Zöliakie und Fructoseintoleranz).

Solche Därme reagieren dann, wenn diese Lebensmittel dennoch verzehrt werden, äusserst missgelaunt, nämlich mit Durchfall – in diesen Fällen mit chronischem Durchfall.

Hausmittel Cola mit Salzstangen bei Durchfall?

Das beliebteste Hausmittel bei akutem Durchfall ist Cola mit Salzstangen, was daher rührt, dass man bei Durchfall stets empfiehlt, dringend den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust des Körpers auszugleichen. Man solle daher Wasser, Elektrolyte (Mineralsalze, insbesondere Natrium und Kalium) und auch gleichzeitig etwas Glucose (Traubenzucker) zu sich nehmen, heisst es oft. Die Glucose hat dabei die Funktion, die Aufnahme des Wassers durch die Darmschleimhaut zu erleichtern.

In Cola und Salzstangen nun ist Salz, Wasser und Zucker enthalten und scheint somit ein ideales Durchfall-Hausmittel zu sein. In Wirklichkeit ist es jedoch nur eine Notlösung, die leider nicht einmal funktioniert. Schuld daran ist der viel zu hohe Zuckergehalt in der Cola (18), der noch mehr Wasser im Darm bindet und damit den Durchfall noch kräftig schürt. Die Folgen sind ein Natriumüberschuss im Blut und ein nach wie vor nicht gedeckter Kaliumbedarf, da in Salzstangen bevorzugt Natrium, aber kein Kalium steckt.

Hausmittel – früher und heute

Der Begriff Hausmittel bezeichnet Mittel, die für jeden leicht zugänglich sind, die man also im Garten pflücken kann, die man jederzeit im Supermarkt besorgen kann oder die man bereits im Haus hat – und zwar immer, ob man nun gesund oder krank ist. Früher, als es (vor allem auf dem Land) noch keine Supermärkte gab, bestanden Hausmittel aus Kräutern, Alkohol, selbst hergestellten Tinkturen oder speziell zubereiteten Lebensmitteln (bei Durchfall z. B. "lang gekochte Reis-Karottensuppe").

Dass heute Cola und Salzstangen zu den Hausmitteln gehören, zeigt prima den derzeitigen kulinarischen und auch botanischen Entwicklungsstand unserer Gesellschaft an. Cola und Salzstangen hat jeder jederzeit im Haus (und offenbar sonst nichts Besseres), während kein Mensch mehr den Kräutern im Hinterhof über den Weg traut, geschweige denn weiss, wie man eine bei Durchfall hilfreiche Reissuppe kocht.

Natürliche Massnahmen bei Durchfall

Da der Sinn der meisten Durchfälle darin liegt, schädliche Substanzen möglichst schnell auszuscheiden, sollten vorerst keine Massnahmen ergriffen werden, die den Durchfall stoppen, ohne die Ursache zu bekämpfen. Ein beliebtes Durchfallmittel (mit dem Wirkstoff Loperamid), das es rezeptfrei in jeder Apotheke gibt, gehört zu den opioiden Medikamenten. Es hemmt die Darmbewegungen (19).

Zwar ist der Patient erst einmal glücklich, weil der Durchfall offenbar verschwunden ist, doch ist diese Behandlung äusserst gefährlich, da jetzt die Krankheitserreger und die Bakteriengifte, die eigentlich durch den Durchfall schnellstmöglich ausgeschieden werden sollten, im Darm verbleiben und dort erst recht Schäden anrichten. Bei den folgenden ganzheitlichen Massnahmen geht es also nicht darum, den Durchfall radikal zu stoppen, sondern die Ursachen des Durchfalles zu beheben, dem Körper bei der Ausscheidung der verursachenden Keime zu helfen und ihn dann in einen starken Zustand zu versetzen, damit er sich selbst wieder regenerieren kann.

