Haarausfall

Mittel gegen Haarausfall

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 17.06.2019
Mittel gegen Haarausfall
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Haarausfall ist äusserst belastend, so dass Betroffene fieberhaft nach wirksamen Mitteln suchen, die dem Haarwuchs wieder auf die Sprünge helfen und den Haarausfall stoppen. Welche Mittel eingesetzt werden können, hängt jedoch nicht zuletzt von der Art des Haarausfalls und seinen Ursachen ab. Wir stellen Ihnen ein ganzheitliches Konzept gegen Haarausfall vor.

Inhaltsverzeichnis

Können natürliche Mittel Haarausfall stoppen?

Gegen Haarausfall sind viele Mittel im Umlauf. Die wenigsten kann man als „natürlich“ bezeichnen. Auch gehen die wenigsten dieser Mittel auf die tatsächlichen Ursachen des Haarausfalls ein. Natürliche Mittel sind da anders. Sie packen das Übel an der Wurzel – im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch beginnen wir zunächst mit den verschiedenen Arten des Haarausfalls. Denn jede Haarausfallart hat ihre spezifischen Ursachen, so dass auch jede Haarausfallart ganz spezifisch behandelt werden sollte.

Welche Haarausfallarten gibt es?

Haarausfall wird grob in vier unterschiedliche Haarausfallarten unterteilt, wobei die fünfte aufgeführte "Art" ein Sonderfall darstellt:

  1. Erblich bedingter Haarausfall (auch androgenetisch bedingter oder anlagebedingter Haarausfall genannt)
  2. Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)
  3. Diffuser Haarausfall
  4. Vernarbender Haarausfall
  5. Sonderfall: Haarausfall bei Chemotherapie

1. Der erblich bedingte bzw. androgenetische Haarausfall

Der erblich bedingte oder androgenetische Haarausfall kann Frauen und Männer gleichermassen betreffen, wobei die Männer in der überwiegenden Mehrzahl sind. Als erblich bedingt wird diese Form von Haarausfall daher bezeichnet, da es sich um eine vererbte Überempfindlichkeit bestimmter Haarfollikel gegen das Hormon DHT handelt.

DHT ist die Abkürzung für 5-Alpha-Dehydrotestosteron. Es gehört zu den Androgenen, die wiederum zu den Sexualhormonen gehören. Androgene sind für die männlichen Merkmale wie starke Muskelentwicklung, Bartwuchs, Körperbehaarung und tiefe Stimme verantwortlich.

DHT wird durch ein bestimmtes Enzym (5-Alpha-Reduktase) aus Testosteron hergestellt, wobei DHT das aktivere der beiden Männlichkeitshormone ist.

Androgenetischer Haarausfall bei Frauen

Sind Frauen im gebärfähigen Alter von einem androgenetischen Haarausfall betroffen, lichtet sich das Haar entlang des Scheitels und wird häufig mit dem diffusen Haarausfall verwechselt. Auch bei Frauen liegt ein erhöhter Testosteron- bzw. Dihydrotestosteronspiegel vor, wobei hier sehr oft das PCOS im Spiel ist, das Polyzystische Ovarialsyndrom. Es handelt sich um die häufigsten Hormonstörung von Frauen im gebärfähigen Alter.

Mehr über das Polyzystische Ovarialsyndrom und wie man es auf natürliche Weise behandeln kann, lesen Sie hier:

Androgenetischer Haarausfall bei Männern

Bei Männern ist der androgenetische Haarausfall nicht so einfach mit natürlichen Massnahmen zu beeinflussen. Dennoch gibt es auch hier pflanzliche Mittel, die eingesetzt werden können, um den Hormonhaushalt auf sanfte Weise zu beeinflussen.

Auch vermutet man inzwischen, dass die Ernährungs- und Lebensweise die Ausprägung der Gene beeinflusst, man also nicht in jedem Fall auf Gedeih und Verderb seinen Genen ausgeliefert ist.

Daher ist auch beim androgenetischen Haarausfall eine ganzheitliche Vorgehensweise sehr sinnvoll, die – auch wenn sie den Haarausfall nicht rückgängig machen können sollte – häufig zu einer Verlangsamung desselben führen kann und überdies nicht nur die Haar- und Kopfhautgesundheit positiv beeinflusst, sondern in jedem Fall die Allgemeingesundheit, die geistige Leistungsfähigkeit und die körperliche Fitness massgeblich verbessert.

2. Der kreisrunde Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia ariata) zeigt sich in rundlichen vollkommen kahlen Stellen. In Extremfällen können aber auch alle Haare ausfallen, sogar jene am übrigen Körper.

Der kreisrunde Haarausfall gilt derzeit als Autoimmunerkrankung, was bedeutet, dass körpereigene Abwehrzellen (die sog. zytotoxischen T-Zellen) stellenweise die Zellen der Haarfollikel angreifen, im Glauben, es handle sich um körperfremde Strukturen, die bekämpft werden müssten. In Untersuchungen fand man an den betroffenen Kopfhautstellen Infiltrationen mit zytotoxischen T-Zellen.

Oft sind beim kreisrunden Haarausfall noch andere Autoimmunerkrankungen vorhanden. Ist dies der Fall, scheint die Prognose weniger gut zu sein. Nach einigen Jahren kann es in über 60 Prozent der Betroffenen ausserdem zu Veränderungen der Nägel kommen (Längsrillen, Brüchigkeit, raue Oberfläche etc.).

Bis zu 50 Prozent der Betroffenen erholen sich von ihrem kreisrunden Haarausfall wieder vollständig im Laufe eines Jahres. Bei bis zu 25 Prozent nimmt er hingegen bis zum Totalverlust aller Kopf- oder sogar aller Körperhaare zu.

3. Der diffuse Haarausfall

Beim diffusen Haarausfall wird das Haar insgesamt lichter. Es zeigen sich also keine einzelnen kahlen Stellen. In der Mehrheit der Fälle sind Frauen betroffen.

Beim diffusen Haarausfall handelt es sich meist um einen Haarausfall vom Spät-Typ, was bedeutet, dass der schädigende Einfluss die Wachstumsphase der Haare unterbricht (siehe nächster Abschnitt „Die drei Phasen des Lebenszyklus der Haare“) und die Haare in die Ruhephase übergehen. Diese dauert bis zu 4 oder sogar bis zu 6 Monate lang. Erst dann fallen die Haare aus, so dass man beim diffusen Haarausfall immer überlegen sollte, was vor einigen Wochen oder Monaten passiert ist, das als schädigender Faktor in Frage kommen könnte, so dass man dann die passenden Massnahmen ergreifen kann.

Als mögliche schädigende Faktoren gelten z. B.

  • die Geburt eines Kindes,
  • Infektionen,
  • hohes Fieber,
  • Hämorrhagie (starke Blutverluste),
  • Erkrankungen innerer Organe (z. B. der Leber, der Schilddrüse und anderer endokriner Organe),
  • Erkrankungen, die den Körper auszehren (Krebs, Tuberkulose o. ä.),
  • strenge Diäten oder Hungerzeiten oder generell chronische Nährstoff- oder Vitalstoffmängel (z. B. Eisenmangel infolge starker Menstruation, Zinkmangel, Vitamin-D-Mangel etc.)
  • ein Unfall oder ein Operationstrauma,
  • starker emotionaler Stress und
  • manche Medikamente (z. B. Betablocker, Statine, Schilddrüsenmedikamente oder Blutverdünner).

