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Reizdarm: Symptome und mögliche Ursachen

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 15.12.2018
  • 4 Kommentare
Reizdarm: Symptome und mögliche Ursachen
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Ein Reizdarm wird meist dann diagnostiziert, wenn der behandelnde Arzt keine organische Ursache für die vorhandenen chronischen Darmbeschwerden finden kann. Wenn also Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall oder auch Verstopfung zum Alltag gehören, ohne dass die üblichen Diagnoseverfahren einen Grund dafür erkennen lassen, dann spricht man vom Reizdarm-Syndrom. Das Reizdarm-Syndrom ist übrigens die heutzutage am häufigsten gestellte Diagnose in gastroenterologischen Praxen. Wir stellen mögliche Ursachen eines Reizdarmes vor und auch die passenden ganzheitlichen Massnahmen.

Inhaltsverzeichnis

Was versteht man unter einem Reizdarm?

Das Reizdarm-Syndrom ist ein sehr interessantes Thema. Interessant daran sind weniger die wirklich quälenden Symptome als vielmehr die Tatsache, dass die meisten Menschen, die die Diagnose "Reizdarm" erhalten haben, in Wirklichkeit gar kein Reizdarm-Syndrom haben. Denn für die typischen Reizdarm-Symptome kann es Ursachen geben, die mit den üblichen Diagnoseverfahren gar nicht entdeckt werden.

Der Reizdarm (auch Reizkolon oder Colon irritabile genannt) gehört zu den psychosomatisch bedingten funktionellen Darmerkrankungen. Das bedeutet, dass "lediglich" die Funktion des Darmes gestört ist, nicht aber das Organ an sich. Im Grunde handelt es sich also um die Bezeichnung für eine Gruppe von Symptomen, für die dem behandelnden Arzt keine andere Diagnose einfällt. Übrig bleibt infolgedessen die Vermutung, dass wohl alles psychisch bedingt sei, da keine Ursachen gefunden werden.

Wie wird ein Reizdarm diagnostiziert?

Es werden Magen- und Darm-Spiegelungen vorgenommen, Ultraschalluntersuchungen und Blutuntersuchungen durchgeführt, und wenn dabei alles in Ordnung ist, also keine Ursachen gefunden werden, gilt der Patient organisch als völlig gesund, bekommt aber - da er definitiv unter den typischen chronischen Darmbeschwerden leidet - kurzerhand die Diagnose Reizdarm.

Einerseits ist das für den Patienten natürlich sehr beruhigend, wenn man ihm mitteilt, dass er KEINEN Darmkrebs hat, KEINE chronisch-entzündliche Darmerkrankung, KEINE bedenkliche Lebererkrankung und seine Organe auch sonst KEINEN auffälligen Befund zeigen.

Dramatisch daran ist jedoch, dass die Symptome allein durch den Ausschluss dieser ernsthaften Erkrankungen keineswegs verschwinden, sondern nach wie vor - und zwar meist sehr nachdrücklich - präsent sind, den Alltag des betreffenden Menschen enorm beeinträchtigen und der Patient jetzt - wo er weiss, dass er anscheinend vollständig gesund ist - keine Ahnung hat, was er als Nächstes tun soll.

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Welche Symptome hat ein Reizdarm-Syndrom?

Die Symptome des Reizdarms umfassen insbesondere Blähungen und Blähbauch, Verstopfung oder auch Durchfall (mit überwältigendem, also plötzlichem und kaum zurückhaltbarem Stuhldrang) sowie Bauchschmerzen, die jedoch nach dem Stuhlgang vorübergehend besser werden. Nachts sind die meisten (echten!) Reizdarm-Patienten beschwerdefrei. Zusätzlich können auch Beschwerden wie Sodbrennen und Übelkeit dazu kommen.

Welche Reizdarm-Typen gibt es?

Es gibt drei verschiedene Reizdarm-Typen:

  • Menschen mit einem Durchfall-Reizdarm (Diarrhoe-prädominantes Reizdarm-Syndrom)
  • Menschen mit einem Verstopfungs-Reizdarm (Obstipations-prädominantes Reizdarm-Syndrom)
  • Menschen mit einem Reizdarm, bei dem Verstopfung und Durchfall abwechseln

Bei manchen Menschen äussert sich das Reizdarm-Syndrom also bevorzugt in Verstopfung (mit Blähungen und Bauchschmerzen), bei anderen Menschen hingegen überwiegt der Durchfall (wiederum mit Blähungen und Bauchschmerzen) und die dritte Gruppe leidet abwechselnd unter Durchfall und Verstopfung und hat ebenfalls Blähungen und Bauchschmerzen.