1. Vermeidbare Ursachen finden und ausschalten

Tritt Durchfall auf, so versucht man zuerst abzuklären, was die Ursache dafür sein könnte. Vermutet man eine vermeidbare Ursache als Übeltäter (nimmt man gerade Medikamente ein oder ass man bestimmte ungewohnte Lebensmittel oder zu viele Diät-Produkte mit Zuckeraustauschstoffen o. ä.), so besprechen Sie das Absetzen der Medikamente mit Ihrem Therapeuten und essen die verdächtigten Lebensmittel in den nächsten Tagen probeweise nicht mehr.

2. Erste-Hilfe-Massnahme bei Durchfall

Als "Erste-Hilfe-Massnahme" bei akutem Durchfall - und zwar ganz gleich, durch was ausgelöst - gibt es kaum etwas Besseres als dreimal täglich einen Teelöffel Bentonit mit einem Glas Wasser einzunehmen. Oft genügt schon allein diese Massnahme, um den Durchfall schnell zu beheben.

Bentonit gehört in jede Haus- und Reiseapotheke. Diese natürliche Mineralerde absorbiert Gifte aller Art und rettete schon Kindern das Leben, die Giftpflanzen gegessen hatten. Bei Durchfall saugt Bentonit nicht nur Bakteriengifte auf, sondern verbessert darüber hinaus auch das Milieu im Darm, so dass sich dort bald wieder eine ausgewogene Darmflora ansiedeln kann.

Lesen Sie auch: Bentonit entgiftet und hilft bei Durchfall

3. Flohsamen

Die Wirkung von Bentonit kann durch die Einnahme von Flohsamenschalen optimiert werden. Flohsamen gehören zu den sog. Quellstoffen bzw. Schleimdrogen. Wie auch Bentonit absorbieren sie Bakterientoxine, aber auch überschüssige Flüssigkeit und schützen ausserdem die Darmschleimhaut vor Reizungen.

Nehmen Sie ein- bis mehrmals täglich (falls Sie essen, dann 1 Stunde vor oder ca. 2 Stunden nach den Mahlzeiten) einen Shake aus Flohsamenschalen und Bentonit ein. Geben Sie dazu einen Teelöffel Bentonit mit 100 ml stillem Wasser in einen verschliessbaren Becher oder in einen Twister (ein mobiler batterienbetriebener Minimixer) und schütteln Sie diese Mischung kräftig durch. Füllen Sie dann weitere 100 ml stilles Wasser in Becher oder Twister und geben Sie dann einen Teelöffel Flohsamen hinzu.

Schütteln oder mixen Sie noch einmal kurz und trinken Sie den entstandenen Shake sofort aus, da die Flohsamen sehr schnell andicken, woraufhin die Konsistenz schleimig wird, was das Trinken schwierig macht. Trinken Sie anschliessend noch einmal 200 ml stilles Wasser oder Kräutertee.

4. Aufbau der Darmflora

Durchfall kann nur dann eintreten, wenn die körpereigene Abwehr irgendwo eine Schwachstelle hat. Da ein Grossteil unseres Immunsystems im Darm in Gestalt einer (hoffentlich ausgewogenen) mikrobiellen Darmflora lokalisiert ist, muss unser besonderes Augenmerk der Sanierung dieser Darmflora gelten. Durch die Einnahme hochwertiger Probiotika (nützlicher Darmbakterien in flüssiger oder Kapselform) wird der Darm mit gesunden Darmbakterien besiedelt. Diese verdrängen schädliche Keime und sorgen auf diese Weise für eine künftig stärkere Abwehrkraft unseres Verdauungssystems.

Nehmen Sie zweimal täglich jeweils zwei Kapseln Darmbakterien, z. B. Combi Flora ein (wenn Sie essen, dann zu den Mahlzeiten). Combi Flora Kapseln oder auch Combi Flora als flüssiges Probiotikum können hervorragend mit Bentonit und Flohsamen kombiniert werden. Besonders Bentonit fördert das gesunde Darmmilieu, in dem sich die nützlichen Darmbakterien überhaupt erst wohl fühlen.