Diese Aufzählung war schon vor 20 Jahren dem Ärzteblatt zu entnehmen, wobei man noch die folgenden möglichen Ursachen hinzufügen könnte:

  • Falsche Haarpflege oder auch Färben mit chemischen Haarfarben sowie eine
  • Schadstoffbelastung (z. B. Schwermetalle)
  • Allergien
  • Wechseljahre
  • Chronische Übersäuerung

4. Der vernarbende Haarausfall

Der vernarbende Haarausfall zeigt sich in kahlen Stellen, die schliesslich vernarben. Oft ist dieser Haarausfall mit einer irreversiblen Schädigung der Haarfollikel verbunden. Die Haare wachsen also an den entsprechenden Stellen nicht mehr nach. Da bei dieser Form des Haarausfalls starke entzündliche Prozesse im Gang sind, behandelt die Schulmedizin mit Corticoiden (Cortison), um die Entzündung zu hemmen und den Haarausfall zu stoppen.

Allerdings entstehen die Entzündungen beim vernarbenden Haarausfall nicht einfach so. Sie gehen hingegen mit bestimmten Erkrankungen einher, wie z. B. Lupus Erythematodes, Schuppenflechte, Pilzinfektionen oder auch bestimmten Tumoren. Da diese Erkrankungen dann auch die tatsächliche Ursache des Haarausfalls sind, sollte nicht der Haarausfall, sondern die jeweils auslösende Erkrankung im Mittelpunkt der Therapie stehen.

5. Sonderfall: Haarausfall bei Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie werden alle Haare beschädigt, die sich in der Wachstumsphase befinden (zu den drei Phasen des Lebenszyklus der Haare siehe nächster Abschnitt). Der Schaden ist dabei so stark, dass diese Haare nicht in die Ruhephase übergehen, sondern sofort oder im Laufe weniger Wochen in der Wurzel abbrechen. Man spricht vom Haarausfall (Effluvium) des Früh-Typs.

Übrig bleiben vorerst nur jene Haare, die während der Chemotherapie bereits in der Ruhephase waren (also höchstens 20 Prozent des Gesamthaars), die dann aber nach 2 bis spätestens 4 Monaten ebenfalls ausfallen.

Da die Haarfollikelzellen aber zu jenen Zellen gehören, die sich sehr schnell teilen, kommt es rasch zu einer Erholung der Follikel, so dass schon 4 Wochen nach Beendigung der Chemotherapie wieder die ersten neuen Haare sichtbar sein können. Manchmal dauert es auch etwas länger (6 bis 8 Wochen).

Der Haarausfall kann hier nicht verhindert werden, aber man kann mit entgiftenden und den Körper stärkenden Massnahmen im Anschluss an die Chemotherapie (nach Absprache mit dem Arzt) die Regeneration des Körpers beschleunigen und unterstützen.

Die drei Phasen des Lebenszyklus der Haare

Das Haar unterliegt einem bestimmten Entwicklungszyklus. Hierbei lassen sich drei Phasen unterscheiden. Kennt man diese, versteht man besser, warum Haare nach einem schädigenden Einfluss nicht in jedem Fall sofort ausfallen, sondern vielleicht erst nach einigen Wochen.

  • Anagen = Wachstumsphase: 2 bis 10 (meist eher 3 bis 6) Jahre, das Haar wächst. Je länger das Anagen, desto länger wird das Haar. Wer Haare hat, die nicht besonders lang wachsen, hat eine kürzere Anagenphase. Beim gesunden Menschen sind 80 Prozent der Haare im Anagen. Kommt es zu einem schädigenden Einfluss, dann gehen die Haare ins Katagen und dann ins Telogen über, so dass es nach dem schädigenden Einfluss Wochen oder Monate dauern kann, bis sich der Haarausfall zeigt.
  • Katagen = Übergangsphase: 2 Wochen, in dieser Zeit stellen die Haarfollikel ihre Stoffwechselaktivität ein, das Haar wird nicht mehr versorgt und wächst auch nicht mehr.
  • Telogen = Ruhephase: 2 bis 4 Monate, am Ende der Telogenphase fällt das Haar aus. Weniger als 20 Prozent der Haare sollten in diesem Zustand sein.

Kann das Epstein-Barr-Virus einen Haarausfall verursachen oder triggern?

Derzeit wird das Epstein-Barr-Virus (EBV) für zahlreiche Erkrankungen verantwortlich gemacht, insbesondere für Autoimmunerkrankungen, weshalb Forscher der University of Texas/Houston schon 2008 einen möglichen Zusammenhang zum kreisrunden Haarausfall überprüften (14).

Von 1586 Patienten mit kreisrundem Haarausfall, die der Meinung waren, ein äusserer Faktor habe ihren Haarausfall ausgelöst, hatten 12 Personen in den 6 Monaten vor ihrer Haarausfallerkrankung eine EBV-Infektion, was zwar weniger als 1 Prozent entspricht, aber dennoch zeigt, dass eine EBV-Infektion ein Risikofaktor sein könnte. Sollten auch Sie in den Wochen oder Monaten vor Einsetzen Ihres kreisrunden Haarausfalles an den typischen Symptomen einer EBV-Infektion gelitten haben, finden Sie wichtige Informationen zum Epstein-Barr-Virus und möglichen Massnahmen hier: Epstein-Barr-Virus – Was kann man tun?

Welche Ursachen kann Haarausfall haben?

Weiter oben bei der Vorstellung der verschiedenen Haarausfallarten haben wir bereits einige Ursachen aufgeführt. Aus naturheilkundlicher Sicht wird man sich jedoch zusätzlich fragen:

Warum kommt es beim androgenetischen Haarausfall zu einer Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegen DHT und warum entsteht bei Frauen eine Hormonstörung (PCOS)? Beim kreisrunden Haarausfall fragt man sich: Wie kann es sein, dass sich eine Autoimmunerkrankung entwickelt und sich der Körper gegen sich selbst richtet?

In all diesen Fällen liegt ein Ungleichgewicht im Körper vor. Bestimmte Einflüsse verhindern gesunde Reaktionen des Körpers, führen zu Irritationen, Fehlfunktionen und im Darm u. U. zu einem Leaky Gut Syndrom, das die Entwicklung von Autoimmunerkrankungen fördern könnte. Zu diesen negativen Einflüssen gehören

  • eine ungünstige Ernährung (die den Körper belastet und gleichzeitig nicht genügend Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Nährstoffe liefert)
  • eine überlastete Leber
  • eine Darmflorastörung bzw. eine mangelhafte Darmgesundheit
  • ein fehlendes Stressmanagement
  • zu viele Genussgifte (Alkohol, Zigaretten, Zucker, Koffein)
  • zu wenig Schlaf, zu wenig frische Luft und zu wenig Bewegung
  • unnatürliche Haar- und Körperpflege

Alle diese Faktoren sorgen für Störungen im System (im Immunsystem, im Hormonsystem etc.) und können – je nach persönlicher Schwachstelle – letztendlich auch zu einem Haarausfall führen. Was also ist bei Haarausfall aus ganzheitlicher Sicht zu tun?

Welche Mittel setzt man bei Haarausfall ein?

In der Naturheilkunde setzt man also in den seltensten Fällen einzelne Mittel gegen dies oder jenes ein. Man geht hingegen ganzheitlich vor und behebt die oben aufgeführten Missstände.