Welche Ursachen können Reizdarm-Symptome haben?

Bei der Mehrheit der Menschen mit Reizdarm-Diagnose liegt kein Reizdarm-Syndrom vor, sondern eine der folgenden Problematiken, die allesamt - zur grossen Erleichterung der Patienten - therapierbar sind.

Daher sollte sich kein Patient mit der Diagnose Reizdarm zufrieden geben, solange nicht die nachfolgenden Möglichkeiten - die sich ebenfalls in den typischen Verdauungsbeschwerden äussern können - ausgeschlossen wurden.

Liegt eine Bauchspeicheldrüsenschwäche vor?

Zunächst könnte an eine Bauchspeicheldrüsenschwäche oder an eine Gallenfunktionsstörung gedacht werden. Bei diesen beiden Möglichkeiten - die mit einer preiswerten Stuhluntersuchung ausgeschlossen oder bestätigt werden können - treten die Beschwerden insbesondere nach fetten Speisen auf.

Liegt eine Intoleranz vor?

Sehr häufig leiden die sog. Reizdarm-Patienten in Wirklichkeit an einer oder mehreren Nahrungsmittelintoleranzen. In diesem Fall treten die Symptome meist sehr spezifisch, also ausschliesslich nach dem Verzehr der entsprechenden Lebensmittel auf. So zeigen sich Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall bei der Fructoseintoleranz nach Früchten oder zuckerhaltigen Mahlzeiten und bei der Histaminintoleranz häufig nach einem Glas Rotwein, nach lange gereiftem Käse oder Sauerkraut.

Ähnliche Symptome zeigen sich bei der Lactoseintoleranz unmittelbar im Anschluss an eine milchhaltige Mahlzeit; und eine Sorbitintoleranz meldet sich, wenn sorbithaltige Kaugummis gekaut oder andere sorbithaltige (Diät- oder Light-)Nahrungsmittel gegessen oder getrunken werden.

Eine Zöliakie, die ebenfalls die typischen Darmbeschwerden nach sich zieht und beim Genuss von glutenhaltigen Back- und Teigwaren auftritt, wird meist bereits im Zuge der üblichen Diagnoseverfahren ausgeschlossen, nicht aber eine Glutenintoleranz.

Zwar spricht sich die Existenz von Nahrungsmittelunverträglichkeiten langsam herum, doch gibt es immer noch sehr viele Ärzte, die sich damit nicht auskennen und bei einem Reizdarm-Syndrom erst dann die entsprechenden Tests durchführen, wenn der Patient darauf besteht.

Weiss der Patient jedoch selbst nichts über diese Thematik, dann kann er auch keine Tests veranlassen und isst womöglich unwissend Tag für Tag jene Lebensmittel, die seine Beschwerden auslösen. Mehr Details zu den Intoleranzen, insbesondere zur Fructoseintoleranz finden Sie hier: Fructoseintoleranz

Liegt eine Allergie vor?

In manchen Fällen leidet der Patient auch unter einer Nahrungsmittelallergie auf eines oder einige verschiedene Nahrungsmittel. Ein Ernährungstagebuch kann hier wertvolle Dienste leisten, um mögliche Zusammenhänge zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und den auftretenden Beschwerden aufzuspüren.

Ein Blanko-Ernährungstagebuch sowie ein Beispiel-Ernährungstagebuch können Sie hier herunterladen: Blanko Ernährungstagebuch, Beispiel: Beispiel Ernährungstagebuch

Auch sollte an eine mögliche Unverträglichkeit von Medikamenten gedacht werden, die regelmässig eingenommen werden. So sind Fälle von Patienten bekannt, die jahrelang Acetylsalicylsäure (ASS) nahmen, "plötzlich" Darmbeschwerden entwickelten und schliesslich ein kompetenter Therapeut herausfand (über die Allergiediagnostik), dass genau dieses Präparat beim betreffenden Patienten zu einer Darmentzündung geführt hatte und diese wiederum die Entstehung von Nahrungsmittelallergien begünstigen konnte.