5. Fasten

Normalerweise hat man bei Durchfall keinen Appetit, weshalb das Fasten kein Problem sein wird. Problematisch dagegen können Mütter oder Grossmütter sein, die der Meinung sind, man müsse unbedingt etwas essen und man sterbe, wenn man einen Tag lang nichts isst.

Beauftragen Sie hartnäckige "Betreuer" mit dem Kochen von frischer Gemüsesuppe (siehe Punkt 6). Ansonsten gilt: Bleiben Sie hart! Essen Sie nichts, solange Sie keinen Appetit haben. Je weniger der Körper mit Nahrung belastet wird, umso mehr kann er sich auf die Eliminierung der pathogenen Keime und Toxine konzentrieren. Trinken jedoch ist das A und O, vor allem, WAS sie trinken, ist wichtig.

6. Flüssigkeit aufnehmen

Konzentrieren Sie sich auf Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser. Versetzen Sie dieses mit einem halben Teelöffel Sole-Lösung. Sole ist die gesättigte Lösung aus reinem Wasser mit Stein- oder Kristallsalz. Auch Heilkräutertees tragen zur Minderung des Flüssigkeitsverlustes bei (siehe Punkt 10).

Zur Versorgung mit Kalium eignen sich selbst gekochte Gemüsebrühen (ohne herkömmliche Brühwürfel) aus verschiedenen Gemüsen (z. B. Karotten, Sellerie, Kräutern), die Sie - wenn Sie nichts Festes essen können - nach dem Kochen herausnehmen. Falls Sie Appetit haben, können Sie sich Gemüsesuppen nach dem Kartottensuppenrezept (siehe Punkt 8) zubereiten bzw. zubereiten lassen. Zur Not können spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke verwendet werden. (18)

7. Was Sie bei Durchfall keinesfalls trinken sollten

Meiden Sie

  • koffein-, tein- und alkoholhaltige Getränke (also auch Kaffee, Schwarz- und Grüntee),
  • zuckerhaltige Getränke (Softdrinks),
  • Diätgetränke,
  • Früchtetee und
  • Milchprodukte.

8. Schonkost bei Durchfall

Falls Sie trotz Durchfall Appetit haben, dann können Sie sich folgende Mahlzeiten angedeihen lassen, die auch als Aufbaunahrung nach Abklingen des Durchfalls dienen:

  • Mit der Schale fein geriebene Äpfel: Äpfel enthalten Pektine (18), die - wie Flohsamen - zu den Schleimstoffen gehören und daher die Darmschleimhaut schützen, das Wachstum pathogener Keime hemmen und Gifte adsorbieren. Es ist absolut möglich, während Durchfallattacken von nichts weiter zu leben, als von 1 bis 2 Pfund Äpfel.
  • Getrocknete Heidelbeeren (frische Heidelbeeren führen ab)
  • Zerdrückte Bananen
  • Karottensuppe: 600 Gramm Karotten schälen, klein schneiden und mit 500 ml Wasser in einem Mixer roh pürieren. Weitere 500 ml Wasser dazu geben und auf 200 ml einkochen (dauert bis zu 1,5 Stunden). Die Suppe durch ein Sieb streichen und in 1 Liter warmer hefefreier Bio-Gemüsebrühe einrühren. Über den Tag verteilt essen.
  • Gekochte und pürierte Gemüse (z. B. Karotten, Zucchini, Pastinaken, Sellerie, Kürbis etc.) und/oder Kartoffeln.
  • Getreideprodukte sind bei Durchfallerkrankungen aller Art zu meiden. Gerade bei den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa stellen sich oft sensationelle Erfolge ein, wenn eine naturbelassene und insbesondere getreidefreie Ernährungsweise praktiziert wird.

9. Mineralstoffversorgung

Durchfall - ob akut oder chronisch - zieht die körpereigenen Vitalstoff- und Mineralstoffvorräte in ziemliche Mitleidenschaft. Müdigkeit und Energielosigkeit sind die ersten Folgen. Spätestens nach Abklingen des Durchfalles sollte daher die Ernährung besonders vitalstoff- und mineralstoffreich gestaltet oder mit entsprechenden ganzheitlichen Nahrungsergänzungsmitteln angereichert werden.