Selbst ganzheitliche Konzepte bei Autoimmunerkrankungen (wozu der kreisrunde Haarausfall oder auch die ursächlichen Erkrankungen für den vernarbenden Haarausfall gehören) bestehen mittlerweile aus denselben nachfolgend noch einmal aufgeführten Massnahmen, die in der Naturheilkunde schon seit vielen Jahrzehnten bei Krankheiten aller Art empfohlen werden (siehe z. B. das Buch „Autoimmunerkrankungen erfolgreich behandeln“ von Dr. Susan Blum):

  • Gesunde Ernährung
  • Stärkung der Leber
  • Sanierung der Darmgesundheit
  • Umfassendes Stressmanagement
  • Optimierung der individuellen Vitalstoffversorgung (Entsäuerung, Mineralisierung und Behebung von Vitaminmängeln)
  • Bei Bedarf Entgiftung
  • Ausreichend Schlaf, frische Luft und viel Bewegung
  • Natürliche Körper- und Haarpflegeprodukte
  • Gezielte zur individuellen Situation passende Nahungsergänzungen

Liegt ein diffuser Haarausfall vor, so können mit diesem Konzept automatisch auch die meisten möglichen Ursachen des diffusen Haarausfalls behoben werden.

Naturheilkundliche Mittel gegen Haarausfall behandeln somit nicht ausschliesslich die Kopfhaut, das Hormonsystem oder das Immunsystem. Stattdessen liefern sie dem Organismus alles, was er braucht, um wieder in sein gesundes und harmonisches Gleichgewicht zu finden, woraufhin sich auch häufig der Haarausfall stoppen lässt und Haarneuwuchs einsetzen kann.

Zusätzlich können aber natürlich auch gezielt Mittel eingesetzt werden, die sich konkret auf die Harmonisierung und Stärkung der Kopfhautgesundheit auswirken und so auch direkt an Ort und Stelle dem Haarausfall entgegenwirken und für Haarneuwuchs sorgen, z. B. natürliche Haarwässer, Haartonika, Haarwuchsmittel etc.

Doch sollten diese Mittel immer nur als Zusatzmassnahmen betrachtet werden, da die tatsächliche Behebung des Haarausfalls stets von innen kommt, also dann einsetzt, wenn der Organismus wieder an Kraft gewinnt und er das Problem dank seiner wiedergewonnenen Eigenregulation selbständig angehen kann.

Lediglich beim androgenetischen Haarausfall sind einzelne Mittel erforderlich, die gezielt das Hormonsystem beeinflussen und so den schädigenden Einfluss eines hohen DHT-Spiegels auf die Haarfollikel reduzieren:

Drei Mittel gegen den androgenetischen/genetisch bedingten Haarausfall

Die drei folgenden Naturstoffe können laut erster Untersuchungen den DHT-Spiegel senken, also die Umwandlung von Testosteron in DHT verhindern. Zu diesen drei Mitteln gehören:

  1. Sulforaphan – ein sekundärer Pflanzenstoff, der insbesondere im Brokkoli und in Brokkolisprossen zu finden ist und für seine stark antioxidative, krebsbekämpfende und entzündungshemmende Wirkung bekannt ist.
  2. Kürbiskernöl
  3. Sägepalmextrakt

1. Sulforaphan bei genetisch bedingtem Haarausfall

Wir haben schon viel über Sulforaphan geschrieben – z. B. wie der Stoff gegen Krebs und Arthritis wirkt, wie er Hoffnung bei Autismus schenkt, bei Atemwegserkrankungen hilft und wie man seine Wirkung potenzieren kann, indem man nicht allein Brokkoli isst, sondern das leckere Gemüse mit Brokkolisprossen kombiniert.

Sulforaphan gehört zu den sog. Isothiocyanaten, die manchmal auch Senfölglykoside genannt werden. Sulforaphan ist natürlich nicht nur in Brokkoli enthalten, sondern in allen Kohlgemüsen inkl. Blumenkohl und Kohlrabi, aber auch in Meerrettich, Rucola, Kresse, Radieschen, Rettich, Senf und vielen anderen Gemüsen aus der Kreuzblütlerfamilie.

Sulforaphan wurde in einer japanischen Studie auf seine Wirkung beim genetisch bedingten Haarausfall hin untersucht. Die Forscher schrieben dazu im März 2016, dass Sulforaphan offenbar in der Lage sei, den DHT-Spiegel zu senken, so dass die DHT-bedingte Unterdrückung des Haarwuchses aufgehoben werden könne (17).

Sulforaphan – so die Forscher – erhöhe die Expression eines Enzyms, das zum Abbau von DHT führe. Es handelt sich um das Enzym 3-alpha-Hydroxysteroiddehydrogenase (3α-HSDs).

Konkrete Dosierungsempfehlungen zur Bekämpfung von Haarausfall gaben die Forscher für die Anwendung beim Menschen noch nicht. Das Universitätsklinikum Heidelberg empfiehlt jedoch in der Krebstherapie 0,36 mg Sulforaphan pro Kilogramm Körpergewicht, was ein Anhaltspunkt darstellen kann.

Nimmt man nun Sulforaphan als Nahrungsergänzung, dann versorgt eine Tagesportion mit 50 bis 100 mg Sulforaphan.

Ein Brokkoli (500 g) enthält um die 50 mg Sulforaphan – immer abhängig von Jahreszeit, Sorte und Frische. Brokkolisprossen liefern bis zu 100-mal mehr Sulforaphan, so dass ein Löffel der Sprossen genauso viel Sulforaphan enthalten kann wie ein Brokkolikopf.

Isst man also zusätzlich zur Nahrungsergänzung reichlich Brokkoli oder auch die oben genannten Gemüse sowie Brokkolisprossen, dann könnte man auf diese Weise sehr schnell eine wirksame Dosis erreichen.

2. Kürbiskernöl bei genetisch bedingtem Haarausfall

Das zweite natürliche Mittel gegen genetisch bedingten Haarausfall könnte Kürbiskernöl sein. Das Öl hemmte in einer randomisierten plazebokontrollierten Studie aus dem Jahr 2014 das Enzym 5-alpha-Reduktase. Dieses Enzym ermöglicht die Umwandlung des Testosterons in DHT. Wird es gehemmt, steigt der DHT-Spiegel nicht so stark an.

In der koreanischen Studie erhielten 76 Männer mit genetisch bedingtem Haarausfall über ein halbes Jahr hinweg täglich 400 mg Kürbiskernöl oder ein Placebo. Am Ende der Studie zeigte sich, dass die Kürbiskernölgruppe volleres Haar hatte als die Placebogruppe. Die Haarfülle hatte um 40 Prozent zugenommen. Nebenwirkungen konnten keine festgestellt werden (18).

Bei genetisch bedingtem Haarausfall könnte man also täglich einen Löffel Kürbiskernöl einnehmen oder einfach den täglichen Salat mit einem Kürbiskernöldressing zubereiten.

3. Sägepalme bei genetisch bedingtem Haarausfall

Präparate aus den Früchten der Sägepalme (Sägepalmextrakt) sind bekannt für ihre positive Wirkung bei der gutartigen Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie/BPH). Schon 1996 stellte man in einem Review fest, dass Sägepalmextrakt (zweimal täglich 160 mg für 1 bis 3 Monate) bei BPH genauso gute Erfolge erzielen kann wie Finasterid 5 mg.

Zwar ist die konkrete Ursache bei der BPH noch nicht bekannt, doch vermutet man, dass auch hier das DHT beteiligt ist. Einerseits könnten also hohe DHT-Spiegel vorliegen, andererseits vermutet man als Ursache eine Östrogendominanz (im Verhältnis zum Testosteronspiegel steigende Östrogenspiegel).

Der Sägepalmextrakt scheint nun den DHT-Spiegel senken zu können. Dadurch steigt der Testosteronspiegel – eine Wirkung, die sich besonders dann zeigt, wenn der Sägepalmextrakt mit Astaxanthin kombiniert wird, wie wir hier beschrieben hatten: Testosteronmangel beheben

Ein sinkender DHT-Spiegel wäre nun ja auch beim genetisch bedingten Haarausfall hilfreich. Denn je weniger DHT im Blut ist, umso weniger DHT befindet sich rund um die Haarwurzeln und umso weniger Haare fallen aus.