Liegt ein Mastzellaktivierungssyndrom vor?

Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass viele Patienten zwar die Symptome eines Reizdarmes zeigen oder auch einer Fibromyalgie, aber in Wirklichkeit weder am einen noch am anderen leiden, sondern bei ihnen das sog. Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) vorliegt. Ein MCAS aber könnte recht gut behandelt werden, was für manche Patienten bedeutet, dass sie ein Leben lang leiden müssen, obwohl es eine unkomplizierte Therapie für ihre Beschwerden gäbe, sie diese nur deshalb nicht erhalten, weil niemand an die entsprechende Diagnose denkt.

Wir haben die Hintergründe und Therapiemöglichkeiten des MCAS hier erklärt.

Liegt ein Vitaminmangel vor?

Es ist kaum vorstellbar, dass ein einfacher Vitaminmangel Symptome wie die eines Reizdarmes auslösen können soll. Doch hat sich gezeigt, dass sowohl ein Vitamin-D-Mangel als auch ein Vitamin-B12-Mangel besonders häufig bei Reizdarmpatienten vorliegen. Beim Vitamin B12 könnte man nun davon ausgehen, dass bei einem Reizdarm eben die Resorption gestört ist und es somit als Folge des Reizdarms zu einem B12-Mangel kommt.

Ein Vitamin-B12-Mangel kann aber auch zu mentalen Problemen führen, wie Depressionen, Stimmungsschwankungen und Angstzuständen, was daran liegt, dass das Vitamin an der Bildung der entsprechenden Neurotransmitter (Serotonin und Dopamin) beteiligt ist. Besteht hier ein Ungleichgewicht, treten psychische Störungen auf. Diese aber können sich nun über die sog. Darm-Hirn-Achse umgehend auf den Darm auswirken und so u. U. auch ein Reizdarm-Syndrom auslösen.

In der Praxis jedenfalls bessert sich ein Reizdarm-Syndrom häufig, wenn ein bestehender Vitamin-B12-Mangel behoben wird, so dass es sich in jedem Fall lohnt, einen entsprechenden Test machen zu lassen und, falls sich ein Mangel ergibt, diesen zu beheben.

Genauso sollte natürlich auch ein Vitamin-D-Mangel überprüft und ggf. behoben werden, z. B. wie hier erklärt.

Erst wenn sich all die oben genannten Möglichkeiten nicht bestätigen, könnte tatsächlich ein echtes Reizdarm-Syndrom vorliegen.

Welche Ursachen kann das echte Reizdarm-Syndrom haben?

Ein Viertel aller Reizdarm-Syndrome soll sich interessanterweise infolge von Antibiotika-Therapien entwickelt haben, die gegen entzündliche Magen-Darm-Probleme eingenommen wurden.

Da Antibiotika nicht nur die Darmflora, sondern auch die Darmschleimhaut schädigen können, ist davon auszugehen, dass Reizdarm-Patienten in den meisten Fällen unter einer gestörten Darmflora und in manchen Fällen unter Schäden der Darmschleimhaut leiden, so dass diese beiden Aspekte in die Therapie miteinbezogen werden sollten.

Ein weiterer sehr grosser Teil der Patienten berichtet von ernsthaften Traumen (z. B. Missbrauch in der Kindheit), so dass das echte Reizdarm-Syndrom auch die Folge von seelischen Konflikten und Belastungen aus der Vergangenheit, aber auch - und sicher nicht selten - die Folge von Dauerstress in der Gegenwart darstellen kann.

Was kann man beim echten Reizdarm tun?

Wenn Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc. ausgeschlossen wurden, dann empfehlen sich beim echten Reizdarm-Syndrom die folgenden Massnahmen:

Darmreinigung

Ziehen Sie eine Darmreinigung in Betracht, da eine solche die Darmflora aufbauen sowie die Darmschleimhaut regenerieren hilft. Eine effektive Darmreinigung besteht aus drei Komponenten: Bentonit, Flohsamenschalenpulver und einem Probiotikum. Flohsamenschalenpulver führte in einer Studie mit Reizdarmpatienten beim Grossteil der Teilnehmer zu einer Verbesserung des sog. Symptomscores um 90 Punkte (Kleie führte nur zu einer Verbesserung um 58 Punkte).

