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Spinat macht stark wie Popeye

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 26.05.2017
Spinat macht stark wie Popeye
© lecic - Fotolia.com

Popeye hatte tatsächlich Recht: Spinat ist hervorragend dazu geeignet, die Muskulatur zu stählen. Aktuelle Ergebnisse einer Studie (Karolinska Institute an der schwedischen Hochschule für Medizin) haben die auf Muskelaufbau abzielende spinatlastige Ernährungsweise Popeyes als für diesen Zweck absolut passend bestätigt. Allerdings sollte der Spinat nicht aus der Dose stammen - so wie ihn Popeye zu verschlingen pflegte. Das grüne Blattgemüse sollte stattdessen möglichst frisch und unerhitzt verzehrt werden.

Spinat nährt Muskelzellen

Bereits in den 1990er Jahren hatten Wissenschaftler in einer Studie zum selben Thema gezeigt, dass die oft so verteufelten Nitrate, die im Spinat und anderem grünen Blattgemüse zu finden sind, im Grunde sehr vorteilhaft sind, da sie die Mitochondrien in den Muskelzellen nähren.

Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Sie produzieren in jeder einzelnen Zelle die für diese Zelle nötige Energie. Da sämtliche unserer Körperfunktionen nur in dem Maße ablaufen können, wie ihnen Energie zur Verfügung steht, können mangelhaft funktionierende Mitochondrien Körperfunktionen lahm legen bzw. verlangsamen, was für unser Wohlbefinden nicht gerade vorteilhaft ist. Leistungsstarke Mitochondrien dagegen sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Körpergeschehen. Sie regulieren den Blutdruck, das Immunsystem, den Zellstoffwechsel und vieles andere mehr.

Pflanzliche Proteine

Spinat - Und Thrombosen rücken in weite Ferne

Nitrate, wie sie natürlicherweise in biologisch angebauten Lebensmitteln vorkommen, werden im Körper zur Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) verwendet. NO ist ein wichtiger molekularer Bestandteil unseres Organismus, da er beispielsweise für den Sauerstofftransport im Blut zuständig ist.

Außerdem ist NO ein sehr wirksamer entzündungshemmender, anti-thrombotischer und die Blutgefäße erweiternder Stoff. Das bedeutet, in Anwesenheit von NO fehlt Schlaganfällen, Herzinfarkten und Thrombosen eine wichtige Basis.

Sport und Spinat - Was braucht es mehr?

Das im Spinat und anderem grünen Blattgemüse vorhandene Nitrat wird also zu NO umgewandelt. Dieses NO kann im ganzen Körper verwendet werden. Die Professoren Eddize Weitzberg und Jon Lundberg, Koautoren der schwedischen Studie, beobachteten, dass der Konsum jener Nitratmenge, die in etwa 200 bis 300 Gramm Spinat steckt und über einen Zeitraum von drei Tagen (zusätzlich zu regelmäßiger sportlicher Betätigung) aufgenommen wird, die Effektivität der Mitochondrien spürbar verbessert. Dies reduziert den Sauerstoffverbrauch, erleichtert das Muskelwachstum und führt zu einer allgemein besseren Gesundheit.

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Spinat senkt Blutdruck und verhindert Diabetes

Die Mitochondrien spielen eine Schlüsselrolle beim Zellstoffwechsel.

sagten die Forscher.

Eine Verbesserung der mitochondrialen Funktion hat sehr wahrscheinlich viele positive Auswirkungen auf den Körper und könnte zudem eine Erklärung für einige der gesundheitlichen Vorzüge von Gemüse sein.

Neben der Verbesserung der Zell-Gesundheit und der Steigerung des Muskelwachstums helfe NO auch bei der Behandlung von Erkrankungen wie Diabetes und Herzleiden, die eine Folge von mitochondrialer Dysfunktion sein können.