Im Jahr 2012 überprüften Forscher daher in einer Studie (19) die Wirkung von Sägepalmextrakt auf den genetisch bedingten Haarausfall (verglichen mit der Wirkung von Finasterid). Im International Journal of Immunopathology and Pharmacologyberichteten sie über ihre neuen Erkenntnisse:

100 männliche Patienten mit einem diagnostizierten genetisch bedingten Haarausfall nahmen an der Studie teil. Eine Gruppe nahm ein halbes Jahr lang täglich 320 mg Sägepalmextrakt, während die andere täglich 1 mg Finasterid einnahm.

Zwar war Finasterid insgesamt erfolgreicher, doch zeigte sich auch bei vielen Männern (38 Prozent), die den Sägepalmextrakt genommen hatten, ein zunehmender Haarwuchs. Sägepalmextrakt wirkte besonders im Scheitelbereich, also weniger im vorderen Kopfbereich.

Manchen Erfahrungsberichten zufolge kann die Dosis des Sägepalmextrakts auf das Dreifache erhöht werden, um Erfolge zu erzielen. Gehen Sie jedoch langsam vor und reduzieren Sie die Dosis, sobald Sie Nebenwirkungen bemerken (Magen-Darm-Beschwerden oder Empfindlichkeiten (z. B. empfindliche Brustwarzen)).

Wer bei genetisch bedingtem Haarausfall lieber natürliche Mittel ausprobieren möchte, kann die drei beschriebenen Massnahmen sehr gut miteinander kombinieren:

  • Sägepalmextrakt und Sulforaphan nimmt man als Nahrungsergänzung ein. Wir empfehlen dieses hochdosierte Sulforaphan-Produkt.
  • Zusätzlich baut man häufig Brokkoli, Brokkolisprossen und Kürbiskernöl (gerne auch Kürbiskerne) in den Speiseplan ein.

Weitere naturheilkundliche Tipps zur Vermeidung einer Glatzenbildung finden Sie hier: Glatze rückgängig machen, wo auch die Brennnessel als natürlicher DHT-Spiegel-Senker bzw. 5-alpha-Reduktase-Hemmer vorgestellt wird.

Welche Vitamine und Mineralstoffe helfen gegen Haarausfall?

Vitalstoffmängel können die Haarstruktur beeinträchtigen und zu diffusem Haarausfall führen, aber auch den Körper schwächen, so dass genauso andere Haarausfallformen begünstigt werden (13). Ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen ist dabei keinesfalls nur in armen Ländern verbreitet, wie man uns immer gerne glauben machen möchte.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier: Vitaminmangel betrifft viele Menschen

Gerade die Haarfollikel gehören zu den stoffwechselaktivsten Bereichen im Körper und sind daher besonders stark auf ausreichend Nährstoffe angewiesen. Eine gute Vitalstoffversorgung gehört somit zum Behandlungskonzept eines jeden Haarausfalls (12).

Ideal wäre, dass zunächst abgeklärt wird, welche Vitamine und/oder Mineralstoffe tatsächlich fehlen, damit diese gezielt zugeführt werden können. Nimmt man einfach wahllos Präparate ein, läuft man Gefahr, dass die darin vorhandenen Dosierungen gar nicht ausreichen, um einen möglichen Mangel zu beheben. Denn die meisten “Haut-und-Haar-Präparate” sind unterdosiert.

Eine Ausnahme stellen die Haar-Vitamine von Cosphera dar, die nahezu alle Vitalstoffe (und diese auch in einer wirksamen Dosis) enthalten, die für optimalen Haarwuchs und eine gute Haargesundheit erforderlich sind, z. B. Eisen, Zink, Selen, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin-B-Komplex, Vitamin C, Biotin, Hirseextrakt, L-Cystein etc.

(Bei Vitamin A muss darauf geachtet werden, dass keine Überdosis eingenommen wird (z. B. durch Innereien, Lebertran oder andere Supplemente), da zu viel Vitamin A Haarausfall verursachen kann!).

Zink

Zinkmangel kann häufig bei Haarausfallpatienten beobachtet werden, weshalb man bei Haarausfall den Status der Zinkversorgung in jedem Fall überprüfen sollte. In einer Stude von 2013 (7) wurde ein häufiger Zinkmangel bei Haarausfall bestätigt, während der Kupferspiegel unauffällig war.

Im Jahr 2013 stellte man fest (8), dass von 312 Haarausfallpatienten (kreisrunder Haarausfall, erblich bedingter Haarausfall, diffuser Haarausfall) ALLE einen niedrigeren Zinkspiegel hatten als die Kontrollgruppe, die keinen Haarausfall hatte.

Ist ein Haarausfall zinkmangelbedingt, kann er leicht mit der Einnahme von Zinkpräparate behoben werden, wie eine kleine Studie von 2012 ergab(9). Auch ein kreisrunder Haarausfall bessert sich oft merklich, wenn ein Zinkmangel bestand und sodann 50 mg Zink über 12 Wochen hinweg eingenommen werden, so eine Untersuchung von 2009 (10).

Ob sich ein Haarausfall durch Zinkgabe auch dann bessert, wenn zuvor kein Zinkmangel bestand, ist nicht geklärt. Eine Fallstudie zeigte immerhin, dass es nach Zinkeinnahme sehr wohl zu einer Besserung des Haarausfalls kommen kann, auch wenn kein nachgewiesener Zinkmangel festgestellt werden konnte (11).

Eisen, Vitamin C und L-Lysin

Eisenmangel ist gerade bei Frauen eine häufige Ursache für diffusen Haarausfall, so dass in jedem Fall die Eisenwerte (das Speichereisen Ferritin) überprüft werden sollten, was man mit einem Eisen-Heimtest auch selbst erledigen kann.

Wenn Sie ein gut verträgliches, rein pflanzliches und verschreibungsfreies Eisenpräparat suchen, so stellen wir hier eine Auswahl vor: Eisenpräparate – rezeptfrei und gut verträglich, z. B.

Manchmal aber schlagen Eisenpräparate einfach nicht an und erhöhen kaum den Eisenspiegel. Die Aminosäure L-Lysin kann hier unterstützend eingesetzt werden, da sie bei der Eisen- und auch bei der Zinkaufnahme behilflich ist.

Nimmt man L-Lysin gemeinsam mit Eisen, dann kann auf diese Weise der Ferritinspiegel leichter angehoben werden, wie ein Studie mit Haarausfallpatientinnen zeigte, die allein auf Eisenpräparate nicht reagierten.(3)

  • L-Lysin-Kapseln, die pro Tag 1000 mg L-Lysin liefern, finden Sie hier: L-Lysin-Kapseln

Zur verbesserten Eisenaufnahme aus pflanzlicher Nahrung ist überdies eine Optimierung der Vitamin-C-Versorgung wichtig, da Vitamin C ganz enorm die Eisenaufnahme fördern kann, so dass oft schon allein Vitamin C einen Eisenmangel bessern kann, ohne dass zusätzlich Eisen eingenommen werden müsste.

Greifen Sie zu Vitamin-C-reichen Früchten und Gemüse oder wählen Sie ein natürliches Vitamin-C-Präparat. Wir empfehlen, z. B.