Bentonit ist eine Mineralerde, die eine hohe Bindungsfähigkeit besitzt und daher nicht nur Toxine, sondern auch Darmgase binden und auf diese Weise zu deren unauffälligen Ausscheidung führen kann. Gemeinsam mit dem Flohsamenschalenpulver sorgt Bentonit ausserdem für die Stuhlregulierung und für eine leichte Ausscheidung des Stuhls, reinigt die Schleimhautzotten, beruhigt die Darmschleimhaut und begünstigt die Ansiedlung der hilfreichen Darmbakterien aus dem Probiotikum. (Details zur Durchführung der Darmreinigung erfahren Sie hier: Wie funktioniert eine Darmreinigung?)

Bei Vorliegen eines Reizdarm-Syndroms sollte mit niedrigen Dosen der Darmkur-Komponenten begonnen werden, um auszutesten, wie die einzelnen Bestandteile vertragen werden.

Kräuterpräparate

Beruhigende Kräuterpräparate, die zum Einsatz kommen können, sind z. B. Hopfen, Baldrian, Melisse, Passionsblume, Pfefferminze etc. Bei Studien zeigte die Pfefferminze deutlich lindernde Auswirkungen auf die beim Reizdarm-Syndrom auftretenden Bauchschmerzen. Da der dafür verantwortliche Wirkstoff in Tees jedoch nur schwach dosiert ist, wird ein spezielles, höherdosiertes Pfefferminzöl-Fertigpräparat empfohlen, das in der Apotheke erhältlich ist. Achten Sie darauf, dass es sich um magensaftresistente Kapseln handelt, damit das Öl erst im Dünndarm wirkt (also nicht schon im Magen).

Kurkuma

Kurkuma in Form von Tees, Gewürz oder auch in Form von speziellen Kurkumapräparaten hat vielseitige positive Auswirkungen auf die Gesundheit (siehe z. B. hier: Kurkuma). So soll das Gewürz aus der gelben Wurzel das Tumorwachstum hemmen, aber auch entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Kurkuma soll ausserdem die Fettverdauung verbessern und wird inzwischen verstärkt auch bei funktionellen Verdauungsbeschwerden wie dem Reizdarm-Syndrom eingesetzt.

Magnesium

Magnesium reduziert grundsätzlich die Neigung zu Krämpfen und so auch die Neigung zu Bauchkrämpfen. Da Magnesium ab bestimmten, individuellen Dosen zu dünnem Stuhl führen kann, eignet es sich besonders für Patienten mit obstipations-prädominantem Reizdarm.

Doch auch Reizdarmpatienten mit Durchfall müssen nicht an Magnesiummangel leiden und können versuchen, ihren Magnesiumspiegel mit Hilfe von chelatiertem Magnesium (z. B. Magnesiumglycinat) zu heben. Chelatiertes Magnesium ist leichter verträglich und führt selten zu Magen-Darm-Irritationen. Weitere Informationen zur Wahl des richtigen Magnesiumpräparates finden Sie hier: Das beste Magnesium-Präparat

Psychotherapie

Eine begleitende Psychotherapie ist in jedem Fall empfehlenswert, da nicht nur alle Problematiken, die möglicherweise zum Reizdarm-Syndrom geführt haben, mit einem versierten Therapeuten besprochen werden können, sondern auch jene, die erst durch das Reizdarm-Syndrom entstanden sind.

Johanniskraut statt Antidepressiva

Da das Reizdarm-Syndrom (zum jetzigen Stand der Wissenschaft) eine psychosomatische Erkrankung darstellt, leiden die Betroffenen häufig unter Depressionen - ob diese nun die Ursache oder die Folge des Reizdarm-Syndroms sind, dürfte nicht einheitlich zu klären sein. Reizdarm-Patienten jedenfalls wird oft ein Antidepressivum verschrieben. Wenn dieses nach einigen Wochen zu einer Besserung der Beschwerden führt, gilt das als Bestätigung der Reizdarm-Diagnose. In einem solchen Fall könnten - in Absprache mit dem behandelnden Therapeuten - die nebenwirkungsärmeren Johanniskrautpräparate die üblichen Antidepressiva ersetzen.