Besonders empfehlenswert ist hier die Sango Meeres Koralle, die mit Magnesium und Calcium in leicht verwertbarer und naturbelassener Form versorgt sowie Aktivierte Gerste und/oder chlorophyllreiche Grasdrinks und/oder Mikroalgenpräparate wie Spirulina und Chlorella. Mikroalgen liefern Vitalstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Spurenelemente, die u. a. das Immunsystem stärken. Besonders die Chlorella-Alge kann ferner Schadstoffe aufnehmen und zu deren Ausleitung beitragen, was den Darm, der eben eine Durchfallattacke hinter sich hat, spürbar entlastet.

10. Heilkräuter

Kräutertees können bei Durchfall ausserordentliche Erfolge erzielen. Man verwendet dazu die sog. Gerbstoffdrogen. Gerbstoffe wirken sowohl keimhemmend (20) als auch zusammenziehend. Sie dichten die Darmschleimhautoberfläche ab (21) und erschweren dadurch die Resorption toxischer Substanzen. Zu den bei Durchfall ganz besonders geeigneten gerbstoffhaltigen Kräutern gehören:

  • Brombeer- und Himbeerblätter,
  •  Johanniskraut,
  •  Odermennig sowie die
  •  Blutwurz.

Parallel dazu kann ein entzündungshemmender Kamillentee getrunken werden.

Die Zubereitung der Tees erfolgt auf diese Weise:

1 bis 2 TL Kräuter pro 150 - 200 ml heisses Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und mehrmals täglich eine Tasse trinken.

11. Einläufe bei Durchfall?

Obwohl Einläufe sehr beliebt sind, wenn es um die Behebung von Verstopfung geht, ist der Sinn von Einläufen nicht allein die Ankurbelung der Stuhlausscheidung. Auch bei Durchfall bieten Einläufe eine grossartige Unterstützung. Einläufe reinigen den Darm, beschleunigen die Ausscheidung von Bakterien und deren Giften, verdünnen die oft brennende Durchfallflüssigkeit, so dass es seltener zu entzündetem Enddarm/After kommt und versorgen den Körper überdies noch mit Flüssigkeit.

Letzteres erreicht man, indem man nach einem richtigen Darm-Einlauf und dessen vollständiger Ausscheidung noch einmal eine kleine Menge Wasser in den Darm laufen lässt. Die Menge sollte so klein sein, dass sie keinen Stuhldrang auslöst (50 – 100 ml). Ein Einlauf ist zu Hause sehr leicht mit einem kleinen handlichen Irrigator durchzuführen.

Durchfall vorbeugen

Durchfallerkrankungen müssen nicht sein. Ihnen kann wirkungsvoll vorgebeugt werden. Dies gelingt oft schon mit einer naturbelassenen basischen Ernährungsweise und einer gesunden Lebensweise. Die Pflege des Darmes hat hier einen ganz besonderen Stellenwert. So kann beispielsweise eine regelmässige Darmreinigung (mit Bentonit, Flohsamen und wirkungsvollen Probiotika) sowie eine kontinuierliche Mineralstoffversorgung (z. B. mit der Sango Meeres Koralle) in Kombination mit der erwähnten basenüberschüssigen Ernährungsweise zu einer kraftvollen und kaum antastbaren Darmgesundheit führen.

Schädliche Wirkung von Antibiotika neutralisieren

Hier ist natürlich besonders wichtig, Antibiotika-Therapien – so weit wie möglich – zu meiden. Achten Sie darauf, dass Ihnen nicht auf gut Glück Antibiotika verschrieben werden, sondern vor einer Antibiotika-Einnahme eindeutig geklärt ist, welche Bakterien damit bekämpft werden müssen.