L-Cystein

Eine weitere bei Haarausfall wichtige Aminosäure ist L-Cystein. Die schwefelhaltige Aminosäure wird für den Bau von Keratin benötigt wird, dem Hauptbestandteil unserer Haare. L-Cystein sorgt für die Widerstandskraft und Stärke des Keratins und kann daher eine geschädigte Haarstruktur reparieren und auch bei diffusem Haarausfall hilfreich sein. Die empfohlene Minimal-Dosierung liegt bei 1400 mg L-Cystein täglich. Allerdings reagieren manche Menschen darauf mit Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen, so dass man mit kleineren Dosen beginnen sollte.(2)

In Lebensmitteln ist L-Cystein in verhältnismässig geringen Mengen enthalten, selbst ein Steak liefert pro 100 g nur 240 mg L-Cystein. Reisprotein enthält pro Portion (Messlöffel) ebenfalls nur um die 200 mg, Hanfprotein ca. 100 mg, so dass hier auf reine L-Cystein-Produkte zurückgegriffen werden müsste, wenn man eine gestörte Keratinbildung mit dieser Aminosäure fördern möchte.

Vitamin D

Bei einem bestehenden Haarausfall (ob kreisrund, diffus o. ä.) sollte ausserdem abgeklärt werden, ob ein Vitamin-D-Mangel besteht, da auch dieser einen Haarausfall begünstigen kann.

Im Jahr 2013 zeigten Forscher der University of Cairo, dass Frauen mit diffusen Haarausfall sehr viel niedrigere Vitamin-D-Werte hatten (um 11 bis 12 ng/ml) als Frauen ohne Haarausfall. Auch konnte beobachtet werden, dass der Vitamin-D-Spiegel umso niedriger war, je stärker ausgeprägt ein Haarausfall war und je länger er bestand.(6)

Informationen zu Vitamin D, wie man einen Mangel und die individuell erforderliche Dosierung feststellt, finden Sie hier: Vitamin D – Die richtige Einnahme.

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Genauso wichtig ist die passende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6), da z. B. letztere (Gamma-Linolensäure) offenbar die 5-Alpha-Reduktase hemmen können soll (das Enzym, das die Umwandlung von Testosteron zu DHT bewerkstelligt), was im Hinblick auf den genetisch bedingten Haarausfall bedeutsam wäre.(5)

Die Gamma-Linolensäure ist insbesondere im Borretschsamenöl oder auch im schwarzen Johannisbeersamenöl enthalten, die als Nahrungsergänzung eingenommen werden können. Zwar kann die Gamma-Linolensäure auch aus der Linolsäure (Omega 6, z. B. im Sonnenblumenöl, Distelöl etc.) vom Organismus selbst hergestellt werden, ob dies jedoch in einem wirksamen Umfang geschieht, darf bezweifelt werden, da in diesem Fall angesichts der heute üblichen reichhaltigen Versorgung mit der Linolsäure niemand an androgenetischem Haarausfall leiden würde.

Wichtig ist überdies ein Ausgleich mit Omega-3-Fettsäuren, da diese meist im Verhältnis zu den Omega-6-Fettsäuren in einem zu geringen Umfang aufgenommen werden.

  • Wir empfehlen zur Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren die veganen Algenölkapseln von Opti3 oder hochwertige Fischölkapseln.

Aufgrund der entzündungshemmenden und blutflussverbessernden Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren wirkt sich eine solche Nahrungsergänzung auf viele andere chronische Beschwerden ebenfalls äusserst positiv aus.

Biotin

Oft wird bei Haarausfall und auch bei brüchigen Nägeln Biotin eingenommen, da man dem Stoff hier eine heilende Wirkung nachsagt. Biotinmangel aber – heisst es von Kritikern wiederum – sei selten, da die Darmflora ausreichend Biotin bilden könne. Das aber kann sie nur, wenn sie in gutem Zustand ist, was heutzutage oft nicht mehr der Fall ist, da es zu viele schädliche Einflüsse gibt, die der Darmflora zusetzen (Antibiotika, andere Medikamente, schlechte Ernährung, Chemikalien aus der Umwelt etc.).

In einem Review von 2017 untersuchte man die Literatur zur Wirkung von Biotin auf das Haar- und Nagelwachstum. In allen 18 Fällen, in denen Patienten eine Nahrungsergänzung mit Biotin erhalten hatten, besserte sich das zuvor schlechte Haarwuchstum oder die zuvor schlechte Nagelqualität. Allerdings litten viele der Probanden unter einem Enzymdefizit, das zu einem Biotinmangel führt.(4)

Biotin ist also in der Tat an einer guten Haar- und Kopfhautgesundheit beteiligt, da jedoch noch viele andere Vitalstoffe entscheidend sind, wird bei Vorliegen anderer Mängel allein eine Nahrungsergänzung mit Biotin nicht sehr viel weiterhelfen, so dass man stets an alle erforderlichen Vitalstoffe denken sollte.

Wenn Sie ein Biotin-Präparat kaufen möchten, achten Sie auf die Dosierung. Oft sind nur sehr geringe Biotinmengel enthalten, so dass wir Ihnen nachfolgend hochdosierte Präparate angeben:

Silicium (Kieselsäure)

Silizium ist ein leider viel zu wenig beachtetes Spurenelement. Im Körper befindet es sich hauptsächlich in den Knochen, aber auch im Haar, den Nägeln, den Sehnen und Bändern. In geringeren Mengen im Weichteilgewebe.

Gerade bei einer Neigung zu Haarausfall könnte eine mangelhafte Siliziumversorgung das Haar verstärkt ausfallen lassen. Silizium ist insbesondere in Hafer oder Braunhirse und auch in der Brennnessel enthalten, in anderen Lebensmitteln aber nur in kleinen Mengen, so dass die heute übliche Ernährung nur wenig Silizium liefert.

Mehrere Studien weisen bereits auf eine positive Wirkung des Siliziums auf die Haargesundheit hin. Im Jahr 2007 beispielsweise veröffentlichten deutsche Wissenschaftler der Universitätsklinik von Hamburg-Eppendorf Untersuchungsergebnisse, wonach die tägliche Einnahme von Silizium zu einem eindeutig höheren Haarvolumen geführt hatte (15).

Studienteilnehmer waren gesunde Frauen, die über besonders dünnes Haar klagten. Da man Silizium eine kräftigende Wirkung auf die Haarstruktur nachsagt, sollten die Probandinnen über 6 Monate hinweg täglich 15 ml (1 grossen EL) Siliziumgel einnehmen.

Nach Ablauf dieser Zeit stellte man fest, dass nicht nur das Haarvolumen zugenommen hatte, sondern dass auch die Gesundheit der Haare von der Siliziumeinnahme profitiert hatte, was sich am neuen Glanz und an der neuen Vitalität der Haare zeigte.

Drei Jahre später berichteten Forscher vom Klinikum der Stadt Karlsruhe über ähnliche Ergebnisse (16). Auch hier wurde belegt, dass Silizium (bei täglich dreimaliger Einnahme von jeweils 350 mg über 6 Monate hinweg) bei zuvor reduzierter Haarqualität (spröde und brüchige Haare) zu eindeutig gesünderem, schönerem und zudem dickerem Haar führte.

In einem Review(1) von 2016 wurden zwei weitere Studien vorgestellt, in denen ebenfalls eine signifikante Verbesserung der Haar- und Nagelqualität nach Einnahme von Silicium festgestellt werden konnte, (9 Monate lang täglich 10 mg), was in den jeweiligen Placebogruppen nicht der Fall war.

Silizium kann daher bei bestehendem Haarausfall in die Therapie miteinbezogen werden. Das Spurenelement kann dabei nicht nur innerlich, sondern auch äusserlich angewendet werden.

  • Innerlich bietet sich das säurefreie und daher basische kolloidale Siliziumgel an.
  • Äusserlich trägt man auf die Kopfhaut siliziumhaltige Haarwuchskonzentrate auf, die den Haarboden mineralisieren, ihn aktivieren und gleichzeitig – bei vorhandenen Irritationen – beruhigen.

Wie behandelt die Schulmedizin Haarausfall?

Auch in der Schulmedizin versucht man bei Haarausfall die Ursache zu finden, wozu jedoch in manchen Fällen mehrere Experten aufgesucht werden müssen: Der Hautarzt, der Endokrinologe und evtl. noch der Gynäkologe.

Gerade beim genetisch bedingten Haarausfall wird dann letztendlich jedoch meist das Mittel Finasterid eingesetzt. Es hemmt die 5-Alpha-Reduktase, die andernfalls Testosteron zu DHT umwandeln würde, senkt also den DHT-Spiegel.

Zu den Nebenwirkungen gehören eine verminderte Libido, Erektionsstörungen bis hin zu Impotenz und Depressionen, die nach dem Absetzen des Mittels nicht einmal in jedem Falle verschwinden. Auch Unfruchtbarkeit, das trockene Auge und Sehstörungen können als Nebenwirkung der Finasterid-Einnahme auftreten.

Zudem muss Finasterid dauerhaft eingenommen werden, setzt man das Mittel ab, fallen die Haare binnen weniger Wochen wieder aus.

Als man überdies im Jahr 2015 u. a. jene klinischen Studien untersuchte, die zur Zulassung von Finasterid geführt hatten, stellte man fest, dass diese nicht ganz korrekt waren. Man habe darin wichtige Risiken und Nebenwirkungen nicht umfassend genug dargestellt, vermutlich um das Produkt in einem besseren Licht dastehen zu lassen.

Finasterid ist für Frauen nicht zugelassen. Daher wird ihnen bei einem androgenetisch bedingten Haarausfall zu bestimmten Hormonpräparaten geraten oder zu Minoxidil, einer Lösung, die man auf die Kopfhaut aufträgt und die nach spätestens 6 Monaten Erfolge zeigen soll. Letzteres können auch Männer bei Haarausfall zweimal täglich in die Kopfhaut einmassieren, allerdings nicht, wenn die Kopfhaut gerötet oder gar anderweitig gereizt ist.

Während Frauen meist eine zweiprozentige Minoxidillösug empfohlen wird, nehmen Männer eine fünfprozentige. Letztere sollten Frauen deshalb nicht nehmen, da diese zu unerwünschtem Haarwuchs an anderen Körperstellen führen kann.

Wie lange dauert es, bis natürliche Mittel gegen Haarausfall wirken?

Der Regenerationsprozess des Haarbodens ist abhängig von der jeweiligen Gesamtkonstitution des/der Betroffenen und seiner Regenerationsgeschwindigkeit, davon ob und wie konsequent er das Therapiekonzept umsetzt und natürlich auch von der Ursache des Haarausfalls und ob diese gefunden und behoben werden konnte.

Insbesondere beim diffusen Haarausfall kann man innerhalb von 3 bis 6 Monaten erste Ergebnisse, sprich ersten Haarneuwuchs erkennen. Bei anderen Haarausfallformen dauert es oft ein Jahr oder länger, bis sich Erfolge einstellen.

Welche Nebenwirkungen können bei natürlichen Mitteln gegen Haarausfall auftreten?

Vielleicht denkt der eine oder andere nach der Lektüre dieses Artikels: "Nur" für mein Haar einen solchen Aufwand betreiben? Nehmen wir einmal an, Sie leiden an Haarausfall und entschliessen sich dazu, das vorgestellte ganzheitliche Konzept und die passenden Mittel gegen Haarausfall konsequent anzuwenden.

Nach zwei Wochen bemerken Sie noch keinen Unterschied und werden ungeduldig. Auch nach vier Wochen sehen Sie auf Ihrem Kopf noch immer keine Fortschritte und beginnen zu zweifeln. Wären Sie jedoch nicht ausschliesslich auf Ihren Haarausfall fokussiert, hätten Sie längst festgestellt, dass sich sehr wohl etwas verändert hat – und zwar eine ganze Menge:

Sie fühlen sich vielleicht plötzlich viel fitter, Sie sind nicht mehr so müde, Sie kommen morgens besser aus den Federn, Sie können konzentrierter arbeiten, Ihre Haut wird glatt und rein, Ihre Blähungen sind verschwunden, die Steifigkeit Ihrer Gelenke lässt nach, Ihr Zahnfleisch ist nicht mehr so entzündet, Ihr Kopfschmerz kehrte schon seit Tagen nicht mehr zurück und Sie fühlen sich stattdessen klar, frisch und voller Tatendrang.

Das sind die Nebenwirkungen der ganzheitlichen Mittel gegen Haarausfall. Mag sein, dass Sie beim Wort Nebenwirkungen bisher eher an etwas Negatives dachten. Nebenwirkungen können jedoch auch durchaus positiv sein, was gerade in der Naturheilkunde häufig der Fall ist.

Wie kann es sein, dass Mittel gegen Haarausfall so ansprechende Nebenwirkungen haben können? Eine ungünstige Ernährung, eine schlechte Darmgesundheit, eine überlastete Leber, zu wenig Schlaf und all die anderen Faktoren können nicht nur zu Haarausfall führen, sondern sind auch die Grundursache für viele andere chronische Beschwerden. Die oben beispielhaft erwähnten positiven Nebenwirkungen der ganzheitlichen Mittel gegen Haarausfall verwundern daher keineswegs.

Achten Sie also bei der Anwendung des naturheilkundlichen Konzepts gegen Haarausfall nicht nur auf die Veränderungen auf Ihrem Kopf! Nutzen Sie stattdessen Ihren Haarausfall für eine neue Lebens- und Ernährungsweise, um rundum gesund zu bleiben oder es endlich zu werden. Wenn sich dann neuer Haarwuchs einstellt, ist dieser Erfolg nur noch das Tüpfelchen auf dem i.

Das ganzheitliche Konzept gegen Haarausfall

Das ganzheitliche Konzept gegen Haarausfall besteht zusätzlich aus den folgenden Schritten und Massnahmen:

  1. Ernährungsumstellung
  2. Entsäuerung
  3. Darmsanierung und Aufbau der Darmflora
  4. Brennnesselsamen
  5. Basische Haar- und Kopfhautpflege
  6. Tägliche Bürstenmassagen der Kopfhaut

Nachfolgend beschreiben wir, wie Sie diese Punkte konkret umsetzen können.

1. Stellen Sie Ihre Ernährung um

Das Mittel Nr. 1 ist die richtige Ernährung. Sie bewahrt vor vielen Faktoren gleichzeitig: vor einem Nährstoffmangel, vor Übersäuerung, vor Schlacken, vor einer Überlastung der Ausleitungs- und Entgiftungsorgane und damit nicht nur vor Haarausfall, sondern vor Gesundheitsproblemen der unterschiedlichsten Art.

Ernähren Sie sich bei Haarausfall daher zunächst für zwei bis drei Wochen rein basisch (100 % basisch). Im Anschluss daran gehen Sie zu einer basenüberschüssigen Ernährung über (70 – 80 % basisch, 20 – 30 % gesunde säurebildende Lebensmittel).

Was gesunde und was eher ungesunde säurebildende Lebensmittel sind, erklären wir Ihnen hier: Basische Ernährung, hier: Basische Snacks oder auch hier: Basisches Frühstück

Meiden Sie dabei alle ungünstigen säurebildenden Nahrungs- und Genussmittel. Lassen Sie also insbesondere Alkohol, Fast Food, Zucker, Koffein, Weissmehl, Fleisch, Wurst und Milchprodukte (v. a. Käse und ungesäuerte Milchprodukte) links liegen.

Konzentrieren Sie sich stattdessen auf eine natürliche und gesunde Ernährung aus frischen Zutaten. Sie sollte aus vitalstoffreichem Gemüse, hochwertigen Fetten und Ölen, Pseudogetreide, Algen, Keimlingen, Früchten, Nüssen und Samen bestehen.

Nur eine solche Ernährung kann mit ihrem Vitalstoff- und Antioxidantienreichtum gegen Haarausfall, gegen die Ausdünnung des Kopfhaars und gegen eine frühzeitige Glatze vorgehen.

Achten Sie zusätzlich auf eine vollwertige Proteinversorgung, da gerade ein Lysinmangel Haarausfall fördern kann. Lysin ist eine Aminosäure, die sich besonders vorteilhaft auf die Gesundheit der Haarwurzeln und auf das Haarwachstum auswirkt.

Lysin ist beispielsweise in Getreide und Reis in eher geringen Mengen enthalten. Tierische Proteine im Übermass verzehrt übersäuern wiederum. Eine Alternative stellt das basische Lupinenprotein dar, das mit reichlich Lysin versorgt, ohne säurebildend zu sein.

Viele weitere Tipps zur richtigen Ernährung bei Haarausfall finden Sie unter: Ernährung bei Haarausfall

2. Entsäuern Sie Ihren Körper

Die chronische Übersäuerung steht nicht nur am Anfang einer jeden Krankheit, sondern auch am Anfang fast jedes noch so klein erscheinenden körperlichen Problems – ob dies nun spürbar (Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden, Rückenprobleme etc.) oder nur sichtbar ist (wie etwa Hautunreinheiten, Cellulite, Falten oder eben auch Haarausfall).

Im Verlauf einer chronischen Übersäuerung wird der Haarboden wichtiger Mineralien beraubt, mit denen dann die im Körper zirkulierenden Säuren neutralisiert werden. Gleichzeitig werden die neutralisierten Säuren nun in Form von Schlacken u. a. in den Haarboden eingelagert.

Dem Haarboden und damit dem Haar fehlen jetzt also nicht nur wichtige basische Mineralstoffe. Die eingelagerten Schlacken verhindern ausserdem, dass die Haarwurzeln mit den erforderlichen Nährstoffen versorgt werden und stattdessen im Säureschlick ersticken.

Ein wichtiges und äusserst effektives Mittel gegen Haarausfall ist daher die Entsäuerung mit hochwertigen und wirksamen basischen Naturprodukten.

Dabei werden die entsäuernden Komponenten sowohl innerlich als auch äusserlich eingesetzt:

Innerliche Entsäuerung bei Haarausfall

Innerlich kann neben einer basischen Ernährung mit den folgenden Mitteln entsäuert werden:

  • Basische Kräutertees
  • Basische Nahrungsergänzungsmittel
  • Bitterstoffe
  • Basischer Mineralstoffkomplex (z. B. Urbase) oder
  • Basisches Aktivwasserkonzentrat (z. B. Aktiv Basen)

Äusserliche Entsäuerung bei Haarausfall

Äusserliche Mittel zur Entsäuerung sind:

  • Basische Bäder
  • Basische Haar- und Kopfhautpflege (siehe Punkt 6)

Viele Haarausfallkuren enthalten bereits die eine oder andere entsäuernde Komponente, z. B. ein Basenbad und ein basisches Shampoo. Eine solche Haarausfallkur kann dann – bei Bedarf – mit den Massnahmen zur innerlichen Entsäuerung kombiniert werden.

Die Säuren und Schlacken werden nun also gelöst und ausgeleitet. Doch fehlen nach wie vor die Mikronährstoffe, mit denen die Mineralstoffdepots (wie z. B. der Haarboden) wieder aufgefüllt werden können.

* Hier finden Sie ausgewogene Basenkuren

3. Sanieren Sie Ihren Darm

Wenn Sie nun – über eine gesunde Ernährung und mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln – perfekt mit Mikronährstoffen versorgt sind, kann es dennoch sein, dass Ihr Haarausfall anhält, einfach deshalb, weil Ihr Körper die eintreffenden Mineralien und Spurenelemente gar nicht so gut aufnehmen und verwerten kann, wie Sie sich das erhofften.

Das Problem ist in diesem Fall dann nicht die Mineralstoffversorgung, sondern der schlechte Zustand Ihres Verdauungssystems.

Ist der Darm nämlich voller Schlacken und Ablagerungen, dann leidet er unter Gär- und Fäulnisprozessen. Die Folge davon ist eine gestörte Darmflora, wodurch wiederum sowohl das Immunsystem geschwächt als auch die Nährstoffresorption beeinträchtigt wird.

Liegen ausserdem Magenprobleme vor oder werden regelmässig Säureblocker eingenommen, dann verstärkt sich das letztgenannte Problem weiter und die mangelhafte Versorgungslage des Organismus mit Mikronährstoffen verschärft sich.

Gerade aber Mikronährstoffe wie Zink, Eisen oder auch Silicium sind für das Haarwachstum – wie Sie jetzt wissen – essentiell.

Da ein schlecht funktionierendes Verdauungssystem meist dieselben Ursachen wie eine chronische Übersäuerung hat, treten beide Phänomene oft auch zeitgleich auf.

Die Folgen einer Übersäuerung auf die Haargesundheit kennen Sie bereits, so dass Sie sich an dieser Stelle sehr gut vorstellen können, dass eine zusätzliche Krise des Verdauungssystems die Situation kaum verbessern wird.

Im Gegenteil: Die Haarwurzeln verhungern jetzt buchstäblich und die Haare fallen aus.

Da ferner 80 Prozent unseres Immunsystems im Darm lokalisiert sind, steht ein irritiertes Verdauungssystem auch am Anfang einer jeden Infektion und höchstwahrscheinlich auch am Anfang einer jeden Autoimmunerkrankung (wie z. B. dem kreisrunden Haarausfall).

Eine sorgfältige Darmsanierung stellt daher ein wichtiges Mittel gegen Haarausfall dar.

Allerdings sollte eine Darmsanierung nicht gleichzeitig mit einer Entsäuerung durchgeführt werden.

Überwiegen bei Ihnen Probleme mit dem Magen und dem Darm (Verdauungsunregelmässigkeiten, Blähungen, Verstopfung, Sodbrennen) und sind womöglich gleichzeitig Hautprobleme (die oft ihre Ursache im Darm haben) und nachweisliche Mineralstoffmängel vorhanden, empfiehlt sich zunächst eine Darmsanierung durchzuführen und erst dann die Entsäuerung anzuschliessen.

Sind weder offensichtliche Verdauungsbeschwerden noch Hautprobleme zugegen und auch keine Nährstoffmängel bekannt, dann starten Sie mit der Entsäuerung.

Wie Sie eine Darmsanierung durchführen, erfahren Sie hier: Wie funktioniert eine Darmreinigung?

Sie möchten keine Rundum-Darmsanierung durchführen, aber dennoch Ihre Darmflora aufbauen, um Ihr Immunsystem zu stärken und damit mögliche immunologische Ursachen des Haarausfalls beheben?

Hochwertige Probiotika können auch unabhängig von einem Darmreinigungsprogramm sowie begleitend zu einer Entsäuerung eingenommen werden.

Wie Sie Ihre Darmflora sicher und effektiv mit hochwertigen Probiotika aufbauen können, erfahren Sie am Ende diesen Artikels: Darmflora aufbauen

* Hier finden Sie empfehlenswerte Darmkuren

4. Brennnessel gegen Haarausfall

Die bekannteste und zudem noch heimische Heilpflanze, die den Haarneuwuchs ganz besonders anregt, ist die Brennnessel.

Die Brennnessel kann – im Rahmen des hier beschriebenen ganzheitlichen Konzeptes – Haarneuwuchs anregen oder diesen beschleunigen. Sie kann das jedoch nur, wenn der Organismus für ihre Wirkstoffe aufnahmefähig ist, was oft erst nach einer Entsäuerung und/oder Darmreinigung der Fall ist.

Die Brennnessel kann in vielen Formen gegen Haarausfall zum Einsatz kommen:

Gemeinsam mit Salbei kann daraus ein Tee gekocht werden, der einerseits innerlich zur Reinigung und Entgiftung beiträgt und andererseits äusserlich (als Haarwasser) das Haarwachstum stimulieren kann.

Brennnesseln sind ausserdem basisch sowie höchst nährstoff- und vitalstoffreich, weshalb man sie wann immer möglich in seine Ernährung integrieren sollte, z. B. mit dieser gesunden, nahrhaften und leckeren Brennnessel-Suppe:

Rezept Brennnesselsuppe zum Entschlacken

Die Brennnessel zählt zu den ältesten Heilkräutern der Menschheit. Doch auch als Lebensmittel ist sie wertvoll, und das nicht nur aufgrund ihrer Fülle an Vitalstoffen, sondern auch wegen ihres fantastischen Geschmackes.

Hier geht es zum Rezept

Brennnesselsamen sind besser als Brennnesselkraut

Noch besser als das Brennnesselkraut wirken gegen Haarausfall die Brennnesselsamen, die überdies dem Haar einen seidigen Schimmer verleihen.

Brennnesselsamen sind im Fachhandel erhältlich. Sie können über Salate und Suppen gestreut oder in Smoothies gemixt werden. Man kann sie jedoch auch einfach löffelweise einnehmen. Täglich ein Esslöffel der kleinen Kraftpakete – die übrigens auch potenzsteigernd wirken sollen – genügt, um dem Haar Gutes zu tun.

Kräuterhaarwasser gegen Haarausfall selbst gemacht

Weitere heimische Heilpflanzen, die in der Naturheilkunde traditionell gegen Haarausfall eingesetzt werden, sind beispielsweise das Buchsbaumkraut, die Wacholderbeeren und -zweige, die Kapuzinerkresse und der Salbei. Aus ihnen kann man wirkungsvolle kopfhautstärkende Haarwässer gegen Haarausfall herstellen.

Dazu nimmt man 50 Gramm der ausgewählten Heilpflanze (Pflanzen werden fein geschnitten, Beeren zerdrückt), setzt sie in einem halben Liter kaltes Wasser an, kocht sie zugedeckt 15 Minuten auf kleiner Flamme, giesst das Ganze durch ein Sieb und massiert mit dem entstandenen Kräuterhaarwasser mindestens einmal täglich die Kopfhaut.

Kräuterhaarwässer dieser Art sind nicht lange haltbar und sollten möglichst gekühlt gelagert und alle drei Tage frisch hergestellt werden.

5. Basische Haar- und Kopfhautpflege

Schon im Rahmen der Entsäuerung haben wir auf die Wichtigkeit einer basischen Haar- und Kopfhautpflege im Kampf gegen den Haarausfall hingewiesen.

Entsäuern Sie den Haarboden

Das Basenpotential ist hierbei zwar äusserst wichtig, da es – beispielsweise über ein basisches Shampoo – die Kopfhautporen öffnet und die Ausschwemmung der unter der Kopfhautschwarte angesammelten Säuren aktiviert.

Mindestens genauso wichtig sind jedoch auch die in gewöhnlichen Haarpflegeprodukten üblichen und leider oft gesundheitsbedenklichen Inhaltsstoffe, die in einem hochwertigen basischen Shampoo fehlen.

Versorgen Sie die Haarwurzeln mit Nährstoffen

Neben der Entschlackung des Haarbodens ist es für die Behebung des Haarausfalls wichtig, die Haarwurzeln ganz gezielt mit einer ausgewogenen Mischung naturreiner Nährstoffe zu versorgen.

Zu diesem Zweck haben wir bereits natürliche Haarwuchskonzentrate vorgestellt. Sie versorgen die Haarwurzeln mit einem hochwertigen Nährstoffkomplex, der zu einer Reaktivierung der Haarwurzeln führen und somit für den ersehnten Haarneuwuchs sorgen kann.

Fördern Sie die Durchblutung der Kopfhaut

Um die Durchblutung der Kopfhaut und somit den Hautstoffwechsel anzukurbeln, kann die Kopfhaut – etwa zwei Mal wöchentlich – mit einer basischen Haarbodenpackung behandelt werden. Eine solche Zusatzpflege beschleunigt den Prozess der Haarboden-Regeneration und schenkt Ihnen zudem gesundes, glänzendes Haar.

Wenn Sie ausserdem zur täglichen Haar- und Kopfhautpflege eine hochwertige Haarbürste – zum Beispiel aus Wildschweinborsten – verwenden, werden Sie erstaunt sein, welche Wirkung diese einfache Massnahme auf die Gesundheit Ihrer Kopfhaut und auf das Wachstum Ihrer Haare hat.

* Hier finden Sie empfehlenswerte Haarkuren

6. Spezielle Bürsten gegen Haarausfall

Bürstenmassagen der Kopfhaut mit der oben genannten Spezialhaarbürste wirken enorm durchblutungsfördernd, entfernen abgestorbene Hautpartikelchen und sorgen so für eine bessere Atmungsaktivität der Kopfhaut.

Das Ergebnis ist, dass jetzt die Kopfhaut und damit auch die Haarfollikel sowohl von innen als auch von aussen wieder deutlich besser mit Nährstoffen versorgt werden können. Gleichzeitig kann durch die optimierte Durchblutung der Abtransport von Schlacken und Stoffwechselrückständen viel leichter erfolgen.

Die Talgproduktion der Kopfhaut wird überdies durch regelmässige Bürstenmassagen reguliert, so dass damit sowohl einer zu reichlichen Talgproduktion (fettiges Haar) als auch einer zu schwachen Talgproduktion (Kopfhautjucken, trockenes Haar) begegnet werden kann.

Bürsten Sie mit der Spezialbürste morgens und abends Ihre Haare und Ihre Kopfhaut sanft, aber gründlich. Die Bürstenmassage sollte 2 bis 3 Minuten lang in Anspruch nehmen.

Die basische Haar- und Kopfhautpflege besteht zusammengefasst aus den folgenden Komponenten:

  • Basisches Shampoo (siehe auch Punkt 2)
  • Basische Haarbodenpackung
  • Natürliches Haarwuchskonzentrat mit oder ohne Silizium (siehe auch Punkt 4)
  • Spezialbürste aus Wildschweinborsten

* Hier finden eine Auswahl an Haarbürsten

Wann tritt ein Erfolg dieser Haarausfall-Mittel ein?

Wann wird der Haarausfall gestoppt – wann wachsen neue Haare? Schnell werden Sie feststellen, dass Ihr Haarausfall durch die oben beschriebenen Haarausfall-Mittel deutlich zurückgeht und in den meisten Fällen innerhalb kurzer Zeit ganz gestoppt werden kann.

Um im Anschluss daran den Haarneuwuchs zu aktivieren, benötigt der Körper allerdings etwas mehr Zeit. Da der Regenerationsprozess des Haarbodens abhängig ist von der jeweiligen Gesamtkonstitution des/der Betroffenen und der Regeneration des gesamten Körpers, sollten Sie grundsätzlich einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten für den Haarneuwuchs einplanen.

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Quellen

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