Stressmanagement/Entspannung

Da kaum ein Organ so unmittelbar auf Stress reagiert wie der Darm, sind ein effektives Stress-Management und wirksame Entspannungstechniken (Autogenes Training, entspannende Bäder, Massagen etc.) unumgänglich. Akute Beschwerden (Durchfall, Blähungen) können sich schon allein aufgrund einer einzigen aufregenden Situation ergeben. Durch anhaltende Stress-Phasen jedoch können sich - vor allem, wenn zusätzlich auch die Ernährung zu wünschen übrig lässt - chronische Magen-Darm-Beschwerden entwickeln.

Ernährungsumstellung

Um eine Ernährungsumstellung kommt kein Reizdarm-Patient herum. Ideal ist eine basenüberschüsssige Ernährung aus frischen Zutaten. Wenn dabei auch jene äusserst wichtigen Massnahmen berücksichtigt werden, die eigentlich - schon zur Vorbeugung von Magen-Darm-Problemen - selbstverständlich sein sollten, sehr oft aber leider völlig unterschätzt und daher häufig vernachlässigt werden, dann werden Besserungen des Beschwerdebildes nicht auf sich warten lassen:

  • Kauen Sie aus-führ-lich und gründlich!
  • Essen Sie erst, wenn Sie hungrig sind und nie aus Langeweile oder weil es der Zeitplan so vorschreibt.
  • Essen Sie nicht zu heiss und nicht zu kalt!
  • Trinken Sie nichts zum Essen. Trinken Sie eine Stunde vor dem Essen oder erst wieder eine Stunde nach dem Essen.
  • Trinken Sie ausserhalb der Essenszeiten jedoch täglich mindestens 2,5 Liter reines, kohlensäurefreies Wasser.
  • Essen Sie nichts mehr am späten Abend, natürlich auch nicht mitten in der Nacht und schon gar nicht, während Sie fernsehen.
  • Meiden Sie Fertigprodukte aller Art!
  • Machen Sie den Glutamat- und Zucker-Entzug! Sowohl Glutamat* als auch Zucker führen zu einer Art Abhängigkeit nach ungesundem Essen. Mit Glutamat gewürztes Essen löst Lust auf Alkohol, auf Kaffee, auf Nikotin und auch auf Zucker aus - und umgekehrt. Würzen Sie daher mit frischen oder getrockneten Kräutern oder etwas Meersalz und meiden Sie in jedem Fall Gewürz-Fertigmischungen. Statt Zucker und zuckerhaltigen Speisen können Sie gesunde Naschereien aus dem Naturkosthandel geniessen (auch hier darauf achten, dass wirklich kein Zucker enthalten ist, da auch Vollrohrzucker oder Rohrohrzucker nichts anderes als Zucker sind). Es gibt viele Frucht- und Nussriegel, die ausschliesslich mit der Süsse der enthaltenen Trockenfrüchte auskommen.

* Geschmacksverstärker, der in nahezu allen Fertiggerichten enthalten ist und unter folgenden Bezeichnungen auf dem Zutatenetikett zu finden ist: Mononatriumglutamat, Hefeextrakt, Würze, E620 bis E625 etc.

  • Verzichten Sie auf mehrgängige Menüs - insbesondere dann, wenn die einzelnen Gänge aus ungesunden Speisen bestehen. Essen Sie einfacher!
  • Gewöhnen Sie sich Desserts ab. Schon allein die Berücksichtigung dieser Regel wird Ihren Gesundheitszustand enorm verbessern können.
  • Essen Sie nicht einfach "nur" ballaststoffreich. Lernen Sie gute von weniger guten Ballaststoffen zu unterscheiden, meiden Sie daraufhin die weniger guten und bevorzugen Sie die guten. (Informationen zur richtigen Ballaststoffversorgung finden Sie hier: Ballaststoffe)
  • Lösen Sie sich von den so genannten Genussgiften: Alkohol, Koffein und Nikotin.
  • Bewegen Sie sich täglich! Wenn Sie nicht DER Sportstyp sind, dann gehen Sie wenigstens täglich spazieren und besorgen Sie sich ein Mini-Trampolin für die Wohnung und schwingen Sie darauf zweimal täglich 10 bis 20 Minuten. Oder wie wäre es mit einem Home- oder Cross-Trainer? Gerade der Cross-Trainer trainiert – im Gegensatz zum Hometrainer (=Heimfahrrad) - den GANZEN Körper. Man imitiert darauf in etwa jene Bewegungen, die auch beim Ski-Langlauf zum Einsatz kommen. Einen Cross-Trainer kann man übrigens ganz hervorragend vor dem Fernseher platzieren ;-). Es gibt also keine Ausrede!
  • Reinigen Sie nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihre Gedankenwelt! Wenn Sie zu denken pflegen, dass mit all den genannten Tipps das Leben ja gar keinen Spass mehr macht, dann erkennen Sie, dass diese paradoxen Gedanken nicht von IHNEN selbst stammen, sondern Ihnen anerzogen wurden – von unserer Gesellschaft, von den Medien, von der Werbung, vom Angebot in den Läden etc. Denn warum sollte ein Leben nur dann Spass machen, wenn man Dinge tun darf, die dem eigenen Körper Schaden zufügen?

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Zuletzt kommentiert

Marc schrieb am 07.06.2018

Liebes ZdG-Team
Seit einigen Jahren leide ich an einem Reizdarm mit abwechselnd Durchfall, Verstopfung, starke Blähungen und vor allem das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung und dem damit verbundenen Drang zum Toilettengang (bis 10 x täglich). Nach etlichen medizinischen Untersuchungen und erfolglosen Therapien bin ich auf eure Website gestossen und habe die Darmreinigung Simple Clean 12 Wochen (mit Bentonit-, Flohsamen- und Probiotikum-Kapseln) bestellt. Die Einnahme der Kapseln in Verbindung mit gesunder Ernährung bewirkten bereits nach wenigen Tagen eine starke Verringerung der Beschwerden und eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Als ich jedoch nach den drei Monaten die Darmreinigung beendet hatte und aufgehört habe die Kapseln einzunehmen, haben die Beschwerden wieder zugenommen. Versuche, nur einzelne Komponenten der Darmreinigung zu nehmen (z.B. nur Probiotikum oder nur Bentonit-Kapseln einzunehmen, brachten nicht die gleiche Wirkung wie die Kombination der drei Produkte.
Daher nehme ich nun seit zwei Jahren täglich alle drei Bestandteile der Simple Clean Darmreinigung in der empfohlenen Tagesdosis ein. Meine Frage ist nun, ob durch die langfristige Einnahme Nebenwirkungen auftreten können. Ich habe in einer Zeitschrift gelesen, dass bei langfristiger Einnahme von Probiotika-Kapseln die Nieren geschädigt werden können.
Was denkt ihr dazu? Gibt es vielleicht auch Alternativen, die ich ausprobieren könnte?
Vielen Dank für eure Hilfe.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Marc

Wir freuen uns, dass es Ihnen inzwischen besser geht!

Bitte erkundigen Sie sich zunächst dort, wo Sie von Nebenwirkungen auf die Nieren gelesen haben, nach den entsprechenden Belegen/Studien. Erst dann kann man einschätzen, worum es darin überhaupt ging und welches Probiotikum gemeint ist (In welcher Zusammensetzung? Von welcher Marke? Von welcher Dosis ist die Rede? etc.).

Uns ist hingegen bekannt, dass man inzwischen sogar bei der Chronischen Niereninsuffizienz die therapeutischen Vorteile von Probiotika erkannt hat und diese daher einsetzt. Wir glauben daher nicht, dass Sie bei der Wahl hochwertiger Probiotika entsprechend nachteilige Nebenwirkungen erleben werden. Versuchen Sie dennoch, immer einmal wieder eine Einnahmepause einzulegen oder die Einnahmepausen langsam zu verlängern, also erst nur einmal ab und zu 1 Tag nichts nehmen, dann 2 Tage usw. Vielleicht können Sie auf diese Weise langsam von den Produkten wegkommen.

Auch wäre es nach wie vor sinnvoll, nach den Ursachen Ausschau zu halten: Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stress, Mastzellaktivierungssyndrom etc.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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Quellen