Oft genug kommt es vor, dass Menschen beispielsweise an schmerzenden Halsinfektionen leiden, dagegen Antibiotika verschrieben bekommen und die Wirkung ausbleibt, weil es sich um eine Pilzinfektion handelt, was jedoch vorab nicht abgeklärt wurde. Der Hals schmerz weiter und dazu ist jetzt auch noch die Darmflora aufgrund der Antibiotika-Einnahme im Eimer.

Lassen sich Antibiotika-Therapien nicht umgehen, dann ist im Anschluss daran sofort ein Aufbau der Darmflora mit den oben genannten Hilfsmitteln durchzuführen (Bentonit, Flohsamenschalen und Probiotika). Eine solche Darmsanierung ist sehr leicht in jeden Alltag zu integrieren. Mehr über eine effektive Darmsanierung lesen Sie hier.


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Herzl12345 schrieb am 15.04.2017

Endlich eine Seite zu der man anfangen kann vertrauen zu schöpfen. In die Ärzteschaft und die ganzen Mainstream Meinungen ist das nämlich schon lange verloren. Salzstangen und Cola ist gut, ich habe vorhins den Tipp erhalten Zwieback zu essen, haha Mein Gefühl hat sich aber durch sie bestätigt, ich werde heute nur fasten u flohsamen u heilerde zu mir nehmen u danach mit gedämpften Gemüse anfangen. Danke

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Lieben Dank für Ihr nettes Feedback – und gute Besserung!
Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

 

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Quellen

  1. Nagel G, Campylobacter-Infektion: Meist Schuld an Durchfall im Sommer, 20 Juni 2017, (Quelle als PDF)
  2. Listeria (Listeriosis), Centers for Disease Control and Prevention, (Quelle als PDF)
  3. Common Causes of Chronic Diarrhea, International Foundation for Functional Gastrointestinal Disorders, (Quelle als PDF)
  4. Oku T und Nakamura S, Threshold for transitory diarrhea induced by ingestion of xylitol and lactitol in young male and female adults, Journal of Nutritional Science and Vitaminology, 2007 Feb;53(1):13-20, (Quelle als PDF)
  5. Mäkinen KK, Gastrointestinal Disturbances Associated with the Consumption of Sugar Alcohols with Special Consideration of Xylitol: Scientific Review and Instructions for Dentists and Other Health-Care Professionals., International Journal of Dentistry, 2016;2016:5967907, (Quelle als PDF)
  6. Irritable bowel syndrome, Mayo Clinic, (Quelle als PDF)
  7. Crohn's disease, Mayo Clinic, (Quelle als PDF)
  8. Ulcerative colitis, Mayo Clinic, (Quelle als PDF)
  9. Celiac disease, Mayo Clinic, (Quelle als PDF)
  10. Mertz H, Stress and the Gut, UNC Center for Functional GI & Motility Disorders, (Quelle als PDF)
  11. EHEC - Wie der Erreger an Darmzellen bindet, DAZ-Online, 18. September 2011, (Quelle als PDF)
  12. de Groot JC et al, Die innige Bindung an die Darmzelle, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung, 07. September 2011, (Quelle als PDF)
  13. Barbut F, Managing antibiotic associated diarrhea, The BMJ, 2002 Jun 8; 324(7350): 1345–1346, (Quelle als PDF)
  14. Antidepressants, NHS Choices, (Quelle als PDF)
  15. Beta Blockers, The Cleveland Clinic Foundation, (Quelle als PDF)
  16. Taking antacids, Medline Plus, (Quelle als PDF)
  17. Lactose Intolerance, National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases, (Quelle als PDF)
  18. Ernährung bei Durchfall, Dr. Gumpert, (Quelle als PDF)
  19. Opioide, Wikipedia, (Quelle als PDF)
  20. Scalbert A, Antimicrobial properties of tannins, Phytochemistry, Volume 30, Issue 12, 1991, Pages 3875-3883, (Quelle als PDF)
  21. Song P, Dietary grape-seed procyanidins decreased postweaning diarrhea by modulating intestinal permeability and suppressing oxidative stress in rats., Journal of Agricultural and Food Chemistry, 2011 Jun 8;59(11):6227-32, (Quelle als PDF)