Da NO den Blutdruck senke, sei es dazu in der Lage, bei gesunden Menschen den Ausbruch von Diabetes zu verhindern sowie das Herz zu entlasten.

Spinat gegen Übergewicht

Da man häufig nicht nur Muskeln auf-, sondern gleichzeitig auch Übergewicht bzw. Fett abbauen möchte, lohnt sich der Spinatverzehr gleich mehrfach. Forscher der schwedischen Lund Universität stellten in einer im September 2014 veröffentlichten Studie fest, dass Spinat einerseits Heisshungerattacken reduzieren und andererseits beim Abnehmen helfen kann. Die knapp 40 Probandinnen bekamen zusätzlich zu einer Diät entweder täglich Spinat oder aber ein Placebo.

Nach drei Monaten hatte die Spinatgruppe im Durchschnitt 1,5 Kilogramm mehr verloren als die Placebogruppe.

Zusätzlich war in der Spinatgruppe der Cholesterinspiegel gesunken.

Spinat als Salat, Suppe oder grüner Smoothie

Aus Spinat lassen sich einfach und schnell feine Salate zubereiten. Spinat kann auch in eine köstliche Suppe verwandelt werden. Dazu wird der Spinat gewaschen, klein geschnitten und im Mixer gemeinsam mit etwas Wasser püriert.

Anschließend wird mit Salz, einer Prise Muskat, einem Hauch Knoblauch und einem Klecks Mandelpüree abgeschmeckt. Besonders fein schmeckt Spinat in Form eines grünen Smoothies. Rezepte finden Sie im Text " Grüne Smoothies".

Wer Schwierigkeiten hat, täglich an frischen Spinat oder frische grüne Blattgemüse zu gelangen, bevorratet sich einfach mit Spinatpulver (10 g vom Spinatpulver entsprechen 100 g frischem Spinat) oder deckt seinen "Grün"-Bedarf - wenn frisches Grün gerade Mangelware ist - mit Graspulver ( Dinkelpulver, Gerstenpulver oder Weizenpulver). Spinat in Pulverform ist ausserdem wesentlicher Bestandteil der köstlichen Spinat-Kräuter-Wurzel-Mischung namens Ormus Supergreens.

Dieses Pulver wird bei unter 40 Grad hergestellt, wodurch die hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe der Grünpflanzen und Wurzeln erhalten bleiben. In Wasser oder Saft gemixt erhalten Sie einen grünen höchst bioaktiven Superfood-Drink mit lebendigen Enzymen, lebendigen sekundären Pflanzenstoffen und bioverfügbaren Mikronährstoffen der Extraklasse.

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Anonym schrieb am 18.11.2017

Hallo Ihr Lieben, zuerst möchte ich sagen, dass ich gerne auf Ihre website gehe, weil sie einen seriösen und fundierten Eindruck macht. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Pharmaindustrie und Konzerne in allen Bereichen wegen Profitgier die wahrhaftigen Anbieter angreifen und niedermachen wollen, aber da muss man einfach drüberstehen und das tun Sie auch. Meine Frage ist nun: Kann ich Spinat.- Feldsalat.- oder sonstige Gemüsesamen auch als Keimsprossen essen? Danke für eure Antwort

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Ja, man kann sehr viele Gemüsesamen keimen lassen und als Sprossen essen, z. B. Rote Bete, Rotkohl, Brokkoli, Rucola, Rettich, Radieschen, Kohlrabi, Zwiebeln und Lauch. Manche Gemüsesamen keimen im Haus nicht, z. B. weil sie zuvor eine Kälteperiode benötigen würden (dazu gehören Spinat und Salate) oder weil sie zum Keimen Dunkelheit benötigen. Das müssten Sie vorher ausschliessen bzw. einfach einmal ausprobieren. Auch sind Bohnenkerne sowie Nachtschattengewächse als Sprossen nicht essbar, wie z. B. Tomatensprossen, Auberginen, Paprika etc.